Bewertung der sexuellen Orientierung aufgrund der Körperbewegungen und der Morphology

Leserin Marlon hat auf eine interessante Studie hingewiesen, in der Figuren mit eher männlichen oder eher weiblichen Körperformen mit verschiedenen eher männlichen oder eher weiblichen Körperbewegungen kombiniert wurde und die getesteten Personen, dann Mutmaßungen über die sexuelle Orientierung anstellen sollten. Passte die Bewegungsart nicht zum Körpertyp, dann wurde eher vermutet, dass die jeweilige Figur eine homosexuelle Orientierung hat.

People can accurately judge the sexual orientation of others, but the cues they use have remained elusive. In 3 studies, the authors examined how body shape and motion affect perceived sexual orientation. In 2 studies, participants judged the sexual orientation of computer-generated animations in which body shape and motion were manipulated. Gender-typical combinations (e.g., tubular body moving with shoulder swagger or hourglass body moving with hip sway) were perceived generally to be heterosexual; gender-atypical combinations were perceived generally to be homosexual. These effects were stronger for male targets. Body shape affected perceived sexual orientation of women, but motion affected perceived sexual orientation of both men and women. Study 3 replicated and extended these findings. Participants judged dynamic outlines of real people (men and women, both gay and straight) in which body shape and motion were measured. Again, gender-atypical body motion affected perceived sexual orientation and, importantly, affected accuracy as well.

Das kann natürlich auch gesellschaftlich erlernt sein. Es spricht allerdings vieles dafür, dass das Bemerken solcher Unterschiede auch biologische Ursachen hat. Denn die Bewertung einer Person als heterosexuell ermöglicht eben auch die Bewertung von Personen, die gut an ihre Geschlechterrolle und die damit verbundenen Aufgaben angepasst sind. Gerade für Frauen ist dies, wenn sie einen Partner mit langfristiger Bindung anziehen wollen, durchaus interessant. Aber auch bei einem Mann kann es sich lohnen, diese Unterschiede insbesondere bei einer Langzeitstratgie wahrzunehmen. Es zeigt sich auch, dass wir ansonsten feine Unterschiede, beispielsweise in den Gesichtern, wahrnehmen. Schönheitsideale zeigen klare Linien, sowohl was die Körper angeht, als auch was das Verhalten angeht. Biologische Partnerwahlkriterien sind eines der einfachsten Mittel die Weitergabe der eigenen Gene zu fördern. Dazu kann auch die Bewertung der sexuellen Orientierung wichtige Hinweise bieten.

47 Gedanken zu “Bewertung der sexuellen Orientierung aufgrund der Körperbewegungen und der Morphology

  1. Erscheint irgendwie logisch zu sein. Manche Verhaltensweisen, Bewegungen erscheinen einem unpassend, störend ohne genau sagen zu können warum.

    Inwiefern dies erlernt ist oder wirklich auch anteilsmäßig biologisch vorbestimmt, ist natürlich die Frage.

  2. Wenn Schönheitsideale so klare Linien haben, wie kommt es dann, dass sich die Schönheitsideale im Laufe der Jahrhunderte gewandelt haben (sh. Barock) und Kulturabhängig sind (sh. afrikanische Länder, wo dicke Frauen als schön gelten, da Zeichen von Wohlstand)

    • @Maren

      Einen Teil deiner Fragen habe ich bereits in „Schönheit: Kultur oder Biologie“ behandelt

      Die Schönheitsideale bleiben gleich, nur die Präsentation des Körpers ändert sich und es werden zudem bestimmte Schönheitsmerkmale mehr betont als andere.

      Afirkanische Menschen können natürlich genauso wie zB Afrikaner eine andere Hautfarbe haben oder afrikanische Frauen unter einer anderen Sexuellen Selektion teilweise eine andere Gesässform entwickelt haben, auch eher Schönheitsideale für dickere Menschen bevorzugt haben, vielleicht auch unter dem Einfluss einer besseren Ernährungslage als im kälteren Europa. Auch dort sind allerdings schlanke Frauen ja nicht unbeliebt. Weil sie eben bestimmte Bewertungsfaktoren für genetische Fitness zusätzlich freigeben und damit attraktiver erscheinen.

      Wie ich in dem Artikel darlege kommt natürlich auch noch ein kultureller Faktor dazu, gerade wenn man zwischen einer Statusfrau und einer sexy Frau differenziert.

    • @sarahblogging

      Habe es gerade geschut, die Bewegungen haben schon viel weibliches, gerade am Anfang nach dem Hinsetzen und auch bei dem Lachen am Ende. Zudem irritiert einen aber auch sonst der Körper etwas, er scheint etwas Brüste zu haben oder? Auch das Gesicht ist eher eine Geschlechtermischung, wenn ich auch insgesamt schon sagen würde, dass im Gesicht das männliche noch überwiegt.

      • > Wie ist denn deine Bewertung des ersten Videos?

        Bevor ich nicht die „Auswertung“ mindestens einer Frau habe, antworte ich darauf nicht 😉 (oder sagen wir mal nach 24 Std. wenn sonst niemand mehr was sagt)

      • hm, mein internet ist langsam, aber in den ersten 6 sekunden, wo im hintergrund ein rothaariger mensch erscheint, würde ich sagen, es ist ein mann – ich sage nur backenknochen. Obwohl wohl sehr viel rouge und anderes aufgetragen ist.

        Wie ist es eigentlich mit Adamsapfel und Händen, Stimmbruch etc. Wie erklärt man sich das?

      • #

        @sarahblogging

        Vom Gesamteindruck auf alle Fälle. Was aber vielleicht auch daran liegt, dass in dem ersten Video viel gesessen wird. Ich finde im zweiten insbesondere den Gesichtsausdruck und die Minik weiblicher, vielleicht aber liegt es auch nur daran, dass das Gesicht weiblicher zurecht gemacht ist.

        Du siehst es also andersrum?

      • Ich gucke übrigens
        a) Kaum Fern (Filme / Serien ja, aber meist von Festplatte und DVD)
        b) Wenn dann kaum Pro 7
        c) Kein TV-Total

        Das ich über die Sendung im Genau richtigen Augenblick gestopert bin, war wohl fast Schicksal. Auf Florian Stör / Valiencia Vintage dagegen wurde ich Aufmerksam gemacht.

      • > würde ich sagen, es ist ein mann – ich sage nur backenknochen
        Die sind ganz in Ordnung, was ihnen Aufgefallen ist, war aber keine „Halluzination“, es ist die Stirn. Da die Relationen dadurch nicht stimmen, sind ihnen die Wangenknochen aufgefallen.

      • Was mir gerade auffällt. Alexander Roslin war ja auch schonmal deswegen verunsichert.

        Es ist wohl so, dass mir das „Sie“ hilft, sachlicher zu argumentieren. Mit Christian duze ich mich zwar in den Kommentaren, bin aber Inhaltlich dann auch schneller beim Scherzen.

      • Ok, ich versuch mich mal dran 🙂

        Bei Florian Stöhr finde ich wirkt es eher wie die Karikatur einer Frau, das Schmollmundgesicht, die exaltierten Handbewegungen, das bemühte Stöckeln, ähnlich wie das evtl auch Dragqueens machen würden. Kaum eine Frau bewegt sich so 🙂 Auch der Name Valencia Vintage deutet eher auf eine Kunstfigur als einen Menschen hin.
        Wenn er allerdings weniger Gestik und Mimik benutzt, wirkt er mehr natural.

        Gerrit wirkt dagegen durch die Bank natural, mehr in sich gefestigt.
        Bei ihm kommt die weibliche Art mehr in Kleinigkeiten, wie evtl. ein Schieflegen des Kopfes durch, oder am Anfang, wie er auf dem Sessel rutscht (ca. min 1.05). Wie gesagt, das lässt es natürlicher wirken

      • Dann darf ich ja jetzt. Und ich bin beruhigt. Danke Maren.

        Gerrits Körpersprachenmerkmale sind unterbewusst. Ich kenne das gut, denn ich hatte gelernt, solche unterbewussten Signale zu erkennen und zu Unterdrücken (und ein paar männliche Nachzuahmen). Ich habe keine Ahnung ob Gerrit ungeoutet Transsexuell ist. Ich weis aus der umgekehrten Richtung, das nicht jede transsexuelle Frau diesen Geschlechtszug ins Gehirn geprägt bekommen hat. Es ist also durchaus anzunehmen, dass es umgekehrt genause Cismenschen gibt, die diese Bewegungsmuster vom „anderen“ Geschlecht haben.

        Dennoch muss ich sagen, dass, als ich damals zufällig auf die Sendung geschaltet habe als Gerrit gerade auf die Bühne trat, wir zwei Betroffene waren und beide sofort gedacht haben: „Er ist eine Sie“

        Und wie Christian richtig bemerkt hat. Gerrit hat einige durchmischte Merkmale. Die meisten anderen sind Postnatal und wahrscheinlich Präpubertär entstanden, mir fiel vor allem das breite Becken auf. Danach erfolgte wohl eine „normale“ männliche Pubertät. Gerrit hat, da bin ich mir etwa zu 90% sicher, eine leichtere oder besonders ausgeprägte IS Kondition (in letzterem Fall dahingehend, das in der Entwicklung ein fast kompletter Sexreversal stattgefunden hat)

        Nun zu Florian. Alles was Maren sagt. 100%. Wenn mir Florian in einer Selbsthilfegruppe begegnet wäre, ich hätte ihm keine Sekunde abgekauft, dass er Transsexuell ist. Florians unterbewusste Habitusmerkmale, die, die Bei Gerrit so auffallen, sind bei ihm genau anderst herum. Jedes feminine Bewegungsmuster ist aufgesetzt, teilweise in einer grotesken Mischung aus weiblich und männlich.
        Wenn man dann die ganze restliche Geschichte noch dazunimmt. TV-Exhibitionistisch, fixiert auf Äusseres usw. dann ist diese ganze „Ich bin Transsexuell Geschichte“ wohl nur ein PR Gag. Und ich als Betroffene kann nicht mal hingehen und ihn warnen.

        Nunja. Ich hab das ganze auch angesprochen, weil es denk im Kontext hier auch wichtig ist. Homosexuelles Effimiertes gehabe ist ähnlich wie das von Florian grösstenteils gespielt/antrainiert und im Grunde ein Signal, denn irgendwie muss man ja potentielle Geschlechtspartner ansprechen. Viele Homosexuelle zeigen auch keine solchen Zeichen (man denke nur an die ganzen, überraschend geouteten Homosexuellen in Anti-Homo Kreisen)

        Es ist ein Spiel, und wirkt nicht wirklich Feminin. Eher wie bei Florian – nur das es bei dem wirklich sehr ins Extrem getrieben ist.

      • Bitte bitte, gerne 🙂

        „Es ist ein Spiel, und wirkt nicht wirklich Feminin. “
        Das ist glaub ich das, was Männer nicht verstehen. Keine Frau verhält sich so, es sei denn sie zieht eine Show ab.
        Und DAS ist dann besonders weiblich, und Frauen die das kritisieren, oder nur darauf hinweisen, sind neidisch und/oder stutenbissig 🙂

      • BTW, da fällt mir ein, in der lesbischen Szene gibt es ja auch die Abstufungen Butch (also eher maskulin, Kampflesbe würden es wohl einige nennen) und Femme (sehr weiblich).

      • @sarahblogging

        „Gerrits Körpersprachenmerkmale sind unterbewusst.“

        Ja, natürlicher wirkt es alle Male.

        „Ich kenne das gut, denn ich hatte gelernt, solche unterbewussten Signale zu erkennen und zu Unterdrücken (und ein paar männliche Nachzuahmen).“

        Interessant. Was sind denn so die typischen Signale, die sich von Mann und Frau unterscheiden. Die müssten dann ja entweder angeboren sein (in der Tendenz, sicherlich nicht in der konkreten Geste) oder sich aus anderen anderen Faktoren, beispielsweise einer anderen Kommunikationsart, ergeben.

        „Ich habe keine Ahnung ob Gerrit ungeoutet Transsexuell ist.“

        Es würde einen jedenfalls nicht überraschen und ich könnte mir vorstellen, dass bei ihm einige vermuten, dass er evtl. schwul ist. In gewisser Weise das Gegenteil der Heteronormativität: Je nach Verhalten ist die Wahrscheinlichkeitsvermutung der Heterosexualität aufgehoben.

        „Ich weis aus der umgekehrten Richtung, das nicht jede transsexuelle Frau diesen Geschlechtszug ins Gehirn geprägt bekommen hat.“

        Es sind ja auch verschiedene Zentren für die Bereiche vorhanden, wenn ich die Theorie richtig im Kopf habe.

        „Es ist also durchaus anzunehmen, dass es umgekehrt genause Cismenschen gibt, die diese Bewegungsmuster vom „anderen“ Geschlecht haben.“

        Das wäre nur logisch, genauso wie es sich sehr männlich verhaltene Schwule gibt.

        „Dennoch muss ich sagen, dass, als ich damals zufällig auf die Sendung geschaltet habe als Gerrit gerade auf die Bühne trat, wir zwei Betroffene waren und beide sofort gedacht haben: „Er ist eine Sie““

        Die Vermutung, dass dafür zumindest eine höhere Chance besteht, auch wenn es nicht so sein muss, würde ich teilen

        „Und wie Christian richtig bemerkt hat. Gerrit hat einige durchmischte Merkmale. Die meisten anderen sind Postnatal und wahrscheinlich Präpubertär entstanden, mir fiel vor allem das breite Becken auf.“

        Das wäre auch noch mal ein interessanter Artikel: Wann entwickeln sich welche körperlichen Attribute bei den Geschlechtern und unter Einfluss welcher Faktoren (Hormone, Y-Chromosom etc).

        „Danach erfolgte wohl eine „normale“ männliche Pubertät.“

        Woran würdest du das fest machen?

        „Gerrit hat, da bin ich mir etwa zu 90% sicher, eine leichtere oder besonders ausgeprägte IS Kondition (in letzterem Fall dahingehend, das in der Entwicklung ein fast kompletter Sexreversal stattgefunden hat)“

        Würde ich auch sagen.

        „Nun zu Florian. Alles was Maren sagt. 100%. Wenn mir Florian in einer Selbsthilfegruppe begegnet wäre, ich hätte ihm keine Sekunde abgekauft, dass er Transsexuell ist.“

        Keine Ahnung, es wirkt natürlich aufgesetzter, weil er damit ja auch gerade Aufmerksamkeit erreichen will und vielleicht auch als „Millionärssohn“ seinen Vater ärgern will, aber vielleicht übertreibt er ja auch seine eh schon vorhandene Anlage, um sie noch extra zu betonen?

        „Florians unterbewusste Habitusmerkmale, die, die Bei Gerrit so auffallen, sind bei ihm genau anderst herum. Jedes feminine Bewegungsmuster ist aufgesetzt, teilweise in einer grotesken Mischung aus weiblich und männlich.“

        Vielleicht erschienen sie mir wegen der Übertreibung deutlicher. Aus Interesse: Gibt es da dann im Bereich TS Kurse für oder ist das mehr eine Art „Selbststudium“?

        „Wenn man dann die ganze restliche Geschichte noch dazunimmt. TV-Exhibitionistisch, fixiert auf Äusseres usw. dann ist diese ganze „Ich bin Transsexuell Geschichte“ wohl nur ein PR Gag. Und ich als Betroffene kann nicht mal hingehen und ihn warnen.“

        Wenn es tatsächlich ein PR-Gag (und vielleicht noch Rebellion gegen den Vater oder (um mal kurz wieder etwas maskulistisch zu werden) Flucht vor dem Druck der männlichen Rolle ist, die von ihm erwartet, so erfolgreich wie sein Vater zu sein, dann tut er sich damit wohl nicht gerade einen Gefallen. Wobei ich jetzt in Vorbereitung auf den Kommentar etwas zum Namen gegoogelt hatte und er ja zumindest passend zu seinem gewählten Geschlecht auf Männer zu stehen scheint.

        „Nunja. Ich hab das ganze auch angesprochen, weil es denk im Kontext hier auch wichtig ist“

        Durchaus.

        „Homosexuelles Effimiertes gehabe ist ähnlich wie das von Florian grösstenteils gespielt/antrainiert und im Grunde ein Signal, denn irgendwie muss man ja potentielle Geschlechtspartner ansprechen.“

        Das finde ich jetzt nicht unbedingt stimmig. Wenn du dir trotz männlicher Sozialisation früher männliche Gesten antrainieren musstest, dann spricht das ja eher für eine biologische Komponente. Viele Homosexuelle zeigen denke ich schon ein solches Verhalten (wenn auch sicherlich nicht so übertrieben) und können es gerade nicht abstellen.
        Auch wenn die beiden Zentren ja verschieden sind.

        „Viele Homosexuelle zeigen auch keine solchen Zeichen (man denke nur an die ganzen, überraschend geouteten Homosexuellen in Anti-Homo Kreisen)“

        Es wäre mal interessant, wie hoch der Prozentsatz der Homosexuellen mit männlichen bzw. weiblichen Verhalten ist.

        „Es ist ein Spiel, und wirkt nicht wirklich Feminin.“

        Auch bei Frauen gibt es ja solche und solche.

      • @Maren

        „BTW, da fällt mir ein, in der lesbischen Szene gibt es ja auch die Abstufungen Butch (also eher maskulin, Kampflesbe würden es wohl einige nennen) und Femme (sehr weiblich).“

        nach der biologischen Theorie würde man davon ausgehen, dass verschiedene Zentren im Gehirn betroffen sind, die zu verschiedenen Zeiten aufgebaut werden, allerdings nach dem gleichen Mechanismus, nämlich in Abhängigkeit vom Testosteronspiegel „männlich“ oder „weiblich“. Da es wahrscheinlich ist, dass ein Umstand, der entweder zuviel oder zuwenig Testosteron produziert, andauert (beispielsweise bei CAH und einer Nebenniere, die zuviel Testosteron produziert) erfüllen viele Lesben oder Schwule die Klischees, dass sie eher die Verhaltensweisen des anderen Geschlechts aufweisen. Aber es muss eben nicht so sein.

        Ich glaube die Zeiten, bei denen diese Zentren herausgebildet werden, stehen auch schon ziemlich genau fest.

    • hallo sarahblogging!
      Jetzt muss ich Ihnen einmal ein großes Kompliment aussprechen. Ich sehe mich selbst als gläubigen Menschen, muss dennoch betonen, dass ich Sie, ob ihrer Argumente sehr bewundere. Sie sind kein Mensch, der anderen irgendwelche Schuldgefühle einflößen will, darauf beharrt, dass es so etwas wie Mann und Frau generell nicht gebe, nur um genau so Ängste und Vorbehalte zu schüren, wie es die andere, extreme Seite macht. Sie ebnen den Weg für ein miteinander.

      Liebe Grüße
      Simon

      • @sarahblogging

        Ich bin ja Atheist, mir ist es also egal, aber ich denke die religiöse Gegenseite wird sich darauf stützen, dass Gott „Mann und Frau“ geschaffen hat. Und der Mann sich eine Frau nehmen soll. Vielleicht noch, dass es Sünde ist seinen Körper, den ja Gott geschaffen hat, umzugestalten.

      • @Sarahblogging

        Das schöne an der Auslegung religiöser Schriften ist ja, dass es nahezu kein richtig oder falsch gibt. Man kann ja bereits darüber streiten, was überhaupt die Originaltexte sind.
        Die Jungfrau Maria ist ja wohl auch im wesentlichen ein Übersetzungsfehler.

      • Gerade die Juden beschränken sich ja auf die frühesten Schriften der Bibel, die ja gewissermassen besonders „Hardliner“-Mässig sind. Und gerade das Judentum ist dort in theologischen Fragen am weitesten.

        Was die Jungfrauengeburt betrifft, so ist es aller wahrscheinlich auch ein, von der frühen Kirche gewolltes, Missverständnis.

      • @sarahblogging

        Zur Jungfrauengeburt:
        Ich finde es interessant, dass man davon nicht mehr wegkommt. Die katholische Kirche kann ja heute nicht mehr zugeben, dass Josef mit hoher Wahrscheinlichkeit Sex mit seiner Frau hatte und seinen ganzen Kult umschmeißen.
        Interessanterweise habe ich schon von katholischen Frauen gehört, dass sie trotz der Frauenfeindlichkeit der katholischen Kirche an sich die Betonung der Jungfrau Maria als weibliche Person gerade sehr gut finden.
        Ich würde es eher unter „ihr sollt keine Götter haben neben mir“ ziehen, genau wie die Heiligenverehrung (auch wenn die ja offiziell nur Fürsprecher sind glaube ich).

      • Gott schuf Mann und Frau – wo ist das Problem? Bereits bei der Befruchtung, der Vereinigung von Samen- und Eizelle, geht der christliche Glauben ja davon aus, dass wir es mit personalen Menschen zu tun haben. Das kann im Weiteren durchaus im Einklang damit stehen, dass es in bestimmten Fällen eben zu Abweichungen kommt. Durch prä-, postnatale Hormone, genetische Defekte etc. pp. Ich sehe da theoretisch kein Problem dies zu vereinbaren. Die Frage ist nur, wie man damit umgeht. Wenn man sich darauf einigen könnte, dass dies eine deskriptiv gesprochen, Abweichung von der Norm darstellt, man dies benennen aber nicht bewerten darf – also keine postmoderne Sprachverdrehung – und die Gegenseite darauf verzichtet, zu reformieren, Reperationstherapie – oder wie das heißt – anzubieten, dann wären wir auf einem guten Weg.

        Ich sehe ja auch nicht, dass die Dualität – außer von ein paar Genderistinnen – generell in Frage gestellt wird. Trägt der offenkundige Phänotyp und die Kultur der Bedeckung des Körpers ja gerade dazu bei, dass z.B. Intersexualität als solche nahezu gänzlich unbemerkt bleibt.

        Ich glaube wirklich, dass es sich beim Mann-Frau-Dualismus aufhängt. Wenn dies befolgt würde, könnte man sich auch mit Dingen, die auf einen selber störend wirken, abfinden. Nach dem Motto, es stört mich zwar irgendwie, dass du dich als phänotypischer Mann, weiblich verhältst ich akzeptiere dies für mich allerdings und toleriere es, weil du das im Gegenzug auch machst.

        Ich persönlich bin sowieso eher der Meinung, dass Sexualität in generi Privatsache und die Öffentlichkeit in einer pluralen Gesellschaft weitestgehend frei davon sein sollte – was sie leider nicht ist.
        Es gibt heutzutage so viele Möglichkeiten Sexualität zu leben, dass sich irgendwie jeder angepisst fühlen kann, wenn er medial auf eine, ihm tabuisierte Form sexueller Betätigung im öffentlichen Raum stößt.

        Manche Heteros mögen keine Schwule, manche Lesben keine hetero Männer etc.

    • @ sarahblogging
      Es mag sich komisch anhören, aber ich glaube, die meisten Menschen, sofern sie denn „Probleme“ mit Homosexuellen haben, haben diese Probleme wenn es um die Überzeichnung von Rollen geht. Wie du erwähnt hast, gibt es durchaus Homosexuelle, die einer solchen Überzeichnung nicht „bedürfen“, und ich wage einmal zu behaupten, dass diese Homosexuellen auch auf weniger Probleme stoßen.

      Das heißt jetzt natürlich nicht, dass ein solches, sehr oft auf heterosexuelle Männer wirkendes, „überzeichnetes“ Verhalten nicht angeboren sein kann. Ich wage aber zu behaupten, und dahingehend könnte man die Studie auch interpretieren, dass hier ein biologischer Anteil des Störempfindens liegt. Wie gesagt, ich glaube nicht, dass es an homophobem, ausgrenzendem Verhalten liegt, wenn Männer Probleme mit „realen“ Dragqueens haben, sondern eher am störenden, überzeichneten, teilweise angeborenen Rollenverhalten. (Vorausgesetzt natürlich, dieses Störempfinden führt nicht dazu zu diskriminieren etc.)

      Was meinst du?

  3. @Maren

    Zur Rubensfigur habe ich in dem Artikel ja was geschrieben. Es ist auch die Frage, ob Eva hier sexy sein soll.

    Der Afrikanische Lippenteller ist eine Überbetonung voller Lippen, die als sexuell attraktiv gelten. Die Überbetonung ist natürlich Kultur, das volle Lippen bei Frauen attraktiv sind aber nicht.

    Der japanische Lotusfuß ist eine Überbetonung zierlicher Frauenfüße. Zierliche Frauenfüße werden als sexy empfunden, weil sie unter dem Einfluss von weiblichen Östrogen entstehen. Frauen mit zierlichen Füßen sind auch ansonsten meist schöner:
    http://www.sueddeutsche.de/wissen/verhaltensbiologie-schoen-bis-auf-die-knochen-1.973826

    Die Wissenschaftler hatten bei 60 Studentinnen 16 verschiedene Eigenschaften des Skeletts gemessen und ins Verhältnis zur Körpergröße gesetzt. Anschließend wurden jeweils jene acht Frauen bestimmt, bei denen diese Merkmale überdurchschnittlich groß oder klein waren (…) So bewerteten die Männer das Bild der Frauen mit besonders zierlichen Füßen dreieinhalb Mal häufiger als attraktiver und zehnmal häufiger als weiblicher als jenes der Frauen mit besonders großen Füßen.

    Wohlgemerkt: Hier wurden die gemorphten Gesichter von Frauen mit besonders kleinen Füßen als attraktiver bewertet. Was damit die Füße zu einem Attraktivitätsmerkmal, dass die übrige Fitness voraussagt, macht. Weswegen sie sich für eine sexuelle Selektion anbieten.

    Diesen Effekt kann man dann künstlich überhöhen, was ungefähr auf die gleiche Weise geschieht wie ein Push-Up BH oder eine Brustoperation, nur in diesem Fall wesentlich grausamer für die betroffenen Frauen.

    Mit den Ringen ist es im Prinzip genauso: Betont wird der schlanke Hals, der auch sonst ein Attraktivitätsmerkmal ist und hier künstlich überhöht wird:
    http://www.focus.de/panorama/boulevard/gesellschaft-die-macht-der-schoenen_aid_153061.html

    Frauen gereichen zusätzlich zum Vorteil: schlanker Hals, große Augen, schmale Kiefer, volle Lippen, hohe Wangenknochen, geringe Distanz zwischen Nase und Kinn, ein Verhältnis zwischen Taillen- und Hüftumfang von etwa 0,7:1.
    (…) Der traditionelle Langhals der Burmesinnen und die Tellerlippen mancher afrikanischer Völker sind – so gesehen – kein Beweis gegen eine universelle Attraktivitätsnorm, sondern eine etwas brachiale Form der Kosmetik mit dem Ziel, weibliche Merkmale zu betonen. Und der Maler Rubens, von den „Schönheitsrelativisten“ zum Kronzeugen aufgerufen, hat nach Meinung von Kennern keineswegs hinreißende Frauen darstellen wollen, sondern, in womöglich kritischer Absicht, typische Landestöchter.

    • Ich würde sagen, das spricht drei Mechanismen an
      Auf Seite der Frauen;
      Geschlechtsidentität und kulturelle Identität
      und auf Seiten der Männer:
      Fetischismus

      Aus Sicht Patriarchat / Matriarchat muss man hier sagen, dass es in gewisser Weise auch ein Schutz vor Frauenraub ist. Einerseits Kennzeichnung andererseits auch Abschreckung, denn die anderen Männer konnten diesen Fetisch ja nicht von Kleinauf gleich mitentwickeln.

      Allerdings sollte man dabei vielleicht auch so fair sein, und klarstellen, dass es auch maskuline, kulturelle, künstlich hergestellte Merkmale gibt. Sie gehen oft einher mit Initationsriten.

      • @sarahblogging

        Fetisch ist da ein hartes Wort. Das könnte man dann auch auf heutige Lippenstifte oder hochhackige Schuhe anwenden. Es ist eben die Frage, ob die Frauen angefangen haben zu betonen und es sich dann langsam ausgeweitet hat oder ob es die Männer waren.

        Den Frauenraubgedanken und die Abgrenzung zu anderen Kulturen finde ich aber ganz interessant.

        Natürlich gibt es auch künstliche Merkmale bei Männern, zB Schmucknarben, Initationsriten die Härte zeigen, Beschneidungen, Knochen durch die Nase oder Lippe und was noch nicht alles.

        Viele Besonderheiten betreffen denke ich eher Frauen, weil bei Frauen Schönheit einen höheren Stellenwert hat.

      • > Das könnte man dann auch auf heutige Lippenstifte oder hochhackige Schuhe anwenden.

        Wer sagt denn, das die Annahme falsch ist? Frauen haben im Verhältnis zum Oberkörper kürzere Beine, hochhackige Schuhe wirken als in die „unfeminine“ Richtung 😉 Lippenstift erhöht natürlich den Kontrast und hebt damit tatsächlich Feminität hervor.

        Wir übersehen so schnell, wenn es um unsere eigene Kultur geht. Ich möchte mal Ohrlöcher und Penisbeschneidung als kulturelle Merkmale mit ähnlichem Charakter hervorheben.

    • Christian
      Mit Überbetonung liegst du gar nicht mal so weit von mir entfernt, ich würde es nur eher Pervertierung nennen.
      Wie isst eine Frau mit Tellerlippe?
      Was passiert wenn eine Kayah Frau ihren Halsschmuck ablegt?
      Wie joggt eine Frau mit Lotosfüßen?

      Genauso wie dort das natürliche Schönheitsideal so weit übertrieben wird, dass es Frauen einschränkt und sogar gefährdet, passiert es auch hier:

      • @Maren

        „Mit Überbetonung liegst du gar nicht mal so weit von mir entfernt, ich würde es nur eher Pervertierung nennen.“

        ich wollte mit „Überbetonung“ deutlich machen, dass das Merkmal meist in die Richtung weiter entwickelt wird, die als besonders sexy gilt. Eine Kultur, die Frauen größere Füße macht, um sie besser aussehen zu lassen gibt es meines Wissens nach nicht. (das ebenfalls perverse Brustbügeln ist ja ein bewußtes hässlicher machen, kein Schönheitsritual
        Pervers ist es natürlich auch in vielen Fällen.

        Zu den nachfolgenden Fragen, weil es mich gerade mal selbst interessiert hat (ohne die Praktik damit für gut befinden zu wollen)

        „Wie isst eine Frau mit Tellerlippe?“

        Ich meine man kann die Teller rausnehmen. Sie werden ja auch im Laufe der Zeit immer durch größere ersetzt.

        „Was passiert wenn eine Kayah Frau ihren Halsschmuck ablegt?“
        http://en.wikipedia.org/wiki/Kayan_Lahwi

        Contrary to popular belief, the neck is not actually lengthened; the illusion of a stretched neck is created by the deformation of the clavicle.

        Es wird also das Schlüsselbein verformt. Der Hals an sich bleibt stabil.

        Many women have removed the rings for medical examinations. Most women prefer to wear the rings once their necks are elongated, as their necks and collar bones are often bruised and discolored from being hidden behind brass for so long. Additionally, the collar feels like an integral part of the body after ten or more years of continuous wear.
        In 2006, some of the younger women in Mae Hong Son started to remove their rings either to give them the opportunity to continue their education, or in protest against the exploitation of their culture and the restrictions that came with it. In late 2008, most of the young women who entered the refugee camp removed their rings. One woman who wore the rings for over 40 years also removed her rings. The women report temporary discomfort which faded after three days. The discoloration is more persistent.

        „Wie joggt eine Frau mit Lotosfüßen?“

        Gar nicht. Sie läßt joggen.
        http://de.wikipedia.org/wiki/Lotosfu%C3%9F

        Frauen mit Lotosfüßen waren meist nicht mehr in der Lage, sich ohne fremde Hilfe weitere Strecken fortzubewegen. Zu dieser Zeit galt es gar als unschicklich für eine wohlhabende Frau, das Haus zu verlassen. Die reichen Frauen ließen sich sowieso in einer Sänfte tragen, die von allen Seiten verhängt war. Mit der Zeit verband sich das Schönheitsideal kleiner Füße mit der Tugend, das Haus nicht zu verlassen, so dass das Füßebinden in den oberen Bevölkerungsschichten allgemein üblich und zum Zeichen von Wohlstand wurde.
        Lediglich die Töchter ärmerer Familien aus der Landwirtschaft bekamen die Füße in der Regel nicht abgebunden, da sie bei der Feldarbeit benötigt wurden.

        „Genauso wie dort das natürliche Schönheitsideal so weit übertrieben wird, dass es Frauen einschränkt und sogar gefährdet, passiert es auch hier:“

        Wobei man mit dem heutigen Schönheitsideal nicht magersüchtig sein muss. Im Gegenteil, man kann sehr gesund und sportlich leben und die Form seines Lebens haben. Das zu dünne wird auch seltener bei Frauen eingesetzt, die Männer erotisch finden sollen, sondern eher bei Präsentationen für Frauen. Pornodarstellerinnen, Unterwäschemodels, Playmates und als sehr sexy wahrgenommen Schauspielerinnen haben meist keinen BMI von unter 15 sondern eher von 17 aufwärts.

        Magersucht und extrem niedriges Gewicht gilt ja bei den allermeisten Männern nicht als sexy. Der Frau in dem von dir verlinkten Bild würden wohl die meisten Männer raten, mehr zu essen. Ich hatte ja in anderen Artikeln schon einmal diverse BMIs von schönen Frauen aufgelistet.

  4. Penisbeschneidung!!!
    Wie nett man Genitalverstümmelung doch Umschreiben kann.
    Da müssen wir uns auch nicht damit auseinandersetzen, das die männchen auch eingeschränkt sein können. Die können wir wieder einfach vergessen zu erwähnen oder auslachen.

  5. @ sarahblogging

    Ich habe mir jetzt doch noch beide Videos angesehen (im Grunde interessieren mich Minderheitenprobleme nur in dem Maße, wie sie Minderheiten sind, also randständig).

    Der Fotograf zeigt ein reines, weibliches Bewegungs-, Verhaltens-, Reaktionsmuster.
    Da hat man in der Tat den Verdacht, dass eine weibliches „Programm“ einen eher männlichen Phänotyp steuert: entweder ein sehr, sehr weiblicher Mann oder tatsächlich ein Intersex-Mensch oder transsexuell.

    Aber auch bei Florian sehe ich echte, stark weibliche Anteile/Bewegungsmuster (wie er automatisch die Hüfte ausfährt z.B., ganz abgesehen von den eher zarten, eher weiblichen Gesichtszügen – schmales Kinn z.B., die er nicht „spielen“ kann, die er HAT).

    Eher weibliche Eigenarten, die er allerdings ausstellt, prononciert überspielt, betont, jedoch auch nicht mehr als ein Boxenluder, das seine echte Weiblichkeit überzeichnend ausspielt bis hin zur Kariakatur.

    Das Überspielen des weiblichen Repertoires bei Florian rechtfertigt also in meinen Augen nicht, ihm „echte“, natürliche, angeborene übergroße (für einen normalen Mann) weibliche Anteile abzusprechen.

    Ich sehe sie bei ihm als vorhanden an, insofern ist auch er „glaubwürdig“.

    Wie ja jeder Mensch echte weibliche und männliche Anteile in sich trägt in je unterschiedlichem Mischungsverhältnis.

    Nur ist eben die natürliche Steuerung so angelegt, dass sie im Endergebnis regelgerecht vorrangig männlich disponierte Wesen erzeugt = normale Männer = die große Meheheit der Männer und vorrangig weiblich disponierte Wesen = normale Frauen = die große Mehrheit der Frauen, erzeugt als Angehörige zweier distinkter Gruppen, die sich in ihren Gruppendurchschnitten unterscheiden.

    Insofern ist die Verdächtigung, Florian spiele Weiblichkeit nur, müßig.

    Die zahlreichen Störeinflüsse, die wirksam werden können auf ganz verschiedenenn Ebenen des komplizierten Entwicklungsganges, an dessen Ende ein Mann bzw. eine Frau stehen (normalerweise) sorgen nun mal für jede Menge natürlicher Zwischenformen: eher „männliche“ Frauen, die homo-oder heterosexuell sein können, eher „weibliche“ Männer, die homo- oder heterosexuell sein können, eher „männliche“ Männer, die homo-oder heterosexuell sein können, eher „weibliche“ Frauen, die homo-oder heterosexuell sein können.

    Läuft die Entwicklung „normal“, ist das Ergebnis aber ein normaler männlicher, heterosexueller Mann und eine normale heterosexuelle weibliche Frau, ca. 90 % der Bevölkerung.

    Und dieses Ergebnis ist nicht Folge einer kulturellen Zwangsheterosexualität, die überwindbar wäre, die einen „poymorph perversen“ Organismus daraufhin einnormiert, sondern Folge eines natürlich abgesicherten Entwicklungsganges mit voreingestelltem Ergebnis, das nur nicht immer erreicht wird aufgrund der vielen Störeinflüsse, die nicht zu 100 % ausschaltbar sind.

  6. „Aber auch bei Florian sehe ich echte, stark weibliche Anteile/Bewegungsmuster (wie er automatisch die Hüfte ausfährt z.B., ganz abgesehen von den eher zarten, eher weiblichen Gesichtszügen – schmales Kinn z.B., die er nicht „spielen“ kann, die er HAT).“

    Was meinen Sie mit „wie er automatisch die Hüfte ausfährt“?

    Zu den weiblichen Anteilen im Gesicht: A: Ist Florian Stöhr bekennender Anhänger der plastischen Chirurgie, B: haben Sie als Mann wenig Ahnung davon, was man mit Schminke alles machen kann.
    Muss also nix heißen.

  7. @ Maren
    *Was meinen Sie mit „wie er automatisch die Hüfte ausfährt“?*

    Der betont geschmeidige Hüftschwung, insbesondere beim Einnehmen einer Standhaltung (Standbein-Spielbein > das „Auskippen“ der Hüfte zur Seite, Männer stehen sehr viel lotrechter, „statischer“, weniger „kurvig“).

    Dazu ein ganzes Repertoire weiblicher Signale: Lebhaftigkeit der Mimik, kleine Drehungen, Wendungen, Kippungen des Kopfes, lebhafte Augensprache, „Wimpernklimpern“ etc., in dieser Fülle sehr glaubwürdig und sicher, wenn überhaupt, in dieser Dichte nur schwer erlernbar.

    *Ist Florian Stöhr bekennender Anhänger der plastischen Chirurgie, B: haben Sie als Mann wenig Ahnung davon, was man mit Schminke alles machen kann.*

    Die Partien, die ich meine (Kinn, Kieferwinkel) sind mit Make Up nicht wesentlich beeinflussbar und auch mit plastischer Chirurgie nur sehr eingreifend-aufwändig zu „verweiblichen“, wenn überhaupt.

    Zudem sind in dem Film Kinderbilder zu sehen, die zeigen, dass schon das Bübchen das zart-spitz zulaufende weibliche Kinn hatte, das er heute zeigt, das ist bei ihm also angelegt (zum Vergleich: Alice Schwarzer hat ein ausgesprochen männliches Mahlwerk, nicht nur ihre Fingerratio spricht für einen männlichen Typus, auch ihr Gesicht).

  8. Hier ist der gute Flori ungeschminkt. Stellen Sie sich noch ungezupfte Augenbrauen vor, und sie haben einen jungen Mann kurz nach der Pubertät, wie es tausende gibt.

    Zum Hüftschwingen würde mich ja interessieren, wie er ohne hohe Absätze läuft. Haben Sie schon mal welche getragen, schon mal in welchen gestanden?

    Gerade diese Fülle an femininem Habitus ist es ja, die das ganze unnatürlich macht. Ich weiß ja nicht, was für Frauen sie so kennen, aber ich habe das in der Form bisher nur bei Dragqueens und schwulen Männern gesehen, und dann auch nie privat. Da ist dann das höchste der Gefühle mal ein Handwedeln.

    Und die Kinderbilder überzeugen mich auch nicht, da schätzungsweise 80% aller vorpubertären Jungen so ein Kinn haben. Das würde sogar mit Christians Theorie übereinstimmen, da Testosteron größtenteils erst in der Pubertät ausgeschüttet wird.

  9. Ich würde hier im Allgemeinen Maren folgen. Außerdem finde ich persönlich es schade, wenn man hier berechtigte Interessen von Transsexuellen mit Kapitalismus vermischt. So wird man als Außenstehender dazu verleitet, Florian als dekatenten Dandy wahrzunehmen und somit seine ev. berechtigten Interessen abzuwerten. Als Unwissender würde man wohl eher einen „reichen Spinner“, als einen belasteten jungen Mann sehen.

    Ich finde, Florian tut mit dieser zur Schau Stellung den TS-Menschen keinen Gefallen, was ich schade finde. Ich persönlich, soviel ich über TS zu wissen glaube, bin auch der Meinung, dass Florian wohl eher kein TS ist.

  10. Pingback: Sexuelle Orientierung und Neurokognitive Eigenschaften | Alles Evolution

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