Das „Nice Guy Stereotyp“: Sagen Frauen, dass sie liebe Jungs wollen, stehen aber eigentlich eher auf Machos?

Die Studien drehen sich um das „Nice Guy“ Sterotyp, dass im wesentlichen besagt, dass Frauen zwar sagen, dass sie liebe Jungs wollen, sie aber eigentlich eher auf den Macho stehen (vgl. auch Mögen Frauen Arschlöcher? und Mögen Frauen Arschlöcher? II).

Proponents of the nice guy stereotype argue that women often say they wish to date kind, sensitive men, but, in reality, still choose to date macho men over nice guys, especially if the macho men are more physically attractive. We investigated the relationship between men’s agreeableness, physical attractiveness, and their dating success across different relationship contexts. One hundred and ninety-one male college students completed a computerized questionnaire to assess their levels of agreeableness and aspects of their dating history. Twenty college-aged women rated the men’s photographs for attractiveness. Results supported the nice guy stereotype. Lower levels of agreeableness predicted more less-committed, casual, sexual relationships.

Quelle: Niceness and Dating Success: A Further Test of the Nice Guy Stereotype

Die Studie bestätigt die „Nice Guy Sterotype“, also den Umstand, dass Frauen zwar sagen, dass sie die netten Jungs wollen, dann aber mit dem Macho-Man ausgehen.

Noch eine Studie zu dem Thema:

The purpose of this study was to investigate why some women report a desire to date nice guys but prefer dating jerks. Specifically, young women’s dating choices based on their reasons for dating in general and the attractive/unattractive traits that they perceive that a man possesses were explored. Popular texts offer evidence that young women may/may not select nice guys as dating partners because nice guys may/may not be able to provide them with what they want from their dating experiences. Scholarly texts offer evidence that the answer may lie in how the young woman perceives the nice guy—does he possess attractive or unattractive personality traits? The results of the present study suggest that reasons for dating (i.e., not wanting physical contact, wanting stimulating conversation, and wanting an exclusive relationship) and perceived personality traits (i.e., sweet/nice and physically attractive) influence a young woman’s desire to date a nice guy, and that perceived personality traits are better predictors of her choice of a man to date than are reasons for dating.

Quelle: Young Women’s Dating Behavior: Why/Why Not Date a Nice Guy?

Es gibt also eine Unterscheidung zwischen den Kriterien, die Frauen für ein Date aufstellen und dem was sie attraktiv finden, wenn sie jemanden sehen. Und das was sie attraktiv finden ist wichtiger.

Das könnte auch für die nachfolge Studie von Interesse sein:

Many researchers have attempted to discover what types of men women consider most desirable for relationship partners. This study investigated university women’s (N = 165) perceptions of “nice guys,“ specifically whether women perceived nice guys to be more or less sexually successful than guys who are considered not nice. Both quantitative and qualitative analyses were used. The qualitative analysis was useful in understanding women’s differing interpretations of the nice guy label. More than one half of the women agreed that nice guys have fewer sexual partners. However, more than one half also reported a preference for a nice guy over a bad boy as a date. As hypothesized, women who placed a lesser emphasis on the importance of sex, who had fewer sexual partners, and who were less accepting of men who had many sexual partners were more likely to choose the nice guy as a dating partner. The findings indicate that nice guys are likely to have fewer sexual partners but are more desired for committed relationships.

Quelle: Dating Preferences of University Women: An Analysis of the Nice Guy Stereotype

Die Frauen schätzten also, dass die netten Jungs weniger Sex haben. Sie meinen aber, dass sie lieber einen netten Jungen aussuchen würden für eine Beziehung. Was ja wieder dem Sterotyp entsprechen würde, deswegen aber eben gerade nicht wahr sein muss. Vielleicht sprechen hier eher die eigenen Datingkriterien als die Kriterien, die sie dann tatsächlich attraktiv finden.

We examined the role of personality (e.g., hypermasculinity, sensation seeking) and physical individual differences (testosterone, physical attractiveness) in predicting university men’s (N = 215) number of sexual partners. Significant zero-order correlations occurred between number of sexual partners and sensation seeking, hypermasculinity, physical attractiveness, and testosterone. In addition, multiple regression analysis revealed significant increases in prediction with an additive combination of these individual differences, and some of these individual differences (e.g., sensation seeking) contributed unique variation to the prediction of the number of sexual partners. Finally, principal components analysis revealed a common personality factor labeled Disinhibition that may partly underlie the relationship between some of these individual differences and the number of sexual partners. The results are discussed in relation to recent personality research and recent evolutionary theories of human sexual variation.

Quelle: Predictors of university men’s number of sexual partners

Hier zeigt sich, dass die Einschätzung der Frauen bezüglich der Sexualpartner wahrscheinlich gar nicht so falsch war.

Meiner Meinung nach unterschätzen die Studien, dass man eine gewisse Kombination beider Faktoren vornehmen kann:

Der „Bad Boy“,  der sich emotional zu ihr hingezogen fühlt und eine geistige Verbindung zu ihr hat.

Eben Attraction und Komfort.

75 Gedanken zu “Das „Nice Guy Stereotyp“: Sagen Frauen, dass sie liebe Jungs wollen, stehen aber eigentlich eher auf Machos?

  1. @ Christian

    Meiner Meinung nach offenbaren die Studien eine tiefe Bewusstlosigkeit der Frauen gegenüber der Struktur ihres Begehrens, seiner Widersprüchlichkeit.

    Natürlich wollen sie den netten Kerl, die Sättigungsbeilage.

    Aber Pfeffer und Paprika sind dann die bösen Buben, die, die rund um den Eisprung die Gina tingeln lassen.

    Platt gesagt: Frau hätte gerne den verlässlich-treuen Versorgertrottel, auf den sie immer zurückgreifen kann, der aber doch auch langweilt. Und für’s Abenteuer den wilden Hengst, möglichst mit der Sicherheit, die mit ihm gezeugten Kinder dem Versorgertrottel ungestraft in die Wiege legen zu können.

    Männer sind ja ähnlich widersprüchlich: auf der einen Seite Sehnsucht nach der wild-sinnlichen, ungebändigten Stute, auf der anderen Seite Sehnsucht nach der treuen, braven Frau, die Verlässlichkeit signalisiert, bei der mann vertrauen kann, dass der Nachwuchs auch wirklich der eigene ist.

    Also auch hier die sanfte, unaggressive Frau als Sättigungsbeilage, die promiske, sexuell anspruchsvolle Frau als Affäre zwischendurch.

    Der wirklich roblematische Unterschied: Männer können keine Kinder unterschieben. Die Unsicherheit, ob der Nachwuchs wirklich IHR Nachwuchs ist, liegt allein auf ihrer Seite (wenn auch heute Gentests, legale oder illegale, Sicherheit schaffen können, was aber natürlich psychisch noch nicht eingepreist ist).

    • @ Roslin
      Vollumfängliche Zustimmung. Das ist genau das, was ich für meine Generation und Jüngere als „Verrat an meiner Generation“ bezeichne. Bevor dem Betamann die Männlichkeit weggegendert wurde, hatte er in der Regel doch maskuline Elemente, wenn auch nicht in der Ausprägung wie ein Alpha, was dazu führte, dass „die Sehnsucht“ der Frau oft nur Sehnsucht blieb.

      Heute sehe ich hier eine eklatante Kluft. Drehen wir das Beispiel doch einfach um! Wären alle Beta-Frauen in den letzten Jahrzehnten zu heterosexuellen Butch-Lesben umfunktioniert worden um männlicher zu wirken und die Männer könnten nach wie vor entscheiden, käme es wohl zu wenigen Paarbildungen mehr.

      Die Frauen wären durch den Zeitgeist übergangen worden.

  2. „Der „Bad Boy“, der sich emotional zu ihr hingezogen fühlt und eine geistige Verbindung zu ihr hat.“

    Wobei der in der Realität schwer zu finden sein dürfte; worauf vielleicht die angesprochene kognitive Dissonanz (Nice Guys haben weniger Chancen, aber die befragte individuelle Frau zieht sie trotzdem vor, sagt sie zumindest) zurückzuführen ist.

    In der Realität ist es (häufig) so, dass Frauen eben beides wollen, sprich: einen erotisch attraktiven Mann (athletisch und dominant auftretend), der aber gleichzeitig von seiner Persönlichkeit her ein Softy ist, er muss sensibel, verständnisvoll und zärtlich sein, aber wenn es ihr gegenüber z.B. jemand an respekt mangeln lässt oder sie gar anmacht, muss er natürlich dazwischen gehen und ggfs. auch handgreiflich werden.

    ich glabe, dass diese Merkmale sich in der Realität selten in einer Person vereinigt finden, weshalb sich viele Männer von Frauen latent überfordert fühlen.

    Was man dagegen tun könnte ist mir allerdings schleierhaft.

    • El Macho

      „Was man dagegen tun könnte ist mir allerdings schleierhaft.“

      Zum Beispiel im matriarchalen Sinne Sexualität von sozialer Absicherung trennen (???)

      • Die soziale Alters-Absicherung im Matriarchat ist, wenn dir die Omma eine Suppe kocht, da du keine Zähne mehr hast und es keine dementsprechende medizinische Versorgung gibt.

        Wer sollte diese auch gewährleisten ohne Forscherdrang, Konkurrenz? Also fleißig Rindensuppe schlürfen, schmeckt doch auch gut!! Hmmm

      • Terminatus 30

        „Also fleißig Rindensuppe schlürfen, schmeckt doch auch gut!! Hmmm“

        Pas beim Schlürfen wegen Verschlucken auf! Ich kenne es so, dass den Männern Fleischstückchen in den Teller zugelegt werden.

    • „Was man dagegen tun könnte ist mir allerdings schleierhaft.“

      Ganz einfach: Freie Liebe und Bitch-Sharing*! Da bleibt kein Auge, äh keine Fo*** trocken.

      * Ich benutze jetzt den zeitgemäßeren Ausdruck. Mit „Weibergemeinschaft“, wie es bei Marx hieß, weiß nicht jeder etwas anzufangen.

      • Klar, ein Gespräch mit einem Freund über Probleme mit Frauen zeigt meist recht deutlich, dass man sich unter Männern besser versteht, als unter Männern und Frauen (müssen allerdings schon gute Freunde sein, damit es nicht gleich wieder Konkurrenz gibt).

        Leider ist der Wechsel der sexuellen orientierung nicht so einfach, wie es sich lesbische Feministinnen denken.

  3. @ El Mocho

    Gleichberechtigung hilft: Dann hält der „Vermehrungsegoismus“ der Männer den der Frauen in Schach und umgekehrt.

    Nur sind heute Männer nicht gleichberechtigt: Sie können jederzeit auf Zuruf der Frau aus der Familie gekickt und ihrer Kinder enteignet werden. Die Frau sucht sich dann den Staat oder einen neuen, sozialen Vater, der Mann wird vom Staat gezwungen, für besagte Frau und Kinder, dier er oft nicht mehr sehen darf, zu zahlen.

    Konsequenz: Viele Männer meiden die Investition in Langzeitpartnerschaft und Vaterschaft, haben Angst davor, Väter zu werden.

    Zu Recht.

    • Alexander

      „Sie können jederzeit auf Zuruf der Frau aus der Familie gekickt und ihrer Kinder enteignet werden. Die Frau sucht sich dann den Staat oder einen neuen, sozialen Vater, der Mann wird vom Staat gezwungen, für besagte Frau und Kinder, dier er oft nicht mehr sehen darf, zu zahlen.“

      Dieses Szenario gefällt mir auch nicht.

  4. @el Mocho

    ich glaube es ist durchaus zu vereinbaren, auf ganz verschiedenen Wegen. Es muß ja nicht in einer Handlung kombiniert werden. Man kann erst negs verwenden und dann wieder zb Gemeinsamkeiten verdeutlichen. Push Pull geht auch in die Richtung.
    Es reicht von „ich weiß nicht wie ich es mit dir aushalte, aber irgendwie kann ich nicht von dir lassen“ im scherzhaften Ton bis zu der zuhältervariante „ich liebe dich, aber mach mich nicht wütend“. Oder die „wir gegen den Rest der Welt“ Variante oder oder oder

  5. Mit den Begriffen „nett“/nett und „Macho“/Macho werden je nachdem, wer sie wem zuschreibt, völlig unterschiedliche Vorstellungsinhalte verbunden. Sich dessen bewusst zu machen, ist wichtig.
    Ein Beispiel: „Nett“ als Selbstzuschreibung und „Macho“ als Fremdzuschreibung wird meistens von Männern vorgenommen.
    Eine ganze Liste solcher „netter“ Verhaltensweisen hat Heartiste aufgestellt:
    http://heartiste.wordpress.com/2011/09/23/what-is-anti-game/

    Das Verhalten „netter“ Männer arbeitet mit der Grundüberzeugung, dass man sich in das Höschen der Frau flehend hineinschleimen / hineintricksen muss. Für Sex ist man bereit jeden Schwachsinn zu akzeptieren, jede Tortur zu erdulden, zu Lügen bis sich die Balken biegen. Unehrliche Komplimente, vorgetäuschtes Interesse usw. haben aber letztlich nur das eine Ziel: Sex. Solch ein schäbiges, solch ein unehrliches Verhalten ist nun wahrlich nicht nett sondern „nett“. Dass es darüber hinaus jegliche Anziehung tötet, dürfte selbstverständlich sein.
    Von solchen „netten“ Männern kommt dann auch die Fremdzuschreibung „Macho“/“Arschloch“ für Männer, die eben nicht auf solche Vorgehensweisen zurückgreifen, die sich nicht alles gefallen lässt, die, um es auf eine kurze Form zu bringen, Standards haben.

    • @Haselnuss:

      Also Roissy/Heartist wie auch immer, überzieht das Stereotyp auch gewaltig. Diese Verhaltensweisen der Männer die du hier beschreibt sind low-level. Also Strategien von Leuten die wenig inhärenten Partnerschaftswert haben und zwar bereits bevor sie auf diese Strategien zurückgreifen.

      Ich habe in der Praxis schon oft Leute gesehen die damit Erfolg haben. Es ist nicht so, dass die Erfolgreichen weniger Lügen, Tricksen oder sich falsch darstellen. Es ist nur das sie es besser können. Nett sein heisst nichts anderes als: Fair spielen mit schlechten Karten. Dh.: schlecht aussehender, unterwürfiger Mann ohne Charisma und Erfolg im Leben.

      Die Leute in meinem doch beächtlichen Bekanntenkreis die den meisten Erfolg haben sind:

      a.) Ein gutaussehender Sportstudent mit enormer Preselection und der mit Frauen physisch umgehen kann.

      b.) Ein, nach klinischer Definition, Narzisst der so von sich Selbst überzeugst ist das es schon weh tut, gepaart mit einer enormen sprachlichen und sozialen Kompetenz (keine Empathie sondern Analytik mit Selbstdarstellung).

      c.) Ein Schönling, angehender Politiker und natürlicher Selbstdarsteller. Ist Schauspieler und hat einen Ruf der Seines dazu beiträgt also Preselection.

      Die anderen die ich kenne haben kaum so ein Leiberl bzw. im direkten Konkurrenzkampf wenig Chance.Die moralische Komponente die du hier andeutest ist nur Zubrot. Ein (evolutionärer) Luxuxs den sich die Mächtigen leisten können, ähnlich wie Pfauenfedern.

      • Galloway: „Nett sein heißt nichts anderes als: Fair spielen mit schlechten Karten. Dh.: schlecht aussehender, unterwürfiger Mann ohne Charisma und Erfolg im Leben.“
        Meine gesamte Argumentation habe ich auf der Grundlage aufgebaut, dass nett und Macho Zuschreibungen sind, es also wichtig ist zu betrachten, wer die beiden Wörter wem zuschreibt.
        Behandelt habe ich diejenigen Männer, die sich selber als nett bezeichnen und die andere Männer mit konstantem Erfolg bei Frauen als Machos oder Arschlöcher bezeichnen.
        Das ist eine gewaltige analytische Einschränkung, von der ich denke, dass du sie nicht beachtet hast.

      • Galloway

        „Die anderen die ich kenne haben kaum so ein Leiberl bzw. im direkten Konkurrenzkampf wenig Chance.“

        Und? Was machen wir mit den „Verlierern“? Vielleicht ein Stück Fleisch in den Teller (miam miam miam)

      • „Ist das dann so ähnlich wie bei Frauen bei denen die anderen immer die Schlampen sind?“
        Ja. Das Wort Macho/Arschlöcher bezeichnet bei diesen Männern diejenigen Männer, die 1. konstanten Erfolg bei Frauen haben (Trostf**** zählen nicht) und 2. die dieses extrem unterwürfige „low value“-Verhalten nicht an den Tag legen.

      • Behandelt habe ich diejenigen Männer, die sich selber als nett bezeichnen und die andere Männer mit konstantem Erfolg bei Frauen als Machos oder Arschlöcher bezeichnen.

        Es stellt sich dann die Frage, wie sie überhaupt auf die Idee kommen, dass das was sie veranstalten Nett sein soll.

        Und dann landet man beim kulturellen Kontext.

        Das Verhalten „netter“ Männer arbeitet mit der Grundüberzeugung, dass man sich in das Höschen der Frau flehend hineinschleimen / hineintricksen muss.

        ..das ist eben nur eine mögliche Interpretation. Eine andere wäre, dass das Verhalten auf der Überzeugung beruht, dass man nicht „so einer“ sein wolle, der „nur“ das Eine will. Der „Gentleman“ halt. Was ja mehr oder weniger zwangsläufig verlogen sein muss.

        Bei dem jahrhundertlang hochdramatisch inzenierten „Objektifizierungsdiskurs“ ist eine solche Haltung nicht weiter verwunderlich.

        Sie machen imho hauptsächlich den Fehler, dass sie ernst nehmen was eigentlich ein Spielchen ist. Dann kreiden sie das natürlich als Bigotterie an.

        Sie sind einfach nur zu bierernst.

      • @Galloway:
        Nett sein heisst nichts anderes als: Fair spielen mit schlechten Karten. Dh.: schlecht aussehender, unterwürfiger Mann ohne Charisma und Erfolg im Leben.

        Da beißt sich imho die Katze in den Schwanz: Unterwürfig sind viele Männer gerade deshalb, weil sie wenig Erfolg bei Frauen haben.

        Es kommt nicht so selten vor, dass mit eigentlich guten Karten schlecht gespielt wird.

      • Nick: „..das ist eben nur eine mögliche Interpretation. Eine andere wäre, dass das Verhalten auf der Überzeugung beruht, dass man nicht „so einer“ sein wolle, der „nur“ das Eine will. Der „Gentleman“ halt. Was ja mehr oder weniger zwangsläufig verlogen sein muss.“
        Ich teile deine Interpretation nicht, aber sie ist so plausibel wie meine.

        Ergänzen würde ich allerdings: Der die Frau als „ganze Frau“ wahrnimmt, ihr Komplimente macht, da jede einzelne Frau besonders moralisch, besonders gut und furchtbar speziell ist. Der sie endlich mal gebührend wie eine Prinzessin behandelt. Der ihr endlich mal sagt, wie schön sie ist, weil „die Gesellschaft“ das ja nicht tut und ihr durch „die Werbung“ und „die Massenmedien“ ein völlig verzerrtes Bild von Weiblichkeit aufgedrängt werden.

      • @Haselnuss:
        Ich teile deine Interpretation nicht, aber sie ist so plausibel wie meine.

        Gut möglich, dass es verschiedene Motivbündel gibt.

        Ergänzen würde ich allerdings..

        Klar.

      • Der ihr endlich mal sagt, wie schön sie ist, weil „die Gesellschaft“ das ja nicht tut und ihr durch „die Werbung“ und „die Massenmedien“ ein völlig verzerrtes Bild von Weiblichkeit aufgedrängt werden.

        *lol*

        Kann man einer Frau direkter durch die Blume sagen, dass sie eigentlich hässlich ist?

        The profeminist way of negging 😉

      • @ Nick

        *Es kommt nicht so selten vor, dass mit eigentlich guten Karten schlecht gespielt wird.*

        Das macht die ganze heutige Situation so besonders verfahren.

        Jungen/Männern wird vorgegaugelt, ein dociles Verhalten gegenüber Frauen sei genau das, was Frauen an Männern attraktiv fänden.

        Grundfalsch.

        Schlimmer noch: Die feministische Propaganda ist so pervasiv, dass Frauen selbst glauben, sie müssten äußern, sie fänden docile Männer attraktiv.

        Sie können oft vor sich selbst gar nicht bewusst zugeben, dass sie nach wie vor leicht dominante Männer, zu denen sie ein wenig aufblicken können, am attraktivsten finden, verstehen nicht, warum der nette Kerl, den sie, getreu ihrem feministisch formatierten Bewusstsein doch eigentlich lieben müssten, sie anödet, warum sie ihn insgeheim verachten.

        Da klafft ein riesiger Widerspruch bei vielen Frauen zwischen Kopf und Bauch.

        Sie verstehen nicht, dass ihr Bauchgefühl, ihre Eingeweide, ihre IInstinkte nach wie vor den „starken“ Mann verlangen, während ihr feministisches Bewusstsein genau gegen den Mann rebelliert.

        So erleben es gerade die docilen, weichen, lieben Männer wieder und wieder, dass ihre Angebetete sich genau mit einem solchen Mann zusammentut, den heiß begehrt, mit dem ficken möchten bis die Schwarte kracht, vor den sie FeminisitInnen immer warnten.

        Ich habe es schon mal hier geschrieben: So zu werden, so zu agieren, wie FeministInnen es Männern nahe legen, ist die beste Methode, sich für eine Mehrheit von Frauen unattraktiv zu machen, obwohl diese mit Fleiß das Gegenteil behaupten.

        Die Realität sieht ganz andes aus.

        Feminismus hat ein völlig falsches Bild von Männern und Frauen, dieses Bild aber flächendeckend als „wahr“ durchgesetzt.

        Diese Widersprüchlichkeit von „empauerten“ Frauen trägt viel zur Verwirrung bei jungen Männern heute bei.

        Hier schafft Pick-Up bei allen Vergröberungen, kommerziellem Interesse wieder etwas Orientierung, durchsticht den feministischen Qualm, der die Gehirne vernebelt, mit einem klarten, harten Lichtstrahl, der wieder einen realistischen Blick auf weibliches Begehren und Sexualverhalten erlaubt, dessen Darstellung so grundverlogen/verkitscht/beschönigend geworden ist, während man das der Männer diffamiert und dämonisiert.

        Je mehr Männer sich docil verhalten, desto wütender-unzufriedener-unbefriedigter werden Frauen.

        Und verstehen nicht den wahren Grund, rationlisieren das nach dem erlernten Mantra „Die Männer sind böse, die Männer sind schuld, sie verstehen uns nicht, die groben Klötze“, werden noch feministisch-anspruchsvoller, noch neurotischer empauert und der Karren rollt erst recht in die falsche Richtung.

        Ein sich selbst beschleunigender Selbstzerstörungsprozess.

        Wie es aussieht, findet der nur eine „darwinsitische“ Lösung: Aussterben mangels Nachwuchs innert weniger Generationen.

      • @Roslin:
        Schlimmer noch: Die feministische Propaganda ist so pervasiv, dass Frauen selbst glauben, sie müssten äußern, sie fänden docile Männer attraktiv.

        „Ich will kein Weichei/ keinen *modernen* Mann“ hört man auf der persönlichen Ebene relativ oft, ich staune manchmal mit welcher Offenheit.

        Auf der „offiziellen Ebene“ – z.B. in den Medien, die als ernsthaft gelten – findet das freilich kaum Resonanz. „Ich will kein Weichei“ gilt als rückständig und dumm, die Frau die sowas sagt wird tendenziell pädagogisiert.

        Als Bildungbürgerin kann man sich so nicht äußern, man verlöre schnell seine „Credibility“. Der feministische „gaze“ sorgt dann dafür, dass viele Frauen sich selber mit diesen Augen sehen, speziell diejenigen, die „gebildet“ sind. „Ich will kein Weichei“ kann man auch sehr schön verklausulieren, etwa „Ich will einen selbstbewußten Freund“. Die Erwartungen bleiben so unausgesprochen, was dann für einen double-bind sorgt.

        Hier schafft Pick-Up bei allen Vergröberungen, kommerziellem Interesse wieder etwas Orientierung..

        Sicherlich. Der feministische Diskurs schafft es aber sehr oft noch, das als „rückständig“ und „ungebildet“ zu markieren. Die „elaborierte“ Rückendeckung fehlt fast vollständig.

        Eines wird regelmäßig vom Feminismus ausgeblendet: Frauen orientieren sich, was ihren sozialen Status betrifft, weit wesentlich mehr an der Bewertung anderer Frauen. „The Male Gaze“ ist, abgesehen von Äußerlichkeiten, Kokolores.

        Es waren Frauen, die seinerzeit das Ideal der Hausfrau und Mutter zur Geltung gebracht haben, und nicht DieMänner, die in der Vergangenheit angeblich davon „profitiert“ haben sollen sich oft buchstäblich zutode zu schuften.

        Das Problem ist in meinen Augen, dass es (noch?) schwer ist, ein Weiblichkeitsbild zu finden, dass gleichzeitig „ernst genommen werden“ und „ich will kein Weichei“ ermöglicht.

        Gute Frage, ob man eine Kanzlerine ernst nehmen kann die sagt „ich will kein Weichei“. Aber man könnte ja auch endlich „das Private ist Politisch“ auf den Müllhaufen der Geschichte werfen.

      • Nick

        „Der feministische „gaze“ sorgt dann dafür, dass viele Frauen sich selber mit diesen Augen sehen“

        Als noch nicht gebildete polnische Frau machte ich mir keine Gedanken über „Feministinnen“. Ich konnte zustimmen, wenn feministisch lachende Stimmen sangen: „Dem Mann muss man geben, ihm gehört es sich…“

        Ich hoffe, dass auch viele deutsche Frauen in eigenem Möglichkeits-Rahmen nach vorne schreiten und Wissenschafts-Debatten da lassen, wo sie auch hingehören.

      • Alexander

        -ismus als Suffix:

        „Bei vielen Begriffen mit der Nachsilbe -ismus handelt es sich um Begriffe für gesellschaftliche Verhältnisse, Meinungen, Lehren, Schulen und Ideen (Beispiele: Kapitalismus, Liberalismus, Sozialismus, Militarismus, Anarchismus, Dualismus).
        Eine große Anzahl dieser Begriffe leiten sich zunächst von wissenschaftlichen Theorien und Hypothesen ab, die zwar unter den entsprechenden Fachwissenschaftlern nicht allgemein anerkannt sein müssen, die sich aber der wissenschaftlichen Methodik bedienen, sich einer wissenschaftlichen Diskussion aussetzen, und dadurch wandlungs- und ausbaufähig entsprechend dem Zuwachs an Erkenntnis und den technischen Möglichkeiten sind.“

      • Staro

        Ich hoffe, dass auch viele deutsche Frauen in eigenem Möglichkeits-Rahmen nach vorne schreiten und Wissenschafts-Debatten da lassen, wo sie auch hingehören.

        Ich wünschte, dass viele deutsche Frauen den Bettdiskurs dort lassen würden, wo er hingehört. Und das ist nicht die Straße oder das Parlament.

        Die Frau, die meint sie müsse mit einem Mann schlafen wenn sie nicht will gehört in eine andere Behandlung als in die von Agitationsvereinen. Wir schreiben das Jahr 2011.

        Im übrigen wurde die Vorstellung, dass die ernstzunehmende Frau „eigentlich nicht will“ eher von züchtigen Gouvernanten erfunden als von katholischen Pfarrern. Und es ist genau dieser Geist, der die Betrachtung von Sex als „Dienst der Frau an den Mann“ etabliert hat. Nämlich erst dann, wenn die Frau wollen kann, kann sie auch nicht wollen.

        In der stark vom Christentum geprägten Neuzeit (=nach dem Mittelalter) galt nämlich noch die Frau als zutiefst sündig. Sie verführe eher den Mann, der „eigentlich nicht will“.

        Feministinnen haben den stinkenden notgeilen Gouvernantensex wieder aus der Versenkung geholt.

      • @ Nick

        *Sicherlich. Der feministische Diskurs schafft es aber sehr oft noch, das als „rückständig“ und „ungebildet“ zu markieren. Die „elaborierte“ Rückendeckung fehlt fast vollständig.*

        Soll er doch.

        Wenn Pick-Up Jungen/Männer wieder mit etwas mehr Rückgrat ausstattet, läuft diese Propaganda in’s Leere. Feministische Rückendeckung für eine Emanzipation der Männer ist eh nicht zu erwarten. Feminismus lebt gerade davon, dass Männer sich nicht emanzipieren. So ist man als Feministin IMMER auf der sicheren Seite, kann sich darauf verlassen, direkt oder indirekt von den „veränderungsresistenten“ Männern versorgt und beschützt zu werden, kann sie gerade deshalb wg. ihrer „Veränderungsresistenz“ kritisieren, demütigen, diffamieren, sie, gerade weil der Feminismus das klassische Anforderungsprofil an Männer nicht aufhebt, nicht im Traum daran denkt es aufzuheben, durch Appell an den starken Kerl im Mann in’s Schweigen demütigen, immer genau dann, wenn Männer sich beklagen.

        Allein diese von Feministinnen REGELMÄSSIG geübte Diskurstaktik sagt alles aus über deren Interesse an Gleichberechtigung für Männer.

        Pick-Up entzieht Jungen/Männer auch diesem bösartigen Double-Bind-Spielchen.

        Wenn dann Feminismus nur noch Frauen beeinflusst, na, dann wird vielleicht wirklich wahr, dass vor allem Frauen unter dieser verlogen-bösartigen Ideologie leiden.

      • @Roslin:

        Soll er doch.

        Ich denke auch, das wird nicht lange funktionieren.

        Beim anderen Geschlecht ankommen ist eines der stärksten Motive, die Menschen haben.

        Man kann kein Weltbild nachhaltig „implementieren“, das derart dysfunktional ist.

        Dazu bedarf es massiver Gewalt.

      • Nick

         „Ich wünschte, dass viele deutsche Frauen den Bettdiskurs dort lassen würden, wo er hingehört. Und das ist nicht die Straße oder das Parlament.“

        Ich verstehe Dich nicht.

      • P.S,
        Staro

        Dass dein an anderer Stelle hervorgebrachtes Bibel-Argument der „sexuellen Unterdrückung der Frau“ nicht so recht funktioniert, wirst du ja evtl. noch verstehen können:

        1.) Bibel:

        „Frau ist sündig, verführt Mann“

        daraus folgt:

        – „Frau hat sexuelle Lust“

        – aus „Lust“ – und nur aus potentieller Lust – kann Unlust folgen.

        2.) frühe bürgerliche Welt:

        „Frau hat keine sexuelle Lust“

        daraus folgt:

        – wenn sie keine Lust haben kann, dann kann sie in dem Sinne keine Unlust haben. Sex ist dann sowas wie zum Zahnarzt gehen.

        – da nur aus Sex Nachkommen entstehen, ist Sex notwendig

        daraus folgt:

        – es ist die gesellschaftliche Pflicht der Frauen, Sex zu „dulden“.

        Den Wertmaßstab „Lust“ kann es dabei nicht geben, da dieser für Frauen nicht existiert

        3.) Sexnegativer Feminismus

        „Sex=patriarchale Unterdrückung“

        daraus folgt:

        – Frau kann Sex nicht „wirklich“ wollen

        – Fortpflanzung ist aber nach wie vor notwendig

        daraus folgt:

        – Sex wird erzwungen, Frau leidet. Die Welt ist böse, aber Sex ist gleichzeitig Schicksal, da die Menscheit ja irgendwie weiterleben muss.

        Nach dem Wertmaßstab „Lust“ wird überhaupt nicht mehr gefragt, es ist nicht mehr der Zahnarzt, sondern das Schicksal.
        ___________________________

        Liebe Staro, nun erkläre mir mal welche der drei Varianten Frauen am meisten zur Selbstbestimmung „ermächtigt“.

        Ich würde für die sündige Schurkin plädieren. Die Schurkin muss ja immer auch eine gewisse Macht haben.

        Kann es machtlose Schurken geben? Das wäre ein Oxymoron. Schurken genießen Respekt.

        Dein „patriarchaler Gehalt der Bibel“ ist nur ein kitschiges Drama, das was danach kam „entmächtigt“ Frauen um Längen mehr.

        Nur die Tatsache, dass sich Ohnmacht in Macht sichtransformieren lässt kann erklären, warum Frauen so fleißig an 2.) und 3.) mitgwirkt haben.

        Und sich damit selbst den Status von Kindern redlich erarbeitet haben.

      • @Nick
        „1.) Bibel: …
        2.) frühe bürgerliche Welt: …
        3.) Sexnegativer Feminismus: …“
        Liebe Staro, nun erkläre mir mal welche der drei Varianten Frauen am meisten zur Selbstbestimmung „ermächtigt“.

        Treffer – und versenkt. Würde ich mal sagen.

        „Nur die Tatsache, dass sich Ohnmacht in Macht sichtransformieren lässt kann erklären, warum Frauen so fleißig an 2.) und 3.) mitgwirkt haben.

        Und sich damit selbst den Status von Kindern redlich erarbeitet haben.
        Und gleich noch ein Volltreffer.

        Respekt! Ordentliche Schlagzahl für einen späten Abend …

      •  „„Nur die Tatsache, dass sich Ohnmacht in Macht sichtransformieren lässt kann erklären, warum Frauen so fleißig an 2.) und 3.) mitgwirkt haben.
        Und sich damit selbst den Status von Kindern redlich erarbeitet haben.“

        Ich kann da keine Weisheit in Schale werfen! Weil mir das Ganze sehr suspekt ist, vergnüge ich mich mit meiner sexuellen Eigenmacht.

      • ..vergnüge ich mich mit meiner sexuellen Eigenmacht.

        Und wo soll diese Macht herkommen, in ein einer Frauenmißachtenden, von Patriarchat und Bibel determinierten Welt?

        Von feministischen Heldinnen „hart erkämpft“? Habe ich in den Geschichtsbüchern die feministische Massenbewegung übersehen, die das Gleichberechtigungsgesetz 1958 hart erkämpfte?

      • Nick

         „..vergnüge ich mich mit meiner sexuellen Eigenmacht.“

        Wenn die sexuelle Lust Dir über die Ohren kneift, versuche es herauszufinden!

    • Haselnuss: „Das Verhalten „netter“ Männer arbeitet mit der Grundüberzeugung, dass man sich in das Höschen der Frau flehend hineinschleimen / hineintricksen muss.“

      Ah ja, und das weißt du, weil du Gedanken lesen kannst? Dass ein Mann gar nicht „in das Höschen der Frau“ will, ist für die sexzentrisch denkende Frau nicht denkbar? Muss sich der Mann immer um ihre Vagina drehen? Vielleicht will ein netter Mann zunächst behutsam den Willen und die Persönlichkeit einer Frau erkunden, um zu entscheiden, was er gerne mit ihr unternehmen würde. Vielleicht respektiert ein netter Mann den geäußerten Willen einer Frau wie er den Willen eines jeden Menschen respektiert. Das alles ist natürlich für feministisch bewegte Frauen ganz undenkbar. Alle Männer müssen potenzielle Vergewaltiger sein, auch die netten. Diese Frauen bringen noch nicht mal die Ehrlichkeit auf, sich einzugestehen, dass sie den ehrlichen Vergewaltiger und den tricksenden PUA dem „schleimenden“ netten Mann vorziehen.

  6. Es juckt mich so, dass ich mal wieder meine Geschichte erzählen muss:

    Kinder wollte ich eigentlich nicht haben. Irgendwann war es mir aber anders und ich entschloss, doch schwanger zu werden. Dann wünschte ich mir einen Jungen. Ich dachte mir: wenn schon, dann lieber ein Junge, da muss es nicht so leiden, wie die Mutter. Also ich dachte nicht an ein Sexual-Objekt!

    Machos: Vielleicht sucht die Frau einen netten Mann, findet krumme Nasen bei Männern süß und landet bei einem Macho (???)

  7. Was mich mal interessieren würde: Wie definiert sich der „nette Junge“ überhaupt? Was ist der konkrete Unterschied zwischen einem Macho und einem netten Jungen?

    Gibt es Machos in Europa und Nordamerika überhaupt noch, oder ist damit lediglich der Zorro-Typ geemint, der im Gegesnatz zum netten „Loser“ Diego steht?

    Und wie haltet ihr Heteros diese unterschiedlichen Ansprüche von Frauen eigentlich aus?

    • @ Adrian

      *Gibt es Machos in Europa und Nordamerika überhaupt noch, oder ist damit lediglich der Zorro-Typ geemint, der im Gegesnatz zum netten „Loser“ Diego steht?*

      Sie sind seltener geworden, aber gerade darum bei Frauen um so beliebter.

      Sie sind seltener geworden, weil Jungen, immer häufiger von allein(v)erziehenden Müttern zu Müttersöhnchen konditioniert werden, die Mama um jeden Preis alles Recht machen wollen, von einem femizentrischen Erziehungssystem konditioniert werden, das vom Kindergarten an weibliche Wesen als selbstloser/uneigennütziger vermittelt und Jungen explizit/implizit vermittelt, sie hätten Rücksicht zu nehmen, zurückzustecken, beiseitezutreten gegenüber Mädchen/Frauen, ihnen vermittelt, dass ihre Wünsche/Bedürfnisse minderwertiger sind gegenüber den Bedürfnissen der Mädchen, auf die sie deshalb viel mehr einzugehen hätten als umgekehrt die Mädchen/ErzieherInnen/LehrerInnen auf ihre.

      Hauptziel des femizentischen Erziehungssystems ist die charakterliche Modellierung des feministischen Ansprüchen genügenden, sich Frauen unterordnenden Mannes, der bequem ausbeutbar ist, ohne eigene Ansprüche zu erheben, ohne Gegenleistungen von Frauen einzufordern, bequem ausbeutbar auch vom vor allem für Frauen agierenden femizentrischen Sozialstaat.

      Der selbstlose Diener der selbstbestimmten Selbstverwirklichung der Frau, das ist das neue Männerideal, der Mann, der seine eigene Selbstverwirklichung darin findet, sich von Frauen sagen zu lassen, wie er ihnen gefällig sein kann.

      Diese Produktion „gefälliger“, submissiver Männer ist wichtiger als die gute Ausbildung von Jungen, weshalb die heutige Pädagogik keine Mühe hat, die Bedürfnisse von Jungen zu ignorieren und die der Mädchen zu priorisieren, auch wenn das bedeutet, dass die Jungen sich dieser „Mädchenschule“ in wachsendem Maße verweigern, dadurch die Wissensvermittelung an sie erschwert wird.

      Man könnte fast meinen, dass sei für manche pädagogisch-feministische IdeologIn ein unausgesprochen durchaus erwünschter Nebeneffekt, dient doch das der „Gleichstellung“, der weiteren Privilegierung von Frauen durch Beseitigung lästiger, männlicher Konkurrenz.

      Hat halt nur den Nebeneffekt, dass die Zahl ausbeutungsfähiger Männer rapide sinken wird.

  8. @ Adrian

    netter Mann = ein Mann, der unter allen Umständen einer Frau gegenüber gefällig sein iwill, ihr übermäßig weit entgegenkommt, verbindlich, ein wenig unterwürfig, von ihrer Seite unhöfliches, hochmütiges Verhalten toleriert, ohne mit gleichem Kaliber zurückzuschießen oder sie ganz einfach links liegen zu lassen.

    Ein Macho: sehr selbstbewusst, ein wenig herrisch – hochfahrend, der übergriffiges Verhalten von seiten einer Frau, Respektlosigkeiten, Beleidigungen sofort und klar sanktioniert, nicht bereit ist, sich einseitig nach den Wünschen einer Frau ummodeln zu lassen/zu verbiegen., der klar eigene Interessen formuliert und durchzusetzen bereit ist, der auf einem gerechten Do-ut-des besteht, die gegenleistungslose Ausbeutung durch eine Frau verweigert, die mit seiner Ritterlichkeit/anerzogenen Zuvorkommenheit spielen will, der nicht „nett“ ist in jeder Lage, sondern sehr deutlich macht, dass er weiß, was er will, einen fairen Handel anbietet, aber keine Bevormundung oder Ausnutzung duldet.

    • „der auf einem gerechten Do-ut-des besteht, die gegenleistungslose Ausbeutung durch eine Frau verweigert,“

      Dann wären viele hier und auf ähnlichen Blogs klagenden Männer Machos. Das sind sie aber nicht. Es sind meist ausgesaugte Beta-„Versager“. Nein, Roslin, deine Analyse kann so nicht stimmen. Auch der Macho investiert in seine Prostituierten. Er pflegt seinen sozialen Status u.a. durch Werbung mit seinem Reichtum (Luxusgüter, Luxusaktivitäten) und er bezahlt seinen Harem, sei es durch Übernahme der Kosten von Dates, durch kostenlosen Wohnraum für seine Frauen oder sonstige Zahlungen/„Geschenke“, die die Frauen verlangen, um ihn weiterhin ihre Vagina benutzen zu lassen. Spätestens beim Samenraub wird es dann so richtig teuer für den Macho.

    • Wie so häufig habe ich eine abweichende Meinung. Normale Frauen haben zwei Bedeutungen für nett. Das erste nett ist der kleine Bruder vom Arschloch. Das zweite nett bedeutet höflich. Höfliche Männer, die höflich sind, weil sie gerne höflich sind, kommen bei Frauen unglaublich gut an. Diese höflichen Männer tolerieren allerdings normalerweise kein Fehlverhalten.

      • Ich würde Haselnuss hier zustimmen. In meinem Umfeld wollen die Frauen einen netten Mann und damit ist ein selbstbewusster, höflicher, gebildeter Mann mit Charme und Humor gemeint – ein Gentleman halt. Einen Kriecher will keine und auch niemanden, der einem nur nach dem Mund redet. Aber halt auch keinen, der bei Meinungsverschiedenheiten nur zickig und (verbal) aggressiv wird.

        Die Beobachtung von Haselnuss bezüglich der unterschiedlichen Wahrnehmung von „nett“ und „Macho“ bei Männern und Frauen habe ich übrigens auch schon gemacht und festgestellt, dass Männer Typen für einen blöden „Macho“ halten, die ich als „netten Kerl“ eingestuft hätte.

        Ein Macho ist nicht jemand mit einem leicht freundlich-dominaten Verhalten. Als Macho wird von mir jemand bezeichnet, der ein extrem dominantes Verhalten an den Tag legt meist ohne jeglichen realen Hintergrund für so ein Verhalten, weil er in Wirklichkeit ein totaler Verlierer ist. Da ist in der Regel mehr Schein als Sein.

        Freundlich-dominantes Verhalten gepaart mit Höflichkeit, Humor und Charme dagegen ist „nice guy“. Fast mein ganzer männlicher Freundes- und Bekanntenkreis besteht aus solchen Leuten und die hatten keine bedeutenden Probleme eine passende Partnerin zu finden – und das sind sicher nicht alles Alphas!

      • @Binchen:

        Da hast du imho ganz andere Vorstellungen von Machismo als z.B. die Mehrheit unserer Pädagogikstudentinnen, die dann später unsere Jungs erziehen.

        Die lesen fast alle Connell, und der/die sagt dass die Freundlichkeit bei der Dominanz nur den Machtanspruch verschleiere.

        Ich denke auch, souveränes Nettsein kommt sehr gut an. Ohne geht’s eher nicht. Aber das alleine scheint doch nicht ganz zu genügen. Jedenfalls für aufregende Bettgeschichten offenbar nicht.

        Dann kann man nicht, was du ja auch nicht tust, fordern dass „Dominanzverhalten abgelegt“ wird. Was andere tun, und was unseren Jungen nicht selten eingetrichtert wird.

      • @ Haselnuss und Binchen

        „Das erste nett ist der kleine Bruder vom Arschloch.“

        Hm, ich dachte immer, nett sei der kleine Bruder von scheiße. Als Arschloch würde eine Frau jemanden, der einfach sexuell uninteressant für sie ist, wohl nicht gleich sehen – es sei denn, er würde seine sexuelle Frustration durch exzessiv grobes Verhalten gegenüber Mitmenschen kompensieren.

        „auch schon gemacht und festgestellt, dass Männer Typen für einen blöden „Macho“ halten, die ich als „netten Kerl“ eingestuft hätte.“

        Sind die in den Augen von Frauen charmanten und von vielen Männern gehassten Straßenschlägertypen nicht eher „süß“ als „nett“?

        „Freundlich-dominantes Verhalten gepaart mit Höflichkeit, Humor und Charme dagegen ist „nice guy“….“und das sind sicher nicht alles Alphas!“

        Da du selbst schon „dominant“ als positive Eigenschaft anführst (statt z.B. „selbstbewusst“, wie es andere Frauen vielleicht machen würden), Dominanz heißt = alpha.

      • Ich habe auch nicht selten die Augen gerollt, mit welchen in meinen Augen so offensichtlich widerlichen Kerlen so manche Frau sich einlässt.

        „Neid der Erfolglosen“ ist ein ziemliches Universaltotschlagargument, das die Tendenz hat „Erfolg“ zum Maß aller Dinge zu machen

        D.h. in diesem Fall die Bewertung durch „Frauen“ zur maßgeblichen Selbstbewertung zu machen.

        Manchmal ist die Frau tatsächlich ziemlich dämlich oder gar reichlich gestört. Es gibt tatsächlich ziemlich aufgeblasene „Machos“ (ich würde dieses Wort dafür nicht verwenden) die bei recht vielen Frauen ankommen. Narzisstisch gestörte können eben saugut manipulieren.

        Man muss halt überlegen, was einem wichtiger ist. Ich möchte nicht in der Haut eines Narzisstisch gestörten stecken.

      • Sind die in den Augen von Frauen charmanten und von vielen Männern gehassten Straßenschlägertypen nicht eher „süß“ als „nett“?

        Ziemlich merkwürdig: Fast jede Schlägerei, in die ich in meinem nachadoloszenten Leben verwickelt war, egal ob „verloren“, „gewonnen“ oder „abgewendet“, ist auf nicht mehr so ganz nachvollziehbare Weise in einem Bett gelandet. Nicht alleine.

        Abgefüllt bis zum Abwinken mal außen vor.

    • Roslin, ich würde den Macho nicht so positiv sehen wie du. Ich bin mit einer Südamerikanerin verheiratet, und meine Frau hat mit erzählt, dass schon in der Schule sie und ihre Freundinnen davon träumten, später einen Gringo zu heiraten, weil die eben nicht solche Machos sind. Das bezieht sich auf die gebildete Mittelschicht, in der Unterschicht bekommen die Mädchen Kinder wie die Kaninchen und die Männer verpissen sich und kümmern sich nicht darum. Häufig äußern die Frauen die Überzeugung, den mann durch ein Kind an sich binden zu können, obwohl es in ihrer Umgebung zahllose ledige Mütter gibt, die sie egentlich eines besseren belehren müssten. Mal abgesehen von ihrer Doofheit habe ich für diese alleinerziehenden Mütter, die teilweise mehrere Kinder durchbringen ohne Unterstützung durch einen Mann (und im wesentlichen auch ohne den Staat), hohen Respekt.

      Machismo impliziert immer die Vorstellung, dass ein Mann viele Kinder haben muss, je mehr desto besser; Verantwortung für sie übernehmen muss er allerdings nicht. Für mich keine akzeptable Vorstellung.

      • @ E. Mocho

        *Machismo impliziert immer die Vorstellung, dass ein Mann viele Kinder haben muss, je mehr desto besser; Verantwortung für sie übernehmen muss er allerdings nicht. Für mich keine akzeptable Vorstellung.*

        Diese Art Machismo ist für mich auch nicht akzeptabel.

        Aber feministische Kritik bezeichnet ja solche Männer, die sich verhalten wie ich es Männern nahe lege, die auf einem Do-ut-des beharren, die auf einer eigenen, männlichen Selbstverwirklichung beharren, die sich nicht in frauendefinerter Frauendienlicheit erschöpft, bereits als Machos, natürlich anspielend auf den Machismo lateinamerikanischer Provenienz (vielleicht generell ein südländisch-lateinamemrikanischer Provenienz), gebrauchen den Begriff äquivok, kleben das negativve Etikett auf ein legitimes, Gleichberechtigung einforderndes, männliches Verhalten, das sich nicht fügsam weiblichen Anfordeerungen/Ansprüchen unterordnet.

      • PS:

        Der von Dir geschilderte lateinamerikanische Machismo kann nur blühen in einer Gesellschaft, in der der „Vermehrungsegoismus“ der Männer kein adäquates Gegengewicht findet, dort sind demnach Frauen nicht gleichberechtigt, Mäner privilegiert.

        Bei uns im „nordeuropäischen“ Westen ist es umgekehrt.

      • Ja allerdings, ich bin auch immer ganz perples ob dieser undifferenzierten Verdammung weißer, heterosexueller (und am besten noch europäischer) Männer durch Feministinnen. Dahinter verbirgt sich meines Erachtens mangelnde Kenntnis der Realität.

        Wenn Nadine Lantzsch nicht so borniert wäre und z.B. diesen Film mal zur Kenntnis nehmen würde:

        http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/329478_weltspiegel/8617638_uganda-der-siebenmilliardste-mensch

        müsste sie ihr Gerede von den weißen Männern eigentlich mal überdenken.

      • El Macho

         „Wenn Nadine Lantzsch nicht so borniert wäre und z.B. diesen Film mal zur Kenntnis nehmen würde: „

        Aus dem Film: „Die Überschüsse werden auf dem Markt verkauft….“

      • Starosczyk, warst du mal in Südamerika oder Afrika? Ich finde es entsetzlich, wie die Männer dort die Frauen behandeln, ich schäme mich als Mann dafür!

        Und da will man und weiß machen, wir Hetencis-Männer seien das Problem, lachhaft!

      • El Macho

         „Starosczyk, warst du mal in Südamerika oder Afrika? Ich finde es entsetzlich, wie die Männer dort die Frauen behandeln, ich schäme mich als Mann dafür!
        Und da will man und weiß machen, wir Hetencis-Männer seien das Problem, lachhaft!“

        Ich war nicht in Südamerika oder Afrika. Hetencis-Männer kenne ich auch nicht.

  9. Ich hoffe ja, dass Frauen noch die Kurve kriegen, damit ich endlich mal wieder ein normales Verhältnis zum anderen Geschlecht aufbauen kann. Diese durch hoch wissenschaftliche Methoden gewonnenen Erkenntnisse hatte ich bereits mit 16 Jahren….

  10. Ich würde nicht immer in den Kategorien „Softie – Macho (Dominanter Typ)“ denken. Es gibt viele Überlappungen und Unterkategorien. Wie auch bei den Frauen.
    Die Treue ist im übrigen – bei beiden Geschlechtern – mehr verbreitet, als es irgendwelche Studien nahelegen.

    Im übrigen ein Zitat von Papst Pius XII zum leidigen Thema „sexuelle Lust“ (in der Ehe): Derselbe Schöpfer, der in seiner Güte und Weisheit für die Erhaltung und Fortpflanzung des Menschengeschlechtes sich des Wirkens von Mann und Frau bedienen wollte, weshalb er sie in der Ehe vereinte, hat auch angeordnet, daß die Gatten in jener Betätigung Freude und Glück an Leib und Seele empfinden. Wenn deshalb die Gatten diese Freude suchen und kosten, tun sie nichts Böses. Sie nehmen entgegen, was der Schöpfer ihnen bestimmt

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