Kritikrunde I: Nieder mit Biologismus und Pickup?!

Onyx hält mir in einem Kommentar vor, dass ich nur Fakten wahrnehme, die meine eigene Meinung bestärken, und dabei alle anderen Punkte ausblende, wenn sie nicht in meine Weltbild passen

Natürlich, sie passen in DEIN Schema. Was anderes lässt du ja gar nicht zu bzw ignorierst es als „Ausnahme“. (…) Du beachtest und betonst nur die Dinge, die in dein Weltbild passen, damit es so aussieht, als würde das die Mehrheit darstellen. Alles was nicht dazugehört, ist bestenfalls eine „Ausnahme vom Schnitt“. Denk mal darüber nach.

Das von ihr gegeben Beispiel haben wir schon in den Kommentaren besprochen, es trifft meiner Meinung nach nicht zu. Weil ein solcher Tunnelblick aber durchaus schnell auftreten kann (der Gleichheitsfeminismus sieht ja auch überall gesellschaftliche Zustände, die in Gleichsein verhindern) sollte ich mich dieser Kritik stellen.

Ich bitte also darum, in den Kommentaren Beispiele anzuführen, die ich besser wahrnehmen sollte, die nicht in die hier vertretenen Theorien passen, Einzelfälle, die nicht mit diesen Theorien zu erklären sind oder Studien, die ich verschweige. Interessant finde ich auch die Nennung von Filmen oder Büchern, in denen die (Liebes-)Geschichte stimmig erscheint, und die im Gegensatz zu hier oder im Pickup / der Biologie vertretenen Theorien steht.

Ebenso würden mich von denjenigen, die eher gesellschaftlichen Erklärungsansätzen folgen, Argumente interessieren, die sie besonders überzeugt haben oder Studien, die ihre Ansicht stützen.

37 Gedanken zu “Kritikrunde I: Nieder mit Biologismus und Pickup?!

  1. Ob etwas Regel oder Ausnahme ist, ist eine rein empirische Frage, man muss nur genügend Fälle untersuchen. Dass es z.B. wesentlich weniger Homo- als Heterosexuelle (un d noch weniger Transsexuelle) gibt, ist gut belegtes Faktum. Hetero ist die Regel, Homo ist die Ausnahme.

    • @El Mocho

      Würde ich ja auch so sehen, aber es kommt ja in gewisser Weise auch der Vorwurf, dass ich die Zahlenverhältnisse missachte und einfach alles zur Ausnahme erkläre, was nicht in mein Bild passt.
      Ich bin mal gespannt, ob jemand ein paar gute Beispiele hat oder neue Gegenargumente.

  2. „Interessant finde ich auch die Nennung von Filmen oder Büchern, in denen die (Liebes-)Geschichte stimmig erscheint, und die im Gegensatz zu hier oder im Pickup / der Biologie vertretenen Theorien steht.“

    Harold and Maude

    • @ Jürgen Bolt

      *Harold und Maude*

      Sehr viele Film – und Fernsehproduktionen der letzten beiden Jahrzehnte sind „kontraintuitiv“, in meinen Augen Ausdruck der (unbewussten, weil von „Gläubigen“) exerzierten Rollenmodellpropaganda.

      GI Jane, jeder Tatort mit Lena Odenthal und dergleichen sind Beispiele dafür (starke Frauen in untypischen Heldinnen – Rollen).

      „Sex and the city“
      Ist das jetzt kontraintuitiv?

      Die befreit herumfickende Konsumidiotin, aber beruflich tough und trotzdem auf der Suche nach „Mr. BIG“?

      Männer dagegen vermehrt als „neue“ Männer (pudelige Weicheier) oder gleich ganz als Trottel, die nur durch’s Leben finden, wenn sie sich der überlegenen Weisheit weiblicher Führungspersönlichkeiten anvertrauen (das Muttertier führt die Herde).

      Lässt sich auch im Star-Trek – Universum ablesen: Von Kirk zu Janeway.

      Meine Kindheit war ja noch von Lassie und Bonanza (alleinerziehender Vater in All-Men-Familiy, was für ein Traum – weit und breit keine störenden Weiber in Sicht, na ja, ab und an mussten ein paar gerettet werden, aber sonst…).

      • @Alexander Roslin:

        Das sehe ich genauso wie Du.

        Ich wollte ironisch andeuten, daß Christians lobenswerter Ansatz so nicht richtig funktionieren kann. Ich schätze seine Einstellung sehr: hier sind meine Thesen, bitte prüft sie kritisch und versucht, sie zu widerlegen. So stelle ich mir ein konstruktives Gespräch vor.

        Es gibt aber hier zwei Schwierigkeiten. Die erste ist die ‚kontraituitive‘ Mode, die Du thematisiert hast.

        Die zweite ist, daß sich die Eigenschaftswerte von Männern und Frauen nur im Mittel voneiander unterscheiden, keineswegs aber im Einzelfall. Man wird leicht zahlreiche Beispiele von Männern mit eher weiblichen und Frauen mit eher männlichen Eigenschaften finden.

        Steven Pinker hat mal darauf hingewiesen (ich glaube, in seiner Debatte mit Elisabeth Spelke), daß die Unterschiede der Eigenschaftsausprägungen innerhalb der Geschlechter größer sind als zwischen ihren Mittelwerten. Die Unterschiede bestehen, sie sind biologisch, man muß sie aber auch nicht übertreiben. Geschieht hier aber normalerweise auch nicht.

        Was Janeway betrifft, muß ich gestehen, daß Voyager mir nie wirklich gefallen hat. Das Personal war mir insgesamt zu blaß. Dagegen kann ich nach wie vor nicht verhindern, daß mir Tränen in die Augen steigen, wenn Picard in ‚All Good Things‘, erstmals die Pokerrunde besucht – und diese wunderbare Serie damit zuende ist.

      • @Roslin

        Ich meine schon, dass man auch anhand von Filmen etwas sagen kann. Beispielsweise in dem man überprüft wie glaubhaft die kontraintuitiven Rollen sind und welche Anstrengungen gemacht wurden um die Glaubwürdigkeit zu erhöhen.

        Ich hatte das bei Harold und Maude ja schon mal ausgeführt.

        Bei GI Jane finde ich es eher ganz interessant, dass häufig gerade herausgestellt wird, dass sie eine Frau ist. Die anderen Soldaten sind auf ihrer Seite, weil sie es falsch finden, dass der Vorgesetzte eine Frau schlägt und so zurichtet. Klar muss sie auch durchhalten und sich beweisen, aber ihr wird doch eine gewisse sonderrolle zugestanden.

        Sex and the City spielt ja mit gewissen Frauenarchetypen, die Karrierefrau, die Schlampe, die tugendhafte und Carrie vielleicht die Modebessene, aber dabei noch relativ normal als Hauptidentifikationsfigur

        Zu Janeway hatte ich schon mal das hier geschrieben:
        https://allesevolution.wordpress.com/2011/02/03/was-finden-frauen-an-twilight-gut/#comment-4873

        Ich habe Startrek Voyager nicht gesehen. Es wäre aber glaube ich interessant da einmal die Geschlechterverhältnisse zu analysieren. Insbesondere auch warum Captain Janeway eher als mütterlich denn als sexy dargestellt wird. Hat sie eigentlich einen Love Interest gehabt? Picard hatte ja zumindest irgendwie einen leichten Flirt mit Beverly Crusher und ein paar andere Romanzen.. Und über Capt. Kirk muss man in dieser Hinsicht wohl nichts sagen.

        Ich denke sie haben sie eher als Mutter ausgebaut, gerade um den weiblichen Charakter hinzubekommen. Eine Mutterdynamik läßt sich aber in einer solchen Serie viel schlechter einbauen, wirkt sicher auch blasser und spricht denke ich auch das Zielpublikum nicht wirklich an.

      • @Jürgen

        „Ich schätze seine Einstellung sehr: hier sind meine Thesen, bitte prüft sie kritisch und versucht, sie zu widerlegen. So stelle ich mir ein konstruktives Gespräch vor.“

        Danke, ich halte das auch für die beste Vorgehensweise.

        „Die erste ist die ‘kontraituitive’ Mode, die Du thematisiert hast.“

        Ich finde allerdings das hinterfragen des kontraintuitiven nicht uninteressant.

        „Die zweite ist, daß sich die Eigenschaftswerte von Männern und Frauen nur im Mittel voneiander unterscheiden, keineswegs aber im Einzelfall. Man wird leicht zahlreiche Beispiele von Männern mit eher weiblichen und Frauen mit eher männlichen Eigenschaften finden.“

        Das stimmt allerdings. Aber das sind ja dann eben Ausnahmen. Die Frage ist, ob ich soviele Ausnahmen bilde, dass diese eigentlich die Mehrheit sind, wie es ja Onyx angedeutet hat.

      • @ Christian

        *Ich meine schon, dass man auch anhand von Filmen etwas sagen kann.*

        Sicher sagen Filme etwas aus, Hochinteressantes sogar.

        Nur nicht über die biologische Realität oder Irrealität von Geschlechterdifferenzen.

        Sie sind ja keine Empirie, sondern verbildlichte Wunschträume/Weltbilder des jeweiligen Zeitgeistes, zeigen das unter den kulturschaffenden Eliten präferierte Weltbild, zeigen propagandistische Absichten, Volksaufklärung, -pädagogik und Propaganda.

        Gut, manche sind realistischer bzw. wirken glaubwürdiger als andere, aber das hängt auch wieder nur von der Verortung des jeweiligen Betrachters im Zeitgeistgefüge ab, ist nicht objektiv.

        Übrigens, G.I. Jane:

        Demi Moore durchläuft da ja die Navy-Seals-Ausbildung, aber bis heute gibt es keinen einzigen weiblichen Soldaten in dieser Einheit, gab es auch noch nie, weil es nach wie vor verboten ist, Frauen in reinen Kampfeinheiten einzusetzen, ein Verbot, das endlich fallen sollte, ohne damit erleichterte Leistungsnormen („für Frauen“) zu verknüpfen.

        Wenn dann nur jeder, was weiß ich, 500. weibliche Bewerber und nur jeder 20. männliche die Normen schafft, sich daraus eine schlimme Ungleichverteilung ergibt, dann ist das eben hinzunehmen.

        Schließlich definieren solche Normen ja die MINDESTanforderungen, die als unabdingbar nötig erachtet werden zur Erfüllung der anstehenden Aufgaben und wenn Männer und Frauen gleich behandelt werden müssen, kann ich Frauen keine leichteren Aufgaben zuschanzen als Männern, also müssen sie auch die gleichen Mindestanforderungen erfüllen.

        Fand Demi Moore übrigens hocherotisch in ihrem durchtrainierten Zustand.

        Wollte Tippse schon mehrfach zu einem Einzelkämpferlehrgang anmelden, damit sie auch mal so aussieht und mich verteidigen kann.

        Aber sie will nicht 😦

        Um’s Verrecken nicht.

    • [Harald and Maude]

      Sehr schönes Film 🙂

      Und ich schwöre beim Fliegenden Spaghettimonster, dass ich vermutet habe, dass er hier genannt wird, es war nämlich auch der, der mir beim Schreiben als Kandidat einfiel 🙂

      Aber nun zum Film:

      Ich finde, dass die Unlogik der Wahl, insbesondere seiner Wahl einer alten Frau, gerade das Thema des Films ist und recht elegant überspielt wird, indem man ihn als besonderen Jungen darstellt, der von Tod und Selbstmord besessen ist und mit normalen Leuten keinen vernünftigen Kontakt halten kann. Wir nehmen ihm das Unnormale ab, weil er unnormal als Figur aufgebaut ist. Der Film hat eine „Filmlogik“, innerhalb der sein Verhalten stimmig wirkt.
      Bei einem normalen Teenager hingegen, der normale Teenagersachen macht und einen normalen Freundeskreis Gleichaltriger um sich herum wäre es dem Zuschauer denke ich wesentlich schwieriger geworden die Geschichte zu akzeptieren.

      Ich vermute, dass sich die wenigsten Jungs seines Alters oder auch nur Männer allgemein in ihn hineinversetzen können und sich an seine Stelle in ihren Armen sehen wollen (die Sexszene wird allgemein denke ich aufgrund des Alters der Frau eher immer noch als Schocker gesehen). Sie ist also nicht allgemein nachvollziehbar, sondern nur innerhalb der Filmfiguren.

      Da aber ist es ein sehr schöner Film. Herrlich lebensbejahend.

      • @ Christian

        *Ich vermute, dass sich die wenigsten Jungs seines Alters oder auch nur Männer allgemein in ihn hineinversetzen können und sich an seine Stelle in ihren Armen sehen wollen (die Sexszene wird allgemein denke ich aufgrund des Alters der Frau eher immer noch als Schocker gesehen). Sie ist also nicht allgemein nachvollziehbar, sondern nur innerhalb der Filmfiguren.*

        Ich war in etwa so alt wie der männliche Hauptdarsteller in diesem Film, als ich ihn das erste und einzige Mal sah, fand ihn nicht schön, sondern auf schwer erträgliche Weise unglaubwürdig, weil ich mich nicht im Geringsten mit der männlichen Hauptperson identifizieren konnte, nicht nachempfinden konnte, was der Junge da fühlt, der mir so fremd war wie die Rückseite des Mondes, den ich so distanziert beobachtete wie ein nicht sehr angenehmes Insekt, mit dem ich nichts gemein habe, mit dem mich nichts verbindet.

        Ich verstehe das hohe Ansehen nicht, in dem der Film steht.

      • @Roslin

        „Ich verstehe das hohe Ansehen nicht, in dem der Film steht.“

        Ich mag den Film durchaus, weil er einiges an schwarzen Humor bietet, insbesondere bei den vorgetäuschten Selbstmordversuchen. Seine Interesse für die Frau konnte ich ebenfalls nicht nachvollziehen – ich denke die meisten würden in dem Alter nicht mit einer so alten Frau schlafen wollen.
        Aber das lebensbejahende des Films hat mir trotzdem immer gefallen.

  3. @ Christian:

    Konnten deine Kritiker nachweisen, dass du hieb- und stichfeste, relevante Fakten bewusst wegen deinem Schema ausschliesst? Sind diese Fakten allgemein und (natur)wissenschaftlich akzeptiert oder entspringen sie einem ideologisch bedürftigen Weltbild?

    Wenn nein, dann würde ich den Vorwurf nicht ernstnehmen. Man muss schliesslich nicht jeden Projektionsversuch der Genderisten ernst nehmen.

    Denn während seriöse Wissenschaft versucht, ihren eigenen Bias zu minimieren, operieren Genderisten bewusst mit einer Agenda und scheren sich keinen Deut darum, die Wissenschaftlichkeit ihrer Arbeit zu wahren.

    @ Bolt:

    Fiktion ist nicht Realität – auch wenn dies vielen Linken und besonders Feministen und Genderisten nicht passt.

    • @Manifold

      Eine gute Theorie kann jede Kritik ab. Sie sollte die Kritik daher immer einladen, um letzte Unstimmigkeiten zu beseitigen und die Theorie zu testen.

      Insofern ist die Einladung zur Kritik immer Selbstzweck – eine Theorie, die sich dies erlauben kann hat bereits einen Vorteil gegen eine, die sich dies nicht traut.

  4. So bin auch mal wieder am Start. 🙂

    Würde mich mal schwer interessieren, was du zum Thema Charles und Camilla Mountbatten-Windsor zu sagen hast.

    • @Maren

      Ich bin da nicht so tief im Königsklatsch, aber meine These wäre folgendes:

      Charles hat viel offiziellen Status, durch den hat er die recht gutaussehende Diana erhalten. Diese hat aber dann irgendwann gemerkt, dass offizieller Status nicht mehr so viel wert ist, wenn derjenige nicht im persönlichen Kontakt auch Status aufbauen kann – ich vermute, dass Charles kein „Game“ hat, er ist zu steif. Deswegen verlor er Diana an Dodi.
      Beim nächsten Versuch hat er sich lieber eine genommen, die zwar der Schönheit nach nicht seinem äußeren Status entspricht, bei der er aber eher das Gefühl hat sie im Innenverhältnis managen zu können – eben Camila.

      Aber das ist eher eine Idee aus dem Stegreif, nach dem was ich so mitbekommen habe.

      Ging das in die Richtung, die du meintest oder welche Facette der beiden interessierte dich?

      • Et lief ja ein bissken anders:

        Charles und Camilla waren in ihrer Jugend (Kennenlernen 1970) zusammen. Da Camilla aber nicht den Vorstellungen einer Prinzessin entsprach, wurde Charles (unter anderem auch von Camilla selbst) darin bestärkt, die hübschere und anmutigere Diana zu heiraten, während Camilla Andrew Parker-Bowles heiratete. C&C nahmen allerdings kurz danach ihre Beziehung wieder auf. Diana sagte ja auch nach der Scheidung Mitte der Neunziger, dass sie quasi eine Ehe zu dritt geführt haben. (Nett auch der Tampon-Skandal, aber das google mal :))

        So, Di und Dodi, waren ja dann auch glücklich bis zu ihrem Tod, und C&C waren ab 1999 wieder offiziell liiert, 2005 war die Hochzeit.

        P.S. Wat wär meine Omma stolz auf mich, dass ich das so weiß. Kann ich nix für, is genetisch 😀

      • Worauf ich hinaus will:

        Charles hat sich quasi sein halbes Leben lang auf eine Frau versteift (hihi) , die weder besonders schön noch besonders damenhaft war.
        Und lt. deiner Definition (status als Kronprinz) hätte er ja jede Frau haben können.

      • @Maren

        Die Frage ist eben, wie Charles mit Frauen umgeht.
        Das Camilla nicht die hübscheste ist, scheint ja soweit einhellige Meinung zu sein.
        Das Charles nicht der hübscheste ist auch (Stichwort ist hier auch: Ohren)

        Insoweit passen sie eigenlich ganz gut zusammen.

        Allerdings sollte Charles Status ihm ermöglichen, wesentlich besser aussehende Frauen zu bekommen. Was ja auch mit Diana der Fall war.

        Nehmen wir einmal an, das Charles ein ziemlicher Beta ohne Game ist. Dann war er wahrscheinlich froh, dass Camilla sich für ihn interessierte. Vielleicht hat er mitbekommen, dass sie hübschere Frauen für ihn interessieren, aber deren Interesse aufgrund der Kollision zwischen dem erwarteten Statusmann und seinem Betasein sie abschreckte. Irgendwie haben ihm gleichzeitig alle immer gesagt, dass er was besseres braucht als Camilla, dabei fühlte er sich bei ihr sicher und geborgen, konnte sogar ein Schwein sein und ihr intime Wünsche gestehen, weil sie ihn dennoch vergötterte und Verstand. Sie verstand sogar, dass er eine andere braucht.
        Diana kommt ins Spiel, irgendwie reicht der Status , vielleicht sogar, weil Charles etwas aufgegeben hat und etwas abweisender ist. In den ersten Monaten könnte die Konkurrenz mit Camilla die Sache sogar beflügelt haben, obwohl Charles einfach nur Camillla nicht gehen lassen möchte, weil sie seine sichere Bank ist und er sie für sein Ego braucht. Aber irgendwann merkt Diana, dass Charles ein Beta ist und wendet sich von ihm ab und dem männlicheren Reitmeister zu, mit dem sie eine Affaire hat. Er ist ein Alphamann und spricht sie insoweit wesentlich mehr an. Charles merkt, dass er Diana nicht halten kann und ist vielleicht sogar froh, nunmehr seine sichere Bank bewahrt zu haben, die ihn immer unterstützt und nie kritisiert. Eine Zeitlang läuft dies alles für beide gut, doch irgendwann klappt das Arrangement nicht mehr, vielleicht auch, weil es zu öffentlich wird , und daher nicht mehr diskret aufrecht gehalten werden kann. Diana fühlt sich überwacht und will daher aus der Ehe raus. Sie findet in Dodi einen neuen Mann, der besser zu ihr passt.

      • @ Christian

        Du solltest Romane schreiben, Frauenromane.

        Das würde Dich reich machen.

        Vielleicht mit leicht anzüglich-erotischer Tendenz.

        „Die Prinzessin und ihr Rittmeister“ (Rittmeister heißt das, Rittmeister – obwohl er sicher auch ein Reitmeister war).

        Ab 18:

        „Diana und ihr Hengst“

        Ab 75:

        „Prince Charles und seine Ohren“

        Ohne Altersbeschränkung:

        „Camilla oder Hagebuttentee“

        Oder auch Beziehungsratgeber:

        „Hatte Heinrich VIII. Game?“

        „Game oder Richtblock? Was hält eine Beziehung stabil?“

        Ich brauche übrigens weder Game noch ein Blutgerüst, um die arme Tippse zu terrorisieren.

        Mir genügt die Waage.

        Morgen ist es wieder so weit.

      • @Roslin

        „Hatte Heinrich VIII. Game?“
        Wer braucht Game wenn er einen rührigen Henker hat, sowie Oberhaupt der eigenen Staatskirche ist? 😀

        @Christian

        „Nehmen wir einmal an, das Charles ein ziemlicher Beta ohne Game ist.“

        Warum sollte das so sein? Weil seine Mutter die Königin von England ist?
        Finde ich schon wichtig, weil das der Punkt ist, auf den du deine gesamte Argumentation aufbaust (die ansonsten in sich zusammenkracht) .

        So wie ich das sehe, ist Charles hervorragend ausgebildet, auch militärisch, seit seinen frühen Zwanzigern fungierte er als Stellvertreter der Königin im Oberhaus, später auch im Kronrat. Zudem engagiert er sich sozial (Prince´s Trust) und hat viele Interessen, denen er sich widmet. Seh ich keine Grundlage für nen Beta.

      • @Roslin

        Jeder Blogbetreiber möchte ja eigentlich tief in seinem innersten Schriftsteller sein 😉

        „Die Prinzessin und der Rittmeister“

        Diana blickte zu Charles, wie er seine Schuhe ordentlich mit einem Schuhspanner versah und parallel zur Schrankkante in den imposanten Schuhschrank aus dem 16. Jahrhundert stellt. War er der Prinz von Wales oder ein Angestellter im mittlern Dienst einer kleinen unwichtigen Behörde, sie konnte es nicht mehr erkennen. Wie hatte sie diesen Mann vergöttert, als sie ihn das erste Mal gesehen hatte, in seiner schicken Uniform, mit Dienern um ihn herum. Es hatte sie beeindruckt, wie alle um ihn herum ihn ehrerbietig behandelten. Wo war dieser Prinz hin? Sie versuchte in seinem Gesicht das zu finden, was sie früher angesprochen hatte, als sie ihn noch nicht so gut kannte, aber jetzt, wo sie ihn tagtäglich sah, wo der Pomp des prinzlichen Lebens Alltag geworden war, wo goldene Teller lediglich schwer, aber nicht mehr faszinierend waren, da war sein einstmal gütiges Lächeln in ihren Augen einfältig geworden, wo einstmal die Uniform breite Schultern gemacht hatten, sah sie nackt nur noch einen schmächtigen Mann und da waren diese Ohren… sie wurden größer um so länger sie zusammen waren. Mitunter blitzte vor ihrem geistigen Auge wenn sie ihn zu lange ansah eine Karriaktur von ihm auf, die sie in einer Zeitung gesehen hatte. Mit riesigen, grotesken, lächerlichen Ohren. Sie versuchte dieses Bild aus ihrem Kopf zu verbannen, erinnerte sich daran, dass er der Vater ihrer Kinder war. Und hoffte gleichzeitig, dass er heute früh schlafen gehen wollte. Vielleicht konnte man einfach eine Freundschaft aufbauen, der Kinder wegen. Es ist ja normal, dass verheiratet Paare keinen Sex mehr haben wollen.
        Sie jedenfalls brauchte keinen Sex mehr. Es bereitete ihr mehr Vergnügen mit einem der Hengste des könglichen Reitstalls über die weiten Ebenen der Grafschaften zu jagen, den Wind in ihren Haaren zu fühlen, die kraftvollen Beegungen des Pferdes unter sich, frei zu sein! Vielleicht sollte sie morgen reiten gehen, dachte sie, es versprach ein schöner Tag zu werden. Sie würde morgen den Rittmeister bitten, ihr ein Pferd bereit zu stellen. Vielleicht konnte er sie sogar begleiten, auf einen kurzen Ausritt. Er war ein guter Reiter, so elegant in seiner Bewegung. Neulich hatte sie zugesehen, wie er ein neues Pferd zugeritten hatte. Wie seine starken Beine dem Pferd seinen Willen aufgedrückt hatten. Es war ein heißer Tag gewesen, sie erinnerte sich gut daran. Er hatte sie erst gar nicht bemerkt als sie in die Reithalle gekommen war und sie hatte sich still am Rand gehalten und die Kraft, mit der er die schwarze Stute dominierte bewundert. Und danach die Sanftheit, als das Tier ihm nachgegeben hatte. Liebevoll hatte er es selbst trocken gerieben. Wie er dann verschwitzt vor ihr gestanden hatte, als wäre sie der Eindringling in seiner Welt und nicht sie die Prinzessin. So sollte ein Prinz vor seinen Untertanen stehen. Sie sah ihn nass geschwitzt vor sich stehen, dieser herausfordernde Blick, den er ihr zuwarf, seine Verbeugung viel fast provozierend kurz aus, sein „eure Hohheit“ hatte einen ironischen Unterton gehabt, als wäre er selbst noch ein Tier, wild und unzähmbar. Gestern hatte sie davon geträumt, wie er sie zähmte, wie er ihr die Kleider vom Leib riss und sie einfach auf das frische Heu schmiss, selbst vor Erregung bebend. Wie stark er gewesen war und wie wenig sie sich gewehrt hatte, sich einfach seiner Führung untergeordnet hatte. Sie war mit ihrem Orgasmus aufgewacht, schamrot, aber so erregt und gleichzeitig so befriedigt wie seit langem nicht mehr. Charles hatte es noch nicht einmal bemerkt. Ob der Rittmeister verheiratet war? Sie erinnerte sich schnell, dass sie ja selbst verheiratet war und versuchte erneut in Charles den Mann zu finden, den sie einst geliebt hatte.“

        „Hatte Heinrich VIII Game?“

        Damals war ein König ja noch mit tatsächlicher Macht ausgestattet. Und Heinrich VIII hat davon ja auch ordentlich gebrauch gemacht. Wenn man aufmüpfig war, dann rollte eben der Kopf und der Hof hing von seiner und seiner Gunst alleine ab. Das ist natürlich eine ordentliche Statusaufladung, die sich zudem im Gegensatz zu Charles nicht als hohl und representativ sondern als im täglichen Verhalten niederschlagend zeigte. Er scheint zudem eine romatische Seite vorhanden gewesen zu sein, also auch Komfortmaterial, wenn man Briefen etc glauben darf. Er soll ja auch „Green Sleeves“ komponiert haben. Also im ganzen dürfte zumindest in früheren Tagen durchaus Game vorhanden gewesen sein.
        Ich kann mir schon vorstellen, dass sich viele Hofdamen anfangs darum bemüht haben, seine Gunst zu erhalten, und sei es als Mätresse. Und das Anne Boleyn noch verliebt in ihn war kann ich mir auch durchaus vorstellen.
        Allerdings wurde er mit zunehmender Zeit fetter, cholerischer und eine ewig nässende und eiternde Wunde am Beim dürfte auch nicht unbedingt zu seiner Attraktivität beigetragen haben. Und auch seine Art sich von Frauen zu trennen ist natürlich nicht unbedingt sehr förderlich gewesen. Stress wirkt ja sexuellem Interesse eher entgegen. Und der Stress einen Erben zu bekommen oder aus der Gunst zu fallen und die Konkurrenz mit den Hofdamen, dazu die Auseinandersetzung mit seinem Temperament, dass dürfte sehr stressfördernd gewesen sein

        „Game oder Richtblock: Was hält eine Beziehung stabil?“

        Ein Richtblock beendet eine Beziehung jedenfalls sehr zuverlässig 😉

        „Waage als Terror für die Tippse“

        Du bist eben ein Natural. Der Waagenteror ist ja im Prinzip auch nur ein Push, die sonstigen Gunstbezeichnungen dann eben wieder ein Pull.

      • @ Christian

        *Gestern hatte sie davon geträumt, wie er sie zähmte, wie er ihr die Kleider vom Leib riss und sie einfach auf das frische Heu schmiss, selbst vor Erregung bebend. *

        Ich glaube, ich schreibe auch einen Roman

        *Der Sattel, die Lady und ein Vampir*, Band 1

        Band 2: *Junges Blut und alte Laster`*

        Ein S/M-Roman der Sonderklasse, frei ab 21.

        Mit einem Geleitwort von J. Kachelmann.

        „Ist ja gut, Tippse. Ich komme gleich hoch, noch einen Augenblick, dann kann’s losgehen.“

        „Wieso findest Du die Handschellen nicht? Die liegen dort, wo sie immer liegen, hoffe ich.“

        „Na dort, wo der Gummistriemer liegt.“

        „Dann such erst mal den Schlüssel, bevor Du sie anlegst.“

        „Nicht dass wir schon wieder die Feuerwehr rufen müssen, mitten in der Nacht.“

      • @Maren

        Anzeichen dafür wären meiner Meinung nach:

        – kann sich nicht gegen Camilla durchsetzen
        – läßt sich von ihr alles vorschreiben
        – muss überhaupt auf eine nicht körperlich attraktive Geliebte wie Camilla zurückgreifen, obwohl er einen gesellschaftlich hohen Status hat
        – läßt sich von anderen vorschreiben, dass Camilla nicht hübsch genug ist um seine Frau zu sein
        – seine Frau betrügt ihn mehrfach

        Aber klar, ich kenne ihn nicht persönlich.

        Ausbildung und Beruf hat er sich im übrigen ja nicht selbst erarbeitet. Er ist hineingeboren.
        Außerdem kann jemand natürlich trotzdem gut in seinem Beruf sein, aber dabei eben eher der sachliche, genaue Arbeiter sein. Bringt allerdings bei Frauen auch eher wenig.

  5. Christian

    *kann sich nicht gegen Camilla durchsetzen*
    Selbst wenn er es täte, ganz England wäre nicht amused.
    Mal davon abgesehen, dass sie zu diesem Zeitpunkt bereits verheiratet war.

    *muss überhaupt auf eine nicht körperlich attraktive Geliebte wie Camilla zurückgreifen, obwohl er einen gesellschaftlich hohen Status hat*

    Ich zitiere mal aus Wikipedia : „Charles wurde von der Presse über die Jahre mit einer Reihe von Frauen in Verbindung gebracht, die jedoch allesamt nicht als Ehefrau des Thronfolgers in Betracht kamen.“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Mountbatten-Windsor,_Prince_of_Wales

    Und sooo schäbbig isse nu auch nich. 😉

    *seine Frau betrügt ihn mehrfach*
    Stichwort Ehe zu dritt. Camilla war lt. Diana ständig präsent. Er hat also angefangen.

  6. „Mal davon abgesehen, dass sie zu diesem Zeitpunkt bereits verheiratet war.“

    Sie war verheiratet, aber wollte immer noch ihn. Er hätte auch einfach sagen können, dass sie ihn in Ruhe lassen soll.

    Ich zitiere mal aus Wikipedia : „Charles wurde von der Presse über die Jahre mit einer Reihe von Frauen in Verbindung gebracht, die jedoch allesamt nicht als Ehefrau des Thronfolgers in Betracht kamen.“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Mountbatten-Windsor,_Prince_of_Wales

    Da sieht man was Status anrichten kann. Aber dennoch musste er anscheinend ja auf Camilla zurückgreifen oder hatte zumindest das Gefühl, dass nur sie ihn verstand (worunter man wohl verstehen kann, dass sie ihn hinreichend bewunderte).

    „Und sooo schäbbig isse nu auch nich.
    http://www.carnaval.com/cityguides/london/london/Camilla_parker.jpg

    Damals ging es, allerdings auch nichts besonderes.

    *seine Frau betrügt ihn mehrfach*
    Stichwort Ehe zu dritt. Camilla war lt. Diana ständig präsent. Er hat also angefangen.

    Ich denke Camilla hat ihm einfach keine andere Wahl gelassen und sich unentbehrlich gemacht. Weil er sich eben nicht durchsetzen konnte.
    Es war ja keine tatsächliche Ehe zu dritt. Diana und Camilla waren eben nicht befreundet, sondern verfeindet und er hat es auch nicht hinbekommen, da klare Fronten abzustecken

    • „Sie war verheiratet, aber wollte immer noch ihn. Er hätte auch einfach sagen können, dass sie ihn in Ruhe lassen soll.“

      Warum sollte er. Er war ja nicht grade wild darauf, Diana zu heiraten.

      „Aber dennoch musste er anscheinend ja auf Camilla zurückgreifen oder hatte zumindest das Gefühl, dass nur sie ihn verstand (worunter man wohl verstehen kann, dass sie ihn hinreichend bewunderte). “

      Der arme Kerl 🙂
      Das die beiden sich tatsächlich sehr gern haben, gemeinsame Interessen und Vorlieben teilen und gut zusammenpassen kommt dir gar nicht in den Sinn?
      Und dass das evtl mehr wert ist als ein hübsches Gesicht und permanente Bewunderung?
      Das täte mir leid für dich.

      *Ich denke Camilla hat ihm einfach keine andere Wahl gelassen und sich unentbehrlich gemacht. Weil er sich eben nicht durchsetzen konnte.*

      Was bringt dich auf diesen Gedanken? Warum sollte sie das tun, wenn er so ein Beta ist?

      • @Maren

        „Das die beiden sich tatsächlich sehr gern haben, gemeinsame Interessen und Vorlieben teilen und gut zusammenpassen kommt dir gar nicht in den Sinn?“

        Wenn ich jemanden sehr gerne habe und mich so blenden mit ihm verstehen würde, dann würde ich die Beziehung führen und keine andere Alibibeziehung.

        „Und dass das evtl mehr wert ist als ein hübsches Gesicht und permanente Bewunderung?“

        Ich glaube in der Tat nicht an „die eine, die für einen bestimmt ist“. Es gibt hunderte von hübschen und netten und intelligenten Frauen, mit denen man gemeinsame Interessen haben kann. Man muss es nur schaffen eine Beziehung zu ihnen aufzubauen.
        Dieses Gegensatzpaar, das da gerne aufgebaut wird „er hat sich halt für Charakter entschieden, weil ihm Schönheit nicht so wichtig ist“ ist meiner Meinung nach zum einen meist eine Ausrede und zum anderen auch Ausdruck eines sehr merkwürdigen Frauenbildes. Schöne Frauen können ja schließlich – so munkelt man – auch intelligent, interessant und unterhaltsam sein. Man(n) muss sich nicht für schön oder gemeinsame Interessen entscheiden, gerade wenn man Prinz von Wales und Anwärter auf den Thron des United Kingdoms ist – genau aus dieses Dissonanz, die man recht deutlich wahrnimmt und aus dem heraus es keine prunkvolle Hochzeit gab ergibt sich doch der Grund für diese Diskussion und der Grund warum die Leute die Beziehung anders bewerten.
        Man kann auch einfach beides in einer Frau finden und diese dann für einen begeistern.
        Schönheit ist auch keineswegs eine Ausnahme bei Frauen, sie ist recht häufig. Und entgegen aller Vorurteile sind schöne Menschen im Schnitt intelligenter als hässliche Menschen (mal wieder: im schnitt). Schließlich sind Schönheit und Intelligenz jeweils ein Indikator für gute Gene.

        „Das täte mir leid für dich.“

        Ich denke da brauchst du dir keine Sorgen um mich zu machen, aber trotzdem danke dafür.

        „Was bringt dich auf diesen Gedanken? Warum sollte sie das tun, wenn er so ein Beta ist?“

        Die Antwort sollte eigentlich klar sein: Status. Für sie ist er ja durchaus eine gute Partie. Trotz seines Betaseins.

      • *Wenn ich jemanden sehr gerne habe und mich so blenden mit ihm verstehen würde, dann würde ich die Beziehung führen und keine andere Alibibeziehung.*

        Du warst auch nie Thronfolger 😉

        (Schönheit vs. Intelligenz)

        Vielleicht erschien sie ihm schön, die Persönlichkeit spiegelt sich ja oft darin wieder, wie wir andere Menschen sehen. Und Geschmäcker sind ja auch verschieden, auch wenn du das nicht glaubst. 😀
        Mag sein, dass es hunderte tolle Menschen gibt, mit denen man glücklich sein könnte, aber manchmal klickt es einfach, und alles stimmt. Und das ist eher selten. Menschen sind nicht untereinander austauschbar.
        Du reduzierst es ja auch sehr auf Intelligenz etc. aber eine Persönlichkeit besteht ja nunmal aus mehr als Intelligenz oder Interessen.

        Und dass es keine Hochzeit gab ist ja nun schlicht nicht wahr. Nur halt später.

      • @Maren

        „Du warst auch nie Thronfolger“

        Stimmt. Aber ich glaube nicht, dass es die Sache wenn man denn Game hat wirklich erschwert. Es hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Hollywoodstar sein.

        „Vielleicht erschien sie ihm schön, die Persönlichkeit spiegelt sich ja oft darin wieder, wie wir andere Menschen sehen.“

        Anscheinend ja nicht, er hat ja selbst erkannt, dass sie nicht schön genug ist.

        „Und Geschmäcker sind ja auch verschieden, auch wenn du das nicht glaubst.“

        Im Schnitt sind Geschmäcker gerade bei Männern schon recht gleich. Auch bei Charles sehe ich keine großen Anzeichen dafür, dass er da abweicht.

        „Mag sein, dass es hunderte tolle Menschen gibt, mit denen man glücklich sein könnte, aber manchmal klickt es einfach, und alles stimmt. Und das ist eher selten.“

        Wie man es nimmt. Es erscheint einen selten, weil man selten eine solche Bindung herstellt und wir zu einer gewissen Mystifizierung neigen. Aber eine gewisse Verbindung zu einem Menschen herzustellen ist gar nicht so schwierig und wenn man darin gut ist, dann klickt es eben häufiger als man denkt.
        Vielleicht passt sie in einer bestimmten Weise perfekt, aber eine andere hätte eben auf eine andere Weise perfekt gepasst.

        „Menschen sind nicht untereinander austauschbar.“

        Im Pickup gibt es das Konzept des Snowflacking. Eigentlich sind alle Schneeflocken gleich. Man muss nun Teile dieser Gleichheit als etwas besonders bei ihr darstellen. Sie, die besondere Schneeflocke.

        Mit Sätzen wie:

        Du brauchst die Zuneigung und Bewunderung anderer, dabei neigst du zu Selbstkritik. Zwar hat deine Persönlichkeit einige Schwächen, doch kannst du diese im allgemeinen ausgleichen. Du hast beträchtliche Fähigkeiten, die brachliegen, statt dass du sie zu deinem Vorteil nutzt. Äußerlich diszipliniert und kontrolliert, fühlst du dich ängstlich und unsicher. Mitunter zweifelst du ernstlich an der Richtigkeit deines Tuns und deiner Entscheidungen. Du bevorzugst ein gewisses Maß an Abwechslung und Veränderung, und du bist unzufrieden, wenn du von Verboten und Beschränkungen eingeengt wirst. Du bist stolz auf dein unabhängiges Denken und nimmst anderer Leute Aussagen nicht unbewiesen hin. Doch erachtest du es als unklug, sich anderen zu freimütig zu öffnen. Manchmal verhältst du dich extrovertiert, leutselig und aufgeschlossen, manchmal auch introvertiert, skeptisch und zurückhaltend. Deine Wünsche scheinen mitunter eher unrealistisch.

        liegt man fast immer richtig, weil ihnen jeder zustimmen kann, aber jeder denkt, dass nur er diese Seiten kennt und sich erkannt fühlt. (siehe: Wie du mein Seitenbesucher bist)
        Natürlich kann man eine gemeinsame Geschichte nicht ohne weiteres ersetzen. Aber man kann eben entscheiden, mit welchen Personen man sie aufbaut.

        „Du reduzierst es ja auch sehr auf Intelligenz etc. aber eine Persönlichkeit besteht ja nunmal aus mehr als Intelligenz oder Interessen.“

        Und du meinst Camilla hat eine einzigartige Persönlichkeit, die sich so nicht immer wieder auch in anderen Körpern, die etwas attraktiver sind, finden läßt? Was sind denn deiner Meinung nach ihre besonderen Charaktereigenschaften?

        „Und dass es keine Hochzeit gab ist ja nun schlicht nicht wahr. Nur halt später.“

        Deswegen schrieb ich ja auch keine prunkvolle Hochzeit

      • *Stimmt. Aber ich glaube nicht, dass es die Sache wenn man denn Game hat wirklich erschwert. Es hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Hollywoodstar sein.*

        I beg to differ. Adelshochzeiten haben da immer noch ne andere Qualität. Schau dir mal allein den Rummel um William und Kate an.
        Und Prinzessin und Ehefrau von einem berühmten Schauspieler sind auch 2 verschiedene Paar Schuhe. Königliche Würde und so.

        *Anscheinend ja nicht, er hat ja selbst erkannt, dass sie nicht schön genug ist.*

        Seine Meinung zu ihrem Äußeren stand nie zur Debatte. Sie entsprach nicht dem Bild der Kronprinzessin (rauchend, polospielend,) . Zudem hatte die angeblich jungfräuliche Diana den Vorteil, keine Leichen im Keller zu haben, die die Presse ausgraben könnte.

        *Vielleicht passt sie in einer bestimmten Weise perfekt, aber eine andere hätte eben auf eine andere Weise perfekt gepasst.*

        Aber erklär mir mal, warum sollte er jemanden, mit dem er wunderbar harmoniert aufgeben, um sich eine andere zu suchen? Das macht keinen Sinn, es sei denn, man möchte sich und anderen beweisen, das man es kann.
        Und DAS würde ich eher als Zeichen eines schwachen Charakters sehen. Beta eben. 😀

        *Was sind denn deiner Meinung nach ihre besonderen Charaktereigenschaften?*

        Da ich sie nicht persönlich kenne, kann ich nicht viel dazu sagen. 🙂
        Aber es sind ja auch die kleinen Dinge, die einen Menschen ausmachen. Macken, Angewohnheiten, etc.
        Ich denke, eigentlich weisst du was ich meine.

        *Snowflakes*
        Ok, du denkst ganz ernsthaft, dass du und alle anderen Menschen untereinander austauschbar sind, dass es nichts gibt, was dich von anderen Menschen abhebt, nichts was dich besonders macht?

        Und du meinst, dass man mit jedem Menschen die gleiche Beziehung führen kann, solange die Eckpunkte abgehakt sind?
        Und solange man gut darin ist Bindungen herzustellen?
        Meinst du nicht, dass du diesen, wie du sagst, mystischen Teil negierst, eben weil du ihn nicht rational erklären kannst?

        *Keine prunkvolle Hochzeit*
        Guck dir mal die Kommentare unter den Youtube-Videos von C&Cs Hochzeit an. Whore ist da noch das netteste wort für Camilla. Dianas Fanclub ist halt noch sehr aktiv, es wäre geschmacklos gewesen (und unnötig) , die Märchenhochzeit von 81 zu wiederholen. Außerdem
        sind beide bereits geschieden gewesen.

  7. @ Christian

    *worunter man wohl verstehen kann, dass sie ihn hinreichend bewunderte*

    Und er erst.

    Wieviel Game hat man, wenn man sich wünscht, als Tampon in seiner Geliebten zu vege…, äh existieren?

    Wahrscheinlich hat jeder Regenwurm mehr Game.

    Und seine Ohren waren bei dem Versuch der Umsetzung des Traumes auch nicht gerade hilfreich, stelle ich mir vor.

    Der Mann ist wirklich vom Schicksal geschlagen.

    Mama liebt ihn nicht, er liebt sich nicht, sein Volk liebt ihn nicht, nur Camilla ist verzweifelt genug, ihn zu lieben.

    Mich stimmt das sehr traurig.

    Es sind doch immerhin zwei Menschenkinder, Gottes Kinder, die da leiden.

    Wenn auch auf einem gewissen Niveau, das gebe ich zu.

    *Es war ja keine tatsächliche Ehe zu dritt. Diana und Camilla waren eben nicht befreundet, sondern verfeindet und er hat es auch nicht hinbekommen, da klare Fronten abzustecken*

    Du hast aber hohe Ansprüche an eine „Ehe zu dritt“.

    Befreundet sollen sie auch noch miteinander sein.

    Mir genügte es ja, wenn Tippse darauf verzichten könnte, einer Rivalin die Augen auszukratzen, die Haare zu zerrupfen und bei Tisch mitteleuropäische Umgangsformen zu wahren, wenigstens im Restaurant.

    Von der Oper wage ich da gar nicht erst zu träumen.

    Es fällt doch gelegentlich unangenehm auf, wenn das Geplärre im Publikum sogar das auf der Bühne übertönt.

    Man traut sich ja nirgendwo hin mit seinen „Ehefrauen“.

    Wahrscheinlich fehlt mir hier einfach Game und ich bin nur deshalb streng monogam.

    Denke ich, wenn die Depression mich packt und Tippse mir die Fontanelle tätscheln muss.

    Was ich allerdings genieße.

    Vielleicht ist es bei Charles und Camilla gar nicht viel anders?

    Nur dass sie ihn eher an den Ohren zieht.

  8. PS:

    Es könnte sich natürlich auch um eine solche Beziehung handeln.

    Wer weiß das schon?

    Ist Camilla nicht auch Ehrenoberst von einem ganzen Regiment?

      • @Christian

        Das widerspricht dem ja nicht 🙂
        Ich denke dass Diana durchaus ihr Bild in der Öffentlichkeit im Griff hatte, zu dem berühmten Interview mit Martin Bashier hat sie sich ja auch selbst geschminkt, sehr blass mit dunklen Augen. Ein Schelm wer da Berechnung vermutet 😉

      • @Maren

        Ich denke auch, dass sie gut darin war mit Medien umzugehen. Dagegen hatte der etwas konservativere und steifere Charles keine Chance.
        Zumal sie eben das unschuldige Aussehen auf ihrer Seite hatte. Und Schönheit. Wir neigen dazu schönen Leuten eher glauben zu wollen.

  9. Pingback: Sachliches Diskutieren mit gemäßigten Maskulisten | Alles Evolution

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