Die Hundebürste und weibliche Kommunikation

Eine Freundin hat es sich mit der Mutter ihres Freundes verdorben. Ein Grund:

Die Freundin bürstete wohl gerne den Familienhund. Als sie eines Tages dort war war aber die Hundebürste nicht an ihrem Platz. Sie fragte also die Mutter, wo die Hundebürste ist.

Die Mutter nahm dies zum Anlass sauer auf die Freundin zu sein.

Warum?

Sie sah darin den indirekten Vorwurf, den Hund nicht genug zu pflegen.

9 Gedanken zu “Die Hundebürste und weibliche Kommunikation

  1. Vorwürfe können das aber nicht sein. Wohl eher ist der Freund schuld. Wie auch nicht die spanische Doppelmörderin, die ihren Lebenspartner und einen Ex in Wien erschossen, zerstückelt und eingemauert hat nicht schuld ist, sondern die bösen Männer, die sie angeblich misshandelt haben. Ob sie nur kein Kind wollten oder nicht ist egal. Die österreichischen Medien kolpotieren es nunmal so. Frauen töten nicht ohne Grund!

  2. Och ja, hört mir doch auf! Überempfindlichkeit kenn ich auch von manchen Männern zur Genüge.
    Bei Frauen wird es nur viel mehr betont, weil es ja so „typisch Frau“ ist.

    Und da werden dann aus so dermaßen absurden Situationen allgemeingültige Beispiele für „weibliche Kommunikation.“
    Tut mir leid. Blödsinn.

    • @ Maren
      Danke für deinen erbauenden Kommentar. Du wirfst Christian Verallgemeinerung vor, berufst dich selbst auf erlebte Einzelfälle und meinst damit die Norm, die Aussage über den Schnitt, verneinen zu können.

      Liebe Maren, da muss ich dich enttäuschen. Meines Wissens! bestätigt sowohl die Psychologie (Entwicklungspsychologie, Paarforschung etc.), bestätigen die Neurowissenschaften, die Gehirnforschung (verschiedene Aktivitätsareale bei emotionaler Verarbeitung zwischen Mann und Frau) und die Medizin (Psychiatrie), meines Wissens bestätigt der normale Hausverstand, was Christian schreibt.

  3. @ Maren

    Tut mir leid, Maren, entspricht auch meiner Erfahrung.

    Frauen reagieren im Schnitt verletzter, kränkbarer als Männer.

    Z.B. wage ich es bei Frauen erst nach einer sehr viel längeren Kennenlernphase, so frotzelnd-sarkastisch mit ihnen umzugehen, wie ich das bei Männern zu einem sehr viel früheren Zeitpunkt und auch drastischer mache.

    Dasselbe bei sachlicher Kritik, wo ich mir bei Frauen sehr viel sorgfältiger überlege, wie die rhetorisch zu verpacken sei, um nicht als persönlich kränkend empfunden zu werden.

    Ich erlebe Frauen häufig als sehr viel kränkbarer, empfindlicher als Männer, schneller beleidigt, tiefer beleidigt.
    Der Umgang mit Männern ist hier sehr viel unkomplizierter und entspannter.

    Hinzu kommt, dass viele Frauen gelernt haben, von Kindergartentagen an, sich „nichts gefallen zu lassen“, sich diskriminiert zu fühlen, sich beim geringfügigsen Anlass beleidigt zu fühlen, gelernt haben, dass Männer böse Unholde sind, gelernt haben, auf jedes Zeichen von Unterdrückungs-und sexuller Belästigungsabischt zu lauern und mann ihnen gegenüber ein besonders kontrolliertes Verhalten an den Tag legen muss, denn der kleinste Fehltritt, die kleinste Fehlinterpretation, die kleinste Zweideutigkeit, die kleinste Unkonzentriertheit kann den Job kosten, wenn es der Frau so gefällt.

    Einmal zu lange und zu tief in den Ausschnitt gestarrt und der Mann bekommt Probleme, wenn die Trägerin der Bluse es so will.

    Der Mann bekommt die Probleme, denn Frauen dürfen anziehen, was sie wollen, Männer aber nicht mehr gucken, wohin sie wollen, denn das könnte als Belästigung angezeigt werden.

    Das Klima zwischen Männern und Frauen wird immer unentspannter, immer gründlicher vergiftet.

    • Roslin, das mag ja sein, aber auch da gibts Abstufungen. Und zwischen „Lass ihn mal reden, wenns ihn glücklich macht“ und Vendetta wegen ner Bürste gibts ne Menge Zwischentöne möchte ich meinen.

      Dass Frauen verletzbarer sind, kann sein, liegt allerdings glaube ich in erster Linie daran, dass das weibliche Bild von Ehre viel stärker auf der der Außenwirkung fußt (vgl. guter/schlechter Ruf).

      Was mich an diesem bestimmten Beispiel so nervt, ist, dass sich hier mal wieder was besonders absurdes und eigentlich nichtiges rausgepickt wurde, ein Einzelfall eines besonders empfindlichen Exemplars, in einer Situation, wo die meisten Frauen DEUTLICH gelassener reagieren würden, und das als Maß der Dinge dargestellt wird.
      Zudem kommt ja noch, dass die Bürste ja wohl nicht der einzige Grund ist, weswegen sich die beiden nicht mehr verstehen “ Eine Freundin hat es sich mit der Mutter ihres Freundes verdorben. Ein (!) Grund:…“

      Das zeigt mal wieder schön das Klischee von der hysterischen, irrationalen Frau, die weder von Argumenten noch Sachlichkeit beleckt ist.
      Und in diesem Ausmaß ist das einfach nicht wahr!

      • @Maren

        Es ist kein Beispiel, das zeigen soll, wie die meisten Frauen reagieren. Aber ich fand es, als ich es hörte, recht typisch für eine Reaktion, die -wenn auch so übertrieben sicherlich nicht häufig – eher bei Frauen auftritt.

        Natürlich ist die Bürste nicht der einzige Grund. Sie mag sie halt nicht. Und dann – so jedenfalls meine Erfahrung – wird vieles was die nicht gemochte andere Frau macht, gerade von Frauen so interpretiert, dass es ein Vorwurf ist.
        BHD hatte ja mal das weibliche Denken in Zusammenhängen angesproche, was wie ich meine gerade in Bezug auf Gefühle aktiv ist, Da wird dann eben bei jeder Handlung zunächst erst einmal überlegt, ob es einen Zusammenhang auf persönlicher Ebene geben könnte, hier eben das die nicht gemochte Person eigentlich Kritik üben möchte und deswegen nach der Bürste fragt, während die meisten Männer die Frage wohl eher auf der Problemlösungsebene gesehen hätten – die Bürste ist weg, wo könnte sie hin sein?

        Ich glaube schon, dass Frauen ihre Feindschaften oft diskreter austragen und dann auch eher jedes Wort auf die Goldwaage legen. Das sie dennoch in einem berufsbezogenen oder sachlichen Kontext rational sein können. ist dann wieder etwas anderes.

      • * dass sich hier mal wieder was besonders absurdes und eigentlich nichtiges rausgepickt wurde *

        Verstehe ich nicht. Wir lernen immer an Beispielen, an denen man etwas sehen kann, meistens in ganz besonders übertriebener Form, damit es klar und deutlich wird, was der Erzählende meint. Damit wird nicht gesagt, dass es immer und überall so ist, sondern dass man an diesem Beispiel überdeutlich sieht, was in anderen Zusammen als ähnlich empfunden wird oder empfunden werden kann. Dahinter steht immer ein ganz klares „Es ist ein Beispiel, und es kann sein, dass es sonst nirgends so ist, aber ich möchte daran – und nicht damit – irgendwas erklären“.

        Die ganze Mathematik funktioniert ausschließlich mit diesen Beispielen, die Gleichung „3+4=7“ zeigt das exemplarisch, obwohl es in der Natur die Zahlen 3, 4 und 7 eigentlich gar nicht gibt: es sind nur Annäherungswerte, die es uns erlauben, überhaupt mal exemplarisch irgendwas festzustellen und dann entscheiden können, ob uns was richtig oder falsch erscheint. Und nicht nur in der Musik ist das so: ob es sich um die Philosophie, die Musik, die Farbenlehre oder was auch immer handelt – alles rankt sich an solchen fokussierten Themen hoch. Es hilft uns, die Welt zu verstehen, uns vor unliebsamen Überraschungen zu schützen und auch einigermaßen in Frieden miteinander leben zu können.

        Immerhin reichen diese Annäherungen, um damit auf den Mond zu fliegen. Aber die kleinen Ungenauigkeiten reichen auch, dass Hedgefonds-Ritter unermeßlich reich und andere eben arm werden, also müßte man eigentlich auch gleich die ganze Mathematik verbieten, weil es eben auch Fälle gibt, wo sie nicht so überschaubar ist.

        Ich schlage also vor, dass wir uns diese kleinen Beispiele gönnen und dann schauen, ob sie unserer Wahrnehmung entsprechen oder nicht. Meiner Wahrnehmung entspricht das Beispiel, das Christian genannt hat.

        Dass hier jemand die Definitionshoheit für sich geltend macht, welche Beispiele genehm sind und welche nicht, ist für niemanden von Nutzen.

  4. Wer mit solchem Quatsch weibliche Kommunikation pauschalisiert, offenbart einerseits sein Schubladendenken und das er nicht bis drei zählen kann andererseits.

    Christian lass dich samt deiner Maskulistenfreunde eintüten und am besten gleich ins Universum nebenan schicken.

    btw. wäre die Quellenangabe die Bild-Zeitung?

    • @ Lucia

      *Christian lass dich samt deiner Maskulistenfreunde eintüten und am besten gleich ins Universum nebenan schicken.*

      Beleidigt?

      Meinst Du, im Universum nebenan wär’s besser?

      Weißt Du was darüber?

      Ich meine, empirisch gesicherte, verläßliche Informationen.

      Hab‘ keine Lust, den Weg in’s Universum nebenan auseinander zu klabüstern, mich dorthin aufzumachen, um dann völlig unvorbereitet in die Arme einer schwer übergewichtigen Matriarchenvettel mit strähnig-fettigen Haaren und steinzeitlichem Wohnkomfort zu plumpsen, der vor 15 Jahren die letzten Männer fortgelaufen sind.

      Da komm‘ ich doch nie wieder weg!

      Die wird mich gleich zur Brust nehmen (*schüttelllll*) und in Ewigkeiten nicht los lassen.

      Bevor das nicht 150 % abgeklärt ist, bringst Du mich hier nicht weg, mit oder ohne Tüte!

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