Männliche Attraktivität und „Preapproved by other women“

Eine Theorie zur Bewertung der Attraktivität von Männern durch Frauen ist, dass sie dabei nicht nur die rein körperliche Attraktivität einfließen lassen, sondern eben auch die weiteren Punkte, die unter steinzeitlichen Bedingungen eine Partnerwahl als gut erscheinen lassen. Dabei ist insbesondere beim Treffen auf eine neue Gruppe, aber auch in der eigenen Gruppe, die Reaktion der Frauen auf den Mann eine wichtige Informationsquelle. Denn wenn viele Frauen den Mann bereits als gut bewertet haben und ihn erobern wollen, dann spricht vieles dafür, dass er Qualitäten hat, die diese Aufmerksamkeit der Frauen rechtfertigen. Im Pickup nennt sich dies „Preapproved by other women“.

Hier eine interessante Studie dazu:

First, investigators took pictures of men who were rated equally attractive by a group of women. Then, they presented pairs of pictures of two equally attractive men to another group of women, but between each pair of pictures, they inserted a picture of a woman who was “looking” at one of the men. This woman was smiling or had a neutral facial expression. The female subjects were much more likely to judge a man to be more attractive than his competitor if the woman interposed between the photos was smiling at him than if she was not.

In another study, a group of women again rated photographs of men for attractiveness. The photos were accompanied by short descriptions, and when the men were described as “married,” women’s ratings of them went up. In still another study, men in photographs with attractive female “girlfriends” were judged to be more attractive when the “girlfriend” was in the photo than when she was not. Having a plain “girlfriend,” however, did not enhance a man’s appeal as much. Astoundingly, women’s preferences for men who are already attached may vary according to where the women are in their menstrual cycles. When they are in the fertile phase of the cycle, they have a relative preference for men who are already attached to other women

This makes perfect sense from an evolutionary perspective. Copying the preferences of other women may be an efficient strategy for deciding who is a desirable man when there is a cost (in terms of time or energy) in making this assessment or when it is otherwise hard to decide. While a woman can, with a glance, assess for herself various attributes of a man that might be associated with his genetic fitness (his appearance, his height, his dancing ability), other traits related to his suitability as a reproductive partner (his parenting ability, his likelihood of being sweet to his kids) can require more time and effort to evaluate. In those cases, the assessment of another woman can be very helpful.

Perhaps not surprisingly, men react differently to social information. While they clearly have shared norms about what is attractive in a woman, contextual cues in men can actually operate in the opposite way. College-age women were more likely to rate a man as attractive if shown a photograph of him surrounded by four women than if shown a photograph of him alone. But college-age men were less likely to rate a woman as attractive if she was shown surrounded by four men than if she was shown alone.

Der Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus macht deutlich, dass diese Präferenzen eine biologische Grundlage haben. Frauen bewerten vergebene Männern oder Männer, die die positive Aufmerksamkeit anderer Frauen haben als attraktiver.

Der gleiche Effekt besteht bei Männern nicht. Ihnen bringt das Kriterium auch wesentlich weniger. Denn aufgrund des geringen „Preises“ für Sex aufgrund der Schwangerschaft und der nachfolgenden Versorgung des Kindes ist die Aufmerksamkeit der Frauen für einen bestimmten Mann wesentlich aussagekräftiger. Die Aufmerksamkeit für die Frau kann beispielsweise auch damit zusammenhängen, dass sie sexuell liberaler ist und daher begehrter, was sich aber für eine positive Selektion als Merkmal nicht anbietet. Zudem spielen in die männliche Wahl weniger soziale Beweggründe eine Rolle, wie etwas der Status in der Gruppe oder die Versorgereigenschaft, so dass auch soziale Hinweise weniger im Vordergrund stehen, sondern eher Hinweise, die auch über den Körper aufgenommen werden können.

6 Gedanken zu “Männliche Attraktivität und „Preapproved by other women“

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  2. Ich bin einmal mit meiner Cousine und meiner Schwester aus gewesen. Mir ist eine richtig klasse AlphaFrau aufgefallen, wobei ich eher der BetaTyp bin. Gar nicht dumm, habe ich meinen Begleiterinnen aufgetragen, als die Dame aufs Wc ist, ebenfalls dorthin zu gehen und indirekt über mich zu schwärmen. Komisch aber wahr, als ich mich später genähert habe, war ich der einzige von geschätzten 5-7 Männern, die sich ihr an dem Abend meines Wissens genähert haben, den sie nicht abwies. Und die Nacht war durchaus ergiebig 😉

    Also ich glaube, das stimmt.

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