Gut im Bett

Meinen Bedarf an Klatsch und Tratsch stillt die Seite „What would Tyler Durden do?“ recht zuverlässig. Außerdem mag ich seine Art des Humors.

Gerade ging es um ein Interview mit Kate Perry, in dem diese angab sehr gut im Bett zu sein:

“Like Ludacris rapped, ‘I’m a lady in the street and a freak in the bed’. “I can’t rate myself, but if you ask Russell I’m sure he’d give me a 10 out of 10.”

In der Tat meine ich, dass diese Kombination sehr begehrt ist. Man will eine treue Frau, die aber mit einem selbst alle Tabus fallen lässt. Eine klassische Madonna Whore Sache.

Interessant ist die Wertung von Brandon:

Oh god this marriage is so doomed. Girls who think their freaks in bed usually aren’t. Girls who say nothing usually are.

Girl version of hot sex = strawberries in bed.

Guy version of hot sex = a stripper named Strawberry with her tongue in his girlfriends ass.

Das Frauen, die zu sehr darüber reden, dass sie gut sind, nicht gut sind, ist eine nicht selten gehörte Aussage. Ich habe schon Frauen erlebt, die gut waren und das auch so sagten, und Frauen, die sagten, dass sie gut seien und dann relativ verklemmt waren, man durfte zB noch nicht einmal im Mund kommen, „weil das ekelig ist“.

Bei Frauen bestimmt sich für mich „gut im Bett“ im wesentlichen danach, wie gerne sie Sex haben und was sie machen und mit sich machen lassen. Guter Sex entsteht, wenn beide Spass am Sex haben und beide Spass daran haben, dem anderen möglichst viel Lust zu bereiten, verbunden mit einer gewissen Offenheit in den Praktiken. Blasen ist ja heutzutage eine Selbstverständlichkeit, ebenso wie lecken, eine Frau, die von sich behauptet, sehr gut im Bett zu sein,  müsste meiner Meinung nach auch Analsex anbieten, was ja glücklicherweise immer häufiger wird. Fähigkeiten im Sinne eines Wissens an sich muss die Frau gar nicht unbedingt haben. Klar, eine Frau, die gut blasen kann ist schon nichts schlechtes, andererseits sind die Grundkenntnisse schnell beigebracht. Ich hatte schon Sex mit einer Jungfrau, der in einem Wochenende im Bett endete und ihr Enthusiasmus (endlich) alles auszuprobieren hat mangelnde Fähigkeiten vollkommen aufgewogen.

Ist es wahr, dass Frauen, die behaupten gut zu sein, selten gut sind? Was macht eine Person gut im Bett?

 

32 Gedanken zu “Gut im Bett

  1. Na ja, Christian. Gut ist relativ. Es gibt ja verschiedenste Faktoren. Die Stärke des Sexualtriebes unterscheidet sich von Mensch zu Mensch. Ich finde das Beispiel aus deinem Sexualleben schon weit hergeholt – und wohl nicht die vielbeschriebene Norm. Meine Erfahrung ist eher dahingehend, dass die Sexualisierung zu, die sexuelle Aktivität eher abnimmt, jedenfalls in Paarbeziehungen.

    So sehe ich eher, dass viele junge Männer schon damit zufrieden sind, Pornos zu sehen und sich selbst zu befriedigen. Und diese Zahl nimmt zu!

    Letztlich ist gut doch immer, was beiden gefällt und beide wollen. Wenn eine nicht will, dass du ihr in den Mund kommst, dann ist das legitim. Das hat mit gut oder schlecht doch nichts zu tun.

    Ich hatte als Student einmal ein Erlebnis mit einer Frau, die mich nach kurzer Zeit anal penetrieren wollte. Ich wollte das nicht, bin ich deswegen „schlecht“ im Bett?

  2. @Klaus

    Natürlich sind die Geschmäcker verschieden. Dem einem mag dies gefallen, dem anderen das.

    Allerdings würde ich sagen, dass man, wenn man angibt sehr gut im Bett zu sein, bestimmte Praktiken beherrschen sollte. Man kann sie ja weglassen, wenn der andere sie nicht möchte.

    Ob die Sexualisierung abnimmt ist eine Frage, die unabhängig davon ist. Ich bezweifele allerdings, dass viele junge Männer mit Pornos zufrieden sind. Ich denke die meisten Männer würden die Pornos lieben gern gegen Frauen tauschen, die genau das mit ihnen gerne machen, was in den Pornos gezeigt wird, sie bekommen es aber nicht hin.

    Für mich persönlich gehört Blasen dazu und Blasen, bei dem sie vorher aufhört ist nicht so gut wie ein „komplettes Blasen“, schon weil sie ja dann anders zu Ende macht. Natürlich ist es vollkommen okay, wenn sie das nicht will, aber dann ist ihr Blasen aus meiner Sicht eben schlechter als das anderer Frauen. Ich kenne auch wenig Männer, die es begrüßen, wenn eine Frau vorher aufhört.
    Ich habe im übrigen beim lecken ja auch genug Kontakt zu ihren Flüssigkeiten und stelle mich da auch nicht an.

    Anal penetrieren für den Mann ist eine gute Sache. Die Prostata zu stimulieren kann ein sehr gutes Gefühl sein, dass man sich nicht aus Unsicherheit über seine Sexualität vorenthalten lassen sollte.

    Wenn ihr das Spass macht und dazugehört, dann bist du zumindest für sie schlecht im Bett. Meiner Erfahrung nach machen Frauen das allerdings eher für den Mann, sodass du damit wohl wenig Frauen vor den Kopf stoßen wirst.

    • ja ich denke die meisten Jungs träumen von den geilen Frauen aus Pornos…. allerdings bin ich auch der Meinung dass Pornos keinen guten Einfluss auf junge Zuschauer haben, da sie ein Falsches Bild vom Sex erhalten.

      Zum blasen muss ich sagen, ich bin jemand der unheimlich gerne bläst und für mich gehört es einfach dazu auch zu schlucken…. ich genieße seinen Höhepunkt genauso. Allerdings hatte ich mal eine langjährige Beziehung zu einem Mann desses Sperma wirklich wiederlich geschmeckt hat, und er wollte zu allem Überfluss immer nur oralverkehr. Ich hab eine richtige Abneigung dagegen entwickelt. Also ich kann es wirklich verstehen dass manche Mädchen das nicht möchten. Ich glaube auch dass Frauen unterschiedlich schmecken und der ein oder andere Geschmack vielleicht auch dabei ist, den ein Mann nicht auf der Zunge haben möchte.

      • @kleineNymphe

        Die Geschmäcker sind auch bei Frauen verschieden. Wobei ich noch nie eine hatte, die wirklich schlecht geschmeckt hat. Vielleicht die eine besser als die andere, aber richtig schlecht noch nicht.
        Wie häufig ist denn deiner Meinung nach schlecht schmeckendes Sperma?

  3. „Das Frauen, die zu sehr darüber reden, dass sie gut sind, nicht gut sind, ist eine nicht selten gehörte Aussage.“

    Ist das bei Männern nicht genauso? Ich erinnere mich an eine Untersuchung, nach der in Europa die Italiener am wenigsten Sex haben (die zweifellos viel darüber reden) und die Engänder am meisten, die eher als konservativ und formell gelten.

    • Ich kann da aus Erfahrung sprechen die Männer die glauben sie wären die geilsten sind es meistens nicht. Oft sind es doch eher die unscheinbaren, die sich auch gar nicht wirklich zum Thema Sex äußern, die die wirklich gut sind.

  4. Unsicherheit über die eigene Sexualität ist immer ein Totschlagargument. Universell einsetzbar, wenig bis nichtssagend.

    @ El Mocho
    Das kann ich mir gut vorstellen. Wie oben schon dargelegt, glaube ich, dass wir durchgehend „oversexed“ sind, sodass es vielleicht heutzutage schwieriger ist Sexualität zu leben als früher – hört sich komisch an, ich weiß – was eine Steigerung der Dosis, Praktiken jedoch weniger Lusterfüllung, mitunter mit sich bringt.
    Mir erscheint dies logisch zu sein.

  5. Kann sein. Wobei die Italiener bei der Häufigkeit des Sexes in der Durex studie meine ich gar nicht so weit hinten lagen und die Griechen ganz vorne.

    Die Engländer waren meine ich eher in der Mitte.
    Aber ich habe die Zahlen auch nicht mehr genau im Kopf.

  6. Für mich muss eine Frau überhaupt keine besonderen Fähigkeiten/Techniken etc. anbieten.

    Sie muss ganz einfach MICH begehren, mich wollen, Spass am Sex mit MIR haben.

    Ich kann befriedigenden Sex auch nur haben mit einer Frau die ICH WILL, als Person will, die ich riechen mag, die mich lachen macht usw., vor der ich schamlos ICH sein kann, ohne fürchten zu müssen, abgelehnt zu werden, die schamlos vor mir SIE sein kann, ohne fürchten zu müssen, abgelehnt zu werden.

    Wenn diese Möglichkeit gegeben ist, voreinander schamlos sein zu dürfen, im tiefsten Sinne voreinander und das geht weit über’s körperliche Nacktsein hinaus, das ist da nur Symbol, Oberfläche einer viel tiefer gehenden Realität, nackt sein zu wollen, weil das Vertrauen in den anderen da ist, weil man weiß, er wird mich auffangen, umfangen, umarmen, dann ergibt sich eigentlich alles von allein und wie von selbst.

    Dann wird Sex zum Spiel und man tut, was Spass macht, weil es Spass macht, weil es kein Problem ist, auf der Basis dieses grundsätzlichen Vertrauens, dieses Angenommenseins, Wünsche zu äußern oder auch zu versagen.

    Analsex z.B. mag ich nicht, aktiv nicht und passiv auch nicht.

    Kein Problem also, wenn frau das auch nicht mag.

    Wenn sie’s mag, müsste ich mir überlegen, ob ich ihr zuliebe mitspiele.
    Kann man ja machen und Freude daraus generieren, dass es ihr Freude macht.

    Das ist überhaupt das Schönste am Sex: Weniger die eigene Lust als die Lust des Partners zu beobachten, die, die man geben/auslösen kann.

    Das macht selbstbewusst, stolz, glücklich.

    Als ich den ersten Orgamus erlebte, den das Mädchen, das ich liebte, mit mir erlebte, wegen mir erlebte, ab da fühlte ich mich wirklich als Mann, war gerne Mann, war stolz darauf, Mann zu sein, dass ein Mensch, den ich liebte, mit mir so etwas Tolles erleben konnte, wegen mir.

    Das Gefühl machte glücklich, dauerhafter stolz und glücklich als der eigene Orgasmus, die eigene Lust.

    Will sagen: Es geht gar nicht um irgendwelche Techniken/Dienstlleistungsfeatures, sondern um etwas ganz anderes, die Lust aufeinander, das Vertrauen zueinander.

    Die technische Seite ergibt sich dann im gegenseitigen Ausprobieren und Erforschen des Körpers des anderen von selbst, im unverklemmten Spiel, in der lustvollen Neugier auf der Basis großen Vertrauens.

    Dann macht Sex Spaß und eine Frau, die kommt, sieht einfach toll aus 🙂

  7. Blasen ist ja heutzutage eine Selbstverständlichkeit, ebenso wie lecken, eine Frau, die von sich behauptet, sehr gut im Bett zu sein, müsste meiner Meinung nach auch Analsex anbieten, was ja glücklicherweise immer häufiger wird.

    Anbieten? Den Ausdruck find ich etwas unglücklich gewählt, klingt so, als würd sie mit ner Preisliste an der Strasse stehen.

    Warum das immer häufiger wird ist so ne Sache, die mich interessieren würde.
    Was ist so sexy an Ausscheidungsorganen?
    Warum Männer es toll finden kann ich nachvollziehen, aber warum finden Frauen es toll (oder sagen zumindest, dass es so ist)

    • Es fühlt sich schon gut an. Wenn man dabei den Kitzler stimuliert komme ich beim Analverkehr viel schneller als beim vaginalen, auch wenn ich es mir selber mache, benutze ich gerne Analspielzeug. Es ist ein anregendes Gefühl. Allerdings haben Männer nicht immer so ein gutes Gefühl für den Analverkehr und wenn man es nicht richtig macht kann es sich schon unangenehm, bzw. schmerzhaft anfühlen.

  8. @ Maren

    Worauf bezieht sich denn Deine Frage, nur auf den Analsex oder auch auf’s Blasen ?

    Ich kenne keine Frau, die mir gegenüber zugegeben hätte, Analsex toll zu finden, nur welche, die sagten, es täte ihnen weh.

    Liegt wohl daran, dass ich den selbst nicht mag.

    Was Frauen am Blasen schön finden?

    Den Mann zu spüren, ganz intensiv die Lust zu spüren, die er empfindet, die sie in ihm auslösen, das geniessen die, die gerne blasen.

    Es ist ja eine bösartige feministische Albernheit, die männliche Erektion allein als Potenzsymbol des Mannes zu deuten, typisch für diese männerfeindliche Ideologie, in der nicht zufällig so viele lesbische Frauen zu den Wortführerinnen zählen, das Glied gar zur Waffe zu ernennen, die Penetration, jede Penetration als Vergewaltiung, das eregierte Glied als einschüchternd-frauenunterdürckend usw.

    Für viele Frauen, die Männer lieben und begehren, ist die männliche Erektion zuvörderst auch Gradmesser ihrer Verführungsmacht, ihrer erotischen Macht über den Mann, mindestens so sehr Symbol weiblicher wie männlicher Macht.

    An der Erektion kann eine Frau ablesen, wie sie auf den Mann wirkt, von dem sie sich wünscht, dass er sie begehren soll.

    Ihr Ausbleiben löst ja nicht nur beim Mann Versagensängste aus, sondern auch bei der Frau (Gefalle ich ihm nicht, bin ich nicht schön genug, habe ich was falsch gemacht, kann ich ihm nicht bieten, was er sucht, wird er bei einer anderen steif und nur bei mir nicht, wird er mir deshalb bald untreu usw.).

    Wenn ein Phallus also ein Macht-und Potenzsymbol ist, dann eines, das mindestens zur Hälfte die Macht der Frau anzeigt, ein „Szepter“, das nicht zuletzt sie in der Hand hält, Symbol ihrer Macht über den Mann.

    Das, denke ich, genießt eine Frau, die das Glied eines Mannes in den Mund nimmt, der mit mehr Zellen des Tastsinnes ausgestattet ist als jede andere Körperregion.

    Sie freut sich an der Lust des Geliebten, die sie intensiver spürt als irgendwo sonst.
    Damit freut sie sich immer auch über ihre eigene Verführungsmacht, erhält die sinnliche Rückmeldung: „Ich bin eine begehrenswerte Frau. Er springt auf mich an. er verströmt seine Kraft in mich. Aus Lust an mir.“

    Deine Formulierung „Ausscheidungsorgane“ im übrigen trifft auf fast alle am Sex beteiligten Körperteile zu.
    Sogar auf den Mund, über den Schleim abgehustet wird.

    Der Enddarm wird also nicht durch seine Eigenschaft als Ausscheidungsorgan sexuell „anrüchig“.

    Denn auch die Scheide ist ein Ausscheidungsorgan (Regelblutung), das Glied des Mannes ebenso.

  9. @Roslin
    „Für mich muss eine Frau überhaupt keine besonderen Fähigkeiten/Techniken etc. anbieten.
    Sie muss ganz einfach MICH begehren, mich wollen, Spass am Sex mit MIR haben.“

    Ich will beides. Wie bereits oben beschrieben.

    „Ich kann befriedigenden Sex auch nur haben mit einer Frau die ICH WILL, als Person will, die ich riechen mag, die mich lachen macht usw.,“

    Das ist der Idealfall. Ich denke aber ich könnte auch problemlos Sex mit einer Frau haben, die ich hasse oder die mir vollkommen egal ist.

    „Analsex z.B. mag ich nicht, aktiv nicht und passiv auch nicht. Kein Problem also, wenn frau das auch nicht mag.“

    Klar, dann ist es egal.

    • Das könnt ich beispielsweise nicht. Ich kann mich nur sehr wenig Frauen hingeben als Mann. Schlimm für mich aber ich brauch Vertrauen und zwar sehr viel. In der und vielerlei anderer Hinsicht entsprech ich überhaupt nicht dem männlichen Stereotyp. Wurde alles ausgiebig gestestet aber wenns die 5te Frau in Folge nicht geil findest und die körperliche Nähe als lästig empfindest ist halt ein Mist. Blasen bspw. kann ich gar nicht ab, das is mir zuviel und das find ich dann auch nicht geil. Die meisten Frauen verstehen dass dann nicht sind verunsichert und glauben sie sind unattraktiv. Hat ich schon mehrmals. Was sollst dann sagen? Klischee „Es liegt nicht an dir!“. Ich glaub da müsst ich mir sogar selber nen Lachkrampf verkneifen.

      Das steht halt oft im Widerspruch zu dem auf was Frauen anspringen. Wenn das „männliche Verhalten“ nicht so beliebt wäre würd ichs gar nicht darstellen. Es wirkt zwar, nur hat ich damit noch nie befriedigenden Sex.

  10. „Anbieten? Den Ausdruck find ich etwas unglücklich gewählt, klingt so, als würd sie mit ner Preisliste an der Strasse stehen.“

    Dann nimm eben statt dessen „mitmachen“.

    „Warum das immer häufiger wird ist so ne Sache, die mich interessieren würde.
    Was ist so sexy an Ausscheidungsorganen?“

    Der Hintern an sich ist ein sehr altes Objekt der Begierde, siehe die roten Hintern der Affen. Düfte daran liegen, dass bei vierbeiniger Gehweise eben die weiblichen Sexualorgane dort präsentiert werden. Zudem ermöglichen uns die Hintermuskeln den aufrechten Gang. Ein guter Hintern entsteht durch Muskeln, die man unterhalten muss (Costly Siganling), sie werden unter anderem trainiert, wenn man sich mit Lasten bewegt, bückt und wieder aufsteht. ZB wenn man Jagdbeute oder Sammelerfolge nach Hause schleppt. Hierauf eine sexuelle Selektion zu starten kann daher Vorteile gebracht haben.

    „Warum Männer es toll finden kann ich nachvollziehen, aber warum finden Frauen es toll (oder sagen zumindest, dass es so ist)“

    Ich zitiere mal aus der Wikipedia:
    „Der Afterbereich ist bei Personen beider Geschlechter eine sexuell stimulierbare erogene Zone, die mit vielen Nervenenden ausgestattet ist. Zusätzlich führt beim Mann passiver Analverkehr zur Reizung der sexuell empfindlichen Prostata, die einen Orgasmus auslösen kann. Bei der Frau können durch Analverkehr auch der sogenannte A-Punkt und das Scheidengewebe stimuliert werden. Für den aktiven Partner bedeutet der Analverkehr aufgrund der engeren und potenziell muskulöseren Körperöffnung eine intensivere Stimulation gegenüber dem Vaginalverkehr.“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Analverkehr

  11. @Alexander Roslin

    Blasen hatte ich nicht gemeint 🙂
    Gut, aber der Anus ist das einzige sexuell gebrauchte Körperteil, dass herkömmlicherweise nur diese eine Funktion erfüllt. Mund dient gleichzeitig der Nahrungsaufnahme, Vagina= Fortpflanzung etc.

    Ich find es auch merkwürdig, dass AV in der letzten Zeit (kommt mir zumindest so vor) als was Selbstverständliches gesehen wird.
    Immerhin kann es unheimlich schnell unheimlich weh tun, man kann sich Verletzungen zuziehen usw. Also warum denken Männer, dass man sich von jedem Hansel, der da grade mal Bock drauf hat in den Arsch poppen lässt? Ok, wems Spass macht sei es auch gegönnt, keine Frage, aber wenn eine Frau das nicht möchte, sollte sie nicht als frigide Zicke angesehen werden (was ja „schlecht im Bett“ impliziert). Es gibt ja immer noch sowas wie sexuelle Selbstbestimmung, und lustvoller Sex hängt doch nicht von ein oder zwei Praktiken ab.

  12. @ Maren

    „Es gibt ja immer noch sowas wie sexuelle Selbstbestimmung, und lustvoller Sex hängt doch nicht von ein oder zwei Praktiken ab.“

    Das denke ich auch.

    Lustvoller Sex hängt vor allem von der Lust der beiden aufeinander ab, von ihrem Vertrauen zueinander.

    Daraus können sich dann alle möglichen Praktiken ergeben, die man als Paar ja spielerisch gemeinsam entdecken kann, auch solche, von denen man vorher noch gar nicht wusste, dass es sie gibt.

    Werden Frauen tatsächlich als „frigide Zicken“ angesehen, die anal „verweigern“?

    Wäre schlimm und dumm, kann dazu nichts sagen, weil ich das weder persönlich noch aus meinem Umfeld kenne.

    Und ja, ich finde den Enddarm denkbar unpraktisch als „Verkehrsweg“.

    Er ist, im Gegensatz zur Scheide, nicht für eine solche Benutzung eingerichtet, es kommt in der Tat häufig zu Verletzungen und Mikrotraumen.

    Außerdem wäre mir Kot am Glied einfach unangenehm und die Reinigungszeremonien, die nötig wären, um das sicher zu vermeiden, sind mir zu umständlich.

    Aber bitte, wem es Spass macht und wer Bescheid weiß, der soll’s machen.

    Gesundheitsschädlich ist es nicht bei entsprechend vorsichtigem, schmerzvermeidendem Vorgehen und ganz wichtig, bei Verzicht auf Scheidenpenetration NACH Analverkehr.

    Davor gründlich das Glied waschen oder erst in die Scheide, dann in den Anus einführen.

    Ich fürchte nur, dass viele Jugendliche das weder wissen noch beachten.

    Wenn man vom Anus in die Scheide wechselt, ohne sich zu waschen, kann es zu Keimverschleppungen aus dem Darm in die Scheide kommen und damit zu schweren Störungen der Scheidenflora sowie zu Entzündungen.

    Der umgekehrte Wechsel (Scheide > Darm) ist dagegen unbedenklich.

    Allein das wäre ein Grund, Jugendlichen zu empfehlen, auf diese Praxis zu verzichten, aber die „Aufklärung“ auf diesem Gebiet hat eh längst die Pornoindustrie übernommen.

  13. @ Christian

    Den Hintern einer Frau finde ich auch hochgradig aufregend, optisch, aber um das zu geniessen, muss ich sie doch nicht anal penetrieren.

    Die gute alte Hündchenstellung erlaubt vollen optischen und haptischen Genuss.

    Außerdem kann man die Scheidenmuskulatur trainieren, so dass sie in der Muskelstärke dem Anus nicht viel nachsteht.

    Ist gesund und macht der Frau Spass, denn es stärkt ihre ganze Beckenbodenmuskulatur (Konstriktionsübungen mit einem eingeführten Dildo oder einem Liebesball etc.)

  14. @Maren

    „Ich find es auch merkwürdig, dass AV in der letzten Zeit (kommt mir zumindest so vor) als was Selbstverständliches gesehen wird.“

    Pornos sei dank würde ich sagen.

    „Immerhin kann es unheimlich schnell unheimlich weh tun, man kann sich Verletzungen zuziehen usw. Also warum denken Männer, dass man sich von jedem Hansel, der da grade mal Bock drauf hat in den Arsch poppen lässt?“

    Bei einem One-Night Stand wird man es nicht so häufig machen. Aber vielleicht ist es auch gerade der Umstand, dass man etwas Vertrauen braucht und sich in die Hand des anderen begibt was zu einer anderen Form der Intimität führt, was neben der Enge und dem leicht verbotenen zu dem Anstieg beiträgt. Passt auch etwas zur Costly signaling Theory. Eine Frau, die gut in Analsex ist kann sich dadurch von anderen Frauen abgrenzen.

    „Ok, wems Spass macht sei es auch gegönnt, keine Frage, aber wenn eine Frau das nicht möchte, sollte sie nicht als frigide Zicke angesehen werden (was ja „schlecht im Bett“ impliziert).“

    Ich sagte nicht „schlecht im Bett“ ich sagte, dass eine Frau um sehr gut zu sein dies für mich können muss. Unter Sehr gut, also quasi einer 1, ist ja noch etwas Platz.

    „Es gibt ja immer noch sowas wie sexuelle Selbstbestimmung, und lustvoller Sex hängt doch nicht von ein oder zwei Praktiken ab.“

    Was hat es mit sexueller Selbstbestimmung zu tun? Wenn jemand aufgrund seiner sexuellen Selbstbestimmung, die natürlich jedem zusteht, nur angezogenen Fortpflanzungssex macht, darf ich ihn dann bezüglich des Spasses, den man mit ihm haben kann, nicht das Pradikat „Sehr gut“ entziehen? Warum soll das dann bei anderen Praktiken anders sein?

    • Vielleicht hab ich da noch nicht genug drüber nachgedacht ? Aber wie kann man als Frau gut oder schlecht im Analverkehr sein ? Also entweder man macht es oder nicht. Der Rest liegt am Mann. Als Frau kann man da nicht viel machen, außer locker lassen *smile

  15. @Alexxander Roslin

    „Lustvoller Sex hängt vor allem von der Lust der beiden aufeinander ab, von ihrem Vertrauen zueinander.“

    Es gibt solchen und solchen Sex. Beide haben ihre guten Seiten.

    „Werden Frauen tatsächlich als „frigide Zicken“ angesehen, die anal „verweigern“?“

    Es ist immer noch ein Bonus, aber auch nicht ungewöhnlich. Viele Frauen lassen sich recht leicht überreden es zumindest mal zu versuchen.

    „Er ist, im Gegensatz zur Scheide, nicht für eine solche Benutzung eingerichtet, es kommt in der Tat häufig zu Verletzungen und Mikrotraumen.“

    Wie man es sieht. Etwas Gleitmittel ist auch im After automatisch vorhanden, schließlich ist er ja dafür da, dort Sachen raus zu bekommen, die auch gleiten sollen. Je nach Frau reicht dann auch etwas spucke um das ganze am Laufen zu halten.

    „Außerdem wäre mir Kot am Glied einfach unangenehm“

    Der Enddarm ist erstaunlich sauber. Ansonsten kann man ja ein Kondom nehmen.

    „Gesundheitsschädlich ist es nicht bei entsprechend vorsichtigem, schmerzvermeidendem Vorgehen und ganz wichtig, bei Verzicht auf Scheidenpenetration NACH Analverkehr.“

    Klar, etwas vorsichtig sollte man schon sein. Hygiene ist da wichtig.

    „Allein das wäre ein Grund, Jugendlichen zu empfehlen, auf diese Praxis zu verzichten, aber die „Aufklärung“ auf diesem Gebiet hat eh längst die Pornoindustrie übernommen.“

    Abstinenz Programme wirken nicht, weder bei vaginalen noch analen Sex. Dann lieber richtige Aufklärung.

  16. „Passt auch etwas zur Costly signaling Theory. Eine Frau, die gut in Analsex ist kann sich dadurch von anderen Frauen abgrenzen.“

    Das Beherrschen einer Sexualpraktik (überhaupt, was heisst denn da beherrschen, sie ist doch eher passiv) ist doch kein Persönlichkeitsmerkmal! Macht es sie zu einem besseren Menschen? Und würde eine Frau mit Selbstwertgefühl einen Mann akzeptieren, der das zu einer Priorität in seiner Partnerwahl macht? Selbst wenn sie eigentlich gar nicht so drauf steht?

    „Es ist immer noch ein Bonus, aber auch nicht ungewöhnlich. Viele Frauen lassen sich recht leicht überreden es zumindest mal zu versuchen.“

    Und, hatten sie Spass dabei? Viele Freundinnen von mir machen es grösstenteils dem Partner zuliebe, auch weil es „irgendwie ja dazugehört, ich will ja nicht als prüde gelten“. Und das spricht eindeutig dafür, dass da in Sachen Selbstwertgefühl, sexueller Selbstbestimmung und Gefühl für den eigenen Körper einiges im argen liegt.
    Was man in den meisten Pornos vermittelt bekommt, entspricht nicht der Realität. Für viele Männer und Jungen heute ist Sex quasi wie Masturbation, nur mit ner Frau.
    Ihnen sollte bewusst werden, dass da kein williges Püppchen liegt, sondern ein Mensch mit eigenen Vorlieben und Abneigungen, aber das blenden viele aus. Und DAS weiss ich auch aus eigener Erfahrung, da werden viele Praktiken aus Pornos übernommen und mechanisch an der Frau „abgearbeitet“. Und wenn man dann nicht direkt anfängt ekstatisch zu juchzen sind se dann irritiert. 😀

  17. „Das Beherrschen einer Sexualpraktik (überhaupt, was heisst denn da beherrschen, sie ist doch eher passiv) ist doch kein Persönlichkeitsmerkmal!“

    Costly Signaling ist auch nicht nur auf Persönlichkeitsmerkmale anwendbar. Im Gegenteil, ein teueres Auto ist ein klassisches Signal.
    Ich würde schon sagen, dass Analsex zu einem gewissen Teil etwas ist, was man beherrschen kann. Frauen können lernen sich zu entspannen und den Analsex zu genießen.

    „Macht es sie zu einem besseren Menschen? Und würde eine Frau mit Selbstwertgefühl einen Mann akzeptieren, der das zu einer Priorität in seiner Partnerwahl macht? Selbst wenn sie eigentlich gar nicht so drauf steht?“

    Es geht hier nicht um Partnerwahl, aber es ist interessant, dass du als Frau Sex sofort damit verbindest 😉
    Es geht auch nicht um eine Priorität. Es geht um gut im Bett. Natürlich kann man auch guten Sex haben, wenn man keinen Analsex hat. Aber mit ist er zumindest für mich eben noch besser. Ich wette es gibt auch ein paar Sachen, auf die du im Bett nicht verzichten wolltest oder die du jedenfalls vermissen würdest und die den Sex schlechter machen würden oder nicht?

    „Und, hatten sie Spass dabei? Viele Freundinnen von mir machen es grösstenteils dem Partner zuliebe, auch weil es “irgendwie ja dazugehört, ich will ja nicht als prüde gelten”

    Gute Freundinnen 😉
    Ich habe verschiedene Erfahrungen gemacht. Einem Teil gefällt es und sie kommen dadurch, einem Teil gibt es nicht so viel, aber sie haben auch nichts dagegen. Einem Teil ist es unangenehm, weil sie meist bereits die Vorstellung davon nicht gut finden.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Frauen ungern zugeben, dass sie es mögen. Es ist eben immer noch ein halbes Tabu.

    „Und das spricht eindeutig dafür, dass da in Sachen Selbstwertgefühl, sexueller Selbstbestimmung und Gefühl für den eigenen Körper einiges im argen liegt.“

    Wenn man etwas macht, was der Partner mag, dann spricht das für dich gleich gegen die sexuelle Selbstbestimmung? warum? Man kann doch auch Spass daran haben, dass es der Partner mag und das Gefühl mögen, dass man ihm etwas gutes tut.

    „Was man in den meisten Pornos vermittelt bekommt, entspricht nicht der Realität. Für viele Männer und Jungen heute ist Sex quasi wie Masturbation, nur mit ner Frau.“

    Das spricht nicht für die Männer, mit denen du Sex hast und ich glaube es so auch nicht.

    „Ihnen sollte bewusst werden, dass da kein williges Püppchen liegt, sondern ein Mensch mit eigenen Vorlieben und Abneigungen, aber das blenden viele aus.“

    Das machst du aber nicht nur daran fest, dass sie Analsex mögen oder? Vielleicht geben sie danach ja entsprechend zurück, mit Sachen, die der Frau Spass machen und für sie okay sind.

    „Und DAS weiss ich auch aus eigener Erfahrung, da werden viele Praktiken aus Pornos übernommen und mechanisch an der Frau “abgearbeitet”.“

    Was machen sie denn so? Nach allem was ich gehört habe sind die Männer meist eher zurückhaltend. Analsex wollen viele, trauen sich aber nicht es zu verlangen und ich denke auch nicht, dass Männer einer Frau einfach so ins Gesicht spritzen.

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