Wochenarbeitsstunden: Unterschiede Männer Frauen

Eine interessanter Bericht beleuchtet die Stunden, die verschiedene Personen mit Erwerbsarbeit verbringen. Deutlich wird, dass auch hier ein Geschlechterunterschied vorhanden ist:

Auch Alter und Geschlecht der Befragten spielten bei der Wochenarbeitszeit eine Rolle. So hatten Frauen mit 4,2 Prozent deutlich seltener überlange Arbeitszeiten als Männer (14,8 Prozent). Das sei teilweise dem Umstand geschuldet, dass Frauen seltener Führungspositionen bekleideten, hieß es. Allerdings arbeiteten Frauen in Führungspositionen ebenfalls deutlich seltener überlang (25,1 Prozent), als ihre männlichen Kollegen in der Führungsebene (44,2 Prozent).

Zu Managerarbeitsstunden dann in einem anderen Bericht das Folgende:

Vier von fünf deutschen Managern arbeiten mehr als 50 Stunden pro Woche. Unter dem Stress leiden vor allem Gesundheit und Partnerschaft.

So das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Unternehmensberatung Kienbaum. Demnach steigt das Arbeitspensum mit dem Einkommen. Die Hälfte der befragten Führungskräfte mit einem Jahresgehalt von mehr als 200 000 Euro habe eine 60- bis 70-Stunden-Woche.

96 Prozent der deutschen Teilnehmer arbeiteten auch am Wochenende, hieß es weiter. 85 Prozent stellten eine deutliche Zunahme der Arbeitsbelastung in den vergangenen fünf Jahren fest. Jedoch betonten 95 Prozent, dass ihnen der Job Spaß mache. Leistungsorientierte Führungskräfte würden stark durch Eigenmotivation angetrieben. Auch ein durch extreme Leistung erreichter „Adrenalinkick“ motiviere Top-Manager.

Nimmt man dies zusammen scheint die Bereitschaft zu einem hohen zeitlichen Einsatz durchaus einer der bestimmenden Faktoren zu sein. Dies scheinen von den Frauen weitaus weniger erbringen zu wollen. Es sind bereits insgesamt 3,5 mal mehr Männer bereit dazu und bei Führungspositionen sind etwa doppelt so viele Männer bereit lange Arbeitszeiten hinzunehmen. Es wäre interessant, wie sich diese Prozentzahl in dem im zweiten Bericht angesprochenen Bereich der sehr gut bezahlten Jobs und darüber hinaus noch verändert. Die Studie oben spricht ja bereits von vier von fünf Managern mit einer Arbeitszeit von über 50 Stunden. Zumal bei Männern mit Führungspositionen auch die Zufriedenheit höher war als bei Frauen.

Dem gegenübergestellt einmal die neusten Ausführungen der Mädchenmannschaft (Magda) zur Frauenquote:

Eine Männerquote von 98% in den deutschen Vorständen könnte keine der Ministerinnen plausibel erklären, ohne über die Strukturen des Arbeitsmarktes, Diskriminierung, Sexismus und nicht zuletzt das verlässliche Old Boys Network zu sprechen. Aber das wäre ja unbequem. Dann würde es ja nicht mehr nur um Quoten gehen. Dann müssten wir uns gesamtgesellschaftlich die Frage stellen, ob wir so leben und arbeiten wollen. 50 – 60 Stunden die Woche unter Erfolgsdruck schuften? Familienfeindliche Strukturen? Eine nach einer männlichen Erwerbsbiographie ausgelegten Arbeitswelt? Nicht sehr attraktiv, mit oder ohne Quote.

Hier spricht Magda selbst an, dass auch sie die Bereitschaft zu hohen Wochenarbeitsstunden und Arbeiten unter Druck bei Frauen geringer einschätzt. Das allerdings darf nach ihrer Meinung wohl keine Auswirkungen haben. Man muss einfach die Arbeitsvorgänge ändern, damit sie Frauen besser gefallen.

Wie man das machen will wäre die andere Frage. Ein Arbeitsverbot, eine gesetzliche Beschränkung der Arbeitszeit? Ich würde es nicht für verfassungsgemäß halten. Doppelt so viele Männer, die bereit sind lange Arbeitszeiten in Kauf zu nehmen, bedeutet übrigens bereits ein Verhältnis von 33% Frauen zu 66% Männern. Da sind dann die unpassenden Studiengänge, Babypausen, Altersstrukturen etc. noch nicht einmal eingerechnet.

Es scheint mir in die gleiche Richtung zu gehen, wie die Haltung in dem Artikel „Was Unternehmen machen müssen um Frauen auch gegen ihren Willen zu befördern„.

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36 Gedanken zu “Wochenarbeitsstunden: Unterschiede Männer Frauen

  1. Es ist ja auch interessant, dass diese teilweise mehrbezahlten Überstunden dann auf die normale Wochenarbeitszeit umgerechnet werden, und damit, wieder eine Diskriminierung gegenüber Frauen postuliert wird.

    So erscheint es, als ob der Mann für gleiche Tätigkeit pro Stunde mehr verdient als Frau. Ausgeklammert wird allerdings, dass der Mann in der Regel die Überstunden und/oder Nacht-, Wochenendschichten ableistet.

    So kommen diese Berechnungen dann zustande. Nix mit gender gap.

    Des Weiteren würde ich auch die oftmals gehörte Behauptung, dass Frauen außerhalb des Berufslebens wesentlich mehr für die Gesellschaft beitragen, so! zurückweisen. Stellt man die Tätigkeiten in Vereinen, welche als gemeinnützig oder gesellschaftsrelevant eingestuft werden, den Geschlechtern gegenüber, dann bin ich mir nicht sicher, inwieweit Männer hier (Feuerwehren, etc. ) schlechter abschneiden.

    Alles in allem, weibliches Trotzverhalten (ich habe eine jüngere Schwester, die verhielt sich nicht anders). Um mehr zu verdienen, muss man(n) in der Regel mehr leisten, da Frau mehr verdienen will ohne mehr zu leisten, ist Frau angewiesen darauf, die Regeln zu verändern.

    Es ist, wie es immer war. Männer schaffen die Realitäten, in die Frauen dann – wo es ihnen gerade passt – mittels Quoten eindringen wollen. Man will ja auch einen Teil vom Kuchen abbekommen. Auch schön zu sehen bei Arnes Artikel zur wikipedia.

  2. „Es ist ja auch interessant, dass diese teilweise mehrbezahlten Überstunden dann auf die normale Wochenarbeitszeit umgerechnet werden, und damit, wieder eine Diskriminierung gegenüber Frauen postuliert wird.“

    Bei diesen Gehaltskategorien werden üblicherweise keine Überstunden mehr bezahlt, deswegen tauchen die dann auch in keiner Statistik auf. Was in der Tat den Abstand noch vergrößert.

    Zu den sozialen Freizeittätigkeit der Frauen: Keine Ahnung wer mehr macht. Allerdings muss man ja auch Gegenrechnen, dass eine klassische Hausfrau deutlich mehr zeit hat, wenn die Kinder erst einmal aus dem Haus sind und Frauen auch lange Zeit früher in Rente gingen.
    Zu unbezahlter Arbeit in der Familie hatte ich auch mal was geschrieben:
    https://allesevolution.wordpress.com/2010/09/03/unbezahlte-arbeit-in-der-familie/

    • Ja, das stimmt. Ich bezog mich auch generell auf die Berechnungen zum Gender Gap. In Österreich wurde ja zusätzlich darauf verwiesen, dass selbständige Frauen deutlich weniger verdienten.

      Vielleicht sind dann die KonsumentInnen frauenfeindlich und man führt eine Absatzquote für Selbständige ein.

      • Ich hätte da schon eine Idee. Wenn der durchschnittliche männliche Versicherungsvertreter 1600 Euro verdient, und die durchschnittliche Vertreterin nur 1200 Euro, dann soll dann auch der Staat für die Differenz aufkommen. Wären es 2000 Euro, dann halt eine Aufstockung auf 2000 Euro.

  3. Interessant finde ich vor allem, dass fast nur von den Vortsandsetagen von Unternehmen die Rede ist. Wieviel Prozent der Männer sitzen denn in solchen Vorständen und verdienen entprechend?

    Dass sich grade die CDU da jetzt so stark macht, zeigt, dass es jedenfalls nicht um die Beseitgung von sozialer Ungleichheit. Es geht darum, dass in Zukunft, genausoviele reiche Frauen wie reiche Männer in den Vorständen sitzen. Und irgendwann werden genausoviele reiche Muslime, Schwule usw. dort sitzen. Was die Putzfrauen und Kassiererinnen verdienen bleibt davon unberührt.

    Solche Quoten dienen nicht der Reduzierung von ungleicher Einkommensverteilung, sondern ihrer Legitimierung. Wenn niemand mehr arm ist, weil er diskriminiert ist, wenn alle Diskriminierung durch Quoten bekämpft wird, dann gibt es eigentlich keinen Grund mehr, soziale Ungerechtigkeiten zu kritisieren.

  4. Die Quote wird kommen, der Geschlechterplanwirtschaft der privilegierten Damen wird kommen und was wird passieren?

    Die quotierten Bereiche werden an Ansehen und damit Status verlieren, Männer werden sich darum nicht mehr so stark bemühen, dorthin vorzudringen, das Kompetetitionsklima in diesen Bereichen wird milder, frauenfreundlicher, das Leistungsniveau, dessen Höhe ja nicht selbstverständlich ist, sondern durch Wettbewerbsverhalten erzwungen, wird sinken.

    Das Schiff wird absaufen, wie gehabt.

    Und Frauen werden wieder einmal Anlass haben, dem Rätsel hinterherzuspüren, warum alle Bereiche, die sie „erobern“, an Bedeutung verlieren und sie werden wieder zu dem Schluss kommen: „Weil die Männer so böse sind und nicht erkennen wollen/können, dass wir tatsächlich genau so gut sind, wie wir selbst uns einschätzen! Wir müssen sie umerziehen, damit sie das endlich auch wahrnehmen!“

    „Liebling, sehe ich in dieser Hose fett aus?“

    „Äh,…, ja also…., nein, Liebling. Du siehst toll aus.“

    • @Roslin

      Eine Tätigkeit, bei der man 200.000 Euro verdienen kann, wird in nächster Zeit sicherlich immer interessant für Männer sein.

      Vieles wird davon abhängen, wie die Regelung eigentlich aussieht. Beim Aufsichtsrat ist es sicherlich noch etwas anderes als im Managment an sich.

      Vielleicht muss man sich die Zahlen aus Norwegen noch einmal genau anschauen.

      • @ Christian

        Du vergisst eines: Wenn ein „Leistungsträger“, einer, der die Begabung und die Motivation mitbringt, sich eine solche 200000’er-Tätigkeit zuzutrauen (die Leiute können sich übrigens in der Regel ganz gut einschätzen), dann wird der doch nicht in eine Struktur einsteigen und sich dort 150 % reinhängen, in der die Quotensänfte regiert.

        Was glaubst Du, warum in den letzten Jahren so viele Männer leichten Herzens ihre politischen Spitzenämter aufgeben und dem Bereich den Rücken kehren?

        Die Politik ist bereits durchquotiert.

        Ein solcher Mann muss ja damit rechnen, wenn er jung ist, Einsteiger, im Laufe seines Aufstiegskampfes immer wieder erleben zu müssen, dass er, als Mann auf die Ochsentour verwiesen, von Damen in der Quotensänfte überholt wird.

        Was glaubst Du, wie motivierend das wirkt?

        Der Gute wird abwandern, wenn er jung genug ist, dorthin, wo keine Quotensänften regieren.
        Der Kampf um die besten Köpfe hat weltweit längst begonnen und Europa ist bereits jetzt , was das anlangt, miserabel aufgestellt.

        Die Männer, die in solchermaßen planbewirtschafteten Strukturen drin stecken, werden zunehmend Dienst nach Vorschrift machen, innerlich kündigen, einer Vorgesetzten, die sie für eine Quothilde halten müssen, gerade dann, wenn’s schwierig wird, die Solidarität verweigern und viele frustrierte Männer werden mit Quote Gründe finden, ihre weiblichen Vorgesetzten für Quothilden zu halten, selbst wenn die es gar nicht verdienen.

        Hier wird ein schleichender Prozess des Leistungsverfalles eingeleitet, wie er allen „frauenfreundlichen“, wettbewerbsreduzierten Systemen eignet.

        Darum gibt es keinen überlebensfähigen Sozialismus.
        Darum gibt es keine hochkulturell erfolgreichen Matriarchate.

        Wer diese Art frauenprivilegerender Günstlingswirtschaft wählt, wählt den Niedergang.

      • @Roslin

        „Du vergisst eines: Wenn ein „Leistungsträger“, einer, der die Begabung und die Motivation mitbringt, sich eine solche 200000′er-Tätigkeit zuzutrauen (die Leiute können sich übrigens in der Regel ganz gut einschätzen), dann wird der doch nicht in eine Struktur einsteigen und sich dort 150 % reinhängen, in der die Quotensänfte regiert.“

        Immer eine Frage der Ausgestaltung. Die Firma muss ja nach wie vor ihre Leistungen erbringen. Die Abteilungen, in denen man die passenden leute braucht, werden weiterhin mit Leuten versehen werden, die Überstunden machen wollen. Da wird auch weiterhin Konkurrenzkampf herrschen. In Bereichen, in denen es mehr um Personalverwaltung geht als um Unternehmungsentscheidungen wird man dann eben mehr Vereinbarkeit mit dem Beruf ermöglichen.

        „Was glaubst Du, warum in den letzten Jahren so viele Männer leichten Herzens ihre politischen Spitzenämter aufgeben und dem Bereich den Rücken kehren?“

        Haben sie? Wenn du da Schröder und Co vor Augen hast, dann würde ich sagen, weil sie in der Wirtschaft ihre politischen Beziehungen versilbern. Es sind ja üblicherweise Leute, die bereits „durch“ sind.

        „Ein solcher Mann muss ja damit rechnen, wenn er jung ist, Einsteiger, im Laufe seines Aufstiegskampfes immer wieder erleben zu müssen, dass er, als Mann auf die Ochsentour verwiesen, von Damen in der Quotensänfte überholt wird.“

        Ja, das habe ich auch schon aus bestimmten Bereichen gehört. Gerade im öffentlichen Dienst haben sich einige wieder entschieden in die Privatwirtschaft zu gehen, weil dort überall an internen Frauenquoten gearbeitet wird. Das ist ja auch ein Faktor, den man mit einrechnen muss. Viele sehr gute Frauen gehen eher in den öffentlichen Dienst, weil dort weniger Wettbwerb herrscht und Erziehungszeiten unproblematisch genommen werden können. Die bekommt man dann auch nicht einfach so in die Wirtschaft.

        „Der Gute wird abwandern, wenn er jung genug ist, dorthin, wo keine Quotensänften regieren. Der Kampf um die besten Köpfe hat weltweit längst begonnen und Europa ist bereits jetzt , was das anlangt, miserabel aufgestellt.“

        Wenn die Europaweite Quote kommt ja dann nicht mehr.

        „Die Männer, die in solchermaßen planbewirtschafteten Strukturen drin stecken, werden zunehmend Dienst nach Vorschrift machen, innerlich kündigen, einer Vorgesetzten, die sie für eine Quothilde halten müssen, gerade dann, wenn’s schwierig wird, die Solidarität verweigern und viele frustrierte Männer werden mit Quote Gründe finden, ihre weiblichen Vorgesetzten für Quothilden zu halten, selbst wenn die es gar nicht verdienen.“

        Dann müssen sie eben Frauen finden, die die Fähigkeiten haben und bereit sind sich einzusetzen. Zur Not im Ausland.

        „Hier wird ein schleichender Prozess des Leistungsverfalles eingeleitet, wie er allen „frauenfreundlichen“, wettbewerbsreduzierten Systemen eignet.“

        Oder wir werden ähnlich wie in Norwegen weniger Aktiengesellschaften haben und mehr GmbHs.
        Eine andere Frage wäre natürlich die Verfassungsmäßigkeit. Ich habe zwar eher Bedenken, dass das Bundesverfassungsgericht ein so heißes Eisen anfässt, aber wenn es fair verhandelt würde wäre es ein schöner Prozess. Wäre ja nicht schlecht, wenn man die verschiedenen Argumente und die gutachterlichen Stellungnahmen dazu hätte.

      • > Oder wir werden ähnlich wie in Norwegen weniger Aktiengesellschaften haben und mehr GmbHs.

        Ist das eine Folge der dortigen Massnahmen? Das sehe ich sehr positiv. Aber ohne weiteren Kontext kann ich das im Prinzip auch nicht einschätzen.

  5. „“Familienfeindliche Strukturen? Eine nach einer männlichen Erwerbsbiographie ausgelegten Arbeitswelt? Nicht sehr attraktiv, mit oder ohne Quote.““

    Diese Strukturen sind nicht nach männlichen Erwerbsbiografien konzipiert, sondern männliche Erwerbsbiografien sind Folge dieser Strukturen, die dem Primat der Ökonomie unterworfen sind.

    Ursache und Wirkung werden einfach mal so vertauscht. Auch ein Mann ist in der Regel nicht versessen darauf, Überstunden bis zum Abwinken zu leisten, ausser es ist da ein starkes Motiv, sprich Einkommen und Status. Das hätten die Damen auch gerne, aber bitte frauengerecht, sprich ohne die Überstunden, wenn möglich DAX-Vorstand in Teilzeit mit reichlich work-life balance in einem frauengerechten Arbeitsumfeld, wo sich alle lieb haben und Probleme nicht da sind, um gelöst zu werden, sondern um darüber zu sprechen. Eine Art Wohlfühloase mit Dreiwettertaft, und die Frisur hält !!

    Interessant auch: In Afghanistan, bei der Bundeswehr, konnte nach wie vor kein frauengerechtes Umfeld geschaffen werden. Zwar wurde der Umgangston netter, aber es ist nicht bekannt, ob dies bei den Taliban Eindruck hinterlässt.

    http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/an-der-waffe-nicht-gleichberechtigt/

  6. würde es nicht nahe liegen, diesen Quatsch mit der hohen _Präsenz_arbeitszeit zu hinterfragen?
    Wer länger arbeiten muss, ist einfach nicht effektiv genug – außerdem nehme ich das mit den 60-Stunden nicht ab; da werden Essenspausen und Taxifahrten einfach mal auch mitberechnet…

    in Schweden scheint das Verringern der Arbeitszeiten auch zu klappen, ohne Arbeitsverbote

    • @kluedicke

      Essenspausen und Taxifahrten müssen ja auch erledigt werden und würden auch von einer „normalen“ Arbeitszeit abgehen.

      Eine 60+ Stundenwoche kann man durchaus machen. Es gibt ja genug, die erst dann richtig aufleben, wenn sie sich die ganze Zeit gefordert werden.

      Zudem muss man auch nicht unbedingt die ganze Zeit bei 100% sein. Es gibt genug Kleinkram, den man trotzdem wegschaffen muss und es gibt auch genug zeitaufwendige Tätigkeiten, die man zwar durchführen muss, aber die nicht 100% fordern aber der Vorbereitung dienen. Beispielsweise das Einlesen in eine Projekt, bei dem man die Fakten vorsortiert und die Problemstellen zusammenstellt.
      Oder eben Besprechungen, bei denen man einfach mal lang und breit über die verschiedenen Punkte diskutiert. Könnte man straffen klar, aber das so etwas lange dauern kann ist dann eben wieder menschlich und dient häufig genug auch der Betrachtung aus allen möglichen Punkten.
      Hinzukommen Deadlines, die evtl. bei größeren Projekten einzuhalten sind und bei denen man gar keine andere Wahl hat als Überstunden zu machen, weil die Zeit knapp wird.

      Wie sind denn die Arbeitszeiten im Management in Schweden? gibt es da Zahlen drüber?

  7. @Peter Bosshard

    „Diese Strukturen sind nicht nach männlichen Erwerbsbiografien konzipiert, sondern männliche Erwerbsbiografien sind Folge dieser Strukturen, die dem Primat der Ökonomie unterworfen sind.“

    Ich halte es auch im wesentlichen für eine Ausrede oder zumindest für eine Verkennung der tatsächlichen Umstände hier mit männlich und weiblich zu argumentieren. Letztendlich ist es nicht das männliche System, sondern das System, das sich im Wettbewerb bewährt hat.

    „In Afghanistan, bei der Bundeswehr, konnte nach wie vor kein frauengerechtes Umfeld geschaffen werden. “

    hehe. Ja, vielleicht sollte man die Taliban anhalten familienfreundlichere Kampfzeiten abzusprechen.

  8. Von Alexander Roslin:
    Zitat:“Die Quote wird kommen, der Geschlechterplanwirtschaft der privilegierten Damen wird kommen und was wird passieren?“

    Genau das, und noch ein dutzend weiterer Privilegien dazu. Und die Menschen werden sich daran gewöhnen und es irgendwann als normal ansehen.

    In Norwegen ist das Schiff wegen der Quote dort schon in Seenot, ich glaube die New York Times hatte kürzlich einen entsprechenden Bericht dazu gebracht.

    Überdies finde ich Unabhängig von den Auswirkungen der Quotenregelung in der Zukunft, das Wertesystem das dahinter steckt pervers. Wird hier nicht auch die Arbeitsleistung der Männer für Volk und Familie niedergemacht. Eine Arbeitsleistung von deren Wohlstand die Frauen (auch die aus der Mädchenmannschaft) heute profitieren. Und eine Arbeitsleistung die über Jahrzehnte in den von den Männern aufgebauten Firmen erbracht wurde, in dessen Nest sich die „starken“ Frauen jetzt binnen weniger Jahre mit Tonnen Puderzucker im Ars… setzen wollen.

    Was das „Eine nach einer männlichen Erwerbsbiographie ausgelegten Arbeitswelt“ angeht, läuft das wieder nach dem Motto
    der Mann darf nach des weibes Pfeife tanzen. Von einem fairen Ausgleich der Geschlechter keine Spur.

    • @ schatten_rabe

      *In Norwegen ist das Schiff wegen der Quote dort schon in Seenot, ich glaube die New York Times hatte kürzlich einen entsprechenden Bericht dazu gebracht.*

      Etwa die Hälfte der norwegischen Firmen ist der Quote ausgewichen und hat die Rechtsform geändert,

      Die andere Hälfte wollte Frauen einstellen und fand nicht genügend Norwegerinnen, darum musste man aus dem Ausland „zukaufen“.

      Trotzdem sitzen nun 70 Frauen auf 300 Aufsichtsratsmandaten.

      Aber die Quotierung der Aufsichtsräte ist ja nicht so schlimm, schlimm genug, aber nicht so schlimm.
      Aufsichtsräte sind zum guten Teil „Austragshäusl“ für altgediente, verdiente Mitarbeiter, Erfolgsprämien für langjährige Mitarbeit, durchaus auch operativ wichtig, weil die alten Hasen über Marktkenntnis und Verbindungen verfügen, die der Firma zu erhalten wichtig sein kann, aber nicht unbedingt entscheidend.

      Operativ interessant sind die Vorstände, die mit dem nächsten Schritt der Einführung der feministischen Genderplanwirtschaft quotiert werden.

      Das Schlimme: der Verlust an Strebsamkeit unter den Männern, das Absinken der Leistungskraft und – fähigkeit des Systems wird SCHLEICHEND erfolgen, man wird sich noch lange Zeit in die Tasche lügen können bis es endgültig zu spät sein wird.

      Wir überbrücken doch unsere Lebenslügen bereits seit 40 Jahren mit Schulden, Schulden und immer noch mehr Schulden.

      Norwegen muss sich ohnehin keine Sorgen machen. Norwegen ist ein Ölscheichtum und kann wie die im Nahen Osten noch Jahrzehnte Urlaub von der Realität des harten Wettbewerbes machen und trotzdem Massenwohlstand garantieren.

      Wir können das nicht.

      Wir haben nur das an Verdienst, was wir auf den Weltmärkten von unseren Produkten anbieten und teuer verkaufen können.
      Und was wir anbieten, das können bald auch die Chinesen anbieten.

      Nur sehr viel billiger.

      Man wird uns ja nicht unsere dann überteuerten Produkte abkaufen, nur weil wir der nette Anbieter mit den vielen glücklichen sympathischen Frauen im Vorstand sind.

      Die Kunden werden uns was husten und beim billigen Chinesen kaufen.

  9. @ Christian

    *Immer eine Frage der Ausgestaltung. Die Firma muss ja nach wie vor ihre Leistungen erbringen. Die Abteilungen, in denen man die passenden leute braucht, werden weiterhin mit Leuten versehen werden, die Überstunden machen wollen. *

    Das führte doch aber wieder zu einer Segregation: auf der einen Seite die konkurrenzbetonten „Männerbereiche“, die die Leistungsmotoren der Firma sein würden – wer dort arbeitete, gehörte zur anesehenen Firmenelite – und die „Quotenabteilungen“ der FrühstückdirektorInnen.

    Frauen würden sich also bald wieder benachteiligt und ausgegrenzt fühlen.
    Frauen, die etwas auf sich halten, würden sich bemühen, dort, wo die Männer 60, 70, 80 h – Wochen klopfen, hineinzukommen (ja, die gibt es tatsächlich, solche Menschen, die das aushalten, sehr viel mehr Männer als Frauen, Menschen, die regelrecht aufblühen unter diesem Druck, ich hab‘ sie erlebt, ich hab’s nicht ausgehalten, bin darüber depressiv geworden, aber es gibt die, die das gerne aushalten und von deren Leistungskraft ALLE profitieren) und einige wenige werden es schaffen, das Tempo und den Stress mitzugehen.

    Die Mehrzahl wird das nicht wollen/können, wird dann auch wieder Quoten für die Leistungsträgerbereiche erjammern, weil man doch böse diskriminiert wird usw., usw., usw., bis das ganze System leistungsmäßig auf Mittelmaß heruntergedimmt wurde.

    Zum Schaden aller.

    *Gerade im öffentlichen Dienst haben sich einige wieder entschieden in die Privatwirtschaft zu gehen, weil dort überall an internen Frauenquoten gearbeitet wird. Das ist ja auch ein Faktor, den man mit einrechnen muss. Viele sehr gute Frauen gehen eher in den öffentlichen Dienst, weil dort weniger Wettbwerb herrscht…*

    Was glaubst Du, wer effektiver, leistungsfähiger, ressourcenschonender arbeitet, der ÖD oder die Privatwirtschaft?

    Ich nehme an, die Privatwirtschaft, von deren Erträgen der ÖD finaziert wird.

    Nicht umgekehrt.

    Der ÖD ist meiner Ansicht nach völlig überbesetzt, ineffektiv und überbezahlt, der Hauptgrund für die wachsende Schuldenlast der letzten 40 Jahre, ein Wasserkopf, der wenig leistet, viel kostet, unter dessen Last wir zusammenbrechen werden.

    Wie das aussieht, kann man in Griechenland und bald auch in einigen Bundesstaaten der USA beobachten.

    60 % der neugeschaffenen Arbeitsplätze seit 1970 entstanden im subventiionierten ÖD, der sich nicht selbst trägt, der sein Geld nicht selbst verdienen muss, sondern es vom Steuerzahler mit Macht eintreiben kann, erplündert, 60 % dieser Arbeitsplätze gingen an Frauen.

    Was heißt das?

    Wir simulieren die ökonomische Unabhängigkeit der Frau.

    Papa Staat wird zum Versorgerehemann und finanziert die weibliche „Unabhängigkeit“.

    Genau gesagt: die Masse der Männer wird gezwungen, diesen Staat mit ihrer produktiven Arbeit zu finanzieren, damit sich die Masse der Frauen ihre unproduktive Arbeit leisten kann: Frauenversorgung durch Männer auf Umwegen, verschleiert, aber the same procedure as every year, at any time, nur getarnt durch Zwischenschalfung des Sozialstaates, der’s im Wesentlichen von den Männern nimmt und es Frauen zuteilt, Ressourcen so umverteilt.

    *Wenn die Europaweite Quote kommt ja dann nicht mehr.*

    Wird man Europa verlassen.

    Die hierzulande vom Sozialstaat lebende Bevölkerung ist, wenn Heinsohn nicht lügt, 27 Jahre alt, im Schnitt.

    Die den Sozialstaat durch ihre Einzahlungen finanzierende Schicht ist im Schnitt 46 Jahre alt.

    Die ausgehaltene Schicht produziert mehr Kinder als die erhaltende Schicht.
    Die ausgehaltene Schicht produziert viel mehr Kinder, die selbst wieder viel häufiger Subventionsempfänger werden als Einzahler.

    Das wissen gerade die Leistungsträger.
    Die sind ja leider nicht dumm, die können rechnen.

    Die wissen auch, was die demographische Entwicklung mit sich bringen wird: sehr bald sehr viel mehr Alte, Kranke, Unterstützungsbedürftige, die von einer immer schmaler werdenden Schicht produktiv Arbeitsfähiger erhalten werden sollen/müssen > ein immer größerer Teil des Einkommens muss in den Sozialtransfer wandern.

    Wieviele werden das mitmachen von denen, die wissen, dass ihr Können und ihre Abeitskraft auch in Kanada, in den USA, in Australien gefragt sind und dass sie dort 70% ihres Einkommens behalten können und nicht bloß 40 oder noch weniger wie bald bei uns?

    Werden die bleiben und zusehen, wie der Staat sie mehr und mehr enteignet?

    Oder werden die abwandern und damit die Last derer, die einzahlen, noch erhöhen?

    Denkt jemand daran, eine Mauer zu bauen?

    Und jetzt also noch die Frauenquote, nicht nur im ÖD, sondern bald flächendeckend in der ganzen Wirtschaft.

    Schön heute sind 60 % der Abwanderer junge, gut ausgebildete Männer.

    Die fehlen natürlich auch als „adäquate“ Partner der gut ausgebildeten Frauen, die keinerlei Bereitschaft erkennen lassen, nach unten zu heiraten und Hausmänner zu versorgen, die keinerlei Bereitschaft erkennen lassen, so hert, so angestrengt, so intensiv zu arbeiten wie Männer.

    Lieber bleiben sie Single und lassen sich in den Medien als Opfer bedauern, weil Männer mit starken Frauen nicht zurchtkommen.

    So wird in unserer Gesellschaft die Zahl der weiblichen, kinderlosen Super-Single wachsen und auf der anderen Seite auch die Zahl der männlichen Loser-Single, die für unsere Alphamädchen ja als Partner gar nicht erst in Betracht kommen.

    Christian, wir fahren an die Wand und die Frauenquote ist nur ein weiterer Nagel in unserem Sarg.

  10. Die Quote für Aufsichtsräte ist an sich kaum schädlich, wenn man mal von prinzipiellen Standpunkten abrückt. Aufsichtsräte sind nicht im operativen Bereich tätig. Ihr Einfluss darauf ist gering. Doch die Erfahrung zeigt, dass feministische Ansprüche masslos sind. Es wird nicht bei Quoten für Aufsichtsräte bleiben.

    Ist die Quote für Aufsichtsräte einmal eingeführt, wird das Frauenministerium mit Sicherheit Studien in Auftrag geben, welche die wundersamen Wirkungen und den Segen der Quote für alle behaupten. Der Anfang ist gemacht, und das Prinzip der Frauenquote wird zum Instrument, mit dem sich Frauen generell erleichterten privilegierten Zugang zu lukrativen und damit attraktiven Stellen verschaffen können.

    Solche „Studie“ gibt es schon, und zwar von der bekannten und zu Unrecht angesehenen Unternehmensberatung McKinsey. In den Studien – women matter (1-4) – wird behauptet, dass gemischte Teams höhere Renditen erwirtschaften, was mittlerweile bereits zu einem Glaubensdogma geronnen ist.

    „“Im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem „Women’s Forum for the Economy & Society“ hat McKinsey in drei Studien den Zusammenhang zwischen Gender Diversity und Unternehmenserfolg untersucht.““
    http://www.mckinsey.de/html/publikationen/women_matter/index.asp

    „“The Women’s Forum for the Economy and Society was founded in 2005 to promote women’s vision on the economic and social issues of our time. „“
    http://www.womens-forum.com/index.php/main/aboutus/en/6

    Wer sich ein wenig einliest, der sieht, dass die Studien „women matter“ von McKinsey, auf die immer wieder verwiesen wird, wenn Quoten als Segen für die Wirtschaft dargestellt werden, lediglich Gefälligkeitsgutachten sind. Die Unternehmensberater von McKinsey sind Schaumschläger, die erkannt haben, dass sich mit der Etablierung einer Gleichstellungspolitik für sie ein weites Geschäftsfeld eröffnet.

    Für Global Player, d.h sehr grosse, global operierende Firmen ist die „Corporate Identity“ wichtig. Ein geringer Frauenanteil in den Führungsgremien kann das Erscheinungsbild trüben, wenn die Frauenlobby mit einer unkritischen Presse im Schlepptau das Lied der Benachteiligung der Frau anstimmt und das Unternehmen als frauenfeindlich darstellt. Quoten sind bereits Tatsache, d.h wirkmächtig, auch wenn sie gesetzlich noch nicht verankert und im Prinzip unverbindlich sind. Der öffentliche Druck der Frauenlobby sorgt bereits heute für eine frauenprivilegierende Einstellungspraxis. Aufsichtsräte sind in dieser Hinsicht nicht repräsentativ. Von diesen Stellen bleiben alle ausgeschlossen, die nicht über ein breites soziales Netzwerk von einflussreichen Unterstützern verfügen. Fachliche Qualifikation ist in der Tat oft zweitrangig. Viel wichtiger ist das Netzwerk an Beziehungen, über das ein Kandidat oder eine Kandidatin verfügt. Aufsichtsrathonorare sind in der Realität oft Schmiergelder für politische Lobbyarbeit, als Kontrollfunktion deklariert.

    • @Peter Bosshard

      „Wer sich ein wenig einliest, der sieht, dass die Studien „women matter“ von McKinsey, auf die immer wieder verwiesen wird, wenn Quoten als Segen für die Wirtschaft dargestellt werden, lediglich Gefälligkeitsgutachten sind“

      Dann wären ja insbesondere die Gegengutachten interessant, die die Probleme darstellen. Hast du da auch was?

    • @ Peter Bosshard

      *Warum lässt sich mein Kommentar nicht aufschalten … Fehlermeldung „doppelter Kommentar“*

      Christian experimentiert mit der Frauenquote, aber sag’s nicht weiter.

      Zu-viel-Postern wird der Saft abgedreht.

      Dafür sorgt vollautomatisch die neue Software „Gendergerechtigkeit für Frauen und Mädchen im Internet“, zertifiziert vom Ministerium für alle außer Männer.

      Das Problem hat ja auch Wikipedia.

      Da beträgt der Anteil an weiblichen Autorinnen, also an femininen Schreiberinnen, also an rätselhaften XX-Lebensformen unter den Beiträgerinnen auch nur 15 %.

      Wie die Mänenr das schaffen, weibliche Frauen, die doch immerhin 51 % der Bevölkerung stellen, auf nur 15 % herunterzuunterdrücken, das ist noch unklar.

      Die gläserne Decke, die weibliche Autorinnen vom Schreiben weiblicher Wikipedia-Artikel abhält, wurde noch nicht gesichtet.

      Aber da sein muss sie, denn irgendwie muss die Unterdrückung doch wirken, sonst läge der Anteil an weiblichen Autorinnen doch sicher nicht bei nur 15 % .

      Und Manolo Platt-sch-nick sowie andere brennende Frauenfragen würden nicht so sträflich vernachlässigt in dürftigen Artikeln.

  11. „“Die gläserne Decke, die weibliche Autorinnen vom Schreiben weiblicher Wikipedia-Artikel abhält, wurde noch nicht gesichtet.““

    Das sind dann wohl eher „gläserne Tastaturen“, „gläserne Monitore“ und „gläserne Mäuse“.

    Ausserdem ist dein Spott angesichts der pruuhtalen Unterdrückung der Frau schändlich !!

  12. „“Dann wären ja insbesondere die Gegengutachten interessant, die die Probleme darstellen. Hast du da auch was?““

    Kenn ich keine. Wer sollte die in Auftrag geben ? Am ehesten FDP-nahe Wirtschaftsleute, nehm ich mal an, die sich gegen einen drohenden Autonomieverlust der Unternehmen durch die Quotierung stemmen. Aber ich werd mal recherchieren, ob sich was Vernünftiges findet.

      • @ Christian

        In diesem NY-Times-Artikel

        wird eine Studie der Uni Michigan erwähnt:

        *Using a common market-based measure of corporate governance, known as Tobin’s Q, the study found that companies in Norway actually performed an average of 20 percent worse the year after adopting the quotas, with those companies that were required to make the most drastic changes to their boards suffering the largest negative impact. The measure, named for the late James Tobin, the 1981 Nobel laureate in economics, is a ratio of a company’s market capitalization to the replacement cost of its assets, which economists consider to be the best proxy for investor confidence in a company’s management.*

        1 Jahr nach Quotierung schnitten also die Firmen 20 % schlechter ab.
        Das wird sicher zum größten Teil der Finanzmarktkrise geschuldet sein, aber interessanterweise war das Firmenergebnis umso schlechte, je drastischer sie ihren Aufsichtsrat umstellen mussten, d.h. je mehr Quothilden ein Aufsichtsrat verkraften musste.
        Das ist zunächst aber auch nur eine Korrelation.

        Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass die Quote negative Auswirkungen hat, insbesondere über die veränderte Motivation der Männer, von denen viele innerlich kündigen werden und noch mehr ehrgeizige, statusversessene Männer, die wollen und ahnen, dass sie es können, werden gar nicht erst in’s Quotensänftenregime einsteigen, sondern gleich auswandern.

        Sie werden uns bitter fehlen, gerade angesichts unserer verheerenden demographischen Entwicklung.

        Zudem wird jeder frustrierte Mann in Zukunft in einer Vorgesetzten eine Quothilde sehen, selbst in denen, die es auch ohne Quote geschafft hätten.
        Das wird die in Krisenzeiten nötige Solidarität der Mannschaft mit der Mannschaftsführung schwächen, die Konkurswahrscheinlichkeit erhöhen usw.

        Darüber wird auch nicht gesprochen:

        http://www.dailymail.co.uk/femail/article-1302096/Men-best-bosses-Women-just-moody.html

        Viele Studien weisen aus, dass Männer (hier 75 %) UND Frauen (hier 63 %) in großer Mehrheit lieber für männliche als für weibliche Vorgesetzte arbeiten, weil sie sich von männlichen Vorgesetzten im Schnitt besser, gerechter behandelt fühlen.

        Auch hier werden übrigens mal wieder Geschlechterklischees im Kern bestätigt, die eben so falsch nicht sind, sondern tatsächlich Wirklichkeit abbilden, wenn auch nur verwaschen-vergröbernd.

        Die NY Times ist, das sei noch angemerkt, DAS Sprachrohr des US-amerikanischen Elitenfeminismus, vergleichbar hierin unserer ZEIT oder dem SPIEGEL, genauso liliba wie die.

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