Vorteile des Wettbewerbs

Zum Wettbewerb findet sich in der Wikipedia das Folgende:

Wettbewerb bezeichnet in der Wirtschaftswissenschaft das Streben von mindestens zwei Akteuren (Wirtschaftssubjekten) nach einem Ziel, wobei der höhere Zielerreichungsgrad eines Akteurs einen niedrigeren Zielerreichungsgrad des anderen bedingt. Inhaltsverzeichnis

In der Ökonomie unterscheidet man verschiedene statische und dynamische Funktionen des Wettbewerbs:

  • Steuerung: Bereitstellung von bedarfsgerechten Angeboten (Konsumentenpräferenzen) an Gütern (Waren oder Dienstleistungen) zu möglichst niedrigen Preisen
  • Ressourcenallokation: Bestmögliche Aufteilung der Produktionsfaktoren (Arbeit, Boden, Kapital) auf alternative Verwendungsmöglichkeiten und eine effiziente Faktorenkombination
  • Innovation: Produkt- und Verfahrensneuerungen sollen generiert und der technische Fortschritt verbreitet werden.
  • Verteilung: Primäre Einkommensverteilung (Markteinkommen) nach dem Prinzip der Leistungsgerechtigkeit
  • Anpassung: Schnelle Reaktion auf sich ständig ändernde Datenlage

Als soziale (gesellschaftspolitische) Funktionen von marktwirtschaftlichem Wettbewerb gelten:

  • Handlungsfreiheit: Die Marktteilnehmer sollen auf dem Markt ohne Wettbewerbsbeschränkungen handeln können. Die Handlungsfreiheit ist verschränkt mit der
  • Wahlfreiheit: Die Verbraucher haben die Wahl zwischen verschiedenen Angeboten und Arbeitnehmer die Chance zum Wechsel ihres Arbeitsplatzes. Freiheit, durch den Wettbewerb gefördert, ist neben Wohlstand ein Finalziel der Wirtschaftspolitik.
  • Kontrollfunktion: Funktionierender Wettbewerb mit einer Vielzahl von Konkurrenten beugt gleichzeitig starken gesellschaftlichen und politischen Machtstellungen vor.

Gerade Innovation ist dabei meiner Meinung nach ein wichtiger Faktor. Wettbewerb bringt Fortschritt und das seit Jahrmillionnen. In der Evolutionstheorie geht man davon aus, dass viele Lebewesen nur aufgrund von Wettbewerb das geworden sind, was sie heute sind. Ein dazu passender Begriff ist der des „Red Queen Race„. Dabei geht es darum, dass man ebenso wie die ewig rennende Herzkönigin in „Alice im Wunderland“ beständig laufen muss, nur um seinen Platz in der Welt zu halten. Für die Tiere der Frühzeit mag ein kleines Gehirn ausreichend gewesen sein, weil die Jäger keine subtilen Jagdtechniken hatten und brauchten und die Gejegten demnach keine subtilen Erkennungsmechanismen und Auswertungsmechanismen benötigten. Natürlich wären sie schon damals hilfreich gewesen, aber es reichte eben der damalige Stand um zu überleben. Allerdings befanden sich Jäger und Gejagter in einem Rüstungswettlauf und dieser Wettbewerb machte immer höhere Leistungen des Körpers und des Gehirns erforderlich. Ein gleicher Mechanismus läßt sich auch innerhalb der Spezies aufbauen.

Auch in der technischen Entwicklung belebt Konkurrenz das Geschäft. Wer keinen Konkurrenten hat, der kann sich wesentlich mehr zeit mit neuen Produkten lassen, er wird die alten Produkte trotzdem verkaufen, weil die Leute nichts anderes kaufen können. Eine Gesellschaft, die nur für den Bedarf produziert, wird demnach nicht das gleiche Interesse an technischem Fortschritt haben, wie eine Gesellschaft, in der die Produzenten gegeneinander um die Kunden kämpfen müssen und die Qualität oder der Preis ihrer Produkte den Marktregeln unterliegt.

Es spricht vieles dafür, dass der Umgang mit Wettbewerb im Beruf um den Beruf Männern im Schnitt mehr liegt als Frauen

Aber der Schluss daraus, dass Frauen dann lieber in einer Gesellschaft leben wollen, in der es keinen Wettbewerb gibt, ist meiner Meinung nach trotzdem falsch. Frauen mögen im Schnitt weniger Interesse daran haben, sich in einem Wettbewerb zu beweisen als Männer (auch wenn einzelne Frauen da Männern in nichts nachstehen müssen), sie haben aber durchaus ein hohes Interesse an den Folgen des Wettbewerbs, nämlich dem sich daraus ergebenden Wohlstand und dem technischen Fortschritt.
Es zeigt sich meiner Meinung nach sogar, dass Frauen eher in Gegenden ziehen, die fotschrittlich und modern sind und den sich daraus ergebenden Luxus seltener ablegen wollen. Das sieht man im Osten, wo die Flucht aus armen Gebieten unter Frauen am höchsten ist, und das sieht man teilweise bereits bei der Bereitschaft einen Campingurlaub etc zu machen oder anderweitig den Luxus warmer Duschen oder einer Waschmaschine aufzugeben. Der Hang von Frauen zu Luxus ist sicherlich nicht kleiner als der von Männern, wie auch bereits diverse Luxushandtaschen und Luxusschuhmarken demonstrieren. Auch Frauen mögen Luxusgegenstände als Costly Signal ihrer Fähigkeiten.
Dies berücksichtigen meiner Meinung nach die meisten „Matriarchatstheorien“ nicht: Frauen haben nichts gegen eine Gesellschaft mit hohem Wettbewerb, wenn sie die direkte Auseinandersetzung mit diesem an die Männer abgeben können.