Vaterschaftstest

Ein Freund von mir wird Vater und freut sich natürlich auf das Ereignis. In einer ruhigen Minute spricht er das Thema „Sicherheit der Vaterschaft“ an:

„Christian, du weist ich bin mit #Frau vollkommen glücklich, ich vertraue ihr vollkommen, ich wollte keine andere Frau haben. Aber ich sage dir mal was: Wenn man Vater wird, dann ist da immer irgendwo ganz leise eine kleine Stimme in deinem Hinterkopf und die flüstert immer mal wieder leise „was, wenn er dir nicht ähnlich sieht? Was, wenn da doch mal irgendwie was war? Wie viele Väter sind ebenso vollkommen glücklich und irgendwann kam dann heraus, dass sie doch nicht die Väter waren?“ Das ist ein ekelhaftes Gefühl, aber es ist irgendwie nicht vollkommen wegzubekommen. Ich meine, natürlich wird es mein Kind sein, es gibt auch keinen Anlass für irgendwelche Zweifel, aber ich sage dir, ich glaube das hat mal als Vater einfach. Ist schon ein Mist“

Ich möchte hinzufügen, dass ich die beiden wirklich für ein glückliches Paar halte und auch keine Zweifel habe und das er weder im Pickup aktiv ist noch Evolutionstheorien besondere Beachtung geschenkt hat noch ich mich ihm ansonsten über „Blogthemen“ unterhalte.

Ich kann mir gut vorstellen, dass es ein Gefühl ist, dass viele Männer kennen. Die evolutionären Gründe sind klar: Leichtsinnige Väter verschwenden eher Ressourcen in fremde Gene, die Anzahl ihrer Gene im Genpool verringert sich.

Glücklicherweise haben wir heute die Möglichkeit, die Vaterschaft mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit festzustellen. Ein Vaterschafttest ist heutzutage relativ billig zu haben (ich denke so um die 250 €). Allerdings ist das Ansprechen des Umstandes, dass man gerne einen Vaterschaftstest hätte, ein Umstand, der überaus schwierig ist, weil er als Vertrauensbruch gewertet wird. Die Frau wird meist gefühlsmäßig nicht drum herum kommen einen gewissen Vertrauensbruch darin zu sehen. Und auch das wird man ihr nicht wirklich verübeln können, schließlich impliziert es ja die Möglichkeit eines Seitensprunges.

Ein Versuch es zu Reframen könnte vielleicht wie folgt aussehen:

Ich liebe dich und unser Kind, aber für einen Mann ist es immer etwas unsicherer als für eine Frau, die genau weiß, dass sie das Kind geboren hat. Man hört immer wieder mal eine Geschichte von einem Mann, der nach 10 Jahren glücklicher Ehe plötzlich, vielleicht weil er Blut für sein Kind spenden will, hört, dass er nicht der Vater sein kann und seine Welt zerbricht. Er hätte niemals damit gerechnet, war glücklich, sie war glücklich, und dennoch… Irgendwie hört man diese Geschichten und selbst wenn man vertraut und glücklich ist, dann nagt diese leichte Stimme im Hinterkopf an einem „Auch sie waren glücklich, auch sie haben vertraut, kannst du wirklich so naiv sein, dass du es für unmöglich hältst?“ Und irgendwann kommt jemand und sagt, dass es einem gar nicht ähnlich sieht, vielleicht nur als Scherz. Und irgendwann hat man einen Sreit und die Stimme im Hinterkopf wird etwas lauter „Kannst du wirklich 100% sicher sein? Oder sind es nur 99%?“ Es wäre schon, diese Zweifel nie haben zu müssen. Es wäre schön, mit der gleichen Sicherheit wie du sagen zu können, dass es definitiv mein Kind ist, niemals Zweifeln zu müssen, auf jeden Einwand hin sicher zu sein, dass ich der Vater bin, egal was andere denken oder wie es gerade zwischen uns steht. Ich möchte gar nicht erst in eine Situation kommen, wo ich darüber nachdenken muss, ob es anders sein könnte. Ich möchte ohne die geringsten Zweifel wissen, dass es so ist, genauso wie du keine Zweifel hast.“

Idealerweise würde man die Mutter wohl bereits vor der Schwangerschaft entsprechend vorbereiten. Eine Frau, die mit ähnlichen Worten selbst einen Vaterschaftstest in Auftrag gibt würde in meiner Achtung steigen. Oder man macht einfach einen heimlichen Test. Ein anderes Thema, dass immer wieder hochkommt, sind verpflichtende Vaterschaftstests gleich nach der Geburt. Der Gedanke ist, dass der Mann so etwas nicht verlangen kann, weil es sich entsprechend auf die Beziehung auswirkt und diese „Machtlosigkeit“ des Vaters durch eine entsprechende Regelung auch gegen seinen Willen ausgeglichen wird. Es ist insoweit auch ein Kontrollmittel gegen Kuckuckskinder, mit den entsprechenden positiven Folgen für die Motivation der Väter, das Kind zu versorgen.

Allerdings ist die Frage, ob sich der Staat auf diese Weise einmischen darf. Es gibt sicherlich Väter, dennen es lieber ist, es nicht zu wissen. Einen Pflichttest halte ich daher für einen sehr hohen Eingriff in die Privatautonomie, die dann eben auch Beziehungen zerstörren kann. Klar kann man hier anfügen, dass ja nicht der Test die Beziehung zerstörrt, sondern der Umstand, dass die Frau mit einem anderen geschlafen hat, aber dennoch ist es ersteinmal das Aufdrängen einer Information. Wenn ein Pflichttest erfolgt, dann sollte zumindest ein Recht des Vaters bestehen, die daraus folgende Information abzurufen oder eben nicht.

Gegen einen solchen Pflichttest spricht zudem, dass damit das genetische Profil jedes neu geboren Menschen und auch jedes Vaters in Staatshände gelangen könnte, was Datenschutz und ähnliche Probleme aufwirft. Klar wird eine Löschpflicht bestehen, aber wird man ihr auch sicher nachkommen? Zudem ist zu bedenken, dass die Vaterschaftstest eine gewisse Fehleranfälligkeit haben. Die Vaterschaft steht nicht zu 100%, sondern nur zu 99,9?% fest. Bei umfassenden deutschlandweiten Tests ist zwar die Wahrscheinlichkeit gering, aber es wird bereits aufgrund der Anzahl der Geburten pro Jahr immer wieder Fehler geben, die dann zu Beziehungsproblemen führen. Denn der Test kann eben mit einer gewissen geringen Wahrscheinlichkeit auch dazu führen, dass eine Nichtvaterschaft trotz bestehender Vaterschaft angezeigt wird.

Interessant dazu vielleicht auch ein neues Urteil des BGH nach dem ein Mann, der für ein Kuckuckskind Unterhalt gezahlt hat einen Anspruch auf Auskunft gegen die Mutter hat, die dann mitteilen muss, welche Männer noch in Betracht kommen, damit der Mann dort Rückgriff bezüglich der von ihm geleisteten Zahlungen nehmen kann. Eine Stärkung der Vaterrechte.

91 Gedanken zu “Vaterschaftstest

  1. Zum Schlussabsatz:

    Stärkung der Vaterrechte? Na, ja.

    1. ging es im vorliegenden Fall ja wohl um die Rechte des eben-nicht-Vaters.

    2. sollte es eigentlich selbstverständlich sein, dass in so einem Fall die Mutter die rechtswidrig erhaltenen Unterhaltszahlungen für das Kind zurück zu erstatten hat. Es ist dann IHR Job, sich an den tatsächlichen Kindsvater zu halten. (Nicht der Job des Nicht-Vaters.)

    3. Interessant ist an der Sache das Verhalten der Frau. Und die (fehlende) öffentliche Reaktion darauf.
    Da schiebt eine Dame jemanden ein Kuckuckskind unter. Das fliegt auf. Und statt dass die Dame neben einer ordentlichen Abbitte bezüglich ihres Fehlverhaltens dann zumindest tätig nach Kräften mit hilft, die Sache dann auch finanziell den tatsächlichen Verhältnissen anzupassen, hat sie auch noch die Chuzpe, sich auf die Wahrung ihrer Privatsphäre zu berufen, um eben genau dies zu behindern.
    Eine öffentliche Empörung gegen diese Frau mindestens im Ausmaß des „Florida-Rolf-Falles“ sollte man eigentlich erwarten – findet aber nicht statt. DAS sagt eine Menge über unsere femizentrischen Verhältnisse.

    4. Das so etwas bis zum BGH gehen musste, wirft auch ein bezeichnendes Schlaglicht auf die Stellung des Mannes in familienrechtlichen Fragen in den unteren Instanzen.

    Wenn so eine „Stärkung“ der (Nicht)Väterrechte aussieht, dann muss ich sagen: Diese Rechte sind immer noch ziemlich schwach auf der Brust, geradezu rachitisch.

    • @virtual-cd

      Stimmt, da hätte ich wohl eher Männerrechte schreiben müssen.

      Wenn sie vorsätzlich getäuscht hat, dann finde ich auch, dass man sie in die Pflicht nehmen können sollte. Kann man dann vielleicht sogar. Aber wenn mehrere in Betracht kommen und sie zumindest anführen kann, dass sie dachte er wäre der Vater wird es natürlich etwas schwieriger, zumindest beim Kindesunterhalt, der ja offiziell nicht an die Mutter, sondern an das Kind, vertreten durch die Mutter (wenn das Kind bei ihr lebt) gezahlt wird.

      Ja, ich finde es auch recht bezeichnend. Allerdings muss man fairer Weise sagen, dass die Vorinstanzen dem Vater auch jeweils recht gegeben haben und man hier immerhin eine gewisse grundrechtlich geschützte Sphäre hat, wenn sie Auskunft über ihr Sexualleben geben muss. Trotzdem erstaunlich, dass es so lange gedauert hat.

      Macht insofern ja frühe Vaterschaftstests noch relevanter.

      • @Christian
        „…und man hier immerhin eine gewisse grundrechtlich geschützte Sphäre hat, wenn sie Auskunft über ihr Sexualleben geben muss.
        Muss Sie ja gar nicht. Wenn Sie von sich aus die Unterhaltszahlungen, die sie – wie du richtig anmerkst – nur treuhänderisch empfangen hat, an den falschen Zahler zurückerstattet. Und dann sagt: Das Geld hole ich mir vom wirklichen Vater.

        Dann ist das ihr Ding. Da muss sie keinem Dritten gegenüber offenlegen, mit wem Sie gezeugt hat.
        Sie hat es doch voll in der Hand, ihr Sexualleben in diesem Punkt privat zu halten. Das ist doch gerade die Chuzpe – so empfinde ich es – dann von Seiten der Kindsmutter, genau damit zu argumentieren. Die Situation, dem Ex-Partner gegenüber offenbaren zu sollen, wer denn der Vater des Kindes ist, tritt doch nur ein, weil sie sagt: Hol dir doch dein Geld selber zurück! Und dann zu sagen: Aber ätsch-bätsch: Von WEM, das sage ich dir nicht. DAS bleibt mein Geheimnis, dass ist schon ein starkes Stück. Neben der Kuckuckskinder-Unterschieberei.

        Aber bei der Mädchenmannschaft würde man so einem eben-nicht-Vater wohl einfach antworten: „Heul doch – oder kauf dir ’nen Lollie.“

        Das ganze Verhalten dieser Kindsmutter ist eine solche bodenlose Frechheit, dass einem da schon die Spucke wegbleibt. (Aber vermutlich ist sie Opfah und kann nichts dafür … oder so …)

      • Aber wenn mehrere in Betracht kommen und sie zumindest anführen kann, dass sie dachte er wäre der Vater wird es natürlich etwas schwieriger…

        Also bitte, Christian: Wenn die Frau um die „Zeit der Empfängnis“ mit anderen als dem Ehemann rumgevögelt hat, dann dürfen wir doch davon ausgehen, dass sie weiss, dass die (biologische) Vaterschaft unsicher ist.

        Was für eine faule Ausrede. Ich hab zwar mit dem Heinz, dem Erich, dem Jörg und dem Fritz in jener Zeit rumgevögelt, aber in meinem Innersten sagte mir eine Stimme: der Klaus, mein Ehemann, das ist der Erzeuger. Sowas mag in der Brigitte allgemeine Zustimmung hervorrufen, aber ich hoffe doch nicht hier.

  2. Aber ich sage dir mal was: Wenn man Vater wird, dann ist da immer irgendwo ganz leise eine kleine Stimme in deinem Hinterkopf und die flüstert immer mal wieder leise „was, wenn er dir nicht ähnlich sieht? Was, wenn da doch mal irgendwie was war? Wie viele Väter sind ebenso vollkommen glücklich und irgendwann kam dann heraus, dass sie doch nicht die Väter waren?“

    Die ganz leise Stimme im Hintergrund ist die Stimme der Vernunft. Es ist nun mal eine Tatsache, dass Frauen betrügen, Männer ebenso. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

    Der grundsätzliche Fehler liegt in der Vaterschaftsannahme. Wer „zur Zeit der Empfängnis“ Ehemann der Mutter war gilt als Vater. Dies ist der Regelfall, von dem ausgegangen wird.

    In einer Zeit, als Ehebrecherinnen noch gesteinigt wurden, mag diese Annahme begründet gewesen sein. Das ist aber mittlerweile nicht mehr so. In unserer Zeit aber, in der die sexuelle Selbstbestimmung der Frau, ihr Selbstbestimmungsrecht über ihren Körper, das sogar die Tötung des Ungeborerenen mit einschliesst und Ehebruch keine rechtlichen Konsequenzen nach sich zieht, ist die Vaterschaftsannahme nicht mehr zu rechtfertigen. Vaterschaft sollte daher festgestellt werden, weil aus der Vaterschaft weitgehende Verpflichtungen resultieren. Die gutbürgerliche Vaterschaftsannahme hat ausgedient.

    Die Gegenargumente gegen einen die obligatorische Feststellung der Vaterschaft sind fadenscheinig und dienen lediglich der Frau, um sie de facto in den meisten Fällen vor den Konsequenzen ihres Fehlverhaltens zu schützen.
    Aus der Vaterschaft erwachsen dem Kind Rechtsansprüche, wie beispielsweise erbrechtliche Ansprüche, die nicht dem Gutdünken der Mutter oder des Scheinvaters überlassen bleiben dürfen. Der Personenstand muss daher festgestellt werden, sobald dies möglich ist.

    Dass sich die Muddilobby und die Hennen- und Gluckenfront mit den Schlampenschutzgesetzen dagegen wehrt war nicht anders zu erwarten. Ihr weitreichendes Verfügungsrecht über ihren Bauch und alles, was da so heranwächst, soll nicht angetastet werden. Dieses Verfügungsrecht soll auch ihr Recht auf die Wahl des Vaters beinhalten, weshalb an der Vaterschaftsannahme festgehalten wird.

    Wir leben in einem Matriarchat. Ich weiss nicht, warum die Matriarcheusen ständig nach dem matriarchsat rufen, wir haben es ja bereits. Das Matriarchat und das Patriarchat definiert sich zuallererst als Verfügungsgewalt über Hausstand und Erbfolge, und nicht über die (männlicher/weiblicher) Anzahl DAX-Vorstände.

  3. @Peter
    So sehr ich den Ausführungen zur Sinnhaftigkeit einer obligatorischen Feststellung der Vaterschaft zustimmen würde (auch mit Blick auf die Kinder) – in einem möchte ich widersprechen:

    Wir leben NICHT in einem Matriarchat. Wir leben in etwas, was man vielleicht als Feminat bezeichnen könnte. Wir sind eine femizentristische Gesellschaft. Zumindest in Nord- und Mitteleuropa und in Nordamerika.

    Was hier auf dem Sockel steht und als goldenes Kalb umtanzt wird, ist nicht das Mütterliche (als Archetyp), sonder das Weibliche (als Archetyp).

    Eine Sache, die mich auch immer am Kampfbegriff des Patriarchats irritiert. Zur Erklärung wird dann gesagt: Das ist die Herrschaft der Männer. Da kommen Väter ja gar nicht vor. Warum nennt man das Ding dann nicht Maskulinat? (Was ja an der Falschheit der Analyse nichts ändern würde, nur das Intendierte wenigsten sprachlich-begrifflich richtig adressieren würde …)

  4. Nun, ich würde einem Vaterschaftstest sofort zustimmen und es meinem Mann auch nicht nachtragen. Allerdings müsste er die ganzen Kosten übernehmen. Wenn er Sicherheit haben will, die er ohne Vaterschaftstest nicht zu finden glaubt, dann muss er ihn bezahlen, von SEINEM Geld, nicht von dem gemeinsamen Sparkonto, auf das wir beide einzahlen, nicht von den laufenden Kosten. ER müsste es bezahlen. Und ich würde von ihm einen HPV-, einen Chlamydien- und einen Herpes genitalis-Test verlangen, selbstverständlich auf MEINE Kosten.
    Wenn ein Vaterschaftstest allerdings vom Staat aufgezwungen wird, dann bitte auch ein HPV-, Chlamydien- und Herpes genitalis-Test für Männer (und Frauen), damit sichergestellt wird, dass Männer, die fremdgehen, ihre Frauen nicht (unwissentlich) infizieren und diese dann deswegen Gebärmutterhalskrebs entwickeln. So könnte man wenigstens die unglaublichen Kosten, die bei einem gesetzlich vorgeschriebenen Vaterschaftstest auf den Steuerzahler zukommen, wieder ein bisschen schmälern, denn eine Vorsorgeuntersuchung kostet weniger, als eine Chemotherapie.

    • hi Syzygy

      „…damit sichergestellt wird, dass Männer, die fremdgehen, ihre Frauen nicht (unwissentlich) infizieren …“

      ich nehme mal an, weil du weiter oben auch tests für frauen wolltest das du genauso davon ausgehst das frauen aus einer beziehung herraus fremdgehen.
      darum gehts ja im gerichtsurteil. da ist frau fremdgegangen und nicht der mann.

    • „Nun, ich würde einem Vaterschaftstest sofort zustimmen und es meinem Mann auch nicht nachtragen.“

      Würde ich ganz genauso machen. Ich habe Verständnis für jeden Mann, der einen solchen Test machen möchte. Immerhin weiß ich als Frau, dass mein Kind auch wirklich mein Kind ist. Diese Sicherheit haben Männer nun mal nicht. Deshalb denke ich, dass jede Frau, die so überempfindlich auf diesen sogenannten „Vertrauensbruch“ reagieren, sich nicht so anstellen sollen.

      • Würde ich ganz genauso machen.

        Finde ich auch klüger. Damit ist das Thema ein für alle mal vom Tisch.

        Aus der leisen Stimme kann im Streit auch eine lautere werden, was dann schnell zu einer Gefahr für die Beziehung (geade auch des Kindes zum Vater) werden kann.

        Im Streit wird man die Forderung nach einem Vaterschafstest dann vielleicht nicht mehr so locker sehen. Deshalb sollte man das lieber vorher, „im Guten“ klären.

    • @Syzygy

      Und ich würde von ihm einen HPV-, einen Chlamydien- und einen Herpes genitalis-Test verlangen, selbstverständlich auf MEINE Kosten.

      Ja, warum denn eigentlich nicht? Wenn jemand angst vor diesen Krankheiten hat, dann könnte man sie so ausräumen.

      Es stellt sich aber dabei die praktische Frage: Wie oft denn? Wöchentlich? Vor jedem Sex? Verdienst du so gut?

      • „Frage: Wie oft denn?“
        Jedes halbe Jahr – 1x im Jahr. So oft ist es üblich, dass eine Frau einen Krebsabstrich machen lässt.

        „Verdienst du so gut?“
        Geht dich zwar nichts an 😉 Aber das könnte ich mir schon leisten.

    • @ Syzygy

      „Nun, ich würde einem Vaterschaftstest sofort zustimmen und es meinem Mann auch nicht nachtragen.“

      Das ist löblich.

      „Wenn er Sicherheit haben will, die er ohne Vaterschaftstest nicht zu finden glaubt, dann muss er ihn bezahlen, von SEINEM Geld, nicht von dem gemeinsamen Sparkonto, auf das wir beide einzahlen, nicht von den laufenden Kosten.“

      Das ist aber etwas schwierig, wenn es ein gemeinsames Konto gibt, auf das beide einzahlen. Es sei denn, auf das gemeinsame Konto zahlt jeder 50 % der „laufenden Kosten“ ein, Miete und Nebenkosten, Versicherungen, und den Rest seines Einkommens behält jeder für sich. Das ist eine interessante Idee.

      „So könnte man wenigstens die unglaublichen Kosten, die bei einem gesetzlich vorgeschriebenen Vaterschaftstest auf den Steuerzahler zukommen, wieder ein bisschen schmälern“

      Also, bei 650.000 jährlichen Geburten wären die Laborkosten wirklich Peanuts, zumal bei verpflichtenden Tests sicher die Laborkosten auf unter 100 Euro gesenkt werden könnten. Ich wäre dennoch nicht unbedingt ein Befürworter von verpflichtenden Gentests, eine bessere Alternative wäre es, die Verpflichtung zu Unterhaltszahlungen nur aufrechtzuerhalten, wenn auf Wunsch des Unterhaltspflichtigen ein Gentest erfolgt. Ich denke, häufig kommt es zu Zweifeln auch erst, wenn die Beziehung in die Brüche gegangen ist.

      „Und ich würde von ihm einen HPV-, einen Chlamydien- und einen Herpes genitalis-Test verlangen, selbstverständlich auf MEINE Kosten.“

      Ein etwas schiefer Vergleich. Wenn du nur ihn testest, könnte eine erwiesene Infektion auch daher kommen, dass du ihn angesteckt hast. Gerade bei HPV-Infektionen gibt es auch ein Missverhältnis zwischen Frauen- und Männergesundheitsvorsorge. Soweit ich weiss, können auch Männer durch HPV Penis- oder Analkarzinome bekommen. Aus Kostengründen wird Jungen und Männern aber bisher die HPV-Impfung verweigert – wenn der Impfstoff für Jungen und Männer zugelassen wäre, müssten die Krankenkassen die Kosten tragen – wenn ich mich irre, bitte korrigieren.

      • Ichichich

        „Also, bei 650.000 jährlichen Geburten wären die Laborkosten wirklich Peanuts, zumal bei verpflichtenden Tests sicher die Laborkosten auf unter 100 Euro gesenkt werden könnten.“

        Vielleicht wäre die Alternative der Alchemisten (Geburts-Maschine) günstiger?

        „Ich denke, häufig kommt es zu Zweifeln auch erst, wenn die Beziehung in die Brüche gegangen ist.“

        Hast Du eine Alternative zu der Beziehung?

        „Soweit ich weiss, können auch Männer durch HPV Penis- oder Analkarzinome bekommen.“

        Soll nach Deiner Meinung Mann aus dem Geburts-Prozess als Partner, als Differenzierungs-Faktor herausgenommen werden, so quasi zurück zu Parthenogenese?

      • „Vielleicht wäre die Alternative der Alchemisten (Geburts-Maschine) günstiger? “

        Hä? Egal. Vielleicht streift es das Thema, zu sagen, dass vielleicht das Kinderkriegen weniger ein Problem für junge, aufstrebende Leute wäre, wenn es mit weniger unkalkulierbaren Risiken verbunden wäre. Also z.B. der Staat den Kindesunterhalt komplett übernimmt. Aber da müsste man ja wieder die Sozialismus-Büchse der Pandora aufmachen, und damit habe ich in der Diskussion schlechte Erfahrungen gemacht.

        „Hast Du eine Alternative zu der Beziehung?“

        Nun, die „Alternative“ zur Partnerschaft ist die Ex-Partnerschaft ;-). Und da geht es nicht mehr um Liebe und Vertrauen. Eine neue Beziehung ist ja auch nicht so leicht, wenn der Mann für Kinder aus der ehemaligen Beziehung Unterhalt zahlen muss, die er vielleicht noch nicht einmal zu Gesicht bekommt – du sagst ja selbst, dass du gemeinsame Kinder mit deinem Partner quasi als dein Eigentum betrachtest – ist das eine enorme Hypothek, die es vielleicht einfach finanziell unmöglich macht, mit der neuen Freundin/Frau Kinder zu zeugen.

        „Soll nach Deiner Meinung Mann aus dem Geburts-Prozess als Partner, als Differenzierungs-Faktor herausgenommen werden, so quasi zurück zu Parthenogenese?“

        Was haben jungfräuliche Geburt und Peniskarzinomvorbeugung gemein? Ist das so eine Art Gehirn-Jogging?

      • Ichichich

        „Eine neue Beziehung ist ja auch nicht so leicht, wenn der Mann für Kinder aus der ehemaligen Beziehung Unterhalt zahlen muss, die er vielleicht noch nicht einmal zu Gesicht bekommt“

        Ich fordere von dem Mann keine Zahlungen! Wenn die Subsistenz-Arbeit der Frau, die in der patriarchalischen Gesellschaft gar nicht zur Kenntnis genommen wird, honoriert wäre, wozu sollte ich den flüchtenden Mann jagen?

      • Ichichich

        Ps. Und außerdem, worum streiten wir hier? Mein Mann lässt sich durch seinen Arbeitsgeber ausbeuten, damit wir um die Runden kommen!

      • „Und außerdem, worum streiten wir hier? Mein Mann lässt sich durch seinen Arbeitsgeber ausbeuten, damit wir um die Runden kommen!“

        Naja, eben. So ist halt die Gesellschaft aufgebaut, dass der Zwang zum Gelderwerb halt die Basis von allem ist.

      • Ichichich

         „Naja, eben. So ist halt die Gesellschaft aufgebaut, dass der Zwang zum Gelderwerb halt die Basis von allem ist.“

        Der Göttin und den Göttern sei dank, du hast es ausgesprochen! Wir leben im Patriarchat, wo keine freie Sexualität und Spiritualität aus der Sicht des „Gottes“ möglich ist!!

      • „Nein, das übernimmt der Staat für dich.“

        Gegen meinem Willen!

        Schon klar: Die Gesellschaft (Pappi Staat) soll etwas „honorieren“, für das du andererseits die absolute Gestaltungsfreiheit verlangst.

        Wenn Kinder dein Eigentum sein sollen, warum erwartest du dann das die Gesellschaft dir das Pflegen deines Eigentums finanziert?

        Soll die Gesellschaft auch meine Autowäsche bezahlen?

        Aber vielleicht fliegen ja auch die gebratenen Tauben eigentlich vom Himmel, und es sind die Patriarchen die sie dann einfach wegnehmen und verkaufen.

      • Da ich als Frau vordergründig Verantwortung für die Erziehung des Kindes zu tragen habe (ich wurde so sozialisiert), möchte ich auch entscheiden können, mit wem ich die Frucht meines Leibes erziehe. Wenn dann nicht die Frage des Geldes kommen würde….

        vordergründig. Eben. Oberflächlich betrachtet, scheinbar.

        Die „Frage des Geldes“ ist vor allem die Frage, wer sich den Rücken krumm macht um den Teil der Verantwortung zu übernehmen den du nicht übernimmst.

        Ich soll mehr Steuern zahlen, damit du „deinen“ Kindern den ganzen lieben Tag lang erzählen kannst was für ein pöser Patriarch ich bin.

        Da ich als Mann die Verantwortung für meine Hände habe, möchte ich auch entscheiden können, mit wem ich Frucht ihrer Arbeit teile.

      • @ichichich:
        Das ist aber etwas schwierig, wenn es ein gemeinsames Konto gibt, auf das beide einzahlen. Es sei denn, auf das gemeinsame Konto zahlt jeder 50 % der „laufenden Kosten“ ein, Miete und Nebenkosten, Versicherungen, und den Rest seines Einkommens behält jeder für sich. Das ist eine interessante Idee.“

        Nicht unbedingt. Es gibt z.B. auch ein gemeinsames Sparkonto, auf das jeder der Partner einen gewissen fixen Betrag einzahlt (um für größere Dinge wie ein Haus, eine Eigentumswohnung oder ein Familienauto, Reisen, etc. zu sparen). So ist es in unserem Fall. Die laufenden Kosten können (wobei natürlich jeder davon die Hälfte zahlt) davon abgehen, oder von einem Extra-Konto. Und von dem Geld, das dem Mann zum Ausgeben überbleibt (also das weder sein Anteil der Fixkosten, noch sein Spar-Anteil ist), zahlt er, wenn er es unbedingt wünscht, den Vaterschaftstest. Ich zahle dafür keinen Cent, denn ich weiß, dass ich ihm nicht fremdgehe. Wenn er mir nicht glaubt, dann soll er, solange es nicht gesetzlich geregelt ist, es gefälligst auch selber zahlen. Dann habe ich nichts dagegen (und trage es ihm auch nicht nach, wie ich schon sagte).

        „Ein etwas schiefer Vergleich. Wenn du nur ihn testest, könnte eine erwiesene Infektion auch daher kommen, dass du ihn angesteckt hast.“

        Nein. Ich gehe ja sowieso testen, ebenso wie die meisten Frauen (Penis- und Analkarzinome, die Frauen auch kriegen können, sind erheblich seltener, als Gebärmutterhalskrebs, aber das ist natürlich nebensächlich).
        Ich bin übrigens gegen eine Impfung, zumindest solange sie noch nicht ausgereift und lange genug getestet ist. Sie hilft nur (angeblich) gegen ca. 70% der karzinogenen Erreger, scheint teilweise ernste Nebenwirkungen zu haben und wurde noch nicht lange genug getestet um sagen zu können, wann sie aufgefrischt werden muss. Vorsorgeuntersuchung genügt.

      • Ichichich

         „Nun, die „Alternative“ zur Partnerschaft ist die Ex-Partnerschaft . Und da geht es nicht mehr um Liebe und Vertrauen. Eine neue Beziehung ist ja auch nicht so leicht, wenn der Mann für Kinder aus der ehemaligen Beziehung Unterhalt zahlen muss, die er vielleicht noch nicht einmal zu Gesicht bekommt – du sagst ja selbst, dass du gemeinsame Kinder mit deinem Partner quasi als dein Eigentum betrachtest – ist das eine enorme Hypothek, die es vielleicht einfach finanziell unmöglich macht, mit der neuen Freundin/Frau Kinder zu zeugen.“

        Sag ich doch, die Überlegungen der Trennung der Sexualität von sozialer Absicherung wäre aus meiner Sicht keine schlechte Überlegung. Sag mir bloß nicht, ich soll Konzepte vorlegen! Ich weiß über Matriarchate zu wenig: http://www.youtube.com/watch?v=WGFpgxMTGcw

    • Allerdings müsste er die ganzen Kosten übernehmen. Wenn er Sicherheit haben will, die er ohne Vaterschaftstest nicht zu finden glaubt, dann muss er ihn bezahlen, von SEINEM Geld, nicht von dem gemeinsamen Sparkonto…

      @ Syzygy

      Falsch. Der Test müsste von beiden bezahlt werden, falls die Kosten nicht von der Krankenkasse übernommen würden, denn DU hättest dann ja auch Sicherheit.

      • Wozu? ICH weiß, wer der Vater ist, denn ich gehe nicht fremd. Ich spreche von meinem (hypothetischen) Fall. Ich bin ihm nicht böse, wenn er einen Test möchte, aber zahlen muss er. Was andere Frauen machen, ist mir egal.
        Wie gesagt, die HPV-, Chlamydien- und Herpes genitalis-Tests übernehme ja ich, denn da ist MIR Kontrolle wichtiger, als Vertrauen.
        Allerdings würde ich auch bei anderen Paaren sagen, dass es gerechtfertigt ist, dass der zahlt, der die Gewissheit haben will. Herumzicken und dem Test nicht zustimmen finde ich einerseits kindisch, andererseits dämlich, da dann der Verdacht, dass Untreue im Spiel ist, erst recht da ist, aber dass die Zahlung von dem übernommen wird, der den Test machen will, finde ich, wie gesagt, gerechtfertigt.

        • @syzygy

          „Wozu? ICH weiß, wer der Vater ist, denn ich gehe nicht fremd. “

          Also meinst du quasi, dass du als hier (Wissens-)Privilegierte nichts dazu tun musst außer das Handeln des Nichtprivilegierten, auf deinen Wissensstand zu kommen, zu dulden? Er kann ja nichts dafür, dass er diesen geringern Wissenstand hat und ein schlichter Verweis darauf, dass er ja „vertrauen kann“ ändert daran wenig. Insofern hast du von deiner privilegierten Position, die sich ja auch nicht umkehren lässt, gut reden.

      • Natürlich meine ich das. Wenn er einen Test will, dann soll er ihn bezahlen (außer wenn ich untreu war – dann würde ich selbstverständlich die Hälfte zahlen, denn ein Kuckuckskind würde ich meinem Mann nicht zumuten). Ich meine aber auch, dass er als (Wissens-) Privilegierter nichts tun muss außer sich untersuchen zu lassen, was den Geschlechtskrankheitentest betrifft (und er profitiert davon sogar, da HPV auch Penis- und Analkarzinom auslösen kann), da ich den Test finanziere. Würdest du etwa für etwas zahlen, das du selber nicht brauchst/willst, nur weil die Frau es verlangt? Wenn du z.B. weißt, dass in deiner Familie keine Erbkrankheiten vorkommen, deine Frau aber trotzdem von dir einen Gentest verlangt, damit sie sicher sein kann, dass der Nachwuchs gesund ist? Ich persönlich würde als Mann da (es sei denn, ich bin mir selbst nicht sicher, und es ist mir wichtig) auch sagen. dass sie es bitte selber zahlen soll.

  5. Was hier auf dem Sockel steht und als goldenes Kalb umtanzt wird, ist nicht das Mütterliche (als Archetyp), sonder das Weibliche (als Archetyp).

    @ virtual-cd

    Das Weibliche schliesst aber das Mütterliche mit ein, nach meinem Verständnis.

    Zu deiner Unterscheidung des Matriarchats und des Feminats: Das vor allem von der politischen Linken propagierte Ideal der modernen Frau ist das der beruflich erfolgreichen Frau. Mutterschaft wird nicht als wesentlich für die Selbstverwirklichung der Frau aufgefasst sondern ist nur eine Option, die nebst der beruflichen Karriere ihren Platz hat und als nachrangig betrachtet wird. Die Mutterschaft steht nicht im Zentrum, ist nicht (mehr) konstitutiv für das, was Weiblichkeit auszeichnet. Soweit ist deine Unterscheidung von Feminat und Matriarchat nachvollziehbar. Allerdings sollte nicht vergessen werden, dass es recht starke matriarchale Strömungen im Feminismus gibt, welche die Mutterschaft glorifizieren und mystifizieren und für welche Mutterschaft durchaus konstitutiv für den Begriff Weiblichkeit wirkt. Typisch für diesen Feminismuszweig stehen beispielsweise Helen Vonier und Antje Schrupp, nebst vielen anderen.

    Wenn wir jetzt diese beiden Zweige/Strömungen des Feminismus mischen, dann erhalten wir das üble Gebräu des real existierenden Feminismus, welcher sich dahingehend einig ist, dass der Lebensentwurf der Frau, wie auch immer er konkret ausgestaltet sei, privilegierten rechtlichen Schutz geniesse, und zwar auch dann, wenn der Lebensentwurf der Frau nicht dem eigenen Ideal entspricht.

    Wenn wir das Patriarchat der allgemeinsten Definition folgend als androzentrische Gesellschaft betrachten und das Matriarchat im Gegensatz dazu als gynozentrisch, dann scheint mir Matriarchat eine angemessene Bezeichnung für die Gesellschaftsform zu sein, in der wir leben. Ich kann mich aber mit dem Begriff „Feminat“ durchaus anfreunden, wenn Du der Auffassung bist, dass die Mutterschaft in einem Matriarchat konstitutiv für Weiblichkeit verstanden werden muss. Passend wäre vielleicht „Gynozentrismus“. Es ist aber ein Streit um Worte, um Begriffe und wie diese zu definieren seien. Inhaltlich sehe ich kaum Differenzen zwischen dem, was Du sagst und meiner Auffassung.

    Um meine Verwendung des Begriffs „Patriarchat“ etwas zu verdeutlichen verweise ich auf das Römische Recht, insbesondere auf die „Patria potestas“ und den „Pater familias“.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Patria_Potestas

    http://de.wikipedia.org/wiki/Pater_familias

    • @Peter
      „Das Weibliche schliesst aber das Mütterliche mit ein, nach meinem Verständnis.“
      Nicht nur nach deinem Verständnis. Das Mütterliche wäre also ein Teil des Weiblichen. Heißt aber eben auch im Umkehrschluss: Was Weiblich ist, muss nicht Mütterlich sein.

      Die Protagonistinnen, die Propagandistinnen des Feminismus sind i.d.R. NICHT Mütter. Sich in der positiven Utopie im Wortstamme aber dann doch auf das Mütterliche und den damit assoziierten semantischen Bedeutungshof zu beziehen, ist imho eben auch ein Teil der Propaganda.

      Mehr wollte ich gar nicht angemerkt haben.

      • @ Virtual-cd

        Ich denke, der Begriff „femizentrische Gesellschaft“ trifft das, was wir haben am besten.

        Es ist kein Matriarchat, denn nicht die Werte/Interessen/Ansprüche von Müttern werden priorisiert,sondern die Werte/Interessen/Ansprüche von Frauen, auch solcher Frauen, die keine Mütter sind.

        Der Begriff „Feminat“ gefällt mir auch nicht sonderlich, impliziert er doch eine Herrschaft von Frauen. Wir werden aber immer noch im Wesentlichen von Männern beherrscht, allerdings von Männern, die keine Männerpolitik machen, sondern Frauenpolitik, denen es viel wichtiger ist, als gute Frauenschützer/-versorger zu gelten denn als Vertreter männlicher Interessen aufzutreten.

        Diese Männer kümmern sich sehr viel angelegentlicher um das Wohlergehen von Mädchen/Frauen als um das von Jungen/Männern.

        Sie stoßen sogar niedrugrangige Männer leichten Herzens vor den fahrenden Zug, um Frauen zu „retten“, lassen niedrigrangige Männer die Rechnung ihrer Frauenförder- und -privilegierungspolitik bezahlen.

        Auch hochrangige Frauen machen ganz selbstverständlich nur Frauenförderpolitik.

        Nur so ist es ja erklärlich, dass wir z.B. ein Gesundheitssystem haben, in dem für die gesünderen Frauen mehr Geld aufgewandt wird als für die kränkeren Männer, in dem mann sich alle naselang sorgt um mögliche Benachteiligungen der Frau und kaum jemand sich daran stört, dass Männer 6 Jahre vor Frauen sterben, die Masse der chronisch Kranken, der Suchtkranken, der Selbstmörder, der Berufsinvaliden stellen.

        Die Spieler der American Football league tranken am Breast Cancer Awareness Day pinke Footballstiefel.

        Kennt irgendjemand irgendeine Frauenmannschaft die Geld sammelt für die Behandlung von Prostatakrebs?

        Auch an dieser Kleinigkeit wird deutlich, wie frauenzentriertheit das Denken und Handeln von Frauen UND Männern ist.

        Männer fühlen sich viel verantwortlicher für das Wohlergehen von Mädchen/Frauen als Frauen für das Wohlergehen von Jungen/Männern.

        Weshalb es auch niemanden stört, dass Jungen in der Schule abstürzen, da gibt es keinen Aufstand der Eltern für ihre Söhne.
        Vati und Mutti sind schließlich der Meinung, der Junge ist selber schuld, der ist ja kein Mädchen.

        Es gibt keinen Diskurs über Benachteiligungen von Männern in einem femizentrischen Gesundheitssystem, und wenn die die nachkten Zahlen noch so sehr ausweisen.

        Niemand schlägt vor, für Männergesundheit solange mehr Geld auszugeben, bis sich die Lebenserwartung von Männern und Frauen angeglichen hat.

        Niemand schlägt vor, Männer solange ohne Abschlag früher in Rente gehen zu lassen, solange ihre Lebenserwartung geringer ist als die der Frauen, bis sich die Rentenbezugsdauern angeglichen haben.

        Nein, wir diskutieren über Frauenquoten in DAX-Konzernen, damit dort die femizentische Männerelite aufgefüllt wird mit noch femizentrischeren Frauenförderfrauen.

        Ginge es der Gleichstellungspolitik wirklich um Gleichstellung, wäre die geringere männliche Lebenserwartung ein viel existentielleres Problem als fehlende Elitefrauen in Vorständen von DAX-Konzernen.

        Aber es geht der Gleichstellungspoltik nicht um Gleichstellung, sondern einzig und allein um Frauenprivilegierung.

        Männer können auf ihren Problemen hocken bleiben.
        Die Kerle sollen sich gefälligst um die Probleme kümmern, die die Medienelite à la Nadine Lantzsch zum Thema macht.

        Und dass Frauen sich nur um Frauenprobleme kümmern, geschenkt.

  6. die argumente gegen einen standard vaterschaftstest sind aber dünn und einfach zu entkräften. datensicherheit wäre herzustellen wenn nach dem test die daten wieder gelöschtwürden bzw nur schriftlich vorhanden wären oder so…
    zur treffsicherheit die chance auf gleichen genetischen code zu treffen wär doch allenfalls in engerer verwandschaft zu finden oder?
    wenn abtreibung über die krankenkasse bezahlt wird dann kann der vaterschaftstest da auch drüber laufen.

    allerdings stellt sich die frage warum fremdgehen wenn man in einer beziehung ist? das ist dann eine moralische frage und oder eine frage an den zeitgeist bzw eine andere diskusion….

  7. Allerdings ist das Ansprechen des Umstandes, dass man gerne einen Vaterschaftstest hätte, ein Umstand, der überaus schwierig ist, weil er als Vertrauensbruch gewertet wird.

    Sicherlich. Aber er vertraut ihr ja grundsätzlich, da ist eben nur diese kleine leise Stimme die sagt: „Und was ist, wenn ich ihr zu unrecht vertraue?“

    So eine Stimme hat jeder, der wirklich (und nicht blind) vertraut.

    Nichtvertrauen zeichnet sich dadurch aus, dass es eben keine leisen Stimmen mehr sind.

    Was mich wundert: Warum wird das nie als Personenstandfälschung geahndet? Macht da die liebe Staatsanwaltschaft wieder Politik? Strafvereitelung im Amt?

    • Eine femizentrische Politik lässt sich besser in die Gerichte durchherrschen, wenn die Verfahren intransparent sind, wie es in Ländern mit Inquisitionsverfahren und besonders in Deutschland der Fall ist.

      Es fängt schon damit an, dass es keine Aufzeichnungen (Protokoll, Tonaufnahme) von Verfahren gibt. Der Richter notiert manches, manches nicht, er merkt sich einiges, vergisst einiges. Das war ein großes Problem im Kachelmann-Prozess. Man hatte sich über Monate mit den zahlreichen Zeugen der Staatsanwaltschaft verzettelt und konnte am Ende nicht mehr eruieren, was die vor Monaten ausgesagt haben. Im Zweifel kommen dann die feministischen Vorurteile durch.

      Das zweite große Problem ist der Inquisitionscharakter von Prozessen. Der Richter mischt parteiisch mit, ermittelt selbst, schlägt sich meist auf die Seite der Partei, die vom selben Herrn bezahlt wird, also die Staatsanwaltschaft. Im künftigen Verfahren gegen Assange wird das eindeutig so sein. Richter und Staatsanwaltschaft haben sich schon vor dem Verfahren öffentlich (!) gegen Assange verschworen.

      Der dritte schwere Mangel ist die Geheimhaltung bei solchen Prozessen. Ohne öffentliche Kontrolle können die verbündeten Staatsdiener hemmungslos ihre profeministische Politik im Gerichtssaal durchsetzen.

      Viertens kommt hinzu, dass der Richter nicht nur ermittelt und der Staatsanwaltschaft zuarbeitet, sondern auch noch alleine die Wahrheit des Verfahrens festlegt, alleine über die Schuld entscheidet. Eine objektive Entscheidung ist damit praktisch ausgeschlossen. Das prominenteste Beispiel für solche Willkürjustiz liefert die Hamburger Zensurkammer mit Richter Buske, der dort seit Jahren ungehindert sein Unwesen treibt. Gegen Richterwillkür und -irrtümer hilft nur ihre Entmachtung. Sie sollten zu reinen Vorsitzenden eines Prozesses werden. Entscheidungen müsste eine Jury treffen.

      • Zehen

        o „Der dritte schwere Mangel ist die Geheimhaltung bei solchen Prozessen. Ohne öffentliche Kontrolle können die verbündeten Staatsdiener hemmungslos ihre profeministische Politik im Gerichtssaal durchsetzen.“

        Wie lautet der Spruch? Eine Hand wäscht die andere – oder so ähnlich?

        „Richter nicht nur ermittelt und der Staatsanwaltschaft zuarbeitet, sondern auch noch alleine die Wahrheit des Verfahrens festlegt, alleine über die Schuld entscheidet.“

        Das entspricht mindestens dem Wesen der Bibel!

  8. „Die Frau wird meist gefühlsmäßig nicht drum herum kommen einen gewissen Vertrauensbruch darin zu sehen. Und auch das wird man ihr nicht wirklich verübeln können, schließlich impliziert es ja die Möglichkeit eines Seitensprunges.“

    Mir hat eine Frau erzählt, sie wollte ein Kind und hatte Spaß mit einem Mann. Alles war in Ordnung, nur! Dann kam das Kind und der Staat zwang sie zum Nennen des Vaters, der gar nicht darüber glücklich war! Wer soll das bezahlen, wer hat so viel….

    „Klar kann man hier anfügen, dass ja nicht der Test die Beziehung zerstörrt, sondern der Umstand, dass die Frau mit einem anderen geschlafen hat, aber dennoch ist es ersteinmal das Aufdrängen einer Information. Wenn ein Pflichttest erfolgt, dann sollte zumindest ein Recht des Vaters bestehen, die daraus folgende Information abzurufen oder eben nicht.“

    Da ich als Frau vordergründig Verantwortung für die Erziehung des Kindes zu tragen habe (ich wurde so sozialisiert), möchte ich auch entscheiden können, mit wem ich die Frucht meines Leibes erziehe. Wenn dann nicht die Frage des Geldes kommen würde….

    „Interessant dazu vielleicht auch ein neues Urteil des BGH nach dem ein Mann, der für ein Kuckuckskind Unterhalt gezahlt hat einen Anspruch auf Auskunft gegen die Mutter hat, die dann mitteilen muss, welche Männer noch in Betracht kommen“

    Perverser geht es nicht?

    • „Da ich als Frau vordergründig Verantwortung für die Erziehung des Kindes zu tragen habe (ich wurde so sozialisiert), möchte ich auch entscheiden können, mit wem ich die Frucht meines Leibes erziehe.“

      Da du dich wohl nicht selbst befruchten kannst, ist das Kind auch die „Frucht“ des Vaters.

  9. Eine Ehe ist ein Vertrag. In dem könnte man ja theoretisch irgendwann hoffentlich bald demnächst oder so aufnehmen, dass sich die Frau verpflichtet zu einem Vaterschaftstest.

      • Dann besteht ja nicht das problem der vaterschaft durch ehe. da kann der mutmaßliche vater ja ganz einfach erstmal nicht zahlen und die maschinerie anlaufen lassen.

    • Der feiner Herr Jusistensohn

      „Eine Ehe ist ein Vertrag. In dem könnte man ja theoretisch irgendwann hoffentlich bald demnächst oder so aufnehmen, dass sich die Frau verpflichtet zu einem Vaterschaftstest.“

      Ich als Frau lasse mich zu keinem Vatertest zwingen; und vor allem, wie soll dies denn gehen? Eine bessere Idee ist es, die Ehe zu verbieten.

  10. @ Christian

    ‚Gegen einen solchen Pflichttest spricht zudem, dass damit das genetische Profil jedes neu geboren Menschen und auch jedes Vaters in Staatshände gelangen könnte, was Datenschutz und ähnliche Probleme aufwirft. Klar wird eine Löschpflicht bestehen, aber wird man ihr auch sicher nachkommen?*

    Das ist ja nicht richtig, Christian.

    Beim genetischen Abstammungstest wird nur ein Set von Merkmalen verglichen, das kein vollständiges genetisches Profil darstellt, keine Informationen über Eigenheiten/Erbkrankhieten enthält.

    Es werden nur Sequenzen zwischen Genen verglichen, nicht Gene selbst, man kann also gar keine Informationen über defekte Gene/Erbkrankheiten erlangen.

    Im Übrigen: Der Staat greift ständig in die Gestaltung des Familienlebens ein. In den letzten 40 Jahren immer nur zugunsten weiblicher Ansprüche/Interessen, so sehr, dass Ehe/Famile für Männer eigentlich uninteressant geworden ist.

    Die de facto kinderbesitzende Mutter kann den Vater jederzeit aus der Familie kicken, das hängt ganz allein von ihrem guten/bösen Willen ab. Unter diesen Bedingungen ist gleichberechtigte Partnerschaft für Männer gar nicht mehr lebbar, spätestens dann, wenn sie Väter werden.

    Eine Frau kann heute einen Mann und Vater GLAUBWÜRDIG erpressen mit der Drohung: “ Wenn Du nicht spurst, wie ich will, lasse ich mich scheiden, lasse ich Dich aus der Wohnung werfen (Gewaltschutzgesetz, schützt de facto nur Frauen – Frauen = Opfer, Männer = Täter, falschbeschuldigende Frauen gibt es so gut wie keine, so das feministisch-femizentrische Vorurteil, propagandistisch durch jahrzehntelang gepredigten Männerhass erfolgreich als „Wahrheit“ durchgesetzt, allein sie zu hinterfragen gilt bereits als frauenfeindlich), entziehe Dir die Kinder, die Du nie mehr sehen wirst (Frauen könen das de facto straflos tun, u.a. wieder mittels Falschbeschuldigung – Kindesmisshandlung, Kindesmissbrauch) und Du darfst mir all das finanzieren!“

    Wie gesagt, DAS IST EINE REALISTISCHE DROHUNG, die umgesetzt werden kann und wieder und wieder umgesetzt wird.

    Zwar nicht von einer Frauenmehrheit, aber von viel zu vielen.

    Warum sollten Männer unter solchen Umständen noch heiraten und Vater werden?

    In einer Gesellschaft, in der im akademisch-großstädtischen Milieu jede zwiete Ehe geschieden wird – meist wird die Scheidung von der Frau betrieben – ist Russisches Roulette zu spielen für Männer angenehmer. Da ist nur in einer von 6 Kammern eine Kugel.

    Kinder als Hebel zur Erpressung der Väter funktionieren umso besser, je mehr der Vater sich in seine Kinder verliebt hat, je mehr er sich engagiert hat.

    Umso wirksamer ist die Drohung mit der Entziehung, umso bitterer ist es, wenn sie praktiziert wird.

    Darum sollte sich jeder junge Mann angesichts dieser real matriarchalen Situation zweimal, dreimal, zehnmal überlegen, ob er tatsächlich einen solchen Vertrag abschließen will, der ihn einseitig verpflichtet, ob er der Frau, mit der er es wagen will, wirklich, wirklich, WIRKLICH vertrauen kann, ob er ein Familienmodell leben will, in dem er reeal keinen Einfluss mehr aus EIGENEM Recht hat..

    Was die Legalität/Illegalität von Vaterschaftstest anlangt: scheißegal in meinen Augen.

    Männer sollten aufhören, sich von einem fefmizentrischen System legitme Rechte verweigern zu lassen. Frauen haben auch keine Rücksicht darauf genommen, dass Abtreibung einmal verboten war.

    Also: Hat man Zweifel, testen lassen. Labors im Ausland, Internet, E-Mail-Postfächer machen es möglich.

    Geht der illegale, heimliche Test so aus, dass er Zweifel bestätigt, kann man offiziell eine Vaterschaftsfeststellung einleiten lassen.

    Bestätigt der Test die Vaterschaft, kann man, ohne die Beziehung weiter zu belasten, zur Tagesordnung übergehen.

    Sollte dieses femizentrische System auf die grandiose Idee kommen, einen Mann deshalb vor Gericht zu stellen, möchte ich DEN Prozess erleben.

    Eine saubere Lösung wäre eine verpflichtende Vaterschaftsfeststellung bei JEDER Geburt, routinemäßig.

    Denn das gesellschaftliche Klima, die Kultur, fördert nicht mehr eheliche Treue. Da kann man nicht erwarten, dass Männer einfach so vertrauen, zumal das Vertrauen in ca. 10 % der Fälle trügerisch ist.

    Das ist keine Kleinigkeit.

    Aber Schlampenschutz scheint diesem System wichtiger als die Wahrung und Durchsetzung legitimer männlicher Interessen.

    Also müssen Männer aufhören, sich von diesem System vorschreiben zu lassen, was sie dürfen, was nicht.

    Es ist Zeit für zivilen Ungehrosam.

    • Beim genetischen Abstammungstest wird nur ein Set von Merkmalen verglichen, das kein vollständiges genetisches Profil darstellt, keine Informationen über Eigenheiten/Erbkrankhieten enthält.

      Sehe ich auch so. Die einzigen „Daten“, die so geschützt werden sind eben genau die „Abstammungsdaten“

      Offensichtlicher kann man kaum den „Datenschutz“ des Kindes als Vorwand für den „Datenschutz“ der Mutter vorschieben.

      Es geht aber, nach meiner Auffassung, den Staat nichts an ob eine Frau „herumvögelt“. Das sollen die Beteiligten untereinander klären.

      Ein staatlich verordneter Vaterschaftstest wäre ein „Männerschutzgesetz“, das „dumme“ Männer vor blindem Vertrauen schützte. Das ist nach meiner Auffassung der falsche Weg. Wir brauchen keine Männerschutzgesetze, die uns vor unserer eigenen – sicherich genetisch disponierten – „Dummheit“ (=Liebe) schützt.

      Wir müssen alle lernen, vernünftig damit umzugehen, Blindheit abzulegen.

      Es soll jeder mit berechtigtem Anliegen einen Test verlangen dürfen.

      Also: Hat man Zweifel, testen lassen. Labors im Ausland, Internet, E-Mail-Postfächer machen es möglich.

      Wenn man Zweifel hat, und die Frau sich querstellt, dann sollte man sich jedenfalls nicht von „rechtlichen“ Erwägungen abhalten lassen.

      Geht der illegale, heimliche Test so aus, dass er Zweifel bestätigt, kann man offiziell eine Vaterschaftsfeststellung einleiten lassen.

      Das ist glaube ich schwierig. Man muss ja einen Anhaltspunkt benennen, und der „illegale“ Abstammungstest kann nicht vorgebracht werden.

      An dieser Stelle wäre dringend eine Änderung der Gesetzeslage geboten. Das Kind hat rein gar nichts von einem Vater, der es innerlich nicht angenommen hat, ich würde behaupten: Im Gegenteil.

      Dann ist es besser, das Kind weiß dass der Mann nicht sein Vater ist.

      Die Erfahrung, dass der eigene Vater einen im Stich lässt ist sehr schmerzhaft für ein Kind. Wenn es weiß, dass der Mann nicht sein Vater ist, dann bleiben ihm wenigstens noch tröstende Träume, wie sein Vater wohl wäre.

      Aber für Staat, Frauenverbände, Feministinnen und manche Frauen (eigentlich nicht soo viele, das muss man immer wieder betonen) ist der Vater kein Mensch, der eine Relation zum Kind hat, sondern nur ein bloßes (Hass-) Objekt.

      • ..weiterhin muss selbstverständlich die Mutter, die bewußt falsche Angaben gemacht hat zivil- und Strafrechtlich belangt werden können.

        Und wenn sie zur fraglichen Zeit mit mehreren Männern gevögelt hat, ist die Angabe eines bestimmten Vaters immer eine bewußt falsche Angabe. Sie gibt ja vor, etwas zu wissen was sie nicht wissen kann.

        Das gilt sonst auch nur bei geistiger Unzurechnungsfähigkeit als Entschuldigung.

        Dann soll sie notfalls ohne Wissen des Mannes einen Gentest machen dürfen, um den Vater korrekt benennen zu können.

      • ..raffinierte RechtsverdreherInnen könnten natürlich auf die Idee kommen, zu behaupten mit dem/den anderen Mann/Männern habe sie doch verhütet, das sei dann halt schief gegangen.

        Dieses Argument kann aber wohl nur dann gelten, wenn die Frau einen IQ unter 60 hat.

        Bei der Angabe der Vaterschaft müsste die Frau eben über die Tragweite belehrt werden, und darauf hingewiesen werden dass sie diese Angabe nur dann machen kann, wenn sie sich 100% sicher ist. Mit ausdrücklichem Hinweis auf das Restrisiko bei Verhütungsmitteln.

        Dann funktioniert diese Universalausrede auch nicht mehr.

      • Bei der Angabe der Vaterschaft müsste die Frau eben über die Tragweite belehrt werden, und darauf hingewiesen werden dass sie diese Angabe nur dann machen kann, wenn sie sich 100% sicher ist. Mit ausdrücklichem Hinweis auf das Restrisiko bei Verhütungsmitteln.

        @ Nick

        Die Frage würde folgendermassen gestellt: Haben Sie, werte Frau, zur Zeit der Empfängis einem oder mehreren anderen Männern beigewohnt (so wird das im Schweizerischen ZGB genannt, „beigewohnt“, hehe).

        Bei Staro müsste allerdings die Möglichkeit der vegetativ-jungfräulichen Fortpflanzung, die sogenannte „Befruchtung durch göttliche Winde und Mondschein“, mit in die Urteilsfindung einbezogen werden. 😉

      • @Peter:

        „Beywohnung“ hieß das bei uns auch schon immer.

        Es reicht aber nicht, Beywohnung abzufragen. Samenraub?

        Sie soll sagen wer der Vater ist, und nicht so tun als wüsste sie überhaupt nicht warum sie Schwanger geworden ist.

        • Dass das Leben Deiner Mutter, ein Aschenputtelleben war schade. Wann war das denn damals? Es war wirklich wichtig, dass sich damals die Gesetze änderten. Es ist vollbracht!

          Wenn es für Dich persönlich genug ist, dass Deine Mutter in Auseinandersetzungen zu dir sagte, das Du ihm so ähnlich bist, dann finde ich das beachtlich. Was ist das für eine Beweisführung? Deine herabstufende Bezeichnung Kerl zeigt deutlich, wie die negativen Bemerkungen Deiner Mutter gewirkt haben. Eine Allianz zwischen Mutter und Kind gegen den wahrscheinlichen Vater. Kennst Du den „Kerl“?

          Jedoch noch nicht vollbracht ist, dass sind die Rechte der Männer. Diese sind auf ein gleiches Niveau anzuheben. Ebenso, dass Kinder ein Recht auf Identität haben und es eben nicht ausreicht, wenn die Mutter im Streit mit dem Kind sagt, wie ähnlich es ihm doch sei. Genau dies hat auch eine Kuckucksmutter zu einem Kind aus unserem Blog in Streitsituationen gesagt. Für deren Tochter war das nicht beweis genug, weswegen sie nun ihren wahren Vater kennt.

          Hier findet eine Diskussion über aktuelle Themen und nicht über vorfeminismushistorische Geschehnisse statt.

    • @Roslin

      „Beim genetischen Abstammungstest wird nur ein Set von Merkmalen verglichen, das kein vollständiges genetisches Profil darstellt, keine Informationen über Eigenheiten/Erbkrankhieten enthält.“

      Aber du musst eine Probe abgeben, die es ermöglicht ein komplettes genetisches Material zu erstellen. Und das bei einer staatlichen Stelle.

      • Aber du musst eine Probe abgeben, die es ermöglicht ein komplettes genetisches Material zu erstellen. Und das bei einer staatlichen Stelle.

        @ Christian

        Der theoretisch mögliche Missbrauch, den Du ansprichst, ist doch bei jeder (Blut-) Probe, die zwecks Abklärung vom Hausarzt in ein Labor gesandt wird prinzipiell möglich. Mit dem Argument des möglichen Missbrauchs müsstest Du also konsequenterweise (Blut-) Proben ablehnend gegenüber stehen.

        Tut mir leid, aber das sind keine überzeugenden Einwände.

        Der Staat könnte eine Reihe seriöser Labore auswählen, die in seinem Auftrag Vaterschaftsabklärungen vornehmen dürfen und an die staatlichen Vorgaben, insbesondere die datenschutzrechtlichen Bestimmungen gebunden wären. Die Analyse der Proben wäre nur soweit zulässig, wie sie zur Abklärung der Vaterschaft unerlässlich sind. Ist die Abklärung erfolgt und zu einem Urteil gelangt, müssten die Proben und die Analyse, d.h sämtliche Daten ausser dem resultierenden Urteil, welches die Wahrscheinlichkeit der Vaterschaft für Herrn X quantifiziert, vernichtet werden.

        Missbrauch kann nie gänzlich ausgeschlossen werden. Mit dem Allerwerweltsargument des möglichen Missbrauchs liesse sich deshalb so ziemlich alles verbieten.

        • @Peter

          Da muss ich dir zustimmen, man könnte die Mißbrauchgefahr wohl erheblich einschränken. Dennoch gefällt mir der Gedanke nicht, dass ich eine verpflichtende Probe abgeben muss. Da sind ja sonst auch deutliche Hürden vor.
          Was rechtfertigt denn diesen EIngriff, was nicht auch ein Recht auf einen anonymen Vaterschaftstest für den Mann schützen würde? Die Interessen des Kindes allenfalls, nicht durch den genetisch falschen Vater aufgezogen zu werden. Das Recht des Vaters kann man mit weniger einschränkenden Vorschriften schützen

      • @Christian

        Das Recht des Vaters kann man mit weniger einschränkenden Vorschriften schützen

        Das denke ich auch. Der obligatorische Vaterschaftstest ist in meinen Augen auch eine ziemliche Entmündigung durch den Staat, die ich auch demütigend finde. Wenn ich meiner Frau vertraue, dann möchte ich nicht, dass ein Pappi Staat deherkommt und sagt: „Du kannst aber deiner Frau nicht vertrauen!“

        Die Bürgerin stünde weiterhin mehr oder weniger unter dem Generalverdacht, hier falsche Angaben zu machen. Das hat für mich ein Geschmäckle von Feminismus mal minus eins.

        Das Bild, das dabei transportiert wird finde ich falsch. Anstatt an Verantwortung zu appellieren wird von vornherein Verantwortungsfähigkeit abgesprochen.

        Was die Kinder betrifft kann man Verantwortung, nach meiner Auffassung, letztendlich schwer verordnen. Da sind Appelle weitaus nützlicher. Es muss deutlicher werden, was man Kindern damit antut wenn man sie so belügt.

        Mein präfertiertes Paket wäre deshalb:

        1.) Anonyme Vaterschaftstests für Männer und für Frauen legalisieren

        2.) Ein öffentliches Bewußtsein für die teils fatalen Folgen für Männer, Kinder und auch für Frauen schaffen. Eine öffntliche Öffentliche Diskussion anregen, wie man aus den zugrundeliegenden Situationen vielleicht nicht einfach, aber am Ende verantwortungsvoll, mit Anstand und Würde, rechtzeitig herauskommt. Wie man mit solchen Situationen umgeht.

        – Wir müssen endlich tatsächlich zur Kenntnis nehmen, dass auch Frauen, und nicht nur „gewisse Frauen“, fremdgehen. Nix Heilige vs. „Solche“, das ist Lüge.

        3.) Zivilrechtlich Regress gegenüber den personenstandsfälschenden Personen ermöglichen

        – Es kann nicht sein, dass die Angelegenheit für die „Fälscher“ ohne Konsequenzen bleibt.

        4.) Die Verjährungsfrist der Vaterschaftsanfechtung auf 30 Jahre heraufsetzen. Anonyme Vaterschaftstests als „Umstand, der gegen die Vaterschaft spricht“ akzeptieren.

        – Im Familienrecht gelten meines Wissens sonst auch 30 Jahre.

        5.) Umgangsrecht für die „sozialen Väter“, die feststellen dass sie nicht die Väter sind, aber die Beziehung zum Kind nicht abbrechen wollen. Diskussion anregen, was es für ein Kind bedeutet wenn der vermeintliche Vater plötzlich „weg“ ist.

        – Das Kind kann für das Ganze rein gar nichts.

      • Was rechtfertigt denn diesen EIngriff, was nicht auch ein Recht auf einen anonymen Vaterschaftstest für den Mann schützen würde?

        @ Christian

        Die Möglichkeit eines anonymen Vaterschaftstest ist eben eine Möglichkeit, die manchmal wahrgenommen würde, manchmal nicht. Der Personenstand des Kindes wird somit nicht zweifelsfrei in jedem Fall festgestellt.

        Ihr, d.h Nick und Du gehen immer noch von der Vaterschaftsvermutung aus, d.h der Ehemann soll als Vater gelten, solange nicht Gegenteiliges bewiesen wurde. Die Vaterschaftsvermutung aber ist nicht mehr zeitgemäss, weil die Ehe ihre Verbindlichkeiten verloren hat und ohne weiteres aufgelöst werden kann. Verbindlich ist nur noch die aus der Vaterschaftsvermutung resultierende Vaterschaft und die damit einhergehenden Pflichten, die im Falle eines Kuckuckkindes lediglich eine temporäre soziale Vaterschaft war.

        Die Vaterschaftsvermutung ist nicht länger begründet, denn sie kann heutzutage FESTGESTELLT werden. Aus dem Personenstand des Kindes leiten sich auch für das Kind Rechte ab, insbesondere erbrechtliche Ansprüche. Diese aber sollten nicht dem Gutdünken anderer überlassen bleiben.

        Wer allerdings der Meinung ist, dass nur die soziale Vaterschaft und nicht die biologische wichtig ist, der kann konsequwnterweise auch aus der biologischen Vaterschaft auch keine Pflichten mehr ableiten. Hier sollte endlich Klarheit geschaffen werden. Diejenigen nämlich, die auf eine Feststellung verzichteten, die werden in der Scheidungsauseinandersetzung dann wieder die Vaterschaft regelmässig anfechten, sofern Zweifel bestehen. Da ist die Feststellung von Anfang an doch die bessere Option.

        Die Vaterschaftsvermutung ist eine Regelung, die zu Zeiten konstruiert wurde, als;

        – die Ehe noch weitaus verbindlicher war, als sie es jetzt ist
        – eine Feststellung der Vaterschaft gar nicht möglich war

        Davon sollten wir so langsam Abschied nehmen. Der Personenstand des Kindes sollte nicht vom Gutdünken anderer abhängig bleiben. Er sollte von Amtes wegen festgestellt werden, von Anfang an, um Klarheit zu schaffen und spätere Anfechtungen in Scheidungsangelegenheiten auszuschliessen.

        Es geht nicht nur um die Rechte des Vaters und der Mutter, sondern auch um die Rechte des Kindes. Der Personenstand ist ein wesentliches Merkmal der eigenen Identität mit weitreighenden Implikationen, was einen harmlosen medizinischen Test rechtfertigt. Die Vaterschaftsvermutung gehört abgeschafft. Die Ehe hat in dieser Hinsicht ausgedient.

      • @ Christian

        Das muss vor jeder Bluttransusion in einem staatlichen KH auch geschechen.

        Wei weiß, was die noch alles damit machen?

        Natürlich, Erwachsene können das verweigern, Erziehungsberechtigte bei einem Kind auch.

        Wäre kein Problem, ein Recht auf Nichtwissen einzubauen, einen entsprechenden Rechtsvorbehalt zu fomulieren.

      • @ Peter

        *Wer allerdings der Meinung ist, dass nur die soziale Vaterschaft und nicht die biologische wichtig ist, der kann konsequwnterweise auch aus der biologischen Vaterschaft auch keine Pflichten mehr ableiten. Hier sollte endlich Klarheit geschaffen werden. *

        Es herrscht doch Klarheit: Für Frauen immer nur das Beste aus beiden Welten.

        Legt man (patriarchal-unterdrückerische) Logik zugrunde, ist das nicht konsistent.

        Legt man Frauenprivilegierung als Zweck der Übung zugrunde, ist das sehr konsistent.

        *Die Ehe hat in dieser Hinsicht ausgedient.*

        Die Ehe 2.0 des femizentrischen Staates hat für Männer in jeder Hinsicht ausgedient. Sie macht keinen Sinn mehr, soll nur noch die gegenleistungslose Ausbeutung des Mannes durch die sich selbst verwirklichende Frau sicherstellen.

        Wer da als Mann noch heiratet, dem ist in seiner grenzenlosen Naivität und Gutgläubigkeit nicht mehr zu helfen.

        Wer seinen Kopf auf den Richtblock legt, muss eben damit rechnen, dass er abgehackt wird.

        Wie gesagt, Jungs: Spielt Russisches Roulette, wenn ihr romantisch-risikoaffines Verhalten zeigen wollt.

        Dort sind die Gewinnchancen höher als in der Ehe-2.0-Lotterie.

        Für die, die geheiratet haben, Väter geworden sind, geschieden wurden, ist es zu spät.

        Aber es gibt ja noch genügend Männer, die naiv gehalten werden.und noch nicht in die vorbereitete Falle getappt sind.

        Die sollten sich informieren.

        Das müssen sie selbst tun, denn die femizentrischen Medien/Erzieungsinstitutionen werden das nicht für sie tun.

        Das sind reine Frauenberatungsstellen geworden..

        Ein Schild mit diesem Inhalt (Flyer der IGAF Schweiz)

        sollte an jeder Standesamtstür angeschlagen werden.

        Vor dem Eintreten zu lesen!

        Sein Inhalt beschreibt sehr realistisch das, was sehr viele Männer erlebt haben und immer noch erleben.

        Heiraten ist Wahnsinn.

        Wahlweise könnte man über der Tür auch Dante zitieren:

        „Lasst, die ihr eintretet, alle Hoffnung fahren.“

        Sicher nicht das, was verliebte Männer hören wollen.

        Aber das macht sie ja so verwundbar, das wird von vielen mitleidlos ausgebeutet.

        Natürlich nicht von allen Frauen, nicht einmal von einer Mehrheit, aber von einer sehr, sehr großen Minderheit, Frauen, mit denen sich der femizentrische Staat verbündet, ihnen hilft, ihren Egoismus rücksichtslos durchzusetzen.

        Kinder sind ein umso wirksamerer Erpressungshebel, je mehr der Vater sie liebt, lange vor jeder Scheidung.

        Unter diesen Bedinungen, unter denen jede Mutter jedem Vater bereits in der Ehe glaubwürdig (!) drohen kann: „Wenn Du nicht spurst, lasse ich mich scheiden, lasse Dich aus der Wohnung werfen (Falschbeschuldigung via Gewaltschutzgesetz, funktioniert so nur für Frauen), entfremde Dir die Kinder und Du wirst mir das Ganze bezahlen!“, ist eine gleichberechtigte Partnerschaft für Männer nicht zu führen.

        Ich kann nicht gleichberechtigt sein, wenn der Staat es der Partnerin erlaubt, permanent eine geladene Waffe an meine Schläfe zu drücken.

        Dass sie dies darf, ist vielen im Überschwang der Verliebtheit nicht klar, das wollen sie gar nicht wissen.

        Wenn sie erfahren, dass es möglich ist, ist es in der Regel zu spät.

  11. Hi Christian,

    Deinen Formulierungsvorschlag des Testwunsches ist hervorragend. Auch Deine Beschreibung des Zweifels und des möglichen Ursprunges dessen.

    Mir fehlt in Deiner Aussage, dass es doch dem Vater bei einem verpflichtenden Test überlassen bleiben soll, ob er es nun wissen möchte oder nicht, die Betrachtung der Situation aus dem Blickwinkel des Kindes. Es hat das Recht auf Identität und dieses wird derzeti noch mit Füssen getreten. Ein fester Bestandteil der Identität eines Menschen ist unter anderem dessen Abstammung. Ein Vaterschaftstest ab Geburt würde die Identität des Kindes sicher stellen.

    In meinem Blog http://www.kuckucksvater.wordpress.com berichten immer mehr Kuckuckskinder von ihrem Werdegang und die Aufdeckung der Lebenslüge der Mutter und deren Folgen. Bitte schaut da doch einmal, wie die Betroffenen Kinder zum Thema Vaterschaftsfeststellung stehen und entscheidet danach nochmal neu, wessen Rechte hier wie schwer wiegen und wessen Rechte hier wohl am meisten verletzt werden. Die Kinder sind sich jedenfalls einig. Sie wollen wissen wer ihr Vater ist und hätten sich auch ein Anrecht auf den Umgang mit ihm gewünscht.

    @ virtual-cd, Peter, Holger, ichichich und Nick
    auch ein Dank für Eure Kommentare

    @ Alexander Roslin, Deine Analyse zum Thema Männerunterdrückung und somit Diskrimierung stimme ich vollkommen zu. Es wird Zeit, dass sich das grundlegend ändert. Unseren Kindern – und da sind Mädchen und Jungs gleichermaassen mit gemeint – haben eine bessere Welt verdient, als die, welche unsere Kinder derzeit dank der kinderlosen (wen wundert es!) Alice-Schwarzer und ihren Diskriminierungsgenossinnen zu spüren bekommen. In die doch sehr schwache bis hin zur widersprüchlichen und vor allem männerdiskrimierende Argumentationsweise reit sich auch hier die „selbstbefruchtungsfähige“ (Zitat!) Starosczyk mit ein.

    @ Starosczyk
    hast Du ein Kind?

  12. @ Nick

    „Das ist glaube ich schwierig. Man muss ja einen Anhaltspunkt benennen, und der „illegale“ Abstammungstest kann nicht vorgebracht werden.“

    Da ließe sich doch ein Freund finden, der „weiß“ das die Frau damals
    etwas mit Dem und Dem was hatte?
    Und ich als „Vater“ erst jetzt davon erfahre?
    Dann muss die Mutter nach neuem BGH Urteil den Vater benennen?

    • @neutrinix:

      Ich kenne mich da nicht so gut aus, aber dann müsste der Freund auch vor Gericht „funktionieren“.

      Klar, wenn der Anhaltspunkt neu ist, dann fangen auch die zwei Jahre Verjährungsfrist neu an.

      Dann muss die Mutter nach neuem BGH Urteil den Vater benennen?

      Es geht ja erstmal darum, überhaupt einen legalen Vaterschaftstest gegen den Willen der Mutter durchzukriegen. Auf der Grundlage kann man dann erfolgreich die Vaterschaft anfechten, und dann den wirklichen Vater in Regress nehmen.

      Erst wenn man es soweit geschafft hat hilft das neue BGH-Urteil weiter. Wenn man auch offiziell weiß dass man nicht der Vater ist, aber nicht, wer dann der Vater ist.

      Ich bin mir aber nicht sicher, möglicherweise kann man den wirklichen Vater auch dann in Regress nehmen, wenn man die Vaterschaft aufgrund der Verjährungsfrist nicht mehr anfechten kann.

      Nach meiner Auffassung müsste man auch die Mutter in Regress nehmen können. Arglistige Täuschung.

      • Gute Freunde „funktionieren“ immer : )

        Das ganze Thema wäre mit einem Abstammungstest von Amts wegen
        vom Tisch!

        Dann brauchen auch Mütter keine Angst vor Kindesverwechselung haben?

        Bei vermuteten 10% Betrugsfällen in Steuerangelegenheiten
        würde sicher genauer geprüft werden?

        Warum wird bei der Abstammung nicht genauer hingesehen?
        Gibt es dafür Gründe?

      • Dann brauchen auch Mütter keine Angst vor Kindesverwechselung haben?

        Du kannst dir sicher sein: Wenn Kindesverwechselungen mit der Häufigkeit auftreten würden, dann wäre die Hölle los.

        Soviel zum Thema „institutionalisierte Männermacht“.

  13. Abstammungstest

    Warum wird sogar der Versuch einer Aufklärung
    eines Betruges unter Strafe gestellt?
    Und der Beweis des Betruges nicht anerkannt?

    Gibt es in der Geschichte ähnliche Fälle?

    • Warum wird sogar der Versuch einer Aufklärung
      eines Betruges unter Strafe gestellt?
      Und der Beweis des Betruges nicht anerkannt?

      @ neutrinix

      Illegal beschaffte Beweismittel können und werden vor Gericht nicht anerkannt und sind daher nicht verwertbar. Ich bin allerdings nicht Jurist und weiss nicht, inwiefern diese Regel auch Ausnahmen kennt.

      • Illegal ist das, was der Staat als illegal bezeichnet!
        Deshalb ja Abstammungstest von Amtswegen.
        Dann hätte das Thema sofort ein Ende!

        Sollte ich durch illegale Umstände von, sagen wir mal, einem Mord erfahren……gibt es dann auch keine Untersuchung?
        Würde kein Verfahren eröffnet?

        Ist der Kauf von gestohlenen Daten CDs von Steuersündern legal?

        Sind Beweise keine Beweise, nur weil „falsch“ erhoben?

        Werden hier nicht Betrügerinnen geschützt?

  14. @ Christian „Was rechtfertigt denn diesen EIngriff, was nicht auch ein Recht auf einen anonymen Vaterschaftstest für den Mann schützen würde? “

    Dass Ergebnis des Testes muss offiziell sein. Das Wissen um den eventuellen Vaterschaftsausschluß müsste auch der Mutter und dem Kind und dem Jugendamt mitgeteilt werden.

    Zum Einen ist ein Amoklauf seitens des Vaters durchaus möglich, denn die seelische Verletzung ist sehr groß. Also zum Schutz von Kind und der unverantwortlichen Mutter.

    Zum Anderen hat auch das Kind ein Recht auf Identität, was derzeit in Deutschland diesem erst mit erreichen der Volljährigkeit vom Staat zugesichert wird. Dann kann es einen Vaterschaftstest auch gegen den Willen der Mutter und des vermeintlichen Vaters einklagen. Spätestens hier fliegt dann die Scheinvaterschaft auf. Dumm nur, dass das inzwischen erwachsene Kind die Zeit für sich und den biologischen Vater nicht zurückdrehen kann und durch einen solchen Prozess das Verhältnis zwischen Eltern und Kind eisig wird – selbst wenn die Vaterschaft bestätigt wurde. Warum nicht gleich dem Kind die Feststellung des Vaters gewährleisten, damit es gar nicht erst in diese Krise hineinmanövriert wird?

    Wenn diese Frau damit Probleme hat, dass Sie einen Seitensprung gemacht hatte und ihr die daraus erwachsenden Konsequenzen zuviel sind, dann soll sie es sein, die sich professionelle Hilfe bei einem Psychologen holen sollte! Das die Mutter sich nicht dem Fakt – wer denn nun der wahre Vater ist – stellt, darf doch nicht auf dem Rücken des Kindes ausgetragen werden.

    Die Mitteilung ans Jugendamt ist deswegen angebracht, damit dieses dann automatisch eine Vaterschaftsfeststellungklage beim zuständigen Familiengericht beantragen und die Kindesmutter geladen und zur Auskunft vom Gericht verpflichtet wird. Erst dann wird sichergestellt, dass KInder gleich von Geburt an, das Recht auf Identät gewährleistet bekommen und nicht, wenn der Zug bereits abgefahren ist.

    Man hat darauf Einfluss, mit wem man ein Kind zeugt. Sobald die Zeugung stattgefunden hat, ist es kein Wunschkonzert mehr. Dann ist alles von der Natur festgeschrieben.

    Als letzten Punkt halte ich noch für Elementar, dass die Kindesmutter bereits bei der Schwangerschaft an Eides statt den oder die möglichen Väter bekannt geben muss. Denn gerade hier werden viele Kinder abgetrieben, nur weil man sich kein KInd von jemanden wünscht, obwohl man mit ihm bereit war, in die Kiste zu steigen. Dem Mann gehört hier ebenso ein Mitspracherecht zum Thema Abtreibung und der Freigabe zur Adoption zugesprochen. Es darf nicht sein, dass die Mütter diese Entscheidungen weiterhin alleine treffen dürfen.

    • Kurzer Nachtrag, auch wenn eine Mutter vor Gericht geht und dort fünf mögliche Väter zum Vaterschaftstest zwingt, werden auch keinerlei Fragen zum Datenschutz und ob diese Männer eine Familie haben gestellt. Die müssen antreten, was auch gut ist, denn das Kind soll ja einen Vater haben. Toll, wenn der dann auch noch zum Kind steht, gleichgültig wie sein Verhältnis zur Kindesmutter ist.

  15. @Max:

    Du hat schon recht, nur so könnte man das Problem nachhaltig aus der Welt schaffen.

    Ich sehe es als ein klassisches Regulierungs- vs. Sicherheitsdilemma, und natürlich bin ich (noch?) nicht betroffen.

    Überspitzt könnte dem entgegenhalten: Wenn jeder Bürger dem Staat gegenüber seine kompletten privaten Ein- und Ausgaben offenlegen müsste, dann gäbe es keine Steuerhinterziehung mehr.

    Auf der anderen Seite ist fast jeder damit einverstanden, dass der Staat den Schußwaffenbesitz genau überwacht. Ich bin es jedenfalls.

    Es ist imho eine Abwägung.

    Ich bin mir noch nicht ganz sicher wie ich persönlich dazu stehe, aber dein Blog hat mir die Augen ein wenig weiter geöffnet.

    Dass der jetztige Zustand völlig unhaltbar ist – darüber sind wir uns, denke ich, einig.

    • Vielen Dank Nick, für das Kompliment zum Blog. Anfangs habe ich den Blog für Betroffene in meiner Situation erstellt, da ich keinen Anlaufpunkt für mich in meiner Situation gefunden habe und wenigstens für andere einen zu bieten. Sehr schnell haben sich gleich auch andere Kuckucksväter sich bei mir gemeldet und deren Geschichten mir zugesendet, die ich hier Schritt für Schritt aufarbeite und veröffentliche. Mittlerweile helfen mir dabei auch andere. Als sich dann immer mehr auch Kuckuckskinder bei uns meldeten, merkte ich sehr schnell, dass uns allen dieser Dialog sehr gut tut. Zu verstehen, wie es wohl dem Kind dabei ergeht, was ihm damals wichtig war und für die Kuckuckskinder, wie es gerade wohl ihrem Scheinvater durch die Entdeckung gehen mag. Das hat mir dann auch die Augen geöffnet und mich sehen lassen, was mir vorher nicht in den Sinn kam. Das es hier zwar auch um den großen Vertrauensbruch, den Betrug, finanzielle Antriebe der Kuckucksmutter geht, aber das zentrale Thema hier der Betrug an ihrem eigenen Kind und den Raub eines Teiles dessen Identität. Mittlerweile kenne ich eine Menge Kuckuckskinder. Habe mit ihnen geschrieben, ihre Geschichten gelesen, mit ihnen telefoniert und mitgefühlt. Alle haben etwas gemeinsam, das Entsetzen, das die eigene Mutter – der man doch ungefragt vertrauen können sollte – um diesen Teil betrogen wurde. Wenn es Dir möglich ist, helfe uns bitte dabei, bekannter zu werden, was auch an alle gerichtet ist, die dies lesen. Unsere Kinder haben eine tolle Zukunft verdient.

      http://www.kuckucksvater.wordpress.com

  16. @ Max

    * helfe uns bitte dabei, bekannter zu werden*

    Hätte ich auch unter Alltagsdiskriminierungen von Männern ablegen können: Ihr seid nicht bekannt.

    Ist ja ganz neu.

    Die femizentrischen (Staats-)Medien betreiben feministisches Agenda-Setting.

    Wie in Gender Studies männliche Probleme/Bejachteiligungen so gut wie nicht vorkommen, so auch in den femizentrischen Medien.

    Es gibt Hunderttausdende ausgelutschte, entsorgte Zahlväter, die unter dem Existenzminimum leben, von keiner Einkommenstatistik erfasst, denn die Unterhaltszahlungen, die sie leisten müssen, werden ihnen statistisch als KONSUMAUSGABEN angerechnet, so, als hätten sie das Geld für sich verjubelt. So tauchen sie als Gutverdienende auf, so rechnet man Männer reich. Beispiel: Lernte vor kurzem erst einen Hamburger kennen, dem nach 2000 Euro-Nettomonatsverdienst nach Unterhaltsleistung noch 850 Euro bleiben. Eigentlich hätte er als arm zu gelten. Ein Mann wie er taucht aber in der offiziellen Armutsstatistik gar nicht auf, denn er hat ja 2000 Euro zur Verfügung.

    Er taucht dort genauso wenig auf, wie diese weggeworfenen Zahlväter in den Medien auftauchen.

    Es wird eine Menge unternommen, ob die Perspekive der Lantzschen „Medienelite“, Heteromänner würden nicht strukturell/prinzipiell benachteiligt, aufrechtzuerhalten.

    Dasselbe gilt auch für die Hunerttausende Kuckucksväter/-kinder, die es geben muss (sehr konservativ geschätzt).

    Sie sind kaum Thema in den Medien.

    Ebenso wie die geringere Lebenserwartung der Männer, ebenso wie die höhere Selbstmordrate der Männer usw., usw., usw.

    Von allem Schlimmen in dieser Gesellschaft sind Jungen/Männer in der Regel weitaus schlimmer betroffen als Mädchen/Frauen.

    Trotzdem beschäftigen sich Medien/Politik zu 90% mit dem Leid der Frauen.

    Trotzdem dürfen sich Frauen von Männern,, „patriarchalem“ Staat und „patriarchaler“ Gesellschaft ausgebeutet fühlen und nichts und niemand stört diese wohlige Opferperspektive.

    Die Frauenlobby unternimmt enomre Anstrengungen, das Opfermonompol des weiblichen Geschlechtes zu erhalten, das so überaus einträglich ist, schafft es doch Arbeitsplätze, Aus-und Einkommen für anderweitig wohl schwer vermittelbare feministische IdeologInnen, die die HelferInnenindustrie, die Frauenprivilegierungsindustrie (vulgo „Gleichstellungspolitik“ und ihre Anhangsgebilde) bevölkern.

    Jungen/Männer sind für unsere Medien – und Politeliten nicht mitleidswürdig, nicht opferfähig.

    Ein Irrenhaus, befrauscht von einer bis in die Fundamente hinein männerfeindlichen Ideologie, einer Hassideologie, einer Sündenbockideologie.

    • @ Alexander

      Ja, auch ich stimme Dir zu, dass wir einiges für die Rechte der Männer machen müssen.

      Uns finden zumindestens die Medien in Print, Funk und Fernsehen und nennen uns teilweise auch in ihren Berichterstattungen. Natürlich sind wir nicht allgemein bekannt, deswegen wollen wir ja bekannter werden und mehr dazubekommen, hinzu zu denen, die uns schon als bekannt bezeichnen würden. 😉

      Hilfst Du uns dabei?

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