Schönheit und Vergebung

Eine Studie zu unser Wahrnehmung von schönen Leuten:

Two studies examined the influence of a female offender’s level of physical attractiveness on forgiveness. In Study 1, an apology offered to a male participant (role-playing a victim) by an attractive female offender was more effective at increasing forgiveness compared to the same apology offered by a less attractive offender. In contrast, female participants displayed the opposite pattern, responding more positively to the less attractive offender. Study 2 revealed that this effect was mediated by participants‘ judgments about the quality of the apology received. Male participants judged the apology as higher in quality when it was offered by the attractive offender, whereas female participants rated the apology as higher quality when it was offered by the less attractive offender.

Source: „Is beauty a gift or a curse? The influence of an offender’s physical attractiveness on forgiveness“ from Personal Relationships

Würde also bedeuten, dass schöne Frauen sich mehr erlauben können, während Frauen bei schönen Männern skeptischer sind. Das erklärt, die Skeptik vieler weiblicher Leser dieses Blogs 😉

Eine Erklärung wäre, dass Männer bei schönen Frauen nicht viel zu verlieren hatten, weil sie die Kosten einer Schwangerschaft abwälzen können. Die Frauen hingegen hatten, weil der Mann auch für andere Frauen attraktiv war, eher etwas zu verlieren.

30 Gedanken zu “Schönheit und Vergebung

  1. Wie man auf die Idee kommen kann, die Wahrnehmung schöner Menschen mit einem Täter-Opfer-Rollenspiel zu definieren erschließt sich mir nicht. Die Annahme, dass einem schönen Täter eher vergeben wird, als einem Hässlichen ist doch an den Haaren herbeigezogen. Die Tat eines schönen Menschen wird ja durch sein Aussehen nicht besser. Und die eines Hässlichen nicht schlechter.

    Oberflächlicher geht’s ja wohl kaum noch. Dass das auch dem Gleichheitssatz der Menschenrechte widerspricht, spielte anscheinend auch keine Rolle.

    Und wo du deine Erklärung herzauberst, dass Männer bei schönen Frauen weniger zu verlieren hatten, weil sie die Kosten einer Schwangerschaft abwälzen können, bleibt wohl dein Geheimnis, denn in dem Text kommt Schwangerschaft gar nicht vor.

    • @lucia

      „Die Tat eines schönen Menschen wird ja durch sein Aussehen nicht besser. Und die eines Hässlichen nicht schlechter.“

      Moralisch nicht. Aber anscheinend ist es eine Wertung, die wir Menschen vornehmen.

      „Oberflächlicher geht’s ja wohl kaum noch.“

      Gene sind eben nicht gerecht.

      „Dass das auch dem Gleichheitssatz der Menschenrechte widerspricht, spielte anscheinend auch keine Rolle.“

      Warum sollte es auch eine Rolle spielen bei einer solchen Bewertung? Das ist ungefähr so als würdest du sagen, dass es ungerecht ist, dass Fett und Zucker zusammen häufig lecker schmecken.

      „Und wo du deine Erklärung herzauberst, dass Männer bei schönen Frauen weniger zu verlieren hatten, weil sie die Kosten einer Schwangerschaft abwälzen können, bleibt wohl dein Geheimnis,“

      Das Männer die Kosten einer Schwangerschaft abwälzen können ist ja denke ich nicht strittig. Zumal unter steinzeitlichen Bedingungen. Einer schönen Frau wenige lange böse zu sein kann dann durchaus sinnvoll sein, weil man dann vielleicht eher mit ihr schlafen kann oder aber auch nur weniger andere Männer verärgert, die sich auf ihre Seite stellen um mit ihr zu schlafen. In beiden Fällen könnten sich entsprechende Gene im Genpool anreichern.

      “ denn in dem Text kommt Schwangerschaft gar nicht vor.“

      Und deswegen darf ich ihn nicht interpretieren?

      • Wertungen die WIR Menschen vornehmen, stimmt ja schon mal gar nicht, ne?

        Wieso sollten Gene gerecht sein? Nix sagende Polemik. 🙂

        Es sei dir nicht genommen, was du interpretierst oder eben nicht. Nur finde ich es zumindest besser, wenn es einen Zusammenhang mit dem Rest hätte.

    • @ Lucia

      *Dass das auch dem Gleichheitssatz der Menschenrechte widerspricht, spielte anscheinend auch keine Rolle.*

      Menschenrechte?

      Die Canaille soll Rechte haben?

      Seit wann?!

    • „Wie man auf die Idee kommen kann, die Wahrnehmung schöner Menschen mit einem Täter-Opfer-Rollenspiel zu definieren erschließt sich mir nicht.“

      Da man aus früheren Untersuchungen bereits weiß, dass die Attraktivität eines Menschen dessen Wahrnehmung und Bewertung durch andere beeinflusst, stand die Hypothese im Raum, dass dies auch für den Akt des Verzeihens zutreffen könnte. Der Zusammenhang erscheint eigentlich trivial.

      „Die Annahme, dass einem schönen Täter eher vergeben wird, als einem Hässlichen ist doch an den Haaren herbeigezogen.“

      Diese „an den Haaren herbeigezogene“ Annahme wurde in der Studie bestätigt. Haben sie den Artikel überhaupt gelesen, den sie hier kommentieren?

      „Oberflächlicher geht’s ja wohl kaum noch. Dass das auch dem Gleichheitssatz der Menschenrechte widerspricht, spielte anscheinend auch keine Rolle.“

      Die Natur hält sich nicht an die Menschenrechte – weia, das ist ja ungeheuerlich. Das erfordert umgehende Sanktionen durch den Sicherheitsrat der UNO!
      Ist das wirklich ihr Weltbild? Dass sich die Realität an ihre Ideologie anzupassen hat?

  2. Die Schönheit eines Mannes ist für die Frau ein Versprechen, das, wie auch immer gebrochen, gnadenlos gerächt wird. Die Schönheit einer Frau jedoch ist dem Manne eine Freude, die ihn milde stimmt…

    • @ Messi

      Stimmt.

      Wenn sich mir Tippse zu Füßen schmeisst, barmt und weint, fleht und die Hände ringt, kommt sie gar nicht dazu, mir die Füße zu küssen, so schnell hebe ich sie auf.

      Wenn ich mich ihr zu Füßen schmeisse, komme ich auch nicht dazu, ihre Füße zu küssen, so schnell tritt sie nach imir.

  3. Dass schöne Menschen sich mehr erlauben dürfen, bevorzugt und insgesamt positiver gesehen werden, ist ja nun eine Binsenwahrheit.

    Vielleicht sind Frauen bei schönen Männern skeptischer, weil bei ihnen männliche Schönheit eine eher untergeordnete Rolle spielt. Für Frauen zählen eben eher „materialistische“ Werte (Status, Geld, Arbeitskraft).

    Frauen halten sich bei der Beurteilung körperlicher Attraktivität bei Männern sehr zurück, ganz im Gegensatz zu Schwulen (die eben weit weniger „weiblich“ denken, als man klischeehaft annimmt) oder heterosexuellen Männern bei Frauen.

    • „Frauen halten sich bei der Beurteilung körperlicher Attraktivität bei Männern sehr zurück, ganz im Gegensatz zu Schwulen “

      Als ob wir euch in unsere geheimen Zirkel reinlassen. 😛

      „(die eben weit weniger „weiblich“ denken, als man klischeehaft annimmt)“

      Das ist kein Klischee, Adrian, das ist alles hochwissenschaftlich bewiesen. Hast du eigentlich schon deinen Schwulenfinger abgemessen? Finnen sind auch ein bisschen schwuler al Polen, hab ich gelesen. Seit gestern hab ich meine Diagnose: lesbischer Autistenfinger auf der linken Seite.

      • „Als ob wir euch in unsere geheimen Zirkel reinlassen.“

        Nun, damit habe ich auch gemeint, dass Frauen im gesellschaftlichen Kontext weitaus weniger offenlegen, was sie an Männern attraktiv finden.

        Es wäre ja auch taktisch unklug, die Männer wissen zu lassen, was Frau von ihnen will. Das würde der Dressur der Männer im höchsten Maße abträglich sein, und der Frau damit den
        entschiedenden Teil ihrer gesellschaftlichen Macht kosten.

      • @Adrian

        „Nun, damit habe ich auch gemeint, dass Frauen im gesellschaftlichen Kontext weitaus weniger offenlegen, was sie an Männern attraktiv finden.

        Es wäre ja auch taktisch unklug, die Männer wissen zu lassen, was Frau von ihnen will. “

        Hm…naja…

        Klar wird man einem aus Höflichkeit nicht direkt vor den Latz knallen, dass man seinen Kessel abstoßend findet. Ob das Taktik ist? Hab ich zumindest noch nie egal ob von Männern oder Frauen gehört.

        Dein Pinguin-Avatar ist übrigens ziemlich süß 😉

      • @ Ketcar

        *Dein Pinguin-Avatar ist übrigens ziemlich süß *

        Is‘ ja ekelhaft.

        Wie Du Dich einschleimen kannst.

        Eine völlig neue Seite an Dir.

        Aber Du hast Recht, sind bestimmt die schwulen Pinguine im Bremer Zoo, stimmt’s, Adrian?

        Hat der eine nicht sogar begonnen einen Kieselstein zu bebrüten, aus Verzweiflung über den fehlenden Nachwuchs?

      • „Is’ ja ekelhaft.

        Wie Du Dich einschleimen kannst.“

        So ekelhaft, wie sich hier, auf dieser Plattform, von DschinDschins Auswürfen betroffen und empört zu distanzieren und ihm drübend sabbernd freudig Beifall zu klatschen?

        Du solltest deine Antworten mal sauberer auf Projektionen scannen, Roslin.

        Abgesehen davon SIND Pinguine einfach toll und Adrians Avatar ziemlich süß. 🙂

      • @ Ketcar

        *Du solltest deine Antworten mal sauberer auf Projektionen scannen, Roslin.*

        Mach‘ ich doch ständig, Ketcar.

        Mit dem Ergebnis, dass ich manchmal feststellen muss, „eklige“ Menschen gar nicht so unsympathisch zu finden.

        Sie sind mir oft lieber als die glatten lieben.

        Ist sicher nur Selbstschutz 🙂

  4. Manchmal verirre ich mich an proletische Veranstaltungen – mit Bier und Wurst oder Wodka und Clubmusik. Und ich bedaure es hinterher eigentlich meistens. Das einzig Spannende an solchen Anlässen ist es, sich als Beobachter am Balzverhalten der Anderen zu amüsieren.
    Und es fällt auf: Es gibt keine andere Gruppe von Menschen welche sich dermassen daneben benehmen kann, die sich völlig von jeglichen Anstandsregeln absetzen kann, die sich absolut arrogant gebärden kann und dennoch ungestraft bleibt – mehr noch: die sogar noch beliebt, gefragt und begehrt wird, wie hübsche junge Frauen (so zwischen 20 und 25 Jahren). Dies Frauen können sich alles erlauben!
    Das ist (wenigstens für mich) etwas schockierend – doch habe ich meinen Trost schon gefunden. Diese Phase hält bei den Damen auch nur für fünf oder sechs Jahre an – geht es gegen die dreissig zu, dann ändert sich ihr Verhalten mit einem Schlage. Die Zeit spielt für die Männer und rächt sich grausam an den Frauen. Ha! Was lache ich doch auf dem Heimweg innerlich (alleine – oder mit einer Torschlusspanikbraut am Arm).

    • @raskalnikow

      Dein Begriff „Torschlusspanikbraut“ sowie dein Name des Protagonisten, der im gleichnamigen Film, zwei Frauen aus Habgier ermordet, passen zu deiner Frauen verachtenden Gesinnung.

      Die spüren andere „normale“ Frauen, bei denen du wohl keinen Erfolg hast. Jede „Torschlusspanikbraut“ kann einem leidtun, die dir auf den Leim geht. Wenn’s denn überhaupt stimmt, denn Kerlen wie dir, kann frau eh nix glauben.

  5. off topic

    im folgenden artikel: http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article13449651/Der-Papst-laesst-keine-Schwulen-steinigen.html

    stellt Autor Henryk M. Brode eine frage :“ Wie weit muss die Emanzipation der Lesben, Schwulen und Transgender gehen, um als vollendet zu gelten?“

    mich hat das zu der frage geführt wie das endziel für die frauenbewegten hier aussieht. wie muss die gesellschaft aussehen (ganz praktisch) damit ihr sagt: „thema erledigt“
    ich habe den eindruck das so etwas nicht existiert sondern das immer weiter gefordert wird.

    (oder gabs die frage schon?)

      • hi adrian

        der artikel ist eine variante von ‚ich bin opfer, keiner versteht mich und meine gefühle werden verletzt.‘

        das führt doch zu nichts.

        besser wäre es doch menschen so zu akzeptieren wie sie sind. das gilt im moment mehr für die gruppen, die broder angesprochen hat, denn für alle anderen.
        aber statt dessen machen diese gruppen genau das was sie anderen vorwerfen,sie nehmen keine rücksicht auf die gefühle und empfindungen von anderen menschen oder ist der papst kein mensch ?

  6. @Holger
    „ich habe den eindruck das so etwas nicht existiert sondern das immer weiter gefordert wird.“

    Den Eindruck hast nicht nur du, nur irgendwann wird es sich so wohl nicht mehr spielen.

    @ Adrian
    Artikel gelesen, zur Kenntnis genommen – Meinung teile ich nicht. Da du aber gleichzeitig der Meinung bist, dass der Staat – so wie ich dich verstehe – nicht das Recht hat sich in zwischenmenschliche Belange einzumischen (egal welche Orientierung auch immer) – grundsichernde Maßnahmen wie Lebensschutz ausgenommen – kann ich damit leben.

    Anders wäre es, und das ist das Pulverfass, auf dem wir momentan alle sitzen, du wärst, wie sehr viele (linke?) Meinungsmacher dafür, dass der Staat in einer demokratischen Gesellschaft handlungsleitend, „entwicklungsfördernd“ in den zwischenmenschlichen Bereich eingreifen sollte/Stw.: Gender Mainstreaming usw. – jetzt ganz unabhängig davon ob dies homosexuelle Belange betrifft oder nicht.

  7. @ Terminator

    Was ist? Bist Du ein Hosenscheisser? Bist Du nicht auch froh, dass die Schwulen anstatt Frauen Männer abgreifen?

    Besonders deswegen sind mir die Schwulen willkommen.

    Wenn sie sich auch beerben lassen wollen von ihren Geliebten, sollte das wohl kein Problem sein.
    Wenn sie wollen, dass ihre Partner entscheiden, wann die Herzlungenmaschine off geht, dann wohl auch das nicht, nicht wahr?

    Alles weitere ist off topic now.

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