Werbung und die Darstellung von Männern

Eine interessante Studie zur Darstellung der Geschlechter in Werbungen:

This content analysis updates the literature regarding gender and the depiction of housework in television commercials by exploring not just the distribution of chores but also the success or failure of chore performance. A sample of 477 commercials featuring domestic chores that aired in a week of primetime television programming on all of the broadcast networks was analyzed. Among the key findings: Male characters‘ performance of chores was often humorously inept as measured by negative responses from others, lack of success, and unsatisfactory outcomes. These depictions have important implications for the learning of gender roles from television exposure.

Quelle:  Working Hard or Hardly Working? Gender, Humor, and the Performance of Domestic Chores in Television Commercials

Das sich ein Großteil der Werbung an Frauen richtet dürfte daran liegen, dass diese einen Großteil der Konsumentscheidungen treffen. Werbenden ist es egal, ob sie Geschlechterrollen stärken oder schwächen, die Werbebotschaft soll beim Kunden ankommen und dort zum Kauf des Produkts animieren. Wenn der Kundenkreis nach Geschlecht abgrenzbar ist, dann wird sich die Werbung entsprechend verhalten.

Die Abwertung des Mannes in der Werbung dient meiner Meinung nach dazu, ein gewisses Überlegenheitsgefühl bei der Frau zu erzeugen, das dann mit dem Produkt verbunden wird. Gleichzeitig ist es für den Werbetreibenden der billigere Weg, da bei Abwertung einer Frau zum einen die Kundenbasis verärgert werden könnte und zudem der Vorwurf der Frauenfeindlichkeit droht, weil hier ein starkes Dogma gilt, dass ein Angriff auf eine Frau zugleich einen Angriff auf Frauen an sich und deren Gleichberechtigung darstellt.

76 Gedanken zu “Werbung und die Darstellung von Männern

  1. @christian

    „Die Abwertung des Mannes…“

    ich sehe werbung stärker als spiegel der gesellschaft. da wird dann benutzt was effekt hat da kommen deine argumente ins spiel.

    mir fällt dabei eine englische studie unter grundschulkindern ein.
    ab einem bestimmten alter waren die nicht mehr der ansicht das männer und frauen gleich gut sind sondern das frauen besser sind…

    alice schwarzer in emma:
    „wenn wir wollen, dass es unseren mädchen besser geht, müssen wir dafür sorgen, dass es unseren jungen schlechter geht“

      • @ Christian

        Bei mir ist der Satz so vermerkt:

        „Wenn wir wirklich wollen, dass es unseren Töchter einmal leichter haben, müssen wir es unseren Söhnen schwerer machen.“ EMMA, „Traumtöchter“, Februar 1986

        Geschrieben von einer Maria Magdalena Rousseau

        Ich vermute, dass es sich dabei um Katja Leyrer handelt

        Hilfe, mein Sohn wird ein Macker

        http://www.amazon.de/Hilfe-Mein-Sohn-Macker-Gesellschaft/dp/3596247489

        Bitte Kommentare lesen zwecks summarischer Inhaltserfassung

        Was sie in ihrem Buch beschreibt, ist Kindesmisshandlung im Dienste der „guten“ Sache.

        Seitdem ich dieses Machwerk gelesen habe, frage ich mich, wieviele LeherInnen, in diesem Geiste indoktirniert, auf Jungen losgelassen werden.

      • @Roslin

        [Hilfe, mein Sohn ist ein Macker]

        Das Buch ist, wenn es tatsächlich den Inhalt hat, den man überall liest, ein Grund der Autorin das Kind wegzunehmen. Sie ist eindeutig nicht in der Lage einen Jungen zu erziehen, weil sie jegliches männliches Verhalten hasst.

        Ich habe schon mal gesucht, ob man irgendwo etwas über den weiteren Verlauf oder den Sohn erfahren kann. Der müsste ja inzwischen erwachsen sein. Wenn da einer was kennt, dann würde ich es sehr interessant finden.

    • @ Holger

      *mir fällt dabei eine englische studie unter grundschulkindern ein.
      ab einem bestimmten alter waren die nicht mehr der ansicht das männer und frauen gleich gut sind sondern das frauen besser sind…*

      Es handelt sich wohl um diese Studie.

      http://www.parenta.com/2010/09/09/girls-boys-age/

      Allerdings könnte der Eindruck der Mädchen durchaus realistisch sein.

      Wegen dieser Situation.

      http://www.psychologytoday.com/blog/the-scientific-fundamentalist/201010/girls-are-more-intelligent-boys-men-are-more-intelligent-w

      Die auch deutlich wird in dieser Studie

      http://www.iapsych.com/articles/arden2006.pdf

      Ein bißchen Klatsch: Rosalind Arden ist, glaube ich, die Ehefrau von Geoffrey Miller – Inzucht unter Darwinisten 🙂

      Mädchen sind also wohl in jungen Jahren TATSÄCHLICH im Schnitt besser als Jungen, die sich langsamer, dafür länger entwickeln – ein wichtiger Grund, warum ich die Koedukation ablehen (zumindest bis 16).

      Im heutigen Klima eines weiblichkeitsvergötzenden Zeitgeistes wird so bei Mädchen ein überbordender Narzissmus, ein unrealistisches Überlegenheitsgefühl grundgelegt, das man einem Kind nicht vorwerfen kann (zumal es REALISTISCH ist!), das aber in diesem Zeitgeistklima später kaum noch korrigiert wird.

      Bei Jungen entsteht sehr früh Wut und Frustration in einer Schule, die sie unablässig mit biologisch weiter entwickelten, reiferen Mädchen vergleicht, die zwar kalendarisch gleich alt sind und deshalb mit ihnen in einer Klasse sitzen, die aber einfach im Schnitt besser sind, Dinge schneller und leichter können, die sie noch nicht können.

      Ich vermute, dass das sehr viel beiträgt zum Versagen einer mädchenzentrierten Schule bei der Ausbildung der Jungen.

      Und zur Erbauung und Anzeige des Zeitgeistklimas, noch ein heiterer Werbespot

  2. „Die Abwertung des Mannes in der Werbung dient meiner Meinung nach dazu, ein gewisses Überlegenheitsgefühl bei der Frau zu erzeugen, das dann mit dem Produkt verbunden wird.“

    Und wozu dient dann frauenfeindliche Werbung?

    „Gleichzeitig ist es für den Werbetreibenden der billigere Weg, da bei Abwertung einer Frau zum einen die Kundenbasis verärgert werden könnte und zudem der Vorwurf der Frauenfeindlichkeit droht,“

    Und du meinst, das hält die Werbetreibenden von frauenfeindlicher Werbung ab? Definitiv nicht.

    • @Onyx

      „Und wozu dient dann frauenfeindliche Werbung?“

      Damit wir über das gleiche reden zunächst die Frage, was du genau als frauenfeindliche Werbung verstehst.

      Wenn es attraktive Frauen sind: Entweder den Wunsch von Frauen attraktiv zu sein oder aber den Wunsch von Männern für schöne Frauen begehrenswert zu sein.

      Wenn du Werbung meinst, in denen Rollenklischees wiedergegeben werden (die Frau als Hausfrau, die Frau als Köchin, die Frau als diejenige, die putzen muss) dann geht es meiner Meinung nach nicht darum, tatsächlich Frauen abzuwerten, sondern die Intention ist, dass sich Frauen in den Rollen, die sie tatsächlich ausüben angesprochen fühlen und das Produkt als gut/problemlöser/ihr Leben einfacher machend wahrnehmen.

      „Und du meinst, das hält die Werbetreibenden von frauenfeindlicher Werbung ab? Definitiv nicht.“

      Es kommt wie gesagt darauf an, was man unter Frauenfeindlichkeit versteht. Eine Frau wird wesentlich weniger die Dumme sein und wesentlich weniger Gewalt ausgesetzt sein als ein Mann in der Werbung. Jedenfalls im Schnitt.

      Und natürlich könnte echte Frauenfeindlichkeit auch in Werbung für Produkten für Männer vorkommen.

      • „Wenn es attraktive Frauen sind: Entweder den Wunsch von Frauen attraktiv zu sein…

        Wenn du Werbung meinst, in denen Rollenklischees wiedergegeben werden (die Frau als Hausfrau, die Frau als Köchin, die Frau als diejenige, die putzen muss) dann geht es meiner Meinung nach nicht darum, tatsächlich Frauen abzuwerten, sondern die Intention ist, dass sich Frauen in den Rollen, die sie tatsächlich ausüben angesprochen fühlen…“

        Mit anderen Worten: Ist ja alles nur im Sinne der Frauen.

        „Eine Frau wird wesentlich weniger die Dumme sein und wesentlich weniger Gewalt ausgesetzt sein als ein Mann in der Werbung.“

        Worauf stützt du diese Erkenntnis?
        Googleergebnis „frauenfeinliche Werbung“: 18300 Ergebnisse
        Googleergebnis „männerfeindliche Werbung“: 3200 Ergebnisse

        Zwar kein eindeutiger Beweis, aber immerhin zeigt es die Tendenz, dass frauenfeindliche Werbung ein größeres Thema ist.

      • @Onyx

        „Mit anderen Worten: Ist ja alles nur im Sinne der Frauen.“

        Unter Frauenfeindlich verstehe ich dem Wortsinn folgend, dass es sich gegen Frauen richtet, sie angreift oder abwertet. Dies ist meiner Meinung nach aber bei Werbung, die Frauen zB als Hausfrauen abbildet um einen Identifikationsprozess zu ermöglichen nicht der Fall.
        Es mag zwar keine Dekonstruktion der Frauenrolle sein oder das Hinarbeiten auf ein Aufbrechen der Frauenrolle, aber das ist noch nicht frauenfeindlich.
        Es ist lediglich realitätsnah.

        Warum die Abbildung einer hübsche Frau per se frauenfeindlich oder gar „sexistische Kackscheiße“ sein soll erschließt sich mir auch nicht. Ich finde da macht es sich der Feminismus etwas einfach. Vielleicht kannst du es mir ja noch mal erklären.

        „Worauf stützt du diese Erkenntnis?“

        Teilweise auf die Studie oben. Aber die Darstellung von Gewalt gegen Männer ist allgemein üblicher und „lustiger“.

        Das es mehr seiten über „frauenfeindliche Werbung“ gibt mag sein. Aber da dazu nur eine gutaussehende Frau oder eine Hausfrau in der Werbung vorkommen muss sagt das wenig darüber aus, inwieweit sie tatsächlich Frauenfeindlich ist. Die Kriterien zur Bewertung, die diesen Seiten zugrundliegen, werden von mir nicht geteilt.

        Aber ich höre mir gerne deine Argumente dafür an, dass solche Werbung tatsächlich frauenfeindlich ist.

      • @ Onyx

        *Googleergebnis „frauenfeinliche Werbung“: 18300 Ergebnisse
        Googleergebnis „männerfeindliche Werbung“: 3200 Ergebnisse*

        Wofür soll das ein Indiz sein?

        Dass es mehr leicht kränkbare und empörungsbereite Frauen gibt, die glauben, ein Recht zu haben, ihre Maßstäbe für allgemein gültig zu halten als Männer?
        Je nun, angesichts der weiblichen Natur und 40 Jahren feministischer Konditionierung doch kein Wunder.

        Frau hat gelernt sich gekränkt und benachteiligt zu FÜHLEN und ihre Natur unterstützt sie dabei.

    • @ onyx

      *Und du meinst, das hält die Werbetreibenden von frauenfeindlicher Werbung ab? Definitiv nicht*

      Ich jedenfalls meine das.

      Werbetreibende wollen verkaufen und testen die Reaktionen der Zielgruppen auf ihre Aktionen sehr genau.

      Vielleicht ist das, was Du für frauenfeindlich hältst nur in Deinen Augen frauenfeindlich, weil Du möglicherweise einen ganz speziellen Blick auf Werbung hast, die andere Frauen u. U. ganz anders wahrnehmen?

      Ich z.B. bemerke, dass jede laszive Darstellung einer Frau, die meine Tippse als hübscher einschätzt als sich selbst, von ihr vehement als frauenfeindlich gegeißelt wird.

      Darauf hinzuweisen, dass diese Werbung möglicherweise nur tippsenfeindlich ist, trau ich mich schon gar nicht mehr, jetzt, wo wir im Matriarchat leben.

      • „Vielleicht ist das, was Du für frauenfeindlich hältst nur in Deinen Augen frauenfeindlich, weil Du möglicherweise einen ganz speziellen Blick auf Werbung hast, die andere Frauen u. U. ganz anders wahrnehmen?“

        Na und? Was willst du mir jetzt damit sagen? Dass ich den „speziellen“ feministischen Blick habe und hysterischer auf harmlose Werbung reagiere? Mag sein, aber sei dir sicher, dass das auf Maskulisten dann mindestens genauso zutrifft.

      • @Onyx

        „Na und? Was willst du mir jetzt damit sagen? Dass ich den „speziellen“ feministischen Blick habe und hysterischer auf harmlose Werbung reagiere? Mag sein, aber sei dir sicher, dass das auf Maskulisten dann mindestens genauso zutrifft.“

        Dann hätten wir ja nach dieser Auffassung keinerlei sexistische Werbung.

        Mich würde nach wie vor aber deine Definition von Frauenfeindlicher Werbung interessieren

      • @ Onyx

        *Dass ich den „speziellen“ feministischen Blick habe und hysterischer auf harmlose Werbung reagiere? *

        So direkt wollte ich das ja nicht sagen, Onyx.

        Aber schön, dass Du es direkt verstanden hast.

      • Bin ja nicht blöd, bin ja eine Frau.

        Aber hast DU damit auch endlich kapiert, dass Maskus keinen Deut besser ticken? Ich hab da so meine Zweifel.

      • @ Onyx

        *Bin ja nicht blöd, bin ja eine Frau.*

        Davon ging ich auch bisher schon aus.

        Mein Beileid.

        *Aber hast DU damit auch endlich kapiert, dass Maskus keinen Deut besser ticken? Ich hab da so meine Zweifel.*

        Wie sollte ich?

        ICH bin ja ein Mann.

      • Das Problem sind noch nicht mal einzelne Werbungen, vielmehr die gesammelte Darstellung.

        Frauen in der Werbung sind entweder sexy oder Superhausfrauen, dazwischen gibbet nix.

      • @Maren

        Schönheitsprodukte (was ja auch Kleidung im wesentlichen ist) und Haushaltsprodukte machen ja auch einen Großteil der zu verkaufenden Produkte aus. Eine Maggi-Hausfrau ist aber nicht sexistisch. Die Werbungen mit Männern zu drehen, wenn die Kundinnen hauptsächlich Frauen sind bringt ja wohl wenig.

        In Banken, Lebensversicherungen oder sonstigen Spots kommen Frauen aber durchaus gut weg. Das Motiv „Schlaue Frau bekommt durch Beratung der Bank das bessere Produkt als ihr Mann, der nicht um Hilfe bitten kann und meint alles selbst zu können“ habe ich da glaube ich auch schon häufiger gesehen

      • *Die Werbungen mit Männern zu drehen, wenn die Kundinnen hauptsächlich Frauen sind bringt ja wohl wenig.*

        Schau mal unter deine Küchenspüle oder in deinen Waschbeckenunterschrank. Ich wette da findest du Putzmittel die du irgendwann mal gekauft hast, trotzdem du ein Mann bist. Und wie wäscht du deine Wäsche? Mit Axe?
        Männer, vor allem Alleinstehende, putzen doch auch. Oder kochen, oder machen Wäsche. Also sind sie doch prinzipiell Zielgruppe.

      • @Maren:

        Ich würde behaupten: Die meisten Kaufen diejenigen Produkte, die nach ihrer Auffassung eine „erfahrene Hausfrau“ kaufen würde.

        Ebenso, wie Frauen zumeist die Bohrmaschine kaufen, die nach ihrer Auffassung auch ein erfahrener Handwerker kaufen würde.

      • Schaun wir mal

        Keine einzige Frau in der Werbung, der emanzipierte Mann wäscht seine Wäsche selbst. 🙂

        Der Mann von der Henkel Produktforschung legt auch mal selbst Hand an.

        Ist doch ganz einfach!

      • Die erste Frage ist, ob solche Werbung erfolgreich ist. Die zweite: Sind Männer die Zielgruppe?

        Auf jeden Fall fällt sie auf, das ist schon mal gut.

        Die Erste appelliert imho eher an die Mutti. („Mamaweiß“) Ob nun Sohn oder idealer Schwiegersohn, nicht wirklich was zum Identifizieren. Aber wer weiß, Marketingfuzzies sind oft auch nur einfach dämlich.

        Die zweite könnte sich schon eher an Männer richten, allerdings ist es doch wohl klar dass der Produktforscher sein Produkt stolz in seinem vermeintlichen Labor präsentiert.

        Wäre es aber wirklich Werbung für Männer, dann wäre noch eine hübsche Assistentin im Spiel 😉

      • @Maren

        „Männer, vor allem Alleinstehende, putzen doch auch. Oder kochen, oder machen Wäsche. Also sind sie doch prinzipiell Zielgruppe.“

        Klar. Ich wundere mich auch, dass die Industrie da keinen Markt sieht. Bei Haarwaschmitteln gibt es ja schon seit längern Mittel, die „auf Männer zugeschnitten sind“ (meist enthalten sie irgendeinen Hopfenextrakt, weil Männerhaar=Bierinhaltsstoffe). Da wäre ein „Männerwaschmittel“ doch naheliegend und gut zu vermarkten („besonders gut gegen Schlammverkrustungen und Ölflecken (*Timtailorgrunzen*) oder einfach nur mit einem „männlichen Duft“).

        Aber anscheinend rechnet es sich nicht. Von 0-18 wächst die Mama (bei vielen auch noch länger), die gleich für einen Haushalt einkauft, damit erhebliche Marktmacht hat, dann irgendwann zieht Mann mit der Freundin später Frau zusammen, die es übernimmt. Die paar Studenten und Singles, die selbst waschen (dann auch meist für einen Einzelhaushalt) anzusprechen lohnt sich anscheinend nicht. Es würde mich mal interessieren, wie viele Tonnen Waschmittel Männer kaufen und wieviele Tonnen Frauen kaufen.

        Natürlich kann man trotzdem eine Werbung machen, die nicht auf die Hausfrau abstellt und „gleichberechtigter“ ist. Aber ich vermute mal, dass die andere die Werbebotschaft anscheinend klarer rüber bringt und zu mehr Absatz führt. Den meisten Frauen ist es denke ich auch vollkommen egal, wie geschlechtergerecht eine Werbung ist, solange es sich in realistischen Bahnen hält.

    • @ Maren

      Ich würde mal eher sagen, dass sind die neuen Vorgaben aus der EU, keine Frauen mehr bei „Frauenarbeit“ zu zeigen…

  3. @ Christian

    „Warum die Abbildung einer hübsche Frau per se frauenfeindlich oder gar „sexistische Kackscheiße“ sein soll erschließt sich mir auch nicht.“

    Ich würde doch darum bitten, mir keine Worte in den Mund zu legen. Ich wüßte nicht, wo ich das so gesagt haben soll. Der dazugehörige Kontext ist da schon entscheidend. Die Frau als Ware, devotes Blödchen und allzeit williges Objekt ist ein sehr beliebter Kontext, und der ist klar frauenfeindlich.
    Ein paar Beispiele?



    • @Onyx
      „Ich würde doch darum bitten, mir keine Worte in den Mund zu legen. Ich wüßte nicht, wo ich das so gesagt haben soll.“

      Ich sage ja auch nicht, dass du es gesagt hast. Aber es ist ein häufiger Punkt, wenn es um Werbung geht. Oder nicht?

      „Der dazugehörige Kontext ist da schon entscheidend. Die Frau als Ware, devotes Blödchen und allzeit williges Objekt ist ein sehr beliebter Kontext, und der ist klar frauenfeindlich.“

      Da ist eben wieder die Abgrenzung interessant. Die Frau „als allzeit williges Objekt“ ist für viele schon bei der Abbildung einer sexy Frau an sich gegeben.

      „Ein paar Beispiele?“

      Gerne

      „http://p4.focus.de/img/gen/K/O/HBKOJ2AG_Pxgen_r_467x311.jpg“

      Ja, die Verbindung von Ware, gerade Fleisch ist eher mißlungen. Aber die FIrma ist auch nicht die größte oder? Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass die etwas schocken wollten.

      „http://www.isabelle-rebetez.ch/artikel/diverses/frau%20in%20der%20werbung-Dateien/image006.jpg“

      Schon etwas älter oder? Spielt mit Sex, sagt aber nicht, dass die Frau devot ist oder Ware oder willig. Sie scheint mir hier eher sexuelle Macht auszuüben, indem sie den Zugang zum Schnupftabak über das Tabu sie zu berühren reguliert.

      „http://www.sheila-wolf.de/wp-content/blog_frauenwerbung.jpg“

      Alt. Für die heutige Zeit wohl nicht mehr repräsentativ. Aber die Blas ihr den Rauch ins Gesicht Werbung hat was in ihrer Frauenfeindlichkeit. Nette Überlegenheitsgeste, die vielleicht sogar klappen könnte. Wobei: für mich als Nichtraucher nicht geeignet.

      Ja, durchaus. Aber auch eher ein kleines Unternehmen oder? Sehe ich auch eher einen gewissen schockwert

      Was sagst du denn zu diesen:

      die berühmte sloggi-werbung

      Ein Frauenprodukt, bei dem es um sexy aussehen geht wird mit schönen Frauen und ihren sehr ansehnlichen Hintern beworben. Frauenfeindlich und wenn ja warum?

      Ist diese weg.de Werbung frauenfeindlich?

      Insbesondere wenn man hinzunimmt, dass sie Männer ähnlich sexuell abbilden?

      Als Gegenbeispiele


      Männer zum umtauschen (ware)


      Männer muss man sich nun wirklich nicht angucken


      Mann als hocker


      Männer als Tiere (allerdings in einer ironischen Anspielung auf „Männer sind hart“)


      „Hinter jeder erfolgreichen Frau steht ein Mann, der ihr auf den Arsch glotzt“

      „Was kaufen wir uns wenn Papa tot ist von seiner Lebensversicherung“

      Die ganze Playlist ist recht interessant
      http://www.youtube.com/view_play_list?p=0B1A9F97CB5C4730

      Was sagst du zu diesen Werbungen?

      • Nette Überlegenheitsgeste, die vielleicht sogar klappen könnte. Wobei: für mich als Nichtraucher nicht geeignet.

        Man kann sich auch in der Balzphase an die allgemein gültigen Regeln der Höflichkeit halten. Das ist einfach zu viel.

        [Sloggi Werbung]
        Ist irgendwo gerechtfertigt, weils um Schlüpper geht.

        [weg.de]
        Ne Frau im Bikini hat auch was mit Urlaub zu tun, allerdings würde ich es besser finden, wenn ein männlicher und ein weiblicher Hintern nebeneinander da wären. Wäre auch einfach gewesen immerhin hat sie den Typ schon an der Hand. Da hätte man sich auch die 2. Werbung sparen können.

        Schlimmer find ich die:

        Axe ist auch immer ne sichere Bank für sexistische Kackscheiße 🙂

        [Männerfeindliche Werbung]
        Ist natürlich auch kacke (bis auf die Astra-Werbung, die find ich lustig :)),keine Frage.

        Der Unterschied zwischen Männern und Frauen in der Werbung ist, dass Männer verschieden dargestellt werden (Abenteurer, blöder Ehemann, Verführer, lustige Jungs, etc.)
        Frauen sind entweder sexy Kätzchen oder Hausfrau/Mutter.
        Oder fällt dir eine Werbung ein, wo es anders ist?

      • @ Christian

        „Schon etwas älter oder? Spielt mit Sex, sagt aber nicht, dass die Frau devot ist oder Ware oder willig. Sie scheint mir hier eher sexuelle Macht auszuüben, indem sie den Zugang zum Schnupftabak über das Tabu sie zu berühren reguliert. “

        Genau. Und die Werbung versucht dieses Tabu aufzubrechen, indem sie Männern Mut zusprechen will, sich doch einfach ranzutrauen und zuzugreifen. In Verbindung mit der optischen Betonung der Brüste schon arg grenzwertig.

        „Aber die Blas ihr den Rauch ins Gesicht Werbung hat was in ihrer Frauenfeindlichkeit. Nette Überlegenheitsgeste, die vielleicht sogar klappen könnte.“

        „Klappen“ inwiefern? Wenn mir provokativ Rauch ins Gesicht geblasen würde, um „Überlegenheit“ zu demostrieren, hätte ich einige Gedanken im Kopf, aber sicher keine „Überlegenheit des Mannes“.

        „Ja, durchaus. Aber auch eher ein kleines Unternehmen oder? Sehe ich auch eher einen gewissen schockwert“

        Die Größe des Unternehmens spielt keine Rolle. Und „schocken“, oder zumindest aufmerksam machen ist wohl der Sinn jeder Werbung. So kann man leicht jede noch so geschmacklose Entgleisung rechtfertigen. Ist also kein Argument.

        „Ein Frauenprodukt, bei dem es um sexy aussehen geht wird mit schönen Frauen und ihren sehr ansehnlichen Hintern beworben. Frauenfeindlich und wenn ja warum?“

        Die finde ich nicht frauenfeindlich, weil es da direkt ums Produkt selbst geht. Wenn für Dessous geworben wird, macht es Sinn, die auch möglichst attraktiv darzustellen. Wenn Frauenkörper völlig themenfremd vom beworbenen Produkt oder der Dienstleistung dargestellt werden, nur um das ganze optisch aufzuhübschen, ist das was anderes. Das vermittelt nämlich leicht den Eindruck, dass das Produkt nix Dolles sein kann, wenn solche Ablenkungsmanöver nötig sind, um Blicke oder Käufer anzulocken.

        „Männer zum umtauschen (ware)“

        Geschmacklos.

        „Männer muss man sich nun wirklich nicht angucken“

        Geschmacklos (wobei leider realitätsnah…)

        „Mann als hocker“

        Männerfeindlich, oder kann man das auch mit „Schockwirkung“ rechtfertigen?

        „Männer als Tiere (allerdings in einer ironischen Anspielung auf „Männer sind hart“)“

        Sehr daneben. Erstmal optisch abstoßend, attraktiv sind die Typen ja nun echt nicht. Naja und die Verbindung zu Tieren (oder Tierversuchen) finde ich ziemlich … naja. Wobei ich mir vorstellen könnte, dass Männer, die sich gern als „hart“ sehen, darauf anspringen.

        „„Hinter jeder erfolgreichen Frau steht ein Mann, der ihr auf den Arsch glotzt““

        Wofür wird denn da geworben? Eine TV-Serie? Der Spruch ist ja nicht ganz falsch.

        @ Maren

        Die Bierwerbung find ich nicht unbedingt frauenfeindlich, nur langweilig und geschmacklos. Auch das Ding mit den Kontaktlinsen ist eher blöd und albern.
        Heftig ist die Dolce&Gabbana Werbung. Da wird frau in so ziemlich der niedersten sexistischen Weise dargestellt. Sexy aufgemotzt, hilflos auf dem Boden liegend in einer Stellung, die keinerlei Gegenwehr zulässt, und als Krönung dann auch auch an den Armen festgehalten und mehrere Typen stehen drum rum. Abartig.
        Die Cebit-Werbung ist auch bescheuert.

      • @Maren

        „Man kann sich auch in der Balzphase an die allgemein gültigen Regeln der Höflichkeit halten. Das ist einfach zu viel.“

        Immer im Dienste der Forschung habe ich es am Wochenende gleich mal ausprobiert. Allerdings nicht in der ganz harten Version. Vorher etwas rum gescherzt, etwas Herausforderung, etwas „ich bin besser als du“(aber mit scherzhaften Unterton) und dann als eine freche Antwort von ihr kam als Antwort ihre Zigarette geliehen und ihr übertrieben machohaft den Rauch ins Gesicht gepustet. Danach dann natürlich großes Geschrei von ihr, wie man so etwas machen könnte und die Ankündigung einer Vergeltung (mit einem breiten grinsen). War lustig.

        „[Sloggi Werbung]
        Ist irgendwo gerechtfertigt, weils um Schlüpper geht.“

        Gab aber einiges an Kritik.

        „[weg.de]
        Ne Frau im Bikini hat auch was mit Urlaub zu tun, allerdings würde ich es besser finden, wenn ein männlicher und ein weiblicher Hintern nebeneinander da wären. Wäre auch einfach gewesen immerhin hat sie den Typ schon an der Hand. Da hätte man sich auch die 2. Werbung sparen können.“

        Wurde zB hier mit der Begründung „warum das sexistisch ist muss ich nicht weiter ausführen“ als sexistisch gesehen:
        http://xobalil.wordpress.com/2010/07/26/machts-nicht-besser/

        „http://diepresse.com/images/uploads/9/7/9/584057/sexismus_kritik_hirterwerbung_hirter20100728105746.jpg“

        Hirter finde ich auch recht schlicht. Einfach ein paar nackte Frauen als Hingucker und das war es. Liegt für dich der Sexismus einfach darin, dass Nacktheit genutzt wird um Aufmerksamkeit zu erzeugen?

        „http://www2.gruene-jugend.de/uploads/pic_97957_2.jpg“

        Ja, auch die Nacktheit als Hingucker.

        „http://www.rhetorik.ch/Aktuell/07/03_07/dolce.jpg“

        Das ist eine Werbung, über die man natürlich lange diskutieren kann. Ich denke genau zu diesem Zweck wurde sie auch gemacht. Sie soll gerade mit Tabus spielen.
        Das eine Werbung mit Tabus spielt führt natürlich nicht dazu, dass sie alles darf. Aber es ist meiner Meinung nach ein Unterschied für die gesellschaftliche Bewertung, wenn eine Werbung bewusst mit einem Tabubruch spielt, weil man daran dann eben gerade nicht deutlich machen kann, dass der dort dargestellte Tabubruch von der Gesellschaft akzeptiert ist und deutlich macht, dass die Gesellschaft „Frauen abwertet“. Das es ein Tabubruch ist, macht vielmehr deutlich, dass dies gerade nicht als Normal angesehen wird. Deswegen ist es etwas anderes, wenn eine Firma Werbung macht, die anstoßen soll (im Gegensatz zum Beispiel zu der Frauengoldwerbung, die eben nicht anstoßen sollte und damit eine ganz andere gesellschaftliche Aussage zulässt).
        Ich würde in der Anzeige keine Vergewaltigung sehen. Ihre Körperhaltung passt nicht dazu, dass sie gegen ihre Willen niedergehalten wird. Aber es spielt natürlich stark mit dem Gedanken. Interessant finde ich das eher sachliche Interesse bzw das die Leute eher emotional distanziert von dem ganzen Geschehen wirken (sowohl die Männer als auch die Frau). Ihre perfekten Körper und dieses Distanz sollen denke ich eher eine gewisse Abgehobenheit signalisieren, im Endeffekt also eher Status.

        „http://antisexismus.veganismus.ch/img/werbungnetzwerk.jpg“

        Ja, finde ich auch schlecht.

        „Axe ist auch immer ne sichere Bank für sexistische Kackscheiße “

        Da hatte ich auch mal einen Artikel drüber „Axe und sexistische Werbung“

        „Ist natürlich auch kacke (bis auf die Astra-Werbung, die find ich lustig ),keine Frage.“

        Damit wollte ich nur deutlich machen, dass es genauso viel (wenn nicht eher mehr, denn Männerfeindlichkeit erzeugt weniger Widerstand) männerfeindliche Werbung gibt. Was allerdings in der feminisisten Kritik etwas unter geht.

        „Der Unterschied zwischen Männern und Frauen in der Werbung ist, dass Männer verschieden dargestellt werden (Abenteurer, blöder Ehemann, Verführer, lustige Jungs, etc.) Frauen sind entweder sexy Kätzchen oder Hausfrau/Mutter.“

        Die sexy selbstbewußte Frau, die alles schafft (mit einer leichten Hilffe von Produkt X) gibt es denke ich durchaus auch.
        Aber es liegt natürlich auch daran, dass Schönheit ein sehr wichtiger Faktor bei der Bewertung einer Frau ist (wie es die Sexual Strategies Theory ja auch vorhersagt) und bei Männern über den Statusbegriff andere Rollen leichter darstellbar sind. Wenn man einem Mann ein Produkt verkaufen muss, muss man insoweit für die Möglichkeit der positiven Identifikation auch eher auf nichtkörperliches Abstellen als bei Frauen.

      • @Onyx

        „Genau. Und die Werbung versucht dieses Tabu aufzubrechen, indem sie Männern Mut zusprechen will, sich doch einfach ranzutrauen und zuzugreifen. In Verbindung mit der optischen Betonung der Brüste schon arg grenzwertig.“

        Das der Zugriff durch Zugriff ohne Zustimmung ermöglicht werden soll ist allerdings deine Interpretation. Das man sich an eine Frau erst einmal rantrauen muss ist ja in der Tat ein Problem, dass die meisten Männer kennen.

        „„Klappen“ inwiefern? Wenn mir provokativ Rauch ins Gesicht geblasen würde, um „Überlegenheit“ zu demostrieren, hätte ich einige Gedanken im Kopf, aber sicher keine „Überlegenheit des Mannes“.“

        „Klappen“ insofern, als es eben ein starkes Signal setzt, dass man ein dominanter Mann ist, was viele Frauen attraktiv finden. Da die Geste allerdings sehr stark ist müsste man sie heute meine ich feiner aussteuern.

        „Die Größe des Unternehmens spielt keine Rolle.“

        Das sehe ich anders. Es sagt etwas über die Akzeptanz bestimmte Werbeformen aus, wenn sie vom „Mainstream“ verwendet werden. Wenn ein Großunternehmen meint, dass es trotz seiner bereits bestehenden Bekanntheit damit durchkommt ist dies etwas anderes, als wenn ein kleines Unternehmen damit Aufmerksamkeit erregen will, weil es weiß, dass es sich eine größere Werbeaktion nicht leisten kann.

        „Und „schocken“, oder zumindest aufmerksam machen ist wohl der Sinn jeder Werbung. So kann man leicht jede noch so geschmacklose Entgleisung rechtfertigen. Ist also kein Argument.“

        Es geht nicht um die Rechtfertigung. Sondern darum, was derjenige erreichen will. Wenn er schocken will, dann geht er eben gerade davon aus, dass seine Werbung als Grenzüberschreitung empfunden wird. Es kann sich natürlich trotzdem um eine Werbung handeln, die zu weit geht. Aber man kann dann nicht daraus herleiten, dass er die Werbung und die evtl. Frauenfeindlichkeit als unbedenklich und ganz normal eingestuft hat. Er wollte ja eben gerade damit provozieren.

        „Die finde ich nicht frauenfeindlich, weil es da direkt ums Produkt selbst geht. Wenn für Dessous geworben wird, macht es Sinn, die auch möglichst attraktiv darzustellen.“

        Darunter scheint mir aber durchaus einiges an Kritik bezüglich Frauenfeindlichkeit zu laufen.

        „Wenn Frauenkörper völlig themenfremd vom beworbenen Produkt oder der Dienstleistung dargestellt werden, nur um das ganze optisch aufzuhübschen, ist das was anderes.“

        Also wenn ein Produkt der Aufhübschung des Geschlechts, dass in der Werbung als sexy dargestellt wird, dient ist es eher okay?

        “ Das vermittelt nämlich leicht den Eindruck, dass das Produkt nix Dolles sein kann, wenn solche Ablenkungsmanöver nötig sind, um Blicke oder Käufer anzulocken.“

        Was ist denn mit der Fallgruppe, wo betont werden soll, dass das Produkt den Käufer attraktiv macht, indem es in Verbindung mit dem anderen Geschlecht gezeigt wird. Also zB eine hübsche Frau und ein Sportwagen?
        https://allesevolution.wordpress.com/2011/02/08/schone-frauen-werbung-und-status/
        Oder ein Parfüm und die Reaktion eines attraktiven und statushohen Mannes darauf?

        „„Männer muss man sich nun wirklich nicht angucken““
        „Geschmacklos (wobei leider realitätsnah…)“

        Inwiefern?

        „Männerfeindlich, oder kann man das auch mit „Schockwirkung“ rechtfertigen?“

        Schockwirkung rechtfertigt nicht. Es fragt sich eben, was die Sparkasse erreichen wollte. Wollte sie eine Reaktion a la „Stimmt, wir Frauen sind besser“ dann ist es nicht die Schockwirkung. Wollte sie eine Reaktion a la „Wie kann die Sparkasse Männer als Hocker darstellen“ dann schon. Ich denke sie wollten eher da erste.

        „„„Hinter jeder erfolgreichen Frau steht ein Mann, der ihr auf den Arsch glotzt“““
        „Wofür wird denn da geworben? Eine TV-Serie? Der Spruch ist ja nicht ganz falsch.“

        Der Spruch ist natürlich falsch: Wir gucken nicht erfolgreichen Frauen, sondern schönen Frauen auf den Arsch. Und solange man es nicht zu auffällig macht: Warum nicht?
        Die Serie ist „Mad Men“

        „Da wird frau in so ziemlich der niedersten sexistischen Weise dargestellt. Sexy aufgemotzt, hilflos auf dem Boden liegend in einer Stellung, die keinerlei Gegenwehr zulässt, und als Krönung dann auch auch an den Armen festgehalten und mehrere Typen stehen drum rum. Abartig.“

        Ich sehe sie nicht als hilflos an. Sie steht eher im Mittelpunkt des Geschehens, scheint mir nicht nur passiver Teil davon zu sein.

      • „„Klappen“ insofern, als es eben ein starkes Signal setzt, dass man ein dominanter Mann ist, was viele Frauen attraktiv finden. “

        Sicher. Frauen werden es unwiderstehtlich finden, wenn man sie anqualmt.

        „Also wenn ein Produkt der Aufhübschung des Geschlechts, dass in der Werbung als sexy dargestellt wird, dient ist es eher okay?“

        Wie gesagt. Es macht schon irgendwie Sinn, ein Produkt so darzustellen, wie es nachher auch Verwendung finden soll.

        „Was ist denn mit der Fallgruppe, wo betont werden soll, dass das Produkt den Käufer attraktiv macht, indem es in Verbindung mit dem anderen Geschlecht gezeigt wird. Also zB eine hübsche Frau und ein Sportwagen?“

        Finde ich peinlich. Ein protziges Auto macht einen Mann für mich nicht attraktiv. Ich habe da auch eher die Assoziation des Potenzersatzes.

        „„„Männer muss man sich nun wirklich nicht angucken““
        „Geschmacklos (wobei leider realitätsnah…)“

        Inwiefern?“

        Weil es eben der Realität entspricht. Der leckere braungebrannte Coca-Cola-Mann mit Sixpack, der oben ohne den Garten pflegt und eine echte Augenweide ist, ist leider selten.

        „Schockwirkung rechtfertigt nicht. Es fragt sich eben, was die Sparkasse erreichen wollte. Wollte sie eine Reaktion a la „Stimmt, wir Frauen sind besser“ dann ist es nicht die Schockwirkung. Wollte sie eine Reaktion a la „Wie kann die Sparkasse Männer als Hocker darstellen“ dann schon. Ich denke sie wollten eher da erste. “

        Tja, deine Worte: ‚Wenn er schocken will, dann geht er eben gerade davon aus, dass seine Werbung als Grenzüberschreitung empfunden wird.‘
        Ist die Sparkassenwerbung denn eine Grenzüberschreitung?

        „Der Spruch ist natürlich falsch: Wir gucken nicht erfolgreichen Frauen, sondern schönen Frauen auf den Arsch.“

        Fehlinterpretation. Da steht nicht, dass nur erfolgreiche Frauen angeglotzt werden. Sondern, dass es immer jemanden gibt, der das tut. Und das stimmt natürlich. Hat man Merkels Dekollete nicht auch angeglotzt?

        „Ich sehe sie nicht als hilflos an. Sie steht eher im Mittelpunkt des Geschehens, scheint mir nicht nur passiver Teil davon zu sein.“

        Ja, das Mädchen, dass von 6 Männern vergewaltigt wurde, stand auch im Mittelpunkt. Fand sie sicher ganz toll. Ich hoffe du verstehst den Vergleich. Nicht jeder Mittelpunkt ist immer angenehm.

      • @Onyx

        „Sicher. Frauen werden es unwiderstehtlich finden, wenn man sie anqualmt.“

        Sie finden nicht das anqualmen attraktiv. Aber evt. den Umstand, dass man sich das traut, den damit signalisieren Status und die damit verbundene Zurückweisung kann als false disqualifier dienen, als den ihn Frauen ja auch häufig einsetzen.

        „Finde ich peinlich. Ein protziges Auto macht einen Mann für mich nicht attraktiv. Ich habe da auch eher die Assoziation des Potenzersatzes.“

        Forschung zeigt durchaus, dass Statussymbole wirken. Sie müssen natürlich authentisch wirken (was nicht der Fall wäre, wenn sie ein Potenzersatz wären)

        Tja, deine Worte: ‘Wenn er schocken will, dann geht er eben gerade davon aus, dass seine Werbung als Grenzüberschreitung empfunden wird.’
        Ist die Sparkassenwerbung denn eine Grenzüberschreitung?

        Ich vermute mal, es war leider nicht die Hauptabsicht. leider in der Hinsicht, dass man sich das gleiche Motiv mit einer Frau wahrscheinlich nicht getraut hätte.

        „Fehlinterpretation. Da steht nicht, dass nur erfolgreiche Frauen angeglotzt werden.“

        Da steht: Hinter jeder erfolgreichen Frau… Das macht keine Aussagen über den Rest der Frauen.

        „Und das stimmt natürlich.“

        Meiner Meinung nach nicht. Es gibt genug langweilige Frauenärsche, auf die ich nicht glotze

        „Hat man Merkels Dekollete nicht auch angeglotzt?“

        Das war ja auch extrem betont. Eher dieser Umstand hat die Blicke angezogen.
        Da könnte man auch sagen, dass Frauen Maurerdekolletes anschauen.

        „Nicht jeder Mittelpunkt ist immer angenehm.“

        Das mag sein. Aber es ist damit nicht unbedingt frauenfeindlich.

      • @ Onyx

        *Hat man Merkels Dekollete nicht auch angeglotzt?*

        Warum, Onyx, hat sie’s denn in’s Schaufenster gelegt?

        Was denkst Du?

      • „Sie finden nicht das anqualmen attraktiv. Aber evt. den Umstand, dass man sich das traut,“

        Da gäbe es nun weiß Gott angemessenere und angenehmere Dinge. Sich zu trauen, einer fremden Frau mal eben an den Hintern zu tatschen, ist auch nicht anziehend, sondern eine Unverschämtheit.
        Sich zu trauen, zu eigenen Schwächen zu stehen, trotz Schüchternheit eine Frau anzusprechen. Dazu zu stehen, dass man rot wird, stottert und verlegen ist, das macht attraktiv.

        „Es gibt genug langweilige Frauenärsche, auf die ich nicht glotze“

        Es geht ja auch nicht um dich, sondern um „irgendeinen Mann“. Und irgendeinen Mann gibt es immer, der einer Frau irgendwo anders hin als in die Augen glotzt.

        „Das war ja auch extrem betont. Eher dieser Umstand hat die Blicke angezogen.“

        Merkels Aussehen wurde schon immer beäugelt und verlacht, ohne dass sie sich besonders optisch in Szene gesetzt hätte.

        „Das mag sein. Aber es ist damit nicht unbedingt frauenfeindlich.“

        Im konkreten genannten Fall schon.

      • @Onyx

        „Da gäbe es nun weiß Gott angemessenere und angenehmere Dinge.“

        Angemessene Sachen haben aber eben meist den Nachteil langweilig zu sein und keinen besonderen Mut zu zeigen.

        „Sich zu trauen, einer fremden Frau mal eben an den Hintern zu tatschen, ist auch nicht anziehend, sondern eine Unverschämtheit.““

        Klar, bei einer fremden Frau ist das so. Nach den passenden Signalen ihrerseits ist es dann auch wieder was anderes und auch eine Frage des Kontext. Es ist natürlich eine sehr sexuelle Sache, bei der Mann schnell deutliche Grenzen überschreitet. Bedeutet aber auch nicht, dass man einer Frau nie an den Hintern fassen soll. Es kommt eben auf die Vorgeschichte an.

        „Sich zu trauen, zu eigenen Schwächen zu stehen, trotz Schüchternheit eine Frau anzusprechen. Dazu zu stehen, dass man rot wird, stottert und verlegen ist, das macht attraktiv.“

        Wenn er ansonsten sexy ist oder sie ihn eh schon anziehend findet, dann kann das sein. Meine Erfahrung: Um so hübscher die Frau im Verhältnis zu einem selbst (und bei einer gewissen Schönheitsstufe unabhängig davon) um so eher geht man damit baden.

        „Es geht ja auch nicht um dich, sondern um „irgendeinen Mann“. Und irgendeinen Mann gibt es immer, der einer Frau irgendwo anders hin als in die Augen glotzt.“

        Man munkelt, dass es vereinzelte Frauen gibt, die auch schon einmal ein anderes Körperteil eines Mannes ins Auge gefasst haben. Ich bezweifele allerdings, dass alle Frauen mit den unterstellten sexuellen Blicken angeglotzt werden.

        „Merkels Aussehen wurde schon immer beäugelt und verlacht, ohne dass sie sich besonders optisch in Szene gesetzt hätte.“

        Klar, sie sieht ja auch nicht gut aus und ist sehr prominent. Über Kohls Birne und seinen dicken Bauch gibt es auch genug Spott. Aber ihre Brüste haben hier ja bei den meisten Männern nicht den Wunsch geweckt, Sex mit ihr zu haben. Es war also ein ganz anderes gucken.

        „Im konkreten genannten Fall schon.“

        Was genau ist denn der Sexismus?

  4. @ P. Bosshard

    *Ach, ich hätt so gern in den Fünfzigerjahren gelebt !*

    Ja, die Fünfziger.

    Als Männer noch mit Anfang 20 heirateten, um dann den Rest des Lebens für die Blagen und das nörgelnde, ungetreue Eheweib zu schuften, inclusive Schwiegermutter.

    Heute dagegen genießen wir Männer dank Frauenbewegung die Freiheit von Indiana-Jones und wissen, was wir zu meiden haben.

    Stimmt’s, Tippse?

    Aua!

    DAS IST NICHT FAIR!!

    Du weißt genau, dass ich nicht zurückschlage!

  5. @Christian
    *warum das sexistisch ist muss ich nicht weiter ausführen*
    Für sich stehend ist es tatsächlich auch sexistisch, weil der Mann genauso objektifiziert wird, wie die Frau in der anderen Anzeige. Wurde in dem Blog ja auch so gesagt.

    Und ja, ich finde eine nackte/halbnackte Frau in der Werbung sexistisch, wenn es nicht durch das Produkt gerechtfertigt ist.
    Genauso wie eine Nacktszene in einem Film, die nicht durch die Handlung gerechtfertigt ist, genauso sexistisch ist.
    Frauen in den Medien, die nur Dekoration sein sollen (nackt oder angezogen) sind genauso sexistisch.

    Und DANN gibts noch die Italiener…..

    http://www.ilcorpodelledonne.net/?page_id=91

    • @ Maren

      *Und ja, ich finde eine nackte/halbnackte Frau in der Werbung sexistisch, wenn es nicht durch das Produkt gerechtfertigt ist.*

      Ich auch.

      Allerdings nur, wenn sie häßlich ist.

    • @Maren

      „Für sich stehend ist es tatsächlich auch sexistisch, weil der Mann genauso objektifiziert wird, wie die Frau in der anderen Anzeige. Wurde in dem Blog ja auch so gesagt.“

      Meiner Meinung nach wird zu schnell davon gesprochen, dass jemand zum Objekt gemacht wird. Nur weil man den Körper wahrnimmt ist dies meiner Meinung nach nicht der Fall.
      Zudem ist das dann auch meiner Meinung nach nicht sexistisch. Denn Sexismus bedeutet eine Benachteiligung aufgrund des Geschlechts. Wenn aber beide Geschlechter sexuell dargestellt werden, in einer durchaus vergleichbaren Art, dann wird keines der Geschlechter benachteiligt.
      Dann mag man eher die Sexualisierung der Gesellschaft beklagen, aber das ist etwas ganz anderes als Sexismus.

      „Und ja, ich finde eine nackte/halbnackte Frau in der Werbung sexistisch, wenn es nicht durch das Produkt gerechtfertigt ist.“

      Werden denn durch eine nackte Frau Frauen an sich reduziert und woran machst du überhaupt die Reduzierung fest? Spielt da nicht auch viel einfach die andere Sexualität von Mann und Frau mit rein?

      „Genauso wie eine Nacktszene in einem Film, die nicht durch die Handlung gerechtfertigt ist, genauso sexistisch ist.“

      Ich nicht. Jedenfalls solange es noch einigermaßen Sinn macht.

      Nackte Frauen an sich sind nicht sexistisch, sondern etwas schönes, sie anzuschauen muss nicht unbedingt durch eine spezielle Handlung gerechtfertigt sein. Es kann allerdings sehr billig wirken.

      • *Solange es noch einigermaßen Sinn macht*
        Ich kann mich da an eine Werbung für einen Hardware-Versand (!) erinnern, wo neben den Anzeigen aus unerfindlichen Gründen eine komplett nackte Frau stand, mit dem Rücken zum Betrachter, die Hände über den Kopf.
        Da denkste dir schon als Frau: „WTF???“

        *Nackte Frauen an sich sind nicht sexistisch, sondern etwas schönes, sie anzuschauen muss nicht unbedingt durch eine spezielle Handlung gerechtfertigt sein.*

        Würdest du das bei Männern auch so sehen? Es gibt ja auch sehr schöne Männer… Was sagst du als Ästhet denn dazu?

        Vor allem, was ist das denn für ne Argumentation?
        „Ihr seid so schön, versteht ihr nicht, dass wir euch 24/7 nackt sehen wollen?“ Frauen sind keine Dekorationsobjekte, sie sind Menschen. Warum muss man das eigentlich immer wieder betonen?

      • Ach so und einmal für Herrn Roslin

        *Beliebiger schmieriger Altherrenwitz*

        So, jetzt müssen Sie´s nicht selbst machen 🙂

        So bin ich zu Ihnen.

      • @Maren

        „Ich kann mich da an eine Werbung für einen Hardware-Versand (!) erinnern, wo neben den Anzeigen aus unerfindlichen Gründen eine komplett nackte Frau stand, mit dem Rücken zum Betrachter, die Hände über den Kopf.“

        Bei einem Hardware-Versand würde ich den Zusammenhang auch nicht unbedingt sehen. In einem Auto-Tunerkatalog schon eher, weil es da ja im Prinzip darum geht, dass Männer sich Statusobjekte zulegen.

        „Würdest du das bei Männern auch so sehen? Es gibt ja auch sehr schöne Männer… Was sagst du als Ästhet denn dazu?“

        Habe ich auch nichts gegen. Passiert ja auch. Ich hatte bei meiner Besprechung der Axe-Werbung ja schon einmal dargelegt, dass die Darstellung von Statusmännern, die eher den weiblichen Attraktivitätsmerkmalen entspricht, in der Werbung recht gerne erfolgt. Das Äquivalent einer nackten Frau neben der Festplatte wäre dann wohl die Werbung für ein eher von Frauen gekauftes Alltagsprodukt mit einem Statusmann. Das ist nicht so vordergründig, aber gar nicht so unähnlich.

        Aber von mir aus kann der Colaautomatenauffüller ohne erkennbaren Grund heiß sein und sich Wasser über seine Brust gießen etc.

        „Vor allem, was ist das denn für ne Argumentation?
        „Ihr seid so schön, versteht ihr nicht, dass wir euch 24/7 nackt sehen wollen?“ Frauen sind keine Dekorationsobjekte, sie sind Menschen. Warum muss man das eigentlich immer wieder betonen?“

        Ich sage ja, ich teile deine Objekttheorie bereits nicht. Dadurch, dass man einen Frauenkörper anschaut, wird die Frau nicht sofort entwertet und ihr die Subjektqualität abgesprochen. Viele gut aussehende Frauen werden vielmehr gerade dadurch Subjekt, weil sie dadurch bekannt werden. Und auch den Zuschauer über eine nackte Frau eine gewisse Erotik zu vermitteln kann ein legitimes Interesse sein. Du forderst ja auch nicht, dass der Humor die Handlung voranbringen muss, er ist um der Freude am Witz in dem Film.
        Nacktheit kann natürlich entwürdigend eingesetzt sein. Aber Nacktheit an sich muss nicht entwürdigend sein. Die Subjektqualität kann voll erhalten bleiben. Es kann gerade darum gehen, dass diese Frau besonders attraktiv und begehrenswert ist, ohne damit gleich Objekt zu sein.
        Ich denke häufig wird auf den Sexismus geschimpft, wenn man eigentlich eine geringere Sexualisierung will.

      • @ Christian

        sorry, das sind für mich alles relativierende Ausreden. Du versuchst hier einzureden, dass Frauen doch froh sein sollen, wenn sie nackt dargestellt, und als attraktiv und erotisch wahrgenommen werden. Das macht vielleicht in bestimmten Bereichen Sinn, aber nicht so allgemein, wie du es darstellst. Frauen völlig sinnfrei und themenfremd als nichts anderes als begaffbares Fleisch hinzustellen, ist nun mal entwürdigend und nicht erotisch. Frauen haben nicht nur Brüste und Hintern, die sie attraktiv machen, sondern noch sehr viel mehr. Aber das wird konsequent ausgeblendet.

      • @ Onyx

        * Frauen haben nicht nur Brüste und Hintern, die sie attraktiv machen, sondern noch sehr viel mehr. Aber das wird konsequent ausgeblendet.*

        Stimmt.

        Aber wenn ein Mann eine Frau ansieht, schwingen Brüste und Hintern immer mit, Frauen sind IMMER auch Brüste und Hintern für Männer, jedenfalls wenn sie jünger als 40-45 Jahren sind.

        Und viele Frauen, im Gegensatz zu vielen FeministInnen, genießen diese Objektivfizierung, spielen mit ihr, nützen das Verhalten der Männer zu ihrem Vorteil aus.

        Sonst gäbe es keine laszive Mode, die Brüste und Hintern betont, keine hochhackigen Schuhe, keine Push-Up-BH’s etc., etc.

        Weil es wirkt, beuten nicht nur Frauen hier das Sexualverhalten der Männer aus, sondern eben auch die Werbung.

      • @ Onyx

        Frauen übrigens objektifizieren Männer nicht weniger, nur auf andere Art: Männer sind für Frauen IMMER auch Status, Brieftasche, „Potenz“ (auch in den Formen ihrer symbolischen Repräsentanz).

        Zu glauben, Frauen achteten mehr auf Persönlichkeit/Charakter/Seele eines Mannes ist eine der vielen selbstgefälligen Selbsttäuschungen, die Frauen lieben.

        Ich nehme an, dass der Ärger, den Pick-Up auslöst, gerade darin begründet liegt: Es zerstört durch seinen Erfolg diese seit Jahrzehnten verbreiteten Selbsttäuschungen, an die frau so gerne glauben möchte, ein großangelegtes Feldexperiment, das eine empirirsche Evidenz liefert, die frau nicht sehen möchte, denn sie zerstört eifrig gepflegte Illusionen.

      • @Onyx

        „Du versuchst hier einzureden, dass Frauen doch froh sein sollen, wenn sie nackt dargestellt, und als attraktiv und erotisch wahrgenommen werden.“

        Ich sage nicht, dass sie froh sein sollen. Aber das sie sich auch nicht über jede nackte Frau aufregen sollen. Wenn eine Werbung oder ein Film eben mehr auf Männer ausgelegt ist, na und? Und das Frauen selbst die Produkte auch eher kaufen, wenn sie mit entsprechenden Frauen beworben werden, hat ja auch seinen Grund.

        „Das macht vielleicht in bestimmten Bereichen Sinn, aber nicht so allgemein, wie du es darstellst. Frauen völlig sinnfrei und themenfremd als nichts anderes als begaffbares Fleisch hinzustellen, ist nun mal entwürdigend und nicht erotisch.“

        Zwischen der Darstellung einer nackten Frau und der Darstellung einer Frau als begaffbares Fleisch ist noch eine Menge Raum. Und nicht jede, auch nicht jede „sinnfreie und themenfremde“ Nacktheit ist gleich entwürdigend.

        „Frauen haben nicht nur Brüste und Hintern, die sie attraktiv machen, sondern noch sehr viel mehr.“

        Flache Bäuche, symmetrische Gesichter, schöne Haare, lange Beine, natürlich, da bin ich voll bei dir.

        „Aber das wird konsequent ausgeblendet.“

        Ich teile deine Auffassung nicht, dass die Darstellung einer nackten oder meist ja eher spärlich bekleideten Frau diese sofort „Seelenlos“, zu einem reinen Fleischberg, macht nicht und finde eigentlich diese Auffassung eher frauenfeindlich, und gleichzeitig Männerfeindlich, weil sie männliche Partnerwahlkriterien abwertet.

  6. @ Maren

    *So bin ich zu Ihnen.*

    Das müssen Sie doch nicht betonen.

    Das müssten Sie nur, wenn ich von Ihnen anderes erwartet hätte.

  7. @ Christian

    „Flache Bäuche, symmetrische Gesichter, schöne Haare, lange Beine, natürlich, da bin ich voll bei dir. “

    Bewußtes Falschverstehen bringt uns auch keinen Schritt weiter.

    „Ich teile deine Auffassung nicht, dass die Darstellung einer nackten oder meist ja eher spärlich bekleideten Frau diese sofort „Seelenlos“, zu einem reinen Fleischberg, “

    Welche Seele und Persönlichkeit wird denn bei einer nackten Frau dargestellt?

    „und gleichzeitig Männerfeindlich, weil sie männliche Partnerwahlkriterien abwertet.“

    Kritik an männlichen Partnerwahlkriterien muß auch gestattet sein, wenn sie so oberflächlich sind. Warum das dann gleich männerfeindlich sein soll, weiß ich nicht.

    • @Onyx

      „Welche Seele und Persönlichkeit wird denn bei einer nackten Frau dargestellt?“

      Ich denke schon, dass viele Männer, die die Abbildung einer attraktiven, nackten Frau sehen, nicht denken „In diesen Fleischberg würde ich gerne ganz anonym und ohne weiteren Kontakt meinen Penis stecken, ihn ein paar mal hin und herbewegen und dann nach der Ejakulation wieder gehen“. Sondern sie wird durchaus als Person wahrgenommen, was man ja auch daran erkennt, dass sehr schöne Frauen namentlich bekannt sind, ihre Gesichter für Männer interessant sind, ihr Blick, ihre Ausrichung, ihre Körperhaltung wahrgenommen wird. Das ist bei einer nackten Frau nicht anders als bei einer angezogenen Frau. Warum wird diese nicht zum Objekt gemacht? Der Unterschied ist ja letztendlich graduell.

      „Kritik an männlichen Partnerwahlkriterien muß auch gestattet sein, wenn sie so oberflächlich sind. Warum das dann gleich männerfeindlich sein soll, weiß ich nicht.“

      Das hatten wir ja schon einmal. Sie sind nicht oberflächlicher als Frauenkriterien. Was ist denn bitte weniger tiefgründiger daran, den Chefarzt interessanter zu finden als den Krankenbruder, den Rockstar, der Alkoholexzesse hinter sich hat und Groupies durchnimmt wo er nur kann, interessanter als sonstigen Liebhaber guter Musik, den Sportstudiobesucher interessanter als den normalen Körper oder den großen Mann besser als den Kleinen?
      Das Edward Lewis aus Pretty Women eine dicke Prostituierte nicht mitgenommen hätte ist wahrscheinlich sexistisch, dass Vivian Ward auf ihn steht, obwohl er relativ gefühlskalt ist und Leute benutzt ist hingegen ein Zeichen einer weniger oberflächlichen Art, denn auf steinreiche Männer zu stehen ist nicht oberflächlich. Erscheint mir nicht logisch.
      Die Attraktivitätsmerkmale sind wie sie sind. Sie sind eingespeichert. Ein Mann muss sich nicht dafür rechtfertigen visueller zu sein.

      • „@Khaos.Kind“

        Ich bin immer noch onyx.

        „Ich denke schon, dass viele Männer, die die Abbildung einer attraktiven, nackten Frau sehen, nicht denken „In diesen Fleischberg würde ich gerne ganz anonym und ohne weiteren Kontakt meinen Penis stecken, ihn ein paar mal hin und herbewegen und dann nach der Ejakulation wieder gehen“. “

        Alles reine Spekulation. Du kannst genauso wenig in die Gehirne anderer Menschen schauen wie jeder andere.

        „Das hatten wir ja schon einmal. Sie sind nicht oberflächlicher als Frauenkriterien. “

        Hab ich das irgendwo gesagt? Mußt deswegen auch nicht ablenken und wortreich erklären, dass Frauen ja nicht besser sind.

        „Ein Mann muss sich nicht dafür rechtfertigen visueller zu sein.“

        Warum tust du es dann immer? Weil dir der Vorwurf der Oberflächlichkeit nicht gefällt.

      • @Onyx

        Ups, Tschuldigung, da hatte ich bei den Namen nicht aufgepasst.

        „Alles reine Spekulation. Du kannst genauso wenig in die Gehirne anderer Menschen schauen wie jeder andere.“

        Aber ich kann mich mit Männern unterhalten und ihre Reaktionen wahrnehmen und ich sehe keine Anhaltspunkte für die von mir geschilderte Reaktion.

        „Hab ich das irgendwo gesagt? Mußt deswegen auch nicht ablenken und wortreich erklären, dass Frauen ja nicht besser sind.“

        Also stimmst du mir zu, dass Frauenkriterien genauso oberflächlich sind? Warum lassen wir dann nicht beiden Geschlechtern den Spass an den Kriterien, an denen wir eh nichts ändern können und akzeptieren die Unterschiede?

        „Warum tust du es dann immer?“

        Wegen der Angriffe.

        „Weil dir der Vorwurf der Oberflächlichkeit nicht gefällt.“

        Oberflächlichkeit ist aus meiner Sicht eine Wertung, die suggeriert, dass andere Kriterien besser sind. Etwas kann nur dann oberflächlich sein, wenn anderes tiefer gehender ist. Das sind sie aber nicht. Insofern wehre ich mich dagegen, die Oberflächlichkeit der Männlichen Kriterien einseitig herauszustellen, eine Abwertung der männlichen Kriterien gegenüber den weiblichen Kriterien vorzunehmen, und ihre Verwendung anzuprangern.

      • @ Onyx

        *Warum tust du es dann immer? Weil dir der Vorwurf der Oberflächlichkeit nicht gefällt.*

        Weil es Christian wahrscheinlich, mir ganz sicher, nicht gefällt, dass feministische „Analyse“ sich nur mit den Kriterien der Männer, natürlich kritisch, auseinandersetzt, die der Frauen nicht einmal erkennt oder gar an eine Vanilla-Version derselben glauben will (die Frau, das edlere Säugetier im Vergleich zu den haarigen Nutztieren der weiblichen Selbstverwirklichung), eine Vanilla-Version, die Pick-Up konterkariert.

        Weshalb man wohl genau deshalb so schlecht gelaunt auf Pick-Up reagiert.

        Es stellt bloß, lässt hinter die sorgsam aufgebauten, liebevoll gepflegten Kulissen sehen, die frau vor (vor allem jungen) Männern mühsam aufgerichtet hat.

      • „Also stimmst du mir zu, dass Frauenkriterien genauso oberflächlich sind?“

        Natürlich. Zumindest, so einseitig wie du es darstellst. Nur auf Geld und Status zu achten, ist genauso oberflächlich. Das ändert aber nichts daran, dass ich dir nach wie vor widerspreche, dass die Kriterien bei Männern und Frauen tatsächlich so stereotyp sind.

        „Warum lassen wir dann nicht beiden Geschlechtern den Spass an den Kriterien, an denen wir eh nichts ändern können und akzeptieren die Unterschiede? “

        Weil bei entwürdigender Werbung der Spaß irgendwie aufhört?

        „Oberflächlichkeit ist aus meiner Sicht eine Wertung, die suggeriert, dass andere Kriterien besser sind. Etwas kann nur dann oberflächlich sein, wenn anderes tiefer gehender ist.“

        Ist ja auch so. Nur ein bestimmtes Kriterium als ausschlaggebend zu betrachten, ist eben oberflächlicher, als eine Persönlichkeit als Ganzes einzuschätzen.

        „Insofern wehre ich mich dagegen, die Oberflächlichkeit der Männlichen Kriterien einseitig herauszustellen, eine Abwertung der männlichen Kriterien gegenüber den weiblichen Kriterien vorzunehmen, und ihre Verwendung anzuprangern.“

        Hab ich ja nicht getan. Akzeptiere einfach, dass du, wenn du nur auf schöne Hintern achtest, genauso oberflächlich bist wie Frauen, die nur auf Geld achten. Eigentlich ganz einfach. Der Unterschied ist nur, ich wehre mich zurecht dagegen, denn ich bin nicht so.

      • „Akzeptiere einfach, dass du, wenn du nur auf schöne Hintern achtest, genauso oberflächlich bist wie Frauen, die nur auf Geld achten.“

        Dein moralinschwangeres Urteil der sogenannten „Nichtachtung der ganzen Persönlichkeit“ muss man mit sicherheit nicht akzeptieren. Es kann wohl allemal als oberflächlich betrachtet werden.

        Es ist selbstverständlich zu akzeptieren, dass Menschen an anderen „bloß“ bestimmte, spezielle, körperliche Eigenschaften sexuell anziehend finden, alles Andere ist wohl eher entweder weltfremd, heuchlerisch oder eben: oberflächlich (nicht zum Wesen der Triebe vordringend)

      • Ich soll akzeptieren, dass andere oberflächlich sind, aber andere müssen meine Meinung nicht akzeptieren, DASS sie eben oberflächlich sind?

        Du bist lustig.

      • Deine Meinung ist in dem Fall ein Werturteil, und selbstverständlich muss das niemand annehmen bzw. akzeptieren.

        Wenn die sexuellen Präferenzen anderer deinen Maximen widersprechen, dann musst du das selbstverständlich hinnehmen bzw. akzeptieren.

  8. @ Onyx

    *Welche Seele und Persönlichkeit wird denn bei einer nackten Frau dargestellt?*

    Eine Frau muss doch gar nicht nackt sein, um ihre Seele zu erfassen.

    Hier z.B.

    Dieser Frau kann man an den A….., ah, … Augen ablesen, dass sie gesund, sehr gesund ist und hochintelligent.

    Also, jedenfalls, …. jeder Mann kann das.

    Außerdem belegt das Bild meine Theorie, dass ein Lebewesen, das in einem ihm gemäßen Biotop (Küche) leben darf, dort sein Instinktverhalten (Putzen) zeigen kann, dies seinem Halter mit Gesundheit dankt.

  9. @Alexander Roslin
    Außerdem belegt das Bild meine Theorie, dass ein Lebewesen, das in einem ihm gemäßen Biotop (Küche) leben darf, dort sein Instinktverhalten (Putzen) zeigen kann, dies seinem Halter mit Gesundheit dankt.
    Ich hoffe du hast gemerkt, dass die Person auf deinem Bild in einen Kühlschrank schaut 😉

    • „Ich hoffe du hast gemerkt, dass die Person auf deinem Bild in einen Kühlschrank schaut “

      Ja nun: sie hatte gerade Ausgang und stürzt sich sofort auf den Kühlschrank. Sie hat nämlich heute in der Haushaltsschule gelernt, dass sich gerade dort die Bakterien myriadenweise tummeln.

      Da sieht man, wie motivierend die Fortbildung des Personals ist 😉

    • @ Khaos.Kind

      Du meinst, das Weibchen wurde bei der Futtersuche überrascht?

      Ich deute aber den feuchten Glanz unterhalb der Kühlschranktür als Wischspuren.

      Es könnten natürlich ebenso gut die Tränen der Rührung sein angesichts des Inhaltes.

      Tippse ist auch immer tief bewegt, wenn sie eine Fastenkur abschließt.

      Am Samstag ist wieder Wiegetag.

      Ich werde ihr beistehen.

      • @Alexander Roslin
        Da ich wenig Putzschränke mit Licht kenne, würde ich davon ausgehend eher auf einen Kühlschrank tippen 😉

        Wie unterstützt du denn deine Tippse, wenn sie am Samstag nicht ihr gewünschtes Ziel erreicht hat?

  10. @ Nick

    „Deine Meinung ist in dem Fall ein Werturteil, und selbstverständlich muss das niemand annehmen bzw. akzeptieren. “

    Von annehmen hat niemand was gesagt, aber akzeptieren wird man wohl müssen oder willst du mir meine Meinung verbieten?

    „Wenn die sexuellen Präferenzen anderer deinen Maximen widersprechen, dann musst du das selbstverständlich hinnehmen bzw. akzeptieren.“

    Natürlich tu ich das. Ich akzeptiere selbstverständlich auch oberflächliche Menschen, keine Angst 🙂 Natürlich nur solange sie mir ihre Oberflächlichkeit nicht überstülpen oder projezieren wollen. Dagegen wehre ich mich dann halt.

  11. Pingback: Werbung und Sexismus (Pinkstinks) | Alles Evolution

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