„Feminismus als Puritanismus in Verkleidung“

Die Feministin Lucy Wadham nutzt den Dominique Strauss-Kahn Fall zu deutlichen Worten:

Although I have always considered myself a feminist, I was, in the days following Dominique Strauss-Kahn’s arrest, unable to join the sisterhood in condemning a man — albeit of dubious moral record — for the crime of attempted rape before he had actually been found guilty.(…)

Levy goes on to condemn the fuzzy logic that Strauss-Kahn must have raped Diallo because he publicly confessed to cheating on his wife. „In other words,“ writes Levy, „all adulterous men are rapists. I imagine, dear male readers that some of you may be starting to feel a little uneasy …“

Levy is what I would call an old guard feminist who, like me, laments the battles that now being fought in the name of equality.

For the Strauss-Kahn case has uncovered the divide, not between men and women so much as between old and new feminists. Old feminists, from Genevieve Clark to Erica Jong, believed that the goal was political and sexual freedom for women, not the political and sexual subordination of men.

Im alten Feminismus ginge es demnach um politische und sexuelle Freiheit für Frauen, im neuen Feminismus nach ihrer Meinung um die die politische und sexuelle Unterordnung der Frauen.

Allerdings gibt es in diesem Bereich viele Definitionen:

Mal ist es also der Altfeminismus, der energischer für die Rechte kämpft, mal ist es der neue Feminismus. Mal ist der neue Feminismus eher darauf ausgerichtet Männer einzubinden und nicht auszugrenzen, mal der alte Feminismus. Es ist wohl eine Frage, welcher Richtung man angehört. Interessant aber auch hier wieder die Gruppenbildung, die ein Feindbild ermöglichst

I cannot accept the idea that womanhood automatically implies victimhood, nor do I think that it is a desirable state of affairs when women see men as the enemy.

Das finde ich eine sehr lobenswerte Aussage, die ich so unterschreiben kann. Frauen müssen keine Opfer sein und es ist nicht erstrebenswert, Männer als den Feind zu sehen.

The man-hating tirades of my female colleagues are nothing but puritanism in disguise and I suspect that our feminist forebears would be dismayed by the climate of inquisition that seems to dominate relations between men and women today.

Hier meint sie also, dass die übrigen Feministinnen zu männerhasserisch sind und eigentlich nur eine sexfeindliche Haltung durchdrücken wollen. Gerade im sexfeindlichen Feminismus bietet sich ein puritanischer Ansatz durchaus an.

56 Gedanken zu “„Feminismus als Puritanismus in Verkleidung“

  1. Das finde ich eine sehr lobenswerte Aussage, die ich so unterschreiben kann. Frauen müssen keine Opfer sein und es ist nicht erstrebenswert, Männer als den Feind zu sehen.

    In der Tat ein lobenswerter Ansatz, der aber auch konnotiert: Männer müssen keine Opfer sein und es ist nicht erstrebenswert, Frauen als den Feind zu sehen.

    Das dürfte allerdings weder den Männerrechtsbewegungen als auch den Maskulisten schmecken, denn würden sie sich danach richten, eliminieren sie sich ohne Feindbild selbst.

    So lange es Hierarchie-, Status-, Macht- und Besitzdenken gibt, wird sich daran auch nichts ändern. Neid ist der kleine Bruder von Hass. Und dieses Denken erzeugt erst die enge Bruderschaft Neid & Hass. Würden bspw. Maskulisten keine Loser im Sinne des männlichen Hierarchie- und Statusdenkens sein, gäbe es sie gar nicht.

    btw. Lucy Wadham hält Monogamie für das größte Glück, dass sie Feministinnen eine sexfeindliche Haltung unterjubeln will, liegt wohl an ihrer eigenen monogamen Sexualitätsideologie.

    Damit disqualifiziert sie sich aber mit dieser Steinzeit-Ideologie auch selbst. Ganz zu schweigen davon, dass Ideologien schon immer schlechte Ratgeber waren und sind.

    • „So lange es Hierarchie-, Status-, Macht- und Besitzdenken gibt, wird sich daran auch nichts ändern. “

      Ich dachte, du wärst jetzt auf dem Kommunismus-Trip. Dann solltest du aufhören, zu psychologisieren. Das ist bourgeois.

      „Würden bspw. Maskulisten keine Loser im Sinne des männlichen Hierarchie- und Statusdenkens sein, gäbe es sie gar nicht.“

      Wie können Sie denn Loser sein? Sie profitieren doch wie alle Männer von der patriarchalen Dividende. Übrigens ist es immer wieder verwunderlich, wenn Leute, die sich „links“ fühlen, über „Loser“ (gesellschaftliche Verlierer) herziehen. Eigentlich müssten Sie ja deren Partei ergreifen.

      Abgesehen davon muss niemand Loser sein, um die Argumente der Maskulisten für überzeugender zu halten als die der Feministen. Klar gibt es bei den Maskus ziemlich kaputte Figuren, bei den Femis aber auch.

      • „2. Ist Kommunismus kein Pool für Ungebildete, aus dem sich die Loser rekrutieren.“

        Eh bien, da ich ja ein Unidiplom habe, kann das ja schon mal nicht persönlich gemeint sein.

        Das revolutionäre Subjekt bei Marx ist schon das Proletariat, also die ungebildeten Loser.

        „Gebildete, sprich Akademiker verdienen nicht nur in D besser.“ das bestimmen Angebot und Nachfrage (nicht nur in D).

        An die patriarchale Dividende glaube ich nicht.

      • .Doch bist bist Kommunistin!
        Weil Du auf Gleichstellung der Geschlechter bestehst!
        Das ist Geschlechterkomminismus!
        Widerspricht der Gleichberechtigung!
        2.Was ist bitte die „patriarchale Dividende“? Das ist doch nur dummes Femisprech?

        Nochmal! Was genau ist die „ patriarchale Dividende“?

      • @ Starosczyk

        ???was willst du mir sagen???

        Das Zitat „Gebildete, sprich Akademiker verdienen nicht nur in D besser.“ ist von Lucia, nicht von mir.

        „Oder zeigen den Möchtegerne den Stinker-Finger.“

        Wer ist der Möchtegern und von welchen Gebildeten wird ihm der Stinkefinger gezeigt?

        BTW, ist heute Aggro-Tag? Mit einigen männlichen Kommentatoren geht heute auch der Gaul durch, aber was geht mit dir ab?

      • ichichich

        „@ Starosczyk
        ???was willst du mir sagen???
        Das Zitat „Gebildete, sprich Akademiker verdienen nicht nur in D besser.“ ist von Lucia, nicht von mir.“

        Also ist nachvollziehbar, dass Du es nicht verstehen kannst, wenn ich Dich verwechselt habe…

      • @lasdochdiedinger

        Nochmal! Was genau ist die „ patriarchale Dividende“?

        Das in der Hierarchie höchste Alphamännchen kassiert am meistens, der unten stehende Malocher am wenigsten.

        Das Prinzip des kapitalistischen Patriarchats ist nicht Nachhaltigkeit sondern Vernichtung der Ressourcen zugunsten Weniger.

      • Edit:

        Die Absurdität des kapitalitischen Patriarchats wird durch die Abhängigkeits-Parabel „Der Herr und sein Knecht“ deutlich. Ohne den einen gäbe es auch nicht den anderen.

  2. @ Christian

    *Im alten Feminismus ginge es demnach um politische und sexuelle Freiheit für Frauen, im neuen Feminismus nach ihrer Meinung um die die politische und sexuelle Unterordnung der Frauen.*

    Das muss wohl heißen „die politische und sexuelle Unterordnung der Männer“.

    Dann stimme ich zu.

    Das, was sich Feminismus nennt, strebt zielstrebig das Matriarchat an mit Väterentwertung, sexueller Unterordnung und politischer Unterordnung der Männer unter die Interessen der Frauen.

    Gleichbrechtigung (mittlerweile sinnigerweise durch den Begriff „wahre Gleichberechtigung“ = wahre Ungleichberechtigung der Männeroder, noch besser, durch „Gleichstellung“ ersetzt, die aber nur durch Ungleichberechtigung überhaupt erreichbar ist, da Männer und Frauen eben nicht gleichartig sind, im Schnitt, ein kleiner tückischer Begriffsaustausch mit massiven Folgen).ist nur Geschwätz, für Männer nicht vorgesehen, wie die Praxis feministischer Politik seit Jahrzehnten beweist.

    Wie gesagt: Selbstverwirklcihung der Frau ist Zweck, die des Mannes so definiert, von FeministInnen, dass seine „Selbstverwirklichung“ nur dann zulässig sein soll, wenn diese Mittel zum Zweck ist, er also ausbeutbare/nützlicher für Frauen wird durch seine „Selbstverwirklichung“.

    Genau das zeichnet ja den „neuen“ Mann aus: seine verbesserte Nützlichkeit für Frauen ohne eigene Ansprüche zu stellen, ohne Gegenleistungen fordern zu sollen/zu können für seien Leistungen.

    Männer sollen leisten und gefälligst nichts erwarten: Rechte für Frauen – Pflichten für Männer.

    @ Lucia

    Ich betrachte Frauen nicht als Feinde, aber zunehmend FeministInnen.

    Das ist ein Unterschied.

    FeministInnen sind ungleich Frauen, obwohl sie mehrheitlich Frauen sind, aber nicht die Mehrheit der Frauen.

    Ich betrachte sie als ideologische Feinde, genauer gesagt als VertreterInnne einer männerfeinldlichen Ideologie, mit denen ich mich nicht unbedingt persönlich verfeinden muss.

    Ich halte diese „Verfeindungserklärung“ für eine gesunde Abwehrhaltung den Zumutungen und der Arroganz einer verblasenen Ideologie gegenüber, der klare Grenzen aufgezeigt werden müssen.

    Denn Egoismus wird nicht durch Moralpredigten eingegrenzt, sondern nur durch einen begrenzenden „Gegenegoismus“.

    Prallt Egoismus auf Egoismus, dann kann und muss man verhandeln.

    Bisher ist der weibliche Egoismus noch auf keinen energischen widerstand gestoßen.

    Der Feminismus ist ja heute nur noch die transzendierende Überhöhung eines ganz ordinären weiblichen Egoismus.

    Ich betrachte auch Kommunsiten als Feinde, auch Faschisten.

    In diese Reihe gehören für mich FeministInnen, AnhängerInnen der gegewärtig einflussreichsten Sündenbockideologie, die auf die gleichen psyhomechanismen setzt wie die beiden anderen Sündenbockideologien.

    Nur mit Hilfe eines anderen Sünenbockes, hier der Manner, vor allem der weißen heterosexuellen Männer und dass, vielleicht weil wir es mit einer „Frauenideologie“ zu tun haben, feministische Gewalt-und Ausrottungsfantasien (Mary Daly, Solanas, Sally Miller Gearhart et al.) noch nicht in die Tat umgesetzt wurden, wie es die „Männerideologien“ Faschismus und Kommunismus in großtem Maßstab getan haben.

    • Der Feminismus ist ja heute nur noch die transzendierende Überhöhung eines ganz ordinären weiblichen Egoismus.

      Dass du den seit 6.500 Jahren gebenden ganz ordinären männlichen Egoismus vergessen hast, dürfte kein Zufall sein, nicht wahr?

      Nur mit Hilfe eines anderen Sünenbockes, hier der Manner, vor allem der weißen heterosexuellen Männer und dass, vielleicht weil wir es mit einer „Frauenideologie“ zu tun haben, feministische Gewalt-und Ausrottungsfantasien (Mary Daly, Solanas, Sally Miller Gearhart et al.) noch nicht in die Tat umgesetzt wurden, wie es die „Männerideologien“ Faschismus und Kommunismus in großtem Maßstab getan haben.

      Mary Daly war eine feministische Theologin, die das Patriarchat abschaffen wollte. Dass sie Männer umbringen wollte, entstammt wohl nur deiner Fantasie.

      Die ist wohl auch der Grund, warum du Sally Miller Gearhart dasselbe unterstellst, obwohl sie sich für homosexuelle Männer eingesetzt hat.

      Und Solanas dasselbe zu unterstellen, nur weil sie versucht hat, Andy Warhol umzubringen und das SCUM-Manifest geschrieben hat, ist paranoid und nicht sachlich begründet.
      Putz mal den Fliegenschiss von deiner Brille.

      Faschismus und Kommunismus undifferenziert in einen Topf werfen, wäre nur gegeben, wenn du anstatt Kommunismus den faschistischen Stalinismus, Maoismus etc. geschrieben hättest.
      Deiner schwarz-weiß Palette fehlen definitiv Farbtupfer.

      • @ Lucia

        Nein, den männlichen Egoismus habe ich nicht vergessen. Eine patriarchale Ordnung dient dem männlichen Egoismus besser, eine matriarchale dem weiblichen.

        Sollte mir nur die Wahl gelassen werden zwischen Matriarchat und Patriarchat, sollte eine gleichberechtigte Gesellschaft nicht möglich sein, wähle ich das Patriarchat, denn das ist wenigstens mit Hochkultur und Selbstbehauptung vereinbar, das Matriarchat nicht.

        Das zeigt die historische Erfahrung der letzten Jahrtausende.

        Aber ich will tatsächlich eine gleichberechtigte Gesellschaft, allerdings keine gleichgestellte.

        Wir laufen jedoch in Richtung auf eine „gleichgestellte“ Gesellschaft zu, die notwendigerweise Ungleichberechtigung, in unserem Falle matriarchale Ungleichberechtigung der Männer, notwendigerweise bedingt.

        Wenn sich aus Gleichberechtigung in Freiheit Gleichstellung ergibt, habe ich nicht das Geringste gegen dieses Ergebnis, ich erwarte nur nicht, dass es eintritt.

        Denn Menschen sind nicht gleichartig, nicht als Individuen, nicht im Durchschnitt von Gruppen.

        Sind sie in Freiheit gleichberechtigt, kommen diese Unterschiede natürlich zum Vorschein und sorgen individuell und zwischen Gruppen für jede Menge Ungleichstellungen.

        Die müssten hingenommen werden, wollte man tatsächlich Gleichberechtigung.
        Feminismus aber will sie nicht hinnehmen.

        Er will ja Ergebnisgleichheit = Gleichstellung und dazu muss ich diskriminieren.

        Feminismus fordert, bildlich gesprochen, dass Männer und Frauen in den gleichen 100-m-Sprints gegeneinander laufen dürfen, aber wenn dann Männer z.B. häufiger gewinnen als Frauen, weil sie nun mal schneller laufen können, wird das nicht akzeptiert feministischerseits.
        Dann fordert man Gleichstellung, verlangt von den Männern, Bleigewichte zu tragen, zwingt sie dazu, Bleigewichte zu tragen, damit Frauen endlich genauso häufig im 100-m-Sprint gewinnen können wie Männer.

        Die Bleigewichte, das sind jene Diskriminierungmaßnahmen, die gegen Jungen/Männer vom Kindergarten an in Anschlag gebracht werden, von einer mädchenzentrierten Pädagogik über Fördermaßnahmen, die nur Besitzerinnen des Pussypasses zugute kommen bis hin zu femizentrischer Legisatur und Jurisdiktiion (Strafrecht, Familienrecht), Quotenregelungen usw.

        Wie gesagt, ich will eine gleichbeehctigte Ordnung, in der beide Geschlechter gleich frei ihre Interessen unbehindert leben können.
        Wer mit einem Mitglied des anderen Geschlechtes zusammen leben will, Kinder aufziehen will, muss sich dann mit dem über das gute alte Do-ut-des-Prinzip zusammenraufen im Wege einer je individuell auszuhandelnden Kompromisslösung.
        Die ist aber in Freiheit nur auszuhandeln, wenn der Staat nicht Partei nimmt.

        Der femizentrische Staat nimmt aber Partei.

        Er verbündet sich mit der Frau, ihrem Egoismus, gegen den Egoismus der Männer.
        Beider Egoiismus hat nicht die gleiche Freiheit. Für den Egoismus der Frauen steht die staatlich gesteuerte Ampel immer auf Grün, für den der Männer meist auf Gelb oder Rot.

        Die Grüne Welle für die Frau wird geschaltet, weil die ja, dieses Narrativ haben Feministinnen durchgesetzt, vor den inhärent und grundsätzlich bösen Männern geschützt werden müssen.
        Den Frauen kann man das nicht selbt überlassen, denn Frauen sind zwar besser als Männer, aber schwächer, weshalb Staatsmacht ihrer gütigen Schwäche beispringen muss und noch für die dysfunktionalste Frau Partei ergreift allein aufgrund ihres Frauseins.

        Darum auch ist Feminismus bei westlichen Bürokratenstaaten so beliebt, erlaubt er doch diesen Bürokratien ihrer inhärenten Tendenz zu fröhnen, sich zu vermehren, ihre Macht-und Kontrollbefugnisse immer weiter auszudehnen, es ist ja für einen guten Zweck, den Schutz der gütig-schwachen Frau vor den stark-bösen Männern, mit denen man sie nicht alleine lassen kann.

        So kann der Staat in immer weitere Bereiche kontrollierend-regulierend vordringen, überall dorthinein, wo Männer und Frauen interagieren und das ist ÜBERALL.

        Einen solchen Staat lehne ich ab, rate Männern, sich so weit wie möglich seinem Zugriff zu entziehen, ihm die Unterstützung zu verweigern, solange keine Mehrheiten in Sicht sind, die auch Männer gleichberehtigen, d.h. z.B., nicht heiraten, nicht Vater werden, denn innerhalb der gegenwärtigen Rechtsordnung funktionieren Kinder als Macht-und Erpressungshebel der kinderbesitzenden Mütter gegenüber den Vätern, die keine realen, durchsetzbaren Rechte haben, nur durchsetzbare Pflichten.

        So ist Heirat/Vaterschaft für Männer uninteressant geworden, Ehe ein Vertrag, der ihnen außer realen Pflichten nichts einbringt.

        Wer dumm genug ist als Mann, naiv genug, uninformeirt genug, es zu tun, der soll es tun.

      • „Und Solanas dasselbe zu unterstellen, nur weil sie versucht hat, Andy Warhol umzubringen und das SCUM-Manifest geschrieben hat, ist paranoid und nicht sachlich begründet.
        Putz mal den Fliegenschiss von deiner Brille.“

        Nur?

      • „Dass du den seit 6.500 Jahren gebenden ganz ordinären männlichen Egoismus vergessen hast, dürfte kein Zufall sein, nicht wahr? “

        @Lucia

        Gibt es für diese Behauptung auch irgendwelche Beweise?
        So wissenschaftliche?

    • roslin

      „Das, was sich Feminismus nennt, strebt zielstrebig das Matriarchat an mit Väterentwertung, sexueller Unterordnung und politischer Unterordnung der Männer unter die Interessen der Frauen.“

      Leider nicht (meine ich). Es gibt einen Kluft-Graben zwischen Feminismus und Matriarchat. Ich will Dich nicht wieder mit Quer-Verlinkungen bombardieren… Und übrings, im Früh-Matriarchat (vielleicht ca. 40.000 v.u.Z als die Venus von Willensdorf (ein archäologischer Fund) künstlerisch gestaltet wurde – fantasiere ich weiter: waren die Männer als kapitalistische Väter nicht bekannt?! Jemand der nicht existiert, kann nicht verwertet werden. In einigen heute existierenden matriarchalen Gemeinschaften werden die biologischen Väter akzeptiert. Matriarchale Vaterschaft ist sozialer Natur und kein Grund zur Abwertung!

    • roslin

      „Nein, den männlichen Egoismus habe ich nicht vergessen. Eine patriarchale Ordnung dient dem männlichen Egoismus besser, eine matriarchale dem weiblichen.“

      Die schrägen Töne kenne ich schon.

      Mary Daly als Männer-Hasserin zu stempeln… verstehe ich nicht. Na ja, Deine Recherche ist eben Deine Recherche. Sie wollte sogar zu einer gewissen Zeit der Kirche eine Chance geben (davon bin ich in meinem zarten Alter schon befreit!). Dass sie radikal feministisch wurde kann Frau wie ich gut verstehen. Nun, da gibt es so viele Wort- und Bedeutungs-Verzerrungen, dass sich noch Scharen nach uns damit plagen können.
      roslin

    • Alexander

      „Das, was sich Feminismus nennt, strebt zielstrebig das Matriarchat an mit Väterentwertung, sexueller Unterordnung und politischer Unterordnung der Männer unter die Interessen der Frauen.“

      Auf welcher Wolke bist Du grade unterwegs?

  3. Sally Miller Gearhart: “At least three further requirements supplement the strategies of environmentalists if we were to create and preserve a less violent world. 1) Every culture must begin to affirm the female future. 2) Species responsibility must be returned to women in every culture. 3) The proportion of men must be reduced to and maintained at approximately ten percent of the human race.” (aus “The Future – if there is one – is Female”, Essay, 1982)

    Mary Daly zu dieser Textpassage: “I think it’s not a bad idea at all. If life is to survive on this planet, there must be a decontamination of the Earth. I think this will be accompanied by an evolutionary process that will result in a drastic reduction of the population of males. People are afraid to say that kind of stuff anymore.”

    Nachzulesen hier:

    http://www.enlightennext.org/magazine/j16/daly.asp?page=3

    Valerie Solanas: „Der Mann ist eine biologische Katastrophe: Das männliche y-Gen ist ein unvollständiges weibliches x-Gen, das heißt, es hat eine unvollständige Chromosomstruktur. Mit anderen Worten, der Mann ist eine unvollständige Frau, eine wandelnde Fehlgeburt, die schon im Genstadium verkümmert ist. Mann sein heißt, kaputt sein; Männlichkeit ist eine Mangelkrankheit, und Männer sind seelische Krüppel.“

    „Der Mann ist irgendwo im Niemandsland zwischen Mensch und Affe stehengeblieben, wobei er noch schlechter dran ist als die Affen […].“

    „Wie die Menschen durch ihre höhere Entwicklung und ihr höheres Bewusstsein ein vorrangiges Lebensrecht gegenüber den Hunden haben, so haben die Frauen ein größeres Lebensrecht als die Männer. Die Vernichtung sämtlicher Männer ist daher eine gute und rechtliche Tat; eine Tat, die sich zum Wohl der Frauen wie zum Segen aller auswirken würde.“

    „Die wenigen überlebenden Männer mögen ihre kümmerlichen Tage mit Dropout und Drogen weiterfristen, als Transvestiten in Frauenkleidern herumstolzieren. Oder sie können gleich um die Ecke zum nächsten Selbstmord-Center gehen, wo sie unauffällig, schnell und schmerzlos vergast werden.“

    (Zitate aus: „Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung der Männer. Scum“)

    Man ersetze das Wort „Männer“ durch Frauen, Schwarze, Homosexuelle etc., und es wird offensichtlich welche Mentalität hier gegeben ist und gefördert werden soll.
    In psychodynamischer und entwicklungspsychologischer Hinsicht unterscheiden sich Sally Miller Gearhart, Mary Daly und Valerie Solanas offensichtlich nicht von besonders fanatischen Vertretern irgendeiner anderen Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Die Zielgruppe ihres Hasses ist eine andere, die psychologische Tiefenstruktur dahinter ist mit der Nazi-Mentalität wesensgleich. Daran ändern eingesetzte ironischen Stilmittel nicht das Geringste. Würde irgendwer vergleichbare Texte gegen Frauen, Schwarze, Homosexuelle verteidigen, wenn sie im ironischen Stil daherkämen?
    Jedes Messen mit zweierlei Maß ist konsequent abzulehnen! (Auf Seite der Männerrechtler gibt es hin und wieder Einzelpersonen, die ähnlich menschenverachtenden Müll von sich geben (nicht wahr, Sebamax).

    Ich persönliche differenziere nicht zwischen einem bösen Feminismus und einer guten Männerrechtsbewegung. Ich differenziere INNERHALB von Feminismus und Männerechtsbewegung zwischen gesunden, rationalen und humanistischen Strömungen, Theorien und Personen und pathologischen, irrationalen und antihumanistischen Strömungen, Theorien und Personen. (Dabei muss berücksichtigt werden, dass es auch vieles gibt, was irgendwo dazwischen liegt.)
    Meine Lieblingsfeministin ist Elisabeth Badinter, mein Lieblingsmännerrechtler ist Warren Farrell.

    Es muss also deutlich betont werden, dass es auch die andere Seite des Feminismus gibt – die konstruktive und humanistische Seite.

    Für Wendy McElroy ist es als individual-anarchistische Feministin z.B. selbstverständlich Diskriminierungen von Frauen UND Männern zu bekämpfen. (Ebenso wie für eine sozial-anarchistische Frauenrechtlerin wie Emma Goldman, die konsequente Ablehnung von Männerfeindlichkeit selbstverständlich war, worauf ich ja in einem früheren Beitrag kürzlich hingewiesen habe.)

    Wendy McElroy – Cut men: Do they not bleed?

    http://www.ncc-1776.org/tle2003/libe224-20030518-06.html

    Hier ein Interview mit Elisabeth Badinter, liberale Feministin, die sich ebenfalls stets gegen die Männerfeindlichkeit des Vulgärfeminismus gewandt hat.:

    http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2004-13/artikel-2004-13-die-kaempferinne.html

    (Bei diesem Interview bin ich in zwei Punkten anderer Meinung: 1. Elisabeth Badinter hat natürlich völlig recht damit, dass die Möglichkeit zur ökonomischen Unabhängigkeit der Frau die Basis für ihre Freiheit darstellt. Ihrem Plädoyer für den Ausbau von Kinderkrippen stehe ich trotzdem skeptisch gegenüber. Viele entwicklungspsychologische Befunde deuten darauf hin, dass Kleinkinder in den ersten 3 Lebensjahren für ihre gesunde Entwicklung eine stabile, verlässliche und gesunde Beziehung zu mindestens einer erwachsenen Bezugsperson benötigen – egal ob Frau oder Mann.
    2. Ich bin eindeutig für ein Adoptionsrecht durch homosexuelle Paare auch bei Kleinkindern. Es gibt in der bisherigen Forschung dazu meines Wissens keinerlei Hinweis darauf, dass dies für Kinder irgendwelche negativen Auswirkungen hätte:

    Charlotte J. Patterson – Children of Lesbian and Gay Parents

    http://www.rsu.edu/faculty/rboughner/courses/Intro/Alternative%20activities/Children%20of%20gays.pdf

    Dem meisten anderen, was Elisabeth Badinter in diesem Interview sagt, stimme ich zu.

    • Man ersetze das Wort „Männer“ durch Frauen, Schwarze, Homosexuelle etc., und es wird offensichtlich welche Mentalität hier gegeben ist und gefördert werden soll.

      Es mag ja sein, dass solcher Schrott in einigen Köpfen herumspukt, aber nenn mir deutsche Feministinnen, die den nicht nur im Kopf haben, sondern auch über die politische Macht verfügen, den umzusetzen. Ich glaube nicht, dass du das kannst. Ergo ist dein Kommentar auch nichts weiter als heiße Luft.

      • @ Lucia

        Ein solcher Schrott spukt in vielen feministischen Köpfen herum, z.B. in Deinem (Hodenverfütterung an Haie, Du erinnerst Dich?), z.B. auch in Schweden.

        Da wurde vor einiger Zeit das S.C.U.M.-Manifest, ein Elaborat im „Stürmer“-Stil (Hat Julius Streicher auch Satire produziert?), zum ersten Mal in schwedischer Übersetzung veröffentlicht und von Schwedens FeministInnen, jedenfalls jenen, die sich vernehmlich zu Wort meldeten, enthusiastisch gefeiert.

        Zum Bestseller wurde es auch, es fand „reißenden Absatz“.

        Quelle:

        http://www.taz.de/!25712/

        Wie Leszek sagte: Jeder andere Text, der sich gegen irgendeine andere Gruppe derart menschenverachtend äußerte, wäre dank PC wg. Volksverhetzung verboten worden, auch in Schweden, gerade in Schweden.

        Nur weiße, heterosexuelle Männer sind vom Schutz der Menschenwürde, dem PC-Konsens, ausgenommen, man darf sie offen verlachen, wenn Frauen ihren Penis abschneiden, man darf sie verhöhnen und zu ihrer Ausrottung aufrufen, unbestreibare Erfolge feministischer Frauenermächtigung.

        Endlich wird offenbar, wie viele widerwärtige Frauen es doch auch gibt.

        Sie dürfen es offen und ohne schlechtes Gewissen zeigen, nicht nur in Talkshows.

        Solange es weiße, heterosexuelle Männer sind, gegen die sich ihre Widerwärtigkeiten richten.

        Das ist frauenempauernd-befreiend.

        Wären Farbige, Juden, Muslime, Schwule oder eine andere anerkannte Opfergruppe der PC-Religion Ziel dieser Hassattacken, es wäre als Volksverhetzung VERBOTEN.

        Zur Aufnahme des S:C:U:M:-Manifestes in Schweden die Taz, Quelle s. Link oben:

        Zitate:

        *Schwedische Journalistinnen schwärmen von Solanas tragisch-komischer Abrechnung mit den Männern: „Es (das Manifest) sollte wie eine Bibel in den Hotelzimmern der Welt liegen“, so Jenny Högström von der schwedischen Zeitung Sydsvenskan. Maria-Pia Boëthius von der Tageszeitung ETC findet: „‚SCUM‘ ist das brillanteste feministische Buch, das in unserer Zeit auf Schwedisch erschienen ist.“ „Keine Frau kommt an Valerie Solanas vorbei, so wie keine an Marilyn Monroe vorbeikommt“, schreibt Åsa Beckman von Dagens Nyheter leicht ironisch über den neuen Solanas-Kult in Schweden.*

        Ich möchte nur darauf hinweisen: Auch die Taz – Autorin qualifiziert das Solanas-Manifest als „tragisch-ironische Abrechnung mit den Männern“.

        Ich weiß nicht, womit ich eine solch „tragisch-ironische Abrechnung“ verdient hätte.

        Ich habe wohl auch ein anderes Verständnis von Tragik und Ironie.

        Wer würde nicht zusammenzucken in der Taz, qualifizierte irgendjemand Streichers „Stürmer“ als tragisch-ironische Abrechnung mit den Juden?

        Wer?

        Soweit ist die Verkommenheit femistischen „Denkens“ bereits gediehen, dass ein solches Machwerk als „tragisch-ironische Abrechnung“ qualifiziert werden kann und NIEMAND zuckt in der Taz-Redaktion zusammen.

        Weiter im Taz-Text:

        *Die Begeisterung gilt einem Text, in dem es zusammenfassend heißt: „Männer sind besessen von Tod, Sex und Gewalt und haben ihr Recht auf Leben verwirkt“, und einer Frau, die diese Weltanschauung bei Andy Warhol fast in die Tat umsetzte. „Kein Text hat mich so verändert. Ich will so gerne mit Valerie sprechen. Ich kann nicht aufhören, an sie zu denken“, sagte Sara Stridsberg und ließ der Übersetzung des Manifests ins Schwedische 2006 den halb dokumentarischen, halb fantastischen Roman „Drömfakulteten“ folgen, für den sie im vergangenen Jahr mit dem mit 48.000 Euro dotierten „Nordiska rådets litteraturpris“ – einem der prestigeträchtigsten Literaturpreise der nordischen Länder – ausgezeichnet worden ist.*

        Es ist nicht verwunderlich-erschreckend, dass eine wahrscheinlich psychisch schwer gestörte Frau einen solchen Text herunterschmiert.

        Erschreckend ist, wieviele angeblich geistig gesunde Frauen den mit heißen Öhrchen und kaum noch klammheimlich zu nennender Begeisterung lesen, diesen Bestseller, diese „tragisch-ironische Abrechnung“.

        Hier hat feministische Hasspropaganda offensichtlich Grundbausteine des Humanen erfolgreich zerstört, eine Barbarisierung vieler Frauen erreicht.

        Ein schöner Erfolg.

      • „Nur weiße, heterosexuelle Männer sind vom Schutz der Menschenwürde, dem PC-Konsens, ausgenommen, man darf sie offen verlachen, wenn Frauen ihren Penis abschneiden, man darf sie verhöhnen und zu ihrer Ausrottung aufrufen, unbestreibare Erfolge feministischer Frauenermächtigung.“

        Die Toleranz für solche Hassschriften geht wohl auch zum großen Teil darauf zurück, dass man Frauen nicht, Feministinnen schon gar nicht, für voll nimmt. Im Allg. denken Frauen nicht logisch, wissen nicht was sie wollen, denken und handeln völlig inkonsistent. Sie sind hysterisch, unbelehrbar, Narren, deren Gerede keiner ernstnehmen kann. (Ich wollte Frauen erst mit Kindern vergleichen. Aber da würde ich Kinder beleidigen. Die denken nämlich selbstständig und sind wissbegierig. Erst in der Pubertät setzt es dann bei den Mädchen aus. Frauen sollten sich, auch für ihr eigenes Wohlbefinden, mit ihrer naturgegebenen Rolle als *zensiert* und *zensiert* abfinden.) Man hört von Frauen ständig nur Unsinn. Da wundert mich so ein Manifest auch nicht. Solche Texte kann man getrost als Gekritzel unterfickter und potthässlicher femifaschistischer Hasspredigerinnen (Solanas war geisteskrank.) ignorieren und sich wieder Texten zuwenden, die von Männern geschrieben wurden.

        (Gegen die Zensurreflexe: Männer abschlachten wollen ist femifaschistisch. Studien, die hier im Blog zitiert wurden, belegen, dass es besonders hässliche und sexuell vernachlässigte Frauen sind, die sich der Hassideologie Feminismus zuwenden. Statt mal die Ursache für ihren Verliererstatus im kapitalistischen System zu suchen, fällt ihnen nichts Hirnloseres ein, als mit Hass über ihre Mitmenschen herzuziehen. Spermamangel kann auch Depressionen verursachen, die Frau dann gerne mit einer Ideologie kompensiert, die Frauen aufwertet und Männer abwertet.)

    • Leszek

      „muss Das Verhältnis von Männern darauf reduziert und an etwa zehn Prozent der menschlichen Rasse aufrechterhalten werden.“

      Kann ich nicht sagen. Vielleicht ist es übertrieben (smaili).

      M. Daly: „Ich denke, dass es nicht eine schlechte Idee überhaupt ist. Wenn Leben auf diesem Planeten überleben soll, muss es eine Entgiftung der Erde geben. Ich denke, dass das durch einen Entwicklungsprozess begleitet wird, der auf die drastische Verminderung der Bevölkerung von Männern hinauslaufen wird. Leute haben Angst, dass Art des Zeugs mehr zu sagen.“ Ach Mary: runter mit den Köpfen!!!

      „Die wenigen überlebenden Männer mögen ihre kümmerlichen Tage mit Dropout und Drogen weiterfristen, als Transvestiten in Frauenkleidern herumstolzieren. Oder sie können gleich um die Ecke zum nächsten Selbstmord-Center gehen, wo sie unauffällig, schnell und schmerzlos vergast werden.“

      Wie ist die Autorin auf diese furiose Reaktion gekommen?

      „Auf Seite der Männerrechtler gibt es hin und wieder Einzelpersonen, die ähnlich menschenverachtenden Müll von sich geben“

      Gut, dass Du dies auch erwähnst.

      „Es muss also deutlich betont werden, dass es auch die andere Seite des Feminismus gibt – die konstruktive und humanistische Seite.“

  4. Leszek

    „Politik wird nicht mit der Gebärmutter gemacht.“ – sehe ich auch so.

    „Glück der Mutterschaft gefeiert. Kinder haben sei wunderbar, heisst es, und lohne, dass man die Berufstätigkeit ein paar Jahre lang aussetze. Das ist absurd.“

    Mein Glück als Mutter besteht noch darin, dass ich in meiner Tochter eine nennenswerte Rivalin erleben und daran üben kann.

    „Von den Feministinnen wird dies geduldet und oft sogar mitgetragen. Damit brechen die Fundamente des Feminismus auseinander.“

    Diese Passage zeigt, dass ein Klärungs-Prozess sowohl den weiblichen wie männlichen Menschen nötig ist.

    „Ich bin überzeugt, die höhere Lebenserwartung heute hängt über den Fortschritt der Medizin und der Hygiene hinaus auch damit zusammen, dass jeder besser nach seinen persönlichen Neigungen leben kann.“

    Ja und Tod nicht immer die schlechtere Alternative ist.

    „Ihre Töchter haben ein Problem mit den Müttern.“ Im Fall ich und meine Tochter stimmt es.

    „Darin liegt das Scheitern des Feminismus begründet. Unsere Generation hat es nicht verstanden, den Willen zum Kampf für die Gleichstellung und die Lust an der Auseinandersetzung weiterzugeben. Schon das Wort «Feminismus» klingt heute schal, verstaubt, überholt. «Wie öde!», antworten die Töchter. «Der freie Zugang zu Verhütungsmitteln und das Recht auf Abtreibung ist uns heute sicher, schönen Dank», sagen sie, «doch was haben wir letztlich davon? Ihr habt euch abgerackert, tagsüber bei der Arbeit und abends zu Hause, weil der Haushalt bei aller Emanzipation an euch hängen blieb. Nur um uns Kinder habt ihr euch bei all dem Stress nicht richtig kümmern können. Wir wollen auf keinen Fall so werden wie ihr. Als Superwomen habt ihr versagt.» Das ist die bittere Wahrheit. Das Pendel schlägt zurück. Das Mindeste, was wir in dieser Lage unternehmen können, ist der Versuch einer rücksichtslosen Bilanz und einer unerschrockenen Selbstkritik.“

    Nun eine Ergänzung: Trotzdem werden sie (die Töchter und zwar nicht alle) schwanger… Und – gewollt oder ungewollt – wird mein Kind im Kämpfen trainiert.

    „Kleinkinder in den ersten 3 Lebensjahren für ihre gesunde Entwicklung eine stabile, verlässliche und gesunde Beziehung zu mindestens einer erwachsenen Bezugsperson benötigen – egal ob Frau oder Mann“

    Wäre für mich ein Diskussions-Stoff nicht der Weisheit letzter Tropfen.

  5. zehen

    „Im Allg. denken Frauen nicht logisch, wissen nicht was sie wollen, denken und handeln völlig inkonsistent. Sie sind hysterisch, unbelehrbar, Narren, deren Gerede keiner ernstnehmen kann. (Ich wollte Frauen erst mit Kindern vergleichen. Aber da würde ich Kinder beleidigen.“

    Frauen können nicht mit Penis denken, weil sie kein haben…

    „Man hört von Frauen ständig nur Unsinn. Da wundert mich so ein Manifest auch nicht. Solche Texte kann man getrost als Gekritzel unterfickter und potthässlicher femifaschistischer Hasspredigerinnen (Solanas war geisteskrank.) ignorieren und sich wieder Texten zuwenden, die von Männern geschrieben wurden.“

    Da empfehle ich Dir die Bibel!

    „Statt mal die Ursache für ihren Verliererstatus im kapitalistischen System zu suchen, fällt ihnen nichts Hirnloseres ein, als mit Hass über ihre Mitmenschen herzuziehen.“

    Hast Du schon Deinen gefunden?

      • Das ist vor allem Anderen ein Strohmann. Keine der Frauen argumentiert hier so und viele haben sich von solchen Schriften bereits indirekt distanziert.

        Was soll also diese Übung, außer einen Opferstatus unter weißen, reichen Männer zu etablieren?

      • Haselnuss

        „Was soll also diese Übung, außer einen Opferstatus unter weißen, reichen Männer zu etablieren?“

        Vielleicht kannst Du es auch anders sehen: wenn sie sich trennen, beide müssen sich neue „Strategien“ erarbeiten?

      • @ Haselnuss: Boah sogar indirekt distanziert. Toll! Aber doch net ganz. Bei der lieben Lucia brichts halt dann doch teilweise an die Oberfläche. Muss schwer sein das zu unterdrücken. Das ist ungefähr so glaubwürdig wie wenn der H.C. Strache indirekt und zähneknirschend den Holocaust zugibt. Pfft… Geh bitte, so naiv brauch ma net sein.

  6. Galloway

    „Bei der lieben Lucia brichts halt dann doch teilweise an die Oberfläche.“

    Heißt es nicht Läuterungs-Prozess?

    „Vielleicht solltest du das mit der „Empathie“ etwas gelassener angehen.“

    Vielleicht kannst Du zusehen, wie Dein Fräund ertrinnkt. Ich konnte meine Fräundin nicht so einfach auf der Strasse stehen lassen…

  7. 1. Ertrinken etwas schlimmer wie Zahnarzt!

    2. Würd ich nicht die selben Panikgefühle haben wie der Ertrinkende. Ich würd eher cool bleiben versuchen und helfen. Meiner Meinung nach besser für den Ertrinkenden als hirnlose Empathie.

  8. Christian, du hast es richtig erkannt: Es gibt nicht nur einen Feminismus, sondern unzählige. Wenn sich zwei Feministinnen treffen, ergeben sich drei Definitionen. Manche Feministinnen sind für Sex, manche dagegen; manche sind für Abtreibung, manche dagegen; manche sind für Karriere, manche dagegen… aber das wird langsam langweilig. Klar ist nur, dass nicht alle Feministinnen gleichzeitig Recht haben können. (Wer weiß, vielleicht haben sie sogar alle Unrecht.)

    Aber Alice Schwarzer und Charlotte Roach haben eins gemeinsam, auch wenn sie den Gedanken kaum ertragen dürften: Sie kommen mit dem Leben nicht klar, insbesondere nicht damit, dass Frauen Mütter werden und so das Leben perpetuieren. Nur wie sie damit umgehen, ist unterschiedlich: Alice Schwarzer hasst Männer und (heterosexuellen) Sex prinzipiell; Charlotte Roach mag Sex, weil sie dadurch von ihren Komplexen abgelenkt wird, und mag Männer, weil sie Sex mit ihnen haben kann. Andere Leute, die mit dem Leben nicht klarkommen, schließen sich stattdessen einer Sekte an, nehmen Drogen oder flüchten sich in eine andere Sucht. Oder begehen Selbstmord. Wie Tolstoi sagte: „Alle glücklichen Familien sind einander ähnlich; jede unglückliche Familie jedoch ist auf ihre besondere Weise unglücklich.“ Auch eine Erklärung dafür, warum es so viele Sorten von Feministinnen gibt.

    Siehe auch: http://www.wikimannia.org/Feminismus

  9. Pingback: Männliche Sexualität, nackte Haut und Feminismus « Alles Evolution

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