Humor und Attraktivität II

Eine interessante Studie zum Thema Humor und Attraktivität:

A good sense of humor is sexually attractive, perhaps because it reveals intelligence, creativity, and other ‘good genes’ or ‘good parent’ traits. If so, intelligence should predict humor production ability, which in turn should predict mating success. In this study, 400 university students (200 men and 200 women) completed measures of abstract reasoning (Raven’s Advanced Progressive Matrices), verbal intelligence (the vocabulary subtest of the Multidimensional Aptitude Battery), humor production ability (rated funniness of captions written for three cartoons), and mating success (from the Sexual Behaviors and Beliefs Questionnaire). Structural equation models showed that general and verbal intelligence both predict humor production ability, which in turn predicts mating success, such as lifetime number of sexual partners. Also, males showed higher average humor production ability. These results suggest that the human sense of humor evolved at least partly through sexual selection as an intelligence-indicator.

Research highlights

► Test if a humor is an intelligence indicator that translates into mating success.

► On average, males were funnier than women.

► Humor mediates the effect of intelligence on mating success for both sexes.

Quelle: Humor ability reveals intelligence, predicts mating success, and is higher in males

Die Studie wurde unter anderem von Geoffrey Miller durchgeführt und stützt seine These aus „The Mating Mind“, in der er die höhere Intelligenz des Menschen im wesentlichen auf sexuelle Selektion zurückführt. Danach ist unser Gehirn im wesentlichen eine Art Pfauenschwanz, dessen Komplexität ebenso wie dieser die Qualität der Gene zeigt. Als Argument verweist Miller unter anderem darauf, dass trotz größerem Gehirn lange Zeit kein wesentlicher technischer oder kultureller Fortschritt erfolge, dieser also nicht Motor der Gehirnentwicklung gewesen sein kann. Danach wäre unsere Vorliebe für komplizierte Sprache wie Gedichte oder Literatur, unsere Vorliebe für Humor, nahezu alles was wir an kulturellen Künsten entwickelt haben im Endeffekt auf der Stufe eines protzigen Sportwagens um die Frauen anzulocken, wenn auch etwas komplizierter.

Es würde auch erklären, warum Männer eher zu den Produzenten solcher Werke gehören als Frauen, denn bei den Männern lag der Selektionsdruck eher auf einem Schaffen, bei den Frauen eher auf einem bewerten.

vgl auch: Humor und Attraktivität I

7 Gedanken zu “Humor und Attraktivität II

  1. Unser überdimensioniertes Gehirn ist sicher ein Pfauenschwanz, in einem Selbstläuferprozess hochgezüchtet.

    Wir sind eigentlich viel zu intelligent, zieht man das Überlebensnotwendige als Grundlage heran.

    Ich mein‘, Schimpansen kommen ja auch ganz gut zurecht – schön, nur die gemeinen Schimpansen.
    Die Bonobos haben große Probleme.

    Aber die sind ja auch matriarchal.

    Wohl die übliche Pleite.

    Das sollte uns Warnung genug sein.

    • Ich weiß es nicht.

      Es ist jedenfalls das, was die Bonobos (u.a.) mit allen noch existenten menschlichen „Matriarchaten“ gemeinsam haben: Sie sterben aus.

  2. Pingback: Übersicht: Evolution, Evolutionäre Psychologie und Partnerwahl | Alles Evolution

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