Pickup, Gefühle und Beziehungen

Im Pickup darf man keine Gefühle zeigen, es ist nur für entwürdigendes Aufreißen, aber nicht für Beziehungen gedacht, es reduziert Frauen zu Objekten, mit denen man Sex haben will, so lautet eine häufig von Gegnern vorgebrachte Kritik (vgl zu weiterer Kritik: „Pickup und zielgerichtetes, bewusstes Verhalten, das auf eine positive Reaktion aus ist“ und „Pickup ist unehrlich und entwürdigend für Frauen„)

Das ist meiner Meinung nach falsch, denn Pickup beschäftigt sich damit, wie man sexuelle Spannung und emotionale Bindung aufbaut, was meiner Meinung nach Bestandteil jeder Beziehung sein sollte.

Richtig ist insoweit, dass die Beziehungsaspekte häufig nicht das große Thema im Pickup ist, sondern sich vieles auf Sex und das erste Kennenlernen bezieht. Aber das ändert nicht daran, dass diese Prinzipien auch in anderen Zusammenhängen genutzt werden können.

Dabei verändert sich häufig bei einer Betrachtung nach dem Ziel oder dem zeitlichen Zusammenhang nicht das Mittel, sondern nur die Art der Anwendung.

Um es aus einem Beispiel aus der Anfangsphase zu illustrieren.

Eine übliche Vorgehensweise im Pickup wäre es, die Gruppe, in der sich die interessante Frau befindet, nach ihrer Meinung zu einem bestimmten, für Frauen interessanten Thema, anzusprechen und dabei die Freundinnen wunderbar zu finden, die Frau für die man sich interessiert, aber eher zu necken. Dann würde man überleiten zu Geschichten in die subtile Hinweise auf einen eigenen hohen Wert eingebaut sind, seien es Geschichten, in denen man schnelle Entscheidungen treffen muss, um Probleme zu lösen („Anführereigenschaften“), seine kleine Nichte beschützt („Beschützereigenschaften“) oder an denen deutlich wird, dass man andere Frauen in seinem Leben hat, die an einem interessiert sind („von anderen Frauen für gut befunden“) etc. Erst wenn man hier einen eigenen hohen Wert dargestellt hat, versucht man etwas an der Frau, die einen interessiert zu finden, was ihrerseits einen hohen Wert ausdrückt. Und dabei kann man natürlich eine beliebige Sache nehmen, nur um bei ihr zu landen oder aber etwas, was einem tatsächlich etwas bedeutet, etwas, bei dem man meint, eine echte Verbindung mit ihr aufbauen zu können. Das kann dann ein guter Spruch sein, bei dem man feststellt, dass sie selbstbewußt und schlagfertig ist und sich nicht unterkriegen läßt oder was auch immer. Wenn es nur darum geht, sie rumzubekommen mag man etwas hervorheben, was einem eigentlich egal ist. Wenn man aber auf der Suche nach einer Beziehung ist, dann mag man feststellen, dass sie keine Eigenschaft hat, die einen interessiert, und sich entweder freundlich verabschieden und jemanden anders kennenlernen oder aber schauen, ob einen eines der anderen Mädels aus der Gruppe interessiert.

Das gute Gefühl bei ihr, von jemanden mit hohem Wert wegen einer ihm aufgefallenen wertvollen Eigenschaft respektiert zu werden, ist so oder so vorhanden und bewirkt, sofern es echt wirkt, eine gewisse Sympathie. Weil es eben etwas persönliches, subjektives ist, was einen Wert hat.

Das Mittel an sich, erst ihr Interesse zu wecken und sie dann wegen einer nachhaltigen Eigenschaft bei ihr, statt nur wegen ihres Aussehens zu mögen, ist neutral.

Man kann es nicht nur beim Flirten, sondern nahezu überall einsetzen. Auch der männliche Kollege ist zufriedener, wenn jemand bemerkt, dass er derjenige ist, der immer wieder mal ein Treffen außerhalb des Büros organisiert. Und auch hier kann es echt gemeint oder taktisches Mittel sein.

Es ist eben ein klassisch menschliches Gefühl.

Zudem kommt nach der ersten Phase, in der es um gegenseitige Anziehung geht, die Konfortphase, in der es darum geht, mit einander vertraut zu werden und Gefühle aufzubauen. Klassische Mittel dazu hatte ich bereits in der  Einführung ins Pickup dargestellt.

  • Passion/Purpose
  • Seeing her the way she wants to be seen
  • Hot/Cold
  • Future Projections
  • Emotional Honesty
  • Whirlwind Courtship
  • The feeling that both of you are bound for greatness and you are on the same path

Ich will dies an ein paar Beispielen erläutern:

  •  Seeing her the way, she wants to be seen

Jemanden so zu sehen, wie er sich selbst sieht, führt dazu, dass diese Person davon ausgeht, dass die andere Person sie versteht, eine tiefe Verbindung mit einem hat und man daher ihr vertrauen kann.

Dazu mag bei einem ersten Kennenlernen ein einfacher Coldread gehören, bei der man eine unbestimmte Aussage macht, die auf die meisten Personen zutrifft und die sie für sich selbst mit Leben füllt (Beispiel zB hier) bei einer kürzeren Beziehung kann dies dann auf mehr Wissen gestützt werden und bei einer 20 Jahre alten Ehe kann man ihr deutlich machen, dass man dieses Wissen tatsächlich hat, weil man auf 20 Jahren Erfahrung im Leben mit ihr aufbauen kann.

  • Darstellung zukünftiger gemeinsamer Unternehmungen

Das Darstellen gemeinsamer zukünftiger Erlebnisse hat verschiedene Funktionen. Es dient zum einen dazu, sie diese gemeinsamen zukünftigen Unternehmungen bereits gedanklich durchleben zu lassen, was ihr das Gefühl gibt, schon mehr mit einem gemacht zu haben, es dient dazu, sie durch bestimmte in diesen Unternehmungen angelegte positive Emotionen zu schicken, was ebenfalls diese Emotionen, es dient dazu, weiteres Interesse über den Moment hinaus zu demonstrieren und es dient dazu ihr etwas zu geben, was sie erleben will und sie dazu zu bringen, weitere Zeit mit einem zu verbringen.

Das kann beim ersten Kennenlernen die Unternehmung sein, die man beim darauf folgenden ersten Ausgehen haben könnte, beispielsweise indem man ihr schildert, wie man ein gemeinsames Picknick im Sonnenschein macht, dass kann nach einer kurzen Beziehung der erste gemeinsame Urlaub sein, dass kann bei einer ernsteren Beziehung das spätere Leben mit Kindern sein und das kann nach 35 Jahren Ehe der Ruhestand sein. Natürlich kann man auch hier entweder eine Geschichte erzählen, die nie passieren wird, etwa indem man einen Banküberfall plant oder ein Attentat auf den den Sprecher der Seitenbacherradiowerbung. Es kann auch eine Vorspiegelung sein, indem man dem Date kurz vor dem Sex erzählt, dass man umbedingt gemeinsam in Disko X gehen muss, damit sie sich nicht so schlampig fühlt und man Last Minute Resistants abbaut, obwohl man selbst beschlossen hat, sie nach dem Sex nie wieder zu sehen oder dies sogar beide beschlossen haben und wissen, dass sie sich danach nie wieder sehen werden.

Auch hier ist das Mittel neutral. Man kann es im Guten wie im bösen, in einer ehrlichen Beziehung oder aber zum Aufreißen im Stile eines Pump and dump benutzen.

Man kann es auch außerhalb des Pickups benutzen, etwa um Kollegen zu motivieren („Wenn wir erst einmal die Krise überwunden haben, dann wird es wunderbar…“ oder „wenn Sie erst einmal Partner sind…“ ) und auch hier kann es ernst oder nicht ernst meinen.

  •  Hot and Cold

Auch bekannt als Push/Pull dient dazu ein gewisses Wechselbad der Gefühle hervorzurufen, was ähnlich wie bei Sauna/Schwimmbecken die Intensität steigert und die Gefühle anregt. Es ist auch eines der Mittel, mit dem man gut eine Verbindung zwischen der sexuellen Anziehung und der Gefühlsebene finden kann.

Meiner Meinung nach ist gerade die Kombination von Konfort und Anziehungsmaterial gut dazu geeignet in einer Beziehung/Ehe genutzt zu werden.

Dabei kann man sie bei Alltagsbesorgungen und normaler Laune einfach einmal zu sich heranziehen (beispielsweise wenn man eh Händchen haltend durch die Gegend geht, indem man sie mitttels einer handbewegung in einer Pirouette zu einem herum dreht, bis man sie im Arm hat) ihr in die Augen schauen und ihr etwas gefühlvolles sagen, ihr dann einen Kuss geben und diesen dann mit einem „So, genug der Romantik“ abbrechen und sie etwas wegschieben um mit ihr weiterzugehen. Das eine offenbart tiefe Gefühle, die aus einem herausbrechen und damit authentischer wirken, dass andere ist etwas Pull und zugleich sozial dominant, indem man vorgibt, wie lange der Moment anhält.

Das Necken in Alltagssituationen ist ebenfalls eine weitere Möglichkeit Push/Pull zu betreiben („Für mich bist du die schönste Frau der Welt… wobei, die neue Verkäuferin unten beim Bäcker..:“ (hier wird schon an der Beliebigkeit der Person deutlich, dass es nicht ernst gemeint ist))

Es wurde in Kommentaren ja bereits ausgeführt, dass das aufs Podest stellen nicht damit beginnt, dass man überhaupt Gefühle zeigt oder eine gewisse Abhängigkeit hat. Sondern indem man die Frau als wichtiger ansieht als sich selbst. Das klingt zwar in der Theorie sehr romantisch, hat aber das Problem, dass damit zwangsläufig eine Abwertung der eigenen Person einhergeht, was den Status mindert und damit weniger attraktiv macht. Wenn man selbst nicht meint mehr wert zu sein, wie soll es dann der andere meinen?

Aber die Alternative muss nicht lauten, dass einem der andere egal ist oder man bereit sein muss, die Beziehung aufzugeben. Vielmehr kann man auch ohne diese Prämisse innerhalb der Beziehung seine Grenzen abstecken oder Pickupprinzipien vorteilhaft nutzen. Wer weiß, wie er innerhalb der Beziehung und trotz deren längerer Dauer noch sexuelle Spannung aufbaut und es schafft, eine tiefe emotionale Bindung und Vertrauen aufzubauen, der gibt eben auch der Beziehung mehr wert und macht es damit auch für die Gegenseite riskanter mit ihrem Ende zu drohen oder sie aufzugeben. Zudem kann eben nicht nur die Beziehung entzogen werden, sondern auch das gute Gefühl aus sexueller Spannung und tiefer emotionaler Bindung.

Wer das Gefühl hat, dass man auf der gemeinsamen Reise hin zu beiderseitiger und gemeinsamer Großartigkeit ist oder zumindest der Meinung ist, dass die Reise, die man mit dem anderen hat, die bestmögliche Version ist, die man sich vorstellen kann und man sie erleben will, dann hält das die Beziehung stabil.

Wer hingegen kein Wissen davon hat, wie er eine gemeisame Zukunftsprojektion aufbaut, der kann diesen Vorteil nicht nutzen.

Ich denke, dass viele, die im Pickup sehr gut sind, das Problem haben, dass sie besser darin sind, in einer neuen Frau kurzzeitige Begeisterung hervorzurufen als die Arbeit für eine langfristige Begeisterung zu leisten. Neue Beziehungen sind verführerisch, aufregend und spannend – und man muss sich nicht ändern. Denn wer nur kurzfristig etwas hat, der hat mehr und bekannteres zu projizieren, kann einfacher Verbindungen herstellen, braucht nicht gegen die Gewohnheit und den Alltrag anzukämpfen, sondern kann einfach neu durchstarten.

Das macht den Umstieg schwierig.

Aber es macht Pickup nicht ungeeignet für Beziehungen.

80 Gedanken zu “Pickup, Gefühle und Beziehungen

  1. Sorry aber das liest sich immernoch wie eine „Anleitung zum menschlichen Verhalten“ für Sheldon Coopers (BigBangTheory-Content).

    Und mit Alphamännchen hat das imho wenig zu tun.

    • @ Khaos Kind:

      Ja ein Alphamännchen wirds auch nicht brauchen und die wenigsten sind dazu geboren. Also du kannst natürlich nachwievor sagen, sollen die sich doch mit ihrem Los abfinden. Das kannst du dann aber auch zu dir selber sagen wenn du etwas erreichen möchtest oder haben möchtest was du dir wünscht oder dem Penner unter der Brücke oder der Büroangestellten die das Abi nachmachen möchte usw.

    • @Galloway
      Ich wär eher für einen anderen Ansatz statt dem „alle wollen Alphamännchen werden“.

      Finds eigentlich ziemlich lustig und frage mich, woher die Aufregung gegen PU kommt, wenns doch nur ein Selbsthilferatgeber für „sozial eingeschränkte“ Menschen ist. (der Begriff fängt an mit zu gefallen)
      PUA verdienen unser aller Respekt, dass sie ihr Problem erkannt haben und was dagegen tun (wollen)!

      • @Khaos.Kind

        In dem PU Forum, was ich seit gestern kenne, herrscht bei Weiblein (2 oder 3) wie Männlein tradierte heteronormative spießbürgerliche Güte. Mein erster Artikel wurde gleich zerrissen, bzw. ich. Auch das Übliche, wenn inhaltlich nix begriffen wird. 🙂

      • @ lucia
        Große Klappe, nichts dahinter. Keine Argumente, wenn diese zerlegt werden, kommt man immer mit dem Verweis der heteronormativen Logik davon – dann ist es halt gefühlt richtig; gelle 🙂

      • Die einzige Person, welche in diesem Blog mit Rassismen, Sexismen und vorurteilsvoll agiert, sind Sie, liebe lucia.

        Wiederum kein Argument, nur leere Phrasen, hohles Gewäsch!

      • Aber was soll es, sind es doch immer jene, welche 3 Jahre durch den Dschungel reisen und dann mit Mitte 20 ein Studium beginnen, die sich über das dooofe Patriarchat beschweren, welches diese Ausflüge dann mitfinanzieren kann. Gelle!

      • @ Khaos.Kind

        Warum PU bei Frauen (manchen) so viel Empörung entfacht?

        Ganz einfach: Es expliziert, worauf viele Frauen abfahren, zerstört die Vanilla-Vorstellung von „reiner“ Liebe seitens der Frau, demonstriert, woraus „Arsch und Titten“ beim Mann zu bestehen haben, wenn er Erfolg bei Frauen haben will, zeigt ihm, wie sein „Push-Up-BH“ auszusehen hat.

        Und es zeigt Frauen, wie oft auch sie „nur“ auf „Arsch und Titten“ reagieren, nicht anders als Männer.

        Das kränkt.

        Ist man im Scnnitt in vielen Bereichen schwächer, so will man doch wenigstens moralisch überlegen sein.

        Muss man erkennen, dass nicht einmal das zutrifft, kränkt diese Einsicht.

        Man wehrt ab.

      • @ Khaos.Kind

        *Ich wär eher für einen anderen Ansatz statt dem „alle wollen Alphamännchen werden“.*

        Wäre ich ja auch.

        Was aber, wenn das nicht von unserem Wollen abhängt?

        Wenn wir gar nicht anders wollen können, in der großen Masse?

        Wenn sehr viele Frauen sich nach einem Alphamännchen sehnen, müssen Männer danach streben, Alphamännchen zu sein, sonst stellen sie sich selbst vom Spielfeld.

        Wenn sehr viele Männer schutzbedürftige Weibchen ersehnen, müssen Frauen danach streben, schutzbedürftig zu erscheinen, sonst stellen sie sich selbst vom Spielfeld.

        Männer bannen durch ihr Begehren Frauen in ihren Rollen fest.

        Frauen bannen durch ihr Begehren Männer in ihren Rollen fest.

        Kann sich unser Begehren ändern?

        Ich glaube: NEIN.

        Frauen BEHAUPTEN, ihr Begehren habe sich geändert.

        Aber das ist Selbsttäuschung, es ist nicht wahr.

      • @ Khoas.Kind
        „Finds eigentlich ziemlich lustig und frage mich, woher die Aufregung gegen PU kommt, wenns doch nur ein Selbsthilferatgeber für „sozial eingeschränkte“ Menschen ist. (der Begriff fängt an mit zu gefallen)
        PUA verdienen unser aller Respekt, dass sie ihr Problem erkannt haben und was dagegen tun (wollen)!“

        Der Wortlaut hieß „sozial behindert“ und ich wundere mich eigentlich darüber, dass dagegen keiner Einspruch erhebt. Impliziert es doch eine ähnliche Charakterisierung, die auch von PU-Kritikern kommt. Oder hab ich da was übersehen? Aber gut, vielleicht ist das ja auch eine selbstkritische Erkenntnis, die heimlich jeder PUler innehat, und keinen Widerspruch für nötig oder angebracht hält. Dann lieber auf kritischen Vokabeln wie „arrogant“, „abstoßend“ oder „abwertend“ herumreiten.

      • @ Khaos Kind & Onyx:

        Und wo ist jetzt das Problem wenn Leute, Hilfe bei einer Sache brauchen? Ist es jetzt ein Schande wenn bestimmte Leute Schwächen haben und daran arbeiten?

        Ich vermute mal es besteht da eher der Wunsch diese Leute auf ihrem Niveau zu halten. Mitleid ist so einfach zu geben und schwächt/beleidigt die Schwachen wie wenig anderes. So auch der Spott und der Hohn derer die sich über Leute mit Schwierigkeiten lustig machen. So gern auch auf Big Bang Theory verwiesen wird um sich lustig zu machen. Da werden dann wirkungslose Ratschläge gegeben ala „Sei du Selbst“ „Geh mehr Raus“ „mach was dich interessiert“ aber ja nichts was eine hilfreiche Wirkung erzielen würde.

        Ich schlag mal vor ihr hinterfragt mal eure eigenen Machtgelüste um warum ihr den Erfolglosen keine Erfolg gönnt und wenn dann nur mit eurem Sanktus und in einem Rahmen den ihr vorgeben wollt??? Angst davor das die Leute über die ihr euch mal lustig gemacht habt euch mal überflügeln könnten? Oder ist es ein Gefühl der Hilflosigkeit/Machtlosigkeit das dahinter steckt.

        Es ist genauso wenig eine Schande bei der Partnersuche Schwierigkeiten zu haben als es eine Schande ist beim Fußball schlecht zu sein. Macht ihr euch etwa auch über Autisten lustig oder Personen die Asperger haben? Es wird übrigens vermutet das Autismus eine Spektrumsstörung ist, soll heißen das sie in unterschiedlichen graden bei meistens Männern vorkommt. Ist sicher urkomisch nicht? Da fällt das mit der Empathie und dem Körperkontakt schon mal schwer. Aber wehe diese Leute sollten sich mal gut fühlen und Selbstvertrauen entwickeln. Ganz schlimm, Selbstvertrauen, Grenzen setzten und diese dann womöglich euch setzten… Das schlimmste was einer Person mit Problemen antun kannst ist Mitleid haben oder zur Schau stellen. Es ist eine Beleidigung und ein Herabsetztung, mehr nicht. Vielleicht ist es mal angebracht euch mit eurer eigenen Abwehrhaltung auseinanderzusetzen.

      • @Galloway
        Und wo ist jetzt das Problem wenn Leute, Hilfe bei einer Sache brauchen?
        Nix.

        Wenn mir aber Leute von einer Weltneuheit vorschwärmen, die alle Probleme löst, IMMER fuktioniert und überhaupt – und dann stellt sich raus es ist „Sei nett zu anderen Menschen“, dann ist das echt armselig und ein Problem.
        Wenn es jetzt bös und abscheulich und wasweißich nicht von mir ist, auf derart kurzfristig verblendete Menschen herab zu schauen – tja, dann ist das halt so und ich bin ein furchbar böser, abscheulicher und wasweißichnicht Mensch. Ach ja und Angst, dass ein dahergelaufener PUA mir meine Frauen streitig machen könnte, hab ich sicher auch. Ne warte, da war was…

        Es ist genauso wenig eine Schande bei der Partnersuche Schwierigkeiten zu haben als es eine Schande ist beim Fußball schlecht zu sein.
        Sag das mal den Österreichern oder den Schweizern 😛 Deren selbstvertrauen hat enorm durch schlechten Fußball gelitten und niemand in der Weltgeschichte nimmt sie ernst. 😉

      • tja, dann ist das halt so und ich bin ein furchbar böser, abscheulicher und wasweißichnicht Mensch

        Nö.

        Einfach nur wenig überzeugend.

      • Dann lieber auf kritischen Vokabeln wie „arrogant“, „abstoßend“ oder „abwertend“ herumreiten.

        Wie gemein.

        Und „menschenverachtend“ und „entmenschlichend“ ham‘ wir einfach mal vergessen, als ganz besonders elaborierte „Kritik“

      • @Khaos Kind:

        Du vereinfachst hier schon gewaltig und das von einer ansonsten so differenziert tuenden Person. Wenn die Argumente ausgehen dann kommt die Polemik. Hinterfragst andere gerne aber dich selber und deine Ansichten nicht so gern?

      • @Galloway
        Entschuldige, wenn dir eine differenzierte Antwort auf „ach, dann siehst du auf alle herab, die Probleme haben und sich Hilfe suchen“ fehlt.
        Ich würd sie dir gern geben aber dafür fehlt mir einfach das Verständnis und die Geduld. Wenn du etwas nicht verstehen willst dann kann noch so viel differenziertes argumentieren nicht helfen.

        Aber schön zu lesen, dass du so ein gutes Bild von mir hast. Und Nick auch. Tut gut am frühen Morgen.

      • Aber schön zu lesen, dass du so ein gutes Bild von mir hast. Und Nick auch. Tut gut am frühen Morgen.

        Gut. Ich hätte vielleicht schreiben sollen: „in dem Fall wenig überzeugend.

        Du machst es dir imho an dieser Stelle zu einfach, wenn du es auf „BigBangheory“ herunterbrichst.

        Es geht ja auch um kulturelle Kontexte, denen die „sozial Behinderten“ unterliegen. Da gibt es eben starke Widersprüche zwischen dem, was vorherrschend als „nettsein“ betrachtet wird und dem, was dann tatsächlich als attraktiv empfunden/erwartet wird.

        Sicher. Man kann es als „soziale Behinderung“ betrachten, wenn nicht erkannt wird dass eben vieles was als „guter Mensch sein“/“nett sein“ gilt eben nur Heuchelei ist.

        Wie z.B. das, was man weitverbreitet unter „Objektifizierung“ versteht.

        Zur Geschichte des Begriffes eine feministische Perspektive (damit du mir glaubst):

        http://plato.stanford.edu/entries/feminism-objectification/

        If every time a person is treated (or merely seen) by another, say, as an instrument (not a mere instrument) for some further purpose, we take it that the person in question is objectified, then it seems that in our daily lives we objectify nearly everyone, including ourselves.

        Es wird deutlich, dass der Kant’sche Begriff der Objektifizierung sich ursprünglich auf jede außereheliche Sexualität bezog, und dieser dann von MacKinnon/Dworkin auf jede Heterosexualität umgemünzt wurde.

        Es wird hier im Blog sehr deutlich, dass der MacKinnon/Dworkin’sche Begriff auch heute noch in jeder Ecke herumspukt. Das ist völlig klar, da Feminsmus an dieser Stelle – wie so oft – sich eben tiefsitzender frühbürgerlicher Interpretationsmuster bedient und diese mit einem „progressiven“ Anstrich versieht (und eine kräftige Portion Männerhass gleich mit unterjubelt)

        Die „sozial Behinderten“ Jungs schämen sich dann insgeheim, weil ihr sie Mädelz einfach „nur“ geil finden, und mühen sich dann ab kompensatorisch „nett“ zu sein.

        Natürlich kommt das nicht gut an bei den Mädelz, die geil gefunden werden wollen (natürlich nur von den Jungs, auf die sie ein Auge geworfen haben)

      • @Khaos.Kind

        Ich stimme zu, dass Pickup gerade bei vielen Leuten, die nicht so gut mit dem anderen Geschlecht umgehen können, Anklang findet, was Verständlich ist, denn sie haben einen sehr hohen Nutzen davon.

        Das bedeutet aber nicht, dass das System nur etwas für solche Leute ist, auch wenn du es gerne so darstellen willst.

        Die von Salvatore verwendete Metapher eines Reiseführers ist da meiner Meinung nach ganz gut. Die Leute, die das Land gar nicht kennen, lernen die Grundzüge und finden sich zurecht. Aber natürlich können auch Leute, die an sich kein Problem mit fremden Ländern haben oder mit den Leuten aus dem fremden Land eigentlich gut zurechtkommen etwas lernen, wenn sie sich mit den Eigenarten dieses Volkes intensiv beschäftigen und deren Eigenarten wirklich verstehen.

        Der andere Aspekt, den du ausblendest ist dieser:
        Die Männer, die sich nicht mit dem Thema Pickup beschäftigen, noch nie etwas davon gehört haben, aber dennoch gut mit Frauen sind BENUTZEN GENAU DIE GLEICHEN PRINZIPIEN, auch wenn sie sie nicht ins Pickup einordnen oder so benennen.
        Die Leute neggen die Frauen, aber nicht weil sie den Hintergrund kennen, sondern weil es gut ankommt. Sie zeigen sozialen Status und soziale Dominanz, weil sie gelernt haben, dass Frauen darauf stehen. Sie verwenden alle Techniken, die im Pickup beschrieben sind, vielleicht nicht so gehäuft oder so zielgerichtet, aber sie verwenden sie. Es gibt keinen Weg, der neben dem Pickup steht, weil alle erfolgreichen Wege für Männer für Frauen interessant zu sein, im Pickup aufgegriffen und besprochen worden sind.
        Pickup hat keine neuen Wege gefunden. Es hat nur die bestehenden Wege systematisiert und analysiert.

        Ich kenne einige Naturals, die mit Pickup nichts am Hut haben. Und ich finde es immer wieder schön ihre Technik zu sehen, ihre Routinen, ihre Vorgehensweise. Da gibt es keine Überraschungen und es ist recht leicht zu erkennen und mit Pickup zu beschreiben, warum sie erfolgreich bei Frauen sind.
        Würde ihnen ein Pickupbuch helfen? Keine Ahnung, vielleicht würde eine zu hohe Beschäftigung mit dem Thema ihre Vorgehensweise unnatürlicher machen, vielleicht würde es sie in größere Höhen tragen.
        Aber sie brauchen diese Theorien nicht, weil sie sie parallel selbst entwickelt haben, nur nicht ausformuliert, sondern eben in einer rudimentäreren Version.

        Alle Interaktion zwischen Mann und Frau verläuft nach den Prinzipien, die im Pickup besprochen werden.
        Ob man nun die daraus abgeleiteten Techniken benutzen will oder nicht, ist dann wieder eine andere Frage.

      • @Roslin
        Es expliziert, worauf viele Frauen abfahren, zerstört die Vanilla-Vorstellung von „reiner“ Liebe seitens der Frau,
        Kam die Idee der „reinen“ Liebe nicht von Männern? Mir würde jetzt Platon einfallen (platonische Liebe und so) und die vielen Filme, die mir sagen wollen, dass es wahre, echte Gefühle nur unter Männern gibt und geben kann (Mafia-Streifen zeigen das besonders gut, und zerstören es auch gleich wieder :P)

        Und es zeigt Frauen, wie oft auch sie „nur“ auf „Arsch und Titten“ reagieren, nicht anders als Männer.
        Das kränkt.

        Ich hab nichts dagegen, solche Theorien als „Auslöser von Interesse“ zu verstehen. Erfahrungsgemäß kommt nach dem Auslösen aber eine Reihe anderer wichtiger und wichtigerer Faktoren. Von denen mir bisher nichts aus PU bekannt ist.

        Frauen BEHAUPTEN, ihr Begehren habe sich geändert.
        Was „Frauen“ behaupten, weiß ich ja auch nicht. Die immer wiederkehrenden Behauptungen seit der zweiten Welle besteht eher daraus, dass das Begehren nie ein anderes war. Dass die meisten Frauen keine Männer wollen, die sie einsperren, schlagen, sexuell missbrauchen, alles für sie entscheiden etc.pp.

        @Christian
        ber natürlich können auch Leute, die an sich kein Problem mit fremden Ländern haben oder mit den Leuten aus dem fremden Land eigentlich gut zurechtkommen etwas lernen, wenn sie sich mit den Eigenarten dieses Volkes intensiv beschäftigen und deren Eigenarten wirklich verstehen.
        Und genau an der Stelle hängt die Metapher. Weil Frauen kein „eigenes Volk mit bestimmten Eigenarten“ sind.

        Die Männer, die sich nicht mit dem Thema Pickup beschäftigen, noch nie etwas davon gehört haben, aber dennoch gut mit Frauen sind BENUTZEN GENAU DIE GLEICHEN PRINZIPIEN, auch wenn sie sie nicht ins Pickup einordnen oder so benennen.
        Auch wenn du es gern so darstellen magst, als wüssten PUA mehr als andere. PUA sind es, die „GENAU DIE GLEICHEN PRINZIPIEN“ nutzen, die andere Menschen auch so beherrschen.

        Alle Interaktion zwischen Mann und Frau verläuft nach den Prinzipien, die im Pickup besprochen werden.
        Halte ich für absoluten Humbug. Aber blöderweise werde ich das nie rausfinden, weil mir das Geld und die Zeit und die Nerven viel zu schade sind, das jetzt rauszufinden.

      • @ Khaos.Kind

        *Kam die Idee der „reinen“ Liebe nicht von Männern? *

        Männer sind ja nicht weniger anfällig für Vanilla-Vorstellungen hinsichtlich ihrer Motivationen, sie sind nicht weniger egoistisch, nicht weniger zur Selbsterhöhung neigend.

        Aberdas „weiß“ ja der HEUTIGE Zeitgeist.
        Männer werden HEUTE eher diffamiert als glorifiziert, früher war es umgekehrt.

        HEUTE (und das heute dauert schon ca. 20/30 Jahre), werden Frauen glorifiziert.

        *Ich hab nichts dagegen, solche Theorien als „Auslöser von Interesse“ zu verstehen. Erfahrungsgemäß kommt nach dem Auslösen aber eine Reihe anderer wichtiger und wichtigerer Faktoren. Von denen mir bisher nichts aus PU bekannt ist.*

        Das Reduzieren von Liebe auf „Schlüsselreize“, die bei Mann und Frau verschieden sind, die bedient werden wollen, um sie auszulösen, ist ja immer eine (notwendige!) Vergröberung, um bei aller feinen Differenzierung der Muster die großen, groben Strukturen überhaupt wahrzunehmen.

        Ich vergleiche das immer mit der Betrachtung eines fein gewobenen Teppichs.
        Wenn ich mir seine naturgefärbten Fasern alle einzeln unter’m Mikroskop anschaue, dann mag ich zu der Feststellung kommen, dass es keine wirklich roten und blauen Fasern gibt, weil jede Rotfaser mehr oder weniger starke Anhaftungen blauer Pigmente zeigt, jede Blaufaser Anhaftungen von Rot.

        Ich muss zurücktreten, um dann nicht mehr die einzelnen Fasern zu sehen, dafür aber das große rot-blaue Muster des Teppichs wahrzunehmen, will sagen: Menschliches Verhalten ist unendlich viel differenzierter als es notwendigerweise vergröbernde „Aufsichten“ erfassen können, die aber hlefen, Grundtendenzen überhaupt wahrzunehmen.

        Natürlich ist Liebe nicht NUR das Bedienen und Ausbeuten egoistischer Strebungen, sie ist reicher, vielfältiger, manchmal „reiner“, manchmal „berechnender“, auch ja nicht immer die gleiche.

        Aus der vielleicht prädominanten „Geilheit“ des Anfangs, die deutlicher egoistischeren Mustern folgt, wächst mit der Zeit eine „Gefährtenliebe“, die den anderen als Person individueller wahrnimmt und schätzt, wenn’s gut geht, immer noch durchmischt mit einer gehörigen Portion Geilheit aufeinander.

        PU, scheint mir, konzentriert sich auf die Betonung der „Schlüsselreize“, die den Anfang der Liebe bestimmen, auf’s Aufreißen, das Erregen anfänglichen Interesses.

        Mit dem Wachsen und Verändern der Liebe beschäftigt es sich weniger, aber ich bin kein PU’ler, kann da nur meinen ganz oberflächlichen Eindruck schildern.

        Viele PU’ler scheinen einer reinen Aufreißkultur anzuhängen, einer Pump-and-Dump-Philosophie, die die basalen Säugetierinstinkte von Männern befriedigt, indem sie die der Frauen bedient, aber so sehr ich gegenüber Vanillasüchtigen betone, dass der Mensch ganz grundlegend zuerst einmal ein Säugetier ist, so sehr gilt auch: Er ist nicht nur das, er ist auf dieser Basis über das Tier weit hinausgewachsen.

        Insofern: Ja, mir fehlt bei PU auch sehr viel, aber mir fehlt überall etwas, sogar an Tippse fehlt mir dies und das.

        Wir leben in einer imperfekten Welt und PU ist nicht DIE Wahrheit, enthält aber mehr Wahrheit über das Sexualverhalten von Frauen (und damit immer auch von Männern) als andere populäre Vorstellungen darüber, die man Jungen heute beibringt.

        Für mich z.B. war es eine Offenbarung, festzustellen (auf eigene Rechnung und ganz ohne PU, lange vor PU), dass so sehr viele Frauen den Mann auf Augenhöhe gar nicht ersehnen- was viele von ihnen trotzdem behaupten, weil sie mit sich selbst nicht ganz ehrlich sind oder sich ehrlich über sich selbst täuschen – sondern im Gegenteil, sich leichter und lieber in den verlieben, der einen halben Kopf größer ist als sie und das ist immer auch symbolisch zu verstehen.
        Selbst das „Schönheitsmerkmal“ Größe – das wichtigste einzelne körperliche Schönheitattribut für den Mann überhaupt, vor Knackarsch, Sixpack, markantem Kinn, Penisform – da kann man sich auf Frauen und ihre Ehrlichkeit erst recht nicht verlassen, zumindest bleibt uns Männern ein ewiger Zweifel, obwohl Tippse auch dazu eine dezidierte Meinung hat (die ich hier aber nicht veröffentliche, das fällt in den privaten Bereich), ist ja nur noch von symbolischem Wert in der gegenwärtigen Industrie-und Dienstleistungsgesellschaft, in der Körperkraft keine direkten Vorteile mehr bietet, in der Regel nicht mal als Anzeiger von Schutzfähigkeit, so befriedet wie unsere Gesellschaften gegenwärtig sind.

        *Dass die meisten Frauen keine Männer wollen, die sie einsperren, schlagen, sexuell missbrauchen, alles für sie entscheiden etc.pp.*

        Das glaube ich unbesehen.

        So wie die meisten Männer keine Frauen wollen, die ihnen unterstellen, genau dies mit Frauen veranstalten zu wollen, wenn man sie nicht immer härter an die Kandare des kontrollierenden femizentrischen Gouvernantenstaates nimmt.

        Die Mehrheit der Männer wollte und will fair zu Frauen sein nach dem jeweiligen je ungenügenden, je falschen Verständnis von Frau ( und damit immer auch Mann), das man haben kann.

        Die allermeisten Männer wollen von Frauen geliebt werden, das ist ihre Sehnsucht.

        Nur sollten Frauen auch wissen, was sie in Männern lieben.

      • Ich hab nichts dagegen, solche Theorien als „Auslöser von Interesse“ zu verstehen.

        Soo viel mehr kann’s und will’s ja auch nicht sein, denke ich. Natürlich sind andere Sachen für eine Liebesbziehung wichtiger, aber ohne das „ausgelöste Interesse“ geht’s ja auch nicht.

      • @Roslin
        Aberdas „weiß“ ja der HEUTIGE Zeitgeist.
        Männer werden HEUTE eher diffamiert als glorifiziert, früher war es umgekehrt.
        HEUTE (und das heute dauert schon ca. 20/30 Jahre), werden Frauen glorifiziert.

        Einseitige Sichtweisen sind fürn Arsch, in welche Richtung auch immer. Finden übrigens auch die meisten meiner Dozent/innen.

        Die Mehrheit der Männer wollte und will fair zu Frauen sein nach dem jeweiligen je ungenügenden, je falschen Verständnis von Frau ( und damit immer auch Mann), das man haben kann.
        Die allermeisten Männer wollen von Frauen geliebt werden, das ist ihre Sehnsucht.

        Würde ich so unterschreiben und riesige Banner davon drucken lassen und überall aufhängen.
        Gilt aber auch im umgekehrten Fall.

        Nur sollten Frauen auch wissen, was sie in Männern lieben.
        Da brauchst aber mehr Reflexion, und keine Verallgemeinerung. Denn ich unterstelle vielen Frauen, dass sie nicht genau wissen, was sie wollen. Sonst würden sie danach suchen. Viele wissen, was sie nicht wollen, dann achten sie aber genau darauf und wundern sich. Nun ja, das wird jetzt etwas zu psychologisch.
        Worauf ich hinaus will:
        Wollen verändert sich über die Jahre und die gesammelten Erfahrungen. Als Jugendliche fand ich die typischen „Milchbubis“ auch besser als andere „Typen“. Das ist jetzt anders. Und eine Frau Mitte 40 wird auch andere Maßstäbe anlegen als ich jetzt.
        Ich kanns natürlich nicht sagen aber ich glaube, die weibliche Zielgruppe von PU ist Anfang/Mitte 20 bis max. Mitte/Ende 30, westeuropäische Mittelschichtsorientierung. Mir fehlt da jetzt das genaue Wissen darüber aber ich halte diese Orientierung für furchtbar eingeengt um wirklich zu sagen „das wollen Frauen“.

        @Nick
        aber ohne das „ausgelöste Interesse“ geht’s ja auch nicht.
        Klar. Nur wird beim PU von einem männlichen Interesse ausgegangen, das bei IHR erst geweckt werden muss.
        Ich finde das etwas ärgerlich:
        – weil es die „Oh Gott noch so ein Spinner“-Erfahrung bei Frauen erhöht
        – weil es Frauen auf das „auf den Prinzen warten“-Syndrom reduziert
        Korrigier mich, wenn ich falsch liege. So kommt es bis jetzt rüber. Gibt es im PU denn Anregungen für Frauen, wie sie Interesse wecken/kundtun können ohne sie auf obige Aspekte zu beschränken?

      • @Khaos.Kind:

        Klar. Nur wird beim PU von einem männlichen Interesse ausgegangen, das bei IHR erst geweckt werden muss.

        Ist leider so, und es scheint kaum änderbar. Nicht unbedingt, dass das Interesse der Frau geweckt werden muss, aber der Mann hat den aktiven Part zu übernehmen.

        Die einzigen die das ändern könnten wären Frauen. Tun sie aber nicht, nirgendwo auf der Welt.

        Ob das ein Reduzieren ist? Die „Nachfrageposition“ hat meistens mehr Vorteile als die „Angebotsposition“ (Es sei denn, Männer wären „knapp“)

        „Oh Gott, noch so ein Spinner“ sagt ja alles: Mann „bewirbt sich“, Frau „lehnt ab“.

        Vielleicht sind „Sexdienstleistungen“ deshalb bei Männern so beliebt, da sind die Rollen umgedreht.

        Gibt es im PU denn Anregungen für Frauen, wie sie Interesse wecken/kundtun können ohne sie auf obige Aspekte zu beschränken?

        Ich bin da kein Spezi, aber im PU gibt es wohl sowas wie „Indicators of Interest“. Ansonsten ist PU eher auf Männer zugeschnitten, ja.

        Die Signale sind doch ziemlich einfach, Gesten, Blicke..

        Selbst ansprechen geht auch fast immer, die wenigsten Männer rennen dann weg 😉

        (Klar, für manche Männer ist das ein „Schlampenindikator“)

  2. Ich hab mich nie eingehender mit der „pick up theory“ beschäftigt. Ich hab auch kein sonderlich grosses Interesse an ihr, weil sie lediglich Manipulationstechniken mit dem Ziel der Triebabfuhr formuliert.

    Die Manipulation an sich ist nicht per se verwerflich. Wenn aber die Beeiflussung des Gegenübers durch mehr oder weniger geschickte Techniken geübt wird, so mag das für den Verkauf eines Produktes angemessen sein, im zwischenmenschlichen Bereich aber ist dies abzulehnen. Als Mensch will ich authentisch sein und keine Rolle spielen. Dabei nehme ich in Kauf, dass mich einige nicht sonderlich mögen. Diejenigen aber, die mich mögen, die mögen tatsächlich mich, und nicht die aufgesetze Rolle, das Bild von mir, das ich als Realität vorgaukle.

    Aus diesen Gründen wär ich nie ein guter Verkäufer geworden, sondern eher ein miserabler.

  3. Im Grunde ist PU doch nichts anderes, als wenn man in ein bis dato unbekanntes Land fährt und vor der Fahrt etwas über Sprache, Sitten und Gebräuche der Menschen dieses Landes lernt. Niemand würde jemanden, der das tut, unterstellen, er hätte soziale Defizite. Und man kann auch sagen, dass Frauen zumindest für junge Männer ein fremdes Land sind.

    Es ist auch immer besser, sich von eigenen, schon erfahrenen Landsleuten das Land erklären zu lassen, als von den eigentlichen Eingeborenen. Frauen können Männern nicht erklären, wie diese am besten mit ihnen umgehen sollen. Hört ein Mann in dem Punkt auf Frauen, wird er nur enttäuscht werden. Das ist nichts Außergewöhnliches. Als Ausländer weiß ich, dass einem auch niemand Deutschland schlechter erklären kann als Deutsche.

    Ich wäre froh gewesen, wenn es PU früher schon gegeben hätte und ich nicht Alles hätte selber herausfinden müssen, um dann am Ende zu ganz ähnlichen Ergebnissen zu kommen.

    Warum viele Frauen so verkrampft mit dem Thema PU umgehen, kann ich nur raten, aber ich denke, es stört sie, dass Männer herausgefunden haben, dass Frauen lange nicht so geheimnisvoll sind, wie sie gern von sich denken. („Erklär mir die Frauen!“ Seufz. „Ok, kein Problem“)Es stört sie außerdem, dass sie fast alle ähnlich reagieren und daher keineswegs so individuell und besonders sind, wie sie selber glauben. Na ja, und außerdem reagieren vor allem deutsche Frauen verkrampft, weil deutsche Frauen meistens verkrampft sind.

    Und am Ende kennst du als Mann das einstmals fremde Land so gut, dass du dir die Reise sparst.

    • Es stört sie außerdem, dass sie fast alle ähnlich reagieren und daher keineswegs so individuell und besonders sind, wie sie selber glauben.

      Soll wohl heißen, dass Männer die Individualität in Person sind.
      Ich lach mich weg.

      • „Soll wohl heißen, dass Männer die Individualität in Person sind.“

        Es soll genau das heißen, was da steht.

        „Ich lach mich weg.“

        Keine schlechte Idee

    • @Salvatore

      Schönes Beispiel.
      Ein anderes Beispiel wäre der Sporttrainer. Klar kann man auch einfach eine Sportart betreiben und darin über das Betreiben und den Austausch mit den anderen Spielern gut werden.
      Die meisten Menschen werden das Wissen wie man gegen den Ball tritt, dass man sich vor dem Sport besser aufwärmt oder wie hart man in den Gegner gehen darf, sicherlich auch so lernen.
      Aber das ist dennoch etwas anderes als ein professioneller Trainer bzw. zumindest die Beschäftigung mit Sporttheorie. Um so mehr, wenn es einem nicht liegt, bestimmte Sachen im Umgang mit anderen selbst herzuleiten oder mit Personen gespielt hat, die selbst den Sport nie wirklich begriffen haben (übertragen auf Pickup: wenig mit Frauen zu tun hatte oder nur mit Nerds zu tun hat, die in dem Bereich Frauen wenig Erfahrung und Tipps weitergeben können).

  4. Ich finde diese PU Übungstechniken nicht nur abartig sondern auch völlig unnütz, weil sich wohl keine Frau mit Techniken ins Bett befördern lässt, wenn sie es nicht will.

    Und wollen kann nur der Punkt sein, weil zum Sex schließlich mindestens zwei gehören. Wollen ist aber nicht verhandelbar. Punkt.
    So einfach ist das. 😛

    • *weil sich wohl keine Frau mit Techniken ins Bett befördern lässt, wenn sie es nicht will.*

      Den finde ich jetzt gut. Du wärst damit die erste Feministin, die die Position vertritt, dass es kein date rape geben kann.

    • @lucia

      Du hast eben das weibliche Wollen noch nicht verstanden. Insbesondere dessen Zusammenspiel mit nichtkörperlichen Attraktivitätsmerkmalen bei Männern wie Status oder positiver sozialer Dominanz (wobei dies erstaunlich ist, denn du betonst ja eigentlich immer, dass du keine Schlappschwänze haben willst).

      Pickup ist insoweit mit dem Tipp an eine Frau vergleichbar, mal ins Sportstudio zu gehen, sich gesund zu ernähren und eine gute Figur zu bekommen.
      Das läßt eine höheres „Wollen“ bei dem Mann entstehen. Genauso wie die Frau mit dem attraktiveren Körper dann auch für Männer, die sie vorher abgelehnt haben, attraktiv wird, wird auch ein Mann, der die nichtkörperlichen Attraktivitätsmerkmale geschickt bedient, für Frauen interessanter und verändert deren Wollen.

      Ein einfaches Beispiel ist der Mann, der berühmt wird. Vor ein paar Jahren noch schlacksiger normaler Teenager, der für Frauen mäßig interessant war, dann der Durchbruch mit seiner Indyband und genau der gleiche Mann ist plötzlich das Objekt des „Wollens“ bei den meisten Frauen, die ihn auf der Bühne sehen.

      • *Indyband *

        IndIE it is. Hat mit Indiana Jones nix zu tun ;).

        Ohja, Thom Yorke ist garantiert ein Babe Magnet. Oder Nick Cave. Oder Thees Uhlmann.

      • @Christian:

        Soweit ich die Mitglieder des Forums Pick Up Tipps und wohl Anwender der PU-Techniken beurteilen kann, haben sie das Niveau vieler junger Türken in Deutschland, die damit prahlen, wie viele deutsche Mädchen sie flachgelegt haben.

        Zwar steht oben auf der Start-Seite auch der Begriff Persönlichkeitsentwicklung, aber wie die vollzogen werden kann, wird allerdings nur schwammig vermittelt. Zitiere: Pick Up versteht sich als ein Kompendium von Vorgehensweisen Frauen zu verführen und sich selbst persönlich weiterzuentwickeln. Genau das kann es dir auch bieten, mehr Erfolg mit Frauen und eine Verbesserung deiner Persönlichkeit. Zitatende.
        Das konnotiert für mich:

        1. Für die Persönlichkeitsentwicklung wird die Frau gebraucht. Oder anders: Je besser Frauen verführt werden können, umso besser ist die Persönlichkeitsentwicklung. Vice versa umso schlechter. Und damit schließt sich der Kreis kommunikativer Unfähigkeit.

        2. Ist es ein unmissverständlicher Beweis für die männliche Abhängigkeit von weiblichen Reizen, die ja dazu benutzt werden müssen, um sich weiterentwickeln zu können. Die Abhängigkeit wird aber permanent geleugnet, obwohl sie nur gelöst werden kann, wenn sie akzeptiert wird.

        Dass das NICHT WOLLEN von Frauen überhaupt keine Beachtung findet, entlarvt sowohl diese Techniken als auch ihre Anwender als puren Egoismus bzw. Egoisten und zeitigt bestenfalls temporär erfolgreiche Flachlegemachos wohl nur bei pubertierenden Teenies, denn bei Frauen die wissen was sie wollen nützt eh keine Technik, aber keine sich weiterentwickelten Individuen.

        Solche Machos laufen aber nicht nur schon seit gefühlten Ewigkeiten den Frauen vor der Nase rum, sondern sind vor allem heutzutage auch nicht mehr gefragt. Schlussendlich sind die PU-Techniken deswegen nichts weiter, als ein Knieschuss.

        Apropos NICHT WOLLEN:
        Selbst wenn man davon ausgeht, dass eine Frau, wie auch immer sie drauf ist, nur mit dem Finger schnipsen muss, um einen Sexualpartner ins Bett zu ziehen: Bleibt doch die Frage noch ungeklärt: Will sie das denn überhaupt? Frauen sind in der Regel anspruchsvoller als Männer.

        Demografisch erfasste Daten sagen aus, dass ein Mann lieber schlechten Sex hat als gar keinen. In wie weit solche Daten wirklich brauchbar sind, ist aber keinesfalls sicher. Aber mir wurde das auch schon von Männern selbst gesagt.

        Dieses NICHT WOLLEN lässt sich außerdem in der dadurch herrschenden Asymmetrie des Begehrens in der Gesellschaft eigentlich überall beobachten. Und zwar auch schon, bevor es um Sexuelles geht. Umso fragwürdiger sind Techniken, welcher Art auch immer. Denn wenn eine Frau Sex will, dann sind Techniken so überflüssig wie ein Kropf. Und wenn sie keinen will, dann muss er sich eben ein anderes Objekt seiner Begierde suchen. Punkt.
        So einfach ist das.

      • Durchaus, und die sind dann sexy für Frauen, diese fallen in Ohnmacht. Aber es wächst auch Spargel in China, und das hat genausowenig etwas damit zu tun, warum ein durchschnittlich aussehender Georgey Clooney in Vergleich gezogen wird mit Massenmörder Ihrerseits – aber das ist systematisch. Irgendwelchen Stuss von sich geben, Gegenbeweise ignorieren und weiter trollen. Im Übrigen sollte man als emanzipierte Frau imstande sein, Nicks richtig widerzugeben. Khaos.Kind besteht ja auch darauf. terminator – ok? lucia oder sollte ich lutschia schreiben?

      • @Christian:

        PS.
        Soso ein Besuch im Sportstudio ist für dich dasselbe wie PU-Techniken an Frauen auszuprobieren. Wusste noch gar nicht, dass Sportgeräte Menschen sind. Dass einzig Gute an deinem Blog, ist, dass frau hier männliche Abgründe kennenlernen kann, die ansonsten nicht so offensichtlich erkennbar sind.

    • @ Lucia

      *Es werden auch Massenmörder zu Kriegshelden gekürt, gelle *

      Ja, von Männern UND Frauen.

      Frag mal eine Gefängnispsychologin, welcher ihrer „Schützlinge“ häufiger und die „brünstigeren“ Liebesbriefe von Frauen bekommt: der notorische Ladendieb oder der Serienfrauenmörder.

  5. @ Lucia

    In dem PU Forum, was ich seit gestern kenne, herrscht bei Weiblein (2 oder 3) wie Männlein tradierte heteronormative spießbürgerliche Güte. Mein erster Artikel wurde gleich zerrissen, bzw. ich. Auch das Übliche, wenn inhaltlich nix begriffen wird.

    Hallo Lucia,

    was ist denn „tradierte heteronormative spießbürgerliche Güte“? Das scheint ja eine negative Kritik dieses Forums zu sein.

    Es wäre jetzt spannend für mich, wenn Du die Argumente, die hinter dieser Bezeichnung stehen, ausführen könntest. Könntest Du mal ausführen, was Du mit Deiner Kritik sagen willst? Denn diese Bezeichnung als solche sagt ja noch nicht viel.

    • @James T. Kirk:

      tradierte heteronormative spießbürgerliche Güte.

      Damit meine ich das Weitergeben von moralischer Heuchelei sowie Verhaltensweisen des Spießbürgertums.

  6. @Christian

    Hallo Christian,

    ich bin einigermaßen fassungsloss! Wieso *versuchst* du überhaupt, mit einer Betonkopf-Feministin zu „diskutieren“?? Jeder hier kann doch sehen, wie hoffnungslos dieses Unterfangen ist. Eine Femanze übrigens, die auf ihrem Blog deinen Blog auf die „schwarze Liste“ gesetzt hat. Aber trotzdem von eben diesem offenbar total fasziniert ist, der Anzahl Ihrer Posts nach zu schließen. – Ist das nicht groteksk?? Meine Empfehlung: setzt diesen Kindskopp vor die Tür!

    Grüßle

    P.S. Tolles Blog übrigens. Werde hier öfter vorbeischauen.

    • @ Pook

      *. Aber trotzdem von eben diesem offenbar total fasziniert ist, der Anzahl Ihrer Posts nach zu schließen. – Ist das nicht groteksk??*

      Nö, grotesk ist das nicht, eher, na, wie soll ich sagen: menschlich.

      Man hasst, was man begehrt, weil man es begehrt, weil es schwach macht bzw. die eigene Schwäche/Abhängigkeit fühlbar macht.

      Man möchte doch so gerne stark sein und unabhängig.

      Frauen sind nun aber abhängig von Männern und Männer von Frauen.

      Und sie begehren einander.

      Also ewige Hassliebe garantiert.

      Deshalb ist der Zölibat ja auch sinnvoll für gläubige Männer und Frauen.

      Wer’s fassen kann, der fasse es.

      • Gratuliere Pook zu dieser, für jeden nachvollziehbaren Erkenntnis. Lucia ist und bleibt ein Troll. Christian scheint sie nur zu tolerieren, weil er eben, wie wir alle, so sozialisiert worden ist – und genau darin liegt ein Teil des Problemes, dem man sich als Mann entledigen muss.

        Guter Einstieg!!

  7. „… klar sein“ sollte es natürlich heißen, sorry.

    Ansonsten:
    man möge es mir schon selbst überlassen, wie ich hier „einsteige“. Was ich übrigens nicht vorhabe, im Sinne eines längerfristigen Projekts. Bin eher zufällig auf diese Seite geraten – und was dort beim Lesen der Kommentare sofort negativ auffällt, ist, dass vor allen *eine* Person, die hier noch nicht lange schreibt (soweit ich das sehe), in erster Linie Schlagwörter, schlechte Laune, aber wenig bis garnix Substantielles reinkippt. *Das* ist allerdings kein guter Stil. Und wird von einem Newcomer natürlich sofort wahrgenommen. Zudem: ein Blog, vor dem man andere warnt, immer wieder zu besuchen, hat etwas doppelt Unglaubwürdiges an sich.

    Grüßle

    • Nachtrag: Lass dich nicht von diesem Blog vertreiben. Die feministische Lobby hier versucht das bei vielen Neueinsteigern – in diesem Sinne: Willkommen!

      • @terminator
        Falls es dir aufgefallen ist – „wir“ wollen niemanden vertreiben, sondern machen auf die vom Blogbetreiber aufgestellten Regeln aufmerksam.
        Das hat er sich nämlich gewünscht. Wie er sie jetzt durchsetzt, ist seine Sache.

    • Mir ist schon lange bewußt, dass Sie meinen immer für alle sprechen zu müssen, darum auch mein Hinweis „altklug“. Sie meinen, immer erfassen zu können was andere denken und meinen, das ist Ihr Problem. Aber immer andere in Beschlag zu nehmen um eigene Meinungen durchzusetzen wird mit der Zeit, zumindest für mich, langweilig und wirkt abgestanden.

      Wenn meiner einer aus Sicht der feministischen Front hier etwas ruppiger zu werden scheint, treten Sie auf und müssen unaufgefordert die Maßreglerin im Namen Christians spielen. Tritt lucia in meinen Augen mehr als ruppig auf, dann lese ich von Ihnen nichts – komisch eigentlich. Woran das wohl liegt?

      • „Mir ist schon lange bewußt, dass Sie meinen immer für alle sprechen zu müssen, darum auch mein Hinweis „altklug“. Sie meinen, immer erfassen zu können was andere denken und meinen, das ist Ihr Problem. Aber immer andere in Beschlag zu nehmen um eigene Meinungen durchzusetzen wird mit der Zeit, zumindest für mich, langweilig und wirkt abgestanden.“

        Na und? Genau das gleiche kann man doch von den hier schreibenden Männern auch sagen. Die meinen auch, für alle zu sprechen, oder zumindest für die große Mehrheit.

        „Wenn meiner einer aus Sicht der feministischen Front hier etwas ruppiger zu werden scheint, treten Sie auf und müssen unaufgefordert die Maßreglerin im Namen Christians spielen. Tritt lucia in meinen Augen mehr als ruppig auf, dann lese ich von Ihnen nichts – komisch eigentlich. Woran das wohl liegt?“

        Kann ich dir sagen. Weil dann Christian moderierend eingreift. Werden männliche Schreiber unsachlich, verhält er sich meist ruhiger. Tja, dann muß die feministische Front eben eingreifen. 😉 War ja sein ausdrücklicher Wunsch.

  8. @ Pook
    „man möge es mir schon selbst überlassen, wie ich hier „einsteige““

    Aber du wirst es Christian überlassen müssen, was er davon zulässt. Nach seiner eigenen Betonung möchte er ein sachliches Blog führen. Und dein Einstieg war alles andere als das.

    „und was dort beim Lesen der Kommentare sofort negativ auffällt, ist, dass vor allen *eine* Person, die hier noch nicht lange schreibt (soweit ich das sehe), in erster Linie Schlagwörter, schlechte Laune, aber wenig bis garnix Substantielles reinkippt. *Das* ist allerdings kein guter Stil.“

    Viel besser war dein Beitrag auch nicht. Genau genommen war er haargenau das gleiche, was du da kritisierst.

    „Und wird von einem Newcomer natürlich sofort wahrgenommen.“

    Und wie ein Newcomer einsteigt, wird ebenso sofort wahrgenommen.

  9. @Nick
    Die einzigen die das ändern könnten wären Frauen. Tun sie aber nicht, nirgendwo auf der Welt.
    Wieso können Männer daran nichts ändern? Weil sonst alle allein blieben?
    Den globalen Aspekt würd ich da lieber mal raus lassen. Das sind zu viele Sachen die da mit reinspielen (wer darf mit wem wann wie reden etc.) als dass die These „Mann spricht an, Frau lässt sich ansprechen“ da überhaupt greifen könnte.
    Natürlich ist es für alle bequemer sich ansprechen zu lassen. Bei den einen ist es gesellschaftlich tolerierter als bei den anderen, das sagt aber nichts über individuelles Wollen aus. Ich glaub kein Mann sagt von sich, dass er unbedingt und immer eine Frau ansprechen will, die ihm gefällt – wenn er die Wahl hat sich von ebendieser auch ansprechen zu lassen.

    „Oh Gott, noch so ein Spinner“ sagt ja alles: Mann „bewirbt sich“, Frau „lehnt ab“.
    Wer schrieb die letzten Tage mal was von „warum kommt die Frau jetzt darauf, dass ich an ihr interessiert wäre – achso, ja PU hats erklärt mit gespieltem Desinteresse und so“ (sinngemäß)?
    Wer viel anspricht oder viel angesprochen wird, hat auch mehr „Ausschussware“. Unabhängig vom Geschlecht.

    Die Signale sind doch ziemlich einfach, Gesten, Blicke..
    Du meinst sowas wie das gute alte „Fächern“ bei Gesellschaftsbällen des 17,/18. Jhd.? Halte den Fächer so vor dein Gesicht und das besagt das und das?
    Dann will ich so ein Buch aber auch für Frauen, denn mir war das immer ein Rätsel was jetzt was heißt. 😉

    (ich glaube nicht, dass es beim PU sowas wie eine „Regelverletzung“ ist, wenn die Frau aktiv ist..)
    Das glaub ich auch nicht. Wär aber lustig, was dann die „Strafe“ wäre. Dreimal um den Block laufen? Ne Runde ausgeben? *g*

    • Wieso können Männer daran nichts ändern? Weil sonst alle allein blieben?

      Wie sollten denn Männer daran etwas ändern? „Ja, wenn alle .. nicht mehr ..“ – sowas funktioniert nie in der realen Welt.

      (wer darf mit wem wann wie reden etc.)

      Sicherlich. Aber dort wo geredet werden darf, übernehmen Männer den aktiven Part. Selbst bei den Mosuo.

      Ich glaub kein Mann sagt von sich, dass er unbedingt und immer eine Frau ansprechen will, die ihm gefällt – wenn er die Wahl hat sich von ebendieser auch ansprechen zu lassen.

      ..unterschrieben, eigentlich hätten es viele Männer gerne andersrum. The gras is always greener on the other side.

      Wer viel anspricht oder viel angesprochen wird, hat auch mehr „Ausschussware“. Unabhängig vom Geschlecht.

      Die Rechnung ist ohne die Psychologie der Selbstbewertung gemacht, aber stimmt schon: Wer ein gutes Selbstbewußtsein hat, der hat nicht unbedingt schlechte Karten. PU geht ja auch in die Richtung.

      Halte den Fächer so vor dein Gesicht und das besagt das und das?

      Klar, es baggern immer die „Falschen“, und die „Richtigen“ nehmen einen nicht richtig wahr.

      Wenn die passive Rolle so nachteilhaft ist: warum wird sie dann nicht aufgegeben? Alles Konvention?

      Wär aber lustig, was dann die „Strafe“ wäre.

      Drei Tage das appoved-by-other-women Alibi spielen 😉

    • @Nick
      Sicherlich. Aber dort wo geredet werden darf, übernehmen Männer den aktiven Part. Selbst bei den Mosuo.
      Das weißt du woher?

      Wenn die passive Rolle so nachteilhaft ist: warum wird sie dann nicht aufgegeben? Alles Konvention?
      Da fragst du die falsche. Bei meinen bisherigen Beziehungen war ich die, die anfing oder hab das ganze Prozedere umgangen.

      Drei Tage das appoved-by-other-women Alibi spielen 😉
      Juhuu, Wingwoman spielen. Wollte ich schon immer mal. 😉

      • @Khoas.Kind:
        Das weißt du woher?

        Ricardo Coler ist sicherlich nicht unbedingt die beste Quelle, aber er äußert sich in einem Interview so:

        Aber in der Nacht, beim Tanz, wenn sie sich dem Mann anbieten, ändern sie ihr Verhalten total. Das ist unglaublich. Sie flirten ganz altmodisch, senken unterwürfig den Blick. Sie passen ihr Verhalten der Situation der Verführung an. Am nächsten Morgen markieren sie wieder den Boss.

      • Da fragst du die falsche. Bei meinen bisherigen Beziehungen war ich die, die anfing oder hab das ganze Prozedere umgangen.

        Soo ungewöhnlich ist das ja auch nicht. Die „Sanktionen“ halten sich in sehr engen Grenzen.

        Die holde Weiblichkeit bewegt sich auch völlig im Rahmen der guten alten Konventionen, wenn sie z.B. einen Mann „unverfänglich“ anspricht. Das „konventionelle“ Repertoire um auf sich aufmerksam zu machen ist ziemlich vielfältig.

      • @Nick
        Jetzt verwirrst du mich. Erst meinst du, die passive Rolle wird und wird nicht aufgegeben und dann meinst du, dass die aktive Rolle doch gar nicht ungewöhnlich ist, kaum sanktioniert wird und zu den „guten alten Konventionen“ gehört, in denen Frauen sich bewegen.

        Was denn nun?

      • Was denn nun?

        Na, janz einfach: Die Mehrheit gibt das passive Verhalten nicht auf, und eine Minderheit tut es. Und diese Minderheit wird nicht Sanktioniert.

        „Aktive Rolle“ ist ja auch relativ. Wenn Frau „einfach nur so“ nach der Uhrzeit fragt, dann hat sie die Aufmerksamkeit auf sich gelenkt, und die Konvention gewahrt.

        Das hätte auch Uroma machen „dürfen“.

      • @Nick
        Das mit der Uhrzeit ist aber auch eine sehr weite Auslegung von „aktive Rolle“. Ich würde das schon enger definieren als „Initiative in Richtung Kennenlernen“, irrelevant ob das Kennenlernen jetzt kurz- oder langfristig angelegt ist.

        Mich irgendwo nackt hinzustellen erregt auch Aufmerksamkeit aber das heißt nicht, dass ich jetzt die aktive Rolle hatte, wenn mich ein Typ daraufhin anspricht.

    • „Wer schrieb die letzten Tage mal was von „warum kommt die Frau jetzt darauf, dass ich an ihr interessiert wäre – achso, ja PU hats erklärt mit gespieltem Desinteresse und so“ (sinngemäß)?“

      Ich habs geschrieben. Na ja, das Desinteresse war ja echt. Aber das macht wohl keinen Unterschied.

      „Wer viel anspricht oder viel angesprochen wird, hat auch mehr „Ausschussware“. Unabhängig vom Geschlecht.“

      Nicht sehr nett ausgedrückt, aber sehr wahr.

  10. ..a propos:

    weil es Frauen auf das „auf den Prinzen warten“-Syndrom reduziert

    der sog. „Zeugungsstreik“ unter Männern kann sich auch dahingehend lesen, dass sie von den unterschiedlichen Rollenerwartungen der Gesellschaft erschlagen sind

    Hat es eigentlich einen tieferen Grund, warum mit Frauen meistens „etwas gemacht wird“, während Männer meistens etwas „sind“?

    Oder ist das einfach nur die offizielle Sprachregelung des GenderKompetenzZentrums 😉

    • @Nick
      Hat es eigentlich einen tieferen Grund, warum mit Frauen meistens „etwas gemacht wird“, während Männer meistens etwas „sind“?
      Ist mir bisher gar nicht aufgefallen. Werde ich demnächst mal drauf achten.

      Lass das GenderKompetenzZentrum das nächste Mal bitte weg. Ich sprech hier als Einzelperson und in keiner Funktion und möchte auch nicht, dass meine Aussagen für mögliche Institutionen/Funktionen ausgelegt werden.
      Es ist ein interessanter Aspekt, den du da aufmachst aber ich kann nur sagen, dass ich das nirgendwo gelernt habe, daher auch bezweifle dass es eine offizielle oder inoffizielle Regelung von wemauchimmer ist. Hochstens eine gewisse unbewusst kultivierte Unsensibilität. Wie gesagt, mal mehr drauf achten.
      (und ich nehme wegen dem zwinkernden Smiley an, du hast das nicht ganz ernst gemeint aber es wirkt doch mehr als Spott denn als gemeinsamer Witz – auf der Seite bitte ich dich um ein wenig Sensibilität – ist einfach ein aufgeladenes Thema)

  11. @Christian – continued

    Der Einfachheit halber mach ich mal hier unten weiter. Beziehe mich natürlich auf meine Posts u. die Antworten weiter oben.

    Onyx:
    Sag mal, ist dir diese – ziemlich durchschaubare – Rabulistik eigentlich nicht peinlich? Dass du und Lucia so eine Art Schwestern im Geiste sind (sofern es sich nicht um eine typische Sockenpuppen-Aktion handelt; aber lassen wir Verschwörungszirkus mal außen vor), ist ja nicht schwer erkennbar, wenn man hier ein bisschen herumliest. Insofern kann ich es natürlich nachvollziehen, dass du gegen mich anschreibst. Auch wenn ich das ausgesprochen kindisch finde. Mein Ursprungspost hatte sich allerdings an CHRISTIAN gerichtet und nicht an dich. Ich halte Christian für smart genug, selbst zu antworten zu können – und nur von ihm würde ich gerne eine Antwort auf folgende Fragen hören:

    Also, lieber Christian – ich nehme an, dass du hier mitliest:

    (1)
    Wieso versuchst du überhaupt, mit einer Betonkopf-Feministin zu „diskutieren“? Diese Klientel – zu der ich übrigens auch Onyx zählen würde, wenn auch nicht ganz so verbiestert wie Lucia – ist bekanntermaßen so ihrem Paradigma verhaftet, dass eine Diskussion im Sinne des Wortes idR nicht möglich ist.
    Besonders bei Lucia fällt auf, dass eine sachlich-logische Argumentation überhaupt nicht stattfindet, sondern eine affektiv-emotionale Rigidität ausagiert wird. Man könnte es auch, simpler ausgedrückt, als görenhafte Patzigkeit bezeichnen. Dies zB meinte ich mit „schlechter Laune“. Zudem habe ich den Eindruck, dass in ihrem Verhalten auch deutlich anankastische Züge hervortreten. Das würde auch das Widersinnige darin erklären (schreiben in einem Blog, das man verachtet).

    (2), und dieser Punkt ist mir besonders wichtig:

    Wieso lässt du eine Person, die auf Ihrer eigenen Webseite dich und dein Blog expressis verbis VERUNGLIMPFT:

    Zitat:

    „Alles Evolution
    Ist ein Blog der mit Evolution getarnte Maskulunismus-Kacke verbreitet. Nicht genehme Kritik wird unterbunden, entweder indem Kommentare gelöscht werden, oder per IP Sperre.
    Natürlich einäugig, soll heißen:
    Kommentare von Männern sind davon natürlich nicht betroffen. Auch dann nicht, wenn sie vor Rassismus sowie Sexismus nur so triefen. Kurzum: Es herrscht dort die typische Maskulinismus-Dämlichkeit.“

    …..also WARUM lässt du eine Person, die derartiges über dich, dein Blog und dessen User schreibt, hier einfach gewähren??

    Kannst du mir das bitte erklären?

    So jemand hier schreiben zu lassen, mutet in etwa an, wie wenn ich im richtigen Leben eine Person, die mich stalkt, zum Abendessen einlade.

    Ich finde ein solches Verhalten deinerseits ein bisschen, öhm … sagen wir .. inkongruent.

    Abgesehen davon bin ich persönlich keineswegs der Meinung, dass es „tolerant“ bzw. der Ausgewogenheit dienlich ist, sich von jeder x-beliebigen Person ins Treppenhaus kotzen zu lassen.

    Ein Blog lebt ja nicht nur von den eigenen Beiträgen, sondern auch von der Atmosphäre und der Kultiviertheit der Diskussionen dort – sofern man Kommentare überhaupt zulässt. Natürlich müssen auch kontroverse Diskussionen möglich sein, klar.

    Wenn allerdings insbesondere ein Krakeelkind, oder sagen wir einfach: Troll, hier fast ausschließlich unkonstruktiv herumnölt, schlechte Laune verbreitet, dich, Christian, auf seiner eigenen Seite verleumdet (!) s.o., und dir, gelinde gesagt, vor die Haustüre scheißt … tja, dann … dann sollte man es vor eben diese Türe setzen. Und zwar konsequent. Findest du nicht?

    Ich möchte dich also ausdrücklich dazu ermutigen, von deinem virtuellen Hausrecht rigoros Gebrauch zu machen. Dein Blog würde dadurch erheblich gewinnen. Denke ich zumindest. Aber … klar, es ist dein Blog, du kannst damit natürlich machen, was du willst.

    Selbstverständlich respektiere ich das. Allerdings werde ich nicht auf einer Seite mitposten, wo Sandkastenkinder derart viel Freiraum haben.

    So, und bevor jetzt wieder irgendwer meint, Christians Prophet_in spielen zu müssen, nochmal fürs Protokoll:

    Diese Fragen sind explizit an IHN gerichtet – und von Ihm erbitte ich mir auch eine Antwort. Ich hab das trotzdem an dieser Stelle gepostet, da mir sofort der ruppige Ton oben genannter Klientel aufgefallen ist – und ich mir gut vorstellen kann, dass auch andere User, sowie stille Mitleser an der Antwort interessiert sind.

    Schonmal vielen Dank im Voraus!

  12. Nachtrag:

    Habe gerade in den Comments von Christians neuestem Beitrag gesehen, dass Lucia sich aus dem Staub gemacht hat. – Insofern sind meine oben genannten Punkte, die sich direkt auf ihr Posten hier beziehen, natürlich nicht mehr brand-aktuell. Der Rest meiner Ausführungen (rigoroser Umgang mit StörerInnen/Trollen etc.) bleibt eigentlich nach wie vor relevant.

    Und – falls du Zeit findest, Christian – würde mich natürlich ebenfalls nach wie vor interessieren, wieso du eine Chaotin, die dich auf ihrem Blog anpisst, hier posten lässt bzw. ihre Kommentare nicht löschst.

    Ansonsten ist deine Seite vom Thema her ausgesprochen interessant und eine kleine Perle in der deutschsprachigen Bloglandschaft. Ich weiß, wieviel Arbeit in so etwas steckt. Daher: unbedingt weitermachen!!

    Grüßle
    Pook

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