Sociological Images und die Grundannahmen des Genderfeminismus

Sociological Images“ ist eine feministische Seite, deren Hauptthema die Darstellung von Ungerechtigkeiten gegenüber Frauen u.a. aufgrund der Kultur ist. Ein Dauerthema ist die andere Darstellung von Frauen in den Medien, an der aus Sicht der Autorinnen deutlich wird, wie die Gesellschaft die Geschlechter (und auch Rasse etc ) konstruiert.

Ein paar Beispiele:

Diese Artikel stellen lediglich die ungleiche Darstellung fest, hieraus ergibt sich bereits eine Benachteiligung, ein Doppelstandard oder aber eine Ungerechtigkeit.

Ein weiteres Hinterfragen, worauf diese Doppelstandards aufbauen findet nicht statt. Es reicht vielmehr den „Doppelstandard“ aufzuzeigen.

Dabei würden sich aus einer Betrachtung, warum diese Unterschiede bestehen, häufig viele interessante Punkte ergeben.

1. Alter und Attraktivität bei Männer und Frauen

Eine Grundfrage, die man sich zunächst beantworten muss, ist hier, ob es einprogrammierte Schönheitsideale gibt, nach denen sich die Menschen richten. Die Vorteile dieser im Rahmen einer Evolution sind immens, die Wissenschaft geht davon aus, dass sie bei Tieren vorhanden sind und auch bei uns Menschen, weil nur über diesen Weg auch die sexuelle Selektion genutzt werden kann und sichergestellt werden kann, dass auch subtile Signale für eine höhere Fruchtbarkeit genutzt werden.

Hat man den Nutzen von abgespeicherten Attraktivitätsmerkmalen erst einmal erkannt kommt man schnell dazu, dass Alter ein wichtiges und bei den Geschlechtern verschieden zu bewertendes Signal ist. Ein Steinzeitmensch, der bei Wahlmöglichkeiten Frauen unter 35 nicht bevorzugt hat, hat schon wegen der geringeren Fruchtbarkeit und insbesondere bei einer langfristigen Bindung weniger Nachkommen gehabt als ein Mann der jüngere Frauen bevorzugte (die sowohl fruchtbarer waren als auch über eine längere Zeit fruchbar blieben). Bei eine Frau zeigt sich dieser Nachteil allerdings nicht. Gene, die entsprechende Attraktivitätsmerkmale ausformen, müssen sich daher rasant durchsetzen, sobald sie sich entwickeln.

Kürzer könnte man es auch einfach mit der Sexual Strategies Theory erklären, die sowohl in der Kurz- aber insbesondere in der Langzeitstrategie vorsieht, dass der Mann auf Anzeichen der Fruchtbarkeit der Frau achten muss. Alter ist ein solches Anzeichen.

2. Genderd Battle Gear

Natürlich ist eine starke Rüstung mitunter in einem Kampf besser als ein Bikini. Allerdings geht es in den passenden Medien ja nicht darum, tatsächlich realistische Kämpfe und Kampffertigkeiten zu zeigen, sondern möglichst idealisierte Helden darzustellen. Dazu ist es erforderlich, dass derjenige auch als sexuell interessant dargestellt werden muss, was wiederum erfordert, dass die gängigen Schönheitsideale eingehalten werden. Das ist bei einem Mann in einer Rüstung wesentlich einfacher als bei einer Frau.

Es bleibt nicht viel von dem weiblichen Körper in einer Vollpanzerrüstung über. Hingegen führt die Rüstung fast automatisch zu breiten Schultern, starken Armen etc. Mit etwas mehr künstlerischer Freiheit hingegen:

Hier sind Brüste, flacher Bauch, schlanke Beine etc betont und die Figur wirkt wesentlich anziehender und ihr wird damit auch ein höherer Wert zugewiesen.

Zumal das Tragen schwerer Rüstungen eigentlich auch eine unweiblichen Körper erfordern würde, der wohl eher in diese Richtung gehen würde:

Was ein Körper ist, der unter steinzeitlichen Bedingungen auf zuviel Testosteron und damit Unfruchtbarkeit schließen lässt. Er enthält zu viele männliche Elemente um attraktiv zu sein.

Sicherlich sind auch enganliegende weibliche Rüstungen möglich:

Ich vermute aber, dass sie in der Praxis zu unglaubwürdig aussehen würden und den Schutzfaktor auch nicht sonderlich erhöhen würden.

Letztendlich hat die unterschiedliche Ausrüstung damit ihre Ursache darin, was wir als attraktiv wahrnehmen. Und da Frauen bezüglich ihrer Attraktivität eher nach ihren Körpern bewertet werden, während Männer auch durch ihre Taten Attraktivität aufbauen können, muss von Frauen mehr Körper gezeigt werden um den gleichen Effekt zu erreichen.

3. Double Standard in der Darstellung von Teenagern

Auch hier läßt sich der Doppelstandard wieder mit der Sexual Strategies Theory erklären. Für viele Frauen anziehend zu sein ist ein Zeichen von besonderen Wert für Männer, bei Frauen aber nicht ungewöhnlich. Hier ist eher ei Zeichen von Wert, dass sie „hochwertige Männer“ für eine Langzeitstrategie in Betracht ziehen. Die Unterschiedlichen Kosten des Sexs machen sich insoweit bemerkbar. Ein Mann, der Sex mit vielen Frauen hat, hat potentiell mehr Nachwuchs als eine Frau, die Sex mit vielen Männern hat.

Ich verweise auf zwei andere Artikel, die das bereits behandeln.

4. Was ich eigentlich sagen wollte

Meiner Meinung nach bringt es nicht Unterschiede in der Wahrnehmung oder Behandlung von Männern und Frauen wahrzunehmen und dann einmal „Aha! Sexismus“ zu rufen. Es lohnt sich vielmehr, die Gründe dahinter zu diskutieren und dabei nicht einfach bei „der Gesellschaft“ halt zu machen.

Sociological Images wird auch die nächsten Jahre immer wieder feststellen, dass Bilder von Männern und Frauen anders gestaltet werden. Sie werden sich weiterhin darüber aufregen. Dabei vergessen sie aber die Frage zu stellen, ob man es überhaupt ändern kann und warum dies geschieht.

Die Betrachtung dort beruht auf den klassischen drei Annahmen des Genderfeminismus:

  1. Das Geschlecht ist sozial konstruiert
  2. Das Motiv des Menschen für seine Handlungen ist Macht
  3. Menschliche Interaktionen sind von Gruppeninteressen bestimmt, nicht von Einzelinteressen

Das diese Annahmen falsch sein könnten kommt leider nicht in den Sinn.

37 Gedanken zu “Sociological Images und die Grundannahmen des Genderfeminismus

  1. AAAAH der Battlebikini -.-
    Den gibts tatsächlich noch? Und gibt es tatsächlich Rollenspieler, die ihre Heldinnen SO ausstatten? Ich sag mal so, wenn die Heldin dann im ersten Kampf direkt abkratzt, find ich das dann nur gerecht 😀

    • @Maren

      Ich denke Rollenspieler statten ihre Heldin meist vollwertiger aus, tun dann aber gerne so, als hätte sie einen Bikini an.
      Es geht denke ich eher um Darstellungen, gerade auch im Film.

      in diesem Zusammenhang bin ich auf die HBO Verfilmung von „A Song of Ice and Fire“ gespannt. Da kommt eine Brienne of Tarth vor, die nach dem Buch ein Mannweib ist, kräftig, hässlich, aber eine gute Kämpferin. Mal sehen ob Hollywood das hinbekommt oder sie hübsch macht
      http://awoiaf.westeros.org/index.php/Brienne_of_Tarth

      • @Maren

        Da sie auch noch einigermaßen viel Kontakt mit einer der weiteren Hauptpersonen hat und eine der „Guten“ ist wird sie nicht so hässlich wie im Buch, weil es dann optisch nicht passt. Wird ein schwieriges Casting werden. Eigentlich müsste man eine Bodybuilderin nehmen. Ich vermute aber es wird eher eine klassischere Schauspielerin werden.

      • Vielleicht Jessica Alba, die würd auch ne gute Figur im Battlebikini machen, und vielleicht wird sie dann ja auch mal als seriöse Schauspielerin ernstgenommen 😀

        Nee jetzt ernsthaft, ich find das zum Kotzen, immer diese Bedürfnisbefriedigung von „Künstlern“ oder Programmierern, die schon seit Ewigkeiten keine Frau mehr gesehen haben…

        Ist es zuviel verlangt, wenn ich keinen Programmierersabber in meinen Spielen möchte? 🙂

      • @Maren

        In einem Bikini hat Jessica Alba jedenfalls schon eine sehr gute Figur gemacht, ich sage nur „Into the Blue“. Von mir aus kann sie da auch gerne einen Metallbikini anziehen.

        „Ist es zuviel verlangt, wenn ich keinen Programmierersabber in meinen Spielen möchte?“

        Wieviele Spiele mit Programmiersabber hättest du denn gekauft, wenn nur die Frauen etwas anders dargestellt wären?

    • Wegen der Lebenserwartung?

      Dabei darf man nicht vergessen, dass in diese insbesondere die hohe Kindersterblichkeit eingerechnet ist. Die Leute wurden auch damals älter (sonst hätten Frauen keine Menopause), aber das viel gefährlichere Leben führt eben dazu, dass die durchschnittliche Lebenserwartung sinkt.

      • Interessant fände ich ja, warum es die Menopause in der Form gibt, wie wir sie kennen. Warum gibt es ab einem gewissen Alter einen Stopp?
        Soweit ich weiß, ist es ja so, dass zwar manche Frauen alt genug dafür geworden sind, aber doch eher die wenigsten, die Sterblichkeit im Kindbett war ja recht hoch, vor allem, wenn man alle 2 Jahre schwanger war.

        Warum gibt es nicht stattdessen z.b. nach einer Schwangerschaft eine gewisse Zeitspanne, wo es nicht möglich ist schwanger zu werden, sagen wir ein halbes Jahr oder so. Wäre effektiver, da auch die Schwangerschaften weniger auszehrend für die Mutter wären.
        Man sagt zwar, in der Stillzeit könne man nicht schwanger werden, aber da kenne ich ein paar Gegenbeispiele 😀

      • @Maren

        Das Vorhandensein der Menopause alleine spricht bereits dafür, dass genug Frauen ein Alter erreicht haben, indem eine Menopause von Vorteil ist.
        Ich denke mal, dass ab diesem Alter unter steinzeitlichen Bedingungen die Überlebensrate von Kindern so niedrig war und gleichzeitig die Sterberate der Frauen so hoch, dass es sich mehr auszahlte nicht mehr schwanger zu werden, sondern zu leben und Energie in den bereits vorhandenen Nachwuchs bzw. dessen Nachwuchs (der ja auch immer noch 25% der eigenen Gene trägt) zu investieren.
        Wenn der „Nutzen“ für die eigenen Gene bei einer lebenden Oma, die ihre Enkelkinder erzieht höher war als bei erneuter Fortpflanzung wird eine Menopause evolutionär begünstigt.
        Da Männer geringere Kosten für Sex/Fortpflanzung haben rechnet es sich bei ihnen anders. Wenn sie noch eine junge Frau schwängern, dann betrifft sie dies weit weniger als eine alte Frau, die schwanger wird, Mehrkosten für die Nahrung hat um das Baby bekommen zu können, die körperlichen Risiken der Geburt und zudem noch die erhöhte Chance auf ein nicht gesundes Baby, dass dann unter steinzeitlichen Bedingungen noch weniger Chancen hat.

        Davon abzugrenzen ist eine Zeitphase nach der Schwangerschaft, in der sie nicht schwanger werden kann. Die hätte eine vollkommen andere Mathematik. Zunächst einmal ist zu bedenken, dass sie eine gewisse Zeit danach eh keinen Sex wollen wird, bis alles abgeheilt ist. Dann werden schon viele Väter die Erfahrung gemacht haben, dass das Baby einen Teil der Oxytocin-Bedürfnisse der Frau bereits stillt bzw. sie eh in Atem hält. Und dann müsste man die Zusatzkosten berechnen, die durch ein schnelles zweites Kind entstehen. Diese sind nicht so hoch. Die ersten Schwangerschaftsmonate beeinträchtigen die Frau ja noch nicht so stark. Dagegen kann ihr bisheriger Versorger oder sie selbst in einem oder 2 Jahren tot sein, und ihr erstes Baby auch was aus Sicht ihrer Gene, für die der Körper ja nur das Vehikel zur möglichen Unsterblichkeit ist (um mal Dawkins Metapher zu verwenden) sehr ungünstig ist. Eine längere Schwangerschaftspause muss deswegen nicht unbedingt Vorteile bieten.

  2. „Nee jetzt ernsthaft, ich find das zum Kotzen, immer diese Bedürfnisbefriedigung von „Künstlern“ oder Programmierern, die schon seit Ewigkeiten keine Frau mehr gesehen haben…

    Ist es zuviel verlangt, wenn ich keinen Programmierersabber in meinen Spielen möchte?“

    @Maren
    Mir gefallen diese weiblichen Fantasie-Kriegerinnen, und ich denke, den meisten anderen Spielern auch, sonst würden sich solche Spiele nicht seit Jahrzehnten so gut verkaufen (Lara Croft läßt grüßen).

    Weibliche Programmiererinnen können den Spielern ja ein Gegenangebot machen, wenn sich das entsprechend verkauft, kommt der Wandel von selbst.

    • Ok, du als allzeit helfender Mann kannst ja mal ein Buch schreiben, „Wie programmiere ich ein markttaugliches Rollenspiel in 100000 einfachen Schritten“
      😀 Bei der Argumentation könnte man auch sagen: Sollen sich die Männer nicht so anstellen mit der Jungenbenachteiligung, hält sie ja keiner davon ab selber Lehrer zu werden 😉

      Ok, ernsthaft jetzt. Es gibt Frauen die Rollenspiele spielen. Sind nicht mal so wenige. Man schaue sich nur mal das DSA-Universum an.
      Diese Frauen sind unheimlich genervt, dass man als starke, mächtige Heldin (sei es Kriegerin Mage oder sonstwas) trotzdem immer noch in erster Linie als Sexobjekt gehandelt wird.
      Wenn man jetzt mal weiterdenken würde und komplett auf eine solche Darstellung verzichten würde: Würde Männern was fehlen, oder würden sie es weiterspielen wie bisher?

      • „Ok, ernsthaft jetzt. Es gibt Frauen die Rollenspiele spielen. Sind nicht mal so wenige. Man schaue sich nur mal das DSA-Universum an.“

        Wie hoch schätzt du denn den Anteil?

        „Diese Frauen sind unheimlich genervt, dass man als starke, mächtige Heldin (sei es Kriegerin Mage oder sonstwas) trotzdem immer noch in erster Linie als Sexobjekt gehandelt wird.“

        Das wäre eben die Frage. Hässliche Frauen zu spielen macht auch den wenigsten Frauen Spaß. Zwischen einer Darstellung als sexy und der Behandlung als Sexobjekt ist immer noch ein Unterschied.
        Zumal in DSA meine ich die Charakterdarstellung zwar mitunter auch klassisch Metallbikini sind, aber auch genug bekleidete Frauen dabei sind, wenn ich das gerade richtig gegooglet habe.
        http://kemubra.com/das-schwarze-auge-1-die-schicksalsklinge/klassen/klassen.html

        Zumal die Männer ja auch idealisiert dargestellt werden.

        Im übrigen würde mich es allerdings auch interessieren, was genau die Programmierer davon abhält, einfach auch eine schwergepanzerte Frauenversion anzubieten.
        Wissen sie aus Test, dass sie nicht nachgefragt wird? wirken dann die anderen Frauen, die vielleicht mehr nachgefragt werden, im Verhältnis zu schwach gepanzert und es paßt vom optischen Gleichgewicht her nicht mehr? Ist der Kontrast ansonsten zu stark und der Aufwand zu hoch die Übergänge alle zu programmieren?

        Wenn man jetzt mal weiterdenken würde und komplett auf eine solche Darstellung verzichten würde: Würde Männern was fehlen, oder würden sie es weiterspielen wie bisher?

      • Wie hoch schätzt du denn den Anteil?

        Puh, kann ich schlecht sagen… Aber bei dein klassischen Rollenspielen wie DSA oder D&D würd ich den Frauenanteil schon auf 30-40% schätzen.

        Das wäre eben die Frage. Hässliche Frauen zu spielen macht auch den wenigsten Frauen Spaß.

        Gutes Aussehen als Charaktermerkmal wird da aber auch gern bei Männern genommen, weil es im Spiel Vorteile bringen kann. Kommt auch immer darauf an, welche Charakterklasse man spielt.
        Die kannst du dir bei pc games unter drakensang angucken (ist aktueller) , da finde ich zum Beispiel sehr schön, dass bis auf Amazonen die weiblichen Helden genauso gekleidet sind wie die männlichen.

        Ist auch meines Wissens bei fast allen Rollenspielen so, Unterscheidungen nach Geschlecht bei Kleidung gibts da ganz selten

      • @Maren

        „Aber bei dein klassischen Rollenspielen wie DSA oder D&D würd ich den Frauenanteil schon auf 30-40% schätzen.“

        Ich deutlich geringer. Wenn ich da Leute aus meinen Schulzeiten durchrechne, dann eher 5%

        Die Frage wäre ja dann ob Spiele mit nicht so sexy Frauen (zumindest als Option) mehr Frauen dazugewinnen als sie Männer verlieren.

      • „Ich deutlich geringer. Wenn ich da Leute aus meinen Schulzeiten durchrechne, dann eher 5%“

        Naja, es ist uns ja beiden klar, dass wir uns in unterschiedlichen Kreisen bewegen. Bei dir haben Frauen ja auch bei Kleidergröße 34 noch einen vollen Naturbusen 😀

        „Die Frage wäre ja dann ob Spiele mit nicht so sexy Frauen (zumindest als Option) mehr Frauen dazugewinnen als sie Männer verlieren.“

        Meinst du ein gut gemachtes Rollenspiel würde männliche Spieler verlieren, weil es keine Frauen in Kettenbikinis gibt?

      • @Maren

        „Naja, es ist uns ja beiden klar, dass wir uns in unterschiedlichen Kreisen bewegen“

        Ich kenne durchaus Rollenspieler, es sind nur wenige Frauen dabei. Kennst du keine schlanken Frauen mit großem Busen? Dann bleibe ich lieber in meiner Welt 😉

        „Meinst du ein gut gemachtes Rollenspiel würde männliche Spieler verlieren, weil es keine Frauen in Kettenbikinis gibt?“

        Ich glaube vor allem nicht, dass es so viel weibliche Spieler verliert. Aber die männlichen Spieler durchaus nichts dagegen haben eine sexy Elfe im Spiel zu sehen. Ob sie es nicht spielen würden? Wahrscheinlich schon. Es wäre interessant wie viele der herumlaufenden weiblichen Charaktere männliche Spieler haben.

      • Wie viele Männer blendest auch du anscheinend gern aus, dass ein Busen aus Fettgewebe besteht. Und ein Körperfettanteil von 15% liegt nicht ausschliesslich beim Busen. Aber das ist ein anderes Thema.

        „Es wäre interessant wie viele der herumlaufenden weiblichen Charaktere männliche Spieler haben.“

        Nicht viele, da ja gerne mal kompensiert wird, dass man eben kein Stufe 21 Berserker ist.

        Aus welchem Grund stellst du vage Interessen der männlichen Spielerschaft vor konkrete der weiblichen?

  3. „Warum gibt es nicht stattdessen z.b. nach einer Schwangerschaft eine gewisse Zeitspanne, wo es nicht möglich ist schwanger zu werden, sagen wir ein halbes Jahr oder so. Wäre effektiver, da auch die Schwangerschaften weniger auszehrend für die Mutter wären.“

    @Maren
    Weil es wohl im Verlauf der letzten hunderttausend Jahre eben doch nicht effektiver gewesen ist. Die sexuelle Selektion und die natürliche Auslese haben das übrig gelassen, was am effektivsten war unter Umweltbedingungen, die wir heute nicht einmal mehr gedanklich nacherleben können, so hart und grausam wie sie wohl waren.

    Ich glaube, wir heutigen Menschen projektieren jede Menge unserer eigenen Wünsche, Vorstellungen und Erfahrungen auf eine Zeit und eine Umwelt, deren wirkliche Bedingungen wohl weitaus krasser waren als wir uns das so ausmalen.

  4. „Meiner Meinung nach bringt es nicht Unterschiede in der Wahrnehmung oder Behandlung von Männern und Frauen wahrzunehmen und dann einmal „Aha! Sexismus“ zu rufen. Es lohnt sich vielmehr, die Gründe dahinter zu diskutieren und dabei nicht einfach bei „der Gesellschaft“ halt zu machen.“

    @Christian

    Vollkommen richtig.

    Unter diesen Punkt fällt auch die gleiche Behandlung von Frauen und Männern etwa beim Militär.
    Behandle ich Frauen gleich wie Männer, stelle ich an sie die gleichen Anforderungen und unterliegen sie den gleichen Bedingungen, so wird es mit der allerhöchsten Wahrscheinlichkeit den Vorwurf des Sexismus geben, obwohl man die Frauen ja so behandelt, wie es vom Feminismus immer gefordert wurde, nämlich nicht anders als Männer.
    Aber diese gleiche Behandlung, mit ihren zotigen Witzen und den körperlichen Anforderungen, wird dann irgendwann von irgendjemanden als Diskriminierung bzw. Sexismus ausgelegt werden.

    Übrig bleibt eigentlich nur, Frauen doch wieder anders zu behandeln und die Regeln für sie zu ändern, was in der alltäglichen Praxis ja auch geschieht. Und auch das könnte man wieder als Diskriminierung auslegen.

    Schwierig zu lösen.

    • @Stepe

      In der Tat ein interessantes Paradox:
      Behandele Frauen in einem männergeprägten Bereich gleich, dann wird eben diese Männergeprägtheit kritisiert (Frage ist, ob man sie in Bereichen wie dem Militär, dass ja nun einmal so oder so auf Härte ausgelegt sein muss, weil man beigebracht bekommen soll in einer Extremsituation zu funktionieren und dabei noch Menschen zu töten)
      Behandelt man sie anders, dann wird eben diese Bevorzugung kritisiert.

      Eine im Feminismus vertretene Lösung scheint mir zu sein „der bisherige Weg ist eh falsch, ändert es halt so, dass beide Geschlechter (häufig allerdings gemeint: Frauen) sich wohlfühlen, dann ist es genau so effektiv und allen geht es besser. Der Punkt „genauso effektiv“ wird allerdings nicht unbedingt hinterfragt.

  5. @ Christian
    *Das Geschlecht ist sozial konstruiert*

    Verrät mir, dass die GenderfeministIn an ihrer Geschlechlechtlichkeit leidet.
    Sie möchte so gerne eine andere sein > soziale Konstruiertheit ist die letzte Hoffnung der Verzweifelten, es möge doch alles ganz anders sein können als es ist.

    *Das Motiv des Menschen für seine Handlungen ist Macht*

    Stimmt.
    Für FeministInnen.
    FeministInnen sind machtgeil.
    Die Beherrschung der Männer ist ihr Traum.

    *Menschliche Interaktionen sind von Gruppeninteressen bestimmt, nicht von Einzelinteressen*

    Stimmt für Frauen mehr als für Männer.

    Als das Geschlecht, das ausgewählt wird wegen seines Seins, wegen seiner natürlichen Mitgift (Schönheit kann man durch Leistung nicht so sehr beeinflussen, Jugendlichkeit schon gar nicht) ist Leistung, Sich-Hervortun für Frauen nicht so wichtig, ist Individualität für Frauen nicht so wichtig, sind Frauen konformer, „undifferenzierter“ als Gruppe denn Männer, sind nicht umsonst „mittelmäßiger“ verteilt.

    Für sie ist daher Gruppendenken wichtiger, sie „gruppieren“ mehr, sind abhängiger in ihrem Selbstwertgefühl von Beliebheit in einer Gruppe als Männer.

    Feminismus ist eine sehr weibliche Ideologie, weithin Projektion

    • @Roslin

      „Sie möchte so gerne eine andere sein > soziale Konstruiertheit ist die letzte Hoffnung der Verzweifelten, es möge doch alles ganz anders sein können als es ist.“

      Ich glaube nicht, dass sie gerne eine andere sein möchte, die meisten Menschen wollen sich nicht unbedingt ändern, sie wollen eher Akzeptanz oder eine Welt, in der sie so sein können, wie sie wollen.

      Ich hatte hier ja schon mehrmals die Theorie vertreten, dass gerade männlichere Frauen und weiblichere Männer die Rollen als einengend erleben und daher für diese Dekonstruktionstheorien sehr günstig sind. Nicht um sich zu ändern, sondern um die anderen ändern zu können.

      Zudem ist es denke ich eine Zielorientiertheit, die weniger auf die Schritte zu einer besseren Welt achtet, sondern eher auf das Ziel. Weil eine bestimmte Welt erreicht werden soll, die als positiv angesehen wird, muss der Weg dahin möglich sein und deswegen ist die Geschlechterrolle konstruiert. Genau dies ist ja häufig auch die Begründung, die so vertreten wird.

      „Für FeministInnen.
      FeministInnen sind machtgeil.
      Die Beherrschung der Männer ist ihr Traum.“

      Da stimme ich mit Maren überein (kommentar darunter). Ein unnötiges Feindbild, dass etwas frustiert klingt. Viele Feministinnen träumen von einer besseren Welt für Männer und Frauen, in der niemand beherrscht wird. Solche allgemeinen Unterstellungen halte ich auch nicht für sachlich und produktiv. Natürlich gibt es im Gegenzug radikale Feministinnen, die dies wollen. Allerdings auch radikale Maskulisten oder Männer, die die Beherrschung der Frau wollen.

      „*Menschliche Interaktionen sind von Gruppeninteressen bestimmt, nicht von Einzelinteressen*“
      „Stimmt für Frauen mehr als für Männer.“

      Männliche Ideologien, die nach Gruppeninteressen ausgerichtet waren, gab es auch genug.Sowohl der Kommunismus als auch der Faschismus hat eine Gruppenbezogenheit.

      „Als das Geschlecht, das ausgewählt wird wegen seines Seins, wegen seiner natürlichen Mitgift (Schönheit kann man durch Leistung nicht so sehr beeinflussen, Jugendlichkeit schon gar nicht) ist Leistung, Sich-Hervortun für Frauen nicht so wichtig, ist Individualität für Frauen nicht so wichtig, sind Frauen konformer, „undifferenzierter“ als Gruppe denn Männer, sind nicht umsonst „mittelmäßiger“ verteilt.“

      Die Gene der Frauen sind nicht altruistischer als die der Männer. Und Frauen nicht unbedingt gruppenbezogener, auch wenn sie gerne die Vorteile von Gruppen für sich Nutzen. Weibliche Individualität mag sich anders zeigen als bei Männern, aber sie besteht dennoch. Gerade Männer haben nicht selten einen Hand dazu sich in große starke, gleiche Gruppen einzuordnen, siehe die Militäruniform oder die Fußballfans.

  6. Herr Roslin, würden sie sachlicher argumentieren und ihrem Frust nicht ganz so freien Lauf lassen, würden sie sicherlich mehr erreichen. Wer weiß, vielleicht gäbe es da sogar 1-2 Punkte, wo sie mit der Gegenseite konform gehen würden.

    • Wenn man Feministinnen durch die Bank undifferenziert als machtgeile, verzweifelte, vom Leben Benachteiligte darstellt, ist das nicht sachlich.

      Wenn man dann noch alle Frauen als unintelligente, zu eigenen Gedanken nicht fähige Mitläufer darstellt, kommt noch Misogynie hinzu.

      • @Maren

        „Wenn man dann noch alle Frauen als unintelligente, zu eigenen Gedanken nicht fähige Mitläufer darstellt, kommt noch Misogynie hinzu.“

        Wobei es mir mitunter so vorkommt als wäre dies genau der Ansatz, den viele gesellschaftliche Begründungen allgemein verfolgen.

        Schon der Ansatz, warum Frauenzeitschriften so sind wie sie sind geht ja häufig in die Richtung „Weil die Gesellschaft den Frauen vorschreibt was sie lesen und sie ja nur Frauenzeitschriften lesen können, obwohl sie eigentlich etwas anderes lesen würden, wenn man es ihnen nicht so einimpft, aber der Griff zur Zeitschrift 30 cm links von der Frauenzeitschrift ist nicht möglich“

      • Ich sehe 99% der Frauen und 90% der Männer in Deutschland als nicht zu eigenen Gedanken fähigen Mittläufer. Man muss nur die Augen offen halten.

  7. @ A. Roslin
    Für manche Feministinnen stellt die Aussage, 1 plus 1 gleich 2 bereits eine patriarchale, logozentristische Diskriminierung dar. Also machen Sie sich nichts draus. Ich finde, Sie argumentieren stichhaltig, wobei natürlich auch Ihre eigenen Wertungen hie und da miteinfließen, was aber m.E. nicht in Beleidigungen ausartet.

    • Ja das habe ich auch schonmal bemerkt

      Wie in 1984 😉

      Zur Belustigung lese ich ab und zu mal bei dem Emma-Forum mit…fast alles was dort erzählt wird stimmt nicht, egal um was es geht, meinen aber sie sind die Intellektuellsten Menschen auf der Welt

  8. Zwei Zitate, die ich gerade witzig finde, wenn man sie nebeneinanderstellt:
    Christian:
    > Gerade Männer haben nicht selten einen Hand dazu sich in große starke, gleiche Gruppen einzuordnen, siehe die Militäruniform oder die Fußballfans.
    Maren:
    > Wenn man dann noch alle Frauen als unintelligente, zu eigenen Gedanken nicht fähige Mitläufer darstellt, kommt noch Misogynie hinzu.

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