Frauen reagieren auf Probleme mit Empathie, Männer mit Lösungen

Eine Frau hat ihren Job verloren und schreibt darüber auf ihrem gut besuchten Blog. Die Reaktionen stellt sie wie folgt dar: (via)

After my post went live, I linked to it on Facebook and Twitter. I emailed the link to men and women. Men responded by introducing me to someone who was in a position to hire me, by sending me links to job listings that could be a fit, or by directing me to opportunities that resulted in paying work.

Women responded emotionally — with support or sympathy. Men responded proactively. Women responded passively — or not at all. Every response that led to paying work was from a man.

Das passt recht gut zu der Abgrenzung zwischen dem Systematischen Gehirn und dem Empathischen Gehirn. Die Frauen fühlten mit, die Männer sahen es als ein Sachproblem, dessen Lösung lautete, dass sie eine neue Arbeitsstelle brauchte. Also mussten ihr Angebote übersandt werden.

In vielen „Mars & Venus“ Ratgebern wird dies auch als einer der wesentlichen Unterschiede dargestellt. Wenn eine (typische) Frau ein Problem hat, dann möchte sie darüber reden und sie möchte, dass man ihr zuhört, weil sie sich danach besser fühlt. Ein Mann hingegen sieht die Aufzählung von Schwierigkeiten und Problemen nicht als ein „Von-der-Seele-Reden“, sondern eher als Aufforderung diese Probleme zu lösen. Deswegen gibt er gute Ratschläge und wundert sich dann, dass die Frau diese nicht umsetzt, sondern sich noch beschwert, dass er nicht zuhören würde.

Diese Art Probleme anzugehen würde durchaus zu einer unterschiedlichen Ausprägung von Gehirnhälften von Mann und Frau passen.

 

50 Gedanken zu “Frauen reagieren auf Probleme mit Empathie, Männer mit Lösungen

  1. Das schlimme ist ja, man darf die Frauen nicht mal fragen, ob sie nur rumheulen wollen, oder Hilfe wollen.
    Voll unfair ^^ Mann soll Frau verstehen, aber Frau muss das gleiche nicht für Mann tun.

    • @Omti

      Günstig wäre es schon, wenn beide Geschlechter sich verstehen. Dazu muss man sich denke ich die Unterschiede bewusst machen.
      Bei Männern zB geben die Ratgeber ja gerne an Frauen den Tipp, sie erst einmal ankommen zu lassen, ihnen etwas Zeit zu geben „ins Feuer zu starren“ bevor man die Probleme des Tages bespricht.

      • @ Christian

        *Bei Männern zB geben die Ratgeber ja gerne an Frauen den Tipp, sie erst einmal ankommen zu lassen, ihnen etwas Zeit zu geben „ins Feuer zu starren“ bevor man die Probleme des Tages bespricht.*

        So behandelt man Weicheier.

        Der echte Mann grillt sein Chick über offenem Feuer und starrt nicht hinein.

  2. kann man solche verhaltensweisen anerziehen ?

    mit dem wissen über unterschiede kann man selber anders handeln aber da ‚überschreibt‘ der verstand dann meine ursprüngliche reaktion. ist quasi ‚erzwungenes‘ verhalten?

    • @Holger

      Welche Verhaltensweisen genau? Das Wissen, dass (viele) Frauen mitunter einfach nur wollen, dass man zuhört und nicht ihre Probleme löst muss ja nicht antrainiert werden, es ist eine simple Erkenntnis, die leicht umzusetzen ist (durch Nichts sagen oder zur richtigen Zeit ablehnend oder zustimmendes Brummen)

      • ich meinte die verhaltensweisen die in der einleitung beschrieben sind

        reden/handeln

        gender sagt ja das es anerzogen ist. also das beide verhaltensweisen in die gender-gehirn-verhaltens-matrix programmiert werden.

        vergleichbar wäre eine studie über die sprachlichen fertigkeiten von kindern (was sagen sie wie jungs erzählen action)

        da überwiegend frauen mit kindern zu tun haben müssten diese ja unterschiedlich erziehen um das ergebnis zu erreichen.

  3. Es ist zu unversal um zum Thema EQ zu passen. Da steckt noch etwas anderes dahinter.

    PS: Von der Hirnhälftentheorie halte ich nicht sonderlich viel. Passt nicht zu vielen fMRT Ergebnissen.

  4. @Bad Hair Day

    „Es ist zu unversal um zum Thema EQ zu passen. Da steckt noch etwas anderes dahinter.“

    Würdest du denn den Trend auch so sehen, wie in dem Beispiel?
    Wenn ja: Ich hätte auch gern noch etwas mehr Erklärung dafür, bisher ist mir da noch vieles unklar. Ich denke es wird irgendwie mit EQ und SQ zusammenhängen, vielleicht beruht es auch auf den unterschiedlichen Stressreaktionen (Tend and befriend vs. fight or flight) und der Annahme, dass sie jetzt eben zum Stressabbau „Tend and befriend“ braucht, wobei ihr dies ja sicherlich auch gut tut, sie aber gleichzeitig, weil sie ja nun mal Leben muss, einen Job braucht.

    „Von der Hirnhälftentheorie halte ich nicht sonderlich viel. Passt nicht zu vielen fMRT Ergebnissen.“

    Ich habe mir da auch noch keine abschließende Meinung gebildet. Mir scheint, dass eher einzelne Zentren umgebaut werden und nicht die Gehirnhälften an sich. Wobei das ja nur eine Betrachtungsweise ist.
    Hast du was zu den fMRT ergebnissen? Wäre interessant, da mehr drüber zu lesen.

    • > Würdest du denn den Trend auch so sehen, wie in dem Beispiel?

      Den Grundeffekt kenne ich. Auf eine berufliche Situation umgemünzt wie hier habe ich es allerings noch nicht gesehen oder von mir aus Betrachtet. Es könnte eine gute Ergänzung zu den Gründen sein, warum Frauenetzwerke nicht so Karrierefördernd wirken. Und das ist eben so ein Punkt: Wenn man sich dessen bewusst ist, kann man auch daran „arbeiten“.

      Nichts ausgearbeitetes, nur schon viele fMRT Bilder gesehen. Aber fMRTs zeichnen, wenn es um Geschlechtsdimophismus geht, immer das Bild das bei Frauen Beide Gehirnhälften gebraucht werden, bei Männern nur eine. Die Gewichtung liegt aber auch bei Frauen in den Bereichen, wo sie auch bei Männern zu finden sind.

      > Ich denke es wird irgendwie mit EQ und SQ zusammenhängen

      Das geht nicht, weil, und ich muss irgendwie immer daran erinnern, die hälfte aller Männer und Frauen sich einen gemeinsamen Bereich dieser Verteilung teilen.
      Die Effektstärke des genannten Verhaltens ist dagegen sehr hoch. Verstehst du was ich meine?

      • @BHD

        „Den Grundeffekt kenne ich. Auf eine berufliche Situation umgemünzt wie hier habe ich es allerings noch nicht gesehen oder von mir aus Betrachtet.“

        Solche Unterschiede fallen einem im privaten sicherlich mehr auf.

        „Es könnte eine gute Ergänzung zu den Gründen sein, warum Frauenetzwerke nicht so Karrierefördernd wirken.“

        Interessanter Gedanke. Irgendwo (allerdings meine ich auf einer feministischen Seite) habe ich mal gelesen, dass Männer eher Seilschaften bilden während Frauen eher Auffangnetze knüpfen. Das eine Seilschaft günstiger ist, um es nach oben zu schaffen, wäre dann ja durchaus einleuchtend.

        “ Und das ist eben so ein Punkt: Wenn man sich dessen bewusst ist, kann man auch daran „arbeiten““

        Ja, das denke ich auch. Erfordert aber letztendlich eine Schulung der Frauen.

        „Das geht nicht, weil, und ich muss irgendwie immer daran erinnern, die hälfte aller Männer und Frauen sich einen gemeinsamen Bereich dieser Verteilung teilen.Die Effektstärke des genannten Verhaltens ist dagegen sehr hoch. Verstehst du was ich meine?“

        Ja, verstehe. Es könnte dennoch ein Teilbereich des EQ/SQ Bereiches sein, der ganz besonders grundlegend ist oder? Selbst wenn die „höheren Bereiche“ dann varieren, wäre dieser Grundbereich vorhanden.
        Interessant wäre hier natürlich wieder , ob es bei Homosexuellen, Transsexuellen etc eine gewisse Tendenz zu einem „umgekehrten“ Verhalten gibt.

  5. „“Interessanter Gedanke. Irgendwo (allerdings meine ich auf einer feministischen Seite) habe ich mal gelesen, dass Männer eher Seilschaften bilden während Frauen eher Auffangnetze knüpfen.““

    Das sind feministische Mythen. Wer Auffangnetze für Bedürftige knüpft, zeigt sich als sozial verantwortungsvoll, während Seilschaften letztendlich nur dem eigenen Vorteil dienen sollen.
    Wenn Feministen bei Männern Kooperation wahrnehmen, dann heisst das in ihrem Duktus „Seilschaften“. Das gleiche Phänomen bei Frauen wird „Netzwerk“ genannt.

    Das ist dumpfer Sexismus, der sich im Sprachgebrauch manifestiert.

    • @Peter Bosshard

      „feministische Mythen“

      Wobei es gut zum obigen passen würde. Auffangnetze sind eben eindeutig das falsche Mittel um einen (Karriere-)Berg zu besteigen und „an die Spitze zu kommen“.
      Wenn das Netzwerk bei Frauen eher auf unterstützende Empathie ausgerichtet ist und bei Männern eher auf eine Hand wäscht die andere, dann würde das durchaus dazu beitragen, dass Frauen seltener an der Spitze sind.

      • Ich weiß nicht, ob es sich lohnt, an eine private Beobachtung großartige Spekulationen über Geschlechtrerdifferenzen zu knüpfen.
        Das kann ja doch nur Spekulation sein.

        Ich spekuliere, dass Männer Emotionen eher in Aktion umsetzen, durch Handlung bewältigen/abwehren, Frauen eher die Emotion um ihrer selbst willen genießen, in ihr baden/verharren.

        Vielleicht Ausdruck des Prinzips, dass man tut/genießt, was man gut kann, wozu das eigene Gehirn eher prädestiniert/“entworfen“ wurde.

        Dann also doch Ausdruck des Unterschiedes im E-/S-Quotienten, gekoppelt mit der testosteronbefeuerten, höheren Aktivität/Aggression/Dynamik der Männer.

      • @Roslin:

        Das mit-leiden ist nach meiner Auffassung eigentlich die wesentliche Triebfeder der Empathie. Wobei ich aber:

        *Man kann empathisch sein und völlig mitleidlos.*

        Ebenfalls unterschreiben würde. Derart gestörte Menschen haben eben ein zutiefst gespaltenes „selbst“, trotz nach aussen getragenem enormen „Selbstbewußtseins“ lehnen sie die eigene Person innerlich zutiefst ab. Das, was sie veranstalten bildet den inneren Konflikt ab.

      • Das wäre eine schizoide Persönlichkeit. Das sollte nicht mit Narzissten oder anderen Soziopathen verwechselt werden, auf die sich Roslin hier bezieht.

        Faszinierend, wie hier über die „Aussenansicht“ über Empathie spekuliert wird.

      • @Sarahblogging: Ich rede von gespaltenem „Selbst“, und nicht vom gespaltenem „Ich“.

        Was meinst du mit „Aussenansicht“?

      • Ich glaube du bringst Schizoid mit Schizophren durcheinander, allerdings ist das, was du beschreibst eher eine Schizoide Persönlichkeitsstörung. Schizoide tragen eine andere Persönlichkeit nah aussen, um ihr innerstes zu schützen, nicht weil sie es hassen.

        Aussenansicht: Wenn Roslin über Empathie spricht, beschreibt er Beobachtungen, scheint aber nicht wirklich über Ersthanderfahrungen zu verfügen.

        Seit gestern spinnt WordPress immer wieder. Geht das nur mir so?

      • (falls du mit „Aussenansicht über Empathie“ „Männlich“ meinst: Dies Eigenschaft sollte nicht mit „soziopathie“ verwechselt werden.

        „Soziopathie“ ist übrigens eine reichlich verstaubte Kategorie, hast du dir ein Psychologiebuch von Großmutter ausgeliehen? 😉

      • Empathielosigkeit ist der wesentliche Bestandteil dessen, was man früher als Sozipathie diagnostiziert hat. Das wesenliche Merkmal der schlimmsten Gewaltverbrecher. Nicht sehr nett, was du da Roslin unterstellst..

        Wie kommst du nur auf „schizoid“? Selbstverständlich hat die narzisstische Persönlichkeitsstörung ein gespaltenes selbst.

        Worldpress spinnt offenbar für alle gleich..

      • Ich habs als Oberbegriff verwendet.

        Und nein, die meisten Männer haben ja eine gut ausgebildete Empathie. Es sind andere hier, die ständig so sprechen als ob Empathie eine rein weibliche Eigenschaft wäre.

      • @ SHBG

        *Aussenansicht: Wenn Roslin über Empathie spricht, beschreibt er Beobachtungen, scheint aber nicht wirklich über Ersthanderfahrungen zu verfügen.*

        Was sind denn „Ersthanderfahrungen“ hinsichtlich Empathie?

      • „Es sind andere hier, die ständig so sprechen als ob Empathie eine rein weibliche Eigenschaft wäre.“

        Eine große Teilmenge der Männer hat ja doch auch positive weibliche Eigenschaften, nicht wahr?

      • @ SHBG

        *Und nein, die meisten Männer haben ja eine gut ausgebildete Empathie. Es sind andere hier, die ständig so sprechen als ob Empathie eine rein weibliche Eigenschaft wäre.*

        Wer redet denn HIER von rein männlichen/weiblichen Eigenschaften.

        Die gibt es in der Psyche des Menschen nicht.

        Bevor wir Mann und Frau sind (und was auch immer dazwischen), sind wir Menschen (und keine weiblichen Menschen, wie Sie mir unterjubeln wollten, Sie erinnern sich an unsere Diskussion auf dem Scienceblog?).

        Es gibt also nur ein Mehr oder Weniger, ein Häufiger oder Seltener in der einen oder der anderen Gruppe und häufig eben ein häufigeres Mehr von dem einen in der einen Gruppe und ein selteneres Weniger von dem anderen in der anderen Gruppe.

        Aber ein Weniger muss nicht wenig bedeuten und ein Mehr nicht viel in absoluten Messgrößen gesprochen und auf die Verhältnisse bei einem Individuum können Sie aus solchen Gruppenvergleichen ohnhin nicht rückschließen, weil JEDES Individuum vom Durchschnitt der Gruppe, der es angehört, abweichen kann.

        Ich z.B. bin sehr empathisch, wenn es um meine Tippse geht, sie mich gelegentlich ansieht, wie ein verwundetes Reh (was sie manchmal, den Verdacht habe ich, ganz empathisch, höchst berechnend tut, ich küsse sie dann aber trotzdem gerne) und könnte, sehr empathisch, völlig mitleidlos sein, sollte man mir eine Quotenuschi vor die Nase setzen.

        Wenn sie sich nach dem dritten Lob von mir nicht aus dem Fenster stürzte, dann hätte ich etwas falsch gemacht.

        Ich weiß, wie man lobt, ganz empathisch-intuitiv.

      • @BHD

        „Und nein, die meisten Männer haben ja eine gut ausgebildete Empathie“

        Es ist eben ähnlich wie bei den meisten Mann/Frau Sachen. Es ist kein Ja/Nein Zustand, sondern ein mehr/weniger Zustand, und das natürlich auch nur im Schnitt.

        Ein hoher Empathieanteil scheint aber eher mit einem niedrigen Systematikanteil einherzugehen und das Empathie und Testosteron in einem gewissen Zusammenhang stehen haben ja Tests auch schon ergeben (wenn auch nur bei Frauen). Gleichzeitig scheint Testosteron und Fairness in einem gewissen Zusammenhang zu stehen (wenn auch die Tests nur bei Frauen durchgeführt worden sind), beide Eigenschaften können natürlich ein soziales Verhalten hervorrufen: Der eine mag gerecht handeln, weil er weiß, wie es den anderen treffen wird, der andere, weil er meint, dass sein Verhalten nicht fair sein könnte. Hier können die Grenzen natürlich etwas verschwimmen.

      • @sarahblogging

        Das ist recht umstritten. Der Aggressivitätsnachweis beim Menschen steht meine ich noch aus und ist insbesondere von Revierverhalten und Statusverhalten abzugrenzen. Bei den Arten, wo Reviere und Status durch Aggression verteidigt werden stiegt die Aggression (und bei den Menschen, die dies auf diese Weise handhaben auch), bei solchen, die dies nicht tun wenn ich mich recht an eine Studie erinnere nicht.

        Man wird es wohl einfach testen müssen.

      • @ BHD

        *Das wiederum passt sehr gut zur Hypothalamusprägung. Die Terretorial, Gewalt und Sexualität verbindet nacht Roth.*

        Und das ist auch gut so.

        Das Element der Selbstbehauptung einer Zivisliasation ist darum männlich.

        Es gibt ja auch eine gute Gewalt, ein gutes Territorialprinzip, das es zu verteidigen gilt als Recht der Selbstbehauptung.

        Sonst könnten wir ja die Erde gleich den Hitlers, Stalins, Maos, Gaddafis überlassen.

        Frauen können NUR deshalb weniger aggressiv sein, WEIL Männer aggressiver sind, auch sexuell.

        Müssten Frauen initiieren, wären wir entweder schon lange ausgestorben oder wir hätten andere Frauen, aggressivere.

      • @ BHD

        *Alexander Roslin, Männer lösen also Probleme, die es ohne sie nicht gäbe?*

        Richtig.

        Nur gäbe es ohne Männer auch keine Frauen.

        Das Sosein der Männer bedingte und ermöglichte das Sosein der Frauen und umgekehrt.

        Hätten Männer das größere minimale parentale Investment zu leisten, wären sie das unaggressivere, das weniger gewalttätige Geschlecht und es fiele Frauen zu, Männer zu verteidigen, zu versorgen, das Territorium zu behaupten, die Brut und die sie Versorgenden abzuschirmen.

        Es wären dann Frauen, die die Evolution nach diesen Kriterien ausgelesen und geformt hätte.

        Männer, funktionale Männer, sind gezwungen, Probleme zu lösen, die dysfunktionale Männer, für deren Dysfunktionalität die funktionalen Männer nicht verantwortlicher sind als die funktionalen Frauen, zu lösen.

        Weil Frauen im Schnitt das nicht erfolgversprechend können.

        Was diesen Frauen aber nicht das Recht gibt, alle Männer wg. ihrer Männlichkeit zu beschimpfen und zu verachten, nur weil ca. 5 % der Männer dyfunktional sind, 95 % aber nicht.

        Oder verleiht ein jüdischer Betrüger das Recht, alle Juden zu Betrügern zu stempeln, verleiht ein farbiger Vergewaltiger das Recht, alle Farbigen für Vergewaltiger zu halten?

        Merken Sie was?

      • „“Alexander Roslin, Männer lösen also Probleme, die es ohne sie nicht gäbe?““

        @BHD
        Ab und zu kommt da so ein Kracher von dir. Der Kampf um Ressourcen, der Überlebenskampf schlechthin ist keine Erfindung des Mannes, sondern ein Prinzip der Natur. Lies mal Darwin. Oder von mir aus die Bibel. Hätte Eva, die Schlampe, Adam nicht verführt, wir wären heute noch im Garten Eden.

      • @Roslin

        „Nur gäbe es ohne Männer auch keine Frauen.“

        man könnte das ganze auch als eine Folge der Arbeitsteilung sehen

        Arbeitsteilung, weil eben Schutz und gewaltsame Eroberung von Ressourcen auf den Mann ausgelagert wurde.
        Dies insbesondere weil diese aufgrund des Wettbewerbs um die Frauen eh stärker werden mussten.
        Schwangere und kinderbetreuende Personen können sich ein Kämpfen und die dafür notwendigen Muskeln auch weniger leisten

      • @ Christian

        *man könnte das ganze auch als eine Folge der Arbeitsteilung sehen*

        Nichts anderes wollte ich sagen.

        Mit schwangerem Bauch oder Kindern an den Zitzen lässt sich’s schlecht jagen und die Jagd-und Sammelgründe verteidigen, die ein vorbeiziehender Clan auch gerne nutzte für SEINE Kinder, seine Frauen.

        Und wenn dessen Männer das einfordern, dann müssen die Männer des anderen Clans ran, um die Lebensgrundlagen für IHRE Kinder und Frauen zu sichern.

        Und dafür werden sie dann von FeministInnen, den zeitgeistbestimmenden Sexistinnen beschimpft, die sich wonniglich darin ahlen, dass Frauen so friedfertig und unaggressiv sind.

        WEIL SIE ES SICH LEISTEN KONNTEN, so zu sein.

        Weil es Männer gab, das Grobzeuch, das den Kopf hinhielt, hinhalten musste, hinhält.

        FeministInnen werden wohl erst aufwachen, wenn westliche Männer nicht mehr bereit sind, die westliche, männfeindliche Zivilisation gegen konkurrierende Zivilisationen abzuschirmen.

        Sie leben von gestundeter Zeit.

      • @P Bossahard

        * Hätte Eva, die Schlampe, Adam nicht verführt, wir wären heute noch im Garten Eden.*

        Das wäre dann sich ein Matriarchat, besser gesagt: ein Schlampiat.

        Wir säßen bedürfnislos um’s Lagerfeuer, fingen selbstvergessen Flöhe und bewunderten unsere Grashütten.

        Sowas fällt nur Patriarchen ein, in einer Gesellschaft, in der klar ist, wer Geschirr spült und den Staubwedel schwingt.

        Stimmt’s Tippse?

        Sie ist mal wieder mit mir einer Meinung, meine Tippse.

        Herrgott, ich liebe diese Frau.

  6. Naja. Ich würde sagen Empathie ist der elementare Antrieb dafür, überhaupt nach Lösungen für die Probleme anderer zu suchen. Mir ist der Begriff viel zu verklärt, ich würde behaupten: Ohne Empathie ist nicht einmal elementare (sprachliche) Kommunikation möglich. Ohne Empathie gibt es weder Seilschaft noch Karriere, es sei denn mit viel Glück als Fachnerd..

    Auch Hitler war z.B. hoch empathisch, er hätte sonst wohl kaum die Massen derart mitreißen können. Es waren andere Persönlichkeitssstrukturen als Empathielosigkeit, die ihn zum Massenmörder werden ließen. „Juden“ und anderen „Untermenschen“ wurde ja gerade exzessiv die Eigenschaft „Mensch“ abgesprochen um Empathie systematisch auszuschalten.

    Da tobt wohl eher wieder der gute alte romantische Kampf gegen die „kalte mechanistisch-rationale“ Aufklärung, gegen die „männliche, instrumentelle Vernunft“

      • Wirklich? Ich dachte man geht eher von einer Störung der Informationsverarbeitung aus. Autisten haben meines Wissens meistens eine stark ausgeprägte affektive Empathie. Die kognitive Empathie ist gestört, nicht die Empathie an sich.

        Es lehnt sich heute eigentlich niemand mehr so weit aus dem Fenster dass er behauptet, ein Mensch – und sei er noch so gestört – habe gar keine Empathie. Das wäre eine ziemlich krasse Entmenschlichung.

  7. @ Nick

    *Naja. Ich würde sagen Empathie ist der elementare Antrieb dafür, überhaupt nach Lösungen für die Probleme anderer zu suchen. Mir ist der Begriff viel zu verklärt, ich würde behaupten: Ohne Empathie ist nicht einmal elementare (sprachliche) Kommunikation möglich. Ohne Empathie gibt es weder Seilschaft noch Karriere, es sei denn mit viel Glück als Fachnerd..*

    Mir ist er auch zu verklärt.

    Wie fast alle weiblich konnotierten Eigenschaften gilt Empathie inhärent als gut.

    Dabei war Hitler wie Du richtig sagst, hochempathisch: Emapathie ohne Mitleid, die Fähigkeit, sich in andere einzufühlen und das Wahrgenommene zu seinem Vorteil rücksichtslos auszubeuten.

    Empathie ist nicht per se gut, ist Teil der sozialen Intelligenz eines Menschen, kann wie alles Wirksame auch egoistisch missbraucht werden, ist zunächst nur wertfreies Instrument.

    Erst der Gebrauch, den man von ihr macht, bestimmt ihre Güte.

    Menschen, die ihre Empathiefähigkeit einsetzen, um anderen Menschen besonders wikrungsvoll zu schaden, besnders schmerzhaft zu demütigen, Menschen, die in ihrem Gegenüber mit traumhafter Sicherheit die „Weichteile“ detektieren, um genau dorthin mit voller Wucht zu treten, sei’s beim Kampf um’s Fortkommen oder beim Kampf um den Besitz der Kinder oder um irgendeines anderen Zieles willen, können hochempathisch sein und darum doch nicht gut, sondern besoners gefährlich.

    Intelligenz ist nicht an sich gut, auch soziale, zu der ich Empathie zähle, nicht.

    Es muss die Fähgkeit des Mitleidens hinzutreten, dazu ist Empathie eine notwendige, aber keine hinreichende Vorraussetzung.

    Man kann empathisch sein und völlig mitleidlos.

    • @Roslin

      „Menschen, die ihre Empathiefähigkeit einsetzen, um anderen Menschen besonders wikrungsvoll zu schaden, “

      Ja, die Fähigkeit sich einzufühlen kann eben auch mit Rachegedanken einhergehen oder Beleidigungen sehen, wo gar keine sind, weil eine Empathie des anderen vorausgesetzt wird.

  8. @BHD:
    „Die Fairness Sache wirkt tatsächlich nur bei Frauen, bei Männern macht mehr Testo agressiver.“

    Ist Aggression zu Fairness antithethisch?

    „Männer lösen also Probleme, die es ohne sie nicht gäbe“

    Vor dem Naschen vom Baum der Erkenntnis war das Paradies. Wir konnten und wollten es aber nicht erkennen. Bei Eva sah die Sache natürlich anders aus, sie wollte in Wahrheit nur Austesten ob Adam standhaft genug ist.

    @Christian:

    „Der eine mag gerecht handeln, weil er weiß, wie es den anderen treffen wird, der andere, weil er meint, dass sein Verhalten nicht fair sein könnte“

    Wäre das nicht einfach nur eine unterschiedliche Rationalisierung des selben Empfindens?

    • @Nick

      „Wäre das nicht einfach nur eine unterschiedliche Rationalisierung des selben Empfindens?“

      Ich meine nicht. In diesem Fall mag es zu gleichen Ergebnissen kommen, aber die Begründung kann zu anderem Verhalten führen:
      Wer einen empathischen Ansatz verfolgt, der kann, wenn ihm die Gefühle des anderen egal sind oder er sogar will, dass dieser leidet, eher ungerecht sein als jemand, der auf Fairness ausgerichtet ist. Dieser mag in Fällen, in denen er den anderen hasst eher denken „ich muss mich an meinen Maßstäben messen lassen, sonst kann man mir den Vorwurf machen, nicht fair zu sein, was mich abwertet“ (ein klassischer Gedanke aus dem Rittertum). Im Gegenzug kann auch die „Fairness“ zu ungerechten Ergebnissen führen, wenn man Regeln um der Regeln willen beachtet und zu wenig auf seine Gefühle hört.

  9. Darum ist das Beichten im Christentum sehr stark an den Bedürfnissen der Frauen orientiert.

    Die Religion hat schon seinen Sinn..

    Templarii – recognoscere.wordpress.com

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