Gender Studies und Feminismus

Ein interessanter Podcast, in dem es um die Gender Studies und ihre Verbindung zum Feminismus geht. Die Einen sehen den Studiengang als Rekrutierungsstelle für Feministinnen und kritisieren, dass der Studiengang zu unwissenschaftlich ist, die Anderen finden das Gruppengefühl gerade gut.

Gender Studies und Feminismus

Meiner Meinung nach besteht diese enge Verbindung zwischen dem Studiengang und dem Feminismus und sie beeinträchtigt die Objektivität. Die Kritik geht also teilweise  in die gleiche Richtung, wie die von Christina Hoff Sommers

8 Gedanken zu “Gender Studies und Feminismus

  1. @ Christian

    Ich denke, Gender Studies rekrutieren nicht einfach nur die künftigen misandrischen Geschlechterkriegerinnen, sie liefern auch die Munition, die diese Geschlechterkriegerinnen später an der Front verfeuern.

    Zitat Hoff Sommers:

    *Over the years, the feminist fictions have made their way into public policy. They travel from the women’s-studies textbooks to women’s advocacy groups and then into news stories. Soon after, they are cited by concerned political leaders.*

    Das ist das Problem mit dieser „Wissenschaft“.

    Ihre „Evidenz“ bestimmt die Geschlechterpolitik, die fortschreitende Diskriminierung von Jungen und Männern, deren Probleme, Diskriminierungen konsequent ausgeblendet werden.

    • @Roslin

      Das sehe ich ähnlich. Die Verbindung ist denke ich ähnlich wie bei einem Theologiestudium. Die Kirche gibt den Lehrplan vor und schult das richtige Denken. Wer es nicht hat, der kann es nicht weit bringen.
      Interessieren würde mich aber, wie durchzogen die Gender Studies sind, ob es Unterschiede zwischen den USA und Europa gibt etc.

      • Christian, also mit Religion kennst du dich nicht aus. Theos-logos; ein Studium zur Einordnung des „Wortes“ Gottes, zur Bibelexegese etc. ist per definitionem nicht zu vergleichen mit einem „Geschlechter-Studien-Lehrgang“.

        Es ist gerade umgekehrt. Theologie beinhält das, was der Wortlaut hergibt. Ein Studium über Gottes Wort, niedergeschrieben in der Bibel. Nicht zu verwechseln mit Religionswissenschaften.

        GenderStudies beinhalten meiner Erfahrung nach eben in der Regel nicht eine wissenschaftliche, rein deskriptive, überprüfbare Geschlechtsanalyse, wie insinuiert wird.

        Würde die Kirche einen Studiengang mit Theowissenschaften anbieten, dann würde ich mit dir konform gehen und den Vergleich annehmen. So ist er in meinen Augen schief.

      • „Christian, also mit Religion kennst du dich nicht aus. Theos-logos; ein Studium zur Einordnung des „Wortes“ Gottes, zur Bibelexegese etc. ist per definitionem nicht zu vergleichen mit einem „Geschlechter-Studien-Lehrgang“.“

        Ich finde es insofern vergleichbar als das Theologiestudium eben auch eine ideologische Wissenschaft ist.
        Wenn du erklärst, dass es keinen Gott gibt und alle Geschichten in der Bibel Zeugnisse eines mangelnden Verständnisses der Naturgesetze oder aber Legendenbildung sind, dann wirst du nicht weit kommen und voraussichtlich auch keinen Abschluss machen.
        Ich vermute einen ähnlichen Ausgang, wenn man in den Gender Studies die dortigen Glaubensrichtungen ablehnt, also privilegierungen des Mannes, Patriarchat oder zumindest Phallozentrismus etc

        „Es ist gerade umgekehrt. Theologie beinhält das, was der Wortlaut hergibt. Ein Studium über Gottes Wort, niedergeschrieben in der Bibel. Nicht zu verwechseln mit Religionswissenschaften.“

        Die Gender Studies haben ja auch ihren genehmen Kanon. Die Dekonstruisten eben, und die Naturwissenschaftskritischen.

        „Würde die Kirche einen Studiengang mit Theowissenschaften anbieten, dann würde ich mit dir konform gehen und den Vergleich annehmen. So ist er in meinen Augen schief.“

        Das Theologiestudium ist in Deutschland ja konfessionell gebunden. Theologische Lehrstühle werden in Einvernehmen mit den Kirchen vergeben und es ist eine Lehrerlaubnis erforderlich. Kritiker können dann wie zB Gerd Lüdemann abgeschoben werden zur „Geschichte und Literatur des frühen Christentums“. Seinen Auffassungen zu folgen hat mit großer Sicherheit das durchfallen in der Prüfung zur Folge

  2. @ schiefervergleich

    Obwohl (zweifelnder, angefochtener) Katholik, also kein Atheist wie Christian, stimme ich ihm zu.

    Man kann Theologie nicht betreiben, ohne an Gott zu glauben.

    Man kann Gender Studies nicht betreiben, ohne an die Dogmen und Prämissen der GenderReligion zu glauben.

    Dort wird eine säkulare Religion, gelehrt, eine politische Ideologie, ein Glaube, der sich die Realität zusammenkonstruiert, die ihn bestätigt und das dann Wissenschaft nennt.

  3. „“Obwohl (zweifelnder, angefochtener) Katholik, also kein Atheist wie Christian, stimme ich ihm zu.““

    @Meister Roslin
    Ja, ein lauwarmer Flachlandkatholik, das hatten wir schon durch 🙂

    Der Theologe allerdings behauptet von sich nicht, er sei unvoreingenommen, sondern er bekennt sich durch Glaubensbekenntnisse zu seiner „Voreingenommenheit“. Etwas anders gestaltet sich die Sache mit den „postmodernen Pfaffen“, den Religionswissenschaftlern. Die müssen gar nichts glauben.

    • @ P. Bosshard

      *Ja, ein lauwarmer Flachlandkatholik, das hatten wir schon durch *

      Keineswegs, Meister Bosshard.

      Sie wissen ja nicht, WAS mich anficht.

      Nicht das Unfehlbarkeitsdogma, nicht die Jungfräulichkeit Mariens, nicht die Bindung des Priestertums an das männliche Geschlecht, nicht der Zölibat und all die anderen zeitgeistig beliebten Themen.

      Es ist die Theodizee: Wie bekomme ich einen guten Gott angesichts einer Natur, die nicht gut ist, die nach faschistischen Regeln funktioniert.

      Und zwar von allem Anfang an, soweit wir wissen.

      Nichts da von gefallener Schöpfung.

      Ich bin nur kein Proselytenmacher.

      Zudem fällt mir das Reden über meinen Glauben so schwer wie das Reden über das, was ich an Tippse wirklich liebe: Beides ist zu intim, um öffentlich breitgetreten zu werden.

  4. Pingback: Übersicht: Kritik am Feminismus | Alles Evolution

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