„Was soll ich denn noch anbieten?“

In der Mittagspause sitzen einen Tisch weiter zwei Frauen, Freundinnen der Unterhaltung nach. Die hauptsächlich erzählende ist eine schlanke Blondine, etwas über dreißig, im schicken Businesslook. Sie hat ein hübsches Gesicht, man kann sich vorstellen, dass sie im richtigen Moment niedlich und unbedarft bzw. hart und ernst ist. Das Geschäfts- oder das Partyleben haben zwar bereits die ersten Spuren hinterlassen, aber ihre strahlend blauen Augen lassen einen das gerne übersehen.Man könnte sie unproblematisch den Freunden oder den Eltern vorstellen.

Der Grund meiner Aufmerksamkeit war allerdings eher das Gespräch mit ihrer Freundin:

Freundin: „… also wie kam es nun zu dem Treffen“

Sie: „War gar nicht so leicht! Ich habe ihn angerufen, ob wir uns nicht mal wieder treffen wollten. Wir könnten ja eine DVD bei mir schauen. Und was sagt er da? *gelangweilter Ton* DVD? ist das alles?

Freundin: Wie? Ist das alles? Was wollte er denn noch?

Sie: „Habe ich mich auch gefragt. Ich habe gesagt, dass ich auch noch was zu essen kochen könne. Er daraufhin „Essen…. was würde es denn geben?“ Ich habe ihm dann [Auflistung ihrer Lieblingsrezepte] vorgeschlagen und er meinte dann beim Dritten, dass es ganz okay klingen würde, aber ob DVD und Essen das einzige wäre was wir machen würden“

Freundin: „Echt?“

Sie: „Ja, was hätte ich denn da noch sagen sollen? Das ich nackt koche? Dass ich ihm dann einen blase? Oder sollte ich ….[es folgten – hier war das Lokal ganz Ohr – einige weitere sexuelle Varianten, deren Anbietung ihn vielleicht interessieren könnte]

Freundin: Aber du hast ja dann gesagt, dass es alles noch gut gelaufen ist?

Sie: „Ja, es war schön! Wir haben morgens noch echt nett miteinander gefrühstückt…“

Schade, dass man den Typen dazu nicht gesehen hat. Er hat hier jedenfalls einen interessanten Frame aufgebaut, nach dem sie ihm etwas bieten muss, damit er Lust hat bei ihr zu sein, statt einfach zum DVD-Abend zu kommen und zu hoffen, dass es tatsächlich das übliche Codewort für Sex ist. Er hat sich damit aus der Rolle des Jägers in die Rolle des Gejagten begeben und gleichzeitig durch das stete Nachfordern seinen Status betont. Sie hatte das Gefühl, ihm etwas bieten zu müssen, was den Übergang zum Sex wesentlich einfacher macht. Ich nehme an, dass er wusste wie weit er bei ihr gehen kann oder er war tatsächlich nur an Sex mit ihr interessiert und ihm war alles andere egal.

67 Gedanken zu “„Was soll ich denn noch anbieten?“

  1. Es gibt Völker, für die ist der Sex so nachrangig wie nur was. Da kommt es mehr auf die innere Spirtualität der Beziehung an. Da kann Sex dann auch schön sein, aber wichtiger ist das gemeinsame Verständnis, welche Bedürfnisse der jeweils andere hat.
    Wenn es nur noch um Treffen geht, wo Flüssigkeiten miteinander ausgetauscht wird, stelle ich mir ein Leben vor, dass extrem vereinsamt ist.
    Nichts für mich!
    Meine Inutition sagt mir, dass eine solcher Art funktionierende Gesellschaft innerlich ausgehölt wird, sprich die innere Bindung zerstört wird. Diese pure Egomanie ist dann das Ende von Kooperation, die uns hat gemeinsam überleben lassen. Der Untergang Roms war sicher u.a. auch durch einen solchen Zerfall der inneren Bindung verursacht.

    • @Bartonitz

      „Es gibt Völker, für die ist der Sex so nachrangig wie nur was. “

      Es gibt insbesondere Völker, die eine solche Darstellung von sich mögen, aber dennoch Sex mögen. Im asiatischen Raum ist der Sexualtrieb Testosteron bedingt sicherlich etwas niedriger, aber Sex werden die auch haben wollen.

      Welche Völker sind das denn?

  2. Ich lese gerade in dem Buch „Die Gabe des Glücks. Westafrikanische Rituale für ein anderes Miteinander“ von Sobonfu E. Some. Sie ist in einem typischen Dorf der Banfu groß geworden und schreibt über das Leben dort. Derzeit lebt sie in San Franzisko und macht Paarberatung.
    Es ist schon sehr erhellend, welche andere Lebensformen möglich sind. Wie schauen viel zu wenig in solche Völker, um mehr Rückschlüsse zu erhalten, wie viel biologisch beeinflusst ist und was über Kultur weiter gegeben wird.
    Ich habe übrigens nicht gesagt, dass die keine Spaß am Sex haben. Aber hier werden die Kinder sehr früh in das Thema eingeführt, so dass das Interesse auf Sex nicht wie bei uns so stark darauf fokussiert ist. Daher gibt es auch so gut wie keine Vergewaltigungen.

    • „Sie ist in einem typischen Dorf der Banfu groß geworden und schreibt über das Leben dort.“

      Zu den Banfus finde ich gar nicht, meintest du vielleicht die Dagaare?

      Ich habe übrigens nicht gesagt, dass die keine Spaß am Sex haben. Aber hier werden die Kinder sehr früh in das Thema eingeführt, so dass das Interesse auf Sex nicht wie bei uns so stark darauf fokussiert ist.“

      Da bin ich skeptisch. Vielleicht ist es auch einfach nur kulturell angezeigt sein Interesse nicht zu zeigen.

      „Daher gibt es auch so gut wie keine Vergewaltigungen.“

      Vielleicht hat sie die negativen Seiten auch nicht gesehen. Ich habe ja in Deutschland auch noch nie eine Vergewaltigung oder einen sexuellen Mißbrauch gesehen. Hat das Volk eine Kriminalstatistik?

  3. Und was sagt er da? *gelangweilter Ton* DVD? ist das alles?
    In meinen Augen die einzig richtige Reaktion darauf:
    Was willst du denn noch/Worauf hast du noch Lust?

    Dieses „biet mir was und ich überlegs mir“ ist doch zum kotzen.
    Wenn sie einen fertigen Abend geplant hat, dann steht der ob er kommt oder nicht (in Bezug aufs DVD-schauen)
    Wenn nichts fertig geplant ist, halte ich kurzfristige Angebote für übertrieben. Soll er halt sagen, worauf er Lust hat oder die setzen sich gleich mal zusammen und überlegen gemeinsam.

      • @Khaos.Kind

        Mit Einfordern meine ich nicht, dass man einen Anspruch hat, aber das man ruhig mal deutlich machen kann, was man will und das man es will.
        Und das es vorteilhaft sein kann, sich nicht auf dem niedrigsten Preis zu verkaufen.

        Das muss natürlich nicht diktatorisch-anordnend erfolgen, es kann auch spielerisch-herausfordernd sein.
        Wenn zB eine Frau fragt, ob sie ein Buch leihen kann:
        ich: Klar gerne *hält ihr das Buch hin*
        Sie: *will es nehmen*
        Ich *das buch leicht zurückziehend, mit übertriebenen Mittrauen und einem grinsen* Aber du bist auch nicht eine von diesen, die das Buch dann mit Kaffeeflecken und Eselsohren zurückgibt?
        Sie: Nein! Natürlich nicht! Ich werde es hüten wie meinen Augapfel!
        Ich: *gespielt mißtrauisch* Zeig einmal deine Fingernägel, sind die auch sauber..
        Da hat man eben indirekt eine gute Behandlung für sein Buch eingefordert (und gleich noch ihre Hände in den Händen gehabt).

        Etwas mehr zu fordern kann zeigen, dass man gewisse Standards hat und es kann zudem bei Beachtung dieser durch die andere Person auch einen guten Grund geben, dieser Person deutlich zu machen, warum man sie schätzt.
        Wenn sie dann das Buch zurückgibt, dann kann man sehen, dass sie es gut behandelt hat und kann feststellen, dass „wir beide wissen, das man Bücher mit etwas Respekt behandeln muss“. Und plötzlich hat man eine Gemeinsamkeit und eine Verbindung.

        Das ist auch beim Essen so:
        Sie sagt sie kocht. Man fragt nach „Bei den heutigen Frauen kann man ja nicht mehr sicher sein: Bist du eine, die eine Extrascheibe Käse auf die Fertigpizza legt und das ist dann kochen oder gibt es tatsächlich etwas mit frischen Zutaten, bei dem man Aromen kombiniert? Sonst kann nämlich ich auch kochen.“ Einmal bekommt man ein besseres Essen, zweitens grenzt man sie von anderen Frauen ab und sie fühlt sich deswegen besser. man hat eine Qualität an ihr erkannt, die man vorher auch für wichtig gehalten hat, was es wertvoller macht.

        Natürlich kann man auch Sex einfordern. Ist natürlich etwas heikler. Aber wenn er im obigen Beispiel gesagt hätte: „DVDs sind nett, aber gerade nicht mein Ding. Wenn du eigentlich Sex willst, dann komme ich gerne vorbei. Aber für einen DVD-Abend bin ich nicht in Stimmung“ dann wäre es ja nur ehrlich (wahrscheinlich aber nicht so effektiv) gewesen.

        Auch in einer Beziehung/Affaire etc kann man meiner Meinung nach durchaus mal sagen, dass man jetzt echt Lust auf Sex hat. Warum nicht?
        Und ein spielerisches „Das kostet dich aber!“, wenn sie einen um einen Gefallen wird auch eher als kleines Rollenspiel aufgefasst als als maßlos. Man kann den Preis dann immer noch im Raum stehen lassen statt auf Erfüllung zu bestehen.

        Ich habe sicherlich schon einiges eingefordert, von Pünktlichkeit über belegte Brötchen + Bier als Bedingung für einen Umzug bis hin zu Sex. Was meinst du denn kann man nicht verlangen?

      • @Christian
        Mit Einfordern meine ich nicht, dass man einen Anspruch hat, aber das man ruhig mal deutlich machen kann, was man will und das man es will.
        Und „Ist das alles“ findest du jetzt deutlich?
        Bei mir fällt unter deutlich mehr das „ja/nein Filmabend gut/weniger gut, weil…“ oder „hab auf Film keine Lust, machen wir was anderes“ oder „ist sonst was geplant, wer kommt sonst“ etc.

        Ich habe sicherlich schon einiges eingefordert, von Pünktlichkeit über belegte Brötchen + Bier als Bedingung für einen Umzug bis hin zu Sex. Was meinst du denn kann man nicht verlangen?
        Gewisse Dinge wie Pünktlichkeit oder Offenheit kann mensch in meinen Augen schon einfordern. Die Grenze zu dem Nicht-Einforderbaren ist da sehr schwammig. Ich halte es für absurd Sex einfordern zu wollen (außer die geforderte Person steht drauf).
        Ich denke, einfordern/verlangen können richtet sich unter gleichwertigen Menschen nach dem, was mensch selbst zu leisten bereit ist. Wird anders, wenn eine Machtposition ins Spiel kommt. EinE ProfessorIn kann von mir verlangen, meine Hausarbeiten zu einem bestimmten Zeitpunkt abzugeben, meine Möglichkeit auf eine an einer Frist orientierten Korrektur zu bestehen, ist dahingehend ziemlich begrenzt.

    • @Khaos.Kind

      Das es bei dir nicht die richtige Strategie wäre, dass kann ich mir auch vorstellen.

      Bei ihr scheint sie aber gut geklappt zu haben. Vielleicht auch einfach nur, weil sie eben nicht so direkt ist. Ich denke es ging schon um das unausgesprochene und mitunter ist es dann auch gut, es unausgesprochen zu lassen, aber gleichzeitig die Verbindlichkeit etwas zu erhöhen.
      Ich habe allerdings auch gute Erfahrungen damit gemacht, ruhig mal etwas einzufordern. Der andere fühlt sich gleich etwas verpflichteter und nimmt die Sache ernster.

      • Ja, aber das Goldstück hier hat ja eine Einstellung ala „Tanzt ihr Nutten, unterhaltet mich, der König hat Laune!“ Wenn ich schon koche, kann er als Gast wenigstens ne Flasche Wein mitbringen.
        Und jemanden mit so ner Erwartungshaltung zu bespaßen, neeeee, da hätte ich mal gar keinen Bock drauf.
        Zumal der Sex dann wahrscheinlich auch nich so der Bringer is.

        Wie ein verzogenes Kind. „Zoo? Nöö, da will ich nicht, da hat meine Playsi keinen Strom. Wie, ich muss selber laufen?“

      • @Maren

        Das es auch bei dir nicht gepasst hätte mag ja sein.
        Aber wer sich wie ein König verhält, der wird mitunter auch behandelt wie ein König.
        Zumal sie ja auch für ihn tanzen wollte.
        Ich glaube nicht, dass es nur um ein Essen gegangen ist. Sie hat schon geplant, dass er für Sex vorbeikommt, wollte das aber nicht so unmittelbar aussprechen. Ihre Erwartungshaltung war also: „Komm vorbei und hab Sex mit mir, aber tarne es, damit ich nicht so billig aussehe.“
        Warum soll er nicht verlangen können, dass sie deutlich macht, was sie im Gegenzug bietet?

      • @ Christian

        *Warum soll er nicht verlangen können, dass sie deutlich macht, was sie im Gegenzug bietet?*

        Es ist ja ein „Machtkampf“ und Austesten von Anfang an.

        Mit seiner zurückgelehnten Haltung zwingt er sie dazu, vermehrt aus der Deckung zu kommen (was Frauen in der Regel gar nicht schätzen).

        Umgekehrt, Frauen zwingen mit ihrer zurückgelehnten Haltung Männer aus der Deckung, rücken sie als die um Sex Anstehenden, um Sex Bittenden in die Position des „Antichambrierenden“, sich selbst in die Position der Gewährenden, damit in die Vorhand beim Geschlechterpingpong.

        Was ihnen in der Regel leicht fällt, weil Männer (ohne Game) die „Naiveren“ sind als die mit dem stärkeren Trieb geschlagenen.

        Eine der Formen weiblicher Macht über Männer, informeller Macht, die feministische „Analyse“ konsequent ausblendet, verstört sie doch das feststehende Bild von der machtlosen Frauen, dem Mann unterworfen.

        Und machtlos-unschuldig-verantwortungslos muss sie ja sein, will man ihre Privilegierung zur „Reparation“ männlicher Kollektivschuld gegenüber den Kollektivopfern plausibel machen.

        Privilegierung von Frauen, nicht Gleichberechtigung, ist das Ziel des Feminismus.

        Das Gerechtigkeitsgesäusel nur Zuckerguss, der diesen „Kuchen“ verbirgt.

        Ein Gesäusel, an das viele FeministInnen möglicherweise gerne glaube, ehrlich glauben, aber ich halte die „Eindringtiefe“ feministischen Denkens ohnehin nicht für sonderlich weitreichend.

        Es stoppt immer genau dort, wo es wehzutun beginnt.

        Eine Wellnessideologie für Frauen auf Kosten der Männer.

      • @Roslin

        „Umgekehrt, Frauen zwingen mit ihrer zurückgelehnten Haltung Männer aus der Deckung, rücken sie als die um Sex Anstehenden, um Sex Bittenden in die Position des „Antichambrierenden“, sich selbst in die Position der Gewährenden, damit in die Vorhand beim Geschlechterpingpong.“

        Ja, die Möglichkeiten offen halten und schauen, wie er sich um den Sex bemüht. Dann evtl. ihm nachgeben. Ein beliebtes Spiel. Durchaus auch ein indirektes Machtspiel.

      • @Christian
        Das es bei dir nicht die richtige Strategie wäre, dass kann ich mir auch vorstellen.
        Jetzt wäre ich schon neugierig, was denn „die richtige Strategie“ bei mir sein könnte *g*

      • @Khaos.Kind

        Schwer zu sagen, man müsste es austesten. Jede Strategie muss eben auf die passende Frau kalibriert werden.

        Bei hübschen Buinessblondinen kann man mehr Zurückhaltung/Abweisung zeigen, weil sie es nicht gewohnt sind, sie sind eher gewohnt, dass man ihnen hinterherläuft und weisen daher jemanden, der das nicht macht, eher einen hohen Wert zu.

        Die Frage wäre, was dich an Männern anspricht und für was du gerne als besonders angesehen werden möchtest und Anerkennung bekommen möchtest.
        Dazu weiß ich gegenwärtig etwas wenig von dir. Aber wenn du gerne etwas mehr erzählen willst, dann überlege ich es mir. Ein Foto wäre auch praktisch.

      • @Christian
        Schwer zu sagen, man müsste es austesten. Jede Strategie muss eben auf die passende Frau kalibriert werden.
        Ich dachte, PU-Strategien sind da um Frauen aufzureißen/kennen zu lernen? Wenn du das bei jeder neu ausprobieren musst, ist der Sinn der Strategie ein wenig dahin, oder? Was anderes machen all die nicht-PUler nämlich auch nicht.

        Dazu weiß ich gegenwärtig etwas wenig von dir. Aber wenn du gerne etwas mehr erzählen willst, dann überlege ich es mir. Ein Foto wäre auch praktisch.
        Ich sag dir, was mir gefällt und dann sagst du mir, wie man mich rumkriegenkönnte? Da stellt sich wieder die Frage, wozu es Strategien braucht, wenn ich doch eh sag, was ich will.

        Aber so am Rande:
        Du kannst davon ausgehen, dass wir uns im realen Leben ohne Netz nie über den Weg gelaufen wären.
        Und ich kann ziemlich sicher sagen, dass derzeit rein gar nichts bei mir „anschlagen“ würde. Mein Leben gefällt mir so, wie es ist. Und ohne Bedarf, bringt auch das beste „Angebot“ nichts – um mal in der Marktmetapher zu bleiben.

    • @Khaos.Kind

      „Dieses „biet mir was und ich überlegs mir“ ist doch zum kotzen.
      Wenn sie einen fertigen Abend geplant hat, dann steht der ob er kommt oder nicht (in Bezug aufs DVD-schauen)“

      Warum soll er nicht fragen, was sie ihm bietet? Nur so kann er ja beurteilen, ob er Lust hat, dieses Angebot anzunehmen.

      „Soll er halt sagen, worauf er Lust hat oder die setzen sich gleich mal zusammen und überlegen gemeinsam.“

      Ich denke sie wusste schon, worauf sie Lust hat. Wollte es aber nicht sagen. Hätte sie gesagt „Du weißt ja wie so ein Abend läuft..“ oder etwas anders unverbindliches in die Richtung dann hätte sich sich nicht in solche Ausflüchte begeben müssen. Oder sie hätte gesagt „DVD und was zu Essen eben. Weiter nichts“.

      • @Christian
        Warum soll er nicht fragen, was sie ihm bietet? Nur so kann er ja beurteilen, ob er Lust hat, dieses Angebot anzunehmen.
        Allein diese Markt-Metapher finde ich unmöglich.
        Sie bietet ihm Zeit mit sich. Das sollte reichen. (also in meinen Augen, wenn sie es so mag wies lief, dann soll sie halt)

        Sie hätte auch sagen können:
        Mal sehen, wohin uns der Abend führt.
        Warum muss es denn gleich ganz oder gar nicht sein?

      • @Khaos.Kind

        „Sie bietet ihm Zeit mit sich. Das sollte reichen. (also in meinen Augen, wenn sie es so mag wies lief, dann soll sie halt)“

        Klar, reicht für viele. Aber anscheinend war dies hier nicht der Fall. Es klingt ja auch von ihr etwas nach „Booty Call“
        Sie hätte ja auch antworten können: Wenn dir Zeit mit mir nicht reicht, dann treffen wir uns eben nicht.

        „Mal sehen, wohin uns der Abend führt.
        Warum muss es denn gleich ganz oder gar nicht sein?“

        Muss es nicht. Es sei denn er findet Sex mit ihr gut, aber DVD-Abende mit ihr langweilig. Dann muss er sich ja wohl nicht auf gerade wohl dem Risiko eines potentiell langweiligen Abends aussetzen.

        Oder er baut einfach vor: Durch seine Forderungen und ihr weiteres anbieten ist er einfach in einer besseren Position. Denn der Frame ist nun, dass sie ihm einen guten Abend bieten muss und er ihr einen Gefallen tut, indem er Zeit mit ihr verbringt. Vielleicht ist sie ja eine dieser Frauen, die eigentlich Sex wollen, sich dann aber noch eine gewisse Zeit zieren. Das hat er durch diese Taktik meiner Meinung nach mit hoher Wahrscheinlichkeit verkürzt. Denn es ist ja jetzt recht offensichtlich, dass er noch ein Dessert der besonderen Art einplant. Bereits aus diesen Gründen kann es ein schlauer Zug gewesen sein.

      • @Galloway

        Ich sehe da die Marktgesetze auch sehr deutlich wirken. Es gibt dort ebenso Angebot und Nachfrage, Sonderangebote und verkaufsstrategien, gutes und schlechtes Marketing etc wie auf anderen Menschenmärkten, wie etwa dem Arbeitsmarkt etc.
        Letztendlich zeigt die Biologie ja, dass in Fitnessindikatoren und Zukunftsaussichten gehandelt wird.

      • @ Galloway

        *Es ist ein Irrglaube der Partnermarkt wäre den Gesetzen von Angebot und Nachfrage NICHT unterworfen.*

        Es ist eine der vielen Vanilla-Vorstellungen, romantischen Verblendungen, die bei Menschen so beliebt sind, gerade wenn es um Sex/Liebe geht, besonders bei Frauen, scheint mir, deren Nachdenken weniger „rücksichtslos“ ist, besonders wenn es um die holde Weiblichkeit selbst geht (Camille Paglia nehme ich hier ausdrücklich aus).

        Rücksichtsloses, verletzendes, schmerzhaftes Nachdenken gelingt Frauen besser, wenn es von Männern handelt.

      • @Galloway
        Es ist ein Irrglaube der Partnermarkt wäre den Gesetzen von Angebot und Nachfrage NICHT unterworfen.
        Und wie kommst du darauf?

        @Christian
        Muss es nicht. Es sei denn er findet Sex mit ihr gut, aber DVD-Abende mit ihr langweilig. Dann muss er sich ja wohl nicht auf gerade wohl dem Risiko eines potentiell langweiligen Abends aussetzen.
        Dann kann er das ja auch so sagen. Oder nach dem Film fragen. Oder Verbesserungsvorschläge machen.
        Wer explizitmachen von Wünschen fordert, sollte bei sich selbst damit anfangen.

        Bereits aus diesen Gründen kann es ein schlauer Zug gewesen sein.
        Oder ein besonders dämlicher 😉

        Da du sein (wahrscheinliches) Verhalten als so gelungen präsentierst, wollte ich nur mal äußern, dass es durchaus auch berechtigte Kritikpunkte dazu gibt. Was genau jetzt wie abgelaufen ist, wissen wir nicht und ich finde eine „vielleicht meinte er“, „vielleicht wollte er/wollte sie“ ziemlich mühsam.

      • @Khaos.Kind:

        – Männerüberschuss in China und Indien -> Viele Männer finden keine Partnerin, der Wert einer Frau als potentieller Partnerin steigt, da Mangel

        – Das Phänomen das begehrte Menschen erhöhten zulauf an potentiellen Partnern haben -> preselection

      • @Khaos.Kind

        „Oder ein besonders dämlicher“

        Aus dem Umstand, dass sie den Abend im nachhinein als Erfolg gewertet hat und er bei ihr geschlafen hat (siehe Frühstück) schließe ich, dass sie Sex hatten.
        Und dann kann es ja nur ein schlauer Zug gewesen sein.

  4. @ Maren

    *Ja, aber das Goldstück hier hat ja eine Einstellung ala „Tanzt ihr Nutten, unterhaltet mich, der König hat Laune!“*

    Ja und?

    • Ich schließe mich Roslins „Ja und“ an.

      Üblicherweise funktioniert der Partnermark so, dass Männer sich bei den Frauen bewerben müssen und ihnen etwas bieten müssen. Die Frau bildet die Jury und entscheidet, ob das Angebotene ihr gut genug ist. Eine Gegenleistung gibt es, wenn überhaupt, erst nach vielen erfolgreich absolvierten Dates.

      Hier schafft es nun ein Mann, den Frame zu wenden, und die Frau in die klassische Männerrolle, in die Rolle des Bewerbers zu drängen. Aktiver Rollentausch und gelebte Gleichberechtigung sozusagen. Es ist lustig, zu sehen, wie das die Mädels hier auf die Palme treibt.

      Aber mal ehrlich Mädels, wie verhaltet ihr euch, wenn ihr euch in der Rolle der Jury befindet. Stellt euch vor, die Anstrengungen eines Mannes würden sich darauf beschränken, dass er nur einen DVD-Abend anbietet. Was würdet ihr euren Freundinnen am nächsten Tag berichten? Ich glaube, der Typ kämme nicht gut weg.

      • @Prometheus

        „Aber mal ehrlich Mädels, wie verhaltet ihr euch, wenn ihr euch in der Rolle der Jury befindet.“

        Interessanterweise ist ja vieles am Pickup im Prinzip eine teilweise Rollenumkehr. Weil eben vieles in den Rollen letztendlich darauf aufgebaut ist, dass der Mann die Frau umwirbt, bis sie ihm ihre Gunst gewährt.

        Preis statt Angebot zu sein, das Spiel mit dem Status, Push und Pull, Unsicherheiten, Herausforderungen, das alles sind ja klassische Elemente auch des weiblichen Flirts.
        Dort sind sie, wie du richtig sagst, eben nur schon akzeptierter

      • Als jemand der immer versucht höflich und freundlich zu sein, der zu schätzen weiß, wenn sich jemand bemüht es mir nett zu machen, und der es auch seinen Gästen immer versucht nett zu machen, kann ich wohl sagen:
        So jemanden will ich nicht bewirten. Sorry.
        Das ist quasi so, als wenn mich ein Kollege zu seinem Geburtstag einlädt und ich sag nur „Boah, wat, nur Bier und Pizza? Möööööööh! Und du hast keinen DJ?“
        Anders klänge es, wenn ich z.B. sagen würde „Hömma, ich kenn da ein super Rezept, soll ich dir das geben, oder mitbringen? Und der Jens, der würd doch bestimmt auflegen, wenn du ihn fragst.“

        Und dass manche Frauen eine solche Erwartungshaltung an den Tag legen, macht es noch lange nicht richtig, das ganze dann generell bei allen umzukehren. Weil es einfach Scheißverhalten ist.

      • @Maren

        Wie immer macht der Ton die Musik. Wenn man es in einem motzigen Ton sagt ist es etwas anderes, als wenn man es in einem lustigen, herausfordernden Ton sagt.

        „Und dass manche Frauen eine solche Erwartungshaltung an den Tag legen, macht es noch lange nicht richtig, das ganze dann generell bei allen umzukehren. Weil es einfach Scheißverhalten ist.“

        Es ist eben effektiv. Das ist das Problem an der Sache.

      • Es ist eben effektiv. Das ist das Problem an der Sache.

        Also ich würd mit so jemanden nicht meine knapp bemessene Zeit teilen wollen.

      • @ Christian

        „Wie immer macht der Ton die Musik. “

        So ist es. Und wenn einer in einem gelangweilten Ton (!) deutlich macht, dass er nicht zu schätzen weiß, wenn man sich ausführliche Gedanken darum macht, damit ein gemeinsamer Abend auch ein schöner gemeinsamer Abend wird, dann wäre meine Antwort: „Du bist meine Gesellschaft nicht wert.“

      • @ Christian

        „Vielleicht bist du auch nicht diejenige, die Männer unter dem Vorwand Videos zu gucken einlädt um Sex mit ihnen zu haben. “

        Was hat das damit zu tun? Selbst wenn es nur ein Vorwand war (wer sagt eigentlich, dass es in deinem Beispiel so war?), ist das kein Grund, so respektlos zu sein. Man kann Situationen durchaus charmanter herauskitzeln. Mit dem richtigen Ton eben.

      • Ein solches Gespräch, wie zwischen den beiden Frauen, würde unter schwulen Männern so nicht stattfinden, weil man natürlich erwartet, dass es auch Sex geben könnte und man deswegen keine philosophischen Abhandlungen führen würde. Kein schwuler Mann wäre überrascht, dass ein anderer Sex haben wollen würde.

        Zugegeben, der Mann in der Geschichte reagierte etwas plump mit seinem „Ist das alles?“, aber ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass er diesen Satz tasächlich so gesagt hat. Das klingt alles eher nach einem typisch fraulichen Übertreibung/Erfindung/absichtlichen Fehlinterpretation, um sich mit der Freundin über die Kompliziertheit von Männern auslassen zu können.

      • @Adrian

        „Ein solches Gespräch, wie zwischen den beiden Frauen, würde unter schwulen Männern so nicht stattfinden, weil man natürlich erwartet, dass es auch Sex geben könnte“

        Das denke ich auch. Der Sexualtrieb bei Männern und Frauen ist etwas vollkommen anderes.
        Das Video finde ich dazu eigentlich ganz anschaulich

        „Das klingt alles eher nach einem typisch fraulichen Übertreibung/Erfindung/absichtlichen Fehlinterpretation, um sich mit der Freundin über die Kompliziertheit von Männern auslassen zu können.“

        Möglich, ich habe es ja auch nur am Nebentisch belauscht. Das Originalgespräch zu hören wäre natürlich interessant gewesen.

      • So siehts aus.
        Mir kommt das auch so vor, als würden die anwesenden Männer immer von den paar Extremfällen ausgehen, die ihnen mal im Leben begegnet sind.

      • @Maren
        Nennt sich selektive Wahrnehmung 🙂
        Aber wir, die das kritisieren, sind halt eher „die Ausnahmen“. *g* Die richtigen Weibchen haben doch gar kein Internet. Wer putzt denn dann die Küche und kocht, wenn die auch noch den ganzen Tag durch diverse Blogs surfen und überall hinschreiben „Genau, so seh ich das auch, du hast voll Recht!“?

      • Es ist ja generell so, wenn du dich als Frau für was anderes als Schminke,Kochen,Klamotten und Tratsch interessierst, biste ja angeblich schon ne Ausnahme.
        Aber das ist ein anderes Thema.

        Es kommt mir manchmal so vor, als wären manche Männer mal von einer Frau scheiße behandelt worden und sagen nun: „Boah, nu kriegen DIE FRAUEN ™ alles zurück. Die sind ja ALLE gleich.“

      • @Maren

        „Mir kommt das auch so vor, als würden die anwesenden Männer immer von den paar Extremfällen ausgehen, die ihnen mal im Leben begegnet sind.“

        Habe ich eher nicht das Gefühl. Man kann das über den Schnitt schon verallgemeinern. Vielleicht fällt es einem als Frau einfach nicht so auf. Schließlich erlebt man als Mann ja auch mehr verschiedenes Dateverhalten der Frauen. Die meisten Frauen gehen ja nicht mit anderen Frauen auf ein Date.

      • @Khaos.Kind

        „Die richtigen Weibchen haben doch gar kein Internet. Wer putzt denn dann die Küche und kocht, wenn die auch noch den ganzen Tag durch diverse Blogs surfen“

        Das ist ein etwas billiger Seitenblick, weil das Bild, dass Frauen in die Küche gehören, hier in dieser Form nicht vertreten wird.

      • *Sie sagt sie kocht. Man fragt nach „Bei den heutigen Frauen kann man ja nicht mehr sicher sein: Bist du eine, die eine Extrascheibe Käse auf die Fertigpizza legt und das ist dann kochen oder gibt es tatsächlich etwas mit frischen Zutaten, bei dem man Aromen kombiniert? Sonst kann nämlich ich auch kochen.“ Einmal bekommt man ein besseres Essen, zweitens grenzt man sie von anderen Frauen ab und sie fühlt sich deswegen besser. man hat eine Qualität an ihr erkannt, die man vorher auch für wichtig gehalten hat, was es wertvoller macht.*

        Nee klar, Christian

      • @Maren

        „Es ist ja generell so, wenn du dich als Frau für was anderes als Schminke,Kochen,Klamotten und Tratsch interessierst, biste ja angeblich schon ne Ausnahme.“

        Die meisten Männer sind meines Erachtens nach sehr froh, denn es sind (abgesehen von Tratsch) ja keine Themen, für die wir uns interessieren und unterhalten wollen.

        „Dann lass uns doch mal an deinem reichen Erfahrungsschatz teilhaben.
        Nähkästchentime. Und bitte konkrete Beispiele.“

        Soll ich dir den Krauser machen? Es ist einfach eine Erfahrung, dass ein wenig Arroganz, gerade aus dem Bereich Cocky Comedy, ein wenig fordernd sein, einen für viele Frauen attraktiver macht.
        Es gibt einfach sehr selten negative Reaktionen. Und sehr viele positive.

      • @Maren

        „Nee klar, Christian“

        Damit sage ich ja nicht, dass Frauen an den Herd gehören. Ich sage, dass viele nicht mehr kochen können, ich dies als Mann aber kann und zu schätzen weiß.
        Was auch in der Tat der Fall ist. Ich mag Menschen allgemein nicht, die Angst haben auch nur so etwas wie Nudeln zu kochen, männlich oder weiblich.
        auch in dem Beispiel liegt eben viel darin, wie man es betont, an der Körpersprache. Es muss deutlich sein, dass es eine lustige Herausforderung ist. Dann lieben Frauen es. Allgemein kann man mit Geschlechterklischees , gerade wenn sie merken, dass man es nicht zu ernst meint, die meisten Frauen gut herausfordern. Sowohl in die Richtung „Kannst du noch kochen?“ als auch „Kannst du mit einer Bohrmaschine umgehen oder brichst du dir dabei die sorgsam lackierten Nägel ab?“

      • @Maren
        Es kommt mir manchmal so vor, als wären manche Männer mal von einer Frau scheiße behandelt worden und sagen nun: „Boah, nu kriegen DIE FRAUEN ™ alles zurück. Die sind ja ALLE gleich.“
        Du hast die vergessen, die versucht haben „soft“ oder „feministisch einfühlsam“ zu sein und sich dann wunderten, dass sie weniger Frauen abbekommen als die „Checker“.
        Und da glaub ich dann, zählt auf einmal Quantität vor Qualität. Eine Partnerin würde ja auch reichen.

        @Christian
        Nur weil du hier keine ultra-Konservativen hast, heißt das nicht, dass nicht doch manche sich auf stereotype weibliche Verhaltensweisen berufen. Wie Frau gehört zu Kind oder Frau will/soll Zuhause bleiben (auch wenn sie da nicht in der Küche stehen muss) oder ähnliches. Und wenn Gegenstimmen kommen, heißt es „ja, im Schnitt, nicht das Individuum“. Und gleich gehts weiter mit „die bösen Feministinnen“ oder „die bösen Genderstudierten“ oder weniger nett formulierten Pauschalisierungen.
        Dass meine Anmerkung das noch etwas überspitzt darstellt, ändert nichts am Ton der real so vorkommt.
        (Anm. an Alexander Roslin: Ich mag deine Tippse-Geschichten, die sind immer wieder sehr erheiternd)

      • @Christian
        Kleine Korrektur:
        Lackierte Fingernägel können zerkratzt werden. Abbrechen können nur künstliche Fingernägel (oder eben sehr weiche aber das fällt schon unter ernstzunehmenden Unfall).

      • „Kannst du mit einer Bohrmaschine umgehen oder brichst du dir dabei die sorgsam lackierten Nägel ab?“

        Süß.
        Ich find das ja immer ganz toll, wenn ein Mann meint, mich damit zu umgarnen, dass er mich auf meine vermeintlichen, typisch weiblichen Defizite aufmerksam macht.
        Er würde mich das nicht fragen, wäre ich ungeschminkt und in meinem Lieblingskarohemd unterwegs. So wird dann gern vom Äußeren aufs Innere geschlossen. Passiert öfter, wo ich mich hübsch mache, wird verwundert geguckt, wenn ich mal was Schlaues sag; wo ich in erster Linie auf Leistung und Intelligenz achte, wird verwundert geguckt, wenn ich dann mal nen Rock trage.
        Kommt mir immer vor wie der Zwiespalt von Heidi und dem Geißenpeter:
        „Wenn du lesen kannst, kannst du nicht auf die Alb gehen.“

        Lustigerweise sind die o.g. dann die Männer, die eine ständige Bestätigung ihres Mann-Frau-Bildes brauchen, damit einhergehend einen bestimmten Typ Frau und auch ständige Bestätigung der eigenen Männlichkeit.
        Selbstbewusste Männer brauchen solche Spielchen normalerweise nicht.

      • @Maren
        Ich glaube, das wär zuviel verlangt. Eine Frau, die sich die Fingernägel lackiert/künstliche anklebt UND mit ner Bohrmaschine umgehen kann? Am Ende weiß sie noch Waschmaschine zu bedienen UND nen verstopften Abfluss zu reinigen. 😉

      • @Maren
        Sagen wir es anders. In egalitären/feministischen Selbstverwaltungskreisen wärst du immer und überall gern gesehen. Auf Partys, Diskussionsabenden und dazwischen auch *g*

        In den Zirkus passt du nur, wenn dein Bart lang genug ist 😉

      • „Süß. Ich find das ja immer ganz toll, wenn ein Mann meint, mich damit zu umgarnen, dass er mich auf meine vermeintlichen, typisch weiblichen Defizite aufmerksam macht.“

        Ach Maren, du brichst mir das Herz, so wird es nie was mit uns beiden! ich kann halt nicht anders flirten 😉

        „Er würde mich das nicht fragen, wäre ich ungeschminkt und in meinem Lieblingskarohemd unterwegs.“

        Klar, es geht nur, wenn sie eher aufgestylt unterwegs ist.

        „So wird dann gern vom Äußeren aufs Innere geschlossen.“

        Woraus soll man es auch sonst zunächst schließen?

        „Passiert öfter, wo ich mich hübsch mache, wird verwundert geguckt, wenn ich mal was Schlaues sag; wo ich in erster Linie auf Leistung und Intelligenz achte, wird verwundert geguckt, wenn ich dann mal nen Rock trage.“

        Na, wenn dir ein männlicher Bodybuilding-Poser oder ein Punk etwas hochgeistiges erzählt wirst du auch erstaunt sein.

        Aber es dient hier ja eigentlich nicht der Bestätigung. Wenn sie sagt, dass sie eine Bohrmaschine nicht anfassen würde, dann würde man sich darüber lustig machen und wenn sie hingegen anführt, dass sie es doch kann, dann würde man dies entsprechend loben und anführen, dass man sich ein falsches Bild gemacht hat und sie vielleicht doch – entgegen des ersten Eindrucks – ganz okay sein könnte.

        „Lustigerweise sind die o.g. dann die Männer, die eine ständige Bestätigung ihres Mann-Frau-Bildes brauchen, damit einhergehend einen bestimmten Typ Frau und auch ständige Bestätigung der eigenen Männlichkeit.“

        Die also in konservativen Rollen festhängen?

        „Selbstbewusste Männer brauchen solche Spielchen normalerweise nicht.“

        Spielchen können eben auch Spass machen, man muss es nur nicht so ernst nehmen.

      • @Khaoskind

        Muhahaaaa, wenn ihr alle wüsstet….. 😀

        @Christian
        *Na, wenn dir ein männlicher Bodybuilding-Poser oder ein Punk etwas hochgeistiges erzählt wirst du auch erstaunt sein.*

        Wir sprechen ja nicht von solchen Extremen (obwohl es da auch sone und solche gibt), sondern von Frauen, denen jegliche Intelligenz abgesprochen wird, weil sie sich nen Lidstrich gezogen haben (bzw. die allgemein so angesehene Definition von Weiblichkeit (Rock), weil sie schlau sind). Das ist schon was anderes. Entweder hübsch oder schlau. Beides scheint nicht zu klappen. Genauso wie hübsch und emanzipiert. 😉

        *Spielchen können eben auch Spass machen, man muss es nur nicht so ernst nehmen.*

        Sag das mal den BMW-fahrenden Männern, die auf einmal ganz empfindlich werden, wenn man von der Größe ihres Gefährts auf die Größe ihres Penis schließt.
        Einfach mal so. Ist ja nur Spaß.
        Und wenn man sich angegriffen oder gar beleidigt fühlt, ist man selber Schuld. Hab dich doch nicht so, was bist du verbissen.

      • @Maren

        „Wir sprechen ja nicht von solchen Extremen (obwohl es da auch sone und solche gibt), sondern von Frauen, denen jegliche Intelligenz abgesprochen wird, weil sie sich nen Lidstrich gezogen haben“

        Das ist natürlich schade.

        „Sag das mal den BMW-fahrenden Männern, die auf einmal ganz empfindlich werden, wenn man von der Größe ihres Gefährts auf die Größe ihres Penis schließt.“

        Würde ich sofort. Es ist ja nicht schlau dann beleidigt zu sein. Eher sagt man „Hey, wir kennen uns gerade zwei Minuten und schon denkst du an meinen Penis? Immer langsam!“

        „Einfach mal so. Ist ja nur Spaß. Und wenn man sich angegriffen oder gar beleidigt fühlt, ist man selber Schuld. Hab dich doch nicht so, was bist du verbissen.“

        Ja, wobei es natürlich auch wieder vom Ton etc abhängt.

      • @ Maren

        *Sag das mal den BMW-fahrenden Männern, die auf einmal ganz empfindlich werden, wenn man von der Größe ihres Gefährts auf die Größe ihres Penis schließt.*

        Tatsächlich?

        Dann sind Männer beleidigt?

        Aber doch nur, wenn sie ienen Fiat 500 fahren.

  5. Das ist eine schöne Geschichte – das schöne daran ist, dass sich der Mann auf der anderen Seite so benommen hat, wie es die Frauen tun. Vielleicht hat es gerade deshalb so gut funktioniert oder aber:
    Er hat eben so viel auf dem Bankkonto, dass sich frau schon ein bisschen Mühe geben muss – sonst hätte sie ihn wahscheinlich übehaupt nicht angerufen…

    • @mannstheauf

      „Er hat eben so viel auf dem Bankkonto, dass sich frau schon ein bisschen Mühe geben muss – sonst hätte sie ihn wahscheinlich übehaupt nicht angerufen…“

      Wenn du „so viel auf dem Bankkonto“ gegen „soviel Status“ eintauscht, dann würde ich zustimmen. Das Bankkonto kann es dann natürlich theoretisch immer noch sein, dass für sie diesen Status erzeugt. Vielleicht ist er aber auch arm wie eine Kirchenmaus, aber er hat „Game“.

      • Die weibliche Bestätigung von dem was oben ausgeführt wurde beginnt auf diesem Blog am 7 April um 10.21 Uhr und endet am 7 April um 6.47 Uhr pm.

  6. Was so eine kleine Neckerei ob des Unausgeprochenen, Vorgeschobenen zwischen zweien, die ziemlich offensichtlich nicht zum ersten mal zusammen in der Kiste gelandet sind so an Benimmdebatten auslösen kann..

    Köstlich!

    • @ Nick

      *Köstlich!*

      Als überzeugter Frauenhasser und Menschenfeind möchte ich doch hier in finsterer Nacht einmal ein Lichtlein der Hoffnung entzünden.

      Der neue Mann wie er leibt und lebt, hüpft und springt, sich seines Lebens freut:

      http://www.myvideo.de/watch/1188388/Pudel_Dressur

      Ach, das war das falche Video.

      Das hier, das ist das richtige, BHD sollte das Herz aufgehen. es gibt doch einsichtige, schuldbewusste Männer.

      Wir sind gar nicht so schlimm, durchaus lernfähig, gutwillig, sanft wie die Lämmchen.

      TIPPSE, WO HAST DU MEINE KALASCHNIKOW VERSTECKT?

      Und hör‘ endlich auf, mein Büßerhemd zu bügeln, um diese Zeit!

      Was sollen denn die Leute denken?

      Zieh wenigstens den Laden runter.

      Die gucken ja schon von der Strasse aus.

      Oder zieh Dir wenigstens was über.

      Das war schließlich nur ein NACHTbügelkurs, zu dem ich Dich geschickt habe, NACHT, hörst Du: N-A-C-H-T !!!

  7. Pingback: Sich mal wieder nach einiger Zeit bei einer Frau melden und schauen, ob sie Interesse hat | Alles Evolution

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.