Pornokonsum, Testosteron und Wahlerfolg

Wie Biologie zu einem bestimmten Verhalten bei Menschen im Schnitt führt, sieht man schön an diesem „Test“ (via Nerdcore)

According to a new study in this month’s Evolution and Human Behavior, researchers expect a significant increase in Google search terms like “xvideo,” “tits,” and “boobs” in states in that voted Republican in yesterday’s midterm elections—and a significant decrease in those that voted Democrat.* This phenomenon is likely because victory increases testosterone levels, creating a biological impulse to go out and spread one’s seed

Erfolg lässt Testosteron ansteigen, Testosteron macht geil. Die Leute merken diesen Anstieg ihrer Lust und suchen nach Pornos.

Niederlagen lassen das Testosteron absinken. Die Leute sind weniger geil. Sie suchen daher nach anderen Sachen als Pornos.

Jetzt wird sich keiner der Personen von seiner Biologie gesteuert gefühlt haben oder die Auffassung vertreten, dass es nicht sein freier Wille war, sich befriedigen zu wollen. Man hatte eben Lust (oder in den Staaten, die verloren haben keine Lust) und hat danach gehandelt.

 

11 Gedanken zu “Pornokonsum, Testosteron und Wahlerfolg

  1. Für mich ganz klar evolutionär zu erklären. Wenn ich bestätigt werde, Anklang finde, erfolgreich bin, werde ich geil, dh. ich will mich vermehrt fortpflanzen, um im evolutionären Kontext zu bleiben, und meine „erfolgreichen“ Gene weitergeben. Leuchtet ein.

    Jedoch gebe ich zu bedenken, dass die erfolgreichsten Magnaten wohl soviel arbeiten, dass zu viel Erfolg dahingehend schädigend ist.

    Da nützt es auch nichts eine jüngere Frau zu haben, ab und zu zur Domina zu gehen und daneben 80 Stunden zu arbeiten, während ein Sportler die Frauen scharenweise „flach“ legt.

    Zum Pornokonsum. Ich wage die Behauptung, dass erfolgreiche Männer weniger Pornos konsumieren als erfolglose, und ihren Erfolg, wenn nicht zu kräftezehrend, wie oben beschrieben, lieber real umsetzen wollen.

    Aber letztlich würde ich sagen, dass jeder Mann von Pornos angesprochen wird, wobei sich natürlich die Art der Pornos schon unterscheidet.

    Und übrigens, an alle Feministinnen da draußen, viele Frauen fühlen sich durch „gut“ gemachte Pornos, in denen sie die Lust des Mannes sehen, genauso angesprochen.

    • @Martin
      „Da nützt es auch nichts eine jüngere Frau zu haben, ab und zu zur Domina zu gehen und daneben 80 Stunden zu arbeiten, während ein Sportler die Frauen scharenweise “flach” legt.“

      Ist richtig. Aber für eine biologische Routine reicht es eben aus, dass sie zur Zeit der Entstehung üblicherweise zu einem Erfolg führte. Das man sie in modernen Zeiten in ein Gegenteil verkehren kann, ist unbeachtlich.

      Sieht man ja schon beim Essen. In der Steinzeit waren Fettpolster gut. Heute wären wir froh, wenn wir gut essen könnten ohne dick zu werden.

      „Ich wage die Behauptung, dass erfolgreiche Männer weniger Pornos konsumieren als erfolglose, und ihren Erfolg, wenn nicht zu kräftezehrend, wie oben beschrieben, lieber real umsetzen wollen.“

      Sicher, aber auch erfolgreiche Männer können eine Wahlnacht single sein und auch eigentlich erfolglose Männer können sich den Erfolg einer von ihnen unterstützen Partei zurechnen.

      „Und übrigens, an alle Feministinnen da draußen, viele Frauen fühlen sich durch “gut” gemachte Pornos, in denen sie die Lust des Mannes sehen, genauso angesprochen.“

      Das werden viele Feministen auch gar nicht bestreiten.

  2. „Jetzt wird sich keiner der Personen von seiner Biologie gesteuert gefühlt haben oder die Auffassung vertreten, dass es nicht sein freier Wille war, sich befriedigen zu wollen. Man hatte eben Lust und hat danach gehandelt.“

    So fies ist eben die Natur, sie erzeugt einfach Handlungsanreize in uns, unabhängig von Diskursen.

    Ähnlich ist es ja auch bei der Schönheit. Im Grunde kann es einem ja gleich sein, wie groß die Brüste oder wie lang die Beine der Partnerin sind, ist es aber nicht. Da ist die Natur unmittelbar im Bewusstsein präsent.

  3. Es gibt auch viele alternative Erklärungsmöglichkeiten. Z.B. dass Testosteron die Werte attraktiver erscheinen lässt für die die Rebs stehen (Wettbewerb, harte Außenpolitik) und so die Korrelation zustande kommt.

  4. Gute Idee zur Überprüfung!
    In dem oben verlinkten Ursprungsbeitrag ergibt sich aber, dass diese Ursache auszuschalten ist:

    Wenn die andere Partei gewonnen hat, zeigt sich das gleiche Bild, nur eben in anderen Staaten.

    „According to this research, that is exactly what we have seen in the past three major elections in the U.S. In the week following the 2004 U.S. presidential election, Google searches for pornography increased above the average for the year in red states and fell in blue states. After the midterm elections in 2006, when the Democrats took control of the House of Representatives and the Senate, Google search terms for porn increased in blue states—and fell (rather dramatically) in red states. And in the week following the 2008 presidential election, porn searches were up again in the blue states and down again in the red states. „

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