Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 29. September 2010

Woran man eine gute Freundin erkennt

Das Schöne an einem guten sozialen Zirkel ist, dass er einem neue Möglichkeiten beschert.

Beispielsweise rief mich eine Freundin, mit der ich hin und wieder mal geschlafen hatte, wenn uns beiden danach war, an und plauderte über dies und das. Sie, inzwischen in einer festen Beziehung, meinte, dass wir mal wieder um die Häuser ziehen müssten. Ich stimmte zu, was sie zum eigentlich Kern ihres Anrufs brachte.

Sie: Erinnerst du dich noch an #Große Brüste? Wir waren da mal zusammen auf einer Party.

Ich: Die mit den großen Brusten?

Sie: Ich wusste, dass du das sagen würdest! Aber ja, die.

Ich: Studiert die nicht Theologie auf Lehramt?

Sie: Ja. Aber viel wichtiger: Sie hat sich von ihrem Freund getrennt.

Ich: Schön für sie.

Sie: Ja, ist schon ne Weile her. Sie kommt aber nicht richtig drüber hinweg. Ich hab ihr mal gesagt, dass sie einfach mal etwas leben soll, was mit einem anderen Mann machen soll, damit sie lockerer wird. Aber sie traut sich nicht. Da habe ich an dich gedacht.

Ich: Etwas mehr Respekt bitte! Ich brauche Gefühle und tiefes Vertrauen für Sex! Du lässt es so billig klingen!

Sie: Schon klar. Aber echt, ich habe schon mit ihr darüber geredet und dich empfohlen und sie findet dich sexy. Ich hab ihr gesagt, dass das kein Problem sein würde. Stimmt doch oder?

Ich: Diese blonde Freundin mit dem Pferdezopf, die an deinem Geburtstag da war, ist nicht zufällig auch von ihrem Freund verlassen worden?

Sie: Nun mal nicht gierig werden! Also, übernächstes Wochenende?

Ich: Klar, warum nicht.

Von da an war alles erschreckend einfach. Ich fuhr zu ihr, wir gingen in die Stadt, trafen ihre Freundin, ein paar Negs, etwas Komfortmaterial, viel unverdächtiger Körperkontakt, der problemlos akzeptiert wurde, ein Ortswechsel in eine Kneipe bei ihr in der Nähe, der Hinweis der Freundin „Ach, schon so spät. Wir müssen langsam ins Bett, aber ihr seht ja noch topfit aus, ihr könnt ja noch etwas weitermachen, Nein wirklich, kein Problem und viel Spass noch!“. Kaum war man allein konnte man etwas intensiveren Körperkontakt machen, Knutschen, puh ist das heiß hier, lass uns doch mal raus gehen, ach hier wohnst du ja, zeig doch mal dein Zimmer, mehr knutschen, aufs Bett legen, Sex. Gut, leichte Last Minute Resistance war vorhanden, als es an die Hose ging, aber das ließ sich mit etwas Humor schnell aus der Welt schaffen. Sie musste mir  doch noch ein paar Mal versichern, dass das wirklich nicht s ihre Art war, und das sie wirklich ein anständiges Mädchen war und das das wirklich unter uns bleiben muss. Aber die Kombination von großen jungen Brüsten und dieser Schüchternheit/Unverdorbenheit hatte irgendwie was.

Im Englischen würde man sagen „like shooting fish in a barrel“. Es war auch der erste Sex, den ich auf einem Bett mit einem relativ großen christlichen Kreuz an der Wand hatte.


Responses

  1. Hört sich ein bisschen an wie in einem schlechten amerikanischen Film. Waren Kerben im Kreuz?

  2. ich fand es auch schon fast etwas zu einfach, werde mich aber nicht beschweren.
    Da sie gläubig ist denke ich nicht, dass sie da Kerben reinmachen würde. Ich habe jedenfalls keine gesehen. Überprüft habe ich es nicht. Mir wäre es persönlich aber auch recht egal. Ich habe kein Problem mit Frauen, die sich ausleben und helfe da gerne.
    Wenn sie mir gesagt hätte „ich ficke gerne, wie wäre es mit uns beiden“ wäre es mir auch recht gewesen.

  3. Hmm, ist dir schonmal in den Sinn gekommen, dass deine Freundin mit der Kreuz-Frau genauso gesprochen hat wie mit dir? Das tun Frauen nämlich, sie sprechen miteinander. Vielleicht wars ja gar nicht so ein riesiger Verführungsakt, wie du denkst.
    Hinzu kommt, dass die Tatsache, dass eine Freundin dich ihr „empfohlen“, was mehr comforting ist, als alles andere.

  4. Klar, ich gehe davon aus. Hier brauchte ich keine große Taktik in dem Moment mehr, ich musste nur auflesen. Das ist eben das gute an Kontakten aus dem sozialen Zirkel.
    Ich war „preapproved by women“ und in den Gesprächen vorher auf der Party hatte ich andere positive Eigenschaften gezeigt.
    Jetzt durfte man es nur nicht noch versauen, damit sie nicht noch kalte Füße bekommt.

  5. Hmm, ich frage mich nur, mit welcher Intention du sowas postest?

  6. Ich wollte dem Untertitel meines Blogs „Von der Entwicklung meines Lebens und dem Leben im allgemeinen“ etwas gerechter werden, lese solche Geschichten in anderen Blogs auch gerne, wollte darstellen, dass der soziale Zirkel nicht zu unterschätzen ist. Es sollte ursprünglich auch ein Gegenentwurf zu „Dreckiges Miststück“ werden, aber beim Schreiben hatte sich der Gedanke „warum nicht einfach mal Sex mitnehmen, ohne die Frau bloß zu stellen“, den ich eigentlich hatte, nicht so recht entwickelt. Da war die Geschichte aber schon fast fertig.
    Ich plane auch noch eine „Die Leiden des jungen C“-Serie über die Zeit vor Pickup und dort entstandene Mißverständnisse und entgangene Chancen, die ich jetzt erst verstehe. Aber mal sehen, wann man zur Umsetzung kommt.

  7. Inwiefern sollte es denn ein Gegenentwurf werden?

  8. In beiden Fällen wollte eine Frau Sex (ob das Miststück gerade mit ihm Sex wollte ist eine andere Sache) und es war relativ offensichtlich. Beim einen Mal war es unkompliziert, beim anderen mal wurde sie bloßgestellt. Aber das war eben das Problem: Irgendwie passte es doch nicht so recht zusammen, wie ich es beim ersten Lesen dachte: Die Situationen waren zu verschieden, weil sie nicht vergeben war und auch nicht rumgeprahlt hat und es alles etwas abgesprochener und auf tatsächlichen Sex bezogener war.

  9. Ich fände in dem von dir verlinkten Artikel interessant, warum der Erzähler das Foto an Sarahs Freund geschickt hat? Was meinst du dazu?

    Dadurch das er das Foto weiterschickt, spielt er sich als moralische Instanz auf, die das miese Treiben dieser „schlechten Frau“ beendet.
    Ich finde es eher heuchlerisch, da er durchaus erregt von ihren Erzählungen war, sie ihm gefallen hat, und er Sex mit ihr erwogen hat.

  10. Eine Schweinerei meiner Meinung nach, wenn er mit dem Freund nichts weiter zu tun hatte und sie es ihm im Vertrauen erzählt hat. Dann hätte er gleich sagen sollen, dass er davon nichts hören will.

    Ich denke es ist ein Beispiel welche Macht die Inaussichtstellung von Sex durch eine schöne Frau entfalten kann. Er fühlte sich machtlos und hat das durch diese Aktion wieder ausgeglichen.

    Ich denke, wenn er Sex mit ihr gewollt hätte, dann hätte er sich uninteressiert zeigen sollen so gut es geht und sie etwas herausfordern sollen. Etwas einstreuen sollen, dass er Frauen mag, die zu ihrer Sexualität stehen. Sie zu einem Gedankenspiel verleiten sollen, bei dem es um die theoretische Möglichkeit von Sex zwischen ihnen beiden geht, dass einmal durchspielen um zu schauen, wie sie reagiert.

    Wobei ja die alte Regel ist: Um so mehr Frauen erzählen, ohne das man sie gut kennt, um so mehr wollen sie nur damit imponieren, machen aber dann deutlich weniger.


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