Arsen statt Phosphat als Baustein des Lebens

Arsen kann also zur Not statt Phosphat ein Baustein des Lebens sein, wie neuere Forschung herausgefunden hat.

Irgendwie toll, aber irgendwie auch nicht so überraschend. Die zuerst spekulierten Aliens wären da schon was anderes gewesen. Das Leben sich an nahezu jede Situation anpassen kann, dass hat man ja mehr oder weniger schon akzeptiert.

Das die Neuigkeit einen so hohen Stellenwert hat folgt im wesentlichen daraus, dass es ein Eingriff in die Grundbauweise des Lebens ist. Das ein so großer Schritt möglich ist, hatte man bisher nicht gedacht.

Es zeigt auch, wie bereits von Godboss in den Kommentaren zu der ersten Ankündigung dargelegt, dass die Wissenschaft offen ist für neue Funde.

Die Meldung wird wie zu erwarten in den Blogs vielfach besprochen:

  • Manifold legt die Grundlagen dar und hat Videos eingebunden, die die Prinzipien auch noch einmal erläutern.
  • Der Fischblog verweist darauf, dass auch mit diesem Fund unklar ist, ob sich Leben auf Arsenbasis entwickeln könnte und die Verbindung zu richtigen Aliens daher doch eher dünn ist.
  • Nerdcore sieht die Wahrscheinlichkeit von Leben auf anderen Planeten als  erhöht an.
  • Auch Gizmodo hat Erklärungen und Videos.
  • Bei dem Blueblogger hebt man die sich daraus ergebende Flexibilität des Lebens hervor.
  • Die Tagesschau spricht davon, dass das Leben neu buchstabiert wurde
  • Jochen Magnus findet die Mitteilung für Biologen hochspannend, für Laien aber eher nicht so bewegend. Zudem hat er die schöne Überschrift „Arsen und Spitzenforschung“.
  • Karl Olsberg findet die Entdeckung nicht außerirdisch, aber außergewöhnlich

Die große Presse berichtet natürlich auch:

2 Gedanken zu “Arsen statt Phosphat als Baustein des Lebens

  1. Es ist gut möglich, dass die Sensation gar keine ist, sondern nur das Ergebnis „unsauberer“ Laborarbeit (oder des verzweifelten Versuches der NASA durch aufmerksamkeitsheischende Berichterstattung mehr Haushaltsgeld der Regierung abzugreifen – „Seht her, wir sind wichtig, auch wenn wir keine Amerikaner mehr zum Mars schicken dürfen!“).

    siehe dazu hier

    http://www.slate.com/id/2276919/

    Das könnte dagegen eine echte Sensation sein: der Homo sapiens sapiens pflanzte sich nicht nur mit dem Neanderthaler fort, sondern auch mit einer anderen, heute ausgestorbenen (ausgerotteten?) Menschenart, den Denisowanern (benannt nach der südsibirischen Höhle, in der ihre Überreste entdeckt wurden.
    Deren Genom konnte aus einem Fingerknochen extrahiert und entschlüsselt werden.
    Allerdings wurden „Denisowaner-Gene“ bei modernen Menschen bisher nur im Genom einiger Melanesier-Gruppen entdeckt.

    Es lebten also einmal mindestens 4 Menschenarten gleichzeitig auf dem Globus, nachdem der Homo sapiens sapiens aus Afrika „ausgebrochen“ war vor ca. 60000 Jahren: Homo sapiens sapiens, Neanderthaler, Denisowaner und die zwergenhaften Menschen, die man auf Flores entdeckt hat („Hobbits“).

    Sapiens sapiens hat sich mit Neanderthalern gepaart und, so spekulieren Wissenschaftler, wohl auch mit einigen Denisowaner-Exemplaren auf seinem Weg nach Osten.
    Es würde ausreichen, wenn sich 50 Denisowaner mit ca. 1000 Homo-sapiens-sapiens-Individuen gepaart hätten, um die 4-6 % Denisowaner-Gene im Genom mancher Melanesierpopulationen zu erklären.

    Siehe hier:

    http://www.bbc.co.uk/news/science-environment-12059564

    Die heutige Menschheit ist genetisch längst nicht so uniform wie gedacht.

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