Was Frauen antörnt XV

Aus dem Blog „Abgeschirmt“ und dem Beitrag „Was Frauen wollen. Der ultimative Flirtindex

Ich mag Männer, die irgendwie unnahbar sind. Männer, die einen lockeren Spruch auf den Lippen haben. Männer bei denen du merkst, dass hinter ihrem Lächeln ein mysteriöser, sexy Kern steckt. Irgendein aufregendes Geheimnis, das es zu ergründen gilt. Ich mag es, wenn Männer gut zuhören und zärtlich sind. Ich liebe es, wenn Männer mir Komplimente machen bis ich ganz rot werde, und mich dann in die Seite knuffen. (…) Nicht zu lieb, aber nicht ignorant. Romantisch, aber auf keinen Fall zu klischeehaft. Zuvorkommend, aber nicht zu nachgiebig. Er soll Komplimente machen, aber  im richtigen Moment, und auf keinen Fall soll er nur über das Aussehen sprechen. Er soll die Initiative ergreifen, aber das Mädchen niemals nie mit einem Standardspruch ansprechen.

Also im Prinzip der Alphamann mit tiefer Seele. Zu Teilen der Eigenschaften hatte ich ja schon bei „Mögen Frauen Arschlöcher?“ etwas geschrieben. Ein anderer Teil bedient klassische Attraction-Switches.

Reichtum und Attraktivität

Die Darstellung von Reichtum ist eine Möglichkeit seine eigenen Stärken anzuzeigen. Kostbare Gegenstände oder Gegenstände denen ein hohes Image zugewiesen sind , sind ein „costly signal“ nach der Signalling Theorie.

Sie können auch für einen gewissen Status sprechen, wenn die jeweilige Person einen Statusbegriff teilt, in denen Reichtum den Status erhöht. Auch hier kommt es häufig auf die Form der Präsentation an. Wird der Reichtum als Nebensache angesehen, die sich eben aus den positiven Eigenschaften ergeben hat wird er üblicherweise positiver bewertet als bei einer Präsentation des Reichtums um damit Eindruck zu schinden.

Das Reichtum aber eine gewisse Anziehung auf Frauen haben kann, zeigt sich in Studien durchaus:

Scientists have found that the pleasure women get from making love is directly linked to the size of their partner’s bank balance.

They found that the wealthier a man is, the more frequently his partner has orgasms.

“Women’s orgasm frequency increases with the income of their partner,” said Dr Thomas Pollet, the Newcastle University psychologist behind the research. (…)Pollet, and Professor Daniel Nettle, his co-author, believed, however, that the female orgasm is an evolutionary adaptation that drives women to choose and retain high-quality partners.

He and Nettle tested that idea using data gathered in one of the world’s biggest lifestyle studies. The Chinese Health and Family Life Survey targeted 5,000 people across China for in-depth interviews about their personal lives, including questions about their sex lives, income and other factors. Among these were 1,534 women with male partners whose data was the basis for the study.

They found that 121 of these women always had orgasms during sex, while 408 more had them “often”. Another 762 “sometimes” orgasmed while 243 had them rarely or never. Such figures are similar to those for western countries.

The university team showed women pictures of the same man sitting in two cars – a £70,000 silver Bentley Continental and a battered Ford Fiesta.

The women, who were aged between 21 to 40, picked the man sitting in the Bentley ahead of the same man in the Ford.

Dr Michael Dunn, of the University of Wales Institute in Cardiff, said it shows women rate a man higher if he is behind the wheels of a „fancy motor rather than in an old banger“.(…)

The researchers say the men tested in the same way are not impressed by whatever car a woman drives because they judge purely on her face and figure.

Beim ersten Artikel spricht die höhere Orgasmusrate auch dafür, dass die Personen mehr erregt durch ihren Partner waren. Eine Möglichkeit hierfür wäre, dass reiche Männer besser im Bett sind, sie erscheint mir aber eher unwahrscheinlich. Da Reichtum nur eine Form von Status ist, kann eine Frau natürlich auch mit dem brotlosen Künstler mit potentiellem zukünftigen Status sehr guten Sex haben oder mit anderen Personen, die sozialen Status ohne Reichtum transportieren können. Da aber auch unter den reichen Personen Leute sein werden, die darin gut sind, wirkt sich dies dann im Schnitt nicht aus.

Der zweite Bericht zeigt den Einsatz eines Wagens als Costly Signal. Wenn beide Personen in dem Wagen sassen ohne diesen besonders zu betonen oder auf ihn hinzuweisen wird gleichzeitig auch die negative Wirkung eines „Protzens mit Reichtum“ nicht erzielt, so dass das Auto sich positiv auswirkt.

Unterschiede in Zeugenaussagen von Männern und Frauen

Eine Studie hat die Zeugenaussagen von Männern und Frauen bewertet und diesbezüglich Unterschiede festgestellt:

The research focused on sex differences in the accuracy and quantity of memory recall for specific details of an event. The respondent sample included 280 participants (57.5% females and 42.5% males) with an average age of 19 years. The participants were shown a two-minute recording of a violent robbery, supposedly captured by a surveillance camera, and told their help was needed in verifying hypotheses for the criminal investigation. The results have shown that, overall, females are more reliable eyewitnesses than males. Most notably, females outperformed males in the accuracy of person descriptions, particularly in victim descriptions. Males were more accurate in describing the event and also more confident in their memory, especially when describing the place of the incident. However, male confidence was unjustified because females showed a higher degree of accuracy also in place descriptions. The quantity of recalled details revealed no sex differences, probably because a checklist was used to evaluate memory recall.

Quelle: „Gender-related differences in eyewitness testimony“ from Personality and Individual Differences

Frauen sind also im Schnitt die besseren Zeugen. Das passt zu den bereits anderweitig ausgezählten Unterschieden zwischen den Fertigkeiten von Männern und Frauen.

Dort hatte ich insbesondere darauf verwiesen, dass bei Frauen das vsiuelle Kurzzeitgedächtnis und die Wahrnehmungsgeschwindigkeit besser ist, was bei Tests der oben dargestellten Art von Vorteil ist.

Was bedeutet dies nun für Zeugenaussagen? Nichts, denn die Unterschiede sind zu gering um darauf eine Wertung für den Einzelfall, für die konkrete Zeugenaussage, herleiten zu können. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau genauer beobachtet hat, sagt auch nichts darüber aus, ob sie bestimmte Details im konkreten Fall besser wahrgenommen hat oder darüber, ob sie in diesem Fall die Wahrheit sagt.

Es zeigt insoweit nur Unterschiede zwischen Mann und Frau im Schnitt aus, die dann vielleicht wieder andere Vorgänge, beispielsweise warum Frauen in Berufen arbeiten würden, die eine schnelle Aufnahme und ein gutes visuelles Kurzzeitgedächtnis benötigen.