Sascha Lobo, Frauenquoten und feministische Konzepte

Sascha Lobo ist für die Frauenquote – unter Anerkenntnis des Umstandes, dass es im Feminismus auch eine Menge Mist gibt – und will seine Blogroll paritätisch besetzen. Dazu sucht er weitere von Frauen geschriebene Blogs und bittet unter anderen auch Frauen ihm solche zu nennen.

Das wiederum erzürnt Lantzschi, denn das Frauen auch noch arbeiten müssen um wahrgenommen zu werden geht nicht, Lobo sollte sie gefälligst selbst entdecken.

Außerdem genügt es nicht einfach nur Frauen in die Blogroll aufzunehmen, es müssen auch die richtigen Frauen sein, die zum richtigen Thema schreiben:

Wenn schon Quote im Netz, dann bitte eine Themenquote mit Hinblick auf den soziostrukturellen Background des_der Schreibers_in. Eine ‘Frau’ macht schließlich noch keinen Antisexismus. Schwer umzusetzen? Viel Arbeit notwendig? Sicherlich. Aber wenn wir schon von der politischen Kraft des Netzes reden, sollten auch alle daran teilhaben können, oder? Sollte Herrschaftskritik zum Grundinventar gehören.(…)

Es geht nicht darum, ob ‘Frauen’ sichtbar sind, sondern ob ihre Themen sichtbar sind. (…) Ein Feminist, der sich ‘Frauen’ vorschlagen lässt für seine Blogroll, geht mir nicht weit genug.

Und später dann:

Ich finde deine Idee ja nett, auch wenn ich sie für paternalistisch und substanzlos halte. (…) Es ist schließlich nicht so, als würdest du irgendwem hier etwas neues erzählen, wenn du diesen Aufruf startest, als müssten die Frauen/Feminist_innen erst noch gefunden werden, als müssten ein paar Männer hier mal bitte “Frauenblogs” abonnieren. Als würde das Problem darin bestehen. Von ein paar Privilegienpenissen abgesegnet und hofiert zu werden, ist nicht das, worum es geht und worum es denen geht, die diese konstruierte weiße und männlich-dominierte Suppe anprangern, an der wir alle mitlöffeln.

Antje Schrupp diskutiert diese Diskussion unter dem Stichwort Radikalität.

Meiner Meinung nach spielen bestimmte Konzepte dabei eine Rolle.

1. Eine Mitarbeit der angeblich benachteiligten Gruppe darf nicht verlangt werden bzw. Verhaltensregeln nicht auferlegt werden

Das ist ein Grundsatz, den man in vielen feministischen Diskussionen trifft. Er scheint mir  auf dem Gedanken zu beruhen, dass eine Ungleichheit immer in die Verantwortung der in diesem Teilbereich besser gestellten Gruppe fällt (zumindest sofern man der Gruppe mit der Benachteiligung in diesem Teilbereich angehört). Das zieht sich durch viele Bereiche, von den Gehaltsunterschieden angefangen, wo wenig Forderungen aufkommen an dem Anteil der 23% zu arbeiten, der auf Frauenseite behoben werden kann, durch andere Studienfächer, weniger Teilzeit etc über  die Privilegierungstheorie, bei der der Mann darauf achten muss, dass er seine Privilegien nicht ausnutzt über Vorsichtsmaßnahmen gegen sexuelle Gewalt.

Meiner Meinung nach kontraproduktiv. Nur weil man der Idee anhängt, dass es gerechter wäre, wenn der „Täter“ (der ja auch nur aufgrund der Zuordnung zur Gruppe angesprochen wird) handelt, bedeutet es ja nicht, dass man nicht aktiv selbst mitarbeiten kann, um seinen Teil beizutragen.

2. Feminismus ist das Gruppeninteresse der Frauen, Maßnahmen die zwar Frauen fördern, aber nicht den Feminismus sind damit unzureichend

Eine direkte Folge der Grundannahmen des Genderfeminismus:

  1. Das Geschlecht ist sozial konstruiert
  2. Das Motiv des Menschen für seine Handlungen ist Macht
  3. Menschliche Interaktionen sind von Gruppeninteressen bestimmt, nicht von Einzelinteressen

Das Spiel wird nicht gespielt, um Einzelinteressen von bestimmten Frauen zu fördern, sondern Macht im Diskurs zu erlangen. Das zu fördernde Gruppeninteresse ist der Feminismus, dieser, nicht einzelne Frauen, muss daher gefördert werden. Einzelne Frauen können eben auch Helfer einer hegemonialen Männlichkeit sein oder so tief durch ihre gesellschaftliche Prägung belastet sein, dass sie die Gruppeninteressen der Frauen – Feminismus – nicht erkennen.

3. Wenn Männer Aktionen vorschlagen, in der sie nicht selbst Privilegien eingestehen und abbauen handeln sie paternalistisch oder betreiben Mansplaining

Eine Aktion eines Mannes zur Förderung von Frauen, bei der einfach nur gehandelt werden soll, ohne zur Machtfrage, auf der die abzubauende Vorherrschaft des Mannes beruht, Stellung zu nehmen wird sich recht schnell das Prädikat „paternalistisch“ einfangen. Denn zu einer solchen Aktion gehört zunächst erst einmal die Einsicht, dass Mann schlecht ist, zumindest privilegiert, das lediglich Vorteile des Mannes abgebaut werden, die dieser fest in der Hand hat. Richtig ist es eher so, falsch hingegen ist es zunächst erst einmal auf dem Feminismus herumzureiten und dann auch noch Handlungen von Frauen zu fordern. Verbesserungsvorschläge sollte man auch nicht machen, dass ist Mansplaining.

21 Gedanken zu “Sascha Lobo, Frauenquoten und feministische Konzepte

  1. Meine Güte, was für ein Zirkus. Diese Diskussion über die Wahrnehmung von Frauen und Feminismus in der Blogosphäre ist doch fast die gleiche, die wir neulich zum Thema Wikipedia hatten. Das Web und Blogs und sind so ziemlich das diskriminierungsfreieste, was es überhaupt gibt. Jede(r) kann schreiben, was er will, jede(r) kann verlinken, wen sie will, und jede(r) kann lesen, was er/sie will. Wenn Frauen und/oder Feministinnen meinen, daß sie zu wenig wahrgenommen werden, liegt das daran, daß entweder nicht genug von ihnen schreiben oder daß es keine(n) (Männer wie Frauen) interessiert, was sie von sich geben.

    Die alte Leier von den ausgrenzenden Männerseilschaften zieht hier nicht, weil, selbst wenn es sowas gäbe, Frauen mit minimalem Aufwand ein entsprechend großes Netzwerk einfach selbst aufbauen könnten. Ein Blog ist mit einigen wenigen Klicks angelegt, und mit noch ein paar mehr Klicks hat man andere Blogs in seiner Blogroll verlinkt. Statt aber einfach mal selbst diesen minimalen Aufwand aufzubringen, verfallen viele wieder in diese passive Anspruchshaltung, daß sich gefälligst die Gesellschaft und allen voran die Männer bitteschön zu ändern hätten und alles daran setzen müssen, es diesen Frauen rechtzumachen. Umgekehrt ist natürlich jede Beteiligung, Anstrengung oder auch nur Äußerung ihrer eigenen Vorstellungen seitens der Frauen selbst schon zu viel verlangt. Ich kanns langsam echt nicht mehr hören…

    • @Sonny Burnett

      „Das Web und Blogs und sind so ziemlich das diskriminierungsfreieste, was es überhaupt gibt. Jede(r) kann schreiben, was er will, jede(r) kann verlinken, wen sie will, und jede(r) kann lesen, was er/sie will.“

      Zustimmung. Einen Blog aufzumachen dauert bei WordPress 5 Minuten.
      Die Gegenmeinung wird vielleicht anmerken, dass weibliche Blogs weniger wahrgenommen werden, was eben nur auf einer ungleichen Diskursmacht beruhen kann, die man also „geraderücken“ muss. Das es an der Art liegt, wie weibliche Blogs geschrieben wären, dass wäre ja eben eine Schuldzuschreibung, also falsch. Oder aber, dass die Frauen durch die hegemoniale Männlichkeit auf eine Rolle festgelegt sind, die ihnen nicht erlaubt genauso effektive Blogs zu betreiben sondern sie auf das persönliche zurückdrängt (während sie eigentlich viel lieber über Sachthemen schreiben würden).

      Bezüglich der Diskussion „Wahrnehmung der weiblichen Blogger in der Bloggosphäre“ fallen einem ja zahlreich Gründe ein:

      Frauen schreiben eher persönliche Blogs, Männer Sachthemenblogs. Also mal wieder die alte Abgrenzung zwischen dem empahtischen und dem analytischen Gehirn. Sachthemenblogs ziehen aber mehr Diskussion an, werden eher über Suchmaschinen gesucht und auch eher bezüglich der verschiedenen Meinungen verlinkt.
      Eine Gegenmaßnahme wäre es entweder
      – einen bestehenden weiblichen (Sach-)Blog massiv über andere Frauenblogs zu pushen, beispielsweise indem man eine Wahl abhält und alle beteiligten Blogs sich verpflichten, den gewählten Blog in die Blogroll aufzunehmen und einmal im Monat einen Link zu einem der Artikel dort zu setzen. (Es sollte sich dabei dann eben gerade nicht um einen streng feministischen Blog handeln, sondern einen allgemeinen Sachblog. Wenn man die Menge anziehen will dann muss man weiter streuen)
      – einen neuen (Sach-)Blog zu gründen, zB mit 4-5 weiblichen bereits bekannten Bloggerinnen und mit diesem das gleiche zu machen.

      Aber das wäre eben wieder mansplaining.

  2. Es ist doch das uralte, weibliche Spiel, das Feministinnen hier spielen: Frauen erwarten in der Regel, dass Männer ihnen die Welt geschmeidig machen und dann zu Füßen legen, damit kein rauher Stein den zarten Fuß der Prinzessin ritzt.

    Dazu sind Männer in der Sicht vieler Frauen da: das grobe Nutzvieh, das der weiblichen Selbstverwirklichung zu dienen hat.

    Die „Innovation“ des Feminismus besteht nun darin, dass er es zusätzlich für eine gute Idee hält, das grobe Nutzvieh auch noch als grobes Nutzvieh zu beschimpfen, aus seinerm Opfernarzissmus genügend Dreistigkeit („Empauermänt“) bezieht, ganz offen, ganz unverschämt egoistisch zu sein und von Männern Leistungen für Frauen zu verlangen, ohne sich zu irgendeiner Form von Gegenleistung verpflichtet zu fühlen.

    Wenn Sascha Lobo dieses Spiel mit Feministinnen spielen will, dann viel Vergnügen.

    Der Mann ist ja frei, muss wissen, was er tut.

    Er könnt’s ja auch lassen.

    Darum: Kein Mitleid meinerseits, nur „Gute Reise“.

    • @Roslin

      „Dazu sind Männer in der Sicht vieler Frauen da: das grobe Nutzvieh, das der weiblichen Selbstverwirklichung zu dienen hat.“

      Ich denke nicht, dass viele Frauen so denken. Die meisten Frauen haben eine positive Einstellung zu Männern oder zumindest zu ihren Partnern und den Männern, die sie kennen, auch wenn sie vielleicht wünschten, dass diese in einigen Punkten anders wären. Da darf man sich durch das diskutieren auf Gleichberechtigungsblogs (oder in gelben Foren) nicht beeinflussen lassen.

      „Die „Innovation“ des Feminismus besteht nun darin, dass er es zusätzlich für eine gute Idee hält, das grobe Nutzvieh auch noch als grobes Nutzvieh zu beschimpfen (…)“

      Auch das halte ich für eine Übertreibung. ich denke schon, dass viele Feministinnen tatsächlich davon ausgehen,dass Frauen benachteiligt und unterdrückt sind und deswegen nicht das in der Gesellschaft erreichen, was sie sollten und daher eine Änderung erfolgen muss. Die gesellschaftlichen Theorien laden ja auch dazu ein und wenn man erst einmal bei der Überzeugung angelangt ist, dass Männer und Frauen gleich sind ist es im Prinzip ja eine logische Konsequenz. Schade nur, dass die Grundannahme nicht kritisch hinterfragt wird.

      „Wenn Sascha Lobo dieses Spiel mit Feministinnen spielen will, dann viel Vergnügen. Der Mann ist ja frei, muss wissen, was er tut.“

      Interessanteweise bringt er ja auch die klassische Erklärung dafür, warum er Feminist ist.

      An dieser Stelle vielleicht nochmal die Definition des Feminismus: es handelt sich um den Glauben an die soziale, ökonomische und politische Gleichheit der Geschlechter

      Es wäre interessant zu sehen, was er eigentlich genau vertritt oder inwiefern er sich mit dem Thema beschäftigt hat. Ist es eher ein Genderfeminismus oder ein Equityfeminismus?

      • @ Chriastian

        *Die meisten Frauen haben eine positive Einstellung zu Männern oder zumindest zu ihren Partnern und den Männern, die sie kennen, auch wenn sie vielleicht wünschten, dass diese in einigen Punkten anders wären. Da darf man sich durch das diskutieren auf Gleichberechtigungsblogs (oder in gelben Foren) nicht beeinflussen lassen.*

        Ich bin hinsichtlich der Güte der menschlichen Natur wesentlich pessimistischer als Du.

        Frauen haben solange eine positive Männersicht, solange der Mann in ihrem Sinne funktioniert.
        Umgekehrt ist es nicht anders.

        „Wahre“, selbstlose Liebe als Grundhaltung ist so selten wie die „blaue Mauritius“, bei Männern und Frauen.

        Das, was wir Liebe nennen, ist ein wenige Jahre andauernder, hormoneller Rauschzustand, der uns über diese Tatsachen hinwegzutäuschen vermag, damit wir fähig sind, uns um der Prokreation willen zu den nötigen Kompromissen zu verstehen.

        Der Rausch hilft uns über die Ichsucht hinweg.

        Eine Ideologie, die Egoismus auch noch transzendiert, ihm die höheren Weihen von „Freiheit“ (die ja nicht Freiheit zu ETWAS ist sondern nur Freiheit von Verantwortung, von Verpflichtung) und „Selbstverwirklichung“ (natürlich nur des weiblichen Selbst, die Verwirklichung des männlichen Selbst hat sich selbst-verständlich der des weiblichen unterzurordnen > was gut für Frauen ist, hat auch gut für Männer zu sein, falls deren Ansprüche überhaupt interessieren beim Blick in den Spiegel der Venus) andichtet, mindert auch noch die Chancen auf eine kurzzeitige Trance.

        „Heilige“ Nüchternheit bestimmt das Geschlechterverhältnis.

        „Pick Up“ ist auf männlicher Seite die adäquate Antwort: Romantik als evolutionsbiologische Verführungstechnik, „Liebe“ als Techne.

      • @Roslin

        „Ich bin hinsichtlich der Güte der menschlichen Natur wesentlich pessimistischer als Du. Frauen haben solange eine positive Männersicht, solange der Mann in ihrem Sinne funktioniert. Umgekehrt ist es nicht anders.“

        Worauf stützt du das? Der Mensch ist ja nicht nur ein Egoist, der in jeder Hinsicht seine eigenen Interessen vertritt (gene sind „egoistisch“, aber das ist etwas anderes). Und Männer und Frauen sind in unser Gesellschaft auch nicht zwangsläufig Gegner, so dass die Interessen der einen gegen die Interessen der anderen verstoßen. Es gibt genug Überschneidungen, wo die Interessen des anderen Geschlechts bedeutender für die einzelne Person ist (der einfachste Fall sind Kinder des anderen Geschlechts und Ehepartner). Zudem haben wir ein Begehren bezüglich des anderen Teils, das natürlich enttäuscht werden kann, aber auch sehr positive Gefühle hervorrufen kann.

        Ich will ja zB auch Frauen als Geschlecht nichts böses und gehe davon aus, dass das den meisten Männern und Frauen ähnlich geht. Allein schon weil mein Freundeskreis halb männlich und halb weiblich ist.

        „„Wahre“, selbstlose Liebe als Grundhaltung ist so selten wie die „blaue Mauritius“, bei Männern und Frauen.“

        Das mag sein. Aber vollkommen selbstlose Liebe ist auch ein sehr hohes Ziel. Liebe an sich würde ja schon reichen. Wir müssen nicht alles aufgeben um Gerechtigkeit für die Geschlechter zu wollen.

        Ich halte zB einen Unterhaltsanspruch für die Zeit, in der jemand ein kleines Kind betreut für durchaus gerecht (auch wenn ich ihn anders fassen würde als den heutigen Anspruch) auch wenn er mich selbst treffen könnte.

        „Das, was wir Liebe nennen, ist ein wenige Jahre andauernder, hormoneller Rauschzustand, der uns über diese Tatsachen hinwegzutäuschen vermag, damit wir fähig sind, uns um der Prokreation willen zu den nötigen Kompromissen zu verstehen.“

        Aber der Nebeneffekt bzw. der eigentlich Effekt der Liebe, nämlich positive Gefühle bezüglich des Partners besteht unabhängig von dem Ziel der Liebe und Bindungswirkung und Glücksgefühle sind auch „echt“.

        „Der Rausch hilft uns über die Ichsucht hinweg.“

        Eben. Er hilft tatsächlich hinweg.

      • @ Christian

        *Worauf stützt du das? Der Mensch ist ja nicht nur ein Egoist, der in jeder Hinsicht seine eigenen Interessen vertritt (gene sind „egoistisch“, aber das ist etwas anderes). Und Männer und Frauen sind in unser Gesellschaft auch nicht*

        Auf die überschaubare menschliche Geschichte der letzten 3000 Jahre, ein gewaltiger Fundus an Beobachtungen, wie sich Menschen, Männer und Frauen, unter den verschiedensten Rahmenbedingungen verhalten, auf eine fast ebenso alte Literaturgeschichte, auf Biographien, mit einem Wort, auf die Beobachtung des Menschen selbst.

        Der Mensch ist umso uneigennütziger, je mehr Liebe im Spiel (wobei man auch hier diskutieren kann, ob das wirklich uneigennützig ist: Wenn ich aus Liebe Liebes tue, dann doch in der Ereartung, widergeliebt zu werden, mich beliebt zu machen, auf diese Art mein Ego zu pämpern. Wird diese Erwartung nicht erfüllt, endet bei den meisten Menschen auch die Liebe)

        Der Mensch ist von konzentrischen Kreisen ihm nahe und dann immer ferner stehender Menschen umgeben.

        Jeder Mensch seine eigene kleine Sonne, um die andere „Planeten“ kreisen in seinem eigenen, kleinen Universum.

        Liebe ist eine Infrarotstrahlung, die nur den engsten Kreis erwärmt und nach außen hin rasch an Wärme verliert.

        Schon in mittlerer Distanz erreicht die sich dort aufhaltenden Menschen in der Regel vor allem das kalte Licht des Egoismus, das kluge Menschen durch eine Rotfolie abstrahlen, damit es nicht so kalt aussieht.

  3. „“Das wiederum erzürnt Lantzschi, denn das Frauen auch noch arbeiten müssen um wahrgenommen zu werden geht nicht, Lobo sollte sie gefälligst selbst entdecken.““

    Hätte Sascha sich einfach einige Blogs von Frauen rausgepickt und verlinkt, dann wär ihm von Lanztschi womöglich vorgeworfen worden, er habe Frauen nicht einbezogen und auch nicht vorgängig angehört.

    Ist das der Schwanzlängenvergleich der männlichen Feministen? Wer ist hier der grösste Frauenversteher? Also, wer hat den Längeren? Diese Frage sollte unbedingt geklärt werden!

  4. Ich denke auch nicht, daß alle Frauen so sind, auch nicht „die meisten“ oder „viele“. Umso absurder, daß dieser feministische Unsinn immer häufiger so hohe Wellen schlägt. Um dieses dämliche Spiel des „Du bist alleinig schuld, und wenn Du nicht weißt, wieso, dann umso mehr!“ mitzuspielen, braucht es schon ein gehöriges Maß an masochistischer Freude am Kafkaesken…

    P.S. @ Christian: bin nicht Holger.

  5. seht eigentlich irgendwer ne chance aus dieser diskusion rauszukommen?

    ich meine, wenn frau lieber über etwas redet anstelle das problem zu lösen dann geht das doch endlos so weiter oder?
    jede statistik wird als beweis genommen das frau im recht ist. und jeder vorschlag wie quoten beweist doch nur das frau im nachteil ist. und darum noch mehr unternommen werden muss…
    sitzt frau nicht in einer art selbstgemachten deadlock ?

    • @ Holger

      Ich sehe keine vernünftige Lösung.

      Mit dem Fressen wächst ja nicht die Sättigung, nur der Appetit.

      Eine „Lösung“ bringt der Bankrott, weil die Männer unter der zunehmenden Frauenprivilegierung schlicht zusammenklapenn, nicht mehr können/nicht mehr wollen.

    • @Holger

      Sicher, es gibt immer eine Lösung.

      Meiner Meinung nach ist es in diesem Fall gesellschaftliche Aufklärung. Wenn bestimmte Grundannahmen allgemein nicht mehr geteilt werden, eben zB die Grundannahme der Gleichheit der Geschlechter, dann muss es zwangsläufig zu neuen Theorien kommen, was die Geschlechterinteressen angeht.

  6. Wir müssen einfach den Feministinnen vertrauen. Sie haben schon viel Positives bewirkt und auch Frauenquoten für Blogs sind eine gute Sache! Es ist wie beim Schach: Seit es Schachgruppen für Frauen gibt, haben wir Frauen echte Chancen und gewinnen auch. Man muss nur wollen!

    • @Lilith

      „Wir müssen einfach den Feministinnen vertrauen.“

      Du hast den Ausgangsartikel oder andere Artikel dieses Blogs nicht gelesen oder?

      “ Sie haben schon viel Positives bewirkt“

      Sicher. Das würde ich auch nicht bestreiten.

      „und auch Frauenquoten für Blogs sind eine gute Sache!“

      Acht zu 22 sind immerhin über 1/3. Da könnten sich viele feministische Blogs eine Scheibe von abschneiden.

    • @Lilith

      „Wir müssen einfach den Feministinnen vertrauen. Sie haben schon viel Positives bewirkt…“
      Schon klar, am feministischen Wesen wird die Welt genesen.
      Nach den frechen Lügen und dreisten Forderungen sollen wir, nein müssen wir den Genderisten
      vertrauen? Das ist jetzt ein Spaßecken?
      „….Frauenquoten für Blogs sind eine gute Sache! Es ist wie beim Schach: Seit es Schachgruppen für Frauen gibt, haben wir Frauen echte Chancen und gewinnen auch. Man muss nur wollen!“
      Nein wie goldig. Echte Chance zu gewinnen? Nein nicht zu gewinnen, sondern sich „Gewinn“
      und „Anerkennung“ zu ergaunern, sonst nix.
      Du bist nicht echt, oder? Du glaubst doch nicht selber diesen Mist?

      Und der Lobo ist selbst schuld. Wer den Genderisten den kleinen Finger reicht, ………

    • @ Lilith

      Richtig, Lilith

      Seitdem es Schachgruppen nur für Frauen gibt, haben Frauen verbesserte Chancen zu gewinnen.

      Gegen andere Frauen.

      Weil das gegen Männer immer noch nicht der Fall ist, gibt es ja Schachgruppen nur für Frauen.

      Damit Frauen häufiger gewinnen.

      Gegen andere Frauen.

      Ist wie beim Frauenfußball.

      Wenn Frauen nicht gegen Männer spielen müssen, haben sie verbesserte Chancen zu gewinnen.

      Gegen andere Frauen

      USW:

      Probleme stellen sich dort, wo man keine eigene Frauenliga, in der Frauen männerfrei gegen Frauen gewinnen können, einrichten kann oder mag (weil’s gar zu peinlich wäre).

      Da behauptet frau dann unfaires Spiel der Männer, um ihr im Schnitt häufigeres Verlieren zu begründen und fordert, die Frauenliga nur für Frauen durch die Hintertür einzuführen, z.B. durch Frauenförderpläne nur für Frauen, Frauenmentoringprogramme nur für Frauen, Frauenquotensänften nur für Frauen usw.

      Dann hat frau plötzlich sogar die Chance, gegen Männer häufiger zu gewinnen.

      Beim Schach geht sowas natürlich nicht.

      Zu verlangen, Männer sollten auf einen Turm und einen Läufer verzichten, damit Frauen häufiger gegen sie geiwinnen können, das fiele ja auf.

      Das wäre zu offensichtlich.

      Schließlich will frau auf ihre Erfolge ja auch noch stolz sein können.

      Ist ja alles öffentlich beim Schachturnier, unglückseligerweise.

      Da kann man nicht von Gläsernenen Decken fabulieren oder von patriarchalen Verschwörugen in rauchigen Hinterzimmern, in denen Frauen um ihre Karrierechancen gebracht werden.

      Deshalb gibt es eine Frauenschachliga, damit der Leistungsunterschied im kognitiven Bereich zwischen Männern und Frauen (im Schnitt) nicht so drastisch offensichtlich wird.

      Auf allen anderen Feldern, auf denen Frauen dem Wettbewerb mit Männern nicht ausweichen können, gibt es, dank feministischer Lobbyarbeit, die Frauenschachliga durch die Hintertür mittels Männerbehinderung und Frauenbegünstigung.

      Mittlerweile schon vom Kindergarten an.

      Damit Frauen endlich häufiger gewinnen können.

      Nur, leider Gottes: IMMER MEHR MÄNNER durchschauen das unredliche Spiel.

      Die einen reagieren mit wachsender Verachtung, die anderen mit wachsender Wut.

      Viele mit beidem.

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