Beauvoir vs Butler

Aus „Das Unbehagen der Geschlechter“ von Judith Butler:

Beauvoir behauptet , dass der weibliche Körper für die Frauen Situation und Instrument der Freiheit sein müsse und nicht eine definierende und einschränkende Wesenheit. Ihre Analyse wird von einer Theorie der Leiblichkeit geprägt, die eindeutig durch die unkritische Reproduktion der Cartesianischen Unterscheidung zwischen Freiheit und Körper eingeschränkt wird. Trotz meiner früheren Versuche, das Gegenteil zu beweisen, scheint Beauvoir den Geist-Körper-Dualismus beizubehalten, auch wenn sie eine Synthese der beiden der beiden Termine beabsichtigt. Die Aufrechterhaltung dieses Unterschiedes kann als symptomatisch für den Phallogozentrismus gelesen werden, den Beauvoir unterschätzt.

8 Gedanken zu “Beauvoir vs Butler

  1. hey, das ist jetzt kein Kommentar auf den Artikel, sondern mehr ne allgemeine Frage an dich:

    ich bin selber durch n gender-seminar an der Uni auf diesen ganzen Feminismuskram aufmerksam geworden, du kommentierst und sezierst das ganze auf ner sehr sachlichen ebene echt gut,

    ABER: bin vor kurzem auf das Mädchenblog aufmerksam geworden, hab da n bisschen quergelesen und bin auf diesen „Schlag ins Gesicht“ artikel und deine Kommentare dazu gestoßen und wie dun dann in der Diskussion angemacht wurdest.

    Diese Frauen sind irre. Doppelstandards ohne Ende. Der Männerhaß springt einem ja voll ins gesicht und du hast nicht mal ansatzweise getrollt, obwohl die nix anderes verdienen.

    Warum machst du dir die Mühe mit Fundamentalisten zu diskutieren?

    PS: ich wohn in Berlin Neukölln, kenne die lesben/schwulenkneipe wo die ihre monatlichen treffen abhalten und ziehe ernsthaft in Erwägung da mal hinzugehenmir den Bullshit mal IRL anzutun und dann mein „judith butler can suck my dick“ t shirt zu entblössen 🙂

    im ernst, hab noch keins aber könnte man mal selbst drucken und vermarkten.

  2. @Matty

    Danke, schön, dass dir der Blog gefällt!

    Allerdings handelt es sich bei den Kommentaren zu dem Bericht „Schlag ins Gesicht“ um einen anderen Christian, nicht um mich.

    Aber ich habe ähnliche Diskussionen um „Männlichkeit“ auch schon auf feministischen Blogs geführt, zB hier bei der Mädchenmannschaft

    Warum ich sachlich diskutieren möchte habe ich hier schon mal ausgeführt.

    Jetzt aber bitte hier weiter mit Beauvoir und Butler

  3. Ich schätze mal, Butler möchte den Geist-Körper-Dualismus in Richtung des Geistes auflösen, da ja der Körper ohnehin nur Resultat von Diskursen ist. Mir ist nur völlig schleierhaft, wo den die diskursierenden Subjekte herkommen sollen?

  4. El_Mocho:
    Das denke ich auch, dahin geht die Reise. Schließlich ist alles bei ihr nur konstruiert. Ich hatte es gerade gelesen und dachte ich halte den Unterschied einfach mal fest. Das der Körper angesichts der recht klaren Unterschiede konstruiert sein soll leuchtet mir nicht ein, aber ich habe ja auch noch ein paar Seiten vor mir.

  5. Ich würde sagen ein verflachter Fichte. Wenn das Subjekt (durch Diskurse) die Welt hervorbringt, ist man eigentlich wieder beim Absoluten Ich, das sich selbst mitsamt der Welt in einer Tathandlung als seiend setzt.

  6. Pingback: Judith Butler hat einen miesen Schreibstil « Alles Evolution

  7. Pingback: Welche theoretischen Grundlagen sind in die feministischen Theorien eingeflossen und wie? « Alles Evolution

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