Status macht attraktiv: Astronaut

Leser Galloway wies auf einen interessanten Beitag hin, nachdem Astronauten bezüglich ihrer sexuellen Ausstrahlung erheblich von ihrem Beruf und dem damit verbundenen Status profitieren:

As related by former Shuttle Astronaut Mike Mullane (2007), male astronauts are commonly flown all over the U.S. to locations where they often attend coctail receptions and dinners and are actively solicited by young sexy women. „Beside the open bars at our soirees, there were other attractions for the males… young, beautiful women. Lots of them…. a potpourri of pussy…. I had been in enough officer’s clubs in my life to know that aviator wings had babe-attracting power… but there was an even more powerful pheromone than jet-jockey wings: The title „astronaut.“ We males found ourselves surrounded by quivering cupcakes. Some were blatantly on the make, wearing spray-on clothes revealing high-beam nipples and smiles that screamed, „take me.“ Even the gold bands on the fingers of the married were no deterrent to many of these woman. They were equal opportunity groupies.“ A common sight in the mornings were the „married colleagues with red-blasted all nighter eyes trailing the odor of alcohol and sex as they exited a motel room with a smiling young woman“ (Mullane 2007).

Da Astronauten nicht per se bessere Menschen sind, es dafür aber sehr wenige von ihnen gibt und sie etwas machen, was sonst kein anderer Mensch macht, darf man annehmen, dass ihr sozialer Status das Verhalten der Frauen verursacht. Mit dazu beitragen dürfte der Umstand, dass die Tätigkeit gefährlich ist und sie zudem unter Alphamännern, nämlich den Jet-Piloten, noch einmal etwas besonderes sind.

vgl. auch:

15 Gedanken zu “Status macht attraktiv: Astronaut

  1. @ Christian

    *“ We males found ourselves surrounded by quivering cupcakes. Some were blatantly on the make, wearing spray-on clothes revealing high-beam nipples and smiles that screamed, „take me.“*

    Auch etwas, was feministischer „Analyse“ völlig entgeht: das sehr aktive „Jagdverhalten“ von Frauen, ihr Verführenwollen.

    Natürlich, das muss man übersehen, sonst verlöre frau ja ihren Opferstatus, ihr selbstbewusstes Unschuldigsein an den Verhältnissen.

    Und wenn Männer davon berichten: Muss man nicht ernst nehmen, was diese Machoärsche über Frauenverhalten erzählen, ist eh nur verlogen und steht im Dienste ihrer Machterhaltung. WIR FRAUEN DAGEGEN, wir wissen, wie Männer ticken.

    Im Schänderkurs haben wir’s doch gelernt.

  2. „Auch etwas, was feministischer „Analyse“ völlig entgeht: das sehr aktive „Jagdverhalten“ von Frauen, ihr Verführenwollen.“

    Da werden dir sexpositive Feministinnen sicherlich widersprechen oder meinst du dies in Bezug auf ihre Auswahl nach Status?

  3. @ Christian

    *Da werden dir sexpositive Feministinnen sicherlich widersprechen oder meinst du dies in Bezug auf ihre Auswahl nach Status?*

    Genau das.

    Männer würden nicht oft so schreckliech dringlich Sieger sein wollen, wenn Frauen Sieger nicht so oft Sieger so schrecklich geil fänden.

    Feministischer Analyse entgeht nicht, welchen „Schönheits-/Jugendlichkeitsdruck das Begehren der Männer auf Frauen ausübt.
    Das zu bemerken fällt leicht, kann man doch da den männerfeindlichen Grundaffekt der feministischen Ideologie stillen und daraus wunderbar eine Anklage drechseln und sich ganz dolle als Opfer fühlen.

    Aber zu bemerken, dass der Wettbewerb der Männer unter-und gegeneinander, ihr Konkurrenzverhalten, von Frauen und ihrem spezifischen Auswahlverhalten/Begehren angetrieben wird, fällt da schon sehr viel schwerer, käme doch dann zum Vorschein, dass Männer nicht weniger von Frauen bestimmt werden als Frauen von Männern.

    Der Opfermythos wäre futsch, der Unschuldswahn als solcher erkennbar.

  4. @Roslin

    Schönheit ist eben in der Tat mehr wahrnembar und viele Frauen machen sich Status als Attraktivitätsmerkmal auch nicht bewußt/gestehen es sich nicht ein.

    Das liegt ja auch daran, dass es wesentlich leichter ist eine „Schönheits 9“ oder gar „Schönheits 10“ zu treffen als einen „Status 9“ oder „Status 10“. Schöne Frauen gibt es genug, eine Frau, die aussieht wie ein Hollywoodstar kann man in nahezu jeder größeren Disko sehen, einen echten Hollywoodstar aber nicht.

    Aber klar, es wird auch gerne bewußt übersehen, viel häufiger aber noch umgedeutet.

    „In einer matriarchalischen und nicht patriarchalischen Gesellschaft hätten Frauen es nicht nötig auf Status zu stehen, insofern sollten die Männer endlich einsehen, dass wir ihnen mit der Abschaffung des Patriarchats auch etwas gutes tun wollen, sie wären nämlich in einer feministischen Gesellschaft auch von dem Rollenzwang „Karriere“ befreit, weil dann beide gleichberechtigt die Arbeit aufteilten würden“

    Man kann da also die feministische Position auch als positiv für den Mann sehen, er soll auch nach dieser Ansicht ein besseres Leben haben, was er oder das Patriarchat (je nach dem ob man alle Männer am Patriarchat beteiligt sieht oder nicht) aber verhindert.

    Nur wird eben vergessen, dass Status aufgrund sexueller Selektion attraktiv ist und die Frauen insoweit keine Wahl haben. Ebenso wenig wie die Männer.

  5. @ Christian

    *Nur wird eben vergessen, dass Status aufgrund sexueller Selektion attraktiv ist und die Frauen insoweit keine Wahl haben. Ebenso wenig wie die Männer.*

    Eben.
    Als ob in matriarchalen Systemen Männer vom Statusdruck erlöst wären.

    Man sehe sich nur Indinaerstämme an wie etwa die Irokesen, einer der matrilinearsten Stämme überhaupt mit den mächtigsten aller indianischen Frauen.

    Und?

    Männer gewannen Statur durch erfolgreiches Kriegersein.
    Auch hier war der Sieger der begehrte Mann.
    Also wollten Männer Sieger sein, drillten die mächtigen Mütter ihre Söhne zu „guten“ Männern, zu harten, aggressiven, brutalen Kriegern.

    Die Irokesen waren wegen ihres kriegerischen Geistes und ihrer Grausamkeit (entsetzliche Folterungen von Gefangenen, an der sich auch Frauen und Kinder beteiligten, ganz emanzipiert), nicht nur bei den Weißen, sondern auch bei ihren indianischen Gegnern, gegen die sie selbst Völkermord einsetzten, berüchtigt.

    Der idyllisch verzerrte, getrübte Blick auf „Matriarchate“ ist ein weiterer blinder Fleck feministischer Analyse.

    Ganz davon abgesehen, dass es ja etwas aussagt, dass es keine hochkulturell erfolgreichen Matriarchate gibt.

    Auch das ist ein kulturevolutionäres Urteil.

    Matriarchate, genauer, matrilineare Gesellschaften, haben überlebt in den ruhigen Winkeln der Weltgeschichte, bei Völkern, von denen nie jemand sonderlich viel wollte, weil zu abgelegen, zu arm etc.

    Erfolgreich sind diese Gesellschaften nicht.
    Sie schrumpfen durch Abwanderung, werden auspeupliert, überrannt, erobert sobald eine patriarchalere Gesellschaft auf Sichtweite heranrückt.

    Die heute noch existierenden matrilinearen Gesellschaften muss man unter Denkmalschutz stellen, sie leiden nicht unter Zuwanderung.
    Auch die westliche Feministin tut in der Regel den Teufel, dorthin auszuwandern.

    Warum wohl?

    Weil selbst den meisten Frauen im Vergleich zur matrilinearen Idylle das Leben im Patriarchat reizvoller erscheint.

    Es ist wie mit dem Sozialismus: für westliche Luxusintelligentsia reizvoll, von außen.

    Für die, die drin stecken, galt und gilt die Devise: NIX WIE RAUS.

  6. @ Roslin

    „Man sehe sich nur Indinaerstämme an wie etwa die Irokesen, einer der matrilinearsten Stämme überhaupt mit den mächtigsten aller indianischen Frauen.“

    Ja, Status ist überall ein Konzept. Hat Pinker meine ich auch einiges zu in „The blank slate“ geschrieben“

    „Also wollten Männer Sieger sein, drillten die mächtigen Mütter ihre Söhne zu „guten“ Männern, zu harten, aggressiven, brutalen Kriegern.“

    Meinst du, dass Männer keine Sieger sein wollen? Ich meine, dass Statuswünsche nicht nur durch die Wünsche der Frau entstehen. Sexuelle Selektion der Frauen auf Männer mit hohem Status selektiert ja gleichzeitig auf Männer, denen das Erreichen eines hohen Status wichtig ist (wichtiger zumindest, es muss deswegen ja nicht übermächtig werden, weil das dann wieder zulasten des Soziallebens gehen kann)

    „Der idyllisch verzerrte, getrübte Blick auf „Matriarchate“ ist ein weiterer blinder Fleck feministischer Analyse.“

    Das würde ich auch sagen. Da wurde einiges ausgeblendet. Allgemein bei den Naturvölkern und deren „Blank Slate“.

    „Weil selbst den meisten Frauen im Vergleich zur matrilinearen Idylle das Leben im Patriarchat reizvoller erscheint.“

    Insbesondere auch, weil viele moderne Länder keine Patriarchate sind. Den in einer Demokratie bestimmen Frauen die Verhältnisse genauso wie die Männer. Da ist meiner Meinung nach der Begriff Patriarchat eh nicht angemessen.

    „Es ist wie mit dem Sozialismus: für westliche Luxusintelligentsia reizvoll, von außen. Für die, die drin stecken, galt und gilt die Devise: NIX WIE RAUS.“

    Wettbewerb erzeugt eben Wohlstand und Fortschritt. Frauen mögen weniger begeistert von Wettbewerb sein. Aber dessen Erfolge mögen sie durchaus.

  7. @ Christian

    *Meinst du, dass Männer keine Sieger sein wollen? Ich meine, dass Statuswünsche nicht nur durch die Wünsche der Frau entstehen. Sexuelle Selektion der Frauen auf Männer mit hohem Status selektiert ja gleichzeitig auf Männer, denen das Erreichen eines hohen Status wichtig ist (wichtiger zumindest, es muss deswegen ja nicht übermächtig werden, weil das dann wieder zulasten des Soziallebens gehen kann)*

    Natürlich wollen die meisten Männer Sieger sein und ich fürchte, die meisten Männer wollen lieber in „männlichen“ Disziplinen Sieger sein als etwa Sieger in der Kompetition „Schnellster Babywindler von NRW“, könnte man ja auch als Wettbewerb organisieren und mit Status versehen.

    Obwohl diese Methode sicher mehr Männer hauptberuflich an den Wickeltisch brächte (Krankenpfleger auf der Neugeborenenstation z.B.) als die Rollenmodellmethode der Gendermainstreamer.

    Unser Verhalten ist immer eine Resultante aus Kultur und Natur, wobei ich die Natur sogar als leitend ansehe.

    Trotzdem hat die Kultur großen Einfluss, sie kann die natürlichen Vorgaben verstärken, die ohnehin vorgegebenen Linien tiefer einprägen oder abmildern.

    Ähnlich wie bei Hunden: Ich kann einen Bullterrier zum Kampfhund erziehen oder zu einem freundlichen, relativ friedlichen Tier, das man aber besser ncht herausfordert, denn eher zum Kämpfen geneigt als andere ist diese Rasse schon.
    Darum kann man ja „naturunterstützt“ diese Rasse eher und leichter und zu besseren Kampfhunden abrichten als Bernhardiner, weshalb das mit Bullterriern auch sehr viel häufiger gemacht wird als mit Bernhardinern.

    Letzten Endes ist nur die Sozialisation dauerhaft erfolgreich, die im Einklang mit den natürlichen Anlagen erfolgt, zumal Kinder ja nicht einfach Knetmasse in den Händen ihrer Eltern sind, sondern aktive Mitgestalter ihrer Sozialisation.
    Sie entscheiden mit, was sie vom Angebotenen/Aufgezwungenen annehmen/behalten, was nicht und wie gut/leicht/schnell sie es annehmen, wie intensiv.

    Dass man aus Irokesenjungs furchterregende, harte Krieger machen konnte, war ihnen in die Wiege gelegt, mit Irokesenmädchen hätte man das so intensiv und erfolgreich nicht machen können.

    Ich habe dieses Beispiel nur angeführt, um dem feministischen Mantra zu widersprechen, das Patriarchat/die Väter/die Männer brächten den Jungen die kriegerisch-aggressiven Werte bei und die armen unterdrückten Frauen würden ihre Söhne zu lieben, friedfertigen Menschen erziehen, wenn bloß die bösen Männerpatriarchen sie, die unterdrückten OPFA, nicht zum Gegenteil zwängen, nach dem Motto: „Das Gute/Sozials/Empathische im Mann ist Produkt der Mutter, das Böse Produkt der Väter/Männer/des Patriarchates.

    *Das würde ich auch sagen. Da wurde einiges ausgeblendet. Allgemein bei den Naturvölkern und deren „Blank Slate“.*

    Rousseau hatte, empirisch nachweisbar, Unrecht: Die Wilden sind nicht edel, sondern tatsächlich wild. Sie sind nicht die besseren, sondern nur die erfolgloseren Menschen (was technische Entwicklung, „Fortschritt“ anlangt, nicht in ihrer Umwelt, gemäß ihren Ansprüchen!).
    Sie sind „schwächer“, ohnmächtiger, darum auch weniger „schädlich“.

    Aber es gibt eine Tendenz, eine irrige, Schwäche mit der Unterstellung moralischer Überlegenheit zu „belohnen“, womit sich die Schwachen häufig auch selbst belohnen („Ich bin schwach, erfolglos, weil ich nicht so ein Charakterschwein bin wie die Erfolgreicheren, ich bin gut und darum erfolglos, die Erfolgreichen sind es nur, nicht weil sie beegabter, tüchtiger sind als ich, sondern, weil sie skrupelloser sind usw.)
    Dabei ist das Charakterschwein in den Schwachen so gut zuhause wie in den Starken.
    Es kann sich nur nicht so erfolgreich melden und durchsetzen, eben weil es in einem Schwächeren/Unbegabteren haust.
    Darum erscheinen die Begabteren/Tüchtigeren böser, ohne es zu sein.
    Sie sind nur tüchtiger, auch beim Ausleben ihrer negativen Seiten, ihrer Eigensucht.

    Will sagen: die „Wilden“ sind nicht die besseren Menschen, nur die „schwächeren“.
    Die schlichten Gemüter sind nicht die besseren Menschen, nur nicht so geschickt beim Ausleben ihrer dunklen Seiten usw., darum ERSCHEINEN SIE HARMLOSER.

    Und wollen das selbst gerne glauben, tröstet das Gefühl der moralischen Überlegenheit doch ein wenig über’s Erflolgloser-sein hinweg.

    *Insbesondere auch, weil viele moderne Länder keine Patriarchate sind. Den in einer Demokratie bestimmen Frauen die Verhältnisse genauso wie die Männer. Da ist meiner Meinung nach der Begriff Patriarchat eh nicht angemessen.*

    Dort, wo noch matrilineare Gesellschaften existieren, sind die Umgebungsgesellschaften aber noch viel patriarchaler als bei uns.
    Trotzdem wandern die Menschen ab, auch die Frauen.

    UND ES WANDERN KEINE ZU!

    Nicht mal Frauen.

    Weil das Patriarchat auch viele Vorteile für Frauen bietet und deshalb nicht einfach Männer Frauen unterdrückten, sondern das Patriarchat ist eine Koproduktion von Männern und Frauen, wurde von Männern und Frauen kritisiert und bekämpft, von Männern UND Frauen energisch verteidigt.

    Die Darstellung der Geschichte als „Geschlechterklassenkampf „Männer gegen Frauen“, die einen stehen für die böse Unterdrückung, die anderen für die gute Befreiung, ist Geschichtsklitterung hoch drei.

    Aber einfach zu erreichen, indem man fast auschließlich über die Männer redet, die gegen die Gleichberechtigung waren und die, die dafür waren, ausblendet.

    Bei Frauen macht man’s umgekehrt: Man redet über die Frauen, die für Gleichberechtigung kämpften als Heldinnen und schweigt die Frauen, die gegen Gleichberechtigung kämpften, tot.

    Und schon hat man das gewünschte heroische Geschichtsbild vom edlen, moralisch überlegenen, aber leider unterdrückten Opfergeschlecht und vom bösen, leider übermächtigen, unterdrückerischen Tätergeschlecht und damit die moralische Rechtfertigung, von den Männern Reparationszahlungen zu leisten, die einem Opfer doch wohl zustehen für 5000, 7000, 900000 Jahre Unterdrückung.

    Sogar dann, wenn man selbst erst seit 30 Jahren diesen Planeten mit seiner Anwesenheit bereichert, ist man doch erbberechtigtes Opfer, das von den schulderbenden Männern, die auch erst seit 30/40/60 Jahren diesen Planeten bevölkern, Schuldbewußtsein und Reparationszahlungen erwarten darf.

    So weit, so schlicht.

    Das wirklich Erstaunliche: DIE METHODE FUNKTIONIERTE BISHER, blendend.

    Vielleicht ändert sich das allmählich, vielleicht auch unter erkenntnisfördernder Mithilfe von PU-Einübenden.

    Das ja das eine oder andere verblendete Auge wieder sehend machen kann.

    *Wettbewerb erzeugt eben Wohlstand und Fortschritt. Frauen mögen weniger begeistert von Wettbewerb sein. Aber dessen Erfolge mögen sie durchaus.*

    Weshalb eben sehr viele Frauen gottfroh sind, dass sie ihre Männer in den Wettbewerb schicken können und die sich gerne schicken lassen (Catherine Hakim: “ Frauen bevorzugen wohlhabende Ehemänner vor eigener Karriere“)

    Noch.

    Obwohl sie dafür als „Unterdrücker“, die ihre Frauen in der Familie anketten, beschimpft werden, mittlerweile.

  8. @Roslin

    „Natürlich wollen die meisten Männer Sieger sein und ich fürchte, die meisten Männer wollen lieber in „männlichen“ Disziplinen Sieger sein als etwa Sieger in der Kompetition „Schnellster Babywindler von NRW“, könnte man ja auch als Wettbewerb organisieren und mit Status versehen.“

    Ich würde sagen, dass sich einige Aktivitäten besser zum „Siegen“ anbieten als andere. Sportarten beispielsweise sind sehr ritualisierte Zweikämpfe, die das Siegen anschaulich machen. Beförderungen, bei denen mit der Arbeit viel Geld erwirtschaftet werden kann, sind günstig, weil sie zugleich die Belohnung zeigen und damit auch einen direkten Statusgewinn, der zudem erlaubt diesen Status auch entsprechend darzustellen.
    Kämpfe sind dazu durchaus auch geeignet. Schließlich ist es ja eine Auseinandersetzung unter Männern mit einem hohen Preis (dem eigenen Leben) bei dem man gerade mit vergleichsweise primitiven Waffen gut seine Fähigkeiten darstellen kann. Nachteil sind eben die sehr hohen Kosten.

    „Obwohl diese Methode sicher mehr Männer hauptberuflich an den Wickeltisch brächte (Krankenpfleger auf der Neugeborenenstation z.B.) als die Rollenmodellmethode der Gendermainstreamer.“

    Babies sind eben ein sehr ungeeignetes Sportgerät.

    „Trotzdem hat die Kultur großen Einfluss, sie kann die natürlichen Vorgaben verstärken, die ohnehin vorgegebenen Linien tiefer einprägen oder abmildern.“

    Ja, dass denke ich auch. Kultur ist häufig ein Überbau. Wobei man natürlich auch fragen kann, ob es noch ein Überbau ist, wenn letztendlich der Wunsch nach Status umgesetzt wird oder die Tendenz zum Wettbewerb.

    „Ähnlich wie bei Hunden: Ich kann einen Bullterrier zum Kampfhund erziehen oder zu einem freundlichen, relativ friedlichen Tier“

    Kein schlechtes Beispiel.

    „Letzten Endes ist nur die Sozialisation dauerhaft erfolgreich, die im Einklang mit den natürlichen Anlagen erfolgt, zumal Kinder ja nicht einfach Knetmasse in den Händen ihrer Eltern sind, sondern aktive Mitgestalter ihrer Sozialisation.“

    Ja, das ist auch einer der Unterschiede zum Hund. Die „Zucht“ auf Eigenschaften erfolgt in der Weise nicht (jedenfalls nicht in dem Maße und mit der Genauigkeit wie bei Hunden) und die Kontrolle ist wesentlich geringer. Hinzu kommt, dass unser Sozialleben eben auch etwas komplexer ist und demzufolge auch die biologischen Vorgänge, die diese steuern entsprechend komplexer angelegt sind.

    „nach dem Motto: „Das Gute/Sozials/Empathische im Mann ist Produkt der Mutter, das Böse Produkt der Väter/Männer/des Patriarchates.“

    ja, das halte ich auch für einen gefährlichen Irrtum und das ist auch einer der Gründe, warum ich die Bezeichnung Patriarchat sehr skeptisch sehe. Es schwingt eben zuviel Ballast mit und es verkennt häufig die Anreize der Frau. Das alte Zitat der Mutter „Komm mit deinem Schild zurück oder auf ihm“ kann man als Anbiederung an das Patriarchat sehen oder eben als Wunsch, dass ihr Sohn sie und ihre Familie nicht entehrt und damit indirekt auch ihren Status bzw. als Hoffnung einen Statushohen Mann zu haben (der also auch für andere Frauen attraktiv ist und damit (wenn dies auch keine bewußte Überlegung ist) ihre Gene besser weiter gibt.)

    „Darum erscheinen die Begabteren/Tüchtigeren böser, ohne es zu sein.
    Sie sind nur tüchtiger, auch beim Ausleben ihrer negativen Seiten, ihrer Eigensucht.“

    Das mag ein Aspekt sein, vieles ist aber auch Verklärung. Es geht ja nicht darum, dass sie in einem Krieg nur 3 und nicht 40 Menschen umbringen (auf den Kämpfer gerechnet), sondern es wird die Illusion aufgebaut, dass sie gar keinen umbringen. Allerdings ist die Todesrate in diesen Kriegen ja eher höher, wenn man es auf die Bevölkerungszahl umrechnet.
    Das schwächer/stärker Verhältnis spielt weniger eine Rolle als das „andere“. Das man dies weniger wahrnimmt liegt aber sicherlich auch daran, dass die Auswirkungen geringer sind und auch an der bei Urvölkern geringer vorhanden Geschichtsschreibung.

    „Weil das Patriarchat auch viele Vorteile für Frauen bietet und deshalb nicht einfach Männer Frauen unterdrückten, sondern das Patriarchat ist eine Koproduktion von Männern und Frauen, wurde von Männern und Frauen kritisiert und bekämpft, von Männern UND Frauen energisch verteidigt.“

    Deswegen eben der Vorbehalt gegen den Begriff Patriarchat. Es ist keine Männerherrschaft und auch die anderen Definitionen scheinen mir nicht wirklich treffen (und entfernen sich auch immer weiter von dem, was eigentlich dem Wortlaut nach unter „Patriarchat“ zu verstehen ist).

    „Und schon hat man das gewünschte heroische Geschichtsbild vom edlen, moralisch überlegenen, aber leider unterdrückten Opfergeschlecht und vom bösen, leider übermächtigen, unterdrückerischen Tätergeschlecht und damit die moralische Rechtfertigung, von den Männern Reparationszahlungen zu leisten, die einem Opfer doch wohl zustehen für 5000, 7000, 900000 Jahre Unterdrückung.“

    Das ist sicherlich ein wiederkehrender Gedanke im Feminismus, ein „Jetzt sind wir dran“ oder ein „Die Nachteile der Unterdrückung müssen ausgeglichen werden“. Das Männer und Frauen da wesentlich anders aufgestellt sind als zB Weiße und Schwarze, weil Frauen ja bereits in die „oberschichten“ hineingeboren werden, wird da gerne ausgeblendet.

    „Weshalb eben sehr viele Frauen gottfroh sind, dass sie ihre Männer in den Wettbewerb schicken können und die sich gerne schicken lassen (Catherine Hakim: “ Frauen bevorzugen wohlhabende Ehemänner vor eigener Karriere“) Noch. Obwohl sie dafür als „Unterdrücker“, die ihre Frauen in der Familie anketten, beschimpft werden, mittlerweile.“

    Mir etwas viel Opferhaltung. Viele Männer sind ja vollkommen damit einverstanden zu arbeiten, während die Frau die Kinder versorgt und viele Männer arbeiten auch in Berufen, bei denen der Wettbewerb ihnen nicht jeden Tag die Kehle zuschnürt. Eben als ganz normale Angestellte mit einem einigermaßen sicheren Arbeitsplatz. Sie würden nicht mit ihren Frauen tauschen wollen und die nicht mit ihnen.
    Problematisch wird dies hauptsächlich dann, wenn es darum geht, eine Gleichvertretung in Prestigejobs zu fordern. Da entstehen dann Ungleichheiten, weil der Pool auf der einen Seite größer ist als auf der anderen Seite und dennoch aus beiden die gleiche Menge Wasser geschöpft werden soll.

  9. @ Christian

    *Mir etwas viel Opferhaltung. *

    Männer SIND Opfer des Auswahlverhaltens von Frauen, für die eben oft nur Männer in Frage kommen, die den berühmten „Kopf größer“ sind.

    Weshalb Männer auch, wollen sie ihre Chancen nicht dramatisch verringern, an eine attraktive Partnerin zu kommen, darum kämpfen müssen, diesen Kopf größer zu werden, die „Körpergröße“ zu erreichen, die für viele Frauen attraktiv ist.

    Die erreichen sie duch Leistung.

    Oder eben nicht.

    Nach denen kräht kein Hahn.

    Frauen SIND Opfer des männlichen Auswahlmusters, sie MÜSSEN jugendlich und schön sein, wollen sie einen attraktiven Partner ergattern.

    Das begackert der Feminismus laut und stark, bejammert das Zum-Opfer-gemacht-werden durch Männer, sieht aber nicht, wie das eigene, das weibliche Auswahlverhalten seinerseits Männer auch TATSÄCHLICH zum Opfer macht.

    Es ist ja so bequem und angenehm, sich als armes, machtloses UNVERANTWORTLICHES Opfer zu sehen und alle Schuld den Männern, den Tätern, den Mächtigen, unterjubeln zu können.

    Darum lasse ich keine Gelegenheit aus, darauf hinzuweisen, wo Männer zu tatsächlichen Opfern von weiblichem Verhalten werden.

    Der Witz dabei: Weil sich Geschlechter so selektieren, gegenseitig, schon seit sehr langer Zeit, WOLLEN beide Geschlechter (unbewusst oder explizit) so zum „Opfer“ gemacht werden, denn die, die so funktionierten, aus sich heraus, haben sich besser verkauft an’s Gegengeschlecht und damit erfolgreicher fortgepflanzt, WOLLEN Frauen oft schön sein, strengen sich an, um schön und jugendlich zu scheinen bis hin zur gesundheitsschädigenden Karikatur, wollen Männer imponieren durch „Potenz“ (die eben von Frauen nicht einfach an der Physis festgemacht wird, sondern auch sich symbolisch vermittelt als Status/Macht/Wohlstand/Führerqualität eines Mannes), streben nach Status bis hin zur gesundheitsschädigenden Karikatur.

    Es ist keine einfach aufzudröselnde Gemengelage aus Wollen und Müssen, die sich bei beiden Geschlechtern da ergibt und GEGENSEITIG bedingt, formt, herausfordert.

    Ich gebrauche ja gerne das Bild von den Mühlsteinen, die aufeinander rotieren, sich gegenseitig ab-und einschleifen.

    So formt das Begehren der Frauen Männer und das Begehren der Männer Frauen.

    Das ist mit den Begriffen feministischer Analyse nicht zu fassen, dieses Sich-aneinander-Abschleifen, so dass das eine Geschlecht dort Rillen bekommt, wo das andere Grate aufweist und umgekehrt.

    Das ist nicht einfach mit Herrschaft/Unterdrückung zu fassen, erst Recht dann nicht, wenn die Macht der einen Seite, die der Frauen, übersehen, geleugnet, verniedlicht wird, um die andere Seite als die von vorneherein schuldige, reparatiosnpflichtige, allein verantwortliche zu konstruieren.

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