Großzügigkeit in Anwesenheit des anderen Geschlechts

Eine Studie zu den Veränderungen in der Großzügigkeit von (heterosexuellen) Männern und Frauen in Anwesenheit des anderen Geschlechts.

We examined people’s charity contributions while in the presence of an observer of the same sex, opposite sex, or no observer. Inspired by costly signaling theory, we hypothesized that men would be more generous in the presence of a potential mate. Men and women played a number of experimental games in which they could earn money. On completion of these games participants were asked what percentage of their earned money they would be willing to donate to charity. Our results show that men contribute more to charity when observed by a member of the opposite sex than by a member of the same sex or no observer. Conversely, female charity donations did not significantly vary across the three observer conditions. Findings support the notion that men’s generosity might have evolved as a mating signal.

Quelle: Showing Off in Humans: Male Generosity as a Mating Signal

Die Signaling Theorie erklärt dieses Verhalten sehr gut. Weil Großzügigkeit etwas ist, was man sich leisten können muss, zumindest in Hinblick auf die Fähigkeit unter steinzeitlichen Bedingungen auch am nächsten Tag wieder genug Lebensmittel zu erlangen um sie heute weggeben zu können, kann man mittels dieser seine Stärke bzw. seine genetischen Qualitäten zeigen. Dass dies dann bei Männern, die gerade die Versorgereigenschaft demonstrieren mussten (vgl die Sexual Strategies Theory), dazu führt, dass diese gerade bei Frauen diese Eigenschaften demonstrieren wollen, erscheint mir logisch. Darauf werden ebenso die kulturellen Ausformungen wie die Einladung zum Essen durch den Mann, das Trinkgeldgeben etc aufbauen.

Damit hätte sich die Großzügigkeit im Wege der sexuellen Selektion entwickelt. Es passt insoweit auch gut zu den Theorien von Geoffrey Miller in „The Mating Mind“.

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12 Gedanken zu “Großzügigkeit in Anwesenheit des anderen Geschlechts

    • @ Adrian

      Nicht ganz.

      Der Maskulismus wird es wesentlich schwerer haben als der Feminismus.
      Er muss bergauf stürmen, gegen das Gefälle der männlichen und weiblichen Instinkte.

      Der Feminismus konnte bergab kämpfen, mit dem Strom der weiblichen und männlichen Instinkte („Frauen muss mann helfen“) im Rücken.

      Aber es wurden auch schon Stellungen bergauf überrannt.

      Zumal sich die Dynamik zwischen den Geschlechtern ohnehin ändert.

      Die Misandrieblase der letzten Jahrzehnte, die feministische Propaganda aufgepumpt hat, wird platzen.

      Wegen der Bildungsvernachlässigung der Jungen und der Demographie, sowie der wachsenden Erkenntnis, dass Frauen keine Männer sind und nur mit Alphagrlzzz kein Staat und keine Wirtschaft erfolgreich betrieben werden kann.

      Wenn bei uns die Erfinder, die Ingenieure, die Facharbeiter fehlen werden, wird sie platzen, die Misandrieblase.

      Zwangsläufig.

      Denn die verdienen das Geld für all die Genderstudierten, Germanistinnen, Psychologinnen, ODienstleisterinnen, Aktenschubsen, Gummibaum pflegende Ökotrophologinnen usw.

      Oder eben nicht.

      Ist die Kasse leer, bleibt der Gehaltsscheck aus, gehen die Krankenkassen konkurs, machen Krankenhäuser dicht, werden ÄrztInnen, Pflegepersonal etc. entlassen.

      Und niemand wird danach fragen, wie nötig die sind.

      Mit wie wenig man auskommen kann/muss, wenn man arm ist, das kann man in den armen Staaten dieser Welt studieren.

      Unsere verwöhnte Genderschickeria kann sich das nicht vorstellen, wie das wird, wenn ein Land verarmt, wie brutal das wird.

      Wir sind dekadent, halten nach 50 Jahren gut ausgebautem Sozialstaat und Massenwohlstand diese Dinge für selbstverständlich, glauben, es gäbe nur eine Richtung der Entwicklung: nach oben.

      Dabei halten wir uns nur mühsam auf sehr hohem Niveau, immerhin.

      Bei immer weiter wachsender Verschuldung.

      Das Frauenprivilegierungs-und Vesorgungssystem, das wir aufgebaut haben mit dem Sozialstaat als Überpartriarch und Ersatzehemann, der Frauen versorgt und beschützt und dafür vor allem Männer zur Kasse bittet und in Pflicht nimmt, ist nicht durchhaltbar.

      • Dass das System zusammenbrechen wird, halte ich auch für sehr wahrscheinlich. Das ist aber dann eine „Errungenschaft“ des Feminismus, und nicht des Maskulismus. Die Frage ist doch, ob es möglich ist, den Feminismus zu überwinden, bevor das System zusammenbricht, gerade um den Zusammenbruch zu verhindern. In dem Punkt bin ich allerdings sehr pessimistisch.

        Ach ja, hast du mit der Misandrieblase zufällig auf diesen Artikel angespielt:

        http://www.singularity2050.com/2010/01/the-misandry-bubble.html

      • @ Prometheus

        Das System wird ja nicht Knall und Fall zusammenkrachen, sondern dem geht eine längere Phase des Siechtums voraus, in die wir schon längst eingetreten sind.

        Die kann man zu Reformen nutzen, zum Aufbau einer Gesellschaft, die wirklich gleichberechtigt und gleichverpflichtet, die nicht mehr und mehr zum Bauchladen weiblicher Selbstverwirklichung verkommt, deren negative Konsequenzen durch Inpflichtnahme der Männer abgefedert wird.

        Gelingt das nicht, kommt das Patriarchat zurück.

        Ganz einfach, weil ich Männern etwas bieten muss, damit sie sich nicht weiter und weiter ausklinken, abwandern, auf Lebowsky machen.

        Diese Erkenntnis scheint unseren Politikern noch nicht zu dämmern.

        Die verschicken lieber Briefe an die nicht mehr einzuziehenden Wehrpflichtigen, sich doch bitte, bitte freiwillig zu melden, weil wir nun mal 15000 Freiwillige/Jahr brauchen und nur 1500 haben.

        Natürlich nur an die jungen Männer werden solchen Briefe verschickt.

        Dass die jungen Staatsbürgerinnen für die Verteidigung des Gemeinwesens genauso in die Pflicht zu nehmen sind wie die jungen Männer, das ist vielen noch nicht denkmöglich.

        Wie will ich denn Männer dazu motivieren, in Afghanistan, bald vielleicht in Libyen und Iran, für Frauenrechte zu kämpfen, vielleicht sogar irgendwann in der Heimat, und die Altersgenossinnen hocken zuhause in den Quotensänften und arbeiten im sicheren Deutschland für Frauenprivilegierung und Männerdiskriminierung, für gleichen Lohn für ungleiche Arbeit, für Frauenförderung und Frauengesundheit, Frauenforschung und Männerdiffamierung.

        Das ist doch ein Witz.

        Ja, den Begriff „Misandrie-Blase“ habe ich dem verlinkten Artikel entnommen, finde ihn sehr passend (in Analogie zu einer Spekulationsblase gebildet).

        Frauen werden heutzutage über Wert gehandelt, in den Himmel gelobt und real ist ihr Beitrag zur Wertschöpfung in Schweden(!) gerade mal ein Drittel, bei uns, die wir noch kein Gender Budgeting haben, eher geringer, schätze ich.

        Das wird dank des drohenden Fachkräftemangels immer deutlicher, denn all die GeisteswissenschaftlerInnen nützen uns nichts, wenn wir auf den Weltmärkten unser Geld mit unseren Ingenieurleistungen verdienen müssen, mit unseren Facharbeitern.

        GermanistInnen holen keine Aufträge aus China herein, die wollen unsere Autos, Chemieprodukte, Energieanlagen usw.

        Noch.

        Hinzu kommt, dass in den nächsten Jahrzehnten riesige Investitionen fällig werden in die Infrastruktur (Energie, Verkehr), Gelder, die in Bereiche fließen, in denen 80-90 % Männer arbeiten – Änderung trotz Girls-Day-Propaganda nicht in Sicht.

        Das Geld kann nur 1 x ausgegeben werden, steht zum weiteren frauenfördernden Aufblähen des ÖD (wie in den letzten 40 Jahren) und der Verwaltungswasserköpfe nicht zur Verfügung.

        Es ist also wahrscheinlich, dass die Pedestalisierung von Frauen rapide reduziert wird, sich die Verhältnisse realistischer gestalten.

        Wenn es gut geht.

        Wenn nicht, dann ändern sich die Verhältnisse trotzdem, von Süden her, durch kontrollierte und zunehmend unkontrollierte Zuwanderung, durch unterschiedliche Kinderzahlen innerhalb unserer Gesellschaft.

        Inschallah.

    • @adrian

      Ja, der Wunsch Frauen zu gefallen ist sicherlich eine Bank des Feminismus. Wobei der theorielastige Feminismus meiner Meinung nach so weit weg ist von den Vorstellungen der dort nicht involvierten „normalen“ Frauen, dass die meisten Frauen diese Theorie auch ablehnen werden.

      Meiner Meinung nach wird die nächste Welle eher die Erkenntnis sein, dass Männer und Frauen im Schnitt eben verschieden sind und diese Unterschiede (für heterosexuelle und im Schnitt) anziehend sind.

      Das ist wieder ein Hindernis, dass der Feminismus mit sich herum trägt: Die meisten Frauen finden zu feministische Männer nicht anziehend und die meisten Männer zu feministische Frauen auch nicht.
      Und unsexy sein ist auch keine kleine Hürde
      (Maskulismus kann auch unsexy sein, gerade in der „jammernden“ und der Hass Variante)

    • @Manifold

      Ich hatte es schon mal hier verlinkt (letztes Video)
      https://allesevolution.wordpress.com/2010/10/31/og-furious-pickup-videos-auf-youtube/

      Er hat teilweise recht: Wenn man nur die Techniken stupide anwendet, dann wird es nichts, man hat zwar einen gewissen Erfolg, aber man wird niemals gut werden. Man muss hinter die Techniken blicken und verstehen warum es funktioniert. Und dann seinen Weg dazu entdecken.
      Es ist etwas einfach zu sagen: Werde jemand, den du magst. Denn wenn du jemanden magst, der auf dem Sofa sitzt und Pizza isst, dann greift es zu kurz.
      Jemand, der beschließt, dass er mit 50% der Menschheit nichts zu tun haben will, erfüllt diese Kriterien denke ich auch selten (auch wenn der ein oder andere Mönch vielleicht ganz glücklich ist).
      Ich glaube der beste Weg ist die sozialen Dynamiken hinter den Techniken zu begreifen und darauf aufbauend seinen eigenen Stil zu entwickeln, der zu einem passt.
      So hat er es ja im wesentlichen auch gemacht.

      • Er sagt allerdings nicht „Sei jemand, den du magst“, er sagt „sei jemand, den du respektierst“. Meiner Meinung nach besteht zwischen beiden Aussagen ein relevanter Unterschied. Respekt wird mit Status, mit Kompetenz und Leistung assoziiert; gemocht werden hingegen eher mit Angepasstheit und Freundlichkeit.

        Der grundsätzlichen Aussage des Videos kann ich zustimmen. Viele Pick-Up Techniken zielen auf die Simulation von Eigenschaften ab, die Frauen mögen. Das lässt sich in einer längeren Beziehung natürlich nicht aufrecht erhalten, deshalb ist die Aufforderung, Substanz zu schaffen, anstatt nur zu simulieren, eine sehr sinnvolle. Man sollte allerdings nicht so tun, als ob das einfacher wäre als die Simulation.

        Der wahrscheinlich einfachste Weg besteht darin, sich ein soziales Umfeld zu suchen, in dem man mit seinen Fähigkeiten und Eigenschaften glänzen kann, und dementsprechend respektiert wird.

      • @Prometheus

        Ja, stimmt, jemanden, den man respektiert. Aber meine Wertung bleibt gleich, wird meiner Meinung nach da´durch sogar noch deutlicher. Denn wer würde wirklich jemanden respektieren, der sein Leben nicht im Griff hat?

        In vielen Pickuplektionen geht es ja genau darum: Nicht Techniken lernen, sondern Prinzipien, die zu einem passen verinnerlichen und sich dadurch selbst entwickeln.
        Ich denke die Techniken sind nicht schlecht dazu, sich die verschiedenen sozialen Dynamiken bewußt zu machen. Von da aus kann man dann auch eine gewisse innere Sicherheit entwickeln.

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