Mehr Freiheit = stärkere Geschlechterrollen

Eine interessante Studie untersucht, ob die Geschlechterrollen in ärmeren Ländern stärker sind als in reicheren Ländern:

Previous research suggested that sex differences in personality traits are larger in prosperous, healthy, and egalitarian cultures in which women have more opportunities equal with those of men. In this article, the authors report cross-cultural findings in which this unintuitive result was replicated across samples from 55 nations (N = 17,637). On responses to the Big Five Inventory, women reported higher levels of neuroticism, extraversion, agreeableness, and conscientiousness than did men across most nations. These findings converge with previous studies in which different Big Five measures and more limited samples of nations were used. Overall, higher levels of human development—including long and healthy life, equal access to knowledge and education, and economic wealth—were the main nation-level predictors of larger sex differences in personality. Changes in men’s personality traits appeared to be the primary cause of sex difference variation across cultures. It is proposed that heightened levels of sexual dimorphism result from personality traits of men and women being less constrained and more able to naturally diverge in developed nations. In less fortunate social and economic conditions, innate personality differences between men and women may be attenuated.

Quelle: „Why Can’t a Man Be More Like a Woman, Sex Differences in Big Five Personality Traits Across 55 Cultures“ (Abstract/Volltext) Journal of Personality and Social Psychology, Volume 94, Issue 1, January 2008, Pages 168-182

Also: Um so höher der Entwicklungstand, um so höher der Zugang zu gleicher Bildung, um so eher waren Geschlechtsunterschiede vorhanden. Es spricht damit vieles dafür, dass gerade diese Freiheiten dazu führen, dass die Geschlechterrollen ausgelebt werden (die andere mögliche Erklärung wäre ja nur, dass sich Länder mit stärkeren Geschlechterrollen stärker entwickeln).

Susan Pinker hatte genau dies auch schon in ihrem Buch „Das Geschlechterparadox“ angeführt. Weil sich die Leute frei entscheiden können, was sie machen, leben sie das mehr aus, was sich für sie richtig anfühlt und nicht das, was wirtschaftlich sinnvoller ist.

80 Gedanken zu “Mehr Freiheit = stärkere Geschlechterrollen

  1. es gibt aber auch studien, die herausgefunden haben, dass frauen in ärmeren ländern „maskuline“ männer bevorzugen, während es in den entwickelten industrieländern immer öfter „androgyne“ typen sind.

    zu dem buch „geschlechterparadox“ -> jungen sind weniger angepasst, als mädchen, was direkte folge des patriarchats ist. sie sind damit auch „umgänglicher“.

    • Frauen in ärmeren Ländern bevorzugen maskuline Männer, weil Frauen in ärmeren Ländern eher feminin sind und in ärmeren Ländern, wohl in Übereinstimmung mit der Evolutionstheorie, Status und Luxus für Männer weniger vorhanden ist, somit die Körperlichkeit noch mehr Stellenwert besitzt.

      Wobei ich mich nicht entsinnen kann, dass Körperlichkeit, vor allem repräsentiert durch Sportler, in den westlichen Industrienationen keinen Stellenwert mehr besitzen würde.

      Ich wage zu behaupten, dass auch in westlichen Industrienationen die Frauen in der Regel einen sportlichen, erfolgreichen maskulinen Mann einem sportlichen, erfolgreichen androgynen Mann vorziehen, insofern sie eindeutig heterosexuell sind.

      Man sollte doch wirklich einmal die Frage aufwerfen, wieviel der behaupteten „Androgynität“ bei heterosexuellen!! Männern wohl auf Modezeitschriften, Werbung und wirtschaftliche Überlegungen – ich möchte Hygieneprodukte auch an den Mann bringen, ist ja ein unentdeckter Markt, also verbreite ich, dass der Mann weiblicher wird – zurückgeht.

      • @adrian

        Vielleicht ist mit androgyn auch so etwas wie „Metrosexuell“ gemeint? Es gibt einige Sänger von Bands, die relativ androgyn sind, etwa der Placebo-Sänger Brian Molko. Dessen Attraktivität dürfte aber auch daran liegen, dass Status Aussehen bei Frauen im Schnitt als Attraktivitätsmerkmal toppt.

  2. Ja Christian, was glaubst du, warum über GM versucht wird, schon die Kleinsten zu indoktrinieren? Es muss sich ja auch falsch anfühlen und wenn es sich nicht falsch anfühlt, dann muss man so früh wie möglich beginnen, über bestimmte Lernstrategien sich richtig anfühlendes Verhalten über Autorität in sich falsch anfühlendes Verhalten umzustrukturieren. Dass das bei vielen verbitterten Kampfemanzen geklappt hat, sieht man am anderen Ende der Skala.

    Wie man es früher bei Homosexualität versucht hat, so versucht man es jetzt eben in den Kindergärten und Schulen mit zumeist Verhaltensweisen, die in der Regel bei Jungen auftreten. Man versucht sie „weiblicher“, „softer“, „weicher“ zu machen.

    Freiheit setzt auch Freiheit vor bewußter Indoktrination voraus. Wenn eine Mutter aufgrund von Tradition und selber Erlerntem den Kindern unbewußt bestimmte Verhaltensweisen mitgibt, ist das so. Wenn gezielt versucht wird Kinder umzugestalten, dann kann das in einer freiheitlichen Ordnung, in einer Demokratie nicht toleriert werden.

    Mich persönlich wundert es sehr, dass GM, einer der größten politischen Skandale der neueren Zeitgeschichte, noch nicht aufgedeckt wurde. Unfassbar!

    Die armen Jungen.

    • @Pascal

      „Mich persönlich wundert es sehr, dass GM, einer der größten politischen Skandale der neueren Zeitgeschichte, noch nicht aufgedeckt wurde. Unfassbar!“

      Nun ja, es ist ja so, dass GM nicht gerade an die grosse Glocke gehängt wird. Zumindest nicht das, was man als „Kern“ von GM bezeichnen könnte. Das wahre Programm, die Erschaffung des geschlechtslosen Menschen, kommt versteckt, in einer art Rauschen von gleichstellungs, gleichberechtgungs und chancengleichheits geschwurbel, welche die Absichten quasi überlagern. Ein trojanisches Pferd, wenn man so will. Sich direkt mit den Gender-Studies zu befassen ist aber auch nicht erhellend, da wird es erst richtig wirr(Heteronarmativität ect.) von. Nach einer Diskussion, mit eingefleischten Gender-Trans-wasweissich JüngerInnen, ist man dem Wahnsinn ganz, ganz nah.

      • Och „Leser“ Heteronormativität kann ich Dir ganz einfach und praktisch erklären. Geh mal mit einer Frau Hand in Hand durch die Straßen spazieren, und dann Hand in Hand mit einem Mann. Und schon hast Du die Antwort.

      • „“Och „Leser“ Heteronormativität kann ich Dir ganz einfach und praktisch erklären. Geh mal mit einer Frau Hand in Hand durch die Straßen spazieren, und dann Hand in Hand mit einem Mann. Und schon hast Du die Antwort.““

        Es ist noch gar nicht so lange her, dass selbst harmlose Intimitäten von Mann und Frau in der Öffentlichkeit tabu waren. Offensichtlich war da keine „Heterophobie“ das Problem, sondern vielmehr die (konservative) Auffassung, dass Intimitäten nicht in der Öffentlichkeit ausgelebt werden sollten. Die ablehnende Haltung ist also nicht in jedem Fall eine militant-ablehnende Haltung gegen homosexuelle Beziehungen, sondern auch Ablehnung gegen die zunehmende Sexualisierung des öffentlichen Raumes. Mit der Knutscherei von gegengeschlechtlichen Paaren hat man sich abgefunden, im Fall von homosexuellen Paaren offensichtlich noch nicht.

        Es zeigt sich hier auch eine Differenz zwischen medialer Propaganda und der tatsächlich bestehenden Moralvorstellungen. Homosexualität ist weitgehend akzeptiert, solange sie nicht im öffentlichen Raum sichtbar wird. Gerade deshalb, so vermute ich, wird Homosexualität während des CSD nicht bloss sichtbar gemacht, sondern zelebriert. Damit werden aber auch Leute vor den Kopf gestossen, die eine weitergehende Sexualisierung des öffentlichen Raumes nicht wollen, wofür es gute Gründe abseits altbackener, von Prüderie geprägten Moralvorstellungen gibt.

        Ich habe den Eindruck, dass ein grosser Teil der Heteros und Heteras, welche sich lautstark für die Rechte der Homosexuellen einsetzen, nicht wirklich von dem überzeugt sind, was sie sagen. Das kommt alles sehr aufgesetzt rüber, als Anpassung an das medial verbreitete Toleranzverdikt, reiner Opportunismus. Auf die würd ich mich, wär ich homosexuell, nicht verlassen. Da sind diejenigen Liberalen doch verlässlicher, die sich ihrer Prägung bewusst sind und wissen, dass ihnen der Umgang mit dem Phänomen der Homosexualität Schwierigkeiten bereitet und die sich deshalb auch etwas ehrlicher mit der Problematik auseinandersetzen.

        Feministen haben ja geradezu einen missionarischen Eifer entwickelt, sich alle möglichen Randgruppen (wobei sie absurderweise Frauen als eine an den Rand der Gesellschaft gedrängte Gruppe behaupten) politisch einzuverleiben. Das ist so, wie wenn der Antirassist als allererstes alle Menschen in Rassen kategorisieren würde und stets alle gesellschaftlichen Probleme nur als Rassenprobleme analysieren würde. Die Schwulen in pinkfarbenen Overalls mit grossem S auf dem Rücken, die Heteros in schwarzen mit grossem H, das wär wohl ideal, um die Quoten und die Diversity auch zuverlässig zu gewährleisten. Kurzum: Genderismus ist Bullshit.

        Der Feminismus war in dem Moment geistig tot, als er Teil des Mainstreams wurde.

      • @Adrian

        Ich habe auch mal einen Artikel zur Heteronormativität geschrieben.
        Ich denke man muss unterscheiden zwischen der Erwartung, dass der andere Heterosexuell ist, Vorurteilen bezüglich Homosexualität und Abneigung gegenüber dieser beziehungsweise eines Normdrucks Heterosexuell zu sein.
        Das die Leute aus ihrer Erfahrung heraus sofern nicht bestimmte Anzeichen vorhanden sind (etwa durch Verhalten und Sprache etc) von einer Heterosexualität ausgehen, ist denke ich einfach den Zahlen geschuldet. Homosexuelle sind einfach erheblich in der Unterzahl, was durch Wahrnehmungsprobleme sicherlich noch verschärft wird.
        Eine solche Erwartung muss aber nicht mit Ablehnung oder einem Verhaltensdruck verbunden sein.
        Ich denke man muss bei der Aufmerksamkeit auch unterscheiden zwischen Neugier und Ablehnung. Auf dem Land zieht ein homosexuelles Pärchen sicherlich mehr Blicke auf sich als zB in Köln. Einfach weil man es seltener sieht.
        Das immer noch viel Hass und Ablehnung vorhanden ist, gerade gegen männliche Homosexuelle ist sehr schade. Vielleicht liegt das Unwohlsein bei vielen auch daran, dass man gerade bei bestimmten sexuelleren Handlungen immer unterbewußt einen sexuellen Impuls abbekommt und eine Abgleichung vornimmt, ob man dies auch machen würde, und die sexuelle Erregung einerseits und die mangelnde Identifikationsmöglichkeit (oder vielleicht auch gerade die bestehende Identifikationsmöglichkeit in einigen Fällen) die Leute verwirrt.

  3. @ Adrian

    * Geh mal mit einer Frau Hand in Hand durch die Straßen spazieren, und dann Hand in Hand mit einem Mann. Und schon hast Du die Antwort.*

    Ich nehme an, Leser meinte „Zwangsheteronormativität“.

    Deine Beobachtung beweist nur, dass es Vorurteile gibt, nicht aber, dass Zwangsheteronormativität die beiden Geschlechter erzeugt.

    Weshalb ich Zwangsheteronormativität auch nur bekämpfen kann, indem ich Vorurteile mit empirisch evident erfasster Realität konterkariere, nicht durch Verleugnung derselben und Zufluchtnahme zu absurden Behauptungen à la „Eigentlich, wenn man ganz genau hinschaut, gibt es Männer und Frauen gar nicht.“

    Es gibt eine Art des ganz genauen Hinschauens, die es fertig bringt, das Wesentliche zu übersehen.
    Nur deshalb wird sie ja praktiziert.

    Um das große Muster auf dem Teppich, das einem aus poltischen und/oder persönlichen Gründen missfällt, legt man jede einzelne Faser unter’s Mikroskop.

    Dann kann man feststellen, dass es eigentlich keine wirklich ganz roten und keine wirklich ganz blauen Fasern gibt, sondern jede rote Faser ein paar blaue Pigmente abbekommen hat, die eine mehr die andere weniger und jede blaue Faser ein paar rote, die eine mehr, die andere weniger und schon geht Herr Voss hin und behauptet, wissenschaftlich begründet, dass derjenige, der ein dickes, fettes Rot-Blau-Muster auf dem Teppich sieht, eigentlich nur einer optischen Täuschung unterliegt, es in Wahrheit gar nicht vorhanden sei.

    Na denn.

      • @ Adrian

        Nie was von der pöhsen zwangsheteronormativen Matrix gehört, die uns alle nicht mehr erkennen lässt, dass wir eigentlich weder Männchen noch Weibchen sind, sondern irgendwas dazwischen?

        Dann beseitigen Sie mal schleunigst Ihre queeren Theoriedefizite, damit Sie wenigstens wissen, warum sie aus der „Schlampenkneipe“ fliegen, sollten Sie sich für einen Mann halten ( und in Bremen wohnen).

        *Zweigeschlechtlichkeit und Zwangsheteronormativität ist nicht unser Ding. Da wir uns aber dennoch bewusst in einer patriarchalen Gesellschaft bewegen, ist die Schlampenkneipe männerfrei.*

        Quelle

        http://femrefbremen.wordpress.com/feministische-stadt/

        Da könnte sonst ja jeder daherkommen.

        Was passierte, wenn ich dort mit meiner Schlampe gemeinsam aufkreuzte – ich weiß es nicht, aber ich ahne es.

        AUA!

        TIPPSE!!

        Wenn Du barfuß durch’s Haus schleichst, höre ich Dich nicht.

        Man könnte meinen, das machst Du mit Abicht!

        Herrgott ja, ich komme gleich zum Wiegen.

        Ich polemisiere nur noch zu Ende, dann komme ich.

        Also, weiter im Text.

        Zwangsheteromormativität, das ist die soziokulturelle Matrix, die die eigentlich pluriform-multiplex perversen Bioentitäten, früher fälschlicherweise als Jungen und Mädchen benannt, zu ebensolchen zwangsdegeneriert, so dass sie, in dieser Matrix aufwachsend, doch tatsächlich zu der Überzeugung gelangen, sie seien ebensolche.

        Davon gilt es die Menschheit zu befreien, damit, nach Abschaffung der Regel, die Unnormalen endlich das Gefühl haben dürfen, nicht unnormal zu sein.

        Wie sich dabei die Mehrheit der Normalen fühlt, die vielleicht gar nicht befreit werden will, ist nicht von Belang.

        Die leben ohnehin mit dem falschen Bewußtsein.

        Weiteres siehe hier:

        http://www.genderwiki.de/index.php/Heteronormativität

      • Ich würde so sagen. Heteronormativität ist ganz einfach das, was erwartet wird, weil die überwiegende Mehrheit der Menschen eben z.B. Hetero ist. Eine Normalität sozusagen, die vorausgesetzt wird. Was in allen Bereichen des Lebens gemacht wird, sonst könnte man ja auch nicht existieren, wenn man jede Handlung zuerst bedenken würde und nicht grundsätzlich von einer Norm ausgehen könnte. Wenn Sie z.B. davon ausgehen, dass man Heteros bekehren kann und soll, ist das eine Homozwangsnormativität.

        Sogesehen ist Heteronormativität etwas ganz Normales, solange sie nicht dazu führt, wie im obigen Fall, Minderheiten einzuschränken. Lassen Sie die Leute doch schauen, solange sie Sie nicht beleidigen.

        Zwangshn wäre etwas, wogegen auch ich angehen würde, was heißen soll, der Staat würde Ihnen vorschreiben, wie Sie z.B. Ihre Sexualität zu leben haben. Das macht er in einem zu vertretenden Minimum aber generell hält er sich aus sexuellen Beziehungen heraus. Mit GM wird es wohl anders kommen oder ist es schon am Weg anders zu werden, leider.

        Also HN ja, ZHN nein.

  4. „Frauen in ärmeren Ländern bevorzugen maskuline Männer, weil Frauen in ärmeren Ländern eher feminin sind und in ärmeren Ländern, wohl in Übereinstimmung mit der Evolutionstheorie, Status und Luxus für Männer weniger vorhanden ist, somit die Körperlichkeit noch mehr Stellenwert besitzt“

    in ärmeren ländern ist das patriarchat noch stärker vorhanden. Für die Wahl der frauen sind sehr viele faktoren bedeutend. es gibt aber eine erkennbare tendenz hin zu einer drohnenrepublik, in der männer nahezu bedeutungslos sind…

    • In ärmeren Ländern? Sie meinen also, dass in ärmeren Ländern, wo eine „Pseudo“patriarchalische Struktur noch eher vorherrscht, die Männer nahezu bedeutungslos sind. Da scheinen Sie aber etwas grundlegend zu verwechseln.

    • @ secuni

      *es gibt aber eine erkennbare tendenz hin zu einer drohnenrepublik, in der männer nahezu bedeutungslos sind…*

      Ich glaube in der Tat, dass das die Zielvorstellung mancher Frauen ist, einer wachsenden Zahl von Frauen, die in dieser selbstgefälligen Dummheit bestärkt werden durch eine Görlzempauerment-Pädagogik vom Kindergarten an, die eine große Zahl von denkbeschränkten Pauernarzisstinnen produziert.

      Diese ganze Frauenförderverantstaltung wird so lange andauern, wie Männer bereit sind, für sie zu bezahlen, sie abzuschirmen, sie zu verteidigen.

      Sind sie dazu nicht mehr bereit, ist auch die Frauenförder- und Versorgungsrepublik am Ende, denn sie trägt sich ja keine Sekunde selbst.

      Sie lebt vor allem von männlicher Arbeit, sie überlebt dank männlicher Verteidigungsbereitschaft.

      Bricht das weg, ist Schicht im Schacht.

      Mir schwant, dass dies rascher der Fall sein könnte, als viele vermuten.

      Wenn all die diskriminierten, deklassierten, diffamierten jungen Männer, arbeitslos und verhöhnt, sich vermehrt entschlössen, etwa zum Islam zu konvertieren, ist Schicht im Schacht.

      Das könnte geschehen, wenn diese Religion, die bewiesen hat, seit Jahrhunderten, dass sie ein gewaltiges missionarisches, proselytenmachendes Potential beinhaltet, in den europäischen Gesellschaften eine kritische Masse erreicht.

      Das wird in wenigen Jahrzehnten der Fall sein.

      Wenn dann eine genügend große Zahl junger Männer dort jenes Selbstbewußtsein sucht, jene attraktive Männlichkeit, die ihnen der femizentrisch-misandrische Staat, die femizentrisch-misandrische Säkularkultur nicht bieten kann, ist Schicht im Schacht.

      Matriarchate, die Männer zu Drohnenexistenzen herabwürdigen, haben nur eines bewiesen: Sie sind nicht überlebensfähig.

      Sollte der Westen diesen Weg beschreiten, ist sein Schicksal besiegelt.

      • „Das könnte geschehen, wenn diese Religion, die bewiesen hat, seit Jahrhunderten, dass sie ein gewaltiges missionarisches, proselytenmachendes Potential beinhaltet, in den europäischen Gesellschaften eine kritische Masse erreicht.

        Das wird in wenigen Jahrzehnten der Fall sein.“

        Da nehmen sich alle religiösen Fundamentalisten wenig.

        Selbstverständlich gibt es die feuchten Träume mancher – nicht nur islamischer – Fundamentalisten, den „Religionskrieg“ qua Gebärmutter ihrer Frauen zu gewinnen.

        Dem steht aber die große Mehrheit derjenigen Gläubigen entgegen, die zwar freitags in die Moschee oder sonntags in die Kirche gehen, aber ansonsten einfach nur ihre Kinder großziehen und ihren Wohlstand mehren wollen.

        Ein paar wohlhabende und aufgeklärte Muslime in exponierten Positionen, und die Strategie ist schnell zum scheitern verurteilt – die werden sofort als Vorbild adaptiert, weil die wenigsten einen Religionskrieg wollen.

        In den USA lacht man darüber, es sei denn man ist protestantischer Fundamentalist.

  5. @ pascal
    Rothaarigkeit und Linkshaarigkeit sind auch nicht die Norm, und dennoch werden daraus keine grundsätzlichen Fragen von Moral abgeleitet.

    „Lassen Sie die Leute doch schauen, solange sie Sie nicht beleidigen.“

    Aber genau das passiert doch. Und nicht nur das.

    • Und trotzdem würden sie erstmal als abweichend auffallen. Ob man es nun, wegen der eigentlichen Unwichtigkeit im Vorbeigehen zur Kenntnis nimmt oder sich „umdreht“ sei dahingestellt. Es ist nun mal deskriptiv nicht normal homosexuell zu sein, wie es auch nicht normal ist hochbegabt zu sein. Das ist aber ein rein statistischer Befund, deskriptiv.

      Wenn Sie sie beleidigen, machen Sie sich strafbar. So einfach ist das. Das hat mit meiner Ansicht allerdings nichts zu tun. Ich persönlich sehe sowieso einen Ausweg. Ob der freieren Sexualität, der verschiedensten Verhaltensweisen, erscheint es ratsam und klug zu sein, Sexualität in der Öffentlichkeit sowieso einzuschränken, mehr noch als wir es bisher im Anlassfall haben. Es gibt auch asexuelle Menschen, die sich durch öffentliches sexuelles Gebaren diskriminiert fühlen. Keine sexuelle Betätigung in der Öffentlichkeit für Niemanden dann gibt es diese Probleme nicht.

      Ich wollte nur darlegen, dass JEDER Mensch von einer Normierung ausgeht, solange er dies nicht wertbeladen nach Außen, sprich, beleidigend etc. macht ist das ok.

      • „Keine sexuelle Betätigung in der Öffentlichkeit für Niemanden dann gibt es diese Probleme nicht.“

        Wo genau wird sich denn in der Öffentlichkeit sexuell betätigt, außer vielleicht mal am CSD oder zur Loveparade?

  6. @Adrian:

    Da liegt vielleicht genau das Problem: Nicht darin, dass Blond- bzw. Braunhaarigkeit die Norm ist, sondern darin dass daraus grundsätzliche Fragen von Moral abgeleitet werden.

    Das feministische Konzept der Heteronormativität stellt aber in Frage, dass es Geschlecht und Sexualität jenseits von in Machtverhältnissen eingebetteten Diskursen, die als Matrix zur Heterosexualität zwingen, überhaupt gibt.

    Du würdest dich vermutlich auch dagegen verwahren, dass deine sexuelle Orientierierung bloßes und beliebig veränderbares Produkt von Diskursen ist, mit dem latent immer mitschwingenden Anwurf, sie sei aus einem Machtinteresse heraus genau so ausgeprägt wie sie ist, wie du sie tief empfindest.

    Keine Ahnung wie man zu mehr Toleranz für Männer kommt, die öffentlich Hand in Hand herumlaufen. Aber ich glaube mit dem Infragestellen der Tatsache, dass die meisten Menschen heterosexuell sind kommt man bestimmt nicht weiter.

    • Ich vertrete weder das feministische Konzept der Heteronormativität, noch stelle ich in Frage, dass die meisten Menschen hetero sind und ich bin auch nicht der Ansicht, dass sexuelle Orientierungen lediglich ein Produkt von Diskursen sind.

      „Du würdest dich vermutlich auch dagegen verwahren, dass deine sexuelle Orientierierung bloßes und beliebig veränderbares Produkt von Diskursen ist“

      Im Falle der Homosexualität gibt es diesen Vorwurf übrigens regelmäßig von rechter Seite. Man sollte also nicht so tun, als hätten Homos damit keine Erfahrung.
      Dass Linke jetzt auf den selben Zug aufspringen, nur halt von der anderen Seite her – nun ja, Linke halt.

      • „Ich vertrete weder das feministische Konzept der Heteronormativität, noch stelle ich in Frage, dass die meisten Menschen hetero sind und ich bin auch nicht der Ansicht, dass sexuelle Orientierungen lediglich ein Produkt von Diskursen sind.“

        Ok, gut!

        „Im Falle der Homosexualität gibt es diesen Vorwurf übrigens regelmäßig von rechter Seite. Man sollte also nicht so tun, als hätten Homos damit keine Erfahrung.“

        Klar. Das läuft ja auf die alte üble Praxis der „Heilung“ und Umerziehung hinaus.

        Aber vielleicht verstehst du die Veschnupftheit so einiger Heteros gegenüber den leider feministisch geprägten Begriff „Heteronormativ“.

        Du meinst ihn anders, schon klar.

      • @ Adrian

        * Man sollte also nicht so tun, als hätten Homos damit keine Erfahrung.*

        Sicher haben Homos damit Erfahrung, schlimm genug.

        Aber nun hat die Diffamierung der Geschlechtlichkeit einer bestimmten Gruppe Menschen (weiße Heteros vorrangig) eine neue Dimension erreicht, weil die Diffamierung von Homos, Lesben, Transsexuellen nur eine Minderheit betraf (tut mir leid, klingt zynischer als es gemeint ist).

        Ein heterosexueller Mann, der sich weigert, zum „neuen“ Mann nach feministischen Vorgaben zu mutieren, steht unter Verdacht, unter dem Verdacht, dass er sich nur deshalb verweigert, weil er seine Privilegien behaupten will, weil er Frauen unterdrücken will, mit einem Wort: weil er inhärent böse ist.

        Mein Wesenskern wird von dieser Ideologie unter Verdacht gestellt, die Unschuldsvermutung ist für mich aufgehoben.

        Und dann salbadern diese IdeologInnen daher, sie seien nicht männerfeindlich, übersehen großzügig, dass die Misandrie (gegenüber weißen Heteros) in die Fundamente ihres Denkens eingedrungen ist, bereits die Prämissen bestimmt, von denen sie ausgehen.

        Unerträglich, vergiftend.

      • „“Im Falle der Homosexualität gibt es diesen Vorwurf übrigens regelmäßig von rechter Seite. Man sollte also nicht so tun, als hätten Homos damit keine Erfahrung.““

        Heterosexualität ist die gesellschaftlich akzeptierte Norm. Ebenso unzweifelhaft ist auch eine Intoleranz und Ablehnung recht verbreitet. Die ist aber nicht auf Männer beschränkt, sondern ist unter Frauen genauso verbreitet. Das wage ich mal zu behaupten. Feministen aber machen aus dieser Intoleranz flugs mal ein Männerproblem, indem sich zum Begriff der Heteronormativität noch die „hegemoniale Männlichkeit“ gesellt, so als sei diese Gesellschaft ausschliesslich durch Männer geprägt worden (zumindest wenn es um negative Dinge geht).

      • @Peter Bosshard:

        „Feministen aber machen aus dieser Intoleranz flugs mal ein Männerproblem, indem sich zum Begriff der Heteronormativität noch die „hegemoniale Männlichkeit“ gesellt, so als sei diese Gesellschaft ausschliesslich durch Männer geprägt worden (zumindest wenn es um negative Dinge geht).“

        Der feministische Tunnelblick der Fixierung auf die eigene Person halt. Jedes negative Phänomen auf der Welt ist ja „letztendlich“ ein „Männlichkeitsproblem“ – Und damit ein Problem das „eigentlich“ in erster Linie „wir Frauen“ haben.

        So erhebt man sich zum „eigentlichen“ Opfer jedes Problems der Welt und lenkt so die Aufmerksamkeit und Anteillnahme für die Opfer aller Probleme der Welt auf sich.

        Bezeichnend der himmelschreiend erbärmliche Opferstatusneid, als es darum ging den in KZs ermordeten (ausschließlich männlichen!) Homosexuellen ein Denkmal zu setzen.

  7. @Roslin:
    „Aber nun hat die Diffamierung der Geschlechtlichkeit einer bestimmten Gruppe Menschen (weiße Heteros vorrangig) eine neue Dimension erreicht, weil die Diffamierung von Homos, Lesben, Transsexuellen nur eine Minderheit betraf (tut mir leid, klingt zynischer als es gemeint ist).“

    Naja, bisher wurden wir nicht in KZs und Zuchthäuser gesteckt, und verprügelt werden wir auch nicht bisweilen, wenn wir mit unserer Freundin öffentlich rumknutschen.

    Die Diskriminierung gerade von Homos hat schon eine andere Qualität – wobei sich natürlich vieles in letzter Zeit erheblich gebessert hat.

    Das macht Feminismus natürlich nicht im Geringsten besser.

    • @ Nick

      *Naja, bisher wurden wir nicht in KZs und Zuchthäuser gesteckt, und verprügelt werden wir auch nicht bisweilen, wenn wir mit unserer Freundin öffentlich rumknutschen.*

      Wohl wahr.

      Aber die Zeiten, in denen der Staat Homosexuelle diskriminierte, gar verfolgte, sind schon einige Jahrzehnte passé, während die Diskriminierung von Männern gegenüber Frauen durch den femizentrischen Staat erst in den letzten 20 Jahen so richtig Fahrt aufgenommen hat und immer weiter aufnimmt, eine Diskriminierung, die auch homosexuelle Männer trifft, die ja ebenfalls das falsche Geschlecht haben, wenn sie etwa vor der Quotensänfte anstehen.

      Dafür werden sie vom Medienfeminismus als positives Leitbild „neuer“ Männlichkeit vereinnahmt, als schlagender „Sachbeweis“ dafür, dass Männer doch auch ganz anders sein können, wenn sie denn nur wollen.
      Was ihnen bei jenem Pöbel, der sie auf der Strasse attackiert nicht nur nicht hilft, sondern auch noch zusätzlich schadet.

      Dieser Pöbel lässt sich auch nicht von den genderwissenschaftlichen Elaboraten und Erbauungsschriften beeindrucken, die einem Skinhead beweisen wollen, dass er kein rechter Mann sei, weil es so etwas wie Männlichkeit gar nicht gebe, Elaborate, in einer Sprache verfasst, die so verrottet ist, dass sie von den VerfasserInnen hoffentlich selbst nicht verstanden wird.
      Das machte den traurigen Mut, so etwas zu veröffentlichen, wenigstens noch entschuldbar.
      Eine Sprache, diejjedoch wohl eher dazu dient, einer breiten Öffentlichkeit zu verbergen, was für abstruser Unsinn hier ventiliert, propagiert, promoviert wird, die aber zur Selbstverständigung unter Eingeweihten, die die Codes beherrschen, nützlich sein mag, eine Sprache, die mit Bildungsjargon prunkt, um eine Wissenschaftlichkeit vorzutäuschen, die nicht vorhanden ist, ein Bildungsrotwelsch, das hochstapelt.

      Das wird Vorurteile nicht beseitigen, sondern verstärken.

      Vorurteile schafft man nur mit Klarheit und Wahrheit aus der Welt, besser gesagt, damit minimiert man sie, denn mit einem Bodensatz an Vorurteilen wird man leben müssen, unausweichlich, auch das vielleicht instinktiv gesteuert.

      • @Roslin:
        „Dafür werden sie vom Medienfeminismus als positives Leitbild „neuer“ Männlichkeit vereinnahmt, als schlagender „Sachbeweis“ dafür, dass Männer doch auch ganz anders sein können, wenn sie denn nur wollen.“

        Genauer betrachtet handelt es sich ja um ein extrem reduziertes Klischee vom homosexuellen Mann, das da hochgehalten wird.

        Ich kann mich noch gut an die Hype um den Berliner Bürgermeister erinnern, dem dann weißichwas für eine Progressivität angedichtet wurde weil „das auch gut so ist“. Ein Hype, der jäh auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurde als Unsympath Westerwelle sich ebenfalls outete.

        „Was ihnen bei jenem Pöbel, der sie auf der Strasse attackiert nicht nur nicht hilft, sondern auch noch zusätzlich schadet.“

        Da stimme ich voll zu. Wohlstandsgepamperte Mittelschichtjungen, die nicht die geringste Vorstellung davon haben wie Hart das Leben sein kann, machen einen auf „neuen Mann“. Sie lassen pseudomäßig ihre „weibliche, homoerotische Seite“ heraushängen und schauen voller Verachtung auf den „ungebildeten Macho-Proll“ herab, dem für diese alberne Show schlicht jegliches Verständnis fehlt.

        „Besser zu Frauen zu sein, als der ungebildete gemeine Plebs“ war schon immer ein ganz wesentliches Element eines überheblichen „bildungsbürgerlichen“ Dünkels, selbst die Nazis haben diese Karte – rassistisch umgerubelt – ausgiebig gespielt.

        Unter dem pseudoprogressiven Deckmantel des Feminismus dürfen heutzutage beliebig die arrogantesten Statusdünkel ausgelebt werden, angereichert mit pädagogisierendem „gesellschaftskritischem“ Geschwurbel zur „Heilung“ des „Proll-Machismo“.

        Klassisches Beispiel: Die Diskussion „Der „neue Mann“ und die Brutalität“ bei unseren Alphagörls, bei der ganz Empört gegen Rassismen und Klassismen schwadroniert wird, die dann aber selber in beinnahe jedem Satz, selbstbeweihräucherung feministisch verschwurbelt, breitgetreten werden.

        „Die alte Männlichkeit ist an der schlimmen Brutalität schuld! Wie kriegen wir es nur hin, dass diese brutalen Machoprolls und Machotürks so tolle neue Männer werden, wie wir es doch sind? Seht her, wie toll wir sind dass wir das jetzt reflektieren!“

        Für die weniger reflektierenden Exemplare ist der Schwule dann genau das richtige Hassobjekt: Er wird ja als Prototyp des „neuen Mannes“ teilweise geradezu auf einem Podest präsentiert, und ist dennoch ein Außenseiter. Man kann also auf die klammheimliche Akzeptanz einer „schweigenden Mehrheit“ hoffen, wenn man sie verprügelt.

        In meinen Augen: Dummerweise kapieren manche Schwule nicht, dass auch positive Vorurteile Vorurteile sind, und machen diese Freakshow auch noch mit.

        Vorurteile schafft man nur mit Klarheit und Wahrheit aus der Welt, besser gesagt, damit minimiert man sie, denn mit einem Bodensatz an Vorurteilen wird man leben müssen, unausweichlich, auch das vielleicht instinktiv gesteuert.

        Absolut. Meine These: Schlimm sind nicht die Vorurteile, sondern die fehlende Bereitschaft sie zu verifizieren.

  8. ..es ist vielleicht in beiden Fällen der böse Mann, der sich der staatlichen und weiblichen Nutztierhaltung entzieht.

    Der feministische Diskurs gegen „male hedonism“ („keine Veranwortung für sich und Andere“) ist ja ziemlich bezeichnend: Da weigert sich der Mann doch einfach, den verantwortlichen (Familien-) Patriarchen abzugeben.

  9. @alexander
    im augenblick ist eher bei den männern schicht im schacht 🙂 für die zukunft bin ich mir nicht sicher, aber mit zunehmender bedeutung von frauen, wird die welt zunehmend psychotischer. psychische störungen sind heute bereits der größte einzelposten bei den gesundheitskosten. männer werden forensisch auffällig, frauen psychisch..

    @pascal
    je mehr Partriarchat, desto mehr „machos“. also umgedreht. hier spielen allerdings auch noch andere soziale faktoren eine wichtige rolle, wie bspw. die möglichkeit, über bildung ressourcen zu erlangen, was in ärmeren ländern schwieriger ist. letztlich will die frau vor allem „versorgt“ werden. gleichberechtigung hin oder her..

  10. @ secuni

    *im augenblick ist eher bei den männern schicht im schacht *

    Aber das ist doch das Problem: Immer mehr Männer steigen aus dieser femizentrischen, frauenprivilegierenden Gesellschaft aus oder gar nicht erst ein oder nur noch halbherzig/lustlos ein.

    Es beginnt bei den Jungen, deren Bedürfnisse von einem ideologisch und personell überfeminisierten Bildungssystem vom Kindergarten an vernachlässigt, übergangen, missachtet werden.

    Wohlstand, materieller Wohlstand, wird dort geschaffen, wo etwas produziert, angebaut, abgebaut oder erfunden wird, das die Punkte 1-3 effizienter gestaltet.

    Dort arbeiten überwiegend Männer.

    Frauen arbeiten vor allem dort, wo dieser materielle Wohlstand verwaltet, umverteilt, verbraucht wird.

    Wenn die Männer vermehrt aussteigen, nicht mehr können, nicht mehr wollen, dann bricht Sektor A ein und Sektor B folgt mit kurzer, zeitlicher Verzögerung, denn er, der „Frauensektor“ B ruht auf dem „Männersektor“ A auf.

    Eigentlich ist das ja längst der Fall, nur die wachsende und immer weiter wachsende Verschuldung „täuscht“ seit Jahrzehnten darüber hinweg.

    Die ist aber nicht mehr steigerbar, die Stunde der Wahrheit, die des Offenbarungseides, rückt näher.

    Wenn in einer Zivilisation für die Männer Schicht im Schacht ist, dann für die Frauen dieser Zivilisation auch.

    Sie gewinnen gemeinsam und sie gehen gemeinsam unter.

    Aber etliche denkbeschränkten Pauernarzisstinnen scheinen diese einfachen Zusammehänge nicht zu verstehen.

    Sie feiern das Absteigen/Aussteigen der Männer als Sieg im Geschlechterkrieg, nicht erkennend, dass sie hier ihre eigene Niederlage feiern.

    Unsäglich dumm, diese Verblödung in Selbstgefälligkeit.

  11. man könnte es natürlich auch so sehen, dass die männer hunderttausend jahr am drücker waren und jetzt sind halt die frauem mal dran. außerdem gibt es viele männer, die auch davon profitieren und oeben auf sind. in diesem wettbewerb gibt es gewinner und verlierer und das ist für letzreren naturgemäß nicht einfach. aber -> es ist naturgemäß..

    • @ secuni

      Es gibt keine ausgleichende Ungerechtigkeit, sondern nur Ungerechtigkeit, zumal DIE Männer nie am Drücker waren, immer nur eine kleine feine Elite, die männlich dominiert war, deren Frauen mit dieser Ordnung aber ebenfalls prächtig leben konnten.

      Daran wird sich auch nicht viel ändern, denn die Geschlechterratio am rechten Rand der IQ-Verteilungskurven ändert sich ja nicht.

      Mehr als 130 IQ-Punkte hinter der Hutschnur und Testosteron als Treibmittel, das ist schwer auszubremsen.
      Die so „Motorisierten“ müssen sich keine Sorgen machen, denen wird die „Haremsbildung“ sogar noch erleichtert durch Befreiung der hypergamen Instinkte von Frauen nach Abschaffung der erzwungenen Monogamie.

      Es sind die eher durchschnittlichen Männer, die vermehrt vor die Hunde gehen, aussteigen, sich hängen lassen, abtauchen.

      Und natürlich die Gesellschaft, die sie früher oder später auseinandernehmen werden oder die, noch wahrscheinlicher, an ihrem Marasmus verreckt, an innerer Auszehrung zugrunde geht, sang-und klanglos in sich zusammensackend, weil zu wenige überhaupt noch ein Interesse daran haben, sich für sie zu engagieren, für ihren Erhalt zu schuften, sie zu verteidigen.

      Wie gesagt: Matriarchate behaupten sich nicht.

  12. Frauen in armen Ländern sind traditionellen Rollenvorstellungen eher verpflichtet, weil sie einen Mann brauchen, wenn sie nicht arm bleiben wollen. Und vor allem brauchen sie Kinder, wenn sie nicht im Alter unversorgt dastehen wollen. Mit Rentenversicherung ist nicht viel in den meisten III.-Welt-Ländern.

    • @ senui

      Die hatten wir hier schon mal.

      Ca. 40 000 Menschen unter 1, 3 Milliarden Chinesen, mit schrumpfender Kopfzahl.

      Matriarchate überleben nur in den abgelegensten Weltgegenden, wo niemand etwas von ihnen will, fernab der großen Handelsrouten, arm, armselig, so dass bei ihnen nicht viel zu holen ist, nicht viel verteidigt werden muss.

      Die Mosuo haben keine Schriftsprache, leiden unter Abwanderung, denn sobald eine konkurrenzfähigere Gesellschaft auf Sicht – und Hörweite heranrückt – und das ist immer eine patriarchalere Gesellschaft – werden Matriarchate überrannt, erobert, auspeupliert oder sterben an Auszehrung/Abwanderung.

      Das passiert den Mosuo gerade.

      Denn nun kommen allmählich Strom, Fernsehen, Radio in ihre Dörfer und die jungen Männer wandern ab, die jungen Frauen auch, aber niemand wandert zu.

      So attraktiv scheinen Matriarchate also nicht zu sein, sonst müssten sie ja unter Zuwanderung leiden, aber das Gegenteil ist der Fall, weltweit.

      Matriachate und Hochkultur, das geht offenbar nicht dauerhaft zusammen, denn es gibt keine hochkulturell erfolgreichen Matriarchate auf dieser Welt.

      Die Mosuo werden nur überleben, wenn das chinesische Tourismusministerium sie subventioniert und unter Denkmalschutz stellt, als Ausstellungobjekte im Menschenzoo.

      Was dann an ihrer Kultur noch authentisch ist, was Disneyländ, das mag der westliche Ökotourist dann vor Ort entscheiden oder der aus dem riesigen chinesischen Umfeld, der sich die Exoten ansehen will.

    • @ senui

      Hier – das hatte ich auch schon verlinkt – ein Einblick in’s Originalmosuoleben

      Die junge Frau auf dem „Titelbild“ wird später im Film übrigens sagen, in Wahrheit hätten die Männer die Macht.

      Wahrscheinlich eine „Feministin“ avant la lettre, diemal antimatriarchal.

  13. ich kann dem allem nur zustimmen.
    das matriarchat ist ein ausgleichender entwurf, so wie die lebensweise der bonobos. das patriarchat kennzeichnet hingegen die konkurrenz- und wettbewerbsgesellschaft.

    • @secuni:

      Und wer erzieht unsere Weibchen zu Bonobos um?

      Gier ist leider nicht männlich, sondern menschlich.

      Das Matriarchat Irokesen sollte hinreichend bewiesen haben, dass die Zivilisation (vulgo: „Patriarchat“) nicht des weltleides Ursache ist.

      Man das Leid nur mindern, und nicht abschaffen. Es mag zynisch klingen, aber ohne den Kontrast des Leides kann der Mensch keine Freude empfinden.

      Eine globale soziale Marktwirtschaft ist wohl das Maximum an Humanismus, das erreichbar ist.

      • @ Nick

        *Das Matriarchat Irokesen sollte hinreichend bewiesen haben, dass die Zivilisation (vulgo: „Patriarchat“) nicht des weltleides Ursache ist*

        Jetzt hacke hier doch nicht ständig auf den Irokesen herum.

        Nur weil die ab und an Menschen geschlachtet, filetiert, gekocht und verzehrt haben, kann man doch die grundsätzliche Güte und Menschenfreundlichkeit von Matriarchaten nicht bezweifeln.

        Sie haben sich durchaus ausgewogen von Männern und Frauen ernährt.

        Gut, wahrscheinlich standen häufiger Männer auf der Menukarte, aber immerhin, die eine oder andere Frau war darunter.

        Diesen Schritt hin zu wahrer Gleichstellung sollte man erst einmal anerkennen, auch wenn er sicher noch ausbaufähig gewesen wäre.

        Ich jedenfalls tue das.

        In einem modernen Matriarchat kann man das sicher besser regeln.

      • „Diesen Schritt hin zu wahrer Gleichstellung sollte man erst einmal anerkennen, auch wenn er sicher noch ausbaufähig gewesen wäre.“

        Das stimmt wohl.

        Aufgrund der Jahrtausendelang kumulierten Erbsünde ist es ja nur im Sinne der großen Göttin, wenn alle Männer mal nach Irokesenart die bewußtseinserweiternde Erfahrung (weiblich praktizierter) tagelanger Folterrituale machen dürfen.

        Und ja, im modernen Matriarchat kann man das besser regeln: Wer das überlebt, dessen Herz muss ja nicht verspeist werden: Wie wir heute wissen, ist das doch bestes genetisches Material für noch länger anhaltende Folterfreuden in der nächsten Generation.

        Das Leid Jesu war doch Pillepalle, diese verweichlichten Christen sollen sich mal nen Dauerlutscher kaufen.

    • @ secuni

      Na ja, auch die Bonobos stärken mein Vorurteil, dass Matriarchat und Hochkultur erfolgreich nicht kombinierbar sind.

      Die Schimpansen sind wesentlich aggressiver als Bonobos, Schimpansen jagen darum in Gruppen ( oder sie sind deshalb aggressiver geworden mit der Zeit).

      Und in Bezug auf Hochkultur: Schimpansen verwenden in freier Wildbahn Werkzeuge, Bonobos nicht.

  14. bonobos und mosuo stehen viel mehr als konzepte, die es abseits des patriarchats und des wettbewerbs gibt. vergleichbar sind sie damit natürlich nur eingeschränkt.

  15. sorry, ich bin etwas verzweifelt: kann mir jemand sagen, wo oder wie ich einstellen kann, dass auf meiner blogseite nur kurze previews meiner posts zu sehen sind und man zum vollständigen lesen auf „weiter lesen“ klicken muss?
    Danke!

  16. erstmal danke! hat gleich geklappt..

    frauen müssen/mussten angepasst sein, weil männer viele tausende jahr schutz und bedrohung zugleich für sie waren. so, wie man bspw. bei einem cholerischen chef angepasst ist, weil man den job braucht oder im extremfall ein entführungsopfer wie natasha kampusch. frauen konnten sich unter diesen bedingungen nie „ganz“ natürlich entfalten im sinne eines rücksichtslosen auftretens. sie mussten immer „diplomatisch“ und deeskalierend agieren um keine übergriffe zu provozieren. wohlgemerkt in zeiten, wo es keine polizei und keinen rechtstaat gab…

    • @secuni

      „sie mussten immer „diplomatisch“ und deeskalierend agieren um keine übergriffe zu provozieren“

      Diese Werte haben sich aber, wenn ich die Studie richtig verstehe, bei den Frauen nicht unbedingt nach unten hin verändert.
      Andere Studien legen eher nahe, dass sich Frauen, die mehr Wahlmöglichkeiten haben eher für Berufe interessieren, in denen sie diplomatisch sind und deeskalierend agieren.

  17. genau das ist das problem christian! das patriarchat ist im rückbau und die frauen folgen aber weiterhin den überlieferten mustern, die man als den „stiefelabdruck“ des patriarchats bezeichnen kann.

    • @secuni

      vielleicht erstmal zur Abklärung: Wie definierst du eigentlich das Patriarchat?
      Und gleich als Folgefrage: Inwiefern baut sich dieses ab?

      Und schließlich:
      Müßte sich nicht zumindest eine leichte Abschwächugn statt einer Verstärkung ergeben, wenn es tatsächlich am Stiefelabdruck des Patriarchats liegt?
      Und woran machst du fest, dass die Frauen nur deswegen „in Form“ bleiben, weil sie genötigt werden? Vielleicht gefällt ihnen die gegenwärtige Gesellschaftsform ja ganz gut, immerhin bietet sie einen hohen Lebensstandard.

    • @ secuni

      *genau das ist das problem christian! das patriarchat ist im rückbau und die frauen folgen aber weiterhin den überlieferten mustern, die man als den „stiefelabdruck“ des patriarchats bezeichnen kann.*

      Du meine Güte, das ist ja schrecklich.
      Was kann man denn dagegen tun?

      Wie kommt überhaupt der Stiefelabdruck des Patriarchates in die Psyche der Frau, wie vermittelt sich der?

      Das müsste man ja erst einmal wissen, um den Springerstiefel des Patriarchates aus der zarten FRauenpsyche herausziehen?

      Und warum ist die Rollendichotomie in den Matriarchaten so ähnlich wie in den Patriarchaten (also z.B. Kinderaufzucht vorrangig durch die Mutter, weiträumig-außerhäusige Aktivitäten – Handel, Kriegführung, Jagd, „Außenpolitik“ – eher durch Männer > starke Stellung der Frau innerhalb der Familie, starke Stellung des Mannes jenseits der Familie) ?

      Warum leben die keine Rollenumkehr oder wenigstens eine deutlich abweichende Rollenverteilung, also Papa (oder wer immer sich dafür hält) bleibt bei den Kindern zuhaus und Mama geht auf Dienstreise, entdeckt Amerika, erobert ein Weltreich, baut Kathedralen und all den anderen Unsinn, den fast nur Männer veranstalten im Patriarchat?

      Wie stiefelt das Patriarchat durch’s matriarchale Frauenhirn?

  18. das patriarchat ist ein putsch der männer, der die frauen von ihrer evolutionären schlüsselposition (als hüterin der selektion) verdrängt hat.

    institutionen, wie die ehe, familie, religion, wehrpflicht und und ihre rechtlichen ausgestaltung dienten der machterhaltung des patriarchats. inzwischen „zerbröseln“ diese institutionen sichtbar.

    eine abschwächung wäre natürlich die erste vermutung. allerdings ist es wichtig zu wissen, dass der preis, den die frauen für ihre anpassung gezahlt haben, die heute noch nachweislich intensive verbindung zwischen sozialem denken und gefühlen ist. diese verbindung ist allerdings hochexplosiv, wie du an vielfältigen zwangsstörungen, wie bulemie zbsp. erkennen kannst.

    um es mal plastisch zu formulieren: wenn du den ganzen tag auf dem acker stehst und vier kinder zu versorgen hast, bleibt dir nicht viel zeit, um dir einen „schlechten“ kopf über freunde, familie, arbeit, status, liebe und eben vor allem ängste zu machen. hast du allerdings nur 8 stunden im büro herumzubekommen und den rest des tages frei, nehmen die gedanken und die privatlogik viel mehr platz ein.

    die welt der gedanken und gefühle hat sich in der moderne extrem ausgeweitet und damit breiten sich auch alle probleme in diesem zusammenhang stärker aus. der gesellschaftliche wandel ist also mehrdimensional. frauen sind wegen ihrer höheren sensibilität naturgemäß stärker von dieser entwicklung betroffen…

    ja, frauen gefällt die gesellschaft sehr gut, so wie sie ist und wir sollten uns darüber auch glücklich schätzen. allerdings gibt es eben auch viele probleme. der unterscheid zwischen mann und frau ist, dass der mann mit seiner forensischen auffälligkeit schnell und klar sanktioniert wird. die frau hingegen kann sich mit ihrer psychischen auffälligkeit viel leichter in der gesellschaft „verbergen“, womit sich verhängnisvolle muster ausbreiten.

    • @ secuni
      Meines Erachtens machen Sie immer denselben Fehler, wenn Sie Termini über Evolution stellen.

      „frauen konnten sich unter diesen bedingungen nie „ganz“ natürlich entfalten“
      „das patriarchat ist ein putsch der männer, “

      Hier wurde nicht geputscht und hier gibt es nichts was sich nicht entfalten konnte, weil es keinen Idealzustand, den es evolutionär zu erreichen gegolten hätte, gegeben hat. Das alles sind Muster, die Sie in die Natur hineininterpretieren. Genauso ist es mit dem Begriff der Heteronormativität. Da sind nicht 50000 v.Chr. 400 Männer zusammengesessen und haben sich das so ausgeknobelt. Es hat sich evolutionär eine natürliche Arbeitsteilung entwickelt, und die Frau wurde MEHRGESCHÄTZT als der Mann, was sich auch an den Regelungen zu Gunsten der Frau, in ihren Augen des körperlich schwächeren Menschen, entwickelt. Vergessen Sie nicht, dass nur sehr, sehr wenige Männer in Führungsrollen sind. Auch bin ich mir nicht sicher, ob ohne Monogamie wissenschaftlicher, kultureller Fortschritt möglich gewesen wäre, zumindest nicht in dem Ausmaße.

  19. @pascal
    irgendwann erwarb der mann mit seinen neuen kognitiven und motorischen möglichkeiten die fähigkeit eine frau zu vergewaltigen. das patriarchat entsteht mit der (von der natur nicht vorgesehenen) sexuellen gewalt. damit hat sich die welt und auch das verhältnis von mann und frau dramatisch gewandelt.

    @alexander
    der „stiefelabdruck“ ist ein sprachliches bild. genauso, wie es beim zahnarzt einen gebissabdruck gibt, der einen angepassten, weichen gegenspieler zum strukturierenden element hat, ist auch die frau in ihrem denken, fühle und handeln das „produkt“ des patriarchats.

    wie schwer es ist, ein altes muster abzulegen, wissen wir alle, wenn es um essgewohnheiten oder rauchen bspw. geht. wir wissen auch alle, wie schwer es war fahrradfahren zu lernen. und wir wissen, dass wir es nicht „verlernen“ können. das gleiche gilt für frauen die jahrtausende lang unter extremer gefahr, die von männern ausging, ihre leben bewältigen mussten. dies hat zwangsläufig tiefe spuren in der psyche der frau hinterlassen.

    • @ secuni
      Von was träumen Sie abends? Sorry für den Sarkasmus, aber zu behaupten, dass sexuelle Gewalt von der Natur nicht vorgesehen sei, können Sie bitte mit Verlaub keinem Vorschulkind erzählen. Es genügt eine Tierdoku um dies zu widerlegen. Ich würde eher behaupten, dass das Erkennen der Möglichkeit auf sexuelle Gewalt einhergeht mit vom Weibchen ausgestoßenen Duftstoffen, die dafür sorgen, dass das Männchen Interesse an Sexualität hat. Erst in dieser Zeit kommt in der außermenschlichen Natur die Möglichkeit der Sexualität für die meisten Nicht-Primaten erst in die Welt, und da das Weibchen hier sowieso fruchtbar ist, wird meist nicht danach gefragt, ob sie will oder nicht. Die Selektion wird meist durch die Konkurrenz der Männchen vorgenommen. Ist der Eisprung vorbei, die Duftnote weg, haben die Männchen kein Interesse mehr am Weibchen.

      Sie scheinen scheinbar die ET nicht ganz verstanden zu haben. Da gibt es kein „von der Natur nicht vorgesehen“. Wäre dem so, würde sich der Mensch über die Natur stellen, und die grundlegende ET wäre falsch.

    • @secuni

      „irgendwann erwarb der mann mit seinen neuen kognitiven und motorischen möglichkeiten die fähigkeit eine frau zu vergewaltigen. “

      Zum vergewaltigen braucht man nicht sehr viel kognitive und motorische Fähigkeiten. Es kommt auch im Tierreich vor. Beispielsweise Enten sind große Vergewaltiger.

      „wie schwer es ist, ein altes muster abzulegen, wissen wir alle, wenn es um essgewohnheiten oder rauchen bspw. geht.“

      Ja, aber wenn wir aus einer Kultur heftiger Raucher in eine Kultur der Nichtraucher wechseln, dann würde es im Schnitt eher dazu führen, dass wir weniger rauchen. Es passiert aber das Gegenteil. Wir werden nicht gleicher, sondern ungleicher.

      „von der natur nicht vorgesehenen) sexuellen gewalt“

      Das ist insoweit richtig, dass die Natur nichts vorhersehen kann. Es gibt „die Natur“ ja nicht. Aber wenn Vergewaltigungen sehr häufig auftreten, dann führt das natürlich zu einer Selektion. Bei den Weibchen zu Verhinderungsmaßnahmen einer Befruchtung. Enten haben beispielsweise verschiedene „blinde Vaginas“, in die Erpel bei einer Vergewaltigung eindringen können um so eine Befruchtung zu erschweren, Erpel im Gegenzug haben spezielle Penisse um besser vergewaltigen zu können. Wenn es im Rahmen der Menschheit also übermäßig viele Vergewaltigungen gegeben hätte, dann würden wir wahrscheinlich evolutionäre Anpassungen in der Richtung haben.

      „das gleiche gilt für frauen die jahrtausende lang unter extremer gefahr, die von männern ausging, ihre leben bewältigen mussten. dies hat zwangsläufig tiefe spuren in der psyche der frau hinterlassen.“

      Ich denke, dass Männer im Schnitt mehr Gewalt gesehen haben als Frauen. Schon durch Jagd und Kampf. Und nicht alle Männer sind gewalttätig gewesen. Viele Frauen haben vielleicht auch einfach in einer guten Partnerschaft gelebt, bei der beide ihr bestes getan haben, damit sie und ihre Kinder überleben. Immerhin gab es auch damals schon Liebe, Bindungshormone, Glückshormone etc.

  20. @pascal
    kein problem
    an meine träume erinnere ich mich selten. ansonsten schwankt mein interesse an frauen nicht mit ihrer fruchtbarkeit. aber vlt. bin ich da ja eine ausnahme..

    @alexander
    motorische und *kognitive*…
    auch orang utans können vergewaltigen. sie können aber keine festung bauen, das gewahr erfinden, den ehevertrag oder oder oder…

  21. „der „stiefelabdruck“ ist ein sprachliches bild. genauso, wie es beim zahnarzt einen gebissabdruck gibt, der einen angepassten, weichen gegenspieler zum strukturierenden element hat, ist auch die frau in ihrem denken, fühle und handeln das „produkt“ des patriarchats.“

    Genau diese These ist ja dadurch widerlegt, dass die Kontur des Abdrucks stärker wird, obwohl der Stempel an Druck, Härte und Kontur abnimmt.

    Die Kontur des „Stiefelabdruckes“ des Patriarchates müsste ja stärker sein in den Ländern, in denen das strukturierende „Patriarchat“ stärker ausgeprägt ist, also Frauen weniger Gestaltungsmöglichkeiten haben.

    Die Empirie zeigt aber, dass das Gegenteil der Fall ist.

  22. dabei muss man aber zwischen sichtbaren und unsichtbaren erscheinungen unterscheiden. in einer stark angepassten ordnung, sind die offensichtlichen konflikte geringer, als in einer liberaleren ordnung. d.h. aber nicht, dass es sie nicht gibt…

    ansonsten hat man bspw. mal untersucht, was passiert, wenn man kinder sich gewalttätig abreagieren lässt. überraschender weise beruhigten sie sich nicht, sondern gerieten immer mehr außer kontrolle. der „nachlassende“ druck, oder das normenkorsett, wie ich es nenne, führt zu einer heftigeren reaktion auf der anderen seite.

    so, wie beispielsweise auch allergien dadurch entstehen, dass der immunabwehr die gegner verloren gehen und nun übertreiben heftig auf nichtige auslöser reagiert wird. dafür gibt es noch viele weitere beispiele in politik, gesellschaft und wirtschaft…

    • „dabei muss man aber zwischen sichtbaren und unsichtbaren erscheinungen unterscheiden. in einer stark angepassten ordnung, sind die offensichtlichen konflikte geringer, als in einer liberaleren ordnung. d.h. aber nicht, dass es sie nicht gibt…“

      Es ist ja nicht so, dass da etwas unsichtbar wäre, feministische Thesen sind vielmehr schon sehr lange Mainstream.

      Trotz der „Sichtbarmachung“ und des Wegfalls des strukturellen Druckes wollen sich Frauen einfach nicht theoriegerecht verhalten, im Gegenteil:

      Je weniger „Patriarchat“, um so „patriarchalischer“ die Frauen.

      Aber vielleicht ist es wie in der Kirche: Wenn beten nicht hilft, dann ist das kein Beleg für dessen Unwirksamkeit, dann haben wir eben zu wenig gebetet und genau darüber ist Gott erzürnt.

      Dogmen kann man nicht widerlegen.

  23. @ christian
    nein, keine dieser annahmen sind meine. frauen sind nicht außer kontrolle und es ist auch nicht schlimm „weiblicher“ zu werden.

    frauen, aber auch männer (denn es geht um weibliche muster) sind oftmals mit den neuen freiheiten der modernen gesellschaft überfordert. frauen können die „unnatürlichen“ strategien, die sie während des patriarchats ausgebildet haben nur nicht ableben. sie werden sogar umgedeutet und als hohe sozialkompetenzen gefeiert und das ist bedenklich, da damit notwendige veränderungen verhindert werden.

    hier mal ein sehr schönes beispiel dafür:

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article8636521/Frauen-holen-sich-mehr-vom-Leben-als-Maenner.html

    • Aus dem Welt-Artikel:

      „Wir müssen begrüßen, dass das Ende dieser riskanten Zeit auf uns zukommt. Der Mann ist entmutigt, auch wegen seiner Fehlerquote. Was er aber nicht zugibt. Es geht so wahnsinnig viel daneben, nicht wahr!“

      Was für ein reaktionärer Weiblichkeitskitsch.

      Als ob „die Männer“ ein monolithischer Block wäre, der eine „Fehlerquote“ aufweisen könnte.

      Es gibt eine neue, aüßerst dogmatische antiaufklärerische Religion in unserem Land.

    • @secuni:
      „frauen können die „unnatürlichen“ strategien, die sie während des patriarchats ausgebildet haben nur nicht ableben.“

      Gut, unter der Annahme dass das Patriarchat seit der Steinzeit existiert kann man das so auslegen. Es ist allerdings dann die Frage, ob das „Patriarchat“ nicht eine Erscheinung der Natur ist.

      Eine rein kulturelle Prägung sehe ich nicht, wenn diese Strategien trotz zweifelsohne rückläufigem „Patriarchat“ verstärkt zur Geltung kommen.

      „sie werden sogar umgedeutet und als hohe sozialkompetenzen gefeiert und das ist bedenklich, da damit notwendige veränderungen verhindert werden.“

      Die Frauenbewegung des 19. Jahrhunderts hat sehr viel dafür getan, dieses Interpretationsmuster zu etablieren. Ab den 1960ern arbeitete man am Gegenteil, vor allem inspiriert durch den Sozialismus.

      Ab mitte der 1970er etablierte sich der von sozialistischen Feministinnen so genannte „kulturelle Feminismus“ der sich zwar vordergründig als Fortsetzung des Gleichheitsfeminismus der 1960er verstand, jedoch subkutan genau an das Gegenteil anknüpfte, nämlich an die Weiblichkeitsaufwertung und Männlichkeitsabwertung der Frauenbewegungen des 19./frühen 20. Jahrhunderts.

      Dieser Feminismus wurde mit all seinen Widersprüchen zum Mainstream, und deshalb können wir so oft solche Zeitungsartikel lesen.

      Konsequenter Gleichheitsfeminismus scheitert daran, dass Frauen ihn nicht wollen.

      Was können wir also tun? Die einzige Chance sehe ich in einer aufgeklärten und toleranten biologischen Theorie der Geschlechter, mit absoluter rechtlicher Gleichbehandlung und der Berücksichtigung der Präferenzen verschiedener Gruppen von Frauen.

      Es wollen ja z.B. nur ca. 20% der Frauen sich voll und ganz ihrem Beruf widmen.

  24. „frauen können die „unnatürlichen“ strategien, die sie während des patriarchats ausgebildet haben nur nicht ableben. sie werden sogar umgedeutet und als hohe sozialkompetenzen gefeiert“

    In dem Artikel „Empahtie, Testosteron und digit ratio“ zitiere ich ja eine Studie, bei der deutlich wird, dass Testosteron und Empathiefähigkeiten zusammenhängen. Das spricht dagegen, dass die Sozialkompetenz, sofern man diese mit der höheren Empathiefähigkeit begründet, eine Nachwirkung des Patriarchats ist.
    Ich würde sie eher damit begründen, dass Kinderaufzucht eher Empathie erfordert, so dass sich dies auch in matriarchalischen Kulturen entwickelt hätte.

      • @Nick

        Aber dennoch haben ja Frauen auch in diesen Kinder betreut und dazu auf ihre Reaktionen geachtet.
        Empathie kann natürlich auch negativ genutzt werden, indem man jemanden, den man hasst, besonders leiden lassen möchte. Es ist eben die Frage, worauf sich die Empathie bezieht. Funktionale Empathie trifft man ja auch bei Sadisten.

      • @Christian: Ja, da ist was dran. Aufschlußreich finde ich immer wieder die Begriffsgeschichte:

        Der Begriff Empathie ist eine moderne gräzisierte Lehnübersetzung von deutsch ‚Einfühlung‘[6], in Anlehnung an das bedeutungsähnliche Sympathie. Ihm liegt das griechische ἐμπάθεια empátheia zugrunde, das ursprünglich eine intensive Gefühlsregung bedeutete. Im Neugriechischen steht es allerdings mit negativer Konnotation für ‚Voreingenommenheit, Feindseligkeit, Gehässigkeit‘.

        http://de.wikipedia.org/wiki/Empathie#Begriff

        Wobei ich mich frage, ob die Empathie des Sadisten eine funktionale ist.

  25. @ christian
    ich würde sozialkompetenz nicht als produkt des patriarchats bezeichnen.

    @ nick
    im augenblick gehen die frauen den einfacheren, aber problematischeren weg, indem sie die infrastruktur des patriacrhats einfach übernehmen.

    • Was soll denn die Infrastruktur des Matriarchates sein?

      Die Indianer des östlichen Nordamerika waren fast durchgängig Matriarchate, was sie auch nicht daran hinderte zu erobern, zu mörden und zu plündern. Ökologisch nachhaltig waren sie nur, weil ihnen die technischen Ressourcen zur groß andelegten Ausbeutung der Natur fehlten.

      Die Irokesen waren die Imperialisten unter den Indianern.

      Diese Kulturen waren „patriarchal“ völlig „unverdorben“.

    • „ich würde sozialkompetenz nicht als produkt des patriarchats bezeichnen.“

      Was sind denn dann die unnatürlichen Strategien, die sie aus dem Patriarchat übernommen haben und die als Sozialkompetenz ausgelegt werden?

      „im augenblick gehen die frauen den einfacheren, aber problematischeren weg, indem sie die infrastruktur des patriacrhats einfach übernehmen.“

      Vielleicht empfinden sie es ja auch nicht als Patriarchat, sondern als den richtigen Weg? Vielleicht machen sie sich diesen Weg ja auch bewusst zu eigen?
      Was lässt dich vermuten, dass es nicht so ist?

  26. @ nick
    „Die einzige Chance sehe ich in einer aufgeklärten und toleranten biologischen Theorie der Geschlechter, mit absoluter rechtlicher Gleichbehandlung“

    stimme ich voll und ganz zu

    @ christian

    imwesentlichen: Anpassung, Manipulation und Harmonie

    wie der Beitrag von Frau Höhler zeigt, sehen sich Frauen mit diesen Konzepten auf dem richtigen Weg. Allerdings erinnern wir uns mit Schrecken an das erste Regierungsjahr und eine Bundeskanzlerin, die nichts entscheiden mochte (Steinbach Affäre). die keine Position bezog und keinen Standpunkt hatte. die ihr Fähnchen in einer anpasserischen Wesie in jedes Lüftchen hält, dass es geradezu peinlich ist und eer letztlich all die Politiker fortgelaufen sind, die genau diese Qualitätsmerkmale aufwiesen (Koch, Beust, Merz, usw.). Übrig geblieben sind Figuren, wie Kauder und Pofalla. Hast du irgendein statement von denen parat?

    ich denk, dass war ein sehr eindrucksvolles Beispiel für die „Strategien“ der neuen erfolgreichen Frauen. Sie sind in jeder Hinsicht verhängnisvoll. dass sehen wir in der Innen- wie Außenpolitik

  27. „Allerdings erinnern wir uns mit Schrecken an das erste Regierungsjahr und eine Bundeskanzlerin“

    Naja, da ist sie ganz Ziehtochter von Helmut Kohl. Aussitzen.

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