Mein Vater, der alte Peacocker

Meine Eltern hatten über Ostern 45jährigen Kennenlerntag und gaben noch mal die Geschichte zum Besten.

Mein Vater war nach seinem Studium aus der großen Stadt in eine ländlichere Stadt gezogen, da er dort eine Stelle gefunden hatte. Einmal im Monat war dort ein Tanz angesagt, zu dem es alle Singles hinzog. Man machte sich schick, was damals als Mann einen Anzug erforderte, zu dem mein Vater, für die ländliche Gegend ungewöhnlich eine Fliege trug. Zwar keine übergroße Fellmütze, aber immerhin.

Man traf auf eine weibliche Dreiergruppe, zu der auch meine Mutter gehörte. Eine der Freundinnen war wohl sehr angetan von meinem Vater und versuchte die ganze Zeit bei ihm zu landen. Er war aber nicht interessiert. Immerhin aber ein klassisches „Preapproved by other women„, was dazu beigetragen haben mag, dass meine Mutter ihn dann wieder attraktiver fand, für die er sich interessierte.

Es verläuft eben alles nach den gleichen Mustern, ob man sie nun Pickup nennt oder nicht.

19 Gedanken zu “Mein Vater, der alte Peacocker

  1. Eben nicht. Subjektive Erfahrungen sind keine allgemeingültigen Tatsachen. Aber das scheinst du ums verrecken einfach nicht verstehen zu wollen.

    Geschenkt…

    • @ Onyx

      Wenn viele einzelne ähnliche Erfahrungen machen, dann enthüllen sie verallgemeinerungsfähige Muster.

      Das scheinst Du nur dann zu kapieren, wenn die einzelnen Frauen sind.

    • @ Onyx:

      „Eben nicht. Subjektive Erfahrungen sind keine allgemeingültigen Tatsachen. Aber das scheinst du ums verrecken einfach nicht verstehen zu wollen.“

      Dieser Vorwurf ist doch nicht Dein Ernst? Das genaue Gegenteil ist der Fall: Mindestens jedes zweite Posting in diesem Blog hier befasst sich mit wissenschaftlichen Studien, zu diesem speziellen Thema zuletzt hier vor nur einer Woche. Selektive Wahrnehmung at its best…

    • @Onyx
      „Subjektive Erfahrungen sind keine allgemeingültigen Tatsachen.“

      Sie passen sich hier gut in ein Schema und die verlinkte Studie ein. Abgesehen davon beanspruche ich auch keine Allgemeingültigkeit. Natürlich gibt es Ausnahmen.
      Hier war ich einfach erstaunt, die Elemente bei meinen Eltern wiederzufinden.

      „Aber das scheinst du ums verrecken einfach nicht verstehen zu wollen.“

      Nach deiner Meinung gibt es also keinerlei Grundsätze? Was ist mit so etwas wie „Frauen stehen auf große Männer“ oder „Menschen bevorzugen Symmetrie“?

      • Ach Roslin, alter Kindskopf. Wer sind denn „viele Einzelne“? Du und irgendein ominöser Bekanntenkreis, die dir das natürlich alle bestätigen? Das soll ich ernstnehmen?

        @ Christian
        „Sie passen sich hier gut in ein Schema “

        Natürlich, sie passen in DEIN Schema. Was anderes lässt du ja gar nicht zu bzw ignorierst es als „Ausnahme“.

        Mal ein kleines Beispiel als Demonstration. Der aktuelle DSDS Sieger Pietro, ein kleiner lustiger Clown mit einem guten Herz hat nicht nur die Show, sondern nebenbei auch noch das Herz der Zweitplatzierten Sarah gewonnen (wie weit das jetzt ernstzunehmen oder PR ist, lasse ich mal dahingestellt). Ich wette und unterstelle dir, dass du ein Thema draus gemacht hättest, wie ja all deine Theorien wieder ach so toll zusammenpassen, wenn nicht er, sondern Macho Adrian das Rennen gemacht hätte. Weil das wieder in DEIN Schema gepasst hätte. So aber passt es eben nicht und du beachtest es nicht.
        Du beachtest und betonst nur die Dinge, die in dein Weltbild passen, damit es so aussieht, als würde das die Mehrheit darstellen. Alles was nicht dazugehört, ist bestenfalls eine „Ausnahme vom Schnitt“. Denk mal darüber nach.

      • @ Onyx

        Ach Onyx, als ob es darauf ankäme, ob Du das ernst nimmst oder nicht.

        Die Welt dreht sich nicht um Dich und nicht um mich.

        Sie geht über uns hinweg.

      • @ Nick

        *..eine hervorragende Darstellung feministischer Standpunktempirie.*

        Ich frage mich ja mittlerweile allen Ernstes, ob der Anteil derer, die einfach nicht begreifen, wie statistische Aussagen über Gruppen zu bewerten sind, wie statistisches „Denken“ funktiioniert, unter Frauen sehr viel höher ist als unter Männern.

        In buchstäblich JEDER Diskussion mit Frauen erlebe ich, dass statistische Aussagen durch Einzelfallbeispiele oder Anekdoten „widerlegt“ werden.

        Onur Güntürkün berichtete einmal (er referiert des öfteren über kognitive Geschlechtsunterschiede vor Frauenbeauftragtenversammlungen, also den Politkommissarinnen des Staatsfeminismus), dass er immer wieder zu hören bekommt: ABER DAS IST DOCH BLOSS STATISTIK.

        Zum Haare raufen.

      • @onyx

        @onyx

        Es ist ja nicht nur mein Schema. ich und andere haben ja bereits darauf hingewiesen, dass es dazu Studien gibt.
        Es gibt daneben noch ein schlüssiges Konzept zur Entstehung aus der Evolution des Menschen, dass die verschiedenen Ressourceneinsätze der Geschlechter berücksichtigt und dessen Vorhersagen bisher durch die Studien bestätigt wurden.

        Aber nun zu DSDS:
        Ich habe es nicht geschaut, insofern werde ich an einigen Stellen auf Vermutungen angewiesen sein.
        Aber schauen wir mal wie weit wir kommen:

        1. Pietro gewinnt die Show
        Damit das gegen meine Theorien zur Partnerwahl verstößt müßte man hier zunächst erst einmal eine Partnerwahl haben. Du müsstest also darauf abstellen, dass Pietro gewonnen hat, weil
        a) mehr Frauen als Männer angerufen haben
        b) diese Frauen ihn für begehrenswert entweder für eine Beziehung oder für Sex halten und ihn deswegen zum Superstar gewählt haben.

        Das mit den Frauen kann ich mir gut vorstellen, auch wenn es interessant wäre hier eine Aufschlüsselung zu sehen, wer für wen angerufen hat und welches Geschlecht letztendlich den Sieger bestimmt hat.
        Das der begehrenswerteste Sänger gewinnt allerdings muss keineswegs der Fall sein.
        In Norwegen beispielsweise hat ein kleiner dicker Sänger mit Zahnlücke gewonnen, weil er sehr gut singen kann und dabei sympathisch war. Sprich: Die Kriterien, nach denen ein „Superstar“ gewählt werden sind andere als die nach denen Partner gewählt werden.

        2. Pietro gewinnt das Herz der Zweitplazierten.

        Erstens ist Pietro nach einigem Googlen durchaus ein kleiner Player. Mit der schiefen Kappe, recht lässig, und auch kein so schlechter Körper.

        Zweitens war er schon immer der Publikumsliebling (Status) und auch noch Bohlens Liebling (Status über das Lob eines anderen Alphamannes) was also ist daran eigentlich nicht stimmig?
        Eher bestärkt es meine Statustheorie.

      • @Roslin

        Güntürküns Buch Gehirn und Geschlecht finde ich gut gemacht. Das da die Frauenbeautragten nicht einverstanden sind kann ich mir vorstellen, obwohl er ja noch recht zurückhaltend ist.
        Du hast nicht zufällig einen Link, wo er was in die Richtung sagt?

      • @Roslin:

        „Ich frage mich ja mittlerweile allen Ernstes, ob der Anteil derer, die einfach nicht begreifen, wie statistische Aussagen über Gruppen zu bewerten sind, wie statistisches „Denken“ funktiioniert, unter Frauen sehr viel höher ist als unter Männern.“

        Dabei wäre natürlich zu untersuchen, ob der Datensatz überhaupt repräsentativ ist.

        „In buchstäblich JEDER Diskussion mit Frauen erlebe ich, dass statistische Aussagen durch Einzelfallbeispiele oder Anekdoten „widerlegt“ werden.“

        In der Tat, eine faszinierende Argumentationsweise.

        Was mir am vorliegenden Datensatz noch auffällt: Eine bemerkenswerte Insuffizienz darin, Prinzipien allgemeingültig anzuwenden. Kenntnisse zur korrekten Anwendung von Statistik scheinen ja durchaus vorhanden zu sein, wie eine exemplarische Probandin hier zeigt. Nur scheint eine Art „Benachteiligungsbotenstoff“ dieses kognitive Potential immer dann komplett auszuschalten, wenn es um die Herstellung von feministischer Identität geht. Dieses Phänomen ist allerdings auch bei männlichen Probanden mit profeministischer Identität stark ausgeprägt beobachtbar, allerdings dann nicht auf das eigene Geshlecht bezogen.

        Dieser Botenstoff scheint eine sehr tiefgreifende Wirkung zu haben. So fallen auch gut gebildete Exemplare oft, anhand von Einzelbeispielen, auf das Niveau eines voraufklärerischen Lynchmobs zurück – beispielsweise wenn es um elementare Menschenrechte wie „Fair Trail“ oder das Recht eines Kindes auf beide Eltern geht.

      • „Erstens ist Pietro nach einigem Googlen durchaus ein kleiner Player. Mit der schiefen Kappe, recht lässig, und auch kein so schlechter Körper.“

        Im Vergleich zu Macho Adrian ist er eher ein kleiner süßer Junge, der das Herz am rechten Fleck hat und sich nicht davor scheut, Gefühle zu zeigen und zu seinen Schwächen zu stehen.

        „Zweitens war er schon immer der Publikumsliebling (Status) und auch noch Bohlens Liebling (Status über das Lob eines anderen Alphamannes) was also ist daran eigentlich nicht stimmig?“

        Die Tatsache, dass seine Herzensdame als Zweitplatzierte ja auch einen gewissen Status gewonnen hat. Außerdem war zu vernehmen, dass die beiden schon sehr viel früher ein heimliches Paar waren, lange bevor von „Status“ und „Publikumsliebling“ die Rede sein konnte.

      • @Onyx

        „Im Vergleich zu Macho Adrian ist er eher ein kleiner süßer Junge, der das Herz am rechten Fleck hat und sich nicht davor scheut, Gefühle zu zeigen und zu seinen Schwächen zu stehen.“

        Gefühle zeigen ist ja auch nichts schlechtes, wenn man es ansonsten mit männlichen Verhalten kombiniert. Lies vielleicht noch mal die Einführung in Pickup, die ich geschrieben habe. Attraktivitätsmerkmale sind auch „willing to emote“ und „protector of loved ones“, beides kann natürlich dazu dienen Gefühle darzustellen.
        Er scheint mir aber abgesehen davon auch nicht unmännlich rüberzukommen. Als Antibeispiel taugt er insofern wenig. Zumal es auch noch einen Unterschied im Verhalten geben kann zwischen der Kamera, die er ja auch nicht gewohnt ist, und seinem Umgang mit einer Frau. Er sieht sportlich aus, ist schick gekleidet, ich finde es jetzt nicht so verwunderlich. Zumal wir ja auch gar nicht wissen, ob es eine „Wettkampfsituation“ gab. Vielleicht war er einfach derjenige, der auf sie reagiert hat, während die anderen sich eher auf DSDS konzentriert haben.

        „Die Tatsache, dass seine Herzensdame als Zweitplatzierte ja auch einen gewissen Status gewonnen hat.“

        Wie die Statistiken zeigen ist Status für Männer wesentlich unwichtiger als für Frauen. Status macht Männer attraktiv, aber nicht Frauen. Sie mussten ja auch keine Versorger und Beschützer sein.
        Was genau soll also ihr Status verändern?

      • @Christian:

        „der das Herz am rechten Fleck hat und sich nicht davor scheut, Gefühle zu zeigen und zu seinen Schwächen zu stehen

        Das ist nicht, und war wohl auch noch nie unmännlich.

        Es wird die feminismusinduzierte „Transformation“ des feministischen Bildes von Männlichkeit abgefeiert, die vermeintlich „weibliche Seite“. vgl. Ölplattform.

      • @ Christian
        „Gefühle zeigen ist ja auch nichts schlechtes, wenn man es ansonsten mit männlichen Verhalten kombiniert.“

        Ich habe nie behauptet, dass Gefühle zu zeigen etwas unmännliches wäre, wie es von anderen fälschlicherweise behauptet wird. Im Gegenteil. Ich denke sogar, dass ein Typ wie Pietro mehr Mann ist als ein Typ wie Adrian, der seine Bestätigung eher in wechselnden Liebschaften sucht (worüber sich Sarah übrigens negativ geäußert hat).

        „Lies vielleicht noch mal die Einführung in Pickup“

        Nein danke, ich habe genug darüber gelesen um meine Meinung dazu zu haben. Das ganze herablassende „behandle Frauen scheiße und arrogant und sie liegen dir zu Füßen“- Gerede stößt mich ab und interessiert mich deshalb nicht.

        „Wie die Statistiken zeigen ist Status für Männer wesentlich unwichtiger als für Frauen.“

        Ich wiederhole mich: Außerdem war zu vernehmen, dass die beiden schon sehr viel früher ein heimliches Paar waren, lange bevor von „Status“ und „Publikumsliebling“ die Rede sein konnte.

  2. „Im Vergleich zu Macho Adrian ist er eher ein kleiner süßer Junge, der das Herz am rechten Fleck hat und sich nicht davor scheut, Gefühle zu zeigen und zu seinen Schwächen zu stehen.“

    Das widerspricht vielleicht dem feministischen Bild von „hegemonialer Männlichkeit“, aber nicht dem PU-Paradigma. (bis auf vielleicht den „kleinen süßen Jungen“ Wobei der „kleine süße Junge“ auch nicht unbedingt ein absoluter Attraktivitätskiller sein muss)

    PU interssiert das feministische Bild von „hegemonialer Männlichkeit“ nicht, es ist nicht die allenthalben behauptete Antithese.

    Es geht durchaus auch darum, vom feminismus als „weiblich“ kategorisierte „Eigenschaften“ hervorzuheben.

  3. ..und der „kleine süße Junge“ ist er ja auch nur „im Vergleich zu Macho Adrian“.

    Vielleicht war es auch so, dass sie gar keine Option auf „Macho Adrian“ hatte.

  4. Pingback: Kritikrunde I: Nieder mit Biologismus und Pickup?! « Alles Evolution

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