39 Gedanken zu “Frauen und Pornos

  1. Das Märchen, dass Frauen keine Pornos konsumieren ist nicht länger haltbar. Meines Erachtens sind Frauen sehr wohl an Pornografie interessiert, man muss allerdings dem Umstand Rechnung tragen, dass dies zumeist stark von männlichen Interessen divergiert und, da die Pornoindustrie auf männliche Interessen ausgerichtet ist, es nachvollziehbar ist, dass weniger Frauen diese Art von Pornografie konsumieren.

    Zum Schwarzer Märchen der „edlen Lesbe“ kann ich nur anführen, dass ein starkes Marktsegment lesbischer BDSM ist, was sowohl von Männern als auch von Frauen – wohl meist lesbisch – konsumiert wird.

  2. @Christian:

    Aber der überwiegende Männeranteil bei Pornos ist aus meiner Sicht nachvollziehbar.

    Oh,

    was war schuld an dem Geistesblitz?

    Doch nicht etwa ein Porno? 🙂

    • @ Insider

      *Das Märchen, dass Frauen keine Pornos konsumieren ist nicht länger haltbar. *

      „Keine Pornos“ hat auch niemand behauptet, Nur dramatisch weniger als Männer.

      Wär’s anders, eine Frauen bedienende Pornoindustrie hätte sich längst in dem gleichen Umfang etabliert wie die bestehende männliche.

      Offensichtlich ist mit Frauen als Zielgruppe von Pornos kein Geschäft zu machen.

      Wäre das möglich, die Pornoproduzenten hätten rasch ein großes weibliches Publikum spezifisch ansprechende Repertoire entwickelt.

      Augenscheinlich war das bisher nicht möglich, obwohl Frauen ca. 2/3 der frei verfügbaren, dem Konsum dienenden Kaufkraft verwalten.

      Pornos an Frauen zu verkaufen scheint so schwer zu sein wie Handtäschchen an Männer zu verkaufen.

      • @Roslin
        *Offensichtlich ist mit Frauen als Zielgruppe von Pornos kein Geschäft zu machen.*

        Kein Geschäft ist übertrieben. Ein schlechteres, könnte man sagen.
        „Männliche“ Pornografie ist nun mal von jeher ein etablierter Markt, der auch nicht so schambehaftet ist. 😉
        Ich könnte mir auch vorstellen, dass Pornos für Männer deutlich einfacher und günstiger zu produzieren sind, aufgrund der (meines Erachtens) einfachen Ausstattung und der simplen Drehbücher.
        Und außerdem müsste man andere Darstellerinnen anheuern, die wenigsten Frauen gucken sich gern die Plastikbrüste eines professionellen Ami-Porns an.

        Mich würde da ja interessieren, wie hoch der Anteil von konsumierenden Frauen bei Amateurpornos und vor allem erotischer Literatur ist? Könnte mir vorstellen, dass da die Frauen weiter vorn sind.

      • @Maren:

        Und außerdem müsste man andere Darstellerinnen anheuern, die wenigsten Frauen gucken sich gern die Plastikbrüste eines professionellen Ami-Porns an.

        Definitiv, solche abartigen Brüste sowie Gestöhn erregt wohl nur Männer.

        Mich würde da ja interessieren, wie hoch der Anteil von konsumierenden Frauen bei Amateurpornos und vor allem erotischer Literatur ist? Könnte mir vorstellen, dass da die Frauen weiter vorn sind.

        Erika Lust macht m.E. gute Frauen-Pornos. 🙂
        Die haben Stil und die W wie M Protagonisten wirken natürlich.

        http://www.lustfilms.com/blogEn

  3. @Maren, der Gedanke mit den Büchern (und CDs!) kam mir auch eben. Da dürfte der Frauenanteil wirklich um einiges höher sein als der Männeranteil.

    Die Tatsache, dass eigentlich keine Frau in der Öffentlichkeit sagen kann „gestern hab ich nen wirklich super Porno gesehen“ spielt eine große Rolle. Jungen bekommen zu Beginn der Pubertät die Porno-Sammlung des Vaters gezeigt und Mädchen wird gesagt, sie sollen doch bitte die Hände über der Bettdecke lassen! (Achtung Klischee!) Kein Wunder, dass sich nur wenige Frauen für Pornos erwärmen können … !

    • @julia

      Jungen bekommen keineswegs die Pornosammlung des Vaters gezeigt, sie finden sie vielleicht und leihen sich was aus, in der Hoffnung nicht entdeckt zu werden.

      Jungen haben eher Angst, dass ihre Pornosammlung gefunden wird, wenn sie denn eine haben.

      Und das Mädchen gesagt wird, dass sie die Hände über der Bettdecke lassen sollen, dass glaube ich auch nicht.
      Und selbst wenn, es sollte sie dank eigener Schlafzimmer auch nicht stören. Zumal ihre Aktivitäten auch weniger Spuren hinterlassen als die der Jungs.

      Heutzutage spielt das aber auch keine Rolle mehr, wer Pornos sehen will braucht nur eine Internetleitung. Die Verfügbarkeit ist stark erhöht. Und dennoch bleibt es heimlich.
      Die Akzeptanz sieht man ja auch an der „Spähanleitung“ in der Emma, die auch davon ausgeht, dass die Männer ihre Pornos heimlich schauen.

    • @ Julia

      Die Masturbation der Jungen wurde lange Zeit strengstens verfolgt.

      Sogar die Genitalverstümmelung von Jungen (Beschneidung) wurde mit der Erschernis der Masturbation begründet (Kellogs, ja der Cornflakes-Kellogs).

      Hat das Jungen davon abgehalten, zu masturbieren?

      Warum sind Mädchen so viel steuerbarer als Jungen?

      Denn das wären sie ja, hättest Du mit Deiner Behauptung recht.

    • Christian, ich habe das mit Absicht etwas klischeehaft dargestellt. (Deshalb „Achtung Klischee“) Das mit der Bettdecke kannst du dir vielleicht nicht vorstellen, entspricht aber oftmals so oder so ähnlich der Realität („Mädchen machen sowas nicht“). Wobei ich bei beiden Geschlechtern einen gesunden Umgang mit Masturbation vermisse!

      Alexander, ich habe nicht behauptet, Mädchen seien steuerbarer als Jungen. Als logische Schlussfolgerung deiner Aussagen würde eher passen: Jungen geben eher ihren Trieben nach, egal ob sie gesellschaftlich dafür „geächtet“ werden. Die Schlussfolgerung, Mädchen seien steuerbarer, kann ich daraus nicht ableiten. Man könnte vielmehr ableiten, weibliche Masturbation erfährt weniger gesellschaftliche Anerkennung als männliche Masturbation. Und meiner Meinung nach ist das erziehungsbedingt. Dass Frauen ebenfalls gerne masturbieren sieht man ja an den Verkaufszahlen von Vibratoren und Dildos.

      • Dass Frauen ebenfalls gerne masturbieren sieht man ja an den Verkaufszahlen von Vibratoren und Dildos.

        Julia,
        ich füge dem mal hinzu, dass die aber keines Wegs als Schwanzersatz benutzt werden, wie Männer ob ihrer Fantasien oft vermuten.

      • @ Julia

        *Man könnte vielmehr ableiten, weibliche Masturbation erfährt weniger gesellschaftliche Anerkennung als männliche Masturbation. *

        Davon, dass Masturbation in der patriarchalen Vergangenheit stärkere Anerkennung erfahren hätte, kann doch gerade nicht die Rede sein.

        Womit hat man Jungen nicht gedroht: Mit Höllenstrafen, Rückenmarksschwund, Schwindsucht, ich weiß nicht was.

        Wenn Jungen ihren Trieben stärker nachgeben als Mädchen, müssen ihre Triebe ja wohl stärker sein als die der Mädchen oder worin siehst Du den Grund?

        Wenn sie unbeherrschter sind und darum gleich starken Trieben stärker nachgeben, müssen sie schwerer steuerbar sein als Mädchen.

        Die grausamsten Keuschheitsgürtel wurden entwickelt, um Jungen vom Masturbieren abzuhalten (wenn auch kaum eingesetzt im Gegensatz zur Beschneidung).

    • @Julia
      Vielleicht beweg ich mich in den falschen Kreisen aber ich kenne keinen Mann, der aus der Pubertät raus ist und freudig rumerzählen würde, was für einen tollen Porno er wieder gesehen hat.

      Das Jungs zu Pubertätsbeginn die Porno-Sammlung des Vaters gezeigt bekommen (oder sie später vererbt), halte ich für ein Gerücht. Vater und Sohn schauen gemeinsam Pornos und masturbieren? Nee.

      Das Verbot zur Masturbation betraf alle. Und wirkt auch heute noch nach – bei allen. Masturbieren ist nicht mehr gesellschaftlich verpönt, solange eine Person Single ist. Aber in einer Beziehung? Da höre ich öfter „wozu – ich hab doch Partner/Partnerin“.

      @Christian
      Und selbst wenn, es sollte sie dank eigener Schlafzimmer auch nicht stören. Zumal ihre Aktivitäten auch weniger Spuren hinterlassen als die der Jungs.
      Du kannst echt witzig sein mit deinen utopischen Bildern.

      @Roslin
      Warum sind Mädchen so viel steuerbarer als Jungen?
      Gute Frage. Würde mich auch interessieren.

      • @Khaos.Kind

        Warum sind Mädchen so viel steuerbarer als Jungen?
        Gute Frage. Würde mich auch interessieren

        Weiblich Sozialisierung ist grob gesagt Anpassung.
        Die Männliche verlangt Dominanz.

      • @Khaos.kind

        Unter sich sind da Männer schon relativ offen, hab ich zumindest so erlebt.
        Es werden auch Pornos ausgetauscht oder empfohlen, das ist nicht so selten.

        Bei Wiki find ich ganz interessant,dass der Anteil der Männer so um 95% kreist, bei Frauen bei 60-80% (Frag mich auch warum man das bei Männern so genau weiß. ;))
        Männer fangen wohl so mit 12 an, Frauen dahingegen erst so gegen Ende der Pubertät.

        *Warum sind Mädchen so viel steuerbarer als Jungen?*
        Hm, ich könnte mir vorstellen es hängt damit zusammen, dass die männliche Sexualität immer viel selbstverständlicher war als die weibliche (auch bzgl Seitensprung usw.)
        Ein weiblicher Orgasmus wurde auch teilweise als unschicklich angesehen, Sex in der Ehe war wohl auch nich so dolle,
        (Sextipp von Queen Victoria an ihre Töchter: Mach die Augen zu und denk an England :)), von daher gibt es da schon Unterschiede. Das könnte sich auch auf die Masturbationsfrequenz niederschlagen.

        Kleiner Zusatz zu Vibratoren aus dem Nähkästchen:
        Interessant finde ich, dass manche Frauen Masturbation in Ordnung finden, SOLANGE sie mit einem Vibrator passiert!
        Wenn die eigenen Hände oder andere Hilfsmittel (Duschkopf etc.) benutzt werden, wirds unanständig.
        Frag mich warum?

      • Mädchen sind kulturübergreifend angepasster als Jungs. Die Frage lässt sich aber meiner Meinung nach einfacher beantworten, wenn man sie anders herum stellt: Warum passen sich Jungs eigentlich schlechter an?

        Aus evolutionspsychologischer Sicht (und ich denke, das ist Thema dieses Blogs?) hat dies wenigstens zwei leicht ersichtliche Gründe. Zum einen sind Jungen zur Erhaltung der Art weit weniger wichtig als Mädchen, da ein Männchen ungleich mehr Nachkommen zeugen kann als ein Weibchen. Es ist für eine Population deshalb vorteilhafter, „Mutationen“ und neue Verhaltensweisen an dem entbehrlicheren Geschlecht „auszuprobieren“.

        Zum anderen – und dies steht mit dem ersten Punkt gewissermaßen in Wechselwirkung – gibt es für Jungen einen starken Druck durch sexuelle Selektion, sich neuen Aufgaben und Herausforderungen zu stellen, um so ihren Status zu erhöhen und für mögliche Partnerinnen attraktiver zu werden. Dies führt weiterhin zu einer erhöhten Risikobereitschaft, die man auch in anderen Bereichen an Jungen beobachten kann.

        In der Tat ist dieser Unterschied für unzählige weitere zwischen den Geschlechtern verantwortlich, aber ich möchte hier keine unlesbaren Mammutposts verfassen.

      • @ Khaos.Kind

        *@Roslin
        Warum sind Mädchen so viel steuerbarer als Jungen?
        Gute Frage. Würde mich auch interessieren.*

        Na ja:

        Warum sind Hengste ungebärdiger als Stuten, Stiere gefährlicher als Kühe?

        Warum verhält sich ein Ochse anders als ein Stier, ist fast so geduldig-sanft wie eine Kuh?

        Warum verhält sich ein Wallach anders als ein Hengst?

        Fragen über Fragen.

        Liegt wahrscheinlich an der unterschiedlichen Sozialisation

      • Warum sind Hengste ungebärdiger als Stuten, Stiere gefährlicher als Kühe?

        tja, warum.
        beim längeren nachgrübeln mag es naheliegen, dass wohl auch männer eher triebhaft, unbeherrscht und von niederen instinkten gesteuerte masturbateure sind – das irrationale geschlecht. ein glatter durchschuss für die männliche überlegenheit. oder was sollten diese fragen implizieren?

      • @Lucia
        Ich bin da skeptisch. Es nur auf Sozialisation zu schieben finde ich gewagt. Das würde nicht erklären warum es immer wieder „untyische“ Frauen gab. Die hatten im Prinzip doch auch diesselbe soziale Umgebung und Erwartung wie die, die nicht aufgefallen sind.

        @Maren
        Ich denke, die Geschichte der Selbstbefriedigung ist da ziemlich spannend. Wer wann und wie etc.
        Hab mal gehört, dass es vergleichsweise kurz bekannt ist, dass frau nicht nur über Penetration zum Orgasmus kommen kann. Das würde imho auch schon viel erklären.

        @Roslin
        Du meinst das jetzt nicht erst und kommst bei der Frage des Warum (die auf Menschen bezogen ist) mit Tierbeispielen?

      • @Khaos.Kind.

        Nein natürlich nicht nur, aber die Sozialisierung ist die tradiert genormte Matrix, aus der natürlich auch welche rausfallen können, aus welchen Gründen auch immer.

      • @Khaos.Kind:

        Masturbieren ist nicht mehr gesellschaftlich verpönt, solange eine Person Single ist. Aber in einer Beziehung? Da höre ich öfter „wozu – ich hab doch Partner/Partnerin“.

        Den Partner beim Masturbieren zu schauen lassen, ist mittlerweile ein beliebtes Vorspiel. Zumindest in meinen Kreisen. 🙂

      • @Khaos.kind

        Naja, wenn man bedenkt, dass der klitorale Orgasmus Ewigkeiten als minderwertig gegenüber dem Vaginalen dargestellt worden ist, lässt das tief blicken, oder?

      • @ Khaos.Kind

        *@Roslin
        Du meinst das jetzt nicht erst und kommst bei der Frage des Warum (die auf Menschen bezogen ist) mit Tierbeispielen?*

        Selbstverständlich meine ich das ernst.

        Warum wohl sonst schreibe ich hin und wieder, dass der Mensch ganz fundamental ein Säugetier ist, unsere spezifisch menschlichen Hirnregionen jene, die wir mit niedrigeren Tieren gemeinsam haben, nur überlagern, diese aber nicht ausschalten, sonst wären sie, da funktionslos, abgebaut, sondern nur überformen, nicht nur anatomisch, sondern auch funktional: Unsere Instinkte disponieren unser Verhalten nur noch, determinieren es nicht mehr.

        Warum also ändert sich das Verhalten eines Hengstes, wenn er zum Wallach wird?

        Warum ändert sich das Verhalten eines Stieres, wenn er zum Ochsen wird?

      • @ Hottehü

        *beim längeren nachgrübeln mag es naheliegen, dass wohl auch männer eher triebhaft, unbeherrscht und von niederen instinkten gesteuerte masturbateure sind – das irrationale geschlecht. ein glatter durchschuss für die männliche überlegenheit. oder was sollten diese fragen implizieren?*

        Liebes Hottehü,

        die Abwertung männlichen Verhaltens als minderwertig, weil triebhafter, stammt von Dir.

        Männer verhalten sich im Schnitt anders als Frauen, ANDERS, mehr stelle ich nicht fest, DU wertest.

        Wenn Jungen ein stärkeres Bedürfnis haben, zu masturbieren als Mädchen oder dem gleich starken Bedürfnis eher nachgeben, ist das ihre Art des Menschseins, die der Mädchen ist nicht höherwertig, nur anders.

        Gerade von einem geistigen Hottehü hätte ich mehr Verständnis erwartet.

        Mir z.B. gefallen prangende, stolze Hengste besser als Stuten.

        Dafür streichle ich lieber Kühe und staune über deren schöne Augen (ja, ich finde Kuhaugen schön!).

        Einem Stier in die Augen zu sehen oder den gar zu streicheln, habe ich noch nie gewagt.

      • Naja, wenn man bedenkt, dass der klitorale Orgasmus Ewigkeiten als minderwertig gegenüber dem Vaginalen dargestellt worden ist, lässt das tief blicken, oder?

        Auch hier wäre imho die Frage zu stellen: Welche Vorstellung war wann vorherrschend.

        Da gab es zunächst Freud, der tatsächlich Reife an der Fähigkeit zum vaginalen Orgasmus festmachte. (Gleichzeitig räumte Freud mit dem Mythos der Asexualität der Frau auf – zumindest im Wissenschaftlichen Diskurs)

        Beides blieb ohne große gesellschaftliche Wirkung, Sex blieb bis zur sexuellen Revolution ein Tabu.

        Etwa in den 1950ern erschienen die „Kinsey Reports“. Kinsey war der Auffassung, dass der vaginale Orgasmus eine biologische Unmöglichkeit war.

        Für Masters und Johnson, in den 1960ern, gab es nur den klitoralen Orgasmus, der für sie allerdings normalerweise durch Koitus hervorgerufen werden könne.

        Shere Hite kritisierte diesen Normalitätsbegriff, indem sie Interviews mit 3500 Frauen vorlegte, von denen 80% angaben, einen Orgasmus bei der Selbstbefriedigung zu erreichen, aber eben beim Geschlechtsverkehr nie zum Orgasmus kamen.

        Feministinnen griffen eifrigst Kinsey und Hite auf, der vaginale Orgasmus sei ein phallozentrischer Mythos.

        Das Unwort „Penetration“ wurde kreiert, Heterosex könne Frauen nicht befriedigen. Frauen, die einen Orgasmus durch Koitus erlebten wurde bescheinigt, dass sie sich das einbilden müssten – dass sie unreiferweise dem patriarchalen Mythos unterlägen. Ihre eigene Unterdückung und die aller Frauen betrieben.

        Nun, wer war in der Hinsicht kulturell prägender – Freud oder Alice Schwarzer?

        Ich würde sagen, für Feminismusidentifizierte insgesamt dürften ganz klar Schwarzer et al prägender gewesen sein, und da wurde und wird teils heute noch eher der vaginale Orgasmus stigmatisiert – in der Form, dass es ihn nicht geben könne, wer sowas erzähle verbreite patriarchale Mythen. Es gibt Berichte von Zeitzeugen, denen zufolge sich Frauen zutiefst geschämt hätten dass sie allein durch Koitus zum Orgasmus kämen.

        Die Behauptung, dass der klitorale Orgasmus „Ewigkeiten“ als minderwertig galt ist imho aufgrund der Tatsache, dass Sex insgesamt teilweise bis weit in die 1960er hinein ein großes Tabu war – Freud also keine Massenwirkung erzielen konnte – ein ziemlicher Fehlschluss. Tendenziell dürfte das Gegenteil der Fall sein.

      • @ Faulgor

        Noch einfacher gesagt:

        Für Mädchen lohnt es sich eher, risikoarm zu spielen, da sie eher damit rechnen können, dass ein dieser triebigen Befruchter vorbeikommt und sie sich mit ihm fortpflanzen können.

        Hoch-Risiko-Spiel lohnt sich daher für sie weniger.

        Jungen dagegen müssen herausragen, um Mädchen aufzufallen (Unterschied in der Inetnsität des Sexualtriebes), sie müssen Risiken eingehen, denn nur so ragt man heraus und erhöht seine Chancen, einem Mädchen aufzufallen.

        Klassische Turniersituation: Männer prügeln sich um die attraktivste Prinzessin, die die Kämpfer anfeuert und dann den Sieger belohnt.

        Kann man in Zeiten der Koed auf vielen Schulhöfen beobachten.

        Da das nicht erst seit gestern so ist, erzeugt das einen entsprechenden Selektionsdruck, der Jungen/Männer auf Konkurrenz/Kampf hin optimiert, Mädchen/Frauen aber nicht.

        Weshalb die einen sich unter Konkurrenzbedingungen besser behaupten/wohler fühlen (im Schnitt!) als die anderen.

        Weshalb Matriarchate konkurrenzarm, fortschrittsarm, gemütlich vor sich hin dämmern, dort, wo sie es können, wo niemand etwas holen will, wo deshalb auch nichts energisch verteidigt werdn muss.

        Rücken Patriarchate heran, werden sie auspeupliert, sterben durch Abwanderung eines sanften Todes oder werden schlicht mit Wucht überrannt.

    • @ Termianator

      Wieso denn nur für uns?

      Ich weiß ja, wie multitaskingfähig Frauen sind: Nicht mehr als ich es bin.

      Sehe ich jeden Tag bei Tippse.

      Es sind doch wohl eher Frauen, die unstrukturiertes Vorgehen und chaotisches Gewusel zur Multitaskingstrategie adeln.

      Denn musst Du das klarmachen.

      Allerdings sind die mit Studien selten zu überzeugen.

      Wenn sich’s richtig anfühlt, ist die Studie halt falsch.

      Das nennt sich dann Standpunktepistemologie und ist das Non-plus-ultra weiblicher Erkenntnis.

      Hier im Strang hervorragend vertreten von Onyx z.B.

      • Das nennt sich dann Standpunktepistemologie und ist das Non-plus-ultra weiblicher Erkenntnis.

        ..und deshalb musste Lazar Greenfield gehen. Wen interessieren dann noch seine großen Verdienste – auch um die Förderung von weiblichen Chirurgen. Auch was er tatsächlich geschrieben hat ist irrelevant. Dass er sich auf eine international renommierte Fachzeitschrift beruft ebenfalls, methodische Kritik an der Studie muss ebenfalls gar nicht erst vorgebracht werden.

        Es genügt, wenn irgendeine beliebige mißgünstige Journalistin sich in ihrem Narzissmus gekränkt sieht und lauthals das Wort „Sexismus!“ skandiert.

        „Die dümmsten, ungebildetsten und scheußlichsten Frauen können die herzlichsten, freundlichsten und intelligentesten Männer niedermachen, ohne das irgendjemand was dagegen tut“

      • @ Roslin

        Zur Erinnerung, die Blogregeln gelten auch für dich.
        WAS soll ich hier im Strang vertreten haben? Ich hab mich hier überhaupt nicht geäußert.

    • Um es mal dezent zu sagen:
      Das Multitasking nicht gut sondern totaler Humbug ist, stand schon vor 3 Jahren in populärwissenschaftlichen Zeitschriften. Könnten auch mehr sein.

      Mit dem Nebensatz, dass Frauen gar nicht multitaskingfähiger sind als Männer. Alter Hut.

      • Mag sein, es ist auch ein alter Hut, dass Frauen in Beziehungen genauso gewalttätig sind, wie, dass „jede 4te Frau“ in ihrem Leben angeblich vergewaltigt wird, ebenso ein Märchen ist und trotzdem, welch ein Wunder, wurde das gestern von Frau A. Schw. wieder auf ZDFinfokanal bei der Talksendung zum Kachelmannprozess unwidersprochen propagiert und behauptet. Frauen machen keine Falschbeschuldigungen bei Vergewaltigungsdelikten etc. etc. etc. Alles alte Hüte, nur sind sie noch im Mainstream. DAS, ist das Problem.

        Ps. Danke für deine Hilfe zum Thema Blog.

  4. Btw,

    ich würde gern ein Blog aufsetzen, in welchem ich alle Männerrechtsseiten, die ich finden kann, verlinke – kann mir jemand helfen, da ich keine große Erfahrung damit habe?

    • @terminator
      Falls es diese Seite nicht schon gibt – probiers mit wordpress oder blogger.com oder einem anderen typischen Anbieter von Blogs.
      Ist in den meisten Fällen recht selbsterklärend und ohne großes Vorwissen möglich. Du kannst auch alles online machen und musst nichts runterladen.

      🙂 Viel Erfolg

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