Vater sein und Beruf

Ein Artikel in der Zeit behandelt die Frage, inwiefern sich Väter die Zeit zum Vater sein nehmen:

Zu den Anforderungen der Vaterrolle:

Vater sein will, bevor das Kind auf der Welt ist. »Die meisten schaffen die äußeren Bedingungen für ein Kind – übersehen aber oft die inneren Voraussetzungen.« Und sie sollten diese Frage nicht nur mit sich selbst klären, sondern mit der Partnerin, mit Freunden, mit Männern, die bereits Väter sind. Deshalb nennt Walter als Kernkompetenz des modernen Vaters die Kommunikationsfähigkeit. »Und dann muss er bereit sein, für sein Kind da zu sein – nicht nur als Ernährer, sondern als präsente Person.« Walter weiß aber auch: Die modernen Väter »müssten schon Supermänner sein, um all die Forderungen zu erfüllen, die an sie gestellt werden. Ein großes Problem liegt darin, das die Phase der Familiengründung und des beruflichen Fußfassens in das gleiche Altersspektrum fallen.«

Und zu den Plänen und der tatsächlichen Umsetzung:

In der großen Väterstudie des Deutschen Jugendinstituts aus dem Jahr 2008 sagen 94,9 Prozent der befragten Männer, sie wollten sich »Zeit nehmen für das Kind«; die Studie »männer leben« der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung aus dem Jahr 2004 zeigt, dass 44 Prozent der Väter nach der Geburt ihres ersten Kindes länger arbeiten als vor der Geburt. Das mag daran liegen, dass sie den Schwierigkeiten zu Hause aus dem Weg gehen wollen. Das liegt aber auch daran, dass sich Väter der Rolle des verantwortlichen Ernährers bewusst sind: Ich habe eine Familie, ihr soll es an nichts mangeln, deshalb muss ich arbeiten. Und dann mangelt es eben doch, und zwar an der Anwesenheit des Vaters.

Und zu der Betreuung am Wochenende und dem anderen Spielverhalten der Väter:

Sogar am Wochenende liegt der Betreuungsanteil der Mütter höher als der der Väter. Mütter sollten dann Vater und Kind auch ruhig mal allein und den Vater machen lassen. Das Kind brauche nicht zu allen Zeiten beide Elternteile, um sich zu vergewissern, dass beide da sind, sagt Ahnert. Der Vater müsse sich allerdings im Umgang mit dem Kind aktiv einbringen, mit ihm spielen und toben. Anders, riskanter, gefährlicher als die Mutter – eine wichtige Erfahrung für das Kind. Väter sind die »Impulsgeber«, sie fordern das Kind körperlich heraus, während Mütter ihm Sicherheit geben. Mütter regulieren die Gefühlswelt der Kinder, Väter ermutigen. Und sie muten dem Kind mehr zu. Fällt es hin, sagen sie: Steh auf. Sie trauen sich, ein Baby hochzuwerfen

43 Gedanken zu “Vater sein und Beruf

  1. @Christian:

    Dein Motto ist, „ich blogge nur das, was mir in den Kram passt. Markiere die Zeilen, die mir wichtig sind, um beweisen zu können, dass Väter die angeblich nicht zu ersetzenden Impulsgeber sind, und vergesse den Rest, der genau das wieder relativiert.“ Ein Schelm, der dabei an Manipulation im Sinne der eigenen Weltanschauung denkt.

    Der Rest des Zeit-Online Artikels:

    Die Vater-Kind-Bindung wird aber nicht nur durch wildes Spielen, sondern auch durch einfaches Kümmern gestärkt. Ahnert nennt das die Funktion der Nachtschwester: »Unsere Forschungen haben gezeigt, dass es sehr nachhaltig sein kann, wenn der Vater in der Nacht aufsteht und sich um das Kind kümmert, wenn es weint oder nicht schlafen kann.« Mit der Nachtschwesterrolle ist es allerdings nicht vorbei; wenn das Kind durchschläft, wird der Vater eigentlich noch mehr gefordert. Lieselotte Ahnert verlangt von ihm nichts Geringeres als Verfügbarkeit: Das Kind soll wissen, dass es den Vater jederzeit fragen und bitten kann.

    Und was muss ein guter Vater heute können, wenn man Ahnert folgt? Im Prinzip das Gleiche wie eine gute Mutter, sagt sie. »Die Sensitivität ist das Wichtigste für den Aufbau einer Bindung. Der Vater muss genau wie die Mutter in der Lage sein, sich in das Kind hineinzuversetzen.« Und das ist dann vielleicht tatsächlich etwas Neues, etwas, das von Vätern früher nicht verlangt wurde – es ist auch das Schwierigste. Ahnert sagt: »Es fällt Erwachsenen grundsätzlich nicht leicht: sich so weit hinunterzubeugen, dass man ein Kind versteht.«

    Hinunterbeugen. Das bedeutet nichts anderes als: sich auf sein Kind einlassen. Das kostet Zeit, mehr nicht.

  2. Na ja, mit dem Hochwerfen des Babys ist es so eine Sache. Aber lassen wir den Ärger-Impuls momentan aus dem Spiel. Auch will ich nicht, den Vätern Vorwürfe machen, dass sie der emotionalen Entwicklung aus dem Weg gehen wollen. Eine saubere Mann-Frau-Trennung in dieser Hinsicht – wie schon hier bemerkt – gibt es nicht.

    Die in matriarchal organisierten Gruppen lebende Kinder – habe ich mal gelesen – dürfen sich den sozialen Vater unter der Verwandten (Verwandtschaft verläuft über die weibliche Linie) aussuchen. Es gibt auch Ethnien, wo die biologische Verwandtschaft der Kinder bekannt und nicht gehindert ist. Was soll das wieder zum Thema sagen?

    Zwang zu der Rolle des Vaters – wie im Patriarchat grundlegend – kann in der Tat, wie die Studie zeigt zu großen Schäden auf allen Seiten führen. „Die modernen Väter »müssten schon Supermänner sein, um all die Forderungen zu erfüllen, die an sie gestellt werden. Ein großes Problem liegt darin, das die Phase der Familiengründung und des beruflichen Fußfassens in das gleiche Altersspektrum fallen.«“

    Das weibliche Geschlecht im Auge habend, will ich sagen: Frauen sind immer noch herausgefordert ihren biologischen Körper der Entwicklung des Kindes für eine gewisse Zeit zu schenken. Sie sollen die emotionalen Herausforderungen des Lebens meistern – nicht nur für Kind, sondern für Kind, sich selbst, Mann, Familie und Gesellschaft. Wie denn?

    Auch Frauen werden heute berufstätig und leben im Spagat zwischen der beruflichen und familiären Herausforderung. Irgendwie würde ich die soziologischen Meister fragen: Was ist denn alles bei den familiären Konstruktionen schief gelaufen?

    • Auch Frauen werden heute berufstätig und leben im Spagat zwischen der beruflichen und familiären Herausforderung. Irgendwie würde ich die soziologischen Meister fragen: Was ist denn alles bei den familiären Konstruktionen schief gelaufen?

      Seit wann ist die Familie den ein Konstrukt irgendwelcher soziologischer Meister?

      Und warum regst du dich darüber auf, dass Frauen berufstätig sind? Das ist doch genau das, was ihr Feministinnen immer wolltet, und wenn ihr es denn habt, dann ist das auch wieder nicht gut.

      • @ Prometheus
        Mir ist sowieso schleierhaft, wie etwas, was als Diskriminierung der Frau angesehen wird – Frauen in klassischen Rollenbildern -, für Männer keine Diskriminierung darstellen sollte.

        Wenn es diskriminierend ist, Frau als Hausfrau um für die Kinder da zu sein, zu sein, warum ist es dann nicht diskriminierend, Mann als Hausmann um für die Kinder da zu sein, zu sein?

        Verstehe ich nicht ganz. Derselbe Mist unter umgekehrten Vorzeichen. Der einzige Ausweg, der Staat übernimmt die Erziehung – aber das hatten wir doch schon einmal in der DDR. Die Frage ist, ob wir das noch einmal wollen.

        Stichwort: Frühindoktrinierung der Kinder.

      • @terminatus30:

        für Männer keine Diskriminierung darstellen sollte.

        Es ist keine Diskriminierung des Mannes, weil sein klassisches Rollenbild, das des Ernährers war und deswegen ist es für den Mann eine Emanzipierung, kapiert?

        Genauso leicht ist der Sinn der Studie zu verstehn. Damit wird nur versucht den Status quo der tradierten Familienstruktur zur Aufrecherhaltung des bestehenden Systems mit der Wichtigkeit des Vaters wieder festzunageln, weil die tradierte Ehe nicht mehr funktioniert.

        Dieselben Tricks haben auch die Nazis benutzt, um ihr System zu stabilisieren. Demzufolge sind solche Studien immer System konform.
        Ergo; tradierter Schrott.

      • Prometeusz

        „Seit wann ist die Familie den ein Konstrukt irgendwelcher soziologischer Meister?“

        Seit die Bibel als göttliche Legitimationsquelle aufgetreten ist?

        Seit Th. Hobbes zum Beispiel: http://de.wikipedia.org/wiki/Leviathan_(Thomas_Hobbes)

        Seit J. J. Rousseau zum Beispiel: http://books.google.de/books?id=RcL232JiekwC&pg=PA10&lpg=PA10&dq=rousseau+mutterrolle&source=bl&ots=b7CojfRHPq&sig=N-hIt34HZSZMRbepA7RhQbKpD80&hl=de&ei=taaJTqGAFMW2hAfH8YzhDA&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=2&sqi=2&ved=0CCEQ6AEwAQ#v=onepage&q=rousseau%20mutterrolle&f=false

        Seit T. Parsons Auffassung, Frau als Mutter ist das Emotionale in der Familie während Mann als Vater das Rationale?

        Meinetwegen sollen Frauen Mütter werden oder „arbeiten“ gehen. Wer will für sie entscheiden, was sie tun sollen?

      • Genauso leicht ist der Sinn der Studie zu verstehn. Damit wird nur versucht den Status quo der tradierten Familienstruktur zur Aufrecherhaltung des bestehenden Systems mit der Wichtigkeit des Vaters wieder festzunageln, weil die tradierte Ehe nicht mehr funktioniert.

        Dieselben Tricks haben auch die Nazis benutzt, um ihr System zu stabilisieren. Demzufolge sind solche Studien immer System konform.
        Ergo; tradierter Schrott.

        Es ist wohl hoffnungslos, einer kulturellen Feministin mitzuteilen dass sie nichts anderes tradiert als den ewiggleichen kitschigen Weiblichkeitstrash der Gouvernantenvereine von anno 1900.

        Nur weil dieser Trash anno dazumal auch dem Herrn Engels den Verstand mächtig eingetrübt hat ist das keineswegs „revolutionär“

      • @Lucia

        „Es ist keine Diskriminierung des Mannes, weil sein klassisches Rollenbild, das des Ernährers war und deswegen ist es für den Mann eine Emanzipierung, kapiert? “

        Jetzt bleibt nur noch die Frage ob es für Frauen eine Emanzipierung, Diskriminierung oder Benachteiligung ist, wenn sie im Gegenzug ihren Beitrag zur Ernährung der Familie leisten müssen?

      • Goofos:

        Jetzt bleibt nur noch die Frage ob es für Frauen eine Emanzipierung, Diskriminierung oder Benachteiligung ist, wenn sie im Gegenzug ihren Beitrag zur Ernährung der Familie leisten müssen?
        Die heutige Kleinfamilie ist für beide eine Benachteiligung und gehört ganz abgeschafft.

        Bei uns in Frankreich sieht es damit ganz anders aus. Der Trend zur Lebensgemeinschaft „Pacte civil de Solidarité“ kurz PACS genannt, betrug bei Heteros schon 2008 fast 94%. Er ist aber nicht abhänging von der sexuellen Orientierung.
        Das Image von sozialer Unabhängigkeit für die PartnerInnen, verknüpft mit finanziellen Vorteilen und einer schnelleren Aufhebungs-Option im Vergleich zur Ehe hat den PACS mittlerweile zur bevorzugten Partnerschaftsform unter Französinnen gemacht.

        http://en.wikipedia.org/wiki/Pacte_civil_de_solidarit%C3%A9

        Anscheinend liegt Frankreich für Deutsche auf einem anderen Planeten. 🙂

      • „Anscheinend liegt Frankreich für Deutsche auf einem anderen Planeten. :)“

        Na weiß nicht. Ich gehe mal davon aus, dass auch in Frankreich sich die Kinder nichts selbst ernähren. Bleibt also weiterhin die Frage ob Mutti im Gegenzug ihren Beitrag leisten muss die Familie zu ernähren wenn Papi sich emanzipiert und mehr Zeit investiert um sich um die Kinder zu kümmern. Was natürlich auch dazu führt, dass Papi weniger Zeit hat den Ernährertätigkeiten nach zu kommen, welche dann von Mutti übernommen werden müssen. Spricht man dabei dann von einer Emanzipierung der Frau oder von einer Benachteiligung der Frau wenn Papi die Ernährertätigkeit reduziert, welche dann von Mutti übernommen werden muss?

      • „Jetzt bleibt nur noch die Frage ob es für Frauen eine Emanzipierung, Diskriminierung oder Benachteiligung ist, wenn sie im Gegenzug ihren Beitrag zur Ernährung der Familie leisten müssen?“

        Eine „Emanzipierung“ natürlich. Was sonst? Alleine schon deswegen, weil die Frau bei Trennung nicht mehr auf Almosen des Mannes angewiesen ist, aber auch deswegen, weil es auch Frauen stolz macht, ihrer Familie etwas bieten zu können.
        Und bevor mit dem Argument gekommen wird, dass die Männer immer noch Alimente zahlen: die sind für die KINDER, zu denen sie einen ebenso großen Beitrag geleistet haben, wie die Frauen.
        Apropos „Beitrag leisten“ … wie viele Frauen kennst du denn, die überhaupt nicht arbeiten gehen, wenn sie Kinder haben, nach der Karenz? Du klingst, als wären die weitaus meisten (wenn nicht alle) Mütter Hausfrauen. Dass das nicht mehr aktuell ist, müsstest du eigentlich wissen.

      • Bei uns in Frankreich

        *rofl*

        unser Bachofen / Engels / Reich, unsere Abendroth.

        Da würde ich mich auch nicht auf Pariser Straßen trauen, und könnte vor langeweile von „Maskulistenkacke“-Blogs auch partout nicht lassen..

        Interessant, die Französinnen verabscheuen also die Kleinfamilie und leben alle in der Pariser Kommune 😉

      • @Syzygy

        „Eine „Emanzipierung“ natürlich. Was sonst? Alleine schon deswegen, weil die Frau bei Trennung nicht mehr auf Almosen des Mannes angewiesen ist, aber auch deswegen, weil es auch Frauen stolz macht, ihrer Familie etwas bieten zu können.“

        Und wenn es Frauen nicht stolz macht, dann ist es eine Benachteiligung von Frauen?

        Die Frage hatte sich aber sowieso auf das „müssen“ bezogen. Was wenn Frauen nicht die Wahl haben, sondern von ihnen verlangt wird diesen Beitrag dann leisten zu _müssen_?
        Sonst spricht man auch immer von einer Benachteiligung der Frau wenn sie in ihrer Selbstbestimmtheit keine Wahl hat und es eine Pflicht ist.

        „Und bevor mit dem Argument gekommen wird, dass die Männer immer noch Alimente zahlen: die sind für die KINDER, zu denen sie einen ebenso großen Beitrag geleistet haben, wie die Frauen.“

        Das ist nicht richtig. Unterhalt für die Frau blecht Mann nach wie vor. Informier dich lieber mal.

        „… wie viele Frauen kennst du denn, die überhaupt nicht arbeiten gehen, wenn sie Kinder haben, nach der Karenz? Du klingst, als wären die weitaus meisten (wenn nicht alle) Mütter Hausfrauen. Dass das nicht mehr aktuell ist, müsstest du eigentlich wissen.“

        Wenn ich nur mal hier in der näheren Umgebung hoch rechne wie viele Mütter arbeiten gehen komme ich nicht unbedingt auf ein gutes Ergebnis.

      • @ Lucia

        Wie sind eigentlich bei einem solchen Pacte civil Sorgerecht und Unterhaltszahlungen geregelt im Falle einer Trennung mit Kindern?

        Ich konnte darüber im Wikipediaartikel nichts finden.

      • @Roslin:

        Es gibt keine gesetzliche Regelung zum Unterhalt, er wird bei Uneinigkeit gerichtlich festgesetzt, und orientiert sich ausschließlich an der Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen. Das wird aber nur bei Scheidungen so gehandhabt.

        Unverheiratete Frauen machen das in der Regel nicht, weil 1. der Staat von sich aus zahlt, da Kinder für seine Existenz schließlich auch wichtig sind und 2. weil die meisten Frauen nicht vom Erzeuger anhängig sein wollen.

        Und das gilt natürlich auch für pacte civil de solidarité.

      • Nick

        „Da verwechselst du wieder Frankreich mit Engels´ Muttikitschland.“

        Meine Hass-Anteile stelle ich momentan an die Seite, damit ich diesen Blog hier nicht beschmutze. Allerdings im Vatikitschland wirst du mit Geld besudelt.

      • Ich habe nicht geschrieben, dass es so ist, sondern, dass ich es nicht weiß.

        Du hast geschrieben: „Soweit ich weiß“

        Ich habe nicht behauptet dass du etwas anderes geschrieben hast, sondern dass du die Rechtslage (offenbar) mit der in Deutschland verwechselst.

        Du schreibst echt NUR Schrott.

        Jaja..

  3. Wieder mal der Ruf nach „neuen Vätern“. Nach dem „neuen Mann“. Nach der „neuen Männlichkeit“. Und den neuen Staubsauger nicht vergessen, die neue Geschirrspülmaschine, das neue Häuschen. Neu ist gut, alt ist gaaaanz schlecht. Warum? Ahm, ist halt so mit den Gebrauchsartikeln, die nutzen sich mit der Zeit ab.

    Was ist mit den alten Müttern, die immer noch versorgt werden wollen und gewisse Probleme mit der Vorstellung bekunden, sich auch emotional vom Kind abzunabeln? Sich vom Versorgunganspruch zu lösen? Loszulassen, um die persönlichkeitsbeschränkende Rundumbemutterung des Kindes aufzugeben? Neue Männer und alte Mütter passen nicht zusammen. Geht gar nicht. Zuerst muss Muddi mal dazulernen und ihre eigenen Defizite beackern, als den „neuen Vater“ einzufordern, der im Grunde doch ganz der alte ist und im Wesentlichen nur zum Wohl der Muddi funktionieren soll.

    Ansprüche an Männer zu stellen, in diesem Fall an die Väter, nu macht mal Männers, oh Mann, das ist sowas von progressiv, so neu, neu, neu!

    Solange Muddi nicht dazulernt wird das nix.

  4. @ Christian

    Aus der Männerstudie des Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung:

    *die Studie »männer leben« der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung aus dem Jahr 2004 zeigt, dass 44 Prozent der Väter nach der Geburt ihres ersten Kindes länger arbeiten als vor der Geburt. Das mag daran liegen, dass sie den Schwierigkeiten zu Hause aus dem Weg gehen wollen. Das liegt aber auch daran, dass sich Väter der Rolle des verantwortlichen Ernährers bewusst sind:*

    Da ist sie wieder, die Frau als passives Opfer männlichker Entscheidungen.

    Männer arbeiten also länger als vor der Geburt.

    Weil sie sich bewusst sind, weil sie fliehen wollen.

    Und die Frauen?

    Wollen die gar nichts?

    Könnte es sein, das gar nicht so wenige IHREN Männern mitteilen: “ Männe, jetzt ist ein Kind da, ein Maul mehr zu stopfen. Ich kümmere mich um das Kind, sieh zu, dass Du das Geld ran schaffst!“

    Könnte das sein?

    Im einen oder anderen Fall?

    Oder gefährdete diese Annahme den Opferstatus der Frau, das Mantra „Frauen haben sich geändert, bloß die Männer nicht“?

    Ist das überhaupt denkmöglich für femizentrisch-feministische ForscherInnen/JournalistInnen, die Vorstellung, dass Frauen eigene Ansprüche an Männer äußern und Männer darauf regieren, denen zu genügen versuchen?

    Offensichtlich nicht.

    Landauf, landab feiern die JournalistInnen die neuen, modernen Alphamädchen, die viele JournalistInnen offenbar selbst gerne wären, Alphamädchen, die so ganz anders sind als ihe thumben VorfahrInnen, die sich von Männern unterdrücken ließen.

    Und landauf, landab begegnen Männer in der Regel doch nur Frauen, die auf ihren alten Privilegien beharren, in Männern die Versorger und Beschützer sehen, jene aussortieren, die der Rolle offensichtlich nicht genügen können/wollen.

    Die aber selbstverständlich der Meinng sind, Männer hätten keinerlei Ansprüche an sie zu richten, die freien Alphamädchen, befreit von jeder Pflicht, ganz anheimgegeben IHRER SELBSTverwirklichung.

    Solange Kinder von jeder dysfuntkionalen Frau, die de facto Kinderbesitzerin ist – was die Muttikultianhängerinnen hier im Forum ja in wünschenswerter Deutlichkeit als erwünschten „Idealzustand“ beschreiben, sie sind da wenigstens ehrlich – in einem femizentrischen System zum Erpressungsmittel gemacht werden können, um die Väter gefügig zu machen (weil Mütter de facto straflos Vätern die Kinder entziehen können) kann ich jedem Mann nur empfehlen, besser nicht Vater zu werden, wenn er sich nicht 200 %, 300 % sicher ist, der Frau, mit der er das vorhat, wirklich trauen zu können.

    Denn sind die Kinder erst gezeugt, sitzt er in der Falle.
    Der Staat wird sich mit der Frau verbünden und ihn in jede Rolle zwingen, die sie ihm zuweisen will.

    Deshalb lieber keine Kinder unter diesen Bedingungen, schon gar nicht mir Feministinnen oder Partygirls, die bis zum Überdruss bewiesen haben, dass sie das Hypergamiekarussell zu reiten gedenken.

    Wer’s trotzdem tut, soll’s tun.

    Aber sich hinterher bitte nicht beklagen, wenn er als abgezockter Zahlvater endet, der die Kinder nicht mehr sehen darf, weil Muddi doch die beste ist.

    Er könnte ja gewarnt sein, wenn er ab und an auf Seiten liest, auf denen Väter ihre Geschichten erzählen.

    Allerdings ist er auch insoweit entschuldigt, als die Mainstreammedien diese hässliche Seite der Realität meist ausblenden oder nach dem Motto berichten „Die Männer sind alleine schuld! Wir Frauen haben uns geändert, bloß diese Neanderthaler nicht!“.

    Stimmt, Frauen sind heute oft mit einer derart bewusstlosen Selbstverständlichkeit narzisstisch-egoistisch, dass es einem die Sprache verschlägt.

    Sie erwarten, gegenleistungslos von Männern bedient zu werden, halten das für ihr göttinnengegebenes Recht auf SELBSTverwirklichung.

    Es ist an den Männern, hier für ein Do-ut-des zu sorgen, es einzufordern, sich der Selbstbedienungsmentalität „empauerter“ Frauen zu verweigern.

    Solange sie bereitwillig den Ochsen geben, werden sie auch als Ochsen benutzt von Staat und empauerten Frauen.

  5. @ Santa Lucia
    Nöö, hab‘ icke nicht kapiert. Erklärs mir bitte noch einmal.

    „Es ist keine Diskriminierung des Mannes, weil sein klassisches Rollenbild, das des Ernährers war und deswegen ist es für den Mann eine Emanzipierung, kapiert?“

    Schon allein dieser Satz zeigt, wie diskriminierend du agierst. Wenn ich eine ganze Gruppe aufgrund ihres Geschlechtes in eine bestimmte Richtung leite, ohne dass die überwiegende Mehrheit der Gruppe das will, und dies als Emanzipierung bezeichne, dann ist das Diskriminierung (wir sind alle schon über 18 du Genie) – Einordnung aufgrund des Geschlechts. Noch dazu maßt du dir ganz perfide an, zu wissen, was Männer für sich als Vorteil, als Befreiung wahrnehmen oder nicht. Shame on you Misses Bush!!

    Mannsein, ergo vom Arbeitsmarkt runter und in die Kindererziehung. Is natürlich keine Diskrimiierung nneee, sonst nennen was halt positive Emannzipierungsmaßnahme oder Gleichstellung in der Kinderbetreuung gelle.

    „weil die tradierte Ehe nicht mehr funktioniert.“
    Meinst du Santa Lucia? Die durchschnittliche Anzahl der Ehejahre eines Paares in Österreich ist kontinuierlich am Steigen, an die 10 sinds mittlerweile. Immer nocht lassen sich knapp an die 38000 Paare jährlich trauen, Dendenz gleichbleibend, leicht ansteigend.

    Selbst wenn die erste Ehe putt geht, sind nicht wenige bereit – ganz seriell monogam – wieder in eine zweite Ehe zu gehen (meist von den Frauen gedrängt) warum wohl?

    Und unser Nachwuchs ist gleich konservativ, wenn nicht konservativer wie der Nachwuchs der 68er – die Natur richtet es sich eben. Weit über 90% der jungen Menschen halten Werte wie Treue, Freundschaft, Liebe und Familie hoch. Die meisten wollen langfristig eine Beziehung, Familie und ein „Haus im Grünen“. Aber du hast natürlich recht, wenn in der schmier-taz steht, dass die „tradierte“ EHE tot ist wirds wohl stimmen. Gibt ja genug, bi- trans- inter- pädosexuelle Sexualwissenschafter, die das bestätigen. In den 70ern stand ja auch, dass Pädosexualität gar nicht so schlimm ist 😉

    Im Osten nix Neues.

    • Terminatus 30

      „Weit über 90% der jungen Menschen halten Werte wie Treue, Freundschaft, Liebe und Familie hoch. Die meisten wollen langfristig eine Beziehung, Familie und ein „Haus im Grünen“.“

      Sie wissen nicht, was sie erwartet!

      • „Sie wissen nicht, was sie erwartet!“

        Wer weiß das schon? Aber es sind doch schöne Werte, oder nicht?

        Treue: Eine lebenslange Beziehung mit der großen Liebe, ohne sich beständig aufmachen zu müssen, jemand neues zu suchen.

        Freundschaft: Jeder braucht gute Freunde.

        Liebe: Das schönste was es gibt.

        Familie: Auf Kinder bin ich persönlich jetzt nicht so erpicht, aber meine Familie ist mir schon wichtig.

        „Die meisten wollen langfristig eine Beziehung, Familie und ein „Haus im Grünen“.““

        Das ist der Wunsch nach lebenslanger Geborgenheit, Liebe und Zuneigung. Was soll daran falsch sein? Das es dazu die Ehe allerdings nicht braucht, geschenkt.

    • Terminatus30:

      Es ist keine Diskriminierung des Mannes, weil sein klassisches Rollenbild, das des Ernährers war und deswegen ist es für den Mann eine Emanzipierung, kapiert?

      Erst denken – dann schreiben.
      Denn das ist nicht meine Definierung, sondern die der Gesellschaft, du Alpenjodliger Schlaumeier.

      • @ lucia
        Ach, es ist immer wieder lustig, wie schnell du persönlich wirst, wenn du nicht mehr weiter weißt.

        „Alpenjodliger Schlaumeier“
        Holaröduldio – du Froschschenkel…, na ich lass das lieber.

  6. Viele „progressive“ Väter nehmen sich nun Zeit, um ihr Baby im Kinderwagen herumzuschieben.

    Ich finde das einfach dumm. Es gibt tausende von Dingen, die ein Vater mit seinem Kind machen kann, die wichtiger sind als das.

    Ich bin keinem Vater böse, der sich dem Kind erst widmen will, wenn es etwas älter ist und man schon mit ihm reden und/oder Fußball spielen kann.

    • In dem Artikel ist aber nicht die Rede davon, dass Väter wie Mütter den Kinderwagen herum schieben, sondern, dass Vater nicht Mutter ist und gerade der Vater ebenso eine wichtige Erfahrung für das Kind ist. Eine Erfahrung die sicherlich fehlt wenn der Vater in seiner Ernährerfunktion abwesend ist.

  7. Warum ist es dumm, wenn Väter erkennen, dass auch sie wichtige Bezugspersonen für ihr Kind sind? Und das nicht erst, wenn es sprechen kann. Ich finde das sehr verantwortungsbewußt.

    • Onyx

      „Warum ist es dumm, wenn Väter erkennen, dass auch sie wichtige Bezugspersonen für ihr Kind sind? Und das nicht erst, wenn es sprechen kann. Ich finde das sehr verantwortungsbewußt.“

      Von mir aus, sollen sie Kinderwagen schieben und der alten Frau über die Strasse helfen. Sie sollen aber die Frauen nicht verarschen!

  8. Pingback: Maskulismus, Männerrechte und Familienrecht | Alles Evolution

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