Megan Fox, Armani und der Hotelpage

Hier ein kurzes Werbevideo für Armani Unterwäsche mit Megan Fox:

Megan Fox ist in einem Hotel abgestiegen und hat Zimmerservice bestellt. Während der Hotelpage das Essen herrichtet, zieht sie sich im Nebenzimmer um. Der (gutaussehende) Hotelpage kann nicht anders als immer wieder hinzuschauen (wer kann es ihm verübeln). Fertig angezogen kommt Megan Fox ins Zimmer und will dem Hotelpagen ein Trinkgeld geben. Dieser lehnt ab und bedankt sich noch einmal ausdrücklich bei ihr. Megan Fox versteht gar nicht warum.

Das Video ist simpel, aber mit klarer Aussage. Megan Fox ist eine Marke, die für Schönheit steht, Schönheit wiederum steht für gute Chancen beim möglichen Sexualpartnern und damit für Fortpflanzungsmöglichkeiten. Gewünschtes Ziel der Marke ist also die Verbindung „Fortplfanzungsmöglichkeiten +1 durch Armani Unterwäsche“.

Würde man jetzt einfach sagen „Mit Armani Unterwäsche kann man jeden haben“ wäre dies zu plump und nicht glaubhaft. Dem Zuschauer muss die gewünschte Mitteilung ernst nehmen können. Es wäre zudem zu sexuell für gehobene Unterwäsche, direkt mit Sex zu werben. Dieser wird daher nur angedeutet. Der Hotelpage steht hier für Männer an sich und ihr Begehren. Dies musste aber gezähmt werden, so dass man einen Mann nehmen musste, der zwar attraktiv ist, damit seine Einschätzung etwas wert ist, aber er musste auch Status niedriger sein, damit es passt, dass er nichts macht. Ein Mann der als Alphamann dargestellt worden wäre, eine Geschäftsmann im teueren Armanianzug oder ähnliches, hätte nicht zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, sondern die Aussage sabotiert. Denn ein Alphamann, der nicht handelt wäre damit schwach gewesen, während es bei dem Hotelpagen verständlich ist, dass er sehr zurückhaltend ist.

Dadurch behält sie auch die Möglichkeit ihre Reinheit zu betonen, indem sie gar nicht daran denkt, dass er geguckt haben könnte (genau, als ob sie so naiv wäre), was die Werbebotschaft verstärkt. Frauen in dieser Unterwäsche sehen unglaublich aus und jeder will sie, die Männer liegen ihr zu Füßen, aber alles auf harmlose Art. So wird der Sex heruntergespielt, die Anziehungskraft aber beibehalten. Ein wenig Madonna Whore Komplex also.

2 Gedanken zu “Megan Fox, Armani und der Hotelpage

  1. Du möchtest sagen, dass dir der Spot gefällt? Ja, er hat schon Stil.

    Allerdings sieht der Kellner, zumindest in meinen Augen, wesentlich besser aus als Megan Fox.

    Männer die so aussehen, drehen sich, auch wenn sie nicht schwul sind, meist nicht nach Frauen um. Eher schauen sie in den Spiegel. Und meistens sind sie auch keine Kellner.

  2. Er ist mir ehrlich gesagt etwas rein gewaschen und steril. Aber ich fand die Vorgehensweise ganz interessant und halt ihn insofern für gut gemacht. Er transportiert die Werbebotschaft ganz gut.
    Vielleicht finde ich ihn auch nur interessant, weil ich gerade „Spent“ von Geoffrey Miller lese, dass sich mit Marketing, Werbung und evolutionären Wünsche beschäftigt und die dortigen Ausführungen recht gut auf diese Werbung übertragbar sind.

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