„Spenglers universelles Gesetz der Geschlechterparität“

Nicht weniger als ein universelles Gesetz der Geschlechter will Spengler gefunden haben (via). Es lautet wie folgt:

In every corner of the world and in every epoch of history, the men and women of every culture deserve each other.

Spengler meint damit wohl, dass Männer und Frauen die jeweilige Kultur erzeugen, in der sie leben und diese dann jeweils bestimmte Anforderungen an die Menschen stellen, bei Amerikanern zB eine gewisse Sportverliebtheit, was zur Folge habe, dass Frauen dort männlicher, wettbewerbsorientierter sein müssten.
Bardamu (siehe via) bezieht es darauf, dass Frauen nicht erwarten können, dass Männer „echte Kerle sind“ (als Antwort auf einen „Wo sind all die guten Männer hin“, wenn Frauen im Gegenzug auch keine „echten Frauen“ mehr sind.

Ungeachtet dieser Beispiele finde ich die dort vorgeschlagene Parität eigentlich ganz interessant. Das sich die Geschlechter gegenseitig beeinflussen denke ich auch, schon weil gesellschaftliches Verhalten stets von beiden Geschlechtern geschaffen wird.

62 Gedanken zu “„Spenglers universelles Gesetz der Geschlechterparität“

  1. „[…] bei Amerikanern zB eine gewisse Sportverliebtheit, was zur Folge habe, dass Frauen dort männlicher, wettbewerbsorientierter sein müssten.“

    Was hat die Begeisterung für Sport im Allgemeinen mit der spezifischen (hier wohl ideologischen) Erwartung an Frauen, maskuliner und aggressiver zu sein, zu tun?

    Wie will er diese Behauptung denn belegen? Hat er etwa sportfanatische Männer nach ihrem Frauenideal befragt? Wohl kaum.

    Sind es nicht gerade sportbegeisterte Männer (professionelle Fussballspieler z.B.), welche die attraktivsten und somit weiblichsten Frauen abbekommen?

    Seine Behauptung hört sich für mich wie dümmlichen Schwachsinn an. Da will wohl jemand ein verfehltes, feministisches Rollenkorsett retten und rechtfertigen.

  2. @Manifold

    Seinen Sportvergleich kann ich auch nicht ganz nachvollziehen. Ich denke auch, dass es da eher andere Gründe gibt

    Ob das feministisch ist wäre da wieder eine andere Frage.

    Interessanterweise nutz Bardamu es ja auch vollkommen anders: Eben um den Frauen vorzuhalten, dass sie nicht den emanzipierten Mann und den Machomann, den „ganzen Kerl“ verlangen können und das sie zudem auch nicht männliche Männer einfordern können, wenn sie selbst nicht bereit sind weiblich zu sein.

  3. Bardamu (siehe via) bezieht es darauf, dass Frauen nicht erwarten können, dass Männer „echte Kerle sind“ (als Antwort auf einen „Wo sind all die guten Männer hin“, wenn Frauen im Gegenzug auch keine „echten Frauen“ mehr sind.

    Fragt sich jetzt nur, wer genau definiert, was eine echte Frau ist.
    Und was ist eine falsche?

  4. @Christian

    Nein, ich möchte auch nicht auf andere Artikel von dir hingewiesen werden, ich möchte, dass du mir meine Frage beantwortest. 🙂

    Welche echt weiblichen Fähigkeiten/Charaktermerkmale sind nicht angeboren?

    • @Maren

      Ich habe sie beantwortet:

      Die meisten Unterschiede zwischen Mann und Frau sind angeboren. Aber es geht dabei nicht exklusive Fähigkeiten, die nur Männer oder nur Frauen haben. Die Fähigkeiten sind die gleichen. Die Ausprägung dieser Fähigkeiten ist bei Mann und Frau aber verschieden, es handelt sich um zwei Normalverteilungen mit unterschiedlichen Mittelwert, deren Träger überlappen.
      Sprich: Frauen haben bei Empathie im Schnitt eher eine Fähigkeit von +10, Männer eher eine von +5.
      Als weiblich werden dabei eben dann Frauen wahrgenommen, die sich eher am Durchschnitt oder auf dessen von den Männern abgewandten Seite befinden, aber nicht die, die sich eher in dem Bereich befinden, der weit in den männlichen Bereich hineinragt.

      • Christian, das ist Blödsinn.
        a) ist der Schnitt geringer
        b) Teilt sich die hälfte aller Männer und Frauen einen gross angelegten Schnitt.
        c) bedeutet das nicht dass der Rest nur in einer Richtung verteilt ist.

        Das ist eben das Problem mit Kästchendenkern und Formelnverpackern. Bei allen Lippenbekenntnissen kommt am Schluss doch etwas binäres dabei raus.

      • @BHD

        „a) ist der Schnitt geringer“

        Da du meine Skala nicht kennst , kannst du auch wenig dazu sagen, wie dich die Fähigkeiten auseinanderliegen. Daran, dass ich keine Skala verwende sieht man im übrigen auch, dass es ein fiktives Beispiel ist. Diesen Zusammenhang hättest du vielleicht erkennen sollen, statt in deinem Kritikkasten zu denken.

        „b) Teilt sich die hälfte aller Männer und Frauen einen gross angelegten Schnitt.“

        Siehe auch den von mir verlinkten Beitrag. Siehe auch „Normalverteilungen mit unterschiedlichen Mittelwert, deren Träger überlappen.“

        „c) bedeutet das nicht dass der Rest nur in einer Richtung verteilt ist.“

        Wo behaupte ich das denn?

        „Das ist eben das Problem mit Kästchendenkern und Formelnverpackern. Bei allen Lippenbekenntnissen kommt am Schluss doch etwas binäres dabei raus.“

        Dir ist schon aufgefallen, dass du mit diesem Satz eher für eine binäre Verteilung einstehst als ich?

  5. @ Maren

    Was macht für die meisten Männer eine attraktive Frau aus ist hier die entscheidende Frage.

    Ob das dann eine „wahre“ Frau ist eine ganz andere.

    Der Feminismus produziert Frauen am Markt vorbei, Frauen, für die es nicht sonderlich viele männliche „Kunden“ gibt.

    Welcher Mann möchte schon mit einer Feministin Kinder?

    Wenn sie ehrlich sind, wohl nicht viele.

    Die meisten Männer sehnen sich nicht sonderlich nach den Pauernarzisstinnen, die feministische Grrrlzempauerment-Pädagogik produziert, Frauen, die Männer ihnen gegenüber für verpflichtet halten, sich Männern gegenüber aber als Berechtigte ansehen, die tausend Pflichten zu nennen wissen, die Männer ihnen gegenüber zu erfüllen hätten, um ihrer Gunst würdig zu sein, aber keine einzige zu nennen wissen, die sie gegenüber Männern hätten, denn das wäre ja Unterdrückung, patriarchale Einschränkung ihrer weiblichen Selbstvwerwirklichung.

    Selbst voller Ansprüche an Männer, weisen sie alle Ansprüche, die Männer an sie haben könnten, als unangemessene Einschränkungen ihrer Freiheit zurück.

    Hier kommen viele Männer bei ihrer Kosten-Nutzen-Analyse zu einem negativen Ergebnis: Zuviel Aufwand – zu wenig Spaß beim Umwerben solcher Pauer-Wummen.

    Das missverstehen sie dann als „Angst der Männer vor starken Frauen“.

    Dabei ist es nur die „Angst“ der Männer vor Pauernarzisstinnen, die diese Kultur in Verstärkung des natürlichen Narzissmus von Frauen (der Spiegel der Venus ist nicht zufällig das alte Symbol der Weiblichkeit) ausspuckt wie am Fließband.

    Denn dass sie ein Geschenk der Göttin an die nach ihnen lechzende Mannheit sind, das steht für diese Frauen, denen man das Go-Girl-Go seit Kindergartentagen an in die Ohren blies, niemals außer Frage.

    Nicht Schlechtes über Frauen, nichts Gutes über Männer – in diesem Zeitgeistparadigma sind sie aufgewachsen, das hat sie geprägt.

    Und wundern sich dann à la Hymowitz, dass Männer sich ihrereits die Freiheit nehmen, diese Pauer-Bitches links liegen zu lassen.

    Bardamu sagt es doch mit aller wünschenswerten Deutlichkeit:

    „Women get the men they deserve. If it seems like all the men who are fucking you are dirtbags, it might just be because you’re a useless bitch.“

    Eine Wahrheit, die man manchen Frauen mit dem Holzhammer vor die Stirn tackern könnte und sie würden sie in ihrem Pauernarzissmus doch nicht begreifen.

  6. „Der Feminismus produziert Frauen am Markt vorbei, Frauen, für die es nicht sonderlich viele männliche „Kunden“ gibt.“

    Warum produziert der Feminismus diese Frauen und inwiefern?
    Warum sehen sie Frauen, die auf ihre Rechte pochen und diese auch durchsetzen wollen, als Narzisstinnen? Das hieße dann ja auch dass Mitglieder der Männerrechtsbewegung narzisstisch wären, oder macht sie die Tatsache, dass sie demselben Geschlecht angehören wie Mozart und Newton über jeden Vorwurf erhaben?

    „Nicht Schlechtes über Frauen, nichts Gutes über Männer – in diesem Zeitgeistparadigma sind sie aufgewachsen, das hat sie geprägt.“

    Wieder einmal habe ich das Gefühl, einer von uns beiden lebt in einer Parallelwelt.
    Haben Sie überhaupt eine Ahnung, welchem Druck ein aufwachsendes Mädchen ausgesetzt ist? Haben Sie Töchter oder Schwestern?

    • @ Maren

      *Warum produziert der Feminismus diese Frauen und inwiefern?*

      Weil der Feminismus die Rechtfertigungsideologie des weiblichen Egoismus ist.

      *Warum sehen sie Frauen, die auf ihre Rechte pochen und diese auch durchsetzen wollen, als Narzisstinnen?*

      Weil sie es tun, ohne zu bedenken, dass auch Männer legitime egoistische Ansprüche haben und dass erst im Abgleich der Egoismen unter Gleichberechtigten, also via Kompromiss ein Konsens erreichbar ist.

      Dieser Konsensfindung unter Gleichberechtigten weicht der Feminismus aus, indem er den femizentrischen Staat kreiert, der Männer dem weiblichen Egoismus unterwerfen soll, der sich mit den Interessen der Frau gegen die des Mannes verbündet, der Männern Gleichberechtigung verweigert, der weibliche Sonderrechte, Vorrechte, Schonräume, Quotensänften usw. schafft.

      *Das hieße dann ja auch dass Mitglieder der Männerrechtsbewegung narzisstisch wären, oder macht sie die Tatsache, dass sie demselben Geschlecht angehören wie Mozart und Newton über jeden Vorwurf erhaben?*

      Ich sehe durchaus die Gefahr, dass auf männlicher Seite ein Maskulinismus entsteht, der die legitimen Interessen der Frau reaktionär so negiert wie der Feminismus die der Männer, der so ich -zentriert ist wie der Feminismus, der die Selbstverwirklichung des Mannes so rücksichtslos vorantreibt wie der Feminismus die der Frau.

      Dass Männer nicht über jede Kritik erhaben sind, müssen Sie mir nicht erklären, ich habe keine sehr hohe Meinung vom Menschen, sonst wäre ich nicht katholisch.

      *Wieder einmal habe ich das Gefühl, einer von uns beiden lebt in einer Parallelwelt.
      Haben Sie überhaupt eine Ahnung, welchem Druck ein aufwachsendes Mädchen ausgesetzt ist? Haben Sie Töchter oder Schwestern?*

      Das wunderte mich nicht.
      Als Angehörige des privilegierten, entlasteten, bevorrchtigten, geförderten, geschonten, entpflichteten, subventionierten Geschlechtes leben Sie sicher in einer anderen Realität.

      Das heißt nicht, dass Sie ohne Druck lebten.

      Nur ist der Druck, der auf Männern lastet, um ein Vielfaches höher.

      Oder halten Sie es für Zufall, dass sich 4 mal mehr Männer als Frauen das Leben nehmen, dass Männer das Gros der Suchtkranken, Obdachlosen, chronisch Kranken stellen, dass Männer 6 Jahre vor Frauen sterben?
      Männer und Frauen sind nicht sehr erbaulich, der Mensch ist nicht von Natur aus gut.
      Ich sage das in vollem Bewußtsein, dass auch ich nur ein sterblicher Mensch bin.

      • „Weil sie es tun, ohne zu bedenken, dass auch Männer legitime egoistische Ansprüche haben und dass erst im Abgleich der Egoismen unter Gleichberechtigten, also via Kompromiss ein Konsens erreichbar ist.“

        Nun, die meisten Frauen erkennen die Ansprüche der Männer, ob legitim oder nicht, durchaus an. Man schaue sich mal die diversen Schönheits OPs an, die angeboten werden. Von Waxen, Schminken, High Heels Tragen mal ganz abgesehen. Das machen die ja nicht für sich.
        In fact weiß ich auch von vielen Frauen, die ihre Bedürfnisse denen der Männer unterordnen.

        „Dieser Konsensfindung unter Gleichberechtigten weicht der Feminismus aus, indem er den femizentrischen Staat kreiert, der Männer dem weiblichen Egoismus unterwerfen soll, der sich mit den Interessen der Frau gegen die des Mannes verbündet“

        Interessant finde ich ja, warum eine Wahrnehmung der Interessen der Frau prinzipiell und immer ein Handeln gegen die Interessen des Mannes sein soll. Sind Frauen und Männer tatsächlich von Natur aus Gegner?

        „Dass Männer nicht über jede Kritik erhaben sind, müssen Sie mir nicht erklären, ich habe keine sehr hohe Meinung vom Menschen, sonst wäre ich nicht katholisch.“

        Nun ja, andererseits vertreten sie ja öfter mal Thesen, die einen denken lassen könnten, dass Männer die Krone der Schöpfung seien.

        „Als Angehörige des privilegierten, entlasteten, bevorrchtigten, geförderten, geschonten, entpflichteten, subventionierten Geschlechtes leben Sie sicher in einer anderen Realität. “

        Ich muss sie leider enttäuschen. Es wäre schön, nur aufgrund der Tatsache eine Vagina zu besitzen all das für mich beanspruchen zu können, aber leider habe ich niemanden,der mir den Arsch nachträgt.
        Nicht mal eine Tippse.

        „Oder halten Sie es für Zufall, dass sich 4 mal mehr Männer als Frauen das Leben nehmen, dass Männer das Gros der Suchtkranken, Obdachlosen, chronisch Kranken stellen, dass Männer 6 Jahre vor Frauen sterben?“

        -Selbstmord
        „Über 90 Prozent der Suizide geschehen im Verlauf psychischer Erkrankungen“, sagt Barbara Schneider, Psychiaterin am Uniklinikum Frankfurt am Main und Mitglied der Internationalen Akademie für Suizidforschung. Insbesondere Depressionen, Drogensucht und Schizophrenie zählen zu den Hauptrisiken für eine Selbsttötung.“

        -Obdachlosigkeit
        Dazu kann ich sagen, dass niemand in Deutschland gezwungen ist auf der Straße zu leben.

        -chronische Krankheit, früherer Tod
        Wie gesagt, würden Männer die Vorsorgeuntersuchungen,die ab einem gewissen Alter anfallen, nicht meiden wie der Teufel das Weihwasser, würde ihnen wahrscheinlich auch ein längeres Leben beschieden sein.
        Viele chronische Krankheiten, wie Asthma, Diabetes, Parkinson, MS oder Schizophrenie sind allerdings auch Veranlagung.
        Da sollte man schon ein wenig auf sich aufpassen, wenn man weiß,dass die Neigung zu einer solchen Krankheit in der Familie besteht.

        Da würde sich mir eher die Frage stellen: Warum schaffen es Frauen, sich gesund zu halten und Männer nicht?

  7. @ BHD

    *Christian, das ist Blödsinn.
    a) ist der Schnitt geringer
    b) Teilt sich die hälfte aller Männer und Frauen einen gross angelegten Schnitt.
    c) bedeutet das nicht dass der Rest nur in einer Richtung verteilt ist.

    Das ist eben das Problem mit Kästchendenkern und Formelnverpackern. Bei allen Lippenbekenntnissen kommt am Schluss doch etwas binäres dabei raus.*

    Das ist das Problem mit Menschen, die nicht verstehen, dass sich selbst nur kleine Unterschiede im Durchschnitt in großen Segregationen niederschlagen.

    Beispiel:

    Wenn die Gruppe der Männer nur wenig konkurrenzlustiger ist (IM SCHNITT!) als die Gruppe der Frauen, dann wird die Gruppe der Menschen, die in besonders hohem Maße konkurrenzlustig ist besonders eindeutig männlich dominiert sein und demzufolge eine Berufsfeld, in dem das Ertragen von scharfem Wettbewerb zum Anforderungsprofil gehört, ein männlich dominiertes sein.

    Wenn die Gruppe der Frauen nur wenig fürsorglicher ist (IM SCHNITT) als die Gruppe der Männer, dann wird …usw.

    • Das ist dann der angeblich nicht vorhandene gesellschaftliche Effekt.

      Und Konkurrenzdenken ohne jeden Blick nach links oder rechts führt in den Abgrund. Aber „Männer“ müssen wohl erst reinplumsen. Und dann waren erst die Frauen schuld, für die haben die Männer sich schliesslich verhalten wie Idioten. Ganz klar.

      • @BHD

        „Das ist dann der angeblich nicht vorhandene gesellschaftliche Effekt.“

        Nein, dass ist eine Folge von Kompromissbildungsmechanismen und Selbstwahrnehmung sowie dem Wunsch auf Gebieten zu arbeiten, auf dem man meint gut zu sein und für die man sich mehr interessiert.

        „Und Konkurrenzdenken ohne jeden Blick nach links oder rechts führt in den Abgrund.“

        Es wird ja durchaus nach rechts und links geblickt. Jetzt müsste da nur noch Profit (finanzieller oder anderweitiger (sexuell, Status) zu sehen sein. Da unterscheiden sich Mann und Frau wenig.

        „Aber „Männer“ müssen wohl erst reinplumsen. Und dann waren erst die Frauen schuld, für die haben die Männer sich schliesslich verhalten wie Idioten. Ganz klar.“

        Ich würde die Betrachtung bevorzugen, dass wir alle reinfallen. Dann wären nicht die Frauen schuld oder die Männer, sondern schlicht beide. Der Konsumanteil der Frauen und ihre Vorliebe für Luxusprodukte ist ja auch nicht geringer als die von Männern.
        Ein schönes Beispiel finde ich die kürzlich entdeckte Liebe der Frauen für SUVs. Dicke Schlachtschiffe mit enormen Verbrauch, aber sie geben ein Gefühl der Sicherheit und einen guten Überblick. Straßenbeleuchtungen nachts länger an lassen fühlt sich auch schön sicher an, wen interessiert der Energieverbrauch? Und ob der schön funkelnde Diamant in Afrika zu Kriegen führt ist auch vielen Frauen recht egal. Ebenso wie die Auswirkungen billiger Mode. Ich habe noch nie eine Frau sagen hören, dass sie dieses neue Kleid oder dieses paar Schuhe lieber mal nicht kauft, sie hat genug und will die Umwelt nicht noch weiter mit etwas belasten, was sie nur ein paar Mal trägt.

      • Ausserdem hat das mit dem Warum auch nicht viel zu tun. Es kommt zum Crash weil der Zinseszinseffeckt nicht ewig halten kann. Dann braucht es eine Art Reset. Aber zuvor gibt es eine Phase, in der es kaum noch Austausch von Waren und Dienstleistungen gibt. Diese hat bereits begonnen. Im Angeblich besten aller Systeme liegt unglaublich viel Arbeits- und Innovationskraft lahm. Hohe und vor allem Kurzfristige Renditeerwartungen verhindern jetzt schon Projekte, deren Nutzen nur in einer niedrigen Rendite und das nach langjährigen Investitionen bestehen. Das ist der Innovationshemmer Nummer 1. Und Innovativ sind auch keine Männer, die sich im Wettbewerb aufreiben oder nach (sexuell attraktivem) Status streben.

        Ich sehe einfach nur, wie manche hier in einer Scheinwelt Leben, ihr „Team“ beklatschen, um wenigstens etwas von dem verliehenen Glanz abzubekommen.

      • Oder anders ausgedrückt, es wird nicht nach Links oder Rechts geschaut. Da lauern eh nur Schreckgespenster, was nicht Status Quo ist, ist Kommunismus, ist Matriarchat ist Faschismus aber niemals eine interessante Alternative die man noch gar nicht kennt.

        Wenn man sich dann mal herablässt, Probleme anzuerkennen, meint man, man kanns eh nicht ändern und beklatscht lieber die Mechanismen des aktuellen.

      • @BHD

        1. Kommentar:

        Wieder ein Einzeiler mit einer allgemeinen Feststellung. Warum überschätze ich dir Macht der Konsumenten? Müssen Frauen SUVs kaufen? Oder Schuhe? oder Kleidung? Können sie sich nicht auf Labels konzentrieren, die besonders umweltfreundlich sind? Oder können Frauen nicht solche Labels gründen, damit sie nicht mehr an der Ausbeutung der Erde durch die Männer teilhaben müssen?

        2. Kommentar:

        Du bist dir schon der Vorteile von Zinsen bewußt oder? Zinsverbote wurden zu jeder Zeit umgangen, weil jemanden Geld zu Verfügung zu stellen eben auch eine Ware ist.
        Pinker führt im übrigen in „The Blank Slate“ recht anschaulich aus, dass Zinsverbote aus unserem steinzeitlichen Gerechtigkeitsgefühl „Man gibt etwas und dann bekommt man das gleiche zurück, warum sollte man mehr geben?“ herrührt. Das ist natürlich eine sehr einfache Betrachtung. Schließlich zieht derjenige, der das Geld erhält ja auch einen Nutzen.

        Selbst wenn es einen Reset braucht: Ein anderes System, dass die gleichen Kapitalflüsse sicherstellt, ist gegenwärtig nicht vorhanden.
        Langfristige Projekte gibt es denke ich auch genug. Teilweise in staatlichen Forschungseinrichtungen, teilweise durch private Forschungseinrichtungen.

        Es gibt auch genug Leute, die langfristig investieren wollen, sieht man ja an diversen Anlagestrategien.
        Vielleicht sind die Projekte auch einfach nur schlecht oder das Risiko für einen Erfolg wird als zu gering angesehen?

        3. Kommentar

        „Es wird nicht nach Links oder Rechts geschaut.“

        Klar, wir sind mal wieder alle zu blöd. Das es gute Argumente gegen Kommunismus, Matriarchat und Faschismus gibt und du vermutlich selbst nicht in einem Leben willst, kann man da getrost ausblenden.

        Ebenso könnte man sagen, dass es Leute gibt, die sich auf die Probleme konzentrieren, dabei aber die Mechanismen, die zu diesen führen, einfach ausblenden, ebenso wie die Vorteile der Systeme

      • > Du bist dir schon der Vorteile von Zinsen bewußt oder?

        Bei einem Geld mit Umlaufsicherung ist Zins kein Problem mehr. Das hat wenig mit (typisch Patriarchalen 😛 ) Verboten zu tun. Rentabilität ist kein Gradmesser für Nutzen. Es ist aber der einzige Gradmesser für stets anonyme Kapitalinteressen. Der Gedanke, dass daraus immer Gutes entsteht ist absurd und hinglänglich durch die Realität widerlegt.

        > Warum überschätze ich dir Macht der Konsumenten? Müssen Frauen SUVs kaufen? Oder Schuhe? oder Kleidung? Können sie sich nicht auf Labels konzentrieren, die besonders umweltfreundlich sind?

        Das Frauen vermehrt SUVs kaufen ist eine interessante Feststellung? Tun sie das in Deutschland oder der Schweiz? Nein, sie tun es in den USA, wo „Bigger is better“ zum Lebensgefühl gehört. Da stehen den SUVs dann ansonsten Pickup Trucks entgegen, deren Sinn im Alltag ich noch nie ganz verstanden habe. Auch ein kulurelles Ding. Aber vor allem: Kein Frauending.

        Die Konsumenten können nur aus einem inkrementell entwickelten Angebot auswählen. Hier in der Schweiz, wo die Kaufkraft höher ist, wird sehr auf solche Themen geachtet, aber das muss man sich erstmal leisten können. Auch auf der Angebotsseite.

        Märkte werden viel stärker gesteuert, als du dir das wohl Vorstellen kannst.

        > Klar, wir sind mal wieder alle zu blöd. Das es gute Argumente gegen Kommunismus, Matriarchat und Faschismus gibt

        Deine Antwort zeigt es. Links und Rechts gibt es eben nicht nur diese Angstmacher. Aber man kann damit gut seinen Tunnelblick rationalisien.

      • @BHD
        >> Du bist dir schon der Vorteile von Zinsen bewußt oder?
        „Bei einem Geld mit Umlaufsicherung ist Zins kein Problem mehr. Das hat wenig mit (typisch Patriarchalen ) Verboten zu tun. Rentabilität ist kein Gradmesser für Nutzen. Es ist aber der einzige Gradmesser für stets anonyme Kapitalinteressen. Der Gedanke, dass daraus immer Gutes entsteht ist absurd und hinglänglich durch die Realität widerlegt.“

        Umlaufsicherung bedeutet, dass Geld an Wert verliert, wenn es nicht genutzt wird. Demnach müsste man sein Geld beständig von einer öffentlichen Stelle neu hochsetzen lassen und zudem auf die Umlaufsicherung im täglichen Leben achten (ich kaufe ein Eis, zahle mit einem „frischen“ 20 € schein und bekomme einen 10 € schein heraus, der schon länger in der Kasse liegt, also einen Wertverlust hat, den ich erst ausrechnen muss. Das ist verdammt anstrengend und es fragt sich auch, wie dies bei Banken gehandhabt wird. Kann ich mein Geld jede Woche auf ein anderes Bankkonto und dann wieder zurück überweisen? Es ist dann ja „Neues Geld“.
        Und wie wirkt sich das auf Bankkredite aus, die ich aufnehme um ein dann (wahrscheinlich teueres) Grundstück zu kaufen? Da besteht kein Geld auf das man irgend etwas kleben kann. Wie also wird ein Verlust sichergestellt und Zinsen beseitigt? Und warum darf die Bank evt. Zinsen und vorhaltekosten (durch Wertverfall) weitergeben? Warum darf sie ihr Kapital nicht im Kreis fließen lassen um es frisch zu halten?

        Und warum sollten andere Länder das Umlaufgeld vorhalten, beispielsweise für Geschäfte über die Grenze hinweg (deutschland zB ist ja ein Exportland) wenn der Wert des Geldes beständig sinkt? Sie würden dann wohl auf Bezahlung in ausländischer Währung bestehen und wegen der Abwertung hätte man erhebliche Teuerungszuschläge für die Beschaffung dieser Devisen zu zahlen.

        [SUV]
        http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,242399,00.html

        Bei Frauen gehe es um Sicherheit: „SUVs sind inzwischen bei Frauen sehr beliebt. Man sitzt hoch und die Autos sind besser geschützt.

        [billige Waren]
        Wenn die Kunden aufgrund ihrer Kaufkraft nur aus einem kleinen Teil wählen können, dann üben sie eben genau in diesem Bereich ihre Marktmacht aus. Wer es noch billiger hinbekommt wird gekauft. Im übrigen sind die Leute nicht so arm, dass sie da nicht mehr Rücksicht auf die Umwelt nehmen könnten.
        Ich hatte ja außerdem noch Beispiele aus der Mode etc gebracht.

        Interessanterweise bringst du die wenigsten Argumente und setzt dich auch mit den Gegenargumenten am wenigsten auseinander. Aber es ist wahrscheinlich unvorstellbar, dass du einen Tunnelblick hast.

      • Ich mach mich über SUVs schlau, wenn du dich mal über die Zusammenhänge bei Umlaufgesicherten Geld und die Konzepte schlau machst (Geld auf der Bank wird weder jetzt noch in der Freiwirtschaft zum Kopulieren und Vermehren in den Safe gelegt, bis es abgeholt wird).

        Ich konnte noch nicht wirklich eine tragfähige Statistik zu deiner These finden, nur indirekte Hinweise auf Behauptungen der Bildzeitung(*seufz*), solange es um Deutschland geht.

        Ich persönlich kenne keine einzige Frau mit einem SUV, nur eine mit einem echten Geländewagen (Jägerin), SUV Besitzer kenne ich aber eine ganze Menge.

      • @BHD

        Mein Herz hängt nicht an den SUVs. Sie sind nur ein Beispiel unter vielen.

        Da wäre ich dann eher an einer Stellungnahme zu umlaufgesicherten Geld interessiert.
        Denn wenn Bankgeld nicht betroffen ist, dann ist dies ja leicht durch elektronisches Geld zu umgehen und es ändert sich wenig. Die Geschäfte, bei denen umlaufgesichertes Geld betroffen ist, sind ja eh nur die Geschäfte des täglichen Lebens. Größere Konsumentscheidungen werden ja eh bargeldlos bezahlt und Geldmengen werden ja nicht in bar vorgehalten.

      • >„Bei einem Geld mit Umlaufsicherung ist Zins kein Problem mehr.

        Die Funktion des Zinses besteht darin, Leute zu belohnen, die Ressourcen sparen, anstatt sie sofort zu konsumieren. Eine Umlaufsicherung führt nur dazu, dass Geld sofort in den Konsum geht. Sie ist vergleichbar mit Hyperinflation, und diese führt ja bekanntlich nicht zu stabilen Wirtschaftssystemen.

        Eine Industriegesellschaft erfordert große Investitionen, es muss also eine hohe Sparquote geben, um diese finanzieren zu können. Investitionen werden nicht mit Papiergeld sondern mit realen Ressourcen getätigt. Damit also jemand einen großen Kredit aufnehmen kann, müssen andere zeitgleich Konsumverzicht üben. Das tun diese natürlich nur, wenn es sich für sie lohnt; es sie also in die Lage versetzt, zu einem späteren Zeitpunkt noch mehr zu konsumieren.

        >Hohe und vor allem Kurzfristige Renditeerwartungen verhindern jetzt schon Projekte, deren Nutzen nur in einer niedrigen Rendite und das nach langjährigen Investitionen bestehen.

        Es stimmt, dass die Renditeerwartung, also der Marktpreis für Kapital, zur Zeit hoch ist. Kapital ist teuer, weil ein Mangel davon besteht. Daran ist nicht zuletzt die Staatsverschuldung schuld. Der Staat konkurriert mit den Unternehmern auf dem Markt um Kapital, was die Kapitalnachfrage stark erhöht. Dies ist sehr problematisch, da der Staat mit seiner Verschuldung vor allem Konsumausgaben deckt, und somit Ressourcen, die eigentlich für Investitionen zur Verfügung stünden, in den Konsum umgeleitet werden. Wenn Kapital, sprich Ersparnisse, konsumiert wird, anstatt investiert zu werden, dann senkt das natürlich langfristig den Reichtum des Landes.

    • @Roslin

      „Das ist das Problem mit Menschen, die nicht verstehen, dass sich selbst nur kleine Unterschiede im Durchschnitt in großen Segregationen niederschlagen.“

      Eben, das ist auch durch Rechenmodelle gut nachweisbar. Wenn der eine eine etwas größere Vorliebe dafür hat beruflich tätig zu sein und der andere eine etwas größere Vorliebe für die Kinderbetreuung hat, dann erscheint beiden die von ihnen bevorzugte Position als interessanter und beide werden sich etwas weniger für die andere einsetzen, was dann recht schnell dazu führt, dass beide vielleicht erst graduell, aber dann immer mehr in die von ihnen bevorzugte Richtung gehen, bis schließlich eine Arbeitsteilung eingetreten ist. Das lässt sich in vielen Bereichen feststellen. Wir neigen eher dazu Bereiche auszubauen oder weiter zu verfolgen, in denen wir meinen etwas besser zu sein als Bereiche, in denen wir Defizite haben.

      In Pinker, Geschlechterparadox, war eine Studie dazu erwähnt, wie leichte Unterschiede (generell, nicht nur auf Geschlechter bezogen) zu einer großen Verschiebung führen können. Ich werde mal schauen, ob ich die finde.

  8. @ Maren

    *Das machen die ja nicht für sich.
    In fact weiß ich auch von vielen Frauen, die ihre Bedürfnisse denen der Männer unterordnen.*

    Das wird Männern ja gerade von FeministInnen als Unterdrückungsfolge vorgeworfen, als Ausweis männlicher Macht über Frauen.

    Dafür verlangen und erhalten sie von einer femizentrischen Politik „Reparationen“, von den „schuldigen“ Männern zu leisten.

    Werfen sich Frauen auch vor, dass sie Männer die Karriereleiter hochtreiben durch IHR Auswahlverhalten, so wie sie Männern vorwerfen, dass deren Auswahlverhalten sie schönheitssüchtig macht?

    *Sind Frauen und Männer tatsächlich von Natur aus Gegner?*

    Sowohl Gegner = Konkurrenten als auch Verbündete, die zum optimalen Verfolg ihrer jeweiligen Egoismen zur Zusammenarbeit verdammt sind, sich gegenseitig ausbeuten.

    Liebe ist ein Rauschzustand, der hilft, sich darüber hinwegzutäuschen und diese Zusammenarbeit zu ermöglichen.

    *Nun ja, andererseits vertreten sie ja öfter mal Thesen, die einen denken lassen könnten, dass Männer die Krone der Schöpfung seien.*

    Welche „Thesen“ meinen Sie denn?

    Dass unter den sehr Intelligenten sehr viel mehr Männer als Frauen vertreten sind?

    Nun, das macht die Männer noch nicht zur Krone der Schöpfung, sondern nur zu den Motoren des Fortschritts und der Zivilisation/Innovation.

    Genies sind meist männlich, die des Guten wie die des Bösen.

    Es gibt bis dato ja nicht nur keinen weiblichen Bach oder Kant, sondern auch keinen weiblichen Hitler oder Mao, wahrscheinlich aus demselben Grund: die Kombination aus hoher Intelligenz, hoher Motivation, hoher Energie ist unter FRauen sehr viel seltener als unter Männern.

    Auch um so „erfolgreich“ zu werden wie z.B. Hitler bedarf es ja hoher Intelligenz, hoher Motivation, hoher Energie.

    Hinzu kommt, dass Männer auch unter den sehr Dummen absolut spiegelbildlich dominieren (die besten 2,5 % und die schlechtesten 2,5 % bei IQ-Tests weisen massive Männermehrheiten auf)

    Von Krone der Schöpfung kann keine Rede sein: Männer haben mehr Erfolg und mehr Misserfolg, leisten mehr Großes, im Guten wie im Schlechten, sind in Summe nicht das bessere, sondern das extremere Geschlecht, das „Spielelement“ der evolutionären Entwicklung, Frauen der stabile Rahmen dieser Entwicklung, das sichere „Mittelmaß“, das mehr in der Mitte sitzt als an den Rändern.

    Ich sehe da kein Besser oder Schlechter, die Menschheit kann weder auf das Eine noch auf das Andere verzichten.

    *„Über 90 Prozent der Suizide geschehen im Verlauf psychischer Erkrankungen“, sagt Barbara Schneider, Psychiaterin am Uniklinikum Frankfurt am Main und Mitglied der Internationalen Akademie für Suizidforschung. *

    Weshalb sich die Medizin auch auf die Hauptbetroffenen konzentrieren müsste im Maße ihrer Betroffenheit, ablesbar am Einsatz von Geld und Personal für diese Betroffenen.
    Das geschieht aber nicht.
    Dieses Gesundheitssystem bemüht sich viel stärker um Frauen als um Männer.

    *-Obdachlosigkeit
    Dazu kann ich sagen, dass niemand in Deutschland gezwungen ist auf der Straße zu leben.*

    Die klassische feministische Haltung:

    Männer haben probleme – selber schuld, sind ja Männer, keine Opfer
    Frauen haben Probleme – sind Opfer -sind ja Frauen-muss man helfen

    *Da würde sich mir eher die Frage stellen: Warum schaffen es Frauen, sich gesund zu halten und Männer nicht?*

    Vielleicht weil das Gesundheitssystem strukturell und materiell Frauen privilegiert, auf Frauengesundheit fokussiert, angefangen bei den Forschungsausgaben, den Öffnungszeiten der Praxen bis hin zur Gesundheitserziehung, Gesundheitsbericherstattung.

    Vielleicht wegen des stärkeren FunktionierenMÜSSENS der Männer, weil man von ihnen Stärke erwartet, gerade auch als Frau.

    Vielleicht weil Frauen unter einem wesentlich geringeren Druck stehen als das „legitim“ Hilfe beanspruchen könnende, Versorgung beanspruchen könnende, Schutz beanspruchen könnende, schwach sein dürfende, krank sein dürfende Geschlecht.

    • „Werfen sich Frauen auch vor, dass sie Männer die Karriereleiter hochtreiben durch IHR Auswahlverhalten, so wie sie Männern vorwerfen, dass deren Auswahlverhalten sie schönheitssüchtig macht?“

      Tun sie das? In beiden Fällen. Wenn Männer, wie sie ja so schön ausführten, sich generell durch ein hohes Maß an Energie und Motivation auszeichnen, was haben dann Frauen damit zu tun?
      Um auf ihr Hitlerbeispiel zurückzukommen, von ihm sind nur 2 Frauengeschichten bekannt, seine Nichte und Eva Braun. Daraus könnte man schließen, dass Frauen für ihn keine Motivation waren.

      Sind Frauen schönheitssüchtig und werfen das dann ihren Männern vor?
      Ich kann mich da eher an den Satz erinnern: „Ich mach das ja in erster Linie für mich.“

      *Dieses Gesundheitssystem bemüht sich viel stärker um Frauen als um Männer.*

      Werden sie nicht behandelt, wenn sie in ein Krankenhaus müssen?
      Schreibt ihnen ihr Arzt keinen Krankenschein aus wenn sie krank sind?
      Weigert sich die Apothekerin, ihnen aufgrund ihres Geschlechts Medikamente auszuhändigen?

      *Forschungsausgaben*
      Wie ich schon sagte, auch das höchsterforschte fortschrittlichste Medikament bringt nichts, wenn es zu spät oder gar nicht eingenommen wird.

      *Öffnungszeiten der Praxen*
      Viele Ärzte bieten Sprechstunden an, die sich nach Berufstätigen richten. Männliche wie Weibliche. Ansonsten machen sie es doch wie Frauen und legen ihre Termine auf einen freien Tag oder in ihren Urlaub 🙂

      *Gesundheitserziehung*
      Was meinen Sie damit?

      *Gesundheitsbericherstattung.*
      Auch da muss ich mich wiederholen, JEDER weiß, dass es Krebs,Diabetes, Herzkrankheiten etc gibt! Und sie betreffen durchaus beide Geschlechter!

  9. > *Forschungsausgaben*

    Übersieht so wie so eine kleinigkeit. Die medizinische Forschung davor wurde grösstenteils nur an Männern gemacht. Die speziellen Investitionen für Frauen wurden nötig, als man erkannte, dass es da im Gesundheitlichen Bedarf unterschiede gibt.

    Dieses Lieblingsargument von Maskulisten ist also mehr als lächerlich.

  10. @ BHD

    Die Medikamentenerprobung wird auch heute noch mehrheitlich an Männern gemacht, weil es viel schwerer ist, weibliche Freiwillige zu finden, weil man das Risiko fürchtet(e), das eine unerkannte Schwangerschaft unter Testbedingungen für den Fetus bedeutete usw.

    Das feminsitische Argument, die „männliche “ Medizin habe Frauen missachtet, ist haltlos.

    Hätte man Frauen häufiger zu Medikamententests herangezogen, wären häufiger Missbildungen bei unerkannten Schwangerschaften aufgetreten und feministische „Wisseschaft“ hätte die Skrupellogigkeit einer Männermedizin denunziert, die rücksichtslos Frauen als Versuchskaninchen verheizt.

  11. @ BHD

    Wer oder was hindert sie denn daran, ein Modellmatriarchat aufzubauen und experimentell durchzuspielen, wie sich ein solches Konstrukt entwickelt.

    Gründen Sie mit Gleichgesinnten eines und beweisen Sie den dumpfen Männern (und Frauen), die sich keines vorstellen können, am erfolgreichen Modell, wie so etwas aussieht.

    Sie wissen doch: NICHTS IST SO ERFOLGREICH WIE DER ERFOLG.

    Jahrtausende des Experiments der Menschheitsgeschichte sprechen jedoch augenscheinlich nicht für das Matriarchat.

    Machen Sie’s besser, aber machen Sie’s endlich.

    Nur das überzeugt.

      • @ BHD

        Sie behaupten, Sie hätten einen besseren Plan B in der Tasche, der dem schlecht funktionierenden Plan A, dem die überwältigende Mehrheit folgt, überlegen sei.

        Plan A hat gewaltige Schwächen, die aber innerhalb des Systems korrigierbar sind (Stichwort Keynes).

        Verfolg von Plan A hat immerhin zu langjährigem Massenwohlstand geführt, Plan A (soziale Marktwirtschaft) ist nach all den Jahrtausenden und vielfältigen Systemen, die die Menschheit im Laufe ihrer Geschichte erprobte, das einzige System, von dem sich das sagen lässt, nachweislich.

        Und Sie behaupten, Sie hätten ein besseres.

        Ist da nicht ein bescheidenes Ansinnen, von Ihnen zu verlangen, ein demonstrationsfähiges Modellprojekt zu starten, das einem Skeptiker wie mir zeigt, dass das, was Sie behaupten, auch realiter funktioniert?

        Ihr nettes Lächeln, Ihr bestimmter Glaube, das mag Sie jetzt arg kränken, genügen mir da nicht.

        Ich will etwas SEHEN.

        Gerade das 20. Jhdt. hat den brachialen Versuch, Utopien zu realisieren, mit Millionen Toten bezahlt.

        Das Einzige, was mir hier angeboten wird, ist eine Kommune mit 80 Mitgliedern und nicht tragfähiger Altersstruktur sowie Matriarchate, armselige Kuhdörfer in den hintervorletzten Winkeln der gottverlassensten Weltgegenden.

        Das ist nicht vertrauenerweckend.

  12. @ BHD

    *Inwiefern?*

    Weil das Geschlecht, das 6 Jahre länger lebt, das von Krankheiten weniger und später betroffen ist, keinen Nachholbedarf geltend machen kann, sondern das Geschlecht, das von Krankheiten schwerer betroffen ist und 6 Jahre früher stirbt.

    Wie narzisstisch muss man sein, um diese kleine Offensichtlichkeit zu übersehen?

  13. „“Übersieht so wie so eine kleinigkeit. Die medizinische Forschung davor wurde grösstenteils nur an Männern gemacht.““

    @BHD
    Das ist Feminismus pur. Die Tatsache, dass Medikamententests fast ausschliesslich an Männern und Tieren vorgenommen werden, muss als Beleg für ein männliches Privileg herhalten. Gemäss dieser Logik sind die Ratten die privilegiertesten aller Lebewesen. Wir leben also in einem Rattriarchat. Und wäre das Gegenteil der Fall, wärs ebenso ein männliches Privileg. Es gibt im feministischen Universum schlicht keine denkbare Welt, in der Frauen nicht benachteiligt werden.
    Ist ein Glaubensdogma, so wie der Katholizismus nicht ohne den Glauben an die unbefleckte Empfängnis auskommt.

    Das Risikoverhalten: Der Soziologe sollte sich nicht damit begnügen, dieses als „typisch männlich“ zu konstatieren: Er fragt nach möglichen Ursachen. Genau so wie es unzureichend ist, die geringere Lebenserwartung der unteren sozialen Klassen als naturgegeben zu akzeptieren. Frauen gehen weniger Risiken ein, weil sie sich darauf verlassen können versorgt werden. Nichts ist so erbarmungswürdig wie die Klage der Frau, das geht durch Mark und Bein !

    • Also das Argument, es wird viel Geld in die Forschung an Frauen gesteckt, was Männer benachteiligt, ist Männerfeindlich, der Hinweis, dass fast alles Geld bislang in die Forschung an Männern gesteckt wurde, ist Männerfeindlich.

      Das nennt man „Shifting Goalposts“.

      • Dem kann man ganz einfach entgegenwirken, indem nun vermehrt Frauen die Versuchskaninchen der Pharmawissenschaften spielen. Ganz einfach 🙂

    • > Frauen gehen weniger Risiken ein, weil sie sich darauf verlassen können versorgt werden.

      Frauen gehen weniger Risiken ein, weil sie sich nicht darauf verlassen können, versorgt zu werden. Denn das Verlassen auf einen „Ernährer“ ist ein grosses Risiko, das ausgeglichen werden muss.

  14. „“Also das Argument, es wird viel Geld in die Forschung an Frauen gesteckt, was Männer benachteiligt, ist Männerfeindlich, der Hinweis, dass fast alles Geld bislang in die Forschung an Männern gesteckt wurde, ist Männerfeindlich.““

    @BHD
    Die Stimme aus dem Paralleluniversum. Tatsache ist, dass der Geldstrom von den Männern zu den Frauen verläuft, und zwar nicht zu knapp. Ich bin mir aber sicher, dass auch dieser Umstand sich als Beweis für weibliche Benachteiligung deuten lässt, und das Gegenteil, wäre es denn der Fall, sowieso.

    Du verkennst den Unterschied zwischen Forschung an Männern und Forschung für Männer. Es ist doch erstmal erklärungsbedürftig, dass eine auf den Mann zugeschnittene und den Mann präferierende Medizin in einer deutlich geringeren Lebenserwartung von Männern resultiert. Aber lassen wir das, ist nur Logik, nicht wichtig.

    Es bleibt dabei: Die klassischen Indikatoren für Lebensqualität deuten unzweifelhaft in die Richtung einer systematischen Frauenprivilegierung. Das schleckt keine Geiss weg, wie der Eidgenosse zu sagen pflegt. Wenn nicht soziale Umstände verantwortlich gemacht werden sollen, bleiben nur zwei Optionen:
    – die biologische Erklärung (sind halt so, die Männer, was können wir dafür, wenn sie zu viel rauchen und saufen, liegt in den Genen, kann frau nichts machen)
    – ignorieren, ausblenden

    „“Ich habe ihnen schon mal gesagt, dass das nicht mein Ziel ist und ich die Potentiale von allen Menschen genutzt sehen will.““

    Sind hier Männer MITGEMEINT ? 🙂

  15. > Du verkennst den Unterschied zwischen Forschung an Männern und Forschung für Männer. Es ist doch erstmal erklärungsbedürftig, dass eine auf den Mann zugeschnittene und den Mann präferierende Medizin in einer deutlich geringeren Lebenserwartung von Männern resultiert. Aber lassen wir das, ist nur Logik, nicht wichtig.

    Die hat doch erst kürzlich Roslin mit der „Klosterstudie“ nahegelegt und sie hatten nichts mit Medizin zu tun.

    > Sind hier Männer MITGEMEINT ?

    Selbstverständlich. Sollte ich die Männer nicht mehr der Gruppe Menschen zurechnen, können sie sich sicher sein, dass ich es nicht ernst meine.

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