Idealer Partner und realer Partner

Über eine interessante Studie berichtet Science Daily

The study also found that most men would rather have female partners much slimmer than they really have. Most women are not satisfied, either, but contrary to men, while some would like slimmer mates, others prefer bigger ones.

Human mating preferences are increasingly being studied to understand what shapes our complex reproductive behaviour. Whilst previous studies have separately investigated ideal mate choice and actual pairing, this new research was specifically conducted to compare them. The researchers gathered data from one hundred heterosexual couples living in Montpellier, south of France. To measure preferences for body morphology, they used software which allowed the participant to easily modify the body shape of their ideal silhouette on a computer screen. The researchers then compared ideal silhouettes obtained with the actual characteristics of the partners.

For the three morphological traits studied — height, weight and body mass — men’s mating preferences were less different from their actual partner’s characteristics than females‘ ones. As the authors remark, the lower dissatisfaction observed for men in this study may be restricted to some physical traits, and results could be different for other traits such as personality, political opinion or sense of humor that are also important in partner choice.

Oder noch mal in den Worten des Abstracts der Studie:

The way individuals pair to produce reproductive units is a major factor determining evolution. This process is complex because it is determined not only by individual mating preferences, but also by numerous other factors such as competition between mates. Consequently, preferred and actual characteristics of mates obtained should differ, but this has rarely been addressed. We simultaneously measured mating preferences for stature, body mass, and body mass index, and recorded corresponding actual partner’s characteristics for 116 human couples from France. Results show that preferred and actual partner’s characteristics differ for male judges, but not for females. In addition, while the correlation between all preferred and actual partner’s characteristics appeared to be weak for female judges, it was strong for males: while men prefer women slimmer than their actual partner, those who prefer the slimmest women also have partners who are slimmer than average. This study therefore suggests that the influences of preferences on pair formation can be sex-specific. It also illustrates that this process can lead to unexpected results on the real influences of mating preferences: traits considered as highly influencing attractiveness do not necessarily have a strong influence on the actual pairing, the reverse being also possible.

Man bekommt also nicht immer, was man will. Hier wurde allerdings nur auf den Körper abgestellt. Gerade bei den Kriterien von Frauen wäre allerdings Status und Dominanz etc sehr interessant.

18 Gedanken zu “Idealer Partner und realer Partner

  1. Bevor hier wieder erkenntnistheoretische Differenzen ausgetragen werden, zur Eröffnung mal etwas Anschauungsmaterial zum BMI.
    Zudem ein Gute-Laune-Bild gerade für Fall-ibilisten.

    Kann es überzeugendere Argumente für Fallibilismus geben?

  2. „Kann es überzeugendere Argumente für Fallibilismus geben?“

    Auf keinen Fall. Also ich bin jetzt vom Fallibilismus überzeugt (na ja, um ehrlich zu sein, vorher schon.)

  3. @Christian:

    The researchers gathered data from one hundred heterosexual couples living in Montpellier, south of France.

    Ganze 100 heterosexuelle Paare ergeben ein Resultat, das dann auf alle übertragen wird. Wow, ein wirklich fundiertes hochwissenschaftlich abgesichertes Verfahren für eine Studie, die ob ihrer Aussagekraft auf Angaben über die Befragten zu Recht verzichten konnte, weil sie nicht das Geld wert ist, auf das sie gedruckt wurde. So forschen möchte gern Wissenschaftler, wie du einer bist, die ob ihrer Unkenntnis nichts weiter als populistischen Quark abliefern.

    Aber d’accord, es muss ja auch zu deinem hochwissenschaftlichen Evolutions-Blog passen. 😉

      • Naja, was kann frau schon was anderes von einem möchte gern Wissenschaftler erwarten, als so eine innhaltlose Antwort?

        Montpellier hat ca. 253.000 Einwohner. Nicht mal für die sind 100 Aussagen repräsentativ.

        Und was das mit ’ner Studie über Feminismus zu tun hat, wissen wohl nur deine Hirnzellen.

        (ediert: Kommentare sollen im Ton sachlich sein und keine Beleidigungen enthalten, bitte halte dich daran)

        • @Lucia

          Ich erkläre es dir noch mal

          100 Paare können durchaus interessante Ergebnisse liefern. Natürlich wäre eine größere Stichprobe schöner, aber das Leben ist eben nicht perfekt.

          Allerdings ist es etwas merkwürdig, wenn du mir vorwirfst Studien mit zu geringer Teilnehmerzahl zu posten, wenn alle deine Ansichten noch nicht einmal durch Studien mit so geringer Teilnehmerzahl abgesichert sind. Sie stehen damit auf noch wesentlich wackligeren Beinen. Deine Kritik ist in soweit heuchlerisch.

      • @ Lucia

        *Wenn dir nichts Besseres einfällt, dann halte doch einfach deine Klappe.*

        Wir könnten uns, statt Studien auszutauschen, auch frauen-/männfeindliche Witze erzählen.

        Ich fang‘ mal an:

        „Warum haben Frauen (im Schnitt natürlich) 2 Gehirnzellen mehr als Hühner?“

        „Damit sie nicht in den Hof schei*en.“

        Manche tun’s natürlich trotzdem.

        Jetzt Du.

      • @ Lucia

        Du schreibst:
        „Montpellier hat ca. 253.000 Einwohner. Nicht mal für die sind 100 Aussagen repräsentativ. “

        Diese Einlassung zeigt, dass du keine Ahnung hast, wovon du redest. (Das aber dann mit Verve … interessantes Muster.)

        1. Das Konzept der Repräsentativität hat mit der Fallzahl gar nichts zu tun. Sondern nur mit der Stichprobenziehung. Eine Studie mit einer Fallzahl von 100 kann durchaus repräsentativ sein.
        (Hint: Fallzahl betrifft das Vertrauensintervall, also die Genauigkeit, mit der man aus einer Stichprobe die Parameter der Grundgesamtheit schätzen kann. )

        2. Noch grundsätzlicher: „Repräsentativität“ an sich gibt es nicht. Da fehlt der Referenzindex. Es gibt nur „repräsentativ bezüglich x und im Hinblick auf y“. (x steht für die angezielte Grundgesamtheit. y für das angezielte Merkmalsspektrum).

        3. Studien können auch ohne Repräsentativität zu validen Aussagen und Schlussfolgerungen kommen.

        Aber das sind alles Sachverhalte, die man normalerweise in einem sozialwissenschaftlichen Studium in den ersten zwei Semestern lernt. Kann man aber offensichtlich bei dir als Grundwissen nicht voraussetzen.

        Generell ist es in Diskussionen natürlich immer wünschenswert, wenn die Diskutanten beim um-sich-Werfen mit Begriffen sich ein wenig mit der Bedeutung der Begrifflichkeiten gedanklich beschäftigt hätten. Aber auch das wäre wohl in deinem Fall zu viel erwartet …

      • @virtual-cd: Also das ist alles total unwissenschaftlich und kann nur von einem Maskulisten kommen! Wie kannst du Lucia nur vorwerfen, keine Ahnung von Statistik zu haben. Das ist:

        1. Gemein

        2. Maskulistengewäsch

        3. Unsachlich

        4. Keiner versteht mich

        So ich geh jetzt und tu mir das nicht mehr an. Hab ja was Besseres zu tun *hmpf* (P.s.: I bin die Erste die jeden Blogeintrag kommentiert)

  4. Der Einwand, die empirische Basis sei zu dünn, wirkt schon etwas erstaunlich wenn er von Leuten kommt, die bei ihren eigenen Theorien auf Empirie keinerlei Wert legen.

    • @terminatus30

      Ach Gottchen … das Ganze Umerziehen macht doch für die Umerziehenden einfach keinen Spaß mehr, wenn man die Umzuerziehenden vorher fragen müsste, ob sie umerzogen werden wollen.

      Nee, nee – das lassen wir lieber.

      Die gesamte Menschheitsgeschichter der Umerziehungsversuche sagt uns eins: NIE war die umerziehende Partei so blöde, vorher höflich anfragen zu wollen, ob es denn erwünscht sei. Was soll den dabei herauskommen? So viel hat auch der dümmste Umerzieher immer gewusst: Es gilt hier das Motto „bist du nicht willig, so brauche ich Gewalt.“

  5. Ich habe den Eindruck, ihr widersprecht nur, weil es von Lucia kommt. Hätte einer von euch widersprochen, hättet ihr es eher willkommen geheißen, da gehe ich jede Wette ein.

    100 Leute sind nicht repräsentativ, schon gar nicht, wenn sie aus einem einzigen Land kommen. Obwohl es sich halbwegs plausibel anhört, und man eigentlich keine Studie gebraucht hätte, um das zu wissen.

    Dass Frauen mit der Figur ihres Partners glücklich sind, liegt, glaube ich allerdings eher daran, dass sie es sich einreden, als daran, dass sie es wirklich sind. Welche Frau ist schon wirklich, und ich meine wirklich mit einem Mann mit Bierbauch zufrieden und hätte nicht lieber einen schlanken (bzw. würde sich wünschen, dass ihr Mann abnimmt)? Statistisch gesehen leiden mehr Männer unter Übergewicht, als Frauen. Und ihr glaubt im Ernst dieser Studie, sonst würdet ihr widersprechen (weil es euch in den Kram passt, weil ihr dann die Bestätigung bekommt, dass ihr euch nicht verändern müsst, wenn ihr zu dick werdet/seid), dass Frauen mit ihren übergewichtigen Männern zufrieden sind? Das ist eine Illusion. Lest mal die Liebesromane, die Frauen mit übergewichtigen Männern konsumieren. Kein einziger der Männer, die darin vorkommen, hat einen Bierbauch. Aber dieses Liebesromanzen-Argument zieht offenbar nur, wenn zu beweisen ist, dass die Frauen auf dominante Versorger stehen 😉

  6. Edit:

    Ah, anscheinend sind Frauen laut Studie doch mit dem Gewicht ihrer Männer unzufrieden. Aber: „Results show that preferred and actual partner’s characteristics differ for male judges, but not for females.“
    Das ist trotzdem Unsinn. Frauen sind nur nicht so ehrlich mit sich selbst, wie Männer.

  7. Pingback: Übersicht: Evolution, Evolutionäre Psychologie und Partnerwahl | Alles Evolution

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