Pornografie und Sexualverbrechen

Alice Schwarzer wird nicht begeistert sein: Studien legen dar, dass Pornografie die Rate der Sexualverbrechen entweder absenkt oder gleich bleiben lässt.

A vocal segment of the population has serious concerns about the effect of pornography in society and challenges its public use and acceptance. This manuscript reviews the major issues associated with the availability of sexually explicit material. It has been found everywhere it was scientifically investigated that as pornography has increased in availability, sex crimes have either decreased or not increased. It is further been found that sexual erotica has not only wide spread personal acceptance and use but general tolerance for its availability to adults. This attitude is seen by both men and women and not only in urban communities but also in reputed conservative ones as well. Further this finding holds nationally in the United States and in widely different countries around the world. Indeed, no country where this matter has been scientifically studied has yet been found to think pornography ought be restricted from adults. The only consistent finding is that adults prefer to have the material restricted from children’s production or use.

Quelle: „Pornography, public acceptance and sex related crime: A review“ aus: International Journal of Law and Psychiatry, Volume 32, Issue 5, September-October 2009, Pages 304-314

 

33 Gedanken zu “Pornografie und Sexualverbrechen

  1. Ich glaube auch, dass Pornografie, insofern sie nicht Kindern zugänglich gemacht wird, nicht so das Problem darstellt. Dass Pornografie soziokulturelle Auswirkungen auf das Miteinander hat, scheint mir jedoch erwiesen zu sein.

    Ich bin allerdings auch der Meinung, dass die Rate der Sexualverbrechen gleichgehalten oder gesenkt werden kann. Nur müssen wir uns im Klaren darüber sein, dass Sexualverbrecher normalerweise auch keinen Mainstreamporno konsumieren, sondern meist grenzwertige BDSM-Produktionen, Fake-Rape Gechichten etc. bevorzugen.

    Auch das scheint mir bis zu einem gewissen Grade, wenn Jugendschutzmaßnahmen getroffen werden, in Ordnung zu sein, wobei man auch nicht vergessen sollte, dass wann immer es sich um „Darsteller“ handelt bestimmte Interessen dahinterstecken. Hinter jedem Dreh ein Mensch, der diesen Dreh mitunter auch aus Gründen macht, die ev. besser psychologisch aufgearbeitet werden sollten.

    Leider bestimmt auch in der Pornografie die Nachfrage den Markt. Insofern kann ich mir durchaus vorstellen, dass wenn gewisse Pornoproduktionen jetzt meinen öffentlich handeln zu müssen (publicd….), es allerdings bald ein Problem geben wird. Ich verweise diesbezüglich auf den Film 8 Millimeter.

    Cheerio

  2. @Pornoja
    „Nur müssen wir uns im Klaren darüber sein, dass Sexualverbrecher normalerweise auch keinen Mainstreamporno konsumieren, sondern meist grenzwertige BDSM-Produktionen, Fake-Rape Gechichten etc. bevorzugen.“

    Die Frage ist ja, ob Leute, die solche Pornos schauen signifikant häufiger Sexualverbrecher werden, oder ob nur Sexualverbrecher gerne solche Videos schauen.
    Ähnlich wie bei Egoshootern sehe ich da einen Unterschied.#

    Mit Snuff-filmen läßt sich meine ich kein großes Geld machen. Insofern sehe ich da keine sehr große Gefahr.

  3. „Die Frage ist ja, ob Leute, die solche Pornos schauen signifikant häufiger Sexualverbrecher werden, oder ob nur Sexualverbrecher gerne solche Videos schauen.
    Ähnlich wie bei Egoshootern sehe ich da einen Unterschied“

    Ich würde so antworten:
    Ich gehe davon aus – kann dies aber nicht belegen -, dass ein weit höherer Anteil (prozentual im Vergleich gemittelt) der Männer, die Sexualverbrecher werden/sind, „solche“ Videos konsumiert haben, als derjenigen Männer, die keine Sexualverbrecher werden.

    Also wenn du die Anzahl der Männer nimmst, die Sexualverbrecher sind und mit denen vergleichst, die keine sind, dann glaube ich schon, dass sich die Prozentzahlen der Konsumenten (noch?!) deutlich unterscheiden. Die Betonung liegt auf „glauben“.

    Wie gesagt, glaube ich, dass fast alle Männer empfänglich für Pornografie sind. Meines Wissens im Einklang mit der ET, die meisten Suchanfragen nach „Teens“, also Frauen im legalen gebärfähigen Alter. Dass sich dann die „Vorlieben“ auffächern, sei nur erwähnt. Festzustellen, und da ist kein Zweifel imho, ist ein Trend hin zu immer brutaler werdenden Formen der Pornografie. Warum das so ist, weiß ich nicht – es könnte aber durchaus kompensatorische Zwecke haben, an denen der Feminismus nicht ganz unschuldig ist.

    Cheerio

    • „Ich gehe davon aus – kann dies aber nicht belegen -, dass ein weit höherer Anteil (prozentual im Vergleich gemittelt) der Männer, die Sexualverbrecher werden/sind, „solche“ Videos konsumiert haben, als derjenigen Männer, die keine Sexualverbrecher werden.“

      Es ist für die Frage, welche Pornos man erlauben sollte, meiner Meinung nach interessant, ob ein Kausalverhältnis besteht.
      Also: Schauen Leute, die Sexualverbrechen begehen, brutale Videos, weil sie eh schon brutal sind und diese insoweit gefallen oder erzeugt das schauen der brutalen Videos den Wunsch ebenfalls brutal zu werden und verleitet erst zu dem Verbrechen?
      Im ersteren Fall wäre eine Einschränkung sinnlos. Im zweiteren Fall könnte sie etwas bringen. Da mehr brutale Videos vorhanden sind und insbesondere der Zugriff durch das Internet anonym geworden ist, sich aber keine Erhöhung einstellt, scheint mir aber eher die erste Variante zuzutreffen.

      „Meines Wissens im Einklang mit der ET, die meisten Suchanfragen nach „Teens“, also Frauen im legalen gebärfähigen Alter.“

      Ja, Frauen zwischen 18-25 sind denke ich am begehrtesten, mit einer Betonung auf dem niedrigeren Alter. Das da ein biologischer Aspekt dahinter steckt scheint mir sehr wahrscheinlich, weil leicht vorstellbar ist, wie sich so etwas verfestigt hat und vorteile brachte.

      „Dass sich dann die „Vorlieben“ auffächern, sei nur erwähnt.“

      Wobei ja selbst in den Vorlieben eher die Handlungen als das Ausssehen der Darstellerinnen eine wesentliche Rolle spielt.

      „Festzustellen, und da ist kein Zweifel imho, ist ein Trend hin zu immer brutaler werdenden Formen der Pornografie.“

      Das ist die Frage. Vielleicht nehmen wir es auch einfach mehr wahr, weil insgesamt die Menge an verfügbarer Pornografie größer geworden ist.

      „es könnte aber durchaus kompensatorische Zwecke haben, an denen der Feminismus nicht ganz unschuldig ist.“

      Ich hatte eine Reportage über Pornografie – ich glaube es war „9 to 5“- gesehen, bei der dargestellt wurde, dass alles was heute gemacht wird auch schon in den frühen Pornos zu finden ist. Pornos gibt es ja fast seit es die Möglichkeit gibt Filme zu machen.
      Ich denke es wird hier der Wunsch als Mann mit hohem Status wahrgenommen zu werden, der mit Frauen machen kann, was er will, bedient. Der dürfte ebenfalls recht alt sein. Vielleicht benötigt er aber heute deutlichere Bilder.

  4. „Ich glaube auch, dass Pornografie, insofern sie nicht Kindern zugänglich gemacht wird, nicht so das Problem darstellt.“

    Dass man Pornografie nicht Kindern zugänglich machen kann, liegt am Kontrollbedürfnis der Eltern und nicht daran, dass das negative Auswirkungen hätte. Negative Auswirkungen konnten nämlich nicht gefunden werden und kommen mir auch gänzlich unplausibel vor.

    • Soso, du würdest dir also mit deinen Sprößlingen nachmittags ganz entspannt mal nen Fisting-Porno reinziehen, so anstelle der Sendung mit der Maus?

    • Negative Auswirkungen sind Interpretationssache. DASS Pornos durchaus Auswirkungen auf Kinder haben, ist klar. (kognitive Verständnisschwierigkeiten)
      Wie diese bewertet werden, ist Sache des gesellschaftlichen Umfeldes.

      Porno ist indes nicht gleich Porno.

      Just my 2Cents

    • Na Robert, jetzt schießt du aber über das Ziel hinaus. Zu behaupten, dass ein Video von „elitep…“ um hier eine harte sm-produktion zu nennen, bei einem 4jährigen Kind keine Auswirkungen hat, erscheint mir gelinde gesagt grob fahrlässig. Oder mal schnell ’nen Porno mit dem Kind ansehen, wo sich Frauen oder Männer ihrer Vorliebe für KV widmen. Kinder können so etwas noch nicht einordnen und werden in einer Latenzphase sexualisiert. Über Erotika ließe sich m.E. noch diskutieren. Aber den Rest lehne ich kategorisch ab.

      @ Christian
      „Ich hatte eine Reportage über Pornografie – ich glaube es war „9 to 5″- gesehen, bei der dargestellt wurde, dass alles was heute gemacht wird auch schon in den frühen Pornos zu finden ist. Pornos gibt es ja fast seit es die Möglichkeit gibt Filme zu machen.“

      Dann drücke ich es anders aus. Ich glaube auch, dass es z.B. Gewaltpornographie schon zu Vintagezeiten gab. Was ich allerdings weiters glaube ist, dass sich die Skala hier hin zur Mitte, zum Standard verschoben hat. Ich meine, dass sich in den meisten Videos – spezielle Fetische jetzt mal außen vor – männliches Dominanzverhalten widerspiegelt. Wo wir wieder beim Feminismus und der Biologie wären.

      Man könnte diese Verschiebungen durchaus auch als Bestätigungen für die biologische Betrachtungsweise deuten, und als Kompensationen werten, für eine seit knapp 40 Jahren feminisierte Kultur, in der diese klassischen Rollenmuster nicht mehr greifen dürfen, obwohl imho die überwiegende Mehrheit der Menschen noch unbewußt danach handelt. Es gibt m.E. genügend empirische Untersuchungen, die darauf hinweisen, dass sich Frauen in der Regel nach einem starken Mann, einer Schulter zum anlehnen und einem „dominanten“ (jetzt relativ zu betrachten) sexuellen Gegenpart sehnen. So scheint es ein Faktum zu sein, dass die männlichen Verlierer der Emanzipation und Mädchen- und Frauenförderung seltener Partnerinnen abbekommen, wenn sie keinen entsprechenden Status haben und Frauen, mögen sie noch so erfolgreich sein, selten „nach unten“ heiraten.

      Salopp gesagt: Vom Bauarbeiter vögeln lassen ja, eine Partnerschaft nein.

    • @Robert Michel

      Ich denke, dass früher die Aufklärung auch wesentlich eher dadurch erfolgte, dass die Kinder im gemeinsamen Schlafraum was mitbekamen.
      Allerdings dürfte es für Kinder unter einem gewissen Alter schwer sein, das Konzept hinter Sex zu erkennen, weil sie den Reiz nicht nachvollziehen können.
      Das dann folgende Gespräch dürfte dann meist eher für die Erwachsenen peinlich sein.
      Bei extremen Praktiken wie Fisting würde sicherlich Erklärungsbedarf bestehen.

      Aber ich glaube auch nicht, dass ein Kind in der Pubertät durch einen normalen Porno schaden nimmt.
      Schauen werden sie sie eh alle, brauch ja nur einer in der Klasse Zugriff auf ein Pornoportal über seinen Computer zu haben, dann kann er den Rest der Klasse versorgen.
      Ich vermute eher, dass die meisten etwas älteren Kinder heutzutage einen unbeschränkten Internetzugriff haben. Da lassen dann ja Adressen wie youporn oder pornhub keine Wünsche mehr offen.

  5. Les ich da jetzt falsch oder steht in dem Abstrakt nichts über die Zahl von SexualverbrecherInnen? Ich lese da nur was über die Einschätzung von Pornographie und wem sie zugänglich sein sollte und dem einzigen Punkt, der global zu sein scheint, dass Kinder keine Pornos sehen sollten (egal welche Form von Pornographie).

    Um näheres zu lesen, steht da, muss ich mich registrieren.

    • Du liest falsch:
      “ It has been found everywhere it was scientifically investigated that as pornography has increased in availability, sex crimes have either decreased or not increased.“

      Wenn mehr Pornographie verfügbar ist, dann bleibt die Zahl der Sexualverbrechen gleich oder geht zurück. Keine neue Erkenntnis, Arne Hoffmann hat die wissenschaftlichen Erkenntnisse dazu schon vor 10 Jahren in „Sind Frauen die besseren Menschen?“ zusammengefaßt.

      • @JP
        Danke fürs übersetzen.

        Wobei sich mir grad die Frage nach Analysemethode stellt. „Zahl der Sexualverbrechen“ ist ja nichts, was man irgendwo nachlesen kann. Es gibt die, die angezeigt werde weil sie eine rechtliche Grundlage zur Verfolgung haben (In Polizeistatistik nachlesbar). Und da gibt es die Zahl derjenigen, die nicht anzeigen = Dunkelziffer (Schätzwerte möglich).
        Dann gibt es die Sexualverbrechen, die an sich keine sind, weil sie (noch) keine rechtliche Verfolgungsgrundlage haben.
        Dann gibt es auf Sexualität basierende Verbrechen, die nicht als solche gesehen werden, weil sie in eine andere Kategorie fallen (z.B. Beziehungstat, Amoklauf, Vergewaltigung UND Mord oder ähnliches).

        Dann sollte da noch der Zeitraum der Tat berücksichtigt werden. Manche, deren z.B. Vergewaltigung schon einige Jahre her ist, zeigen jetzt erst an.

        Ich sage nicht, dass die obige Aussage nicht valide ist. Klar, die Medien bauschen auch einiges auf und filtern vieles raus. Wollte nur erwähnt haben, dass Abstracts nur sehr verkürzt sind und wieder erweiternd gelesen werden sollten.

      • @Khaos.Kind

        Die Frage wäre ja: Gibt es Gründe zu der Annahme, dass heute eine Vergewaltigung seltener angezeigt wird als früher? Und sind Umbrüche ab dem Zeitpunkt der großflächigen Verfügbarkeit von Pornos vorhanden (denn es ist damit zu rechnen, dass die Anzeiggewohnheiten sich langsamer ändern als die Verfügbarkeit von Pornos)
        ich würde beides verneinen. Mir sind auch keine Studien bekannt, die eine höhere Dunkelziffer nahelegen.

      • @Christian
        Natürlich werden Vergewaltigungen heute öfter angezeigt als noch vor 40 Jahren. Weil es durch die umfassende Öffentlichkeitsarbeit eine Verschiebung im Bewusstsein gab (zum Glück). Was sich allerdings auch verschoben hat, ist die Handlung, die unter „Sexualstraftat“ fällt und zwar im Sinne einer Ausweitung. Daher kann ich mir nicht vorstellen, dass es wirklich eine empirische Basis gibt, auf der man eine „mehr oder weniger“-Studie erstellen kann.
        Ich würde bezweifeln, dass die Anzeigegewohnheiten groß mit der Verfügbarkeit von Pornos korrelieren. Die hängen größtenteils mit dem bereits erwähnten gesellschaftlichen Bewusstsein zusammen. Es ist Gang und Gäbe, dass Frauen noch unterstellt wird, sie wollen sich einen Job erklagen, sie wollen mit einer Anzeige wegen sexueller Belästigung eine Beförderung erzwingen, sie hätten halt nicht mit einem fremden Typen was trinken gehen und dabei nen kurzen Rock tragen sollen, „das sei doch nicht so schlimm“ (erst gestern in einer Tageszeitung gelesen) oder ähnliches.
        Solche gesellschaftlichen Vorstellungen haben mit freier bzw. frei verfügbarer Sexualität nicht besonders viel zu tun – finde ich.

      • @Khaoskind:

        „Natürlich werden Vergewaltigungen heute öfter angezeigt als noch vor 40 Jahren.“

        Dann hätten wir durch Pornos ja eher ein relatives absinken der Sexualstraftaten. Und wie ich oben vermutet hatte gibt es keinen Beleg für ein Absinken der Anzeigehäufigkeit.

        „Weil es durch die umfassende Öffentlichkeitsarbeit eine Verschiebung im Bewusstsein gab (zum Glück). Was sich allerdings auch verschoben hat, ist die Handlung, die unter „Sexualstraftat“ fällt und zwar im Sinne einer Ausweitung.“

        Also es fallen heute mehr Taten unter Sexualstraftat? Das glaube ich – abgesehen von der Vergewaltigung in der Ehe, de Jugendschutz und den Schwulenparagraphen – eher nicht. Die sonstigen §§ des STGB sind meine ich recht stabil geblieben.

        „Daher kann ich mir nicht vorstellen, dass es wirklich eine empirische Basis gibt, auf der man eine „mehr oder weniger“-Studie erstellen kann.“

        Das wäre ja gerade die Basis für eine weniger Studie. Wenn die Taten mehr angezeigt werden, aber die Zahl der Taten gleich bleibt, dann hat man ein Absinken.

        „und Gäbe, dass Frauen noch unterstellt wird, (viele Fälle)“

        Die Leute sind da glaube ich schon vorsichtig.
        Wobei es natürlich auch einen Mißbrauch mit dem Mißbrauch gibt.

        „Solche gesellschaftlichen Vorstellungen haben mit freier bzw. frei verfügbarer Sexualität nicht besonders viel zu tun – finde ich.“

        Und was genau leitest du daraus her?

  6. @robert Michel

    Trotzdem hast du meine Frage nicht beantwortet.
    Wenn du sagst, dass Pornokonsum bei Kindern keine negativen Auswirkungen hat, sollte sowas doch im Bereich des Möglichen sein

      • Ähm, ja hinter der Behauptung „Null Empirie, …“ steckt ja auch viel Empirie dahinter. Es geht ja auch nicht vordergründig um die Präferenzstruktur, aber seis drum. Bitte verschonen Sie mich mit dem bisexuellen Autosadisten Kinsey und seinen „Ergebnissen“, gewonnen aus Daten von Pädophilen Kinderschändern, die immer noch als Gegenargumente ins Feld geführt werden.

        Ich jedenfalls hätte meine Probleme gehabt, mir mit 5 Jahren mit meinen Eltern Sm-Pornos anzusehen. So einfach ist das. Und vom Pornogucken mit den Eltern zu weiteren Handlungen ist dann auch nur noch ein schmaler Grad, aber wie gesagt, seis drum. Jeder muss selber wissen, wofür er steht.

      • Ihre Phantasie hätte ich gerne, von der Frage ob Pornos für Kinder schädlich sein, sofort an SM-Pornos und Pädokriminalität an den eigenen Kinder zu kommen, das kann nicht jeder.

        Von meiner Seite Ende der Diskussion.

  7. @Pornoja

    „Dann drücke ich es anders aus. Ich glaube auch, dass es z.B. Gewaltpornographie schon zu Vintagezeiten gab.“

    ich glaube schon. In besagter Reportage war jedenfalls von Analsex bis zu einer Bondageszene alles dabei. Aber heute hat man natürlich auch einfach andere Möglichkeiten zu seinen Gelüsten zu stehen als damals.
    Irgendwo habe ich mal gelesen: „wenn du damals gesagt hast, dass du Sex von einer Frau mit einem Hund sehen willst, dann musste man ziemlich lange suchen, bis einer das hatte. Heute fragt man dich welche Hundesorte du am liebsten sehen willst“. Das dürfte daran liegen, dass das Internet beliebige Mengen Pornos vorhalten kann, der damalige Ladenbesitzer aber eher einen Karton unter dem Tisch hatte. Das Internet wird eben gerade im Longtailbereich groß. Das dürfte auch mehr sichtbar machen.

    „Was ich allerdings weiters glaube ist, dass sich die Skala hier hin zur Mitte, zum Standard verschoben hat. Ich meine, dass sich in den meisten Videos – spezielle Fetische jetzt mal außen vor – männliches Dominanzverhalten widerspiegelt.“

    Es gibt ja auch eine Menge sehr aggressiver Pornostars, die Verlangen gefickt zu werden und dem Mann allerlei befehlen. Sasha Grey wäre da zum Beispiel zu nennen. Wie würdest du die einordnen?

    „Man könnte diese Verschiebungen durchaus auch als Bestätigungen für die biologische Betrachtungsweise deuten“

    Dann ja insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass ein gewisses dominantes Verhalten auch den weiblichen Pornoschauerinnen gefallen würde.

    „Es gibt m.E. genügend empirische Untersuchungen, die darauf hinweisen, dass sich Frauen in der Regel nach einem starken Mann, einer Schulter zum anlehnen und einem „dominanten“ (jetzt relativ zu betrachten) sexuellen Gegenpart sehnen.“

    Da wirst du bei mir keinen Widerspruch erhalten

    „So scheint es ein Faktum zu sein, dass die männlichen Verlierer der Emanzipation und Mädchen- und Frauenförderung seltener Partnerinnen abbekommen, wenn sie keinen entsprechenden Status haben und Frauen, mögen sie noch so erfolgreich sein, selten „nach unten“ heiraten.“

    Würde ich auch so sehen.

  8. Zu Sasha Grey:
    Ich habe eine Zeit lang geglaubt, es handelt sich bei ihr um eine sehr intelligente, zu ihrer Sexualität und Vorlieben stehenden Frau. Für intelligent halte ich sie immer noch. Dann habe ich von einer „Predigerin“ und einem Expornostar „Shelley Lubben“ erfahren und mir gedacht, typisch männlich :), diese evangelikale Sch… schaue ich mir einmal an. Ich bin nur ehrlich.

    Ich habe dann einen Porno von ihr gesehen, und sie hat genau wie Frau Grey die Männer beschimpft, verlangt etc. Seit diesem Zeitpunkt glaube ich schon eher, dass es sich bei Frau Grey um eine kompensatorische Geschichte handelt. War sie doch eine zeitlang mit ihrem Pimp zusammen, wenn es mich nicht täuscht.

    Du darfst auch nicht vergessen, dass in der ganzen Pornogeschichte vieles nur gespielt wird. Mit dem Befehlston kann sie auch nur meinen, dass derjenige, der Sex mit ihr hat, sie mal kann – er kriegt sie nicht klein. Ich bin allerdings kein Verhaltenstherapeut. Ich hätte allerdings noch ein Argument, das ich aber nicht anbringen werde.

    @ Robert Michel
    Ähm, belassen wirs dabei. Marathon?

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