Einfluss der Bildung auf die Partnerwahl

Wieder einmal eine Studie dazu, welchen Einfluss die Bildung auf die Attraktivität hat:

Data from an online dating platform are used to study the importance of education for initiating and replying to online contacts. We analyse how these patterns are influenced by educational homophily and opportunity structures. Social exchange theory and mate search theory are used to explain online mate selection behaviour. Our results show that educational homophily is the dominant mechanism in online mate choice. Similarity in education significantly increases the rate of both sending and replying to initial contacts. After controlling for the opportunity structure on the platform, the preference for similar educated others is the most important factor, particularly among women. Our results also support the exchange theoretical idea that homophily increases with educational level. If dissimilarity contacting patterns are found, women are highly reluctant to contact partners with lower educational qualifications. Men, in contrast, do not have any problems to contact lower-qualified women. Studies of educational homogamy generally show that couples where women have a higher level of education are rare. Our study demonstrates that this is mainly the result of women’s reluctance to contact lower qualified men.

Frauen wollen also einen Mann mit zumindest gleicher Ausbildung, Männern ist die Ausbildung hingegen nicht so wichtig (ich vermute man kann hinzufügen: wenn sie gut aussieht). Ich denke, dass eine gute Ausbildung hier für einen gewissen Status steht und eine potentielle Position in der Gesellschaft. Natürlich verrät eine gute Ausbildung auch etwas über die Intelligenz und damit etwas über die Qualität der Gene. Dass Frauen intelligente und ambitionierte Männer bevorzugen hatte sich auch bereits in anderen Studien gezeigt.

Pornos und Vergewaltigung

Eine Studie legt nahe, dass die weitere Verbreitung von Pornographie über das Internet die Anzahl der Vergewaltigungen reduziert hat:

The arrival of the internet caused a large decline in both the pecuniary and non-pecuniary costs of accessing pornography. Using state-level panel data from 1998-2003, I find that the arrival of the internet was associated with a reduction in rape incidence. While the internet is obviously used for many purposes other than pornography, it is notable that growth in internet usage had no apparent effect on other crimes. Moreover, when I disaggregate the rape data by offender age, I find that the effect of the internet on rape is concentrated among those for whom the internet-induced fall in the non-pecuniary price of pornography was the largest – men ages 15-19, who typically live with their parents. These results, which suggest that pornography and rape are substitutes, are in contrast with previous laboratory studies, most of which do not allow for potential substitutability between pornography and rape.

Quelle: Pornography, Rape, and the Internet

In dem Artikel heißt es weiter:

the results suggest that a 10 percentage point increase in internet access is associated with a decline in reported rape victimization of around 7.3%

Das spricht dafür, dass es bei Vergewaltigung nicht nur um Macht, sondern auch um Sex geht. Pornos scheinen also nicht die Theorie der Vergewaltigung zu sein, sondern eher der Ersatz für einige Leute, mit denen sie ihre Triebe besser in den Griff bekommen.

Unterricht mit Mädchen: Dauerstress für Jungen

Ein interessanter Bericht über Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen in der Schule:

Gerade zwischen der 3. und 8. Klasse leiden Jungen darunter, dass alles im Zwang zur Koedukation geschieht. Mädchen sind in dieser Zeit mental und körperlich weiter, tun sich im Unterricht oft leichter. Für manche Jungen kann das Dauerstress bedeuten. Eine Geschlechtertrennung im Unterricht wäre für die Jungen in dieser Zeit eine Entlastung. Vor allem im Sprachunterricht, wo Mädchen besonders häufig die bessere Leistung erbringen. Spätestens ab der 10. Klasse ist das kein Problem mehr.(…)

Da geht es also wieder um die unterschiedliche Entwicklung von Jungen und Mädchen und unterschiedliche Sprachfähigkeiten zwischen den Geschlechtern. Hier wird auf die 10 Klasse, also ein Alter von etwa 15 Jahren abgestellt.

Dann zu den hormonellen Unterschieden:

Jungen sind keine Testosteronbomben, aber das Hormon hat Auswirkungen. Es bewirkt, dass Jungen tendenziell mehr in Bewegung sein wollen. Außerdem ist Statusdenken für sie wichtiger als für Mädchen. Jungen treibt stärker die Frage um, welche Position sie im sozialen Gefüge haben. Bin ich drin oder draußen? Kann ich meine Stellung halten? Diese Statusfragen klären manche gerne auch auf körperlicher Ebene.

(…)

Solche Positionskämpfe sind in einem gewissen Rahmen ganz normal. Sie tragen bei manchen Jungen zur Beziehungsklärung bei, sind also eine Form der Kommunikation untereinander. Das Problem ist, dass Jungen, die diese körperliche Auseinandersetzung suchen, in der Schule von Lehrern und Mitschülern ausgegrenzt werden. Dabei sind solche Konflikte bis zum Ende der Grundschule völlig normal. Danach sollte sich das allerdings wieder ändern und die körperliche Energie eher auf dem Sportplatz ausgelebt werden.

Das wäre also zum einen die Betonung der Wichtigkeit von Bewegung um die körperliche Energie ausleben zu können und zum anderen das verschiedene Verhältnis zur Hierarchie und Status.

Der dann folgende Abschnitt ist dann eher psychologisch gehalten. Bei dieser Beziehung auf Mutter bzw. Vater in geschlechtlicher Abgrenzung bin ich persönlich noch etwas skeptisch, aber ich habe da auch noch nicht viel zu gelesen.

So verläuft beispielsweise psychologisch gesehen die Ablösung von der Mutter im Alter von drei bis fünf Jahren bei Jungen ambivalenter als bei Mädchen. Mädchen wenden sich dabei ihrem ersten gegengeschlechtlichen Liebesobjekt zu: Das ist der Vater. Jungen wollen sich ebenfalls von der Mutter abnabeln und wenden sich ihrem ersten gegengeschlechtlichen Liebesobjekt zu: Das ist aber wieder die Mutter. Das ist manchmal schwierig und erklärt auch, dass Jungen ihrer Mutter gegenüber manchmal sehr anschmiegsam sind und im nächsten Moment wieder garstig.

Schließlich geht es noch um die Unterschiede in der Emapthie:

Einfühlende Beziehungen stehen bei vielen Jungen nicht so im Vordergrund, sie haben manchmal ihre Schwierigkeiten damit, können sich nicht so gut in ihr Gegenüber hineinversetzen. Das betrifft auchLehrer und Mitschüler – und kann Konflikte geben.

Da einiges dafür spricht, dass Testosteron sich in diesem Bereich nachteilig auswirkt, wäre das nicht verwunderlich.

Es entsteht Leistungsdruck – besonders für Jungen. Mädchen können damit oft besser umgehen. Sie haben ein Lebensmodell mit mehreren Phasen. Wenn sie Kinder möchten und bekommen, können sie für einige Zeit aus dem Beruf aussteigen. Jungen haben nur eine Option: Ausbildung – Beruf – Arbeit. Deshalb erleben sie den Berufsdruck stärker.

Ich denke auch, dass Männer die „Aussetzen zugunsten der Familie“-Option als eher wenig für sich geeignet ansehen.

Schließlich werden noch Verhaltensweisen für die Lehrer vorgeschlagen:

Lehrer könnten mehr auf die Bedeutung von Statusthemen für Jungen eingehen. Viele Lehrer haben Schwierigkeiten, so rüberzukommen, dass sie von Jungen als Chef akzeptiert werden. Mädchen tun sich da leichter, weil sie sich eher in die Lehrer hineinversetzen. Wenn Statusfragen für Jungen wichtig sind, sollten Lehrerinnen oder Lehrer das einfach ernst nehmen. Es ist ja eine Form der Beziehung. Verständnis für das Bewegungsbedürfnis von kleineren Jungen kann ebenfalls weiterhelfen. In der Grundschule bieten sich zum Beispiel Energieübungen an. Es gibt gute Erfahrungen beim Zählen, das mit Stampfen unterstützt wird. Oder wenn es zu laut wird: Dann nehmen die Schüler ihr Namensschild zwischen zwei Finger und balancieren es leise um den Tisch. Auch so was hilft oft.

„Liebe Frauen, alles unser Fehler, wir werden uns bessern“

Roslin verlinkte auf dieses Video:

 

Der Text des „Dear Women Manifesto“:

Dear Woman:

• As a man, I feel sorrow that women and feminine energy have been suppressed for so many thousands of years on our planet.  Everywhere we look, women have been disenfranchised. Throughout history, we have raped and abused you, burned you at the stake, bought and sold your bodies for sexual pleasure,  barred you from religious and political office, relegated you to subservient chores, forced you to hide your faces and even cut off your organs of sexual pleasure.

Although I may not have done these things personally, I am aware of the forces in the masculine psyche that are responsible for dishonoring the feminine. I take responsibility for those forces and choose no longer to be run by them.  I do this on behalf of all men, in order to usher in a new era of co-creation.

I commit to treat your heart as the sacred temple it is, and I commit to celebrating the feminine in my intimate relationships as well as in myrelationship to all life.

• As a man, I acknowledge that the religions of the past several thousand years have been mainly founded by and propagated by men. As men, we have often acted as if we have the last word on God and the spiritual life, when all we have really known is the masculine expression of those things.  I honor your pathways of spiritual awakening.  I commit to the celebration of feminine spirituality.

• As a man, I honor your deep connection to the earth.  As men, our relationship to our planet, its resources, its weather, its oceans and its forests has for too long been motivated by acquisition and dominion.  I commit to listening to the intuitive sense you have of how to heal our planet and make it thrive.

• As a man, I honor your intuition and your ability to feel.  As men, we have often devalued feeling and intuition in favor of a view dominated by data and logic.  I commit to respecting the arts of feeling, intuition and wisdom of the feminine heart, so that together we can integrate them into a balanced view of life.

•As a man, I love the beauty of your body.  I feel sorrow that we men have used your beauty as a form of commerce: in prostitution, pornography and the sale of products through advertising.  I take a stand against any form of commercialization of woman’s beauty, and I respect that your body belongs to you.

•I honor your capacity for peaceful resolution of conflicts.  We men have waged endless wars over our disagreements; by contrast, it is rare to find an invasion or war instigated by a woman.  We welcome your wisdom in creatinga world that can get along.

•I honor your capacity to listen to your body and its needs for food, rest and playtime.  As men, our preoccupation with goals and results has often driven us into a burn-out mentality.  I know we have often drawn you into that as well.  I welcome your reminders to maintain balance in our bodies.

•I honor your sense of compassionate justice. In our justice system,, men have dominated as judges and police, built prisons, and set punishment as a higher value than restitution.  I welcome you to bring the return of the heartto our system of justice.

•I honor your capacity to enjoy and pay attention to what is here, right now.  As men, we often get overly-focused on reaching the next milestone. We place so much emphasis on progress — what is new and better and faster — that we often forget to enjoy what we already have. I know that together we can co-create in bringing forth the wisdom of sufficiency.

I know that in joining hands, and leaving the past behind we can create asynergy of our strengths.  I know, and I know that you know, that then there is nothing then we cannot do together.

Mir selbst ist es etwas zu einseitig. Einmal waren Frauen zwar vielleicht weniger aktiv an einigen Greueln der Menschheit beteiligt, aber sie waren durchaus nicht unschuldig an diesen und haben dadurch erworbene Reichtümer gerne genutzt und Männer, die ausbeuteten geliebt und verehrt.

Ein „Mutter Mythos Feminismus“ mit der tiefen Verbundenheit der Frau zu dieser Erde und der Frau als heilend, immer um Ausgleich bemühte, altuistische Kraft, die nur immer das Gute will und Leben schafft, aber durch die Männer daran gehindert wird – es ist aus meiner Sicht eine simple Verklärung der Frauen und eine Überbewertung der „weiblichen Energie“.

Ein solcher Ansatz wird auch selten in Frauenquoten-Diskussionen von feministischer Seite angebracht, wenn es darum geht, dass Frauen genauso gut in ihrem Job sind wie Männer. Es ist eher eine differenzfeministische Betrachtung.

Das man beide Seiten in sich in Einklang bringen muss, das ist die eine Seite, dem würde ich durchaus zustimmen, aber die Art scheint mir hier zu abwertend für die männliche Seite zu sein, deren Vorteile eher untergehen.

Warum nicht mal darauf verweisen, dass männlicher Forschungsdrang und Wenn man schon Verallgemeinerungen bezüglich der Geschlechter aufstellt, dann könnte man auch anführen, dass wir uns vielleicht häufig in der Arbeit verlieren, aber dadurch auch nahezu alle größeren technischen Entwicklungen hervorgebracht haben. Das die großen philosophischen Fragen ebenfalls eher von Männern gestellt wurden, und das die Anzahl der Männer, die ihre Frauen und Kinder versorgt und unterstützt haben, weitaus größer ist als die Zahl derjenigen die Kriege angefangen oder Frauen vergewaltigt hat. Wie wäre es damit auch die männliche Form der Sexualität anzuerkennen und sie nicht abzuwerten?

Weibliche intuitive Gerechtigkeit ist ein nettes Konzept, aber es kann genauso umschlagen in Parteilichkeit und Zickigkeit, man könnte auch eine männlichere, personenunabhängigere Form der Gerechtigkeit in den Raum stellen.

Interessant wäre, wie sie sich die Gegenerklärung der Frauen vorstellen. Wahrscheinlich ein großes „Wir vergeben euch und sind bereit mit euch neu anzufangen, wenn ihr auch wirklich lieb sein wollt“.

Gender Studies und Feminismus

Ein interessanter Podcast, in dem es um die Gender Studies und ihre Verbindung zum Feminismus geht. Die Einen sehen den Studiengang als Rekrutierungsstelle für Feministinnen und kritisieren, dass der Studiengang zu unwissenschaftlich ist, die Anderen finden das Gruppengefühl gerade gut.

Gender Studies und Feminismus

Meiner Meinung nach besteht diese enge Verbindung zwischen dem Studiengang und dem Feminismus und sie beeinträchtigt die Objektivität. Die Kritik geht also teilweise  in die gleiche Richtung, wie die von Christina Hoff Sommers

Christina Hoff Sommers

Christina Hoff Sommers ist für eine Gleichberechtigung der Frauen (natürlich) und sieht sich als Feministin, kritisiert aber gerade den akademischen Feminismus und dessen Auswüchse.

Einige Auswüchse, die sie darstellt:

one of my colleagues in feminist philosophy referred to her seminars as “ovulars.” She rejected the masculinist “seminar” because the root of that word is associated with, well, the very essence of male power. It is actually very funny when you think about it.  But this woman was not kidding. (Quelle)

These are women who believe in what they call the sex-gender system, that women are trapped in a sex-gender system, that gender roles are arbitrarily defined, and the purpose is to convince women that they are victims, that they are put upon by men in every aspect, that language has to be liberated, and textbooks and great works of art are all compromised by sexism. You have feminists — Susan McClary, for example — who teach students to identify rape themes in Beethoven symphonies. You know, when I see things like that I think it’s gotten so ridiculous that you can’t tell the difference between a parody and the real thing. There are feminists out there who are trying to get scientists to change the name of the Big Bang Theory because, they say, that is sexist and frightening to young women. Well, what kind of woman with a serious interest in astronomy would be put off by a graphic image of a cosmic event? (Quelle)

Was sie am Feminismus kritisiert ist insbesondere die dort verbreitete Opferhaltung:

If you have had a feminist speaker at your school, taken an introductory women’s studies class, or visited the website of one or more of our national women’s groups, you will not find the successes of equity feminism celebrated; you will not find expressions of happiness for the freedoms and opportunities American women now enjoy. The dominant philosophy of today’s women’s movement is not equity feminism–but “victim feminism.” “Victim” feminists don’t want to hear about the ways in which women have succeeded. They want to focus on and often invent new ways and perspectives in which women can be regarded as oppressed and subordinated to men.

Und zum dortigen Männerbild:

And here is the problem with the play and with the gender feminist philosophy that informs it: Most men are not brutes. They are not oppressors. Yes, there are some contemptible Neanderthals among us, and I have no sympathy for them whatsoever. But to confuse them with the ethical majority of men is blatantly sexist. Yet again and again, we find that contemporary feminists take the worst case example of pathological masculinity and treat it as the male norm.

Und zum Hass und wie er aufgebaut wird:

Maybe ten percent of 18-24 year old women are very angry people, intoxicated with hatred, believing that maleness is synonymous with violence. Now, this is not true, but they have been fed these statistics. The statistics that I debunk in the book — it’s not a mistake that appears in one book. They are repeated and reinforced from textbooks, popular texts, newspapers. Students would have no reason to doubt them. So they believe that one in four women are victims of rape or attempted rape, or that they are still earning 59 cents on the dollar, that they are dying by the scores of thousands of anorexia nervosa. Untrue, yet they believe it. So that is going to be a problem. You are going to have these angry young women out there who believe a lot of false things. It’s always dangerous to combine ignorance and moral fervor. So we are going to have some feminist fanatics to contend with, along with all the other fanatics that are in our society. (Quelle)

Zudem kritisiert sie den Umgang mit Fakten in diesem Bereich. Es seien Statistiken angegeben worden, die nie existieren, falsche Darstellungen von Fakten gemacht worden und diese insbesondere auch auf Hinweis auf diese Fehler nicht behoben worden.

Sommers writes in Who Stole Feminism that an often-mentioned March of Dimes study which says that „domestic violence is the leading cause of birth defects,“ does not, in fact, exist. She writes that violence against women does not peak during the Super Bowl, which she describes as another popular urban legend. Sommers also writes that these statements about domestic violence were used in shaping the Violence Against Women Act, which allocates $1.6 billion a year in federal funds for ending domestic violence. Sommers writes that feminists assert and the media report that approximately 150,000 women die each year from anorexia, an apparent distortion of the American Anorexia and Bulimia Association’s figure that 150,000 females have some degree of anorexia (Quelle)

Eine Darstellung vieler Fehler und Übertreibungen, die sie gefunden hat, finden sich auch hier.

Sie verweist darauf, dass nicht alle Unterschiede sofort Diskriminierung sein müssen und schließt sich insofern Auffassungen an, die auch biologische Unterschiede zwischen den Geschlechtern bejahen.

As an equity feminist, I accept the fact that men and women may well be different in their psychological and cognitive make-up. While environment and socialization do play a significant role, a growing body of research in neuroscience, endocrinology, and psychology over the past 30 years suggests there is a biological basis for many sex differences in aptitudes and preferences. What are these biologically based differences? Males, on average, have better spatial and mechanical skills, females better verbal skills. (…) (Quelle)

Ihr Ausblick für einen besseren Feminismus:

So yes, there is much that is valuable, responsible and even heroic in contemporary feminism. But if the movement as a whole is to remain relevant and effective in fighting sexist cruelty and injustice, it is going to have to change. It will have to tone down the rhetoric against men, be meticulous about truth and accuracy. Finally, and perhaps most importantly, it must become inclusive: moderate and conservative women have to be offered a place at the table.

Das klingt meine ich nach vernünftigen Forderungen

„Was soll ich denn noch anbieten?“

In der Mittagspause sitzen einen Tisch weiter zwei Frauen, Freundinnen der Unterhaltung nach. Die hauptsächlich erzählende ist eine schlanke Blondine, etwas über dreißig, im schicken Businesslook. Sie hat ein hübsches Gesicht, man kann sich vorstellen, dass sie im richtigen Moment niedlich und unbedarft bzw. hart und ernst ist. Das Geschäfts- oder das Partyleben haben zwar bereits die ersten Spuren hinterlassen, aber ihre strahlend blauen Augen lassen einen das gerne übersehen.Man könnte sie unproblematisch den Freunden oder den Eltern vorstellen.

Der Grund meiner Aufmerksamkeit war allerdings eher das Gespräch mit ihrer Freundin:

Freundin: „… also wie kam es nun zu dem Treffen“

Sie: „War gar nicht so leicht! Ich habe ihn angerufen, ob wir uns nicht mal wieder treffen wollten. Wir könnten ja eine DVD bei mir schauen. Und was sagt er da? *gelangweilter Ton* DVD? ist das alles?

Freundin: Wie? Ist das alles? Was wollte er denn noch?

Sie: „Habe ich mich auch gefragt. Ich habe gesagt, dass ich auch noch was zu essen kochen könne. Er daraufhin „Essen…. was würde es denn geben?“ Ich habe ihm dann [Auflistung ihrer Lieblingsrezepte] vorgeschlagen und er meinte dann beim Dritten, dass es ganz okay klingen würde, aber ob DVD und Essen das einzige wäre was wir machen würden“

Freundin: „Echt?“

Sie: „Ja, was hätte ich denn da noch sagen sollen? Das ich nackt koche? Dass ich ihm dann einen blase? Oder sollte ich ….[es folgten – hier war das Lokal ganz Ohr – einige weitere sexuelle Varianten, deren Anbietung ihn vielleicht interessieren könnte]

Freundin: Aber du hast ja dann gesagt, dass es alles noch gut gelaufen ist?

Sie: „Ja, es war schön! Wir haben morgens noch echt nett miteinander gefrühstückt…“

Schade, dass man den Typen dazu nicht gesehen hat. Er hat hier jedenfalls einen interessanten Frame aufgebaut, nach dem sie ihm etwas bieten muss, damit er Lust hat bei ihr zu sein, statt einfach zum DVD-Abend zu kommen und zu hoffen, dass es tatsächlich das übliche Codewort für Sex ist. Er hat sich damit aus der Rolle des Jägers in die Rolle des Gejagten begeben und gleichzeitig durch das stete Nachfordern seinen Status betont. Sie hatte das Gefühl, ihm etwas bieten zu müssen, was den Übergang zum Sex wesentlich einfacher macht. Ich nehme an, dass er wusste wie weit er bei ihr gehen kann oder er war tatsächlich nur an Sex mit ihr interessiert und ihm war alles andere egal.

Warum verdienen verheiratete Männer mehr als Singlemänner?

Eine Studie, die untersucht, warum verheiratete Männer mehr verdienen als Singlemänner, auch noch sehr passend, da die Situation in Deutschland untersucht wird:

This article investigates how marriage affects the wages of men in Germany. A variety of reasons have been proposed for why married men earn higher wages than single men; however, previous tests of the leading explanations have been inconclusive. Using data from the German Socio-Economic Panel, it is found that married men enjoy a wage premium even after controlling for self-selection into marriage. In contrast to the popular household specialization hypothesis, men do not substantially reduce their housework time following marriage; neither does the housework time significantly affect the wage rate. This finding contrasts the prevailing view that the wage differential between married and single men results from the division of labour within the household. However, men married to non-working partners receive a larger wage premium than men married to full-time working wives. It is further shown that married men feel less satisfied with their financial situation as compared to their single counterparts. These results indicate that a lower level of pay satisfaction induce married men to put more effort into their work, which leads to higher wages.

Quelle: Marriage and Earnings: Why Do Married Men Earn More than Single Men?

Die Studie kommt also zu dem Ergebnis, dass sich die Männer mehr anstrengen und daher auch mehr verdienen. Es könnten sich hier also die längere Arbeitszeit der Männer und die Überstunden auswirken.

Klar, die meisten Männer mit Frauen, die nicht arbeiten, werden kleine Kinder haben. Und damit ist das Familienhaus abzuzahlen, die Zukunft für die Kinder abzusichern, die Ausbildung anzusparen, der Familienurlaub muss finanziert werden etc.

Sexuelle Orientierung und Persönlichkeitsmerkmale

Eine Studie untersucht, welche Zusammenhänge sich zwischen der sexuellen Orientierung und den Persönlichkeitsmerkmalen feststellen lassen:

The relation between sexual orientation and personality was examined in a meta-analysis with a total sample of 2,724 heterosexual men, 799 gay men, 157 bisexual men, 5,053 heterosexual women, 697 lesbian women, and 317 bisexual women. Self-ascribed masculinity-femininity (Self-M-F) and gender-related interests showed the largest heterosexual-homosexual differences (respective ds = .60 and 1.28 for men, and -1.28 and -1.46 for women) and the largest sex differences (respective ds = 2.83 and 2.65). Instrumentality and expressiveness showed much smaller heterosexual-homosexual and sex differences. Big Five traits showed a number of small-to-moderate heterosexual-homosexual and sex differences. Bisexual men were much more like gay men than like heterosexual men in their Self-M-F and gender-related interests, whereas bisexual women were intermediate between lesbian and heterosexual women. Homosexual participants were more variable on some gender-related traits than same-sex heterosexuals were. The gender inversion hypothesis-that gay men’s traits tend to be somewhat feminized and that lesbians‘ traits tend to be somewhat masculinized-received considerable support. Results are discussed in terms of biological and psychosocial theories of gender and sexual orientation.

Quelle: Sexual orientation and personality

Das wären so ziemlich auch die zu erwartenden Ergebnisse, wenn man davon ausgeht, dass die sexuelle Orientierung im wesentlichen auf pränatales Testosteron zurückzuführen ist und das Gehirn in dieser Hinsicht bei Geburt festgelegt ist.  Das eine gewisse Weiblichkeit bei Männern Homosexualität wahrscheinlicher macht, haben auch andere Studien bereits ergeben.

Internetkontaktanzeigen und Sexual Strategies Theory

Eine Studie hat ausgewertet, inwieweit bestimmte, evolutionär vorteilhafte Charakteristika in Internetkontaktanzeigen hervorgehoben werden:

Sexual Strategies Theory supposes that certain characteristics–namely, physical attractiveness in women and dominance and the ability to provide material resources in men–are highly desirable to potential mates because they are evolutionarily advantageous. However, socially based characteristics (e.g., positive personality traits, common interests) are also desirable in potential mates. It was predicted that people who are weaker on evolutionarily advantageous traits (i.e., less attractive women, less wealthy men) would emphasize alternative, socially desirable traits to compensate for these perceived deficiencies. One hundred fifty-one Internet personal advertisements were analyzed for attractiveness, income, mention of physical attributes, and mention of other positive personal characteristics. Results were generally consistent with predictions. In males, both wealth and attractiveness were related to decreased emphasis on other positive personal characteristics, while in women, emphasis on physical attributes (but not objectively rated physical attractiveness) was negatively related to emphasis on other positive personal characteristics.

Quelle: Sexual strategies theory and Internet personal advertisements

„Emphasis on physical attributes“ ist eine schöne Umschreibung dafür, dass Frauen ihre Körper gezeigt haben. Ein nicht geringer Teil werden dabei meiner Vermutung schlicht die Brüste gewesen sein. Was ja auch Sinn macht, wenn man bedenkt, dass sie aller Wahrscheinlichkeit nach genau dazu in dieser Form bestehen, also im Wege der sexuellen Selektion ein Attraktivitätsmerkmal zur Bewertung von Symmetrie, Fruchtbarkeit und Jugend darstellen.

Bei den Männern steht insoweit Reichtum für Status und Ressourcen und Attraktivität für gute Gene.

Zumindest in der Vorstellung der Geschlechter, was die andere Seite interessant findet, zeigt sich insoweit wenig überraschendes.