Der Mammut Klon

Vorankündigungen hört man aus dem Bereich ja viele, aber jetzt verkünden Forscher immerhin einen gewissen Zeitplan, nach dem sie innerhalb von 5-6 Jahren einen Mammut klonen wollen.

 

Aus einem Bericht:

Professor Akira Iritani of Kyoto University told the U.K.’s Telegraph that a technique pioneered in 2008, which allowed for the cloning of a mouse using cells from another mouse that had been frozen for 16 years, could be used to resurrect the famous long-tusked mammal from remains found in Siberia’s permafrost. (…) He’ll then use the mouse-tested technique, developed by the Riken Center for Developmental Biology’s Dr. Teruhiko Wakayama, to ID healthy cells; then extract the cells and insert them into the egg cells of an African elephant, which will play the role of mom to the developing mammoth.

Interessanter wäre es natürlich direkt einen Steinzeitmenschen zu klonen. Allerdings scheint es wesentlich mehr im Eis konservierte Mammuts als Menschen zu geben, so dass sich die moralischen Fragen hier wohl gar nicht stellen. Ötzi ist ja lediglich ca. 5300 Jahre alt.

Würde man sie stellen: Ich wäre sofort dafür! Würde doch einiges an Fragen lösen, wenn man einen Klon hätte. Natürlich hätte ein moderner Steinzeitmensch auch als Klon alle Rechte, die ein heutiger Mensch hätte. Insofern wäre der Forschungsaufwand evtl. wertlos, weil man ihn ja nicht im Labor halten dürfte. Aber interessant wäre es trotzdem.

Wobei es andererseits wahrscheinlich sowieso relativ langweilig wäre. Der Steinzeitmensch ist ja, wenn er nicht älter als 40.000 Jahre ist, ein relativ normaler heutiger Mensch. Selbst bei 100.000 Jahren wäre er wohl nicht so verschieden. (vgl. auch „Warum unser Gehirn aus der Steinzeit sein könnte„)

Aber gut. Nehmen wir erst einmal das Mammut. Gegen ein paar eingefrorene T-Rex-Zellen hätte ich aber auch nichts, wenn die Technik weiter fortschreitet.

Warum enthalten Frauenzeitschriften so viele Sextipps für Frauen?

Aus Sociological Images werden mal wieder Frauenzeitschriften und ihre Inhalte besprochen. Ein Auszug:

But notice how much more the language on Cosmo covers focuses on sex and relationships than Maxim‘s does, with more frequent use of words that explicitly refer to men and/or sex. Of course, those familiar with Cosmo, or most other women’s magazines, know that its headlines about sex make it clear what the point is: various ways to please your man, which translates into increasing your own pleasure. Maxim, on the other hand, focuses less attention on relationships (or health/fitness) and more on money, travel, and pop culture (sports, TV, movies). (…)

I doubt any of you are shocked by his findings, but it’s a nice illustration of the way magazines aimed at women reinforce the idea that our primary goal should be finding, pleasing, and keeping a heterosexual partner to a degree not usually found in men’s magazines.

Das mich das im Feminismus häufig anzutreffende Bild der Frau, die nicht selbst entscheidet, stört, habe ich bereits z.B. in dem Beitrag „Frauen wollen nicht, die Industrie oder Gesellschaft will für sie“ behandelt. Auf Frauenzeitschriften bin ich schon einmal in dem Artikel „Frauenbild und Feminismus: Wie viel eigenes Denken lässt die Gesellschaft zu?“ eingegangen.

Kurz zusammengefasst: Wenn Frauen etwas anderes lesen wollten, dann würden sie es tun.

Die  Frage, die sich nun aber stellt: Warum wollen Frauen Tipps, wie sie ihre Männer sexuell befriedigen können?

Meiner Meinung nach bedienen diese Artikel insbesondere die Illusion einer perfekten Beziehung, bei der sie gerne alles für den Mann macht und zum anderen machen sie Artikel über Sex harmloser und geben „Plausible deniability„, also die Möglichkeit abzustreiten, das man einfach etwas über Sex lesen will. Sexuelle Geschichten sind die Pornos der Frauenwelt und hier werden sie als Weiterbildung getarnt, indem man ein paar Frauen erzählen läßt, welche Tricks sie auf Lager haben. Eine direkte Sexgeschichte würde hingegen zu viel über die Frau verraten und würde sie zu sexuell dastehen lassen. Zudem dient es eben auch dem Selbstabgleich – was mache ich, was machen andere und dem Gefühl etwas verdorben zu sein, wenn man die neusten Sextipps liest. und sich überlegt, wie es wäre sie auszuprobieren. Die einen Frauenzeitschriften sind darauf ausgerichtet, dass sie selbst den Sex mehr genießt (der Vorteil ist offensichtlich), die anderen, dass sie ihren Mann mehr befriedigt (was ihren Wert in der Beziehung steigert und das Bild einer sexuell anziehenden Frau hervorruft) , beides sind schöne Phantasien für den Alltag.

Ich würde also nicht behaupten, dass es darum geht den Frauen ein Ziel zu setzen und sie dazu anzuhalten, ihren Mann zu befriedigen, sondern eher ihnen in sozial verträglicher, auf sie zugeschnittener Form sexuelle Reize zu bieten.

ich bezweifele im übrigen auch, dass Männersextipps nicht auch unter der Überschrift wie „10 Lektionen weiblicher Lust“  oder „Freundin zum Höhepunkt bringen, aber wie?“ verkauft  werden. Den Partner zu befriedigen, für ihn eine sexuelle Erfüllung zu sein, ist denke ich ein Wunsch, der in vielen Partnerschaften besteht. Was aufgrund der Bindungswirkung von Orgasmen durch Oxytocin und anderer Vorteile des Orgasmus auch gut nachvollziehbar ist.

Weibliche Eifersucht untereinander

Aus dem Blog „A Rock Chick at the Office„:

Five minutes into the our new location we set eyes on a group of people that included three fairly hot guys. Ok, maybe „fairly“ is a bit of an understatement. Me being me, well, I just HAD to say something, didn’t I? And them being them, they were obviously eyeing us (…)  By the time the pub closed we were all feeling very close to our respective night-partners and their female coworkers were showing signs of hostility to us (eg. the two drinks I got ‚accidentally‘ poured on my dress Sorry, bitch, it’s nearly waterproof, you didn’t even dirty it)

Finde ich ganz interessant. Da nehmen ihnen die Frauen die Aufmerksamkeit ihrer männlichen Kollegen und schon werden Drinks taktisch eingesetzt. Meine Vermutung wäre, dass sich die Kolleginnen im Anschluss darauf geeinigt haben, dass die anderen Frauen eindeutig Schlampen waren.