Das Ende des Sex revisited

Ich hatte „Sex revisited“ von Heinz-Jürgen Voss bereits hier kurz angesprochen. Es ist Feminismus mit Biologie vermischt, aber auf die zu erwartende Art.

Der Autor vertritt die These, dass das Geschlecht eines Menschen in der Biologie eher eine reine Zufälligkeit ist und das es keine Geschlechter mehr gibt, weil die  die Geschlechtsorgane beim Menschen vielfältig gestaltet sind und daher eine Zuordnung zum Geschlecht eigentlich sinnlos ist.

Ich führe gegenwärtig diverse Diskussionen mit ihm:

  • Hier konnte mir Heinz noch nicht erklären, warum zwar nur Menschen mit funktionierenden Geschlechtsorganen Gene weitergeben können aber dennoch die Geschlechtsorgane und ihre Funktion keine hohe Priorität bei der Entwicklung des Menschen gehabt haben sollen
  • Hier führt Heinz an, dass es keine sexuelle Selektion gibt (weil er sonst auch Probleme mit der Queer Theorie und seinen Thesen hätte). Auch auf die Frage, wie es ohne stabilisierende eingespeicherte Attraktivitätsmerkmale dazu kommt, dass sich die Menschheit nicht wesentlich weiter auseinander entwickelt hat wird offen gelassen (wenn Schönheit eine kulturelle Sache ist dann würden sich die jeweilig in der Kultur als schön empfundenen Merkmale im dortigen Genpool verbreiten (denn die schönen hätten, da sie kulturell begehrter sind mehr Nachwuchs) und es würde damit mehr Unterschiede geben als bei einem biologisch geregelten Schönheitsideal, dass darauf abstellt, dass eine bestimmte Eigenschaft abgespeichert wird, weil sie mehr Nachwuchs mit höheren Fortpflanzungsfähigkeiten produziert)
  • in dieser Diskussion geht es wieder darum, dass Genitalien vielfältig sind. Heinz möchte aber die folgenden Fragen nicht beantworten: Bei ca. wieviel Prozent der Menschen liegt deiner Auffassung nach eine so deutliche Abweichung bei den Genitalien vor, dass die Grenzen zwischen Mann und Frau verwischt werden? Bei ca. wieviel Prozent ist die Einordnung in die beiden Geschlechter anhand der Genitalien hingegen kein Problem? Das würde nämlich meiner Ansicht nach dazu führen, dass er die Zahl von ca 2% Intersexuellen bestätigen müsste, was sich nicht gut mit seiner These verträgt, dass Geschlechtsorgane vollkommen individuell sind und daher „das Ende des Sex da ist“.
    Zudem scheint Heinz auch die in der Wissenschaft vertretene Auffassung leugnen zu wollen, dass die Hormone ganz wesentlich sind für die Geschlechtszuordnung und insbesondere Testosteron hier bei der Entwicklung des Mannes eine erhebliche Rolle spielt (inbesondere auch bei der „Programmierung des Gehirns“, indem er darauf abstellt, dass „während etwa 2/3 der Schwangerschaft der größte Teil der Testosteronausschüttung des Embryos durch mütterliche Hormone angeregt wird und die Anregung unabhängig vom Geschlecht des Embryos erfolgt.“ Allerdings beginnt schon ab der achten Schwangerschaftswoche im Körper des männlichen Fötus die Produktion von Testosteron. Ab diesem Zeitpunkt ist der Testostonspigel bei männlichen Föten höher als bei weiblichen Föten und erreicht bis zum Zeitpunkt der Geburt den Testosteronwert eines 12-jähriger Jungen. Ein paar Monate später sinkt der Testosteronspiegel um etwa 80 Prozent ab und pendelt sich während der Kleinkindphase auf diesem niedrigen Niveau ein. Mit etwa vier Jahren verdoppelt sich dann der Testosteronspiegel wieder. Richtig ist, dass noch was von der Mutter hinzukommt um den Körper des Kindes zu entlasten, aber ein männlicher Fötus ist pränatal einer wesentlich höheren Testosterondosis ausgesetzt. Wozu der Körper des Jungen in dieser Phase Testosteron produzieren sollte, wenn er es nicht braucht, was ja bei dem Mädchen der Fall wäre, würde mich interessieren, blieb aber auch unbeantwortet
  • Eine weitere Diskussion gab es im „Streit-Wert-Blog„. Leider hat die Redaktion meinen letzten Kommentar nicht freigeschaltet, da es die Diskussion zu sehr ausfranzen würde. Es sind aber im wesentlichen die gleichen Argumente wie in den Diskussionen davor. Hier versteht Heninz nicht, dass es für die Unterschiede zwischen Mann und Frau nicht darauf ankommt, dass beide Geschlechter hart gearbeitet haben und schon gar nicht auf das 19. Jahrhundert, sondern dass sie in verschiedenen Bereichen gearbeitet haben und daher eine Optimierung für diese Bereiche eingetreten sind.
  • Beim Mädchenblog wurde dann Heinz Buch vorgestellt. Auch dort musste er sich nicht nur von mir sondern auch von anderen Kommentatoren vorhalten lassen, dass seine Sicht mit dem sonstigen Verständnis in der Biologie nicht kompatibel ist. Neue These ist das „Zweigeschlechtlichkeit im Tierreich nicht universell ist“ (welche Tiere mit etwas höherem Entwicklungsgrad pflanzen sich denn nicht zweigeschlechtlich fort?) und das Gorillas wohl wegen ihre Zweigeschlechtlichkeit aussterben (und ich dachte es liegt daran, dass sie sehr große Tiere sind, ihr Lebensraum stark eingeschränkt ist und sie stark bewildert werden). Außerdem wird deutlich, dass er den Vorteil von Sex, nämlich den Genpool, nicht verstanden hat, indem er meint, dass es für eine Art ausreicht, wenn etwa 2% Fortpflanzungsfähig sind (das sich die dann erst einmal finden müssten würde bereits dazu führen, dass die Art ausstirbt, er verwechselt denke ich, dass eine Art das Aussterben von 98% überleben kann, wenn die restlichen 2 Prozent alle Fortpflanzungsfähig ist, was als sog. Bottleneck durchaus vorkommt).

Ärgerlich daran ist, dass das Buch anscheinend gut läuft, die erste Auflage ist jedenfalls nach Heinz Informationen ausverkauft. Es wird also wahrscheinlich in den Kanon der Gender Studies eingebunden sein und dort bei Studien angeführt werden.

Was Frauen antörnt VIII

Vom Nutzer „Wintersun“ in einem Forum

Ich finde dominantere Männer auch anziehender und ich mag es auch, wenn der Mann mal die Führung übernimmt und ich ihm einfach nur folgen brauche. Ich muss einen Mann auch irgendwo bewundern können und zu ihm auf blicken. Aber gedemütigt möchte ich nicht werden. Ich möchte einen netten Mann der eine so natürliche Autorität hat, dass er garnicht demütigen und herrschen muss, weil man ihm auch so folgen möchte und darauf vertraut, dass er Recht hat.

Natürliche Dominanz und Anführerschaft. Ich denke, dass ist das was einen Alphamann ausmacht. Keine Unterdrückung, sondern Autorität ohne Druck.

Fremdgehen und Höhe des Einkommens der Partner

In der Daily Mail ist ein Bericht darüber, wie das Einkommen sich auf das Fremdgehen des Partners auswirkt. (via Arne Hoffmann)

Die Kurzfassung:

  • Arbeitet die Frau Vollzeit, während der Mann die Kinder betreut betrügt er sie 5 x häufiger als im Durchschnitt
  • Wenn der Mann sehr viel mehr verdient als die Frau betrügt er sie häufiger als im Durchschnitt
  • Die Männer, die etwa 1/3 mehr verdienten als die Frauen gingen am wenigsten fremd.
  • Die Frauen, die komplett von ihrem Mann ausgehalten wurden gingen 75% weniger fremd als die Frauen, die mehr als der Mann oder alles zum Haushaltseinkommen beitrugen
  • Insgesamt gaben allerdings auch nur 3,8% der Männer und 1,4% der Frauen überhaupt zu untreu gewesen zu sein.

Wie immer bei solchen Studien liegt der Teufel wahrscheinlich im Detail. Die Fremdgehquote ist relativ niedrig und die Frage ist ob die Leute ehrlich waren oder ob sie zumindest innerhalb der Gruppen gleichbleibend unehrlich waren.

Die Gruppe umfasste 18-28jährige, die mindestens ein Jahr zusammen und verheiratet waren.

Nehmen wir mal an, dass die Zahlen richtig sind, dann würde mir folgendes dazu einfallen:

  • Männer, die den Haushalt führen, erleiden zunächst einen Abzug im gesellschaftlichen Status, da von Männern erwartet wird einen Job zu haben. Aber zum einen könnte hieraus ein besonderer Druck entstehen die eigene Attraktivität nachzuweisen, was eben durch die Eroberung anderer Frauen erreicht werden kann. Es wäre ein Mechanismus vergleichbar dem Napoleonkomplex.
    Zudem kann ein solcher „Berufsmalus“ im persönlichen Kontakt und gerade wenn es nur um Sex geht, zB weil beide verheiratet sind durch Game schnell wieder ausgeglichen werden.
    Hinzu kommt, dass er zwangsläufig auf sehr viele Frauen treffen wird, wenn er die Kinder betreut. Bei Krabbelgruppen, Kindergeburtstagen sonstigen Gelegenheiten, wird der Frauenanteil sehr hoch sein. Hier als einer der wenigen Männer männlich zu wirken und über die Ehe und die Gruppe  sexuelle Anziehung aufzubauen wäre gar nicht so schwer. Hinzukommt, dass der Umgang mit dem Kind viele Positive Aspekte darstellen kann. Das Hausmanndarsein ermöglichst zudem eine wesentlich freie Zeit und Ortseinteilung als ein Bürojob
  • Das ein Mann, der sehr viel mehr verdient seine Frau betrügt dürfte mit Status und den sich daraus ergebenen Möglichkeiten zusammen hängen.
  • Frauen, die überhaupt nicht arbeiten, sind vielleicht in heutiger Zeit auch eher konservativ. Das macht die Hemmschwelle für einen Zeitensprung höher (oder die Hemmschwelle es zuzugeben). Vielleicht gestehen sie ihrem Mann auch einen höheren Status zu, was ihn attraktiver macht?
  • Verdient der Mann 1/3 mehr scheint es am besten zu laufen. Vielleicht ist dies ein gutes Gleichgewicht. Vielleicht ist man in diesem Bereich auch am unehrlichsten.

Interessant wäre es, wenn sie ältere Paare hinzugenommen hätten und die Daten noch durch Lügendetektoren, Abstammungstest der Kinder etc. etwas erhärtet hätten. So scheinen mir die Zahlen sehr niedrig für belastbare Aussagen. Gerade bei 3,8 Prozent kann die Variation wenn die Gruppe relativ klein war an Zufällen hängen. Verwendet wurden wohl die Daten einer größeren Erhebung mit langen Interviews.

Schöpfung vs. Evolution

Bei der Frage wie das Universum und insbesondere das Leben und damit auch der Mensch entstanden ist gibt es im wesentlichen den theologischen Ansatz, also die Schöpfung durch einen oder mehrere Götter und den naturwissenschaftlichen Ansatz, also eine Entstehung nach den Grundlagen der Physik und der Evolutionstheorie.

Ein Blog, der „Alles Evolution“ heißt, ist geradezu verpflichtet auf dieses Thema zumindest kurz einzugehen, da die Einwände gegen die Evolutionstheorie (abgesehen von der Queer Theorie und dem Feminismus, wo es aber mehr ein Ignorieren ist) hauptsächlich aus dem theologischen Bereich kommen. Danach geht es aber gewohnt mit dem Geschlechterkampf weiter.

Meiner Meinung nach kann die Physik und die Evolutionstheorie die Welt und ihre Entstehung recht gut erklären. Die Erklärungen benötigen keinen Gott und kommen ohne ihn aus. Die Gegenthesen hingegen werfen Probleme auf, die nur mit Kunstgriffen zu lösen sind für die kein Beweis besteht.

Dabei ist zwischen verschiedenen Ansätzen zu unterscheiden:

  • Kurzzeit-Kreationisten: Hier wird anhand einer Rückrechnung anhand der Altersangaben der handelnden Personen in der Bibel das Alter der Erde bestimmt. Es müsste danach bei etwa 8.000 Jahren liegen.
    Dagegen spricht, dass viele  Prozesse innerhalb dieser Zeit nicht ablaufen könnten. Beispielsweise könnte uns das Licht entfernterer Sterne noch nicht erreicht haben (unsere Galaxie hat alleine schon eine Ausdehnung von ca. 100.000 Lichtjahren). Es wäre auch nicht genug Zeit vorhanden um schwerer Elemente in Sternen zu erzeugen oder für Fossilien um zu versteinern. Menschen müssten auf Dinosaurier gestoßen sein etc.
    Das Gegenargument ist, dass Gott das Universum eben so geschaffen hat, dass es aussieht als wäre es älter, inklusive des Lichts und halb verbrauchter Sterne und in der Erde vorhandener versteinerter Knochen. Dagegen kann man keine logischen Argumente vorbringen, es aber natürlich auch nicht beweisen.
  • Langzeit-Kreationisten: Hier wird die in den Naturwissenschaften berechnete Zeit angesetzt. Allerdings soll die Schöpfungsgeschichte ansonsten bezüglich der Schaffung der Arten durchaus zutreffen. Je nach Auffassung wird dann eine sog. Mikroevolution zugelassen (also etwa Wolf-Hund) aber die Grundarten sind alle von Gott geschaffen, ebenso wie der Mensch.
    Hiergegen ist einzuwenden, dass schon bei den Hunden deutlich wird, welchen Einfluss Evolution haben kann: Ein Pudel ist etwas anderes als ein Dobermann und hier haben wir einen relativ kurzen Zeitraum. Zudem kann man die Entwicklung zB auch genetisch und anhand rudimentärer Reste im Körper gut nachvollziehen. Der Wal und das Flusspferd haben zB genetisch recht viel miteinander zu tun. Bei der Giraffe zB geht ein Nerv vom Kopf um das Herz herum wieder den gesamten Hals hoch zum Stimmapparat. Das war beim Fisch noch der kürzeste Weg. Mit der langsamen Evolution des Halses ist dieser Weg immer unpraktischer geworden, aber Evolution kann eben kein Neudesign durchführen (Video zu Dawkins und diesem Nerv).
    Zudem wird hiergegen angeführt, dass nicht alle Tiere gleichzeitig gelebt haben. Dies wird meist mit neuen Schöpfungsakten erklärt, wobei diese allerdings in der Bibel nicht erwähnt sind.
  • Evolution als Werkzeug Gottes:  Schließlich gibt es noch die Auffassung, dass Gott die physikalischen Vorgänge und die biologischen Vorgänge nutzt und gestaltend eingreift, also den Zufall der Evolution ersetzt. Dieser Vorgang bestätigt im Prinzip alle Ergebnisse der Naturwissenschaft, mogelt allerdings noch einen göttlichen Willen hinein.
    Dieser allerdings stimmt dann gleichzeitig mit den Regeln der Evolution überein, so dass man ihn dann gerade nicht benötigt. Gott wird hier um so kleiner man die Vorgänge aufschlüsselt beliebig und vernachlässigbar.

Kurz möchte ich bei dieser Gelegenheit noch ein paar andere Argumente gegen Religion in den Ring werfen:

  • Die meisten Wunder sind heute durch wissenschaftlichen Fortschritt erklärbar
  • Religion kann nicht erklären, warum die eigene Religion wahr ist, die anderen Religionen hingegen falsch sind. Wenn sie darauf abstellt, dass Menschen falsche Religionen ohne übersinnliche Grundlage entwickelt haben (ich verweise hier kurz auf Römer, Ägypter und Azteken), dann machen sie deutlich, dass die Grundlage jeder Religion angreifbar ist und der Irrglaube und das Erschaffen eines Gottes oder mehrere Götter menschlich ist, was sie sich dann auch selbst vorhalten müssen.
  • Der Wunsch nach einem Gott ist leicht damit zu erklären, dass wir eine Erklärung für unsere Erlebnisse suchen und Übernatürliches lange die einzige Lösung war, wir Angst vor dem Tod haben und wir als Tiere, die auf ein Leben in einer Gruppenhierarchie ausgelegt sind die Idee eines über allen stehenden Alphawesens sehr naheliegend finden.

Wie du, mein Seitenbesucher, bist

Ja, genau dich meine ich:

Du brauchst die Zuneigung und Bewunderung anderer, dabei neigst du zu Selbstkritik. Zwar hat deine  Persönlichkeit einige Schwächen, doch kannst du diese im allgemeinen ausgleichen. Du hast beträchtliche Fähigkeiten, die brachliegen, statt dass du sie zu deinem Vorteil nutzt. Äußerlich diszipliniert und kontrolliert, fühlst du dich ängstlich und unsicher. Mitunter zweifelst du ernstlich an der Richtigkeit deines  Tuns und deiner Entscheidungen. Du bevorzugst ein gewisses Maß an Abwechslung und Veränderung, und du bist unzufrieden, wenn du von Verboten und Beschränkungen eingeengt wirst. Du bist stolz auf dein unabhängiges Denken und nimmst anderer Leute Aussagen nicht unbewiesen hin. Doch erachtest du es als unklug, sich anderen zu freimütig zu öffnen. Manchmal verhältst  du dich extrovertiert, leutselig und aufgeschlossen, manchmal auch introvertiert, skeptisch und zurückhaltend. Deine Wünsche scheinen mitunter eher unrealistisch.

Oder etwa nicht?

Was Frauen abtörnt III

Aus dem Beitrag „Undateable“ von Lemmonex

They all say “I am just your average guy”.  I don’t want average and I do not want to date someone who so easily bows down to the alter of average.  God knows no one is truly special, we are never as unique as we think we are, but please try.  Give me something, anything.  And you hipsters who name bands I have never heard of or who tell tales of spending summers in Nepal washing the feet of the elderly? You are just as average, just as boring.  An average guy takes off his khakis, fucks me missionary, drives me to the Olive Garden in his Ford Focus and sends me red roses the next day.

P.S: Lemmonex hat ihren Blog leider im Januar eingestellt. Aber ein wenig in den Archiven stöbern lohnt sich auf alle Fälle.

Weibliche Chefs

Gerade macht ein Bericht der Daily Mail die Runde, nach dem über  2/3 der Angestellten in England lieber einen männlichen als einen weiblichen Chef haben. (Gefunden bei The SpearheadArne Hoffmann)

They are hormonal, incapable of leaving their personal lives at home and only too happy to talk about their staff behind their backs. (…)

Two-thirds of women said they preferred a male boss because their straight-talking, ‘get to the point’ attitude makes them easier to deal with.

They are also much less likely to have a hidden agenda, suffer mood swings or get involved in office politics, workers said.

(…)

A quarter of women accused female bosses of backstabbing and bringing their personal lives into the office.

And a third of those polled said women with power are ‘loose cannons’ who often feel threatened by colleagues.

Fifteen per cent of the workers questioned said female bosses were too ‘sharp tongued’ and a third said it was obvious when it was their ‘time of the month’ because of mood swings.

Other negative assessments included them being ‘too cliquey’, too competitive and spending too long worrying about their appearance.

Forty per cent said men were more able to distance themselves from politics and bitching and 14 per cent said they found them more reasonable than women.

Those who prefer a female boss said they did so because women are more approachable, friendly and understand when workers need time off to look after their children.

Über die Geschlechter verteilt waren 63% der Frauen und 75% der Männer der Auffassung, dass ein männlicher Chef besser ist. Ein Drittel der Befragten arbeitet lieber mit weiblichen Chefs.

Die Kritikpunkte sind also:

  • Stimmungsschwankungen
  • Können nicht zwischen ihrem persönlichen Leben und dem Büro unterscheiden
  • Lästern gerne über Mitarbeiter
  • manipulierend und nicht ehrlich
  • fühlen sich schnell persönlich angegriffen und reagieren sehr heftig darauf
  • verletzend und scharfzüngig
  • Cliquenbildend
  • unnötig aggressiv im Wettbewerb

Würde zu den typischen Männer und Frauenrollen passen. Frauen sind eher gefühlsbetonter, Männer eher sachlicher, Frauen wollen eher flache Hierarchien mit persönlicher Verbundenheit, Männer leben gut mit Hierarchien, Frauen nehmen Sachen eher persönlich, Männer sehen es als Wettstreit in der Sache etc.

Es passt auch zu der Bericht nach der Sekretärinnen lieber für männliche Chefs arbeiten.

Dort hatte ich auch bereits etwas zu den verschiedenen Rollendynamiken  in diesem Bereich ausgeführt.

Eine ähnliche Umfrage aus Amerika legt nahe, dass es dort auch so wahrgenommen wird:

The real surprise came when the ForbesWoman Facebook community was canvassed: „Would you rather work for a man or a woman?“ The majority replied, „A man any day of the week,“ to use the words of Stephanie Rovengo.

(…)

In the most recent Gallup data, from 2006, 34% of men preferred a male boss while 10% preferred a female boss, while 40% of women preferred a male boss and 26% preferred a female boss. (The remaining respondents of both genders had no preference.)

Eine Studie die bestimmte Einzelpositionen von Chefs generell betrachtete und in der es um Führungskompetenz ging kommt eher zu ausgewogenen Ergebnissen:

Chefs und Chefinnen bekommen in der Studie die gleichen Noten, Chefs eine 2,50 und Chefinnen eine 2,57 (auf einer Skala von 1 = sehr zufrieden bis 6 = sehr unzufrieden).

Und wo wir gerade bei weiblichen Chefs sind auch noch eine Stellungnahme dazu, was Frauen zurückhält:

Den Wunsch nach Teilzeit, den 39 Prozent der befragten Managerinnen angeben, hält Bischoff für abträglich. Frauen müssten für ihren Aufstieg eher mehr arbeiten als weniger: So hätten viel mehr Frauen in Führungspositionen als Männer seit 1986 ihre wöchentliche Arbeitszeit reduziert. In der Folge sind Männer häufiger da, wenn es etwas zu verteilen gibt. „Für Karriere muss man zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein“, meint Bischoff. Grundsätzlich, so hat sie ausgewertet, seien Frauen weniger mobil als ihre Konkurrenten. „Frauen kleben häufiger an ihrer Stelle.“

Zu dem Ganzen noch eine persönliche Erfahrung:

Die Managerin eines kleinen Betriebes hatte mir mal erzählt, dass es eine ihrer größten Schwierigkeiten und gleichzeitig Entdeckungen war, dass die Mitarbeiterinnen dort nicht ihre Freundinnen sind und es auch nie sein können. Anfangs hatte sie gedacht, dass sie dort alles auf einer freundschaftlichen Basis klären könne, aber da sie Chefin war wurde sie immer anders wahrgenommen, war immer etwas ausgeschlossen und jedesmal wenn sie mal etwas meckern musste oder unangenehmere Aufgaben verteilen musste erlitt die Freundschaft einen kleinen Bruch. Das Ausbalancieren zwischen einem freundlichen, aber bestimmten Ton, einem Verhältnis, dass einem freundlichen Betriebsklima aber gleichzeitig dem Chefverhältnis angemessen war, habe sie einiges an Gewöhnung gekostet.

Wie sind die Erfahrungen der werten Leserschaft? Kann man es ändern? Was müssen Frauen lernen? Oder muss man die Gesellschaft ändern, damit der weibliche Weg mehr akzeptiert wird (was ja wahrscheinlich die feministische Antwort wäre).

Was Frauen antörnt VII

Aus dem Blog „The Truth about Cock and dolls

I met him nearly two years ago at Cozy Bar, where he still bartends today. Handsome, charming, mysterious, the man was a cocktail of trouble, and I instantly developed a maddening, overwhelming crush on him. (…) I lit another cigarette and continued to listen to their conversation. Out of nowhere, Ben pulled me over to him, had me stand in front of him like a human shield and talked to Mitch over my shoulder. I smoked while he pressed against me and felt me up from behind, hand up my dress, against my thighs and hips.

Ben took the cigarette out of my left hand, threw it into the street, and placed my hand between us on his crotch. Just like that. And just like that I complied, stroked him over his trousers like it was the most natural thing.

Sehr direkt, aber er hatte vorher IOIs. Schnelle Eskalation auf eine männliche Art. Der schmale Grad zwischen sexueller Belästigung und weiblich gewünschter Dominanz.

Beauvoir vs Butler

Aus „Das Unbehagen der Geschlechter“ von Judith Butler:

Beauvoir behauptet , dass der weibliche Körper für die Frauen Situation und Instrument der Freiheit sein müsse und nicht eine definierende und einschränkende Wesenheit. Ihre Analyse wird von einer Theorie der Leiblichkeit geprägt, die eindeutig durch die unkritische Reproduktion der Cartesianischen Unterscheidung zwischen Freiheit und Körper eingeschränkt wird. Trotz meiner früheren Versuche, das Gegenteil zu beweisen, scheint Beauvoir den Geist-Körper-Dualismus beizubehalten, auch wenn sie eine Synthese der beiden der beiden Termine beabsichtigt. Die Aufrechterhaltung dieses Unterschiedes kann als symptomatisch für den Phallogozentrismus gelesen werden, den Beauvoir unterschätzt.

Falschbeschuldigung und Vergewaltigung II

Wie bereits im ersten Teil festgestellt ist das Thema Vergewaltigung gerade wieder ein sehr aktuell.

Dodo reibt sich im Mädchenblog an einer Aussage von Julia Seeliger, die nicht mit dem radikaleren Feminismus übereinstimmt und eine Eigenverantwortung der Frau ihre Wünsche und Abneigungen deutlich zu machen sieht:

„Wenn die Frau „Ja“ sagte und „Nein“ meinte, ist das auch noch keine Vergewaltigung, so sehr Beziehungen mit ungleich verteilter Macht zu kritisieren sind.“

Natürlich stieß diese Meinung bei Dodo auf Kritik.

In der Diskussion auf dem Mädchenblog werden dazu die klassischen Positionen vertreten, die im radikaleren Feminismus verbreitet sind.

  1. Was eine Vergewaltigung ist bestimmt immer der Sexualpartner, der sich darauf beruft („Deutungshoheit“ bzw. Definitionsmacht). Da es sich bei einer Vergewaltigung um Sex gegen den Willen desjenigen handelt muss auch allein dessen Wille den Tatbestand ausmachen. Letztendlich wäre daher der erste Teil einer Beweisaufnahme bei einem Prozess schnell erledigt. Der Richter würde denjenigen, der sich vergewaltigt fühlt fragen, ob er sich vergewaltigt gefühlt hätte. Lautet die Antwort „ja“ dann wäre zumindest der objektive Tatbestand einer Vergewaltigung erfüllt.
    Dies steht im Gegensatz zur gegenwärtigen Definition einer Vergewaltigung, bei der eine Person durch Gewalt, Drohung oder unter Ausnutzung einer schutzlosen Lage genötigt wurde, sexuelle Handlungen über sich ergehen zu lassen. Hier muss also zumindest der Täter einen gewissen Druck ausgeübt haben, damit ein Tatbestand erfüllt ist, das reine Gefühl des Opfers reicht nicht aus.
  2. Die weitere Frage ist dann nur noch, ob der andere Teilnehmer beim Sex dies erkennen konnte. Je nach Radikalität erfordert dies im Feminismus wohl lediglich ein fahrlässiges Erkennen oder aber doch Vorsatz. Da aber Vorsatz aber ein Wissen und Wollen der Tatbestandsverwirklichung erfordert ist dies bei einem nicht erklärten Willen schwierig. Interessant wäre hier die feministische Darlegung zu einem Eventualvorsatz, wenn der Täter also weiß, dass die Frau Vorbehalte hat und sich möglicherweise vergewaltigt fühlen könnte, ein gewisses Unwohlsein also als möglich und nicht ganz fern liegend erkennt, dies aber billigend in Kauf nimmt. Der Täter billigt dabei  auch einen nicht erwünschten, aber notwendigen Erfolg zur Erreichung seines Ziels. Würde er also denken „Sie hat einen Freund, ich musste ziemlich viel machen um sie ins Bett zu bekommen, sie ist eigentlich ein braves Mädchen, sie hat bestimmt irgendwann während des Sex zumindest kurz mal Gewissensbisse, aber was soll es, sie ist eine erwachsene nüchterne Frau, soll sie doch was sagen, wenn sie damit nicht zurechtkommt, ich bin ihm und ihr nichts schuldig und habe meinen Spass“ dann hätten wir wohl einen Eventualvorsatz, wenn sie dann tatsächlich dabei irgendwann Gewissensbisse im Sinne von „Warum macht er das mit mir, ich bin doch vergeben“ hat.
    Der Diskussionsteilnehmer TaP schlägt aufgrund der Schwierigkeiten bei der Erkennung eines geäußerten Willens der Frau in der Diskussion dann auch wohl vor, sich erst gar nicht damit aufzuhalten, ob der Mann die Tat gebilligt hat, sondern vielmehr bei einem Nichterkennen auf einen Irrtum über den Tatbestand gemäß § 16 StGB abzustellen und darüber den Vorsatz entfallen zu lassen.
  3. Zur Rechtfertigung der Deutungshoheit wird darauf abgestellt, dass die Gefühle des Opfers maßgeblich sind und diese zu respektieren sind. Teilweise wird allerdings diese Deutungshoheit nicht auf das Strafrecht bezogen (teilweise wohl auch nur, weil das eh ein patriarchalisches System ist) sondern nur auf das soziale Miteinander. Dann wiederum allerdings verlangt diese Deutunghoheit, dass man sich im Prinzip so gegenüber dem Opfer verhält als hätte man es mit Gewalt zum Sex gezwungen: Man habe bitte schön auch Räume zu meiden, in denen sich das Opfer aufhält.
  4. Die Deutungshoheit wird je nach Verständnis auch bis zu einer Beweislastumkehr bzw. einem Beweisverbot nicht nur bezüglich der Deutung, sondern auch der Tatsachen ausgedehnt.
    Das altbekannte Argument ist natürlich „Warum sollte das Opfer lügen?“. Was ich immer blödsinnig an dieser Frage finde ist, dass man sie nahezu bei jedem Straftatbestand stellen kann: Warum sollte jemand eine Frau vergewaltigen? Warum sollte jemand jemanden ins Gesicht schlagen weil er meint, dass dieser ihn falsch angeschaut hat? Warum sollte jemand für die paar Scheine in der Brieftasche einen Menschen erschießen?
    Gerade weil Feministen in vielen anderen Diskussionen betonen, dass Sex bei einer Frau mit einem sozialen Stigma verbunden sein kann erschließt sich bereits hieraus die Antwort recht schnell: Sie kann damit die Verantwortung für den Sex abgeben. Hinzu kommt, dass sie Macht ausüben kann oder eine Bestrafung vornehmen kann. All dies sind Motive, die schon viele Menschen zu weit aus schlimmeren Taten verleitet haben. Warum Frauen davon frei sein sollen erschließt sich mir nicht. Insbesondere wenn im Ermittlungsverfahren 50% als mögliche Falschbeschuldigungen angesehen werden sollte man diese Möglichkeit nicht vollkommen ausblenden.

Ich verweise ergänzend noch auf die  Beitrage „Rape Culture oder Angst“ und „Einvernehmlicher Sex ist es, wenn keiner es bedauert“ in diesem Blog.

Was mich bei einer juristischen Änderung des § 177 StGB wie von radikalen Feministinnen gefordert übrigens interessieren würde wären Überlegungen zur Täterschaft/mittelbaren Täterschaft/Beihilfe zu seiner Straftat. Sie weiß, dass sie sich vergewaltigt fühlen wird und das ihm ihre Gefühle herzlich egal sind, ein Teil von ihr will aber trotzdem Sex, vielleicht weil sie gerade Bestätigung braucht, dass er mit ihr schlafen würde. Sie schläft in diesem Wissen mit ihm, und wie zu erwarten fühlt sie sich schlecht und ausgenutzt dabei, obwohl sie willig mitmacht, weil sie weiß, dass sie ihm egal ist, so dass er sie vergewaltigt hat. Sie hasst ihn sogar dabei, ebenso wie sich selbst, wußte aber, dass er mit ihr schlafen wird, wenn sie ihm die Gelegenheit dazu gibt. Sie hat das Wissen in der Hand, dass ihn zum Täter macht und hat die Vergewaltigung billigend in Kauf genommen indem sie mit ihm ohne zu Zögern Sex hatte. Mittelbare Täterschaft/Mittäterschaft an ihrer Vergewaltigung?

Auch interessant wäre die Frage, wie zu verfahren ist, wenn er auch sofort eine Vergewaltigungsbehauptung aufstellt. Diese dürfte ja nicht hinterfragt werden. Werden dann beide bestraft oder keiner?

Ein fiktiver Kommentar zum „feministischen Vergewaltigungsrecht“ hätte glaube ich interessante Rechtsfragen.

Julia Seeliger hat die Debatte bei dem Mädchenblog auch noch mal in einem eigenen Artikel bewertet. Ihrer Zusammenfassung kann ich mich anschließen:

ich wünsche mir, dass es abstrakte Kriterien gibt und keine subjektiven. Und das wollen Schwarzer, das mädchenblog und andere offenbar nicht. In einer solchen Welt des Subjektiven, des Relativistischen möchte ich nicht leben. Und ich glaube auch nicht, dass aus solchen Sichtweisen wirklicher politischer Fortschritt in der Frauenpolitik kommen wird.