Anekdoten zum Liebeskummer

Zwei Geschichten:

1.

Wir ziehen sie etwas auf, weil sie nachdem ihr Freund X mit ihr Schluss gemacht hat besoffen mit Y rumgemacht hat

Sie: Ich habe nur mit ihm rumgemacht, solange noch Leute in der Näher waren, die X kennen. Ansonsten hätte ich den nie an mich rangelassen. Aber X sollte nicht denken, dass ich ihm nachtrauere. Dann habe ich Y erzählt, dass ich meine Tage habe und ihn stehenlassen.

2.

Seine Freundin hat sich von ihm getrennt. Er hat Liebeskummer. Das hindert ihn nicht jede Nach eine Frau abzuschleppen und sie nach ein paar Tagen bzw. Nächten fallen zu lassen. Er hat keine Pickupkenntnisse, aber Game, ein Natural eben. Zu hart vielleicht, aber das System funktioniert für ihn und er wäre auch nicht der Typ, der ein Buch lesen würde. Ihm ist alles egal, er geht unbeschwert auf alle zu, lacht über ihre Shittests, ist vollkommen unbeeindruckt von allem, was die Frauen machen. Sie saugen es auf und verlieben sich schnell um dann nach ein paar Tagen zu hören, dass er leider keine Gefühle für sie hat. Aber dennoch telefoniert er täglich mit seiner Ex und will sie zurück, bittet darum sie häufiger anrufen zu dürfen, hält sich strikt an Zeiten, die sie ihm zuteilt, ist froh, wenn sie fünf Minuten mit ihm telefoniert, wenn sie Lust hat. Sie will ihn nicht zurück.

Ich frage ihn, warum er nicht auch etwas mehr von dem System anwendet, was ihn bei den anderen Frauen so erfolgreich macht, und sie mehr kommen lässt, sich etwas zurückhält, ihr zeigt, dass er unabhängig ist und nicht ihr Fussabtreter. Freundinnen bestätigen ihm, dass nichts unsexier ist, als ein Fußabtreter.

Er: Die anderen Frauen bedeuten mir nichts, sie interessieren mich nicht, ich finde sie bereits kurz nach dem Sex langweilig. Aber sie liebe ich.

41 Gedanken zu “Anekdoten zum Liebeskummer

    • Echt? Kenn genug Männer die so sind, darunter auch Freunde von mir. Die Geliebte wird aufs Podest gehoben. Das kommt dir wie ein Porno vor???

      • @ Galloway
        „Echt? Kenn genug Männer die so sind, darunter auch Freunde von mir. Die Geliebte wird aufs Podest gehoben. Das kommt dir wie ein Porno vor???“

        Zitat Galloway im Nachbarstrang als Antwort auf Marens Erfahrungen im Bekanntenkreis:
        „Na aber das persönliche Umfeld is ja bekanntermaßen sehr selbstselektiv.“

        Fällt dir was auf?

    • Gut, nach dem Prolog muss es einen ersten Akt geben, im „Männerporno“. Wer Zweideutigkeiten wittert, soll sich ein besseres Deo kaufen! 😉

      Und wie geht der dann? Und was ist das Pornografische, also die „l’art pour l’art“, das Zurschaustellen um des Sich-Erregens-Wegen?

    • @ Lucia

      *Das liest sich wie ein Prolog eines billigen Männerpornos.
      Authentisches liest sich jedenfalls anders.*

      Das ist doch nicht wahr.

      Ich gucke ja nur billige Männerpornos, andere will Tippse doch gar nicht sehen.

      AUA!

      Jedenfalls, so einen schönen Prolog hatte bisher noch keiner von denen.

  1. Das ist das Hauptproblem am PU: Die Lockerheit, die dich erfolgreich macht, bekommst du eben am ehesten dann hin, wenn dir die Frau nicht viel bedeutet.
    Auf diese Art hast du dann großen Erfolg bei Frauen, die du gar nicht willst. Ich kann ein Lied davon singen.

    Je wichtiger dir die Frau ist, desto eher gerätst du in Gefahr, needy zu erscheinen, oder zu sein. Die Alternative ist natürlich, dass dir keine Frau besonders wichtig ist, also die Vermeidung von Onenitis.

    Das hört sich auf den ersten Eindruck etwas trist an. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass einen jemand wichtig ist und man deshalb trotzdem nicht von demjenigen abhängig ist. Bei Freunden funktioniert das schließlich auch.

    Eins ist klar: Einer Frau hinterherzulaufen führt garantiert zum Misserfolg.

    • Hier legst du den Finger in die Wunde. Ich glaube, genau das ist auch das grundsätzliche Problem mit LTR-Game.

      Eine Voraussetzung für die Anwendung von Game ist die mentale Bereitschaft, die Beziehung jederzeit zu beenden. Das geht mit Kurzzeitbeziehungen relativ gut, solange man kein Problem damit hat, notfalls eben wieder Single zu sein (zumindest für mich keine große Sache).

      Bei einer Langzeitbeziehung sieht die Sache schon anders aus. Man hat mehr Zeit miteinander verbracht, und beendet deshalb nicht nur eine Beziehung, sondern eine Lebensphase. Die emotionale Verbindung ist tiefer und wenn man zusammen in einer gemeinsamen Wohnung lebt, ist eine Trennung auch logistisch schwieriger. Sollte es Kinder geben, so wird die Sache noch wesentlich komplizierter.

      Aus diesem Grund bin ich immer sehr skeptisch, wenn Leute Game als Allheilmittel für eine gesunde Ehe empfehlen, oder geschiedenen Ehemänner vorwerfen, ihr Verhalten während der Ehe wäre eben nicht alpha genug gewesen. Game ist als Fundament für eine Ehe nicht geeignet, deshalb braucht es gesellschaftliche Strukturen, die Ehen stützen, ohne dass der Ehemann seine Frau ständig gamen muss.

  2. @khaos.kind
    ich bin etwas überrascht: du stimmst ihnen zu, dass man um so mehr Frauen bekommt, um so gleichgültiger sie einem sind? Das ist ja der kern ihres Arguments, auf dem der Rest aufbaut. Was ist mit „Frauen wollen keine Arschlöcher“?

    @salvatore et all
    es ist aus meiner Sicht anderes game, abgemildert

    • @Christian
      Ich stimme ihnen zu, dass Menschen die sich auf sich/anderes konzentrieren offener wirken. Geht mir auch so. Und erklärt den Aspekt, dass Frauen sexuellere Signale aussenden, wenn sie vergeben sind (hast du mal irgendwo gepostet). Wenn es mir egal ist, was andere von mir denken, ist die Ausstrahlung am Größten. Weil sie dann Raum hat (eieiei, das war jetzt blumig ausgedrückt).

      So zu tun als wären die anderen mir egal, um genau das zu erreichen ist da nochmal was anderes.

      • @ Khaos Kind:

        „So zu tun als wären die anderen mir egal, um genau das zu erreichen ist da nochmal was anderes.“

        Das ist nichts anderes als Selbstdisziplin die in der Regel aus der Erfahrung stammt. Das heißt, wenn ich merk die lässt mich links liegen wenn ich zuviel Gefühle, zu bald zeig dann zeig ich diese eben nicht. Wenn ich merk das mich andere nicht respektieren wenn ich mich ständig meld dann meld ich mich eben weniger. Sehr simpel.

      • @Galloway
        Und wenn du Pech hast, dann interessiert es die anderen wirklich nicht und sie freuen sich, dass du dich weniger meldest.

        Ist das nicht furchtbar anstrengend immer überlegen zu müssen, wann wer wie viele Gefühle zeigen darf um ja nicht *räusper* „needy“ zu wirken? Darf SIE denn immer? Soviel sie will? Muss sie es um als weiblich genug zu gelten?
        Mir gingen solche Frauen furchtbar auf den Zeiger.

        Wenn es darum geht, dass beide demonstrieren wie wenig sie aneinander interessiert sind, dann ja, dann ist der Grund gefunden warum ich PU überaus skeptisch gegenüber stehe.

      • @Khaos Kind:

        Und wo ist jetzt das Schlimme daran, für dich? Scheint ganz normales Lernverhalten zu sein. Das was du anprangerst ist das jemand sein Verhalten bewusst lenkt um einen bestimmten Effekt zu erzielen. Nochmal, was ist Schlimm daran? Passiert bei jedem Bewerbungsgespräch, bei jeder Präsentation usw. Ist es schlimm das die Sachen zum Teil stark vereinfacht werden? Duh… das menschliche Alltagsverhalten funktioniert auf Heuristiken, ohne gehts net. Oder ist es einfach nur der eigenen Stolz der verletzt wird? Das du alls differenziertes Individuum so grob mißachtet wirst?

        PU ist hauptsächlich für Männer da die sich schwer tun mit Sex, Beziehung und manchmal auch mit sich selber Ein Selbsthilfephänomen und eigentlich auch ein Marketingschmäh. Das Wissen gibts schon länger nur selten so zusammengefasst. Wennst ein besseres Konzept hast, dann nur her damit. Kritisieren ist immer leicht und im Falle von PU wahrscheinlich noch leichter.

        Um deine Fragen zu beantworten. Ja einige der Konzepte führen zu interessanten Paradoxien. Da kann man dann gerne auch den eigenen Kopf einschalten und ein bissl selber denken. Übers „needy“ sein denkt wohl auch keiner mehr nach. Aber stell dirs so vor. Als Kind lernst auch höflich zu sein (zumindest manche Kinder). Manche denken am Anfang noch darüber nach aber irgendwann kriegens ein Gefühl für die Sache. Manche planen ihre Reden bis ins letzte Detail. Vor allem wenn sie unsicher sind. Irgendwann gehts ins Gefühl über und man kann freier Sprechen. Wo ist da nochmal dein Problem? Das manche Leute sozial behindert sind und das lernen müssen? Das diese Männer mehr Einfluss auf ihr Beziehungsleben haben wollen? Dir die Methoden nicht passen? Die zugrundeliegenden Vorannahmen unschmeichelhaft sind? Naja wenn dir ein anderes FUNKTIONIERENDES System bekannt ist dann heraus damit. Ich könnt PU stundenlang kritisieren aber es hat halt einfach viele sehr wirksame Anteile.

        Wieviele Leute haben sich denn wegen Galilei, Darwin und andere „dunkle“ Aufklärer gewehrt. Ja und warum? Verletztes Ego!

      • *Wieviele Leute haben sich denn wegen Galilei, Darwin und andere „dunkle“ Aufklärer gewehrt. *

        Na na. Jetzt übertreibst du aber. Das ist nicht die selbe Schiene.

        PU ist sehr einseitig. Diese Push & Pull Spielchen, die gespielte Gleichgültigkeit mag in lockeren Beziehungen wunderbar wirken, in ernsthaften Beziehung nicht.

        Die meisten Frauen WOLLEN wichtig sein, wollen sich für den Partner von allen anderen Frauen abheben, was ja gerne mal mit Podesterie und Oneitis bezeichnet wird.
        Genauso wie du auch möchtest, dass du unique für deine Frau bist.
        Wenn du mit jemandem eine ernsthafte Beziehung eingehst, gibst du diesem per se zu verstehen, dass er wichtig für dich ist, wichtiger als alle anderen Menschen die du kennst.
        Warum solltest du´s sonst tun?

        *Oder ist es einfach nur der eigenen Stolz der verletzt wird? Das du alls differenziertes Individuum so grob mißachtet wirst?*

        Ja. Ganz genau. Wieso sollte ich mit jemandem zusammen sein, der mich als austauschbar ansieht. Das ist definitiv eine Missachtung meiner Persönlichkeit.

      • @ Maren:

        Naja PU ist kein Beziehungsratgeber, nie dazu gedacht. Eher für Leute die nicht mal soweit kommen das sie sagen können „Ich liebe dich“ ohne das der andere davon läuft. Aber davon gibts genug.

        Ich weiß ja nicht was du unter ernsthafte Beziehung verstehst aber irgendeinen Anreiz wird die wohl auch haben. Eine rein pragmatische, partnerschaftliche Allianz zur Großzucht des Nachwuchses?

        Also das ich als Mann „unique“ für meine Frau sein soll ist reiner Narzissmus. Ich erwart z.B. nicht das sie Jungfrau ist oder nie einen anderen Geliebt hat. Das will ich gar nicht mal. Wenn ich eine ernsthafte Beziehung wollen würde dann halt Treue von mir aus, da hätt ich kein Problem das zu geben und das würd ich mir auch erwarten. Eine Arie oder tägliche SMS brauch ich nicht *würg* Einmal in der Woche sehen reicht locker. Also zu unique möcht ich auch nicht sein. Früher hätt mir das gefallen, bis 23 oder so. Mittlerweile eher ein Alptraum.

        Also das was du dir erwartest seh ich eher mit gemischten Gefühlen. Dafür hab ich schon zuviel gesehen. Es gehört meiner Meinung nach ein gewaltige Verblendung und Selbstverliebtheit dazu sich über einen gewissen Grad hinaus als einzigartig zu sehen. Jeder Mensch ist zu eine bestimmten Maße austauschbar, Gottseidank.

        Frauen wollen nur ganz bestimmten Männern wichtig sein und auch nur auf eine bestimmte Art. Diese Wichtigkeit darf auch nicht beliebig ausgedrückt werden und zu einer beliebigen Zeit. Darin liegt das Problem, das Mißverständnis.

        Es geht darum wie diese Gefühle entstehen. Das Verschleiern dieser Zusammenhänge ist halt oft ein strategisches Interesse. Die individuelle Einzigartigkeit wird in den meisten Wissenschaften (Medizin, Psycholgie usw.) oft genug missachtet. Das liegt an der Natur der Sache allgemeine Erkenntnisse zu suchen. Selten ist dort jemand persönlich beleidigt. Der Grund warum PU so provoziert ist reiner Narzissmus, nichts weiter.

      • *Die meisten Frauen WOLLEN wichtig sein, wollen sich für den Partner von allen anderen Frauen abheben, was ja gerne mal mit Podesterie und Oneitis bezeichnet wird.*

        Im PU ist es durchaus vorgesehen, den Frauen ab und an zu sagen, weshalb man sie schätzt und welche Qualitäten sie von den anderen abheben. So fühlt die Frau sich wichtig genommen und man zeigt, dass man gewisse Standards pflegt und sich nicht mit jeder abgibt.

        Es wird Podesterie, wenn die Frau das mit Abstand wichtigste im Leben wird, sich das Leben des Mannes also primär um die eine Frau dreht. Ein Mann muss seine Zeit nicht unbedingt mit anderen Frauen verbringen, aber er muss einen großen Teil seiner Zeit auf andere Projekte als „die Frau“ verwenden.

        Man sollte also eigene Hobbys haben und einen eigenen Freundeskreis; und beides weiter pflegen, auch wenn man gerade in einer Beziehung ist.

      • „Wenn es darum geht, dass beide demonstrieren wie wenig sie aneinander interessiert sind, dann ja, dann ist der Grund gefunden warum ich PU überaus skeptisch gegenüber stehe.“

        Wenn eine Frau einem Mann demonstriert, wie wenig sie an ihm interessiert ist, ist das eine ganz schlechte Strategie. Auf die meisten Männer wirkt das abschreckend. Warum Frauen es nun mögen, wenn man ihnen indifferent gegenüber steht, weiß ich auch nicht. Meiner Beobachtung nach ist es aber so und das sagen ja auch die PU Theoretiker.

        Ich glaube, man kann Frauen schon Interesse signalisieren, nur eben nicht zu sehr. Der Mann sollte nicht den Eindruck machen, als würde er sie unbedingt brauchen. Ich denke auch, dass Männer es insgesamt mögen, wenn Frauen ihnen ihr Interesse auch zeigen. Es ist allerdings so, dass oft Frauen ankommen, bei denen ich denke: Wie kommt die darauf, dass das Interesse auf Gegenseitigkeit beruhen könnte. Ich habe ihr doch nicht im Allergeringsten gezeigt, dass ich mich für sie interessiere. Doch dann fällt mir wieder der gute alte PU Grundsatz ein, und ich denke: Ach so, eben drum.

      • @Galloway
        Das was du anprangerst ist das jemand sein Verhalten bewusst lenkt um einen bestimmten Effekt zu erzielen. Nochmal, was ist Schlimm daran?
        Was ich anprangere hat nichts mit Verhaltensmodifikation zu tun sondern mit der Art und Weise bzw. dem Menschenbild, das dahinter steht.
        Nur weil ich weiß, dass Konditionierung an sich funktioniert, heißt das nicht, dass ich das für eine adäquate pädagogische Erziehungsmethode halte.

        PU ist hauptsächlich für Männer da die sich schwer tun mit Sex, Beziehung und manchmal auch mit sich selber Ein Selbsthilfephänomen und eigentlich auch ein Marketingschmäh.[…] Wo ist da nochmal dein Problem? Das manche Leute sozial behindert sind und das lernen müssen?
        Jetzt hast du es geschafft und mir tun PUler Leid. Die armen armen Menschen!

        Ach ja mein Problem:
        Einer Gruppe von „sozial behinderten“ wie du so schön sagst zu „helfen“, indem die Komplexität der Welt und des Soziallebens auf ne Handvoll Regelmäßigkeiten runterzubrechen unzureichend zu verkürzen (auf kurzfristige Aufmerksamkeit/Sex/Beziehung) und diesen Phänomenen lustige Namen zu geben.
        Das Geld und die Zeit wär in einer Sozialtherapie wirklich besser angelegt. Die hält auch bei Beziehungen die über ONS hinaus gehen.

        Naja wenn dir ein anderes FUNKTIONIERENDES System bekannt ist dann heraus damit.
        Grundlegend:
        – keine Panik
        – Persönlichkeitsentwicklung (tu was dir Freude macht und du triffst Menschen, mit denen du was gemeinsam hast – prima Basis für alles mögliche) -> s. Prometheus Kommentar 1:36pm
        – „Sie haben mehr Angst vor dir als du vor ihnen“
        – „Fragen kostet nix“

        Wenn das nicht reicht, brauchts wirklich ne Sozialtherapie, dann steckt da nämlich noch tieferes dahinter, das auch PU nicht „heilen“ kann.

        (Nur so zur Info an alle anderen: ich sehe PUler nicht als „sozial behindert“ aber wenn Galloway sich darauf beruft, dann knüpfe ich daran an)

      • @ Khaos Kind:

        „Was ich anprangere hat nichts mit Verhaltensmodifikation zu tun sondern mit der Art und Weise bzw. dem Menschenbild, das dahinter steht.
        Nur weil ich weiß, dass Konditionierung an sich funktioniert, heißt das nicht, dass ich das für eine adäquate pädagogische Erziehungsmethode halte“

        Konditionierung findet ganz ohne einen bewussten Einfluss sowieso statt. Eine häufigere Erziehungsmethode wirst selten finden. Ist das Menschenbild dahinter etwa schlecht?

        „Jetzt hast du es geschafft und mir tun PUler Leid. Die armen armen Menschen!“

        Polemik, next!

        „Ach ja mein Problem:
        Einer Gruppe von „sozial behinderten“ wie du so schön sagst zu „helfen“, indem die Komplexität der Welt und des Soziallebens auf ne Handvoll Regelmäßigkeiten runterzubrechen unzureichend zu verkürzen (auf kurzfristige Aufmerksamkeit/Sex/Beziehung) und diesen Phänomenen lustige Namen zu geben.
        Das Geld und die Zeit wär in einer Sozialtherapie wirklich besser angelegt. Die hält auch bei Beziehungen die über ONS hinaus gehen.“

        Die Welt in ihrer vollständigen Komplexität wahrnehmen und berücksichtigen zu wollen führt letzten Endes zur vollständigen Handlungsunfähigkeit. Heuristiken bleiben schlicht und ergreifend notwendig, zumindest anfangs. Beim Mathe lernen fangst auch nicht mit Differentialgleichungen an.

        Feste Beziehungen sind schön und gut aber nicht für jeden das Non plus Ultra. Das solltest du vielleicht auch akzeptieren lernen ohne es abzuwerten bzw. ohne eine Wertigkeitshierarchie zu implizieren.

        „Wenn das nicht reicht, brauchts wirklich ne Sozialtherapie, dann steckt da nämlich noch tieferes dahinter, das auch PU nicht „heilen“ kann.“

        Möglicherweise aber das kostet. Selbsthilfe in der Regel nicht. Therapie ohne Krankenkassa wird teuer und kann Jahre dauern. Zudem ist dein System eher ein bisschen eine Blümchenrealität. Die Leute denen dein System hilft die brauchen eh keine Hilfe.

        „(Nur so zur Info an alle anderen: ich sehe PUler nicht als „sozial behindert“ aber wenn Galloway sich darauf beruft, dann knüpfe ich daran an)“

        Naja wennst das übernimmst bist selber Schuld. A bissl Eigenverantwortung ist schon ok.

      • @Galloway
        Eine häufigere Erziehungsmethode wirst selten finden.
        -> Lernen am Modell nach Banduras
        Funktioniert auch wunderbar ohne Trainieren. Nur nicht immer in die gewünschte Richtung 😛
        Das Konditionieren gut gemeint sein aber konträr zu unserem Verständnis von Menschen sein kann, wissen wir seit „Clockwork Orange“. Danke nein, dahin will ich nicht.

        Beim Mathe lernen fangst auch nicht mit Differentialgleichungen an.
        Mathe ist kein soziales Verhalten. Die Grundlagen dafür hat jeder, der sich an PU versucht – sprechen und ein gewisses Maß an gesellschaftlichen Konventionen beherrschen können.

        Feste Beziehungen sind schön und gut aber nicht für jeden das Non plus Ultra. Das solltest du vielleicht auch akzeptieren lernen ohne es abzuwerten bzw. ohne eine Wertigkeitshierarchie zu implizieren.
        Es ist nirgendwo die Rede davon, dass ONS oder kurze Affären oder andere nicht-dauerhaft-angelegte Beziehungen jetzt schlechter sind. Wer aber grundlegende soziale Fähigkeiten vermissen lässt, dem ist mit PU nicht geholfen, weil es nix am Problem ändert. Reine Symptombehandlung die es im schlechtesten Fall nur noch schlimmer macht.

        Möglicherweise aber das kostet.
        Ob die Bücher und Kurse jetzt wirklich weniger als ne Therapie kosten? Wer sie braucht, bekommt sie übrigens bezahlt und die Neuformulierung der DSM IV wird da ihr übriges tun.

        Zudem ist dein System eher ein bisschen eine Blümchenrealität.
        Es ist wirklich so einfach.

      • @ Khaos Kind:

        @ Modelllernen: Meine Güte scheinbar macht jetzt schon ein jeder Psychovorlesungen 🙂 Na dann halt mal den lieben Banduras länger durch bei deinen Kindern. Hut ab, wenn dus schaffst.

        Also wenn ich von Konditionieren sprech mein ich nicht automatisch den Worst-Case. (Ich find Clockwork Orange zwar nen amüsanten Film. Vor allem den Keramikpenis :-)) Der Nutzen muss die Kosten schon überwiegen und Operation gelungen, Patient tot ist net.

        „Mathe ist kein soziales Verhalten. Die Grundlagen dafür hat jeder, der sich an PU versucht – sprechen und ein gewisses Maß an gesellschaftlichen Konventionen beherrschen können.“

        Naja die Grundlagen hat eben nicht ein jeder ^^ Und die Grundrechnungsarten kann auch ein jeder.

        „Es ist nirgendwo die Rede davon, dass ONS oder kurze Affären oder andere nicht-dauerhaft-angelegte Beziehungen jetzt schlechter sind. Wer aber grundlegende soziale Fähigkeiten vermissen lässt, dem ist mit PU nicht geholfen, weil es nix am Problem ändert. Reine Symptombehandlung die es im schlechtesten Fall nur noch schlimmer macht.“

        Reine Symptombehandlung ist generell oft ein Problem aber gerade bei einem so komplexen System wie der Psyche ist es oft schwierig. Da stimm ich dir überein. Denen ist auch mit PU nicht geholfen.

        Der Oberguru Mysterie war/ist auch depressiv/bipolar usw. Dem hats auch nicht geholfen seine Depressionen zu überwinden. Dafür ist der ganze Kram aber auch nicht gedacht. Die Wellen die er damit geschlagen hat sind jedoch so wunderbar subversiv ^^

        „Ob die Bücher und Kurse jetzt wirklich weniger als ne Therapie kosten? Wer sie braucht, bekommt sie übrigens bezahlt und die Neuformulierung der DSM IV wird da ihr übriges tun.“

        Na da bin ich mal gespannt ob das den Segen bringt. Die österreichischen Krankenkassen jammern jetzt schon und behaupten keine Kohle mehr zu haben. Aber ich hab mich auch mit der neuen Version noch nicht wirklich befasst.

        „Es ist wirklich so einfach.“

        Für Leute ohne Probleme ist es wirklich so einfach. Die meisten Nerds sind Männer. da wird ihnen ihre Lieblingstätigkeit auch nicht helfen. Viel zu wenige Frauen zocken.

      • @Galloway
        Meine Güte scheinbar macht jetzt schon ein jeder Psychovorlesungen 🙂 Na dann halt mal den lieben Banduras länger durch bei deinen Kindern. Hut ab, wenn dus schaffst.
        Sozialpsychologie und Entwicklungspsychologie gehört zum Sozialarbeitsstudium dazu.
        Und wie gesagt – meine Kinder nehmen mich sowieso als Modell, dagegen kann ich nichts tun. Ob mir gefällt, was sie von mir lernen, ist da was anderes.

        Naja die Grundlagen hat eben nicht ein jeder ^^ Und die Grundrechnungsarten kann auch ein jeder.
        Wie hieß nochmal der mathematische Analphabetismus? Naja, das sind hoffentlich Ausnahmen. Aber wie schon erwähnt, wer die Grundlagen des „wie kommuniziere ich mit Menschen“ nicht beherrscht, dem hilft auch kein PU.

        Mich wunderts, dass von den PU-Befürwortern noch keiner geschrien hat, dass du so ein schlechtes Bild von PUA hast. (darum btw. meine Anmerkung, dass ich mich da an dir orientiere – nicht auszudenken, welch Entrüstungssturm losbräche würden Onyx, Lucia, Maren oder ich PUA als „sozial behindert“ bezeichnen ;))

        Dem hats auch nicht geholfen seine Depressionen zu überwinden. Dafür ist der ganze Kram aber auch nicht gedacht.
        Du sprachst hier von der Selbsthilfe durch PU. Vielleicht nicht bei starken Psychosen/Neurosen.

        Na da bin ich mal gespannt ob das den Segen bringt. Die österreichischen Krankenkassen jammern jetzt schon und behaupten keine Kohle mehr zu haben. Aber ich hab mich auch mit der neuen Version noch nicht wirklich befasst.
        Krankenkassen jammern immer. Die einzigen, die sich über eine Erweiterung der DSM IV freuen sind die Pharmakonzerne.

        Für Leute ohne Probleme ist es wirklich so einfach. Die meisten Nerds sind Männer. da wird ihnen ihre Lieblingstätigkeit auch nicht helfen. Viel zu wenige Frauen zocken.
        – wir haben alle unsere Päckchen zu tragen
        – wie viele der Gesamtheit der Männer sind Nerds
        – wie viele der Nerds sind wirklich auf der Suche nach Frauen
        – wie viele der Nerds die gern mehr mit Frauen Kontakt hätten stehen auf zockende Frauen und/oder wie viele Nerds nutzen PU um zu bekommen, was sie wollen?

      • @ Khaos Kind:

        Kritisieren und selber denken darf man immer. PU hat neben den guten Seiten halt auch meines erachtens kritikwürdige Seiten. An dieser Stelle möcht ich dich Bitten es zu unterlassen meine Aussagen bzgl. deiner eigenen Interessen zu verbiegen, danke.

        „- wir haben alle unsere Päckchen zu tragen“

        Also wennst nichts besseres zu vermelden hast dann trag diesen Satz doch mal deinen Schützlingen vor. Bin gespannt wie die drauf reagieren. Na ignoranter gehts ja nicht mehr. Trag das doch mal den missbrauchten Frauen vor für die du vorgibst einzutreten und so gern Fürsprache hältst.

      • @ Salvatore
        „Wenn eine Frau einem Mann demonstriert, wie wenig sie an ihm interessiert ist, ist das eine ganz schlechte Strategie. Auf die meisten Männer wirkt das abschreckend.“

        Wäre schön, wenn es so einfach und konsequent wäre. Frau zeigt kein Interesse und Mann lässt sie in Ruhe.
        Ist aber leider nicht so. Denn woher kommt die „nein heiß nicht nein“ These? Wenn eine Frau mit einem Nein Desinteresse signalisiert, schreckt das manche Männer eben leider nicht ab, sondern weckt im Gegenteil noch Jagdinstinkt der Marke „die ziert sich bloß“ oder „die krieg ich schon noch rum“ oder „wollen wir doch mal sehen, wie weit ich bei der komme“. Manche Männer fangen dann an, Frauen richtig zu belästigen, nachdem sie sich einen Korb geholt haben. Also unter Abschreckung verstehe ich was anderes. Ich glaube, dass Desinteresse seitens Frauen bei Männern eine viel größere Herausforderung darstellt als umgekehrt. Oder vielleicht auch die größere Beleidigung, die dann aus verletztem Stolz in gravierendem Fehlverhalten wie oben genanntem endet.

  3. @Khaos.kind
    *Wie hieß nochmal der mathematische Analphabetismus?*

    Dyskalkulie

    [Nerds und PU]
    Ich lese ja ganz gern mal im PU-Forum mit, wo auch manche Typen dann ihre Erfahrungsberichte schreiben, quasi vorher-nachher.
    Ich finds immer total lustig zu lesen: „Vor einem Jahr hatte ich keinen Job, hab nur gezockt und bin nicht rausgegangen, hab mich auch sehr gehen lassen. Dann hab ich PU entdeckt, mir nen anständigen Haarschnitt machen lassen, geh auch mal unter Menschen und es klappt!“
    Praise the Lord, must be a miracle! 😀

    Hätten die Jungs auf ihre Omma gehört (Junge, laß dir mal die Haare schneiden und zieh dich mal wat schicker an, dann klappt das auch mit den Mädchen), hätten sie sich das Geld für die Bücher und Kurse sparen können.

    • @Maren

      Ich denke schon, dass PU vielen erst einmal bewusst macht, was sie im Kontakt mit Frauen alles falsch gemacht haben und ihnen eine Richtschnur gegeben hat, wie sie positiver rüberkommen und Interesse wecken.
      Das hat dann auch dazu geführt, dass das „Rausgehen“ positiver wurde, weil sie besser angekommen sind.
      Wer letztendlich beim rausgehen kein positives Feedback hat, der wird eben lieber Computer spielen.

      Die Kleidung und der Haarschnitt folgen dann eher aus der Erkenntnis, dass man ja tatsächlich Möglichkeiten hat und die dann nutzen will

      Bei einigen Nerds die ich kenne hätte das vielleicht auch noch nicht mal ein Pickupkurs sein müssen, da hätte ein Kurs „normale menschliche Umgangsformen: Wie ich Leute nicht mit Themen langweile, die nur ich interessant finde, sondern mal darauf achte, ob der andere sich dafür interessiert“ ausgereicht. Aber da ist auch nicht einfach ranzukommen.

      Pickup hat den Vorteil Strukturen sichtbar zu machen und für den Anfang Schemata vorzugeben. Das hilft natürlich gerade eher systematisch denkenden Leuten, die dafür ja häufig Probleme im Empathiebereich haben.

      Susan Pinker schildert in ihrem Buch wenn ich es recht in Erinnerung habe auch einen extremen Systematiker, der letztendlich die Regeln des Zusammenlebens als System erlernen musste, weil er eine sehr geringe Empathie hat. Es fällt ihm schwer sich in Leute hineinzuversetzen, also braucht er Regeln, die ihn dabei unterstützen.

      Natürlich ersetzt dies ein durch Empathie unterstütztes Verstehen der Regeln und ihrer Ausnahmen nicht, aber es macht sicherer im Umgang mit Leuten und erleichert es einen positiven Eindruck zu machen und besser in sozialen Situationen zu werden.

      Insofern ist die Einschätzung an anderer Stelle, dass Pickup etwas für „sozial behinderte“ ist meiner Meinung nach durchaus richtig.
      Dies ist aber nicht damit gleichzusetzen, dass Pickup nur etwas für „sozial behinderte“ ist oder es ein System ist, dass selbst auf sozialen Behinderungen beruht.
      Sich bestimmte Zusammenhänge im sozialen Leben deutlich zu machen hilft meiner Meinung nach empathischen Leuten ebenfalls, sie können diese Zusammenhänge eher besser verwerten, weil sie sie nicht als starre Regeln sehen, sondern als Häufungen mit Ausnahmen, bei denen man mittels der eigenen Wahrnehmung nachvollziehen muss, ob und inwieweit sie auf den jeweiligen zutreffen.

    • @Maren
      Langsam glaube ich, Männer hören eher auf andere Männer. Da können Ommas, Muttis und Freundinnen noch so oft sagen „Lass dir mal die Haare schneiden, geh mal raus, zieh dich mal ordentlich an“. Es muss das gleiche halt von einem (warumauchimmer) anerkannten Mann kommen und schon funktioniert die Sache.

      Du bist ja öfter auf PU-Foren unterwegs. Könnte an der These was dran sein?

      • @ Khaos.Kind

        *Langsam glaube ich, Männer hören eher auf andere Männer. Da können Ommas, Muttis und Freundinnen noch so oft sagen „Lass dir mal die Haare schneiden, geh mal raus, zieh dich mal ordentlich an“. Es muss das gleiche halt von einem (warumauchimmer) anerkannten Mann kommen und schon funktioniert die Sache.

        Du bist ja öfter auf PU-Foren unterwegs. Könnte an der These was dran sein?*

        Ich bin zwar nicht auf PU-Foren unterwegs (es sei denn, das hier ist eines), aber ich denke, da ist etwas dran.

        Es fällt Frauen schwer, zur Autorität gegenüber Jungen/Männern zu werden (ab einem gewissen Alter).

        Ich denke, das ist ein weiterer Grund für das Auswandern aus/das Desengagement von Männern in „matriarchalen“ Strukturen.

        Urszene:

        DER Priester (Ayatollah, Rabbi) zelebriert vor mehrheitlich weiblichem Publikum.

        Kirchen verlieren hierzulande an Mitgliedern, es sind vor allem die Männer, die als erste gehen, aus den Kirchen mit Priesterinnen/Bischöfinnen ziehen sie noch rasanter aus als aus der katholischen.

        Interessanterweise bringt z.B. das Frauenpriestertum keinerlei Wettbewerbsvorteil, nicht mal bei Frauen.

        Es gibt keine Übertrittswelle von Frauen weg aus der katholischen hin zur protestantischen Kirche, im Gegenteil: die katholische Kirche ist mehr Frauenkirche als die protestantische.

        Auch ein Phänomen: Frauen sind im Schnitt kulturübergreifend das gläubigere, frömmere Geschlecht und trotzdem befriedigt die überwiegend weibliche Kundschaft ihre Bedürfnisse in patriarchalen Weltreligionen.

        Eine matriarchale Weltreligion gibt es so wenig wie Matriarchate, die als Hochkulturen erfolgreich wären.

        Offenbar stillt die Imago „Mann“ das Bedürfnis nach hierarchischer Autorität besser als „die Frau“, sogar bei Frauen (männliche Autorität = mehr auf Zurschaustellung von Macht/Potenz beruhend = Tu’s, weil ICH es Dir sage, sonst geht’s Dir schlecht, weibliche Autorität mehr dem Prinzip „Verführung“ folgend – Tu’s mir zuliebe)

        Ich denke, auch das ist instinktbegünstigt, sonst hätten wir längst eine Weltreligion von Frauen für Frauen, die die Muttergöttin umtanzt.

        Aber weiblich geprägte Religionen füllen mit ihrer weltweiten Anhängerschaft kaum das Querschiff des Petersdomes, geschweige denn Berninis herrliches „Cäsarenforum“ davor.

        Ja, ja, ich liebe meine RÖMISCH-katholische Kirche und ihren imperialen Gestus, den sie in Rom offen zeigt, während in der Pfarrei St. Franziskus, Hintertupfing, schon die Birkenstockjesuaner überhand nehmen.

        Na ja, die braucht’s halt auch, die Brüder.

        Und die Schwestern, natürlich, um Gottes willen, richtig, Tippse, die Schwestern, die erst recht, Gott steh‘ mir bei, wie konnte ich die nur vergessen.

        Aber, sach‘ mal Tippse, Du bist doch eigentlich protestantisch, jedenfalls warst Du das mal, in Deiner leider immer ferner zurückliegenden Jugend, stimmt doch?

        Unterstütze mich also beim Katholisch-sein, denn es muss am Ende für uns zwei reichen, hab‘ keine Lust, die ewige Glückseligkeit ohne Dich zu verleben, nur weil Du Heidenweib Deinen – ich geb’s ja zu! – immer noch bemerkenswert süßen Arsch nicht hoch genug bekommst, um Dich für die UNA SANCTA ROMANA zu entscheiden.

        Ja, ja, is‘ ja gut! Ich bete für Dich, für Dich und die Bestandserhaltung Deines Hinterns.

    • Hätten die Jungs auf ihre Omma gehört (Junge, laß dir mal die Haare schneiden und zieh dich mal wat schicker an, dann klappt das auch mit den Mädchen), hätten sie sich das Geld für die Bücher und Kurse sparen können.

      ..und von der Omma hätten sie weiterhin gehört, dass es zum „nettsein“ gehört „ernste Absichten“ zu verfolgen, mithin das Mädel auch heiraten zu wollen.

      Von Mutti haben sie auch gehört, dass „man“ Frauen nicht „objektifiziert“, ihre „inneren Werte“ begehrt und das „äußerliche“ allenfalls sekundär.

      Um dann beobachtend festzustellen, dass die Mädels, Muttis und Omas Wasser predigen und Wein saufen.

      Was ihnen dann von den Mädels (die gerne auch mal Muttis Begriff der „Objektifizierung“ im Munde führen) den Vorwurf einbringt, sie seien einfach nicht sozial kompetent genug und würden Ratschläge nur dann annehmen, wenn sie nicht von Frauen kämen.

      Ein PU’ler würde das shit-test nennen, glaube ich. Denn es wird eigentlich getestet ob der Junge sozial kompetent genug ist, Heuchelei zu durchschauen.

      Selbstverständlich sind solche ziemlich offenkundigen, aber im kulturellen Kontext nicht offen diskutierbaren Widersprüche gute Marktlücken.

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