Status macht attraktiv: Julian Assange

Ob es nun eine Vergewaltigung war oder nicht, fest steht, dass die beiden Schwedinnen nicht abgeneigt waren, mit Julian Assange zu schlafen. Auch auf andere Frauen wirke Assange wohl sehr attraktiv:

The anonymous colleague said adoring supporters often threw themselves at Assange, 39, whose website is famous for embarrassing world leaders by publishing damaging secret documents.

The aide, a coordinator of the Swedish-based site, said: „A lot of women were extremely attracted to Julian and offered themselves to him.

„They’re like groupies with Mick Jagger – and he takes these opportunities.“

Das klingt nach mehr als man nach seinem Aussehen erwarten würde:

Assange sieht eher etwas nerdig aus, das weiße Haar macht ihn zwar zu etwas besonderem, aber sollte auch die Attraktivität nicht wirklich erhöhen.

Aber er legt sich mit den großen dieser Welt an, geht Risiken ein, es dürfte ihm gerade in der linkeren Szene einen gewissen sozialen Status geben, was auch wieder schön die Gruppenbezogenheit von Status zeigt.

Ein dominantes Auftreten, auch wenn es ihm gerade zum Verhängnis wird, dürfte einen weiteren Anteil daran haben.

(interessant dazu auch ein Artikel von  Roissy: The Assange “Rape”: A Case Of Spurned Groupies)

vgl. auch:

15 Gedanken zu “Status macht attraktiv: Julian Assange

  1. @ Christian

    Das ist ja auch eine der Einseitigkeiten in der gegenwärtigen Mann/Frau-Diskussion, die Beurteilung männlicher Untreue durch Frauen.

    Ich gestehe niemandem das Recht zu, das Herumvögeln eines Kachelmann oder eines Assange moralisch abzuurteilen, der nicht gleichzeitig bedenkt, wie leicht es statushohen Männern von Frauen gemacht wird, wie sehr sich Frauen subtil oder brachial ihnen vor die Füße schmeißen, wie schwer es einem statushohen heterosexuellen Mann gemacht werden kann, Nein zu sagen, wenn es ihm doch so leicht gemacht wird, wenn ihm angeboten, nachgetragen, hingehalten wird, wofür andere Männer lange kämpfen, werben, bitten müssen.

    Und es sind verdammt kluge, verdammt schöne Frauen darunter, die sich da oft sehr raffiniert anbieten.

    Es ist leicht, anderen ihr Herumvögeln vorzuwerfen, wenn man selbst nie das „Opfer“ unkeuscher Angebote geworden ist, nicht weiß, wie überzeugend die sein können, keine Vorstellung davon hat, wie oft die erfolgen, wie leicht es ist, wenn man ein entsprechendes Standing hat.

    Dann lernt man Frauen von einer ganz neuen Seite kennen, die sich dem „Alltagsmann“ wohl selten erschließt.

  2. Pingback: Status macht attraktiv: Julian Assange | My Wikileaks

  3. „“Ja, ich denke die meisten Männer in zB Tiger Woods Situation würden schwach werden.
    Deswegen sind diese „Sexsucht Seminare“ auch eher Maßnahmen zur Imagewahrung als alles andere.““

    @Christian

    Es sind nur Moralvorstellungen, die einen Mann von der Vielweiberei abhalten. Vielweiberei entspricht dem männlichen Sexualtrieb. Es ist völlig absurd, Tiger Woods therapieren zu wollen.

    Interessant ist, dass tradierte Vorstellungen von Moral und insbesondere von ehelicher Treue beim Mann nach wie vor eingefordert werden. Der Mann, der sich nicht daran hält, der ist ein Betrüger, ein charakterloses Schwein gar. Die Frau aber hat nur ihr gutes Recht auf sexuelle Selbstbestimmung wahrgenommen. So zumindest stellen es die feministisch kontaminierten Medien dar. Mir ist kein Fall einer fremdgehenden Frau bekannt, die sich nach der Aufdeckung ihrer Untreue medialen Angriffen ausgesetzt gesehen und sich anschliessend einer „Sexsuchttherapie“ unterzogen hätte.

    Die beiden Frauen, die Assange verklagten, haben sich ihm doch regelrecht an den Hals geschmissen. Sie fühlen sich jedoch nicht angemessen entlohnt für die erbrachte Dienstleistung. In Schweden gilt das als Vergewaltigung. Das schwedische Schlampenschutzgesetz (früher: Schwedische Verfassung) kennt da kein „Pardon“.

    • „Es sind nur Moralvorstellungen, die einen Mann von der Vielweiberei abhalten.“

      Das, und mangelnde Möglichkeiten. Letzteres dürfte auf die meisten Männer zutreffen, wenn Vielweiberei akzeptierter wäre, da dann ja das „Frauenangebot“ auch knapper wird.

      „Vielweiberei entspricht dem männlichen Sexualtrieb. Es ist völlig absurd, Tiger Woods therapieren zu wollen.“

      Ja, Treue ist kein Zustand, den man mit Therapie erreichen kann. Aber für die Promis ist es natürlich günstig, in eine solche Therapie gehen zu können. Würde mich interessieren, ob es da tatsächlich versucht wird oder es vor Ort mehr Imagepflege ist.

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