Mentale Rotation, Orientierung und Einparken

Ein Geschlechtsunterschied, der häufig diskutiert wird, ist die Fähigkeit zur mentalen Rotation. Überall auf der Welt schneiden hier Männer im Schnitt besser ab als Frauen (die dafür bei Sprachen überall besser abschneiden):

Mental rotation and line angle judgment performance were assessed in more than 90,000 women and 111,000 men from 53 nations. In all nations, men’s mean performance exceeded women’s on these two visuospatial tasks.Gender equality (as assessed by United Nations indices) and economic development (as assessed by per capita income and life expectancy) were significantly associated, across nations, with larger sex differences, contrary to the predictions of social role theory. For both men and women, across nations, gender equality and economic development were significantly associated with better performance on the two visuospatial tasks. However, these associations were stronger for the mental rotation task than for the line angle judgment task, and they were stronger for men than for women. Results were discussed in terms of evolutionary, social role, and stereotype threat theories of sex differences.

Quelle: Sex differences in mental rotation and line angle judgments are positively associated with gender equality and economic development across 53 nations.

Also auch hier das bekannte Bild: Die Unterschiede sind überall vorhanden und werden bei einer höheren Gleichstellung der Geschlechter größer (vgl. auch „Mehr Freiheit = stärkere Geschlechterrollen„). Das ist so ziemlich das, was man bei einer biologischen Begründung erwarten würde, während man bei einer sozialen Begründung damit rechnen müsste, dass es Unterschiede gibt. Die Unterschiede treten deutlicher hervor, wenn die Leute sich frei entscheiden können was sie machen, weil sie dann das machen, indem sie ein gutes Gefühl bzw. Vertrauen in ihre Fähigkeiten haben.

Diese unterschiedlichen Fähigkeiten wirken sich auch im täglichen Leben aus, wie beispielsweise diese Studie zu mentaler Rotation und Navigation zeigt:

Sex differences in mental rotation skills are a robust finding in small-scale laboratory-based studies of spatial cognition. There is almost no evidence in the literature, however, relating these skills to performance on spatial tasks in large-scale, real-world activities such as navigating in a new city or in the woods. This study investigates the connections between mental rotation skills as measured by the Vandenburg-Kuse Mental Rotations test and the performance of college students (n=211) navigating a 6-km orienteering course. The results indicate that mental rotation skills are significantly correlated with wayfinding performance on an orienteering task. The findings also replicate sex differences in spatial ability as found in laboratory-scale studies. However, the findings complicate the discussion of mental rotation skills and sex because women often performed as well as men despite having lower mean test scores. This suggests that mental rotation ability may not be as necessary for some women’s wayfinding as it is for men’s navigation.

Quelle: Mental rotation and real-world wayfinding

Das Männer und Frauen auf verschiedene Arten Wege finden ist ja schon längeren ein Thema in der Forschung. Männer nutzen eher ihre Fähigkeit im räumlichen Denken, Frauen orientieren sich eher an bestimmten Gegebenheiten vor Ort. Meiner Meinung nach ist eine solche Einteilung nur schwer mit der Sozialisation zu erklären, denn dann müssten die Unterschiede zwischen den Geschlechtern weniger deutlich werden.

Schließlich noch eine Studie, die die Tätigkeiten und damit auch Erfahrungen untersuchen möchte:

Previous results suggested that female college students‘ scores on the Mental Rotations Test might be related to their prior experience with spatial tasks. For example, women who played video games scored better on the test than their non-game-playing peers, whereas playing video games was not related to men’s scores. The present study examined whether participation in different types of spatial activities would be related to women’s performance on the Mental Rotations Test. 31 men and 59 women enrolled at a small, private church-affiliated university and majoring in art or music as well as students who participated in intercollegiate athletics completed the Mental Rotations Test. Women’s scores on the Mental Rotations Test benefitted from experience with spatial activities; the more types of experience the women had, the better their scores. Thus women who were athletes, musicians, or artists scored better than those women who had no experience with these activities. The opposite results were found for the men. Efforts are currently underway to assess how length of experience and which types of experience are related to scores.

Quelle: Relationships between spatial activities and scores on the mental rotation test as a function of sex

Wiedermal habe ich nur den Abstract, aber mich verwundert, dass hier nicht die andere mögliche Schlußfolgerung überprüft wird: Die Frauen, die von vorneherein besser im räumlichen Denken waren, haben sich eher für bestimmte andere Tätigkeiten entschieden (und das räumliche Denken dort sicherlich noch ausgebaut). Bei Frauen wird eine gute Fähigkeit zur mentalen Rotation üblicherweise mit einem höheren Testosteronspiegel in Verbindung gebracht. Dieser wiederum wirkt sich auch auf die sportlichen Fähigkeiten der Frauen aus, da Testosteron ja den Muskelaufbau untersützt und allgemein ein Dopingmittel ist. Die umgekehrte Schlußfolgerung scheint mir daher viel wahrscheinlicher. Interessant wäre es also gewesen, auch die Digit Ratio der Frauen und den aktuellen Hormonspiegel zu messen, um etwas mehr Daten zu bekommen.

Und zu guter Letzt das Einparken:

The stereotype of women’s limited parking skills is deeply anchored in modern culture. Although laboratory tests prove men’s average superiority in visuospatial tasks and parking requires complex, spatial skills, underlying mechanisms remain unexplored. Here, we investigated performance of beginners (nine women, eight men) and more experienced drivers (21 women, 27 men) at different parking manoeuvres. Furthermore, subjects conducted the mental rotation test and self-assessed their parking skills. We show that men park more accurately and especially faster than women. Performance is related to mental rotation skills and self-assessment in beginners, but only to self-assessment in more experienced drivers. We assume that, due to differential feedback, self-assessment incrementally replaces the controlling influence of mental rotation, as parking is trained with increasing experience. Results suggest that sex differences in spatial cognition persist in real-life situations, but that socio-psychological factors modulate the biological causes of sex differences.

Quelle: Sex differences in parking are affected by biological and social factors.

Eine Tätigkeit, für die eine bestimmte Fähigkeit wichtig ist, wird leichter von jemanden erlernt, der in dieser Fähigkeit gut ist. Das würde an sich niemanden überraschen. Natürlich ist das Einparken eines Wagens, gerade des eigenen Wagens, auch eine Frage der Erfahrung und keine übermäßig schwere Aufgabe. Wem die Abmessungen des Wagens bewusst sind und Erfahrungen hat, wo die Grenzen des Autos sind, der braucht nicht immer neue Berechnungen anzustellen, sondern kann auf Erfahrungssätze zurückgreifen. Dennoch wird er weniger Begeisterung für diese Tätigkeit aufbringen und vielleicht auch weniger Interesse daran haben, die Erfahrungssätze zu erlernen und zu perfektionieren. Zudem wäre auch erklärbar, warum Frauen kleinere Autos bevorzugen, mit denen man eben auch leichter einparken kann.

19 Gedanken zu “Mentale Rotation, Orientierung und Einparken

  1. Das Abschneiden der Frauen beim Rotationstest ist auch abhängig von ihrer Zyklusphase, etwas was besagter Onur Güntürkün ausführlich untersucht hat (und damit einen weiteren Beleg für die Auswirkungen von Geschlechtshormonen auf psychische Eigenheiten liefernd).

    In der Follikelphase (2. Tage – Sexualhormonspiegel niedrig) schneiden Frauen fast so gut ab wie Männer, in der Lutealphase (22. Tag – hohe Sexualhormonspiegel im Blut), ist der Abstand deutlich größer.

    http://www.bio.psy.ruhr-uni-bochum.de/papers/Neurorubin_2003.pdf

    Je weiblicher, desto verwirrter.

    Kein Wunder, dass sie Männer suchen, die auf sie aufpassen können.

    Damit sie sich nicht verlaufen im hormonellen Drogenrausch.

    • @Roslin

      Die Unterschiede innerhalb des Zyklus finde ich auch sehr aussagekräftig für biologische Theorien.
      Es entkräftet meiner Meinung nach zumindest ein Teil des „es könnte auch die Erziehung oder die gesellschaftliche Prägung sein, wir können es nicht testen, weil man beides nicht ausblenden kann“-Arguments.
      Denn die Gesellschaft oder die Erziehung geben jedenfalls keine Schwankungen innerhalb des Zyklus vor, schon gar nicht im räumlichen Denken.

  2. Du hast vergessen, daß wir in einer binären Geschlechterordnung leben und daß die „Geschlechterrollen“ und „Rollenbilder“ die Geschlechter auch bei Gleichberechtigung dazu animieren, sich den Rollenerwartungen zu fügen.

    Es ist somit also plausibel erklärt, warum die Geschlechsunterschiede auch unter hohem Kulturniveau auftreten.

    Warum leugnest Du dies? Dies gehört zu einer seriösen Betrachtung dazu.
    Du kannst nicht einfach die vielen „Rollenbilder“ ignorieren, die uns täglich begegnen und an denen wir uns orientieren.

    Ich finde Deine Ausführungen eindeutig zweckgerichtet, ideologisch und interessengeleitet.

    Ich selbst habe diese „Rollenbilder“ eindeutig und objektiv nachgewiesen.
    Ihre Wirkung erkennt man schon daran, daß die Leute sich an diesen orientieren und irgendwie unterschiedlich sind.

    Willst Du Dich weiterhin dem gesellschaftlichen Fortschritt verschließen?

    Nimm Stellung! Elendiger!

  3. Tja, wieder einmal weicht die persönliche Erfahrung von wissenschaftlichen Untersuchungen ab.

    Ich bin eine Totalversagerin in der Disziplin „Einparken“, das kann meine Freundin (eine Bio-Frau) viel besser. Allerdings gibt es auch da einen Unterschied: Ich bin etwas besser auf der linken, sie auf der rechten Straßenseite (Längsparken).
    Endokrinologisch befundet liegen meine Sexualhormonwerte innerhalb normaler Parameter (entsprechen denen eines Mannes meines Alters).

    Was das beweist? Natürlich gar nix.

    Was macht es auch für einen Unterschied? Vergleicht man zwei Gruppen, dann wird immer die eine der anderen punktuell überlegen sein. Das gilt für das Geschlecht ebenso wie für die Hautfarbe („Rasse“). Der Punkt ist, dass es nicht absolut gilt. Es macht keine Seite auf Dauer überlegen.

    • @Tanja Werdenberg

      Als Mann Frau Transsexuelle hast du ja auch in vielen Punkten ein weibliches Gehirn, auch wenn der Testosteronspiegel jetzt auf einem männlichen Wert liegt.
      Das spricht dafür, dass zumindest der pränatale Testosteronspiegel nicht dem Wert eines männlichen Fötus in dem Alters entsprach.
      Insofern dürfte hier das Testosteron auf eine „weibliche Verdrahtung“ stoßen.

      Das nichts absolut gilt ist klar. Man kann aus den Thesen keine Rückschlüsse auf den einzelnen Menschen ziehen, denn sie gelten nur für den Schnitt der Geschlechter.
      Die Ausprägung bestimmter Fähigkeiten ist bei Mann und Frau verschieden, es handelt sich um zwei Normalverteilungen mit unterschiedlichen Mittelwert, deren Träger überlappen. Diese Überlappung kann dann natürlich dazu führen, dass ein Mann in typisch weiblichen Eigenschaften sehr gut ist und eine Frau in typisch männlichen

      • Na ja, ich bin keine Transsexuelle sondern „nur“ Transvestit, wenn wir diese Schachtel-Einteilung zur vereinfachten Orientierung einmal beibehalten wollen.

        Inwieweit jede Form von psychisch-emotionaler Transidentität einer speziellen physischen Ausformung oder „Verdrahtung“ des Gehirns entspricht, und welche Ursachen das hat, ist meines Wissens nicht abschließend geklärt. Die von dir angesprochene Theorie der pränatalen Hormoneinflüsse scheint aber immer stärker untermauert zu sein.

        Jedenfalls sind das alles variable Skalen, das sind wir uns wohl einig.

      • @Tanja

        „wieweit jede Form von psychisch-emotionaler Transidentität einer speziellen physischen Ausformung oder „Verdrahtung“ des Gehirns entspricht, und welche Ursachen das hat, ist meines Wissens nicht abschließend geklärt. Die von dir angesprochene Theorie der pränatalen Hormoneinflüsse scheint aber immer stärker untermauert zu sein.“

        Sie ist meiner Meinung nach die Theorie, die alle Zustände, also nicht nur Transsexualität am besten erklärt und auch mit den übrigen Funden wie der Digit Ratio in Einklang zu bringen ist.

  4. @ Tanja Werdenberg

    *Der Punkt ist, dass es nicht absolut gilt. Es macht keine Seite auf Dauer überlegen.*

    Kaum etwas gilt „absolut“ im Bereich der Psyche.

    Unterschiedliche Gruppendurchschnitte erlauben deshalb NIE die a-priori-Festlegung eines Individuums aufgrund der Gruppe, der es angehört, denn gerade dieses Individuum könnte ja vom Durchschnitt seiner Gruppe in die eine oder andere Richtung abweichen.

    Trotzdem sind unterschiedliche Gruppendurchschnitte real und haben auch reale Auswirkungen, indem sie nämlich für unterschiedliche Verteilungen sorgen.

    Wären alle Menschengruppen gleichartig, könnte ich guten Gewissens alle unterschieldlichen Verteilungen von Menschengruppen auf Diskriminierung zurückführen.

    Gleichartigkeitsideologen tun genau das: Jede Ungleichverteilung ist für sie prima facie ein Indiz für Diskriminierung.

    Darus leiten sie das Recht ab, korrigierend einzugreifen (durch positive oder negative „Gegendiskriminierung).

    Aber weil Menschengruppen messbar unterschiedlich sind, muss ich in jedem Einzelfall begründen, warum diese Ungleichverteilung Diskriminierungsfolge sein soll und sich nicht etwa aufgrund natürlicher Gruppenunterschiede einstellt, die z.B. für ein Mehr an mathematischer Begabung in dieser Gruppe und ein Mehr an sprachlicher Begabung in jener sorgt.

    Ich muss Gruppenunterschiede WAHRnehmen, um den Grad der Veränderbarkeit solcher Verteilungsunterschiede einschätzen zu können, den möglichen Erfolg gewählter, beabsichtigter Maßnahmen (um z.B. Geldverschwendung zu vermeiden), ja die Erlaubtheit der Veränderungswünsche selbst (natürliche Unterschiede mittels Sozialingenieurstechniken zu bestrafen bzw. zu belohnen ist ungerecht, Menschen müssen das Recht haben, sie frei zum Ausdruck bringen zu dürfen, natürlich nur insoweit sie nicht das Wohlergehen anderer Menschen damit beschädigen) einschätzen zu können.

  5. Man muss hier leider einen „Gegen-Studie“ der Ruhr-Universität Bochum erwähnen, in der nachgewiesen wurde, dass Frauen, die ein negativen Selbstbild (à la „ich bin eine Frau und kann eh nicht einparken“) haben, schlechter einparken als Frauen, die ein positives Bild ihrer Fähigkeiten diesbezüglich haben.

    Ach, und einen winzig kleinen Seitenhieb muss ich noch loswerden: Frauen schneiden bei Sprachen besser ab. Schade, dass du hier keine Studie in aller Ausführlichkeit darlegst. Wobei: In unserer heutigen Gesellschaft ist rückwärts einparken eh viel wichtiger als Sprachen. Wer braucht schon Sprachen? 😉
    (Jaaaa, rückwärts einparken ist nur ein Beispiel für die Fähigkeit von Männern, räumliche Gegebenheiten wahrzunehmen.) Trotzdem fände ich es super, wenn du mal so eine Sprachen-Studie mit über 1.000 Wörtern darlegst.

    • @ Julia

      *Man muss hier leider einen „Gegen-Studie“ der Ruhr-Universität Bochum erwähnen, in der nachgewiesen wurde, dass Frauen, die ein negativen Selbstbild (à la „ich bin eine Frau und kann eh nicht einparken“) haben, schlechter einparken als Frauen, die ein positives Bild ihrer Fähigkeiten diesbezüglich haben.*

      Wieso soll das eine „Gegenstudie“ sein?

      Die belegt doch nur, dass motivierte Menschen eine Aufgabe besser erledigen als demotivierte.

      Eigentlich eine Binsenwahrheit, aber schön, dass sie nun bewiesen ist.

    • @Julia

      1. Die „Gegenstudie der Uni Bochum“ ist die dritte Studie, die ich zitiert habe, siehe Link. Und dazu habe ich ja auch Stellung genommen
      Es liegt also nicht an den Vorurteilen sondern am Selbstvertrauen.

      Im übrigen ist es natürlich eine relative Aussage:
      Wenn die, die tatsächlich schlechter einparken können, dies nicht auf eigenes unvermögen, sondern auf ihr Geschlecht schieben, dann bedeutet es nicht, dass diese Vermutung kausal dafür ist. Vielleicht können sie einfach tatsächlich schlechter einparken.
      Und wenn diejenigen Frauen, die besser einparken können, das auf ihre eigenen Fähigkeiten zurückführen, vielleicht auch weil sie zurecht annehmen, dass sie besser einparken können als der Schnitt der Frauen bzw. wenn sie das „Vorurteil“ deswegen nicht akzeptieren, weil es auf sie nicht zutrifft, dann muss das auch nicht an dem Vorurteil liegen.

      Die These ist ja nicht „Alle Frauen können schlechter einparken als alle Männer“, sondern „Frauen können im Schnitt schlechter einparken als Männer, hiervon kann es ausnahmen geben, weil die Eigenschaften der Geschlechter nicht absolut sind, sondern Normalverteilungen um verschiedene Mittelwerte bilden, die sich überlappen“.

      2. ich habe einen Artikel zu den besseren Sprachfähigkeiten der Frauen
      Immerhin 1037 Wörter, also sogar 37 mehr als gefordert 😉

      Bei solchen Artikeln, die Vorteile von Frauen darstellen, ernte ich bezüglich des Unterschieds auch viel weniger Kritik. Anscheinend werden solche Unterschiede eher hingenommen, obwohl sie ja genauso gegen die Gleichheit von Mann und Frau verstoßen.

      Ob Sprachen oder räumliches Denken wichtiger ist, ist sicherlich situationsabhängig. Sprachen haben den Nachteil, dass es durch Internationalität viele zweisprachig aufgewachsene gibt, die beide Sprachen besser sprechen, als man sie erlernen kann.
      Ich habe übrigens noch eine weitere Liste mit verschiedenen Eigenschaften von Männern und Frauen. Da sind keineswegs immer die Männer besser.
      Und Empathiefähigkeiten sind ja auch keine zu unterschätzende Eigenschaft.
      ich denke nicht, dass eines der Geschlechter besser oder schlechter ist. Sie sind eben anders. Diese Unterschiede im Schnitt zu leugnen, weil man meint, dass die Talente ungerecht verteilt sind, bringt genauso wenig etwas wie Hunger zu leugnen, weil man findet, dass er auf der Welt ungerecht verteilt ist.

  6. Es haben ja auch schon viele Auslandskorrespondentinnen aufgrund ihrer sprachlichen Fähigkeiten neue Entdeckungen gemacht bzw. innovativ geistig planende Neuerungen umgesetzt. Und das Auto, dass Frau zum einparken braucht, hat sicher auch ein sprachentalentiertes Frauchen ersprochen. Es mag auch komisch anmuten, dass Frauen durchaus im Schnitt sprachlich begabter zu sein scheinen als der Schnitt der Männer – nach obenhin sind dann aber wieder eindeutig die Männer führend. Komisch eigentlich. Immer schön auf Opfer machen. Böses, böses Patriarchat aber auch, lässt die armen Frauchen nicht in den Krieg ziehen und an der Front umkommen.

    • @ Terminator

      * Es mag auch komisch anmuten, dass Frauen durchaus im Schnitt sprachlich begabter zu sein scheinen als der Schnitt der Männer – nach obenhin sind dann aber wieder eindeutig die Männer führend. Komisch eigentlich. *

      Nein, das ist nicht komisch, sondern könnte damit zusammenhängen, dass nach oben hin die Zahl der Männer, die in dieser Liga spielen, sehr viel größer ist als die der Frauen (auch im unteren Extrembereich ist das so, Natur ist, so gesehen, gerecht).

      Immerhin ist der Genieanteil der Frauen im Bereich der Literatur höher als in jedem anderen Bereich (verglichen mit Physik, Musik, Architektur, Chemie etc.)

      Geht man davon aus, dass hohe künstlerische Leistung mit hoher Intelligenz korreliert, dann kann man annehmen, dass auch hochbegabte Literaten nicht einfach nur literarisch hochbegabt sind, sondern auch einen sehr hohen IQ aufweisen.

      Ein Gedicht, einen Roman zu bauen, erfordert ein hohes Maß an Intelligenz, nicht einfach nur sprachflüssige Wortgewandtheit.

      Bei IQ über 155 findet man aber nun einmal 5,5 mal mehr Männer als Frauen, noch höher wird die Männerdominanz noch größer, was aber mangels Masse selbst bei riesigen Samples nicht mehr exakt quantifizierbar ist.

      In der Goethe-Puschkin-Achmatowa-Liga dürften sich also 6 mal mehr Männer als Frauen bewegen, so dass die Masse der Weltliteratur durchaus von Männern geschrieben sein kann, auch wenn die Masse der Frauen sprachbegabter ist als die Masse der Männer (im Schnitt).

      Wenn es um Spitzenliteratur geht, reden wir ja nicht vom Schnitt, sondern von Menschen, die 3 oder 4 Standardabweichungen über dem Schnitt rangieren.

      Dort, am rechten Ende, dürften Männer dominieren, auch wenn ihre Glockenkurve „Sprachbegabung“ gegenüber der der Frauen nach links verschoben ist, weil die größere Breite ihrer Glockenkurve das möglicherweise wettmacht (Männer finden sich häufiger in den Extrembereichen, Frauen streuen enger um den Mittelwert), kenne dazu aber keine Untersuchungen, spekuliere hier nur.

  7. Wär doch mal interessant wie Frauen abschneiden, die die Pille nehmen, denn bei denen sollte ja der Hormonspiegel keinen Einfluss auf Fähigkeiten haben, da er ja nicht schwankt.
    Übrigens meine Freundin parkt besser ein als ich und ist in Sprachen ne Niete

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