Bedazzled

Der „sensibelste Mann der Welt“ Wunsch in „Bedazzled„.

Alison: „You wanna know why Elliot!? It’s because you’re TOO SENSITIVE! I’m about to go outta my mind. I like spending time with you and God knows I love you but enough is enough. All I want is a guy who will take advantage of me and who just pretends to be interested in who I am and what I think so he can get into my pants…“

Bully: „That would be me.“

Finde ich lustig.

6 Gedanken zu “Bedazzled

  1. Haha, ich hab den Film eben auch gesehen und direkt gedacht, daß das, und speziell diese Szene genau hier ins Blog passt… Zum Verstehen ist es vielleicht auch noch wichtig, zu erwähnen, daß Elliot sich nur deswegen in diese weinerliche Heulsuse verwandelt hat, weil Alison selbst ihr insgeheimes Idealbild von einem Mann so in ihrem Tagebuch beschrieben hat („unglaublich sensibel“, „mit seinen Gefühlen im Reinen“, „schämt sich nicht zu weinen“ etc. pp.). Eine sehr gute Darstellung der widersprüchlichen Anforderungen, die Frauen an Männer haben, bzw. der Unterschied zwischen der Sorte Mann, von der Frauen behaupten (und sich selbst gegenüber eingestehen), sich angezogen zu fühlen, und ihrem tatsächlichen Partnerwahlverhalten. Ich fand den Film insgesamt sehr gut gemacht und ziemlich lustig. Schön auch das unkonventionelle Ende und die Tatsache, daß hier die Frau mal nicht auf einen kilometerhohen Sockel gestellt wird (Negativbeispiel in dieser Hinsicht ist z.B. „Und täglich grüßt das Murmeltier“, wo Bill Murray praktisch erst eine halbe Ewigkeit lang fast übermenschliche Fähigkeiten entwickeln muss, um sich am Ende für Andy McDowell als würdig zu erweisen; der Film ist aber trotzdem gut).

    • @Sonny Burnett

      Es ist eben die Mischung, die es macht. Zumal der „Statussportler“ ja nur nicht geklappt hat, weil er einen sehr kleinen Schwanz hatte.

      Die Personen waren eben immer Archetypen einer Eigenschaft und kein Gesamtpaket.
      Der erste war Anführer und theoretisch ein guter Versorger, aber keine emotionale Verbindung zu ihr. Der Zweite hatte die emotionale Verbindung, aber zu wenig von den anderen Eigenschaften, er war zu weich. Der dritte hatte Status als Sportler (steht ja letztendlich auch nur für gute Gene auf den Körper bezogen) der andere Status als intellektueller (steht für gute Gene auf den Geist bezogen).

      Ich denke schon, dass die Frau auf den Sockel gestellt wurde. Ihre Meinung war ja das einzige was zählt. Sie war insofern etwas unwichtiger, weil auch ihre Vorlieben sehr simpel ausgerichtet waren und sehr absolut erschienen. Und am Ende gibt er seinen letzten Wunsch, damit sie glücklich ist, was ihn zwar erlöst, aber sie dennoch zum Maßstab macht.
      Und er hat auch aus dem ganzen nichts gelernt: Er ist zwar souveräner gegenüber seinen Kollegen und auch einigermaßen okay gegenüber seiner Angebeteten, aber bei der nächsten Frau schon wieder der klassische Beta indem er ihr anbietet ihr zu helfen und arbeiten für sie durchzuführen, obwohl er sie gar nicht kennt.
      In Groundhog Day erkennt er zumindest was er falsch macht.

      • Ich hatte den Schluss eher so verstanden, daß Elliot letztendlich vom Frau-auf-den-Sockel stellen „geheilt“ wird. Den Wunsch hat er ja in einer Situation geäußert, in der es so aussah, daß er ohnehin in die ewige Verdammnis kommen würde, gleich was er tut. Da ist ein selbstloser Wunsch gewissermaßen sogar „logisch“, denn er hatte ja nichts mehr zu verlieren. Daß er ihr Glück wünscht, zusammen mit seiner Reaktion am Ende, als er erfährt, daß sie vergeben ist, zeigt meiner Meinung nach, daß er eine entspanntere und gleichgültigere Haltung Frauen gegenüber entwickelt hat („gleichgültig“ nicht im Sinne von verbittert und ablehnend, sondern im positiven Sinne von „leben und leben lassen“).

        Daß er am Ende dann eine andere Frau trifft, soll mMn eher zeigen, daß er weiß, daß er auch auf anderem Wege glücklich werden kann, und daß eine andere Frau vielleicht sogar viel besser zu ihm passt (gemeinsame Interessen etc). Der „klassische Beta“ zu sein ist meines Erachtens auch nichts negatives. Der „Alpha“, der regelmäßig in irgendwelchen Bars Frauen aufreißt mag zwar das anzustrebende Ideal der Pickup-Szene sein, viele Männer (mich eingeschlossen) haben aber eine ganz andere Vorstellung von Romantik und Liebe. Ich fände das Ende des Films eher traurig, wenn seine Erlebnisse Elliot am Ende von einem lieben und zuvorkommenden Menschen in einen gefühlskalten Egomanen verwandelt hätten.

    • @Sonny Burnett

      (Bill Murray)
      Naja, er war ja auch ein ganz besonders reizendes Herzchen. Ich würds eher so auslegen, dass er erstmal lernen musste, wie man generell mit anderen Menschen interagiert. Und dieses Wissen hat ihm dann auch geholfen, Andi McDowell zu bekommen. 🙂

      *Der „klassische Beta“ zu sein ist meines Erachtens auch nichts negatives. Der „Alpha“, der regelmäßig in irgendwelchen Bars Frauen aufreißt mag zwar das anzustrebende Ideal der Pickup-Szene sein, viele Männer (mich eingeschlossen) haben aber eine ganz andere Vorstellung von Romantik und Liebe. *

      Mein Reden! Ich frage mich auch immer, wer definiert eigentlich, wer ein Alpha und wer ein Beta ist. Und vor allem warum?

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