Die Tage

Als Mann hat man ja irgendwie ein ambivalentes Gefühl gegenüber „dieser Zeit im Monat“.

  • es schränkt den Sex ein
  • einige Frauen sind extrem dünnhäutig
  • sie ist nicht schwanger!

Man freut sich also irgendwie schon, wenn die Tage kommen. Aber eben auch nicht so richtig.

Der Umgang hiermit ist auch von Frau zu Frau ganz verschieden. Die einen haben keine Probleme damit an den Tagen weiterzumachen (hier haben wiederum die Frauen Vorteile, die durch Analsex kommen), die anderen setzen vollkommen aus und betrachten es als Liebesbeweis des Mannes, wenn man da mitzieht. Nach einer unrepräsentativen Stichprobe meinerseits würde ich sagen, dass Frauen, die Binden benutzen etwas zurückhaltender sind als Frauen, die Tampons benutzen. Von Germaine Greers Empfehlung, einmal das eigene Menstruationsblut zu probieren scheinen mir die meisten Frauen weit entfernt zu sein. Viele finden schon die Vorstellung, dass man sie an diesen Tagen leckt ekelig, obwohl in der Nähe des Kitzlers ja kein Blut vorhanden ist. Ich denke es hat gute Gründe, warum die Werbung blaue Ersatzflüssigkeit verwendet.

Interessant sind natürlich auch die hormonellen Veränderungen während des Zyklus. Der Testosteronzyklus steigt und sinkt innerhalb des Zyklus, am höchsten ist er um die fruchtbaren Tage herum (ein Hinweis der Natur: Jetzt bitte Sex haben). Ebenso sinkt und steigt die Fähigkeit zum räumlichen Denken mit dem Testosteronlevel. Mit einem Ungleichgewicht von Progesteron und Östrogen kommt es zu Stimmungsschwankungen, schlechter Stimmung und evtl. PMS.

10 Gedanken zu “Die Tage

  1. @ Christian
    Ich finde deinen Blog sehr gut, nur deine sexuellen Einlassungen manchmal – na ja, ist ja dein Blog.

    Polemik:
    „Man könnte ja auch seine eigene Sch.. probieren, nur mit der Zwecksetzung, dass der Partner dann zu seinem heiß geliebten Analverkehr kommt – oder sich mal übergeben und seine eigene K… kosten, damit der Partner zu seinem heiß geliebten „Deepthroat mit Abgabe“ kommt.“ Bitte am Boden bleiben!!

    Ich habe den Bericht über die Leistungen der Frauen bei IQ-Testungen in Bezug auf ihre Tage gelesen, finde sie jedoch äußerst schwach. Hier macht man den Fehler, einzelne Studien aufzuführen, die frisch sind und somit noch nicht im wissenschaftlichen Diskurs als gefestigt gelten können.

  2. @Maren
    Bezwecken? Nicht alle Beiträge haben einen Zweck in dem Sinne. Anlass hier war, dass eine Frau ihre Tage hatte und ich dazu etwas reflektiert habe.
    Die Aussage mit dem räumlichen Denken ist interessant, weil genau dies durch die Theorien vorausgesagt wird. Mehr Testosteron gleich besseres räumliches Denken. Diesen Effekt kann man nicht nur bei Mann und Frau sehen, sondern auch bei Frauen im Laufe ihres Zyklus. Das spricht gegen eine gesellschaftliche Prägung und für eine biologische.

  3. Und das heisst im Endeffekt was?
    Frauen raus aus der Arbeitswelt, die können ja nur an ein paar Tagen im Monat räumlich denken?
    Juhu, wir Männer sind doch schlauer?
    Was heisst es?

    P.S.
    „Anlass hier war, dass eine Frau ihre Tage hatte und ich dazu etwas reflektiert habe. “

    Ich lach mich kaputt! Ich reflektier ja auch immer gern zu meinen Tagen oder den Tagen der Frauen in meiner Umgebung. Manchmal gründen wir auch Reflektionsgruppen, wo wir dann über die jeweils anderen reflektieren.

    und dabei tragen wir diese Tampons:

  4. Zu dem Thema PMS würde als Mann sehr gerne etwas als Ausgleich in die Waagschale werfen.

    In „Männer auf der Suche“ von Steve Biddulph wird dieser manch männliche und nicht selten sexistische Hinweis begegnet, dass manche Männer nicht selten an PSS – präsexueller Spannung – leiden und stellt ein paar schöne Zusammenhänge zu Geistesheroen wie Napoleon oder auch die Kubakrise Oktober 1962 her.

    Einen klasse Konter fand ich im Film „Wer ist Mr. Cutty“ mit Whoopy Goldberg.

    Die abwertende Anmerkung ihres Kollegen mit PMS beantwortete sie mit „Wenn ich meine Tage hätte wärst Du schon längst tot!“

    Was ich damit sagen will, ein entspannterer und relativierter Umgang mit diesem Hinweis, den auch Hedwig Dohm schon auseinandergenommen hat, wäre m.E. wohltuend.

    Männer sollen ja angeblich lt. einer Boulevardzeitung auch einen ganz anderen Zyklus haben :

    Morgens sei der Testosteronspiegel höher und manch einer wäre etwas reizbarer und agressiver als am Nachmittag.

    Könnte ich mir selbst sogar etwas anziehen. Aber eine Kollegin sagte mir mal vor Jahren, die sei auch ein Morgenmuffel.

    Was solls.

  5. @Thomas

    Deine Ausführungen zu PMS bedeuten ja nicht, dass es PMS nicht gibt.

    Richtig ist, dass der Testosteronspiegel der Männer morgens meist sehr hoch ist.
    Trägt zur „Morgenlatte“ bei und zur sexuellen lust am Morgen.
    Testosteron und Aggression sind wieder ein anderes Thema. Ich denke, dass es sich eher auf das Bewusstsein für Status auswirkt und einige Menschen eben gerne ihren Status durch Gewalt erhöhen oder erhalten wollen. Zudem erhöht Testosteron ja auch die Risikobereitschaft.

  6. „Trägt zur “Morgenlatte…”

    Klasse.

    Da fällt mir ein Spruch ein, den ein Kumpel damals von der Abendschule – auch einer der Kategorie Sammler und Jäger – zu einer Hochzeitsfeier in das ausgelegte Glückwunschbuch geschrieben hat :

    „Ein schönes Tier, das ist die Ratte,
    doch schöner ist, die Morgenlatte.“

    War ne tolle Party.

  7. Pingback: Robin Urban und die Frage, ob im Maskulismus nicht mehr über Männer geredet werden sollte | Alles Evolution

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