45 Gedanken zu “Die böse dämonische Verführerin

  1. Hast du dir auch mal die anderen Folgen davon angesehen?
    Ich find es sehr treffend, wie sie Klischees in Filmen auseinandernimmt.

    Und die dämonische Verführerin (ja, mit ä :)) ist eins davon.

    • @Maren

      Ihr Blickwinkel ist eben ein ganz anderer. Das Archetypen und typische Rollen existieren ist ja klar, dass ist bei Männern und Frauen so. Sie überlegt aber nur, ob die Rollen aus feministischer Sicht gut sind. Und nicht, warum sie verwendet werden und welche Konflikte und Erlebnisse dahinter stecken.
      Meiner Meinung nach gehört diese Betrachtung aber zwingend dazu.
      Rollen in einer Geschichte aufzulösen ist wesentlich schwieriger als man denkt. Die Charaktere werden sehr schnell unstimmig und die Geschichte funktioniert nicht mehr, wenn die Leute sie nicht nachvollziehen können.

      Ich hatte dazu schon einmal was zu Disney bzw. Harry Potter geschrieben.

      Die böse dämonische Verführerin ist auch eine solche Figur, die funktioniert. Man muss nur bereit sein, sie als Verkörperung von Konflikten von Männern zu sehen und nicht als Mittel im Kampf zur Formung der gesellschaftlichen Rolle der Frau. Diesen Konflikt, der wie bereits geschrieben Alltag von Männern ist (wenn er auch weniger darin besteht, dass eine Frau Sex will und gleichzeitig die Seele verschlingen will, sondern eher darin, dass man Sex mit ihr will und sie dafür fein ausführt, ihr Geschenke kauft oder das Leben anderweitig anpasst, zB nicht mehr mit den Freunden weggeht, sondern ruhige Abende mit ihr macht oder jede andere Form eines Zugeständnisses) wurde nicht erkannt. Und damit der ganze Grund für die Figur.

      Sie muss hübsch sein, weil sie die ultimative Versuchung darstellt. Sie muss böse sein, weil das ihr Gegengewicht zur Versuchung darstellt. Nur so funktioniert die Story.

      Insofern bleibt die Besprechung der Figur auf halber Treppe stehen.

      • @Christian:

        „Insofern bleibt die Besprechung der Figur auf halber Treppe stehen.“

        Muss sie ja auch, sonst funktioniert die Trope „feministische Medienkritikerin“ nicht 😉

      • @Christian:

        „Sie muss böse sein“

        Bezeichnenderweise ist sie meistens ganz klar eine absolute Ausnahmefrau.

        Entweder Alien, Android, vom Teufel besessen oder extrem psychisch gestört.

        Als „Alltagsfrau“ oder als Reportoire „normaler Frauen“ taucht die Trope kaum auf.

      • @Christian
        *Diesen Konflikt, der wie bereits geschrieben Alltag von Männern ist (wenn er auch weniger darin besteht, dass eine Frau Sex will und gleichzeitig die Seele verschlingen will, sondern eher darin, dass man Sex mit ihr will und sie dafür fein ausführt, ihr Geschenke kauft oder das Leben anderweitig anpasst*

        Ok, es mag sein, dass dieser Konflikt besteht. Aber ob dieser Konflikt gut und wahrheitsgemäß durch eine sexy Dämonin dargestellt wird, die dem Mann die Seele rauben will, würd ich dahingestellt lassen. Umwerben= Seele wird gefressen? Ich weiß ja nicht.
        Gesetzt den Fall, das ist überhaupt die Intention, was ja auch nur eine These von dir ist.

        @Nick
        *Entweder Alien, Android, vom Teufel besessen oder extrem psychisch gestört.*

        Aber immer weiblich. Wann hast du zuletzt einen männlichen Charakter dieser Art gesehen?

      • @Sebastian

        Ich würd meinen kleinen Finger für einen weiblichen James Bond Superschurken verkaufen.
        Eine Frau die ihre Macht eben nicht ausschließlich aus ihrem Sex zieht.

      • „Aber immer weiblich. Wann hast du zuletzt einen männlichen Charakter dieser Art gesehen?“

        Ach komm, es gibt genug Filme in denen ein galanter, übel gesinnter oder psyschopathischer Verführer die weibliche Unschuld ins Verderben führt.

        Natürlich sind die Mittel, mit denen er die weibliche Unschuld verführt andere. Nur mit einem schönen Body und gehauchter Stimme verführt man leider eher selten Frauen.

      • @Maren: Dann mal her mit dem kleinen Finger:

        The Baroness from GI Joe: Rise of Cobra. Slick leather outfit, tall boots and two guns. She is a crossover with the femme fatale, as she seduces quite a few characters, but her usual MO is to kick butt. Counterpart to GI Joe operative Scarlett.
        Lori (Sharon Stone) in Total Recall.
        Many, many bad Bond girls, but particularly Xenia Onatopp (Famke Janssen) in GoldenEye and Fiona Volpe (Luciana Paluzzi) in Thunderball.
        Selina Kyle in Batman Returns You know that she’s Catwoman, right?.
        Lola from the The Transporter 2, Could also doubles as Psycho For Hire.
        Viper from Doomsday, although her most memorable scene was not fighting but lighting a man on fire in order to cook him for the hungry crowd.
        Ni Chang from The Forbidden Kingdom.
        The Die Hard series has Katja in Die Hard 3 and Mai Linh in Live Free or Die Hard. Both of them are martial artists and the girlfriend of a more cerebral Big Bad, serving as his Dragon.
        It can be argued that Selene from Underworld fits this trope quite nicely until she realizes that she’s been fighting the wrong war.
        O-Ren Ishii, Elle Driver, Gogo Yubari, and Vernita Green from Kill Bill.
        You could make a strong case that the Bride herself is a DAG. She’s the protagonist, but a very dark and anti-heroic one.
        Maleficent from Sleeping Beauty, one of the deadliest villains in Disney history.
        Also, Shenzi, Zira, and Vitani from The Lion King films, when it comes to the Furry Fandom.

        Beletrix L’estrange from the Harry Potter series

        http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/DarkActionGirl

        Eine schöne Website übrigens, dort findet man ein paar mehr tropes als bei feministfrequency.

      • @Maren

        „Aber immer weiblich. Wann hast du zuletzt einen männlichen Charakter dieser Art gesehen?“

        Ein Mann der einfach nur Sex mit der Frau will und ihr dann auch noch schlechtes antun will ist eben ein vollkommen normaler Charakter.

        Einige radikale Feministinnen würden darin vielleicht einfach den normalen Mann sehen (eben den schwanzgesteuerten Ausbeuter).

        Der Konflikt besteht in dieser Form nicht, da der Sexualtrieb der Frau schwächer ist als der des Mannes und sie eher auf Beziehungsebene zu locken ist. Dabei kommt dann ein Film heraus, bei dem sie sich auf eine Beziehung einläßt und erst später herausfindet, dass er ein Psychopath ist. Also Filme wie „der Feind in meinem Bett“ oder so.

        Oder ein Verführer, der ihr ein glückliches gemeinsames Leben vorgaukelt, für das die Frau andere Sicherheiten aufgibt.

        Ein Vampir geht etwas in die Richtung, weil dort das sexuelle auch nur angedeutet wird. Er ist aber hauptsächlich (jedenfalls in einer der Vampirauslegungen) ein Statusmann mit einer wahnsinnigen Aura, der die Frauen ohne eine Betonung sexuelle Lust verfallen.

        Rollen sind nicht egal. Man kann sie wegen der verschiedenen Interessen nicht einfach übertragen.

        Ich denke Männer reagieren vollkommen anders auf eine schöne Frau, die sexuelle Ausschweifungen anbietet als Frauen auf einen schönen Mann, der sexuelle Ausschweifungen anbietet. Oder siehst du das anders?

      • @Nick
        Ich sprach nicht von bösen Bondgirls, die gibbet en masse, sondern von weiblichen Bond Superschurken. So mit Katze und alles. Mein Finger bleibt vorerst bei mir. 🙂

        Jepp, bei Quentin Tarantino kann man sich eigentlich drauf verlassen, dass er Frauen nicht bloß als Evil Sexkitten darstellt. Guter Mann! 🙂

      • @Maren: Naja, ich lege eigentlich auch keinen gesteigerten Wert darauf, dass du deinen Finger abhackst. Ich bin eigentlich prinzipiell gegen sinnloses Blutvergießen, zumal wenn es die Welt auch nicht besser macht 😉

        Ich sprach nicht von bösen Bondgirls

        Hmm. Ob z.B. Rosa Klebb aus „Liebesgrüße aus Moskau“(1963) als „Bondgirl“ durchgeht?

        Die Frage war ja, ob sie ihre Macht ausschließlich aus ihrem Sex zieht. Es mehr als reichlich Beispiele, wo zumindest das nicht passiert.

        Okay, dann war die Trope „Bad Action Girl“ nix für dich. Wie wär’s denn mit „The Baroness“?

        http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/TheBaroness

        ..oder, natürlich etwas animalischer, die „Beastess“:

        http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/Beastess

        Sonst such‘ dir selber was raus:

        http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/AlwaysFemale

        Da hat feministfrequency aber noch viel vor sich, will sie nicht den Eindruck des Haares-aus-der-Suppe-picken erwecken.

    • @Maren:

      Hast du dir auch mal die anderen Folgen davon angesehen?

      Nimmt sie auch die klischeehafte Heroinendarstellung der „emanzipierte Frau“ auseinander?

      Die klischeehafte Darstellung der „unterdrückten Frau“?

      Wenn Frauen immer und überall nur mit einem Klischee abgebildet würden, oder Ressentiment transportiert würde, dann könnte ich die Kritik ja noch nachvollziehen.

      Von Ressentiment kann wohl nicht gesprochen werden, wenn zumeist im gleichen Film auch andere Frauenfiguren abgebildet werden.

      Wenn die Frauenfiguren Aliens oder Androiden sind schon gar nicht.

      • ..was wäre denn deine Kritik an dem Klischee „Dämonische Verführerin“, außer dass es ein Klischee ist? (Ich würde es eher als Archetyp bezeichnen)

        Spröder deutscher Autorenfilm mit penibler Klischeevermeidung ist nun mal nicht jedem seine Sache.

        „Manic Pixie Dream Girl“: Der Hauptprotaginist erlebt einen aufbauenden Flirt bzw. Affaire, wobei natürlich die Person nicht Gegenstand des Handlungsstranges ist. Deshalb wird ihr Charakter nicht groß dargestellt. Ja, und?

        Wie sieht es denn aus, wenn es sich um eine Hauptprotagonistin handelt, die auf ihrem Weg durch den Film mal eine Affaire hat?

        Das sind dann eben genauso klischeehafte Figuren, die vermeintlich auch nichts besseres im Leben zu tun haben als Madame aufzuheitern.

      • ..mit gleicher Argumentation könnte man auch bemängeln, dass der Tankwart klischeehaft nur kurz als tumber Diener dargestellt wird.

      • *Wie sieht es denn aus, wenn es sich um eine Hauptprotagonistin handelt, die auf ihrem Weg durch den Film mal eine Affaire hat?*

        Hmm dann zähl mir mal die Filme auf, wo das der Fall ist.

      • „Hmm dann zähl mir mal die Filme auf, wo das der Fall ist.“

        ..dann wäre die Kritik aber, dass es zuwenige weibliche Hauptakteure gibt, und nicht wie Affairen dargestellt werden, die eigentlich nur Nebensache sind.

        Es gibt genügend Filme, in denen eine weibliche Hauptfigur eine Affaire hat, und dort entsprechen die männlichen Nebendarsteller ebenfalls gängigen, unmöglichen Idealen davon, wie der Mann in einer für die Frau idealen Affaire so sein soll. So what?

      • Das Problem ist die Häufigkeit dieser Darstellungen. Und die Implikation, dass Frauen generell aufgrund ihres Wesens immer Männer retten wollen. Wenn da mal eine Frau keine Lust hat, sich mit einem dysfunktionalen Mann herumzuschlagen, weil sie halt genug eigene Probleme hat (eigenes Leben und so), ist sie dann ein schlechter Mensch?
        Mir stößt auch die explizite Kindlichkeit in diesen Darstellungen sauer auf, dass diese Frauen als sorgenfreie, eben feenhafte Wesen dargestellt werden, deren einziger Lebenszweck es zu sein scheint, das trübe Leben dieses Mannes zu erhellen und um ihn herumzuschwirren. Wenn du mal genau hinsiehst, erfüllen Kinder in so Filmen wie, was weiß ich, Drei Männer und ein Baby oder Big Daddy dieselbe Aufgabe.

        Zufrieden?

      • ..nicht ganz, denn eine Dominanz kann ja kaum für die „Dämonische Verführerin“ und für das „Manic Pixie Dream Girl“ gleichzeitig gelten.

        Wenn Frauen „generell aufgrund ihres Wesens“ irgendwie sein sollen, dann müsste dieses Bild doch zumindest überwiegend so dargestellt werden.

        Ist das „Manic Piuxie Dream Girl“ tatsächlich so dominant? Entsteht der Eindruck, dass „alle Frauen generell so sind“ (und nicht anders sein können)? Man müsste das mal quantitativ untersuchen.

        Oder ist die Tatsache, dass überhaupt eine Frau so dargestellt werden darf zu kritisieren? Was wären denn nach deiner Auffassung für Maßnahmen erforderlich?

        Kritisiert man klischeehafte Negativdarstellungen von Männern, dann heißt es immer „solche Männer gibt es nun mal“, und „beweise doch bitte erstmal, dass diese Bilder vorherrschen“

        (was kein Problem ist: http://www.palgrave.com/products/title.aspx?pid=275646 – eine sehr umfangreiche Empirie)

        Und gibt es im realen Leben keine histrionischen Persönlichkeiten? Sicher, es ist merkwürdig, dass die „Schattenseiten“ solcher Persönlichkeiten außen vorgelassen werden.

      • ..wie schreibt doch Nathan Rabin, der dem Begriff erfunden hat:

        I once had a Manic Pixie Dream Girlfriend who induced terrifying Elizabethtown flashbacks. We even bonded over a marathon phone call that left us exhausted and exhilarated in equal measure. Not long after we started dating, she began asking if I was falling in love with her, over and over. At the risk of waxing hyperbolic, it was the single most annoying thing in the history of the universe. It was as if she was trying to bully me into falling in love. That’s the essence of the Manic Pixie Dream Girl: She doesn’t ask for our love, she demands it. But love isn’t enough. She also needs to be romanticized, idealized, fetishized, worshipped, and adored. You know, all the stupid shit young men do. She glares impishly in our direction menacingly with a look that says, „You better fall in love with me, fuckface, or I will open up a big can of joy on that ass.“

        *lol*

  2. Was macht es auch schon, dass das Gefühl, durch Sex beeinflussbar zu sein, für Männer zum Leben gehört , ob Frauen dies nun bewusst machen oder nicht.

    Ich kenne dieses Gefühl auch. Es steht und fällt damit, ob du dich durch Sex beeinflussen lässt oder nicht. Und das ist deine freie Entscheidung. Mir ist es nicht besonders schwer gefallen, an den Punkt zu kommen, an dem ich das Gefühl, dem Einfluss durch Sex entgangen zu sein, mehr zu genießen als den Sex, der mir dadurch entgangen ist.

    Wenn ein Mann bereit ist, für Sex etwas zu tun, dann hat er das selbst zu verantworten. Die Verantwortung auf die Frau abzuschieben, finde ich uncool. Uncool finde ich es natürlich auch, jemanden durch Sex beeinflussen zu wollen. Mit solchen Frauen will ich keinen Sex haben und wenn sie noch so schön sind.

    Es ist ein schönes Gefühl, nicht durch Sex beeinflussbar zu sein.

    • @Johannes

      „Ich kenne dieses Gefühl auch.“

      Eben. Ich denke jeder Mann kennt es, zumindest zu gewissen Zeitpunkten seines Lebens.

      „Es steht und fällt damit, ob du dich durch Sex beeinflussen lässt oder nicht.“

      Das ist genau der Konflikt, der dort ausgetragen wird. Hier siegt der Held meist, allerdings mit dem im realen Leben leider selten anzuwendenen Trick der Versuchung einen Pfahl ins Herz zu rammen oder sonstige Exorzismen.

      „Mir ist es nicht besonders schwer gefallen, an den Punkt zu kommen, an dem ich das Gefühl, dem Einfluss durch Sex entgangen zu sein, mehr zu genießen als den Sex, der mir dadurch entgangen ist.“

      Dabei sollte man bedenken, dass Sexualtriebe eine verschiedene Stärke haben.

      „Wenn ein Mann bereit ist, für Sex etwas zu tun, dann hat er das selbst zu verantworten.“

      Natürlich. Man sollte sich auf solche Tauschhandel nicht einlassen. Aber damit die Figur funktioniert reicht es auch, den Konflikt zu kennen. Selbst wenn man ihn dann so entscheidet, dass man sich nicht von seinem Sexualtrieb unterjochen lässt.

      „Die Verantwortung auf die Frau abzuschieben, finde ich uncool. Uncool finde ich es natürlich auch, jemanden durch Sex beeinflussen zu wollen. Mit solchen Frauen will ich keinen Sex haben und wenn sie noch so schön sind.“

      Dann solltest du Exorzist werden, du hättest gegen weibliche Dämonen schon einmal einen Trumpf in der Hand 😉

      „Es ist ein schönes Gefühl, nicht durch Sex beeinflussbar zu sein.“

      Auf jeden Fall.

  3. Ich finde es immer wieder interessant, wie albern Frauen denken. Die stellen sich tatsächlich in jeder Form als Opfer hin. Sie benutzen Sex als Waffe (die in dem Video auch, hundertpro, dafür hat sie das Aussehen) und behaupten gleichzeitig wie schlimm es sei, dass Frauen so dargestellt werden.

    Na ja ist ja auch logisch. Man muss das Bild bekämpfen, um den Schein zu wahren und seine Privilegien zu sichern, die sich aus der geglückten Manipulation ergeben.

    Man kann Gott nur wieder mal auf Knien danken, dass man selbst an Frauen keinerlei Interesse hat.

    • ..ihre Haupkritik ist ja auch, dass dieses Klischee den Eindruck erwecke Frauen hätten irgendeine Macht.

      Medienanalytisch viel interessanter ist das Klischee, dass sie selbst über Frauen transportiert.

    • *Sie benutzen Sex als Waffe (die in dem Video auch, hundertpro, dafür hat sie das Aussehen*

      Woher willst du das wissen? Auch so´n schönes Klischee: „Die ist hübsch, die kann doch gar nicht anders, als durch ihr Aussehen punkten“
      Gleich neben: „Die ist hübsch, die muss auch nix anderes können“
      Oder: „Was willste denn mit nem Studium, du bist hübsch genug um reich zu heiraten“

      • „Auch so´n schönes Klischee: ‚Die ist hübsch, die kann doch gar nicht anders, als durch ihr Aussehen punkten'“

        Jeder, der hübsch ist, punktet mit seinem Aussehen. Frauen allerdings mehr als Männer, da männliche Schönheit für Frauen nicht so wichtig ist, wie umgekehrt.

      • „Auch so´n schönes Klischee: „Die ist hübsch, die kann doch gar nicht anders, als durch ihr Aussehen punkten“

        Wir haben doch aus dem feministischen Diskurs gelernt, dass man Privilegien eben hat und damit auch die Verantwortung dafür.

      • @Adrian
        Der Unterschied ist, ob man es bewusst oder unbewusst macht, und du hast ihr unterstellt, es bewusst zu tun, um ihre Glaubwürdigkeit zu untergraben.
        (vgl. Hochschlafen)

      • @Maren: „Der Unterschied ist, ob man es bewusst oder unbewusst macht“

        Eben nicht, wie wir aus dem feministischen Diskurs gelernt haben.

      • Wenn du aufhören würdest, ständig irgendwelche sarkastischen Halbbeiträge zu schreiben, würde ich evtl auch nachvollziehen können, was du meinst.

      • ..was regst du dich auf?

        Es ist genau dein Style aus umfangreichen Beiträgen einzelne Elemente herauszupicken, um dann deine Gesellschaftskritik in einer kurzen „Antwort“ unterzubringen.

      • @ Maren:

        Bewußt/Unbewußt sind nur moralisch relevant, nicht faktisch. Ob jemand bewußt oder unbewußt verführt wird spielt faktisch keine Rolle – die Person wurde verführt. Das Ergebnis ist dasselbe.

        Verwantwortung kann man klarerweise nur für Sachen übernehmen die man unter Kontrolle hat. Über sein Verhalten kann man Kontrolle erlangen und damit Verantwortung übernehmen. Der Mensch ist in der Lage sich selbst zu täuschen und sein Verhalten unbewusst zu belassen oder zumindest ein klares Bewusstsein der Folgen seiner Taten zu verhindern. Ich denke daher das Verhaltensweisen die zumindest semibewusst sind auch zu einem entsprechenden Teil zu verantworten sind.

      • @Maren

        „Auch so´n schönes Klischee: „Die ist hübsch, die kann doch gar nicht anders, als durch ihr Aussehen punkten“
        Gleich neben: „Die ist hübsch, die muss auch nix anderes können““

        Kommt meiner Meinung nach recht häufig von Frauen. Hier in den Diskussionen wurde ja auch schon mehrmals angeführt, dass man sich zwischen Aussehen und Charakter entscheiden müsse (ich finde gerade die Stellen nicht) und wenn das Gespräch in einer Gruppe auf James Bond Filme kommt, kann man mit einem „War es nicht „Die Welt ist nicht genug, in dem Denise Richards die Nuklearphysikerin Dr. Christmas Jones spielte?“ problemlos einige Stunden Lästerei bei den Frauen provozieren (wenn sie alt genug sind um den Film und Denise Richards zu kennen.
        Ich pflege dann immer nach den Lästereien der Frauen noch ein „Warum? Können schöne Frauen nicht schlau sein?“ nachzuschieben, was mir in der Regel einen Schlag auf den Arm einbringt.

      • *Hier in den Diskussionen wurde ja auch schon mehrmals angeführt, dass man sich zwischen Aussehen und Charakter entscheiden müsse *

        Das war die Camilladiskussion, und es war deine Auslegung, dass Charles ein Beta sein muss, weil sonst hätt er ja ein hübscheres Weibchen. Die Diskussion liegt ja leider brach. Dass man sich unbedingt zwischen Aussehen und Charakter entscheiden muß war ebenfalls deine Auslegung.

        (Christmas Jones)
        Ich kenn den Film getz nicht.
        Nun, wenn Schauspielerinnen wie Denise Richards Nuklearphysikerinnen spielen, die permanent im Tanktop rumrennen (vgl. das Horrorfilmhemdchen), lädt das schon zu Lästereien ein. Wenn die dann auch noch Christmas heißt, ist das quasi ein Reflex.
        Da könnte man genausogut Paris Hilton casten. 🙂
        Also ich kann mir das Vorgespräch zum Casting gut vorstellen:
        „Ok, wir brauchen jetzt irgendwie ne Schlaue. Nuklearphysikerin, ne? Die muss aber hübsch sein, sonst gucken die Männer das nich. Der Name `Veronica´ erscheint mir jetzt auch n bisschen hart, lass sie uns doch Christmas nennen, da wirkt sie gleich niedlicher, wir wollen doch niemanden abschrecken. Hö hö. Ach ja, muss sie unbedingt nen BH tragen?“

        😉 Und das hat nix mit hübsch vs. schlau generell zu tun. Es ist nur so ungemein zielgruppig.

  4. @ Maren
    „Der Unterschied ist, ob man es bewusst oder unbewusst macht, und du hast ihr unterstellt, es bewusst zu tun“

    Sie wäre eine seltene Ausnahme wenn sie es nicht tun würde. Sie spricht und guckt ja auch schon so. Und dann diese schön gestutzen Augenbrauen. Typische Mischung aus Hure und Heilige.

    • Naja ich finde sie jetzt ned so Pralle.

      Aber wenn eine Sylvie van der Vaart vor mir stehen würde, dann würde ich glaube auch zu allem Ja und Amen sagen wenn ich die Chanse hätte bei ihr zu landen.

  5. Da rattert und rumpelt wieder die übliche Mechanik feministischer Analyse: Das böse Hollywood (Achtung: männlich dominiert, eine Propagandaagentur der patriarchalen Weltverschwörung) erzeugt Negativklischees über Frauen und bringt sie (wohl um Frauen abzuwerten und zu unterdrücken) unter’s Mannsvolk.

    Dabei ist es gerade umgekehrt: Hollywood beutet bestehende Klischees aus, die bestehen, seit uralter Zeit, weil sie eine Wahrheit, eine Realität darstellen: Frauen setzen ihre Sexualität ein, um Männer zu steuern, zu manipulieren.

    Die einen mehr, die anderen weniger, die einen bewusster, die anderen weniger bewusst, manche sehr bewusst, sehr planmäßig – alltägliche Erfahrung der meisten Männer.

    Der in’s Extreme gesteigerte, aus dieser REALEN Erfahrung geborene männliche Angsttraum ist dann der Vamp, der das weibliche Prinzip „Verführung“ in seiner toxischsten Form verkörpert.

    Geschlechterklischees zu bekämpfen ist deshalb so ermüdend erfolglos, weil sie Realität fassen, wenn auch vergröbernd, verwaschen, wie ein Abklatsch das so an sich hat.

    Sie erneuern sich mit jeder Generation, weil jede Männer-/Frauengeneration die selben Erfahrungen mit Männern/Frauen macht, die die Klischees erneuern/bestätigen.

    Das ist „Volksempirie“, tradierte, statistische Evidenz.

    Viele Frauen setzen Sex ein, in unterschiedlichstem Ausmaß, um an Geld und Macht zu kommen.

    Viele Männer, in unterschiedlichstem Ausmaß, setzen Geld und Macht ein, um an Sex zu kommen.

    Warum?

    Weil es wirkt.

    Aus dem „männlichen Prinzip „Überwältigung“ (durch Zeigen von Potenz) erwachsen dann weibliche Angstträume, Klischeebilder vom Mann, die Hollywood auch ausbeutet und an die Frau bringt, auch die sind mit einem wahren Kern versehen.

    Das wusste schon der alte Goethe (er muss Evolutionspsychologe gewesen sein), heißt es doch im Faust (wenn auch als unschicklich herausredigiert):

    Satan:

    Die Böcke zur Rechten,
    die Ziegen zur Linken!
    Die Ziegen, sie riechen.
    Die Böcke, sie stinken.
    Und wenn auch die Böcke
    Noch stinkiger wären,
    So kann doch die Ziege
    Des Bocks nicht entbehren.

    CHOR:
    Aufs Angesicht nieder!
    Verehret den Herrn:
    Er lehret die Völker
    Und lehret sie gern.
    Vernehmet die Worte:
    Er zeigt euch die Spur
    Des ewigen Lebens
    Der tiefsten Natur.

    Satan:

    Euch gibt es zwei Dinge
    So herrlich und groß:
    Das glänzende Gold
    Und der weibliche Schoß.
    Das eine verschaffet,
    Das andere verschlingt;
    Drum glücklich, wer beide
    Zusammen erringt!

    […]

    Für Euch sind zwei Dinge
    Von köstlichem Glanz:
    Das leuchtende Gold
    Und ein glänzender Schwanz
    Drum wißt euch, ihr Weiber,
    Am Gold zu ergetzen
    Und mehr als das Gold
    Noch die Schwänze zu schätzen!

    CHOR:
    Aufs Angesicht nieder
    Am heiligen Ort!
    Oh glücklich, wer nah steht
    Und höret das Wort!

    Ist natürlich ein wenig überspitzt, die Goethesch‘-satanische Erklärung der Geschlechterbeziehungen.

    Aber wahrhaftiger als alle feministische Analyse mit ihrer Vanilla-Vorstellung von „Frau“, die man vor sich herträgt wie der katholische Priester die Monstranz, Verehrung einfordernd.

    Und natürlich Opfer für DAS OPFER „FRAU“.

    • PS:

      Zum klareren Verständnis – Luzifer Goethe predigt mit „Euch gibt es zwei Ding…“ zu den Böcken, mit „Für Euch sind zwei Ding…“ zu den Ziegen.

      Jetzt hör‘ endlich auf zu meckern, Tippse!

      Is‘ doch wahr.

      • „Aber wahrhaftiger als alle feministische Analyse mit ihrer Vanilla-Vorstellung von „Frau“, die man vor sich herträgt wie der katholische Priester die Monstranz, Verehrung einfordernd.“

        ..womit wir wieder beim Manic Pixie Dream Girl wären.

        Eine Trope des feministischen Begriffes „Beziehungsarbeit“.

        „..But love isn’t enough. She also needs to be romanticized, idealized, fetishized, worshipped, and adored.

        [..]

        You better fall in love with me, fuckface, or I will open up a big can of joy on that ass.“

        Das allgegenwärtige, unabwendbare Schicksal der „Beziehungsarbeit“ ist natürlich selbst ergreifend-traurig-schöner Teil der Dramaturgie.

  6. wie der zufall so will habe ich heute einen artikel bei wo gesehen:

    „…„Schön zu sein macht das Leben einfacher“, sagt sie. Neulich zum Beispiel, da war sie in einem Möbelhaus, um eine Kommode zu kaufen. Am Abend wollte sie bei sich zu Hause eine Party feiern, und dafür brauchte sie das Möbelstück. Dummerweise gab es eine Lieferfrist von ein paar Tagen. Glücklicherweise gab es einen hilfsbereiten Lagerarbeiter: „Ich habe mich einfach ein bisschen dümmlich gestellt und so getan, als wüsste ich nicht, dass es so etwas wie Lieferfristen gibt.“ Ein Lächeln, ein niedlicher Blick, schon hatte der Mann die Vorschriften vergessen. Schön einfach. …“

    http://www.welt.de/vermischtes/partnerschaft/article13388801/Lieber-schoen-statt-schlau-Das-neue-Bild-der-Frau.html

    ansonsten ist die schlussbemerkung ein typisch feministischer deadlock.
    das gerede von social power meine ich.
    die scenen sollen unterhalten und geld reinbringen und spiegeln damit mehr die realität wieder aber sicher soll damit nicht erzieherrisch auf zuschauer eingewirkt werden.

    es ist, einmal mehr, offensichtlich, das für feministen die sexualisierung von allem und jedem zu einer grundeinstellung gehört oder ?

    filme setzen sich immer aus unterschiedlichen plots zusammen. wie christians bsp mit harry potter müssen die plots stimmig sein. thats all.

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