Frauenquote

Bei der Mädchenmannschaft und beim Mädchenblog (dort sogar zweimal) geht es gerade um die Frauenquote. Tatsächlich geht es im wesentlichen darum, einfach nur diese Quote zu fordern, weitergehende Forderungen etwa auch an Frauen ihr Verhalten hin zu mehr Karriere zu ändern, gibt es nicht.

Bei dem Mädchenblog sieht man gar Quoten von unter 50% als Stärkung der männlichen Vormachtstellung an:

Warum nicht 50%? Warum nicht die Hälfte? Soll damit die männliche Vormachtsstellung gewährt werden? Nur nicht zuviel Macht abgeben, die Hälfte des Kuchens ist zu viel, aber 30% sind O.K.

Immerhin regt sich in den Kommentaren Widerstand (von Sina):

Eine 50% Frauenquote wäre äusserst unfair, da sie Männer benachteiligen würde. Es bewerben sich weniger Frauen für diese Stellen, wiel weniger Frauen überhaupt eine geeignete Ausbildung machen. Bei den BetriebswirtschaftsstudentInnen ist weniger als die Hälfte weiblich, ausserdem spezialisieren diese sich meistens auf Marketing, was nicht so „Führungstauglich“ ist.

Das sind aber, wie Leonie im zweiten Artikel deutlich macht, nur Scheinargumente.

In den Kommentaren bei der Mädchenmannschaft gibt es auch ein paar Gegenstimmen:

Was die “Mehr Frauen = mehr Gewinn” – Untersuchungen angeht: da schreibt Hakim ganz richtig, dass die Korrelation zwar da ist, die Kausalität aber wohl eher umgekehrt ist: Unternehmen mit hohem Gewinn können sich auch eine familienfreundlichere Unternehmenskultur leisten und ziehen damit Frauen an, so wie etwa Frauen gerne Lehrerin werden, weil sie dann sechszehn Jahre ( das offizielle Mittel ) aussetzen können, wenn Kinder da sind

Auch diese Kritik ist aber wie bei der Mädchenmannschaft von Nadine schnell erkannt wird nur ein Scheinargument

Die Mär von der vermeintlichen Männerdiskriminierung beim Versuch Chancengleichheit und Gerechtigkeit im Geschlechterverhältnis (hier Kontext: Erwerbsarbeit) herzustellen, kennen wir schon zur Genüge. Ebenso, dass Frauen angeblich – wie du weiterhin schreibst – lieber Kinder bekommen oder sich vom Partner aushalten lassen, statt zu arbeiten bzw. zu Unrecht von den “Milliarden, die für Frauenförderung ausgegeben werden”, profitieren würden. Das sind nicht nur pauschale und undifferenzierte Aussagen, sondern antifeministische und frauenfeindliche Verschwörungstheorien par excellence, die keiner Statistik, keinen wissenschaftlichen Erkenntnissen und schon gar nicht der Realität standhalten.

Jetzt könnte man natürlich Statistiken zu den Gründen für Gehaltsunterschiede und damit auch Führungspositionen anführen oder wie der Kommentator auch auf Hakim und ihren Artikeln zu Feministischen Mythen verweisen. Darauf, dass Frauen lieber in Berufen mit geringen Wettbewerb arbeiten, dass ihre Studienfächer auch bei Männern seltener zu Führungspositionen führen, das Frauen weniger Überstunden machen, das viele Faktoren auch heutige junge Frauen nicht mehr betreffen, diese aber noch nicht alt genug sind, das Frauen häufiger als Männer halbtags arbeiten wollen, das Statuszuwächse für Männer attraktiver sind als für Frauen. Viele Punkte.

Aber all dies wären aus der dortigen Sicht auch nur Scheinargumente. Warum etwas an den Grundlagen ändern, wenn man einfach Quoten fordern kann?