Was Frauen antörnt XII

In den USA macht gerade die „Duke Fuck List“ die Runde, in der eine Frau Männer, mit denen sie Sex hatte bewertet (mit Bildern und Angaben zur Penisgröße). Die einen feiern es als sexuelle Befreiung der Frau, die anderen weisen darauf hin, dass eine vergleichbare Liste über Frauen ein Skandal und eine Bloßstellung gewesen wäre.

Für diesen Beitrag interessant sind aber ihre Bewertungskriterien:

„Aggressiveness: points were given if the Subject displayed aggressive behavior and an alpha-male mentality of assuming control of the given situation; points were deducted severely if they simply lay there or did not act assertively.“

4 Gedanken zu “Was Frauen antörnt XII

  1. Ja amerikanische Mädls sind da viel primitiver oder natürlicher falls man nach einer positiven Konnotation sucht. Ich hab selber an einer amerikanischen Uni studiert und der Vergleich mit einer Affensippe ist nicht von der Hand zu weisen. Selten ist die Verwandschaft des Menschen mit Primaten so offensichtlich zu schließen. Ein kompetitives, sexuelles Klima in dem es viele „Verlierer“ und einige Gewinner gibt und auch eine wunderbare Möglichkeit zur Feldforschung 🙂

    Mich wundert nicht das vieles der PU Literatur aus so einem Umfeld entstammt. Amerika ist im Gegensatz zu Europa viel wettbewerbsorientierter und wesentlich unsozialer obgleich die Leute zu weißen Europäern sehr (oberflächlich) freundlich sind.

    Das Mädl stellt echt keine Ausnahme dar. Das Verhalten ist nur eine Fortsetzung der High Schools. Status ist selten so eindeutig beobachtbar.

  2. @Galloway

    Interessante Beobachtung! Was meinst du woran es liegt? An der strikteren Dating/Hooking Up Schema, dass da durchgezogen wird, an der stärkeren Durchmischung an den Schulen (Mangels dreigliedrigen Schulsystem) oder einfach an der Kultur an sich?

    Die Wettbewerbsorientiertheit könnte ja mit dem calvinistischen Hintergrund Amerikas zusammenhängen.

  3. Hmm Ich denke dass es möglicherweise an dem relativ geringen Alter der amerikanischen Kultur liegt. Europa hatte dies Phasen ja auch. Man denke nur an des antike Rom oder Griechenland. Es hat sich jedoch herausgestellt dass dieses offene Verhalten zu sozialen Problemen führte da die „Verlierer“ bzw. die machtlosen dieser Kulturen andere Wege fanden sich Einfluß (z.B. Religion) zu verschaffen und daher waren die dominanteren Individuen gezwungen subtlier vorzugehen um an der Macht zu bleiben. Als Beispiel vielleicht wiederum das Italien um Cesare Borgia. Die Intrigen, Ausschweifungen und komplexen Machtstrukturen dieser Zeit sind ja berüchtigt. Kein Zufall dass Machiavelli damals sein Werk schrieb.

    Ein weiteres Beispiel ist die Monarchie und die feudale Struktur Frankreichs vor der Revolution. An dieser Stelle vielleicht De Sade zu erwähnen.

    Die USA hatten einfach nicht die Zeit ihre Impulse zu „zivilisieren“.

    Weiters hängt es auch mit der Natur als Einwanderungsland zusammen. Viele der unangepassten Leute aus Europa suchten ihr Glück in den USA. Sollte sich eventuell im Genpool niedergeschlagen haben.

    Die Dating-Struktur ist auch wesentlich formalisierter als in Europa. Den Begriff „Date“ gabs ja bei uns nicht. Das es mittlerweile so bekannt ist ist den Amerikanern und auch der PU-Bewegung zu verdanken. Meine Elterngeneration und auch ich früher hatten nie von Dates gesprochen. Alles hat sich einfach so ergeben ohne ein explizites Wissen oder es hat sich eben nicht ergeben. In den USA bist ein Weiberheld wennst auf Dates mit Mädls gehst für den Großteil der Bevölkerung. Als Date gilt aber fast jedes auch noch so unverfangene Treffen. Der Sex wird einfach implizit immer miteingerechnet. Ein kleiner Kreis von Eingeweihten betreibt aber eine Hookup-Kultur wie von dem Mädl oben beschrieben. Mit a bissl Theatralik kann mans auch als „secret society“ beschreiben. Die Doppelmoral ist aber unbeschreiblich. Falls schon mal was von der „social brain“-hypothesis gehört hast dann sieht man es hier ungemein deutlich. In Europa ist es genauso nur wesentlich elaborierter und schwerer zu entdecken wenn man in diesem System aufgewachsen íst.

  4. Pingback: Empowerment, Sex und Feminismus « Alles Evolution

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