Hochbegabung bei Mathe und Sprache: Unterschiede zwischen Mann und Frau

Das es mehr hochbegabte Männer im Bereich Mathematik gibt als Frauen ist in der Wissenschaft wenig umstritten. Allenfalls die Gründe hierfür werden diskutiert und es geht natürlich wieder darum, ob es biologische oder gesellschaftliche Gründe dafür gibt.

In den USA soll nunmehr wohl an Forschungseinrichtungen Arbeitsgruppen eingerichtet werden, die auf Geschlechterbenachteiligungen achten sollen.

In einem Artikel in der New York Times wird diesbezüglich angefragt, ob man in diesen Arbeitsgruppen dann überhaupt auf Forschungen zu biologischen Gründen hierfür eingehen darf.  Der Titel des Berichts ist „Daring to Discuss Women in Science“ und er sagt viel über Political Correctness aus und eine feministische Diskurshoheit aus.

The Duke researchers report that there are still four boys for every girl at the extreme right tail of the scores for the SAT math test. The boy-girl ratio has also remained fairly constant, at about three to one, at the right tail of the ACT tests of both math and science reasoning. Among the 19 students who got a perfect score on the ACT science test in the past two decades, 18 were boys.

Meanwhile, the seventh-grade girls outnumbered the boys at the right tail of tests measuring verbal reasoning and writing ability. The Duke researchers report in Intelligence, “Our data clearly show that there are sex differences in cognitive abilities in the extreme right tail, with some favoring males and some favoring females.”

The researchers say it’s impossible to predict how long these math and science gender gaps will last. But given the gaps’ stability for two decades, the researchers conclude, “Thus, sex differences in abilities in the extreme right tail should not be dismissed as no longer part of the explanation for the dearth of women in math-intensive fields of science.”

Ich denke die Aussagen sind bewusst sehr vorsichtig formuliert. Das ist auch gut so, denn wenn zumindest eine Diskussion dazu zugelassen wird, dann kann man über die Fakten reden und mit einer absoluten Aussage würde man sich nur angreifbar machen. Zumindest kann man biologische Gründe nicht mehr ausschließen. Dann muss man sie in einer wissenschaftlichen Arbeitsgruppe aber auch ansprechen dürfen. Zudem zeigt sich hier auch, dass Unterschiede in der Hochbegabung sich auf die Verteilung auswirken, selbst wenn der Unterschied im Schnitt ansonsten nicht so groß ist.

(gefunden über: Ermannung)

Top Gun und Game / Pickup

Top Gun ist ein Flm, der Tom Cruise zu einem Sexsymbol machte. Gesponsert vom US-Verteidigungsministerium sollte auch Werbung für die Armee machen. Ein Mittel dazu war die Piloten als Alphamänner dazustellen. Und das ist den Drehbuchschreibern un Tom Cruise in der Hauptrolle vollauf gelungen. Der Charakteraufbau ist geradlinig und allein für die Körpersprache von Tom Cruise lohnt es sich den Film zu sehen.

Der Film im Volltext

1. Ausgangslage

Auch wenn es für die spätere Liebesgeschichte keine Rolle spielt ist bereits die erste Szene ein guter Aufbau zumindest für den weiblchen Zuschauer. Maverick ist ein Fliegerass (Status) und bringt seinen Teamkameraden sicher nach untern als dieser einen Nervenzusammenbruch hatte (Beschützer und zudem Anführer). In der Strafpredigt, die ihm sein Vorgesetzter hält heißt es dann, er habe „a history of high-speed passes – Over five air control towers and one admiral’s daughter!“ (Preapproved by women). Wesentliche Attraktivitätsmerkmale sind also etabliert.

Die Teilnahme an Top-Gun als Eliteausbildung sorgt zudem für weiteren Status, der noch betont wird:

You’re the top one percent of all naval aviators. The elite. The best of the best. We’ll make you better.

Aus welchem Holz Maverick genschnitzt ist wird gleich darauf noch einmal betont:

Viper: You think you will be on the plaque?

Maverick: Yes, sir.

Viper: That’s pretty arrogant, considering the company you’re in.

Maverick: Yes, sir.

Viper: I like that in a pilot.

2. Die Bar Szene

Die Barszene enthält eine klassische Pickup-Szene bevor es Pickup in dieser Form gab. Sogar die Sprache dieser Szene wurde übernommen

Target: Die Frau an der Mann interessiert ist

Wingman: Ein Freund, der einen beim Pickup unterstützt

Hier ist sie allerdings noch eine reine Militärsprache.

Bevor es zum Anmachen kommt folgt aber noch die Konfrontation mit Iceman, dem Favoriten in dem Kampf um den Titel des besten Piloten. Auch hier ist die Konfrontation brillant gemacht. Iceman setzt auf AMOGing, Maverick bleibt ruhig und lehnt unbeeindruckt an der Bar, scheint Iceman zuerst gar nicht zu beachten, nimmt aber die Konfrontation auf, als dieser damit beginnt.

Dann starten die beiden mit einer gut eingespielte Routine, eine Gesangsnummer, als Opener:

Es ist das erste Ansprechen der weiblichen Hauptperson und es ist „Direkt Game“. Aber es erfüllt seinen Zweck, zumal es zunächst nur darum geht mit ihr zu schlafen.

Die Routine sieht vor, dass Maverick sie zunächst direkt anspricht, in dem er ihr auf die Schulter klopft, dann geht Goose dazwischen um die Bedrohung eines Fremden, der sie anspricht abzufangen und ihr etwas Sicherheit zu geben. Maverick läßt sich aber nicht abdrängen, sondern beginnt zu singen. Dabei erzielt das Lied als Opener mehrere Effekte:

  • über das Mikrofon gesungen zieht es die Aufmerksamkeit der gesamten Bar auf sich. Maverick ist damit der Mittelpunkt der Bar, was ihm automatisch Status verleiht. Es zeigt, dass er mit Druck umgehen kann und selbstbewußt genug ist eine Ablehnung zu riskieren, während die gesamte Bar zuschaut
  • Es ist eine Darbietung, sie kann also zunächst abwarten was passiert, hat aber gleichzeitig keine Möglichkeit ihn zu unterbrechen
  • Der Text handelt davon, dass sie eine Frau ist, die nicht mehr lieben kann. Es ist ein Neg, ein coldread und es liegt Druck auf ihr sich zu qualifizieren, der zu seinen Gunsten liegt. Wenn sie sich von ihm abwendet und ihm einem Korb gibt, dann muss sie dies unter der Aufmerksamkeit der gesamten Bar tun und damit indirekt bestätigen, dass sie tatsächlich „kalt und gefühlsarm“ ist. Sie muss ihn also im Prinzip freundlich empfangen und kann dem sozialen Druck nur entgehen, wenn sie ihm zumindest eine Gelegenheit für ein Gespräch gibt.
  • Goose stimmt in das Lied ein und beide singen im Duett, wippen rhythmisch und schnippen mit den Fingern, damit fordern sie die anderen in der Bar auf mitzusingen. Die Bar nimmt damit den Frame des Liedes auf und legt so weiteren gesellschaftlichen Druck auf sie. Maverick ist der Held der Bar und deren Mittelpunkt. Das hebt die Buying Temperature, sein Status geht durch die Decke, die Leute singen mit ihm, bestätigen also seinen Eindruck von ihr indirekt und folgen ihm (Leader of men). Ihn unter diesen Statusverhältnissen abzulehnen hätte sie zum Buhmann gemacht. Es reicht der Blick auf den Stuhl um den Druck auf sie zu legen. Sie folgt diesem Druck indem sie ihn auffordert sich zu setzen. Er läßt sich als Held feiern.

Maverick nimmt neben ihr Platz, setzt sein fettestes Grinsen auf. Er sagt nicht, sondern wartet, überbrückt die Zeit indem er sich auf dem Stuhl zurechtrückt und sich dabei sehr zu ihr hinniegt. Sie ist noch etwas reserviert und lehnt sich leicht von ihm weg, lächelt aber auch breit. Dann beginnt sie das Gespräch. Sie versucht die Situation wieder zu normalisieren, indem sie darauf verweißt, dass sie das Lied mag. Dann befragt sie ihn zu der Routine. Maverick guckt beim erzählen in die Ferne und nicht direkt auf sie, das nimmt die Bedrohlichkeit etwas zurück, was nach diesem Auftritt sicherlich eine gute Wahl ist. Sie dreht sich daraufhin zu ihm hin, ihre Körpersprache ist weniger distanziert. Er stellt sich als Maverick vor. Sie reagiert mit einem Shittest: „- Did your mother not like you?“ Er ignoriert die Anspielung und verweißt darauf, dass es sein Callsign ist, betont also seinen Status als Pilot. Ich vermute, dass er normalerweise damit gute Erfolge hatte und der Ansatz ist auch durchaus erfolgsversprechend:

Sie hängt in einer Elitepilotenkneipe rum, wird also an Piloten interessiert sein. Normalerweise wird die Angabe Pilot zu sein, nachdem man zuvor gezeigt hat, dass man Alpha ist ausreichen, damit die Frau interessiert ist. Das er es hier mit einem Sonderfall zu tun hat konnte er vorher nicht ahnen. Sie heuchelt etwas Interesse, weil sie das ganze als interessanten Versuch sieht und ihrerseits etwas mit ihm spielt.

Nachdem er seinen Status betont hat versucht Maverick die Sache etwas zurückzunehmen und zum einen etwas Verletzlichkeit zu zeigen und zum anderen den vorherigen Eindruck zu reduzieren, dass er nur ein Aufreißer ist. Also gibt er an, dass er dies bisher nur einmal gemacht hat und es schiefgegangen ist. Sie fordert ihn heraus, indem sie ihn fragt, wie es gerade läuft. Seine Antwort ist recht forsch. Mit „ich sage es dir morgen, bisher sieht es gut aus“ impliziert er, dass sie sich morgen sehen, also wohl die Nacht miteinander verbringen. Es ist sehr direkt, allerdings sollte man berücksichtigen, dass er auch nur Sex plant und das in der selben Nacht und daher etwas forscher auftreten muss. Er merkt aber auch gleich, dass es nicht angekommen ist und es schief gegangen ist und schiebt ein nervöses Lachen nach um die Situation zu entschärfen. Ihre Körpersprache wird abweisend und sie verabschiedet sich, nicht ohne ihn noch etwas herauszufordern, indem sie einen Spruch über seine Fähigkeiten als Sänger macht.

Maverick beschließt noch einmal alles auf eine Karte zu setzen als sie ins Bad geht. Er folgt ihr hinein und geht betont langsam und mit einem breiten Lächeln auf sie zu um ihr Gelegenheit zur Reaktion zu geben.

– A long cruise, was it, sailor?

– Too long.

You want to just drop down on the tile and go for it?

I actually had this counter in mind.

– That would be very comfortable, yeah.

– It could be.

I came in here to save you from making a big mistake with that older guy.

Really? So I could go on to a bigger one with a young guy like yourself?

Maybe.

Ihre erste Reaktion stellt klar, dass sie davon ausgeht, dass er nur Sex will. Sie warnt ihn, dass sie ihn erkannt hat. Mit seiner Antwort nimmt er lediglich den sexuellen Teil davon auf. Sie fordert ihn hinaus, in dem sie ihn zwingt, ins Detail zu gehen. Es dürfte auch gleichzeitig ein Shittest sein. Er bleibt ruhig und entspannt und hält das sexuelle Thema. Damit macht er aus ihrem Shittest seinen Frame: Sie suchen zusammen nach Möglichkeiten hier im Bad Sex zu haben, was er betont, indem er prüfend auf die Bank drückt. Sie steigt auf seinen Frame ein indem sie sagt, dass es nicht sehr bequem wäre. Er antwortete kurz, merkt dann aber, dass er so nicht weiter kommt und versucht einen neuen Einstieg: Er will sie vor einem Fehler bewahren. Sie fordert ihn wieder heraus, Farbe zu bekennen. Er bleibt bei One-Word-Game, direkten Augenkontakt, einem unverschämten Grinsen. Sie bricht den Augenkontakt ab, merkt, dass es zu heiß wird und geht.

3. Sie als Lehrerin

Der Supergau am nächsten Morgen: Sie ist seine Ausbilderin.

Er hofft, dass sie ihn nicht erkennt. Aber die Gelegenheit, die Dynamik wieder herzustellen, kommt gleich.

Excuse me, Lieutenant. Is there something wrong?

Sie spricht ihn an,  als Ausbilderin ist die Autorität auf ihrer Seite

– The data on the MiG is inaccurate.

– How’s that?

Well, I just happened to see a MiG- …

Sorry, Goose. We happened to see a MiG- do a four G negative dive.

Er läßt sich Zeit, nimmt die Sonnenbrille runter, spricht langsam, die Sitzhaltung ist entspannt, er redet mit Autorität und rüttelt damit an ihrer, gibt nur soviel preis wie er gerade muss, lässt sie nachfragen

Where did you see this?

That’s classified. I could tell you, but then I’d have to kill you.

Er sagt es ernst, nur mit der Andeutung eines Grinsens, redet nach wie vor langsam, deutlich, etwas wie mit einem Kind. Sie ist die Fragende, er die Autorität. Es ist zugleich ein Spiel mit ihr, indem er ihr nicht gibt was sie will und zum anderen eine Aufforderung sich zu beweisen, indem er behauptet, dass sie die Information nicht erhalten darf. Die spielerische Androhung von Gewalt unterstreicht seine Dominanz.

I have Top Secret clearance. The Pentagon sees to it that I know more than you.

Ihr Versuch sich zu qualifizieren. Sie springt auf seinen Frame auf.

– Well, it doesn’t seem to be the case.

Ein leicht bedauerndes Grinsen vorneweggeschickt. Er geht nicht auf ihre Qualifizierung ein und bleibt damit der Statushöhere.

– So, where exactly were you?

Sie setzt ihr nettestes Lächeln auf und akzeptiert, dass er nicht verpflichtet ist die Antwort zu geben. Damit akzeptiert sie auch seinen Status aus der Informationsverweigerung

We started up on his six when he pulled through the clouds. I went above him.

If you were directly above him, how could you see him?

– Because I was inverted.

– Bullshit.

No, he was, man.

It was a really great move.

Er erzählt die Geschichte so, dass sie ihm die Angaben aus der Nase ziehen muss. Er prallt nicht, sondern stellt fest. Das Flugmanöver an sich ist Statusbildend. Danach ein herausforderndes Grinsen an sie

You were in a four G inverted dive with a MiG- ?

Sie ist beeindruckt. Die Machtverhältnisse sind wieder hergestellt.

– Yes, ma’am.

– At what range?

– About two metres?

– / . I have a great Polaroid of it.

– It was a nice picture.

– Lieutenant?

– What were you doing there?

– Communicating.

Keeping up foreign relations.

– I was, you know, giving him the bird.

– You know, the finger.

– I know the finger.

– I hate it when it does that. I’m sorry.

– Excuse me.

– So you’re the one?

Yes, Mam

„You are the one“, er bestätigt mit einem fetten Grinsen, guckt ihr 5 Sekunden in die Augen, grinst nochmal frech, setzt die Sonnenbrille auf und dreht sich weg. Er entlässt sie, sie muss seine Position anerkennen.

Es folgt eine Szene, in der er sich von ihr jagen lässt. Sie geht ihm nach, will weitere Informationen erhalten, aber er bleibt kurzsilbig, weist sie fast zurück, nutzt seinen höheren Status aus, dreht sich immer wieder weg und geht weiter, so dass sie ihm folgen muss.

Why didn’t you tell me you were the famous MiG Insulter?

– Would it have made any difference?

Er läßt sie auflaufen. Sie muss sich rechtfertigen, sie ist nunmehr hinter ihm her, nicht mehr er hinter ihr

– Not in the ladies‘ room.

I see 25 new hotshots every eight weeks. I’m sure you can figure that out

I’d just really like to hear about the MiG sometime.

Sie läßt es unbestimmt im Raum stehen. Ist es das Angebot auszugehen? Er behandelt es eher als Beta bait:

You’ve got security clearance. You can read about it.

Ein Grinsen verbunden mit einem leichten Kopfschütteln. Er lacht sie fast aus. So einfach bekommt sie ihn nicht. Er dreht sich um und geht, spielt weiter mit ihr

Das nächste Treffen verläuft schon wesentlich günstiger für ihn. Er sitzt in einem Übungsraum und löst Aufgaben zu bestimmten Flugsituationen. Sie kommt hinzu und gibt ihm einem Tipp. Er weist den Tipp zurück und macht einen Gegenvorschlag. Sie wechselt auf eine zweite Gesprächsebene, führt vordergründig ein Gespräch über die Flugsituation, aber tatsächlich reden sie über sie beide. Alnles ist begleitet von einem direkten in die Augengucken. Maverick bleibt dominant. Erst als sie den Augenkontakt abbricht, wechselt er zu einer Frage. Aber sie hat sich bereits entschieden, schreibt ihm eine Einladung auf einen Zettel, damit es die anderen nicht mitbekommen.

A rolling reversal would work well in that situation.

If I reversed on a hard cross, I could go to guns on him.

But at that speed, it’s too fast. It’s a little bit too aggressive.

Hier macht ihre Körpersprache deutlich, dass sie die normale Gesprächsebene verlassen hat und über sie beide redet. Sie ist etwas unsicher, bewegt ihr Augen hin und her, schaut ihn dann direkt an, auf die Antwort wartend.

Too aggressive? I guess when I see something, I go right after it.

Er hat verstanden. Aber er entschuldigt sich nicht. Jetzt, wo sie eingestanden hat, dass es ihr zu schnell geht, sie also interessiert ist, also nach einem IOI, deutet er auch an, dass er sie (wieder) will. Er bleibt männlich, direkter Augenkontakt, langsame Sprache.

– You didn’t tell me who you were.

– I didn’t get a chance. You deserved it.

I know… but you were tempted to ask me out for dinner.

Wieder ein direkter Versuch. Er fragt nicht, er unterstellt. Sehr alpha.

No. I don’t date students.

I can see it’s dangerous for you. But if the government trusts me…

…maybe you could.

Er nimmt ihr ablehnende Antwort hin. Dann winkt er sie leicht heran, wie um ihr ein Geheimnis mitzuteilen. Flüstert den letzten Satz. Er macht ein Abenteuer draus. Bringt ein Pseudoargument und spielt damit gleichzeitig die Gefahr etwas herab. Ein gewinnendes Grinsen.

It takes a lot more than just fancy flying.

Dabei schiebt sie ihm den Zettel rüber auf dem die Uhrzeit steht, zu der sie sich treffen

Als er zum Date kommt kommt er direkt vom Beachvolleyballfeld. Ein False Disqualifier. Jemand, der sie will würde vorher geduscht haben. Er erzählt ihr, dass er schnell Duschen will. Damit nimmt er Handlungen vorweg, die nicht zu ihrem Bekanntheitsgrad passen. Beim ersten Date duscht man normalerweise nicht bei dem anderen. Aber sich so zu verhalten als würde man sich bereits lange kennen führt dazu, dass der andere auch den Eindruck bekommt, dass das Verhältnis bereits besser ist als es ist. Wir sind im Konfortbuilding angekommen. Die Körpersprache im Date ändert sich demzufolge. Er wird weicher, gesprächsbereiter. Lässt sich aber auch nicht einlullen. Ihre Bemühungen, wieder auf die MIG zu sprechen zu kommen kontert er geschickt. Dann wechselt er zu einer Geschichte über seine Mutter. Zeigt Verletzlichkeit als er über den Tod des Vaters redet. Zeigt Stolz und Verbundenheit mit seinem Vater. Sie lässt einen Shittest los. Er meistert ihn geschickt, indem er eine Gegenfrage stellt und die Frage ignoriert.

Is that why you’re always second best up there?

Der Shittest. Direkt in sein Komfortbuildingmaterial hinein. Eine Herausforderung. Wenn er sich rechtfertigt verliert er. Wenn er es zugibt verliert er. Was macht er also?

You are direct, aren’t you.

Eine Gegenfrage, verbunden mit einem Vorwurf, dass sie nicht sozial angepasst genug ist. Shittest erfolgreich gemeistert.

I’m sorry I was late.

Hier sagen die Worte gar nichts. Er neigt sich zuerst zu ihr. Es sieht so aus als wolle er ihre Fragen beantworten. Aber es kommt etwas ganz anderes. Sein Aufbruch. Indirekte Bestrafung für den Shittest? Er entscheidet, wann das Date vorbei ist.

– I’m sorry for being direct.

Sie entschuldigt sich. Guckt ihm in die Augen.

– No apologies.

Ein Zitat aus einem früheren Gespräche. Er nimmt ihre Entschuldigung indirekt an. Klärt das Verhältnis, Grinst das junge Tom Cruise Grinsen. Wird aber trotzdem gehen.

This is going to be complicated.

Sie bestätigt, dass etwas zwischen ihnen ist. Er nickt nur langsam. Steht auf. Er debatiert oder beschönigt nnicht

– Where are you going?

– I’m gonna take a shower.

Thank you. I enjoyed being here.

Auch hier ist die Körpersprache wichtig. Er beendet das Date. Er hat etwas anderes vor, will duschen. Das er das Date aus einem unwichtigen Grund beendet (er könnte auch später duschen und erst über ihre Beziehung reden) verleiht im Status, macht seine Zeit wichtig. Weil es etwas hart wird schickt er ein Grinsen und dann den letzten Satz nach. Sie sieht ihn in der Ferne verschwinden. Ein klarer Alphamannabgang.

Das nächste Treffen ist im Fahrstuhl. Sie sagt, dass ihr die MIG wichtig ist, sie aber klarstellen will, dass sie trotzdem keine Studenten zu sich nach Hause einlädt. Sie sagt also, dass sie etwas von ihm will. Aber das er auch verstehen müsste, dass sie weiterhin einen Job zu erledigen habe. Augenkontakt, er ist sehr sparsam mit Worten, die beiden werden durch einen Offizier unterbrochen, der einsteigt. Als der Offizier aussteigt, schließt er die Tür und neigt sich zu ihr. Sein Mund ist nur ein paar Zentimeter von ihrem entfernt. Man sieht geradezu, wie sie sich darauf vorbereitet geküsst zu werden. Er verharrt kurz so. Dann nur:

I’m glad we got that straight.

Der Satz erinnert mich sehr an Starwars und den Dialog zwischen Leia und Han Solo, bevor dieser in Karbon eingeschlossen wird. „Han, I love you – I know“. Er lässt die sexuelle Spannung im Raum stehen und sich weiter aufbauen, statt sie mit einem Kuss zu entladen. Er zeigt, dass er nicht needy ist, was auch ein Zeichen eines Alphamannes ist und einem Mann attraktiv macht (weil ein Mann mit viel Erfolg bei Frauen eben ruhiger an die Sache rangehen kann und nichts überstürzen muss)

Es folgt eine Szene, in der sie ein Flugmanöver von ihm vor versammelter Mannschaft runtermacht, sie bescheinigt ihm, dass es mutig gewesen sein, aber viel zu gewagt. Maverick ist stocksauer und geht nach der Vorlesung raus, ohne sich umzudrehen. Sie eilt ihm hinterher, ruft ihm nach, er ignoriert sie, straft sie für den Vertrauensbruch und wohl auch für die aus seiner Sicht ungerechtfertigte Kritik. Er steigt auf sein Motorrad, sie baut sich vor ihm auf, redet auf ihn ein, er lässt den Motor aufheulen und sagt, dass er sie nicht verstehen könne. Hier drückt er deutlich Dominanz aus, stellt klar, dass er ihr die Aufmerksamkeit entzieht, wenn sie seinen Status angreift.  Dann fährt er weg, sie rast ihm im Auto hinterher, verursacht fast einen Unfall. Er hält an und schreit sie an, dass sie wie eine wahnsinnige fährt. Sie rechtfertigt sich. Dann der Umbruch zu einem Liebesgeständnis ihrerseits.

Jesus! And you call me reckless? When I fly, my crew and my plane come first.

I’m gonna finish my sentence. My review  of your performance was right on. I see some real genius in your flying, but I can’t say that in there. I was afraid they’d see right through me.

I don’t want anyone to know that I’ve fallen for you.

Kuss, Überblendung zur Sexszene. Man beachte, dass sie ihm bescheinigt ein Genie zu sein und eingesteht, dass sie ihm verfallen ist.

Die nächste Szene ist zugleich Ausbau der Beziehung als auch weiterer Aufbau von Goose als Vorbereitung auf spätere Ereignisse. Auch hier ist aber schön zu sehen, wie Maverick klassisch aufgebaut wird.

Doesn’t he ever embarrass you?

– Hell no. Well, there was the time…

– Admiral’s daughter.

He told me all about the time you went ballistic with Penny Benjamin.

Hier haben wir wieder einen klassischen Fall von Preapproved by women. Das es eine Admirals Tochter war macht sie zudem zu etwas besonderem und macht es noch wichtiger, dass er sie „rumbekommen hat“.

Did he? Great.

Maverick kommentiert es nicht weiter. Spielt es eher herunter. Er hat es nicht nötig damit anzugeben.

He tells me about all of them. My angel Goose goes home early for church.

– You go home with the hot women.

– Thank you, Carole.

Ein weiterer Attraction Switch. Preapproved by hot women. Indem es ihm eher peinlich ist zeigt er soziale Kompentenz ohne sich zu entschuldigen. Er hätte nicht davon gesprochen. Es ist ein klassischer Fall von Wingman-Game: Der Wingman kann über einen die abenteuerlichsten Geschichten erzählen, wenn man sie selbst erzählen würde, dann würde es hingegen angeberisch wirken. Hier kommt noch hinzu, dass sein Wingman eine Frau ist, was die Sache eher noch besser macht.

I’m gonna go embarrass myself with Goose for a while.

I’d love to be able to warn you off about Maverick, but I just love him to death.

Sie ist ihr Geld als Wingman wert. Sie sagt gleichzeitig, dass er ein Frauenheld, aber auch ein guter Kerl ist.

I’ve known Pete for a lot of years. One thing’s for certain. There are hearts breaking wide open all over the world tonight. Because unless you are a fool, that boy is off the market forever.

Sie baut ihn weiter auf, betont nunmehr, dass er nach ihrer Einschätzung tiefere Gefühle hat. Dies wiederum ist auch ein Attraction Switch. Er ist nicht nur begehrenswert, sondern auch in der Lage vernünftige Beziehungen aufzubauen. Ein Hauptgewinn also.

Soviel zunächst zur Darstellung der Mann-Frau-Dynamik in dem Film. Wie immer freue ich mich über Kommentare hierzu.

Warum sachlich über das Verhältnis von Mann und Frau diskutieren?

Immer wieder kommt von beiden Seiten die Frage, warum man überhaupt noch sachlich über etwas diskutieren soll.

Das hängt damit zusammen, dass Fragen, die das Verhältnis zwischen den Geschlechtern berühren, häufig zu Ideologiefragen geworden sind, die eine sachliche Diskussion nur jeweils innerhalb der eigenen Ideologie zulassen.

Feministinnen können lang und breit darüber diskutieren, welche Faktoren genau in der Gesellschaft schuld daran sind, dass Frauen von Karriere abgehalten werden und an eine gläserne Decke stoßen und warum das Patriarchat daran schuld ist, werden aber Argumente, dass auch viel Selbstbestimmtheit darin liegt eher ausblenden.

Genauso werden Männerrechtler auf die Unterdrückung des Mannes verweisen, auf die Gefährlichkeit der Berufe, dass es gar keine andere Möglichkeit für den Mann gibt als zu arbeiten und dabei auch die Selbstbestimmtheit und die Vorteile häufig ausblenden.

Warum also überhaupt noch darüber diskutieren? Man könnte doch ignorieren und jeder in seiner eigenen Suppe schwimmen oder angreifen und nicht mehr sachlich argumentieren, sondern schlicht „Genderistinnen ärgern“.

Meine Argumente warum ich gerne sachlich argumentiere sind:

  • Darstellung der Fakten: Wenn nur eine Seite ihre Fakten präsentiert und es keinen Hinweis auf Gegenargumente gibt, dann hat die eine Seite recht. Das ist das Problem der Diskurshoheit des Feminismus. Wer nur Stimmung und unsachliches entgegensetzt, der belässt die Diskurshoheit bei der Gegenseite.
  • Überprüfung eigener Argumente: Wie gut die eigenen Argumente sind kann man nur herausfinden, wenn sie sich an den Argumenten der Gegenseite reiben und dies durchhalten. Mir hilft die Argumentation und eine folgende sachliche Diskussion, wenn auch ggfs mit Ideologen geführt, meine Argumente auf Stichhaltigkeit hin zu überprüfen. Deswegen finde ich auch, dass man immer einmal die Bücher der Gegenseite gelesen haben sollte, gerade um eine Ideologisierung zu vermeiden. Solange man sich nicht in einer Diskussion mit den Gegenargumenten auseinandersetzt ist es einfach eine überzeugende Meinung aufzubauen. Ich kann ohne Probleme vorstellen, dass Leute Simone de Beauvoir, Schwarzer oder Arne Hoffmann lesen und ein stimmiges Konzept vor sich sehen, weil die Darstellungen durchaus erst einmal schlüssig erscheinen. Erst wenn man auch die Gegenargumente wertet kann man erkennen, ob das Konstrukt tatsächlich trägt oder nur so aussieht.
  • Spaß an der Diskussion: Ich diskutiere gerne. Die Präsentation der Argumente, die Auseinandersetzung mit den Gegenargumenten, dass schöne Gefühl, wenn der Gegenseite nichts mehr einfällt und man gewonnen hat, das Nachdenken auf ein Gegenargument hin finde ich herrlich. Die Diskussion stört es natürlich, wenn jemand meint, dass er mir meine Diskussionsteilnehmer nehmen will, indem er diese beleidigt oder ihre Denkweise unsachlich abwertet oder eine sachliche Diskussion mit Ausfransungen des Themas, die sich nicht aus der Diskussion ergeben, behindert. Ich möchte keine „Genderisten vergraulen“, sondern sie sollen hier eine sachliche Diskussion führen können, damit die anderen hier angesprochenen Ziele erreicht werden können. Wer also in der Diskussion Leute vor dem Kopf stößt, der nimmt mir den Spaß. Ich bitte das bei den Kommentaren zu beachten.
  • Zuhörer / Mitleser überzeugen: Im Internet zu diskutieren bedeutet nicht nur, dass man sich mit seinem Mitdiskutanten auseinandersetzt. Blogs werden gelesen und Leute, die sich mit dem Thema nicht beschäftigt haben, stoßen auf Beiträge und nehmen die Argumente wahr. Wenn ich auch niemanden zB von der Mädchenmannschaft von biologischen Ansätzen überzeugen werde stelle ich mir doch zumindest vor, dass der ein oder andere Lese, der in der Ideologie noch nicht verwurzelt ist, die Gedanken interessant findet und sich vielleicht einfach mal ein paar biologisch argumentierende Bücher vornimmt. Wenn man nur Stunk macht, dann wird der Effekt nicht eintreten, ebenso wenig, wenn man nur reflexhaft auf zB Benachteiligungen des Mannes hinweist und die Gegenseite beschimpft. Im Gegenteil, dann wird die eine Seite besonnen erscheinen und die andere Seite wie ein paar Spinner. Man hat also indem man seiner Streitlust genügte der Sache geschadet. Deswegen würde ich Diskussionen möglichst sachlich führen und zu emotionale Begriffe vermeiden. Es geht für mich um die Argumente, die wahrgenommen werden, nicht die Stimmung und den Hass. Unter Mitleser verstehe ich auch die Öffentlichkeit an sich in Medien. Wer nicht sachlich argumentiert, der wird immer als Chaot wahrgenommen werden, was seine eigene Meinung abwertet. Dazu gehört es meiner Meinung nach auch, dass eine Diskussion mit einem gewissen Respekt vor dem anderen als Diskussionspartner geführt wird. Dawkins zB hat vielleicht wenig Respekt vor Leuten, die kreationistische Ideen vertreten. Aber wenn er mit Ihnen diskutiert, nimmt er sie als Gesprächspartner ernst und antwortet sachlich. Wenn er aufspringen würde und sie als ideologische Idioten bezeichnen würde, die man nicht ernst nehmen kann und danach ihre Verbannung oder Abschaffung fordern würde,  dann hätte er eine wesentlich kleinere Bühne, die ihm zuhört.

Alphamänner und Game im Film (Roissy)

In Vorbereitung einer eigenen hoffentlich bald fertigen Filmbesprechung hier ein paar Besprechungen von großartigen Szenen in Filmen von Roissy

Roissy erläutert anhand kurzer Szenen, wie in den jeweiligen Filmen Anziehung zwischen den Charakteren aufgebaut wird. Die Filme folgen dabei den Erkenntnissen, die in Game und Pickup aufgebaut worden sind, obwohl die Filme größtenteils älter sind als die Bewegung. Wer sich mit der Materie beschäftigt hat, der versteht zumindest nach der Analyse, warum die Figuren glaubwürdig wirken und das die alten Konzepte von Männlichkeit, die damals noch wesentlich deutlicher ausgelebt werden durften so anziehend wirken.

Als Gegenbeispiel die wunderbare Besprechung der romantischen Szenen in den Starwars-Prequels von Redlettermedia. Im Vergleich erkennt man, dass die Lovestory einfach nicht greift, weil die Charaktere nicht glaubwürdig sind. (alle Teile der Besprechung im Überblick bei den Filmfreunden)

Interessieren würde mich natürlich eine Besprechung der oberen Szenen aus feministischer Sicht. Da zu erwarten ist, dass diese vielen Konzepten aus dem Bereich Game eher kritisch gegenüberstehen würde es mich interessieren, wie sie die Anziehungskraft der Figuren begründen.

Gruppierungen in der Geschlechterdiskussion nach Gehirnausrichtung

Ich höre gerade David de AngelosOn Being a Man“ und da höre ich einen bekannten Gedanken, den ich hier mal sinngemäß wiedergebe:

Feministen sind häufig Frauen, die eher männlich sind, in der Männerbewegung sind häufig Männer, die eher weiblich sind.

Ähnliches hatte ich in dem Artikel „Feministische Gehirne und männliche Ausrichtung“ schon mal gesagt, damals aber diesen Grundsatz noch nicht auf die Männerbewegung übertragen. Der Grundsatz ist aber natürlich übertragbar. Wer eher ein Gehirn hat, dass nicht zu seinem Phänotyp, also zu seinem äußeren Geschlecht passt, der wird die Einschränkungen stärker wahrnehmen als jemand, der diese Probleme nicht hat.

Den Gedanken finde ich interessant. Es müssten sich vier grobe Gruppen bilden lassen, die jeweils verschiedene Einstellungen zu dem Thema haben. Ein schneller erster Versuch der Abgrenzung:

  • Frauen, die sehr weiblich sind: Für sie wäre es vorteilhaft, wenn klassisches weibliches Verhalten durch die Gesellschaft geschützt wird. Sie müssten also dafür sein, dass es einen möglichst langen Mutterschaftsurlaub gibt, die Mutterrolle möglichst anerkannt ist, der Unterhaltsanspruch stark ist und es möglichst viel Absicherung gibt. Es wäre zu erwarten, dass sie die Verschiedenheit der Geschlechter durchaus hinnehmen, aber insbesondere die Frauenrolle verklären
  • Frauen, die sehr männlich sind: Sie würden für eine Abschaffung der Rollen eintreten, Karriere machen wollen und daher die Einschränkungen für Frauen in diesem Bereich möglichst klein halten. Je nach Auffassung würde dies dazu führen, dass eine sehr kurze Elternzeit, eine Aufteilung der Elternzeit auf Mann und Frau oder aber eine Einschränkung der Nachteile eines Aussetzens gefordert werden. Sie empfinden klassische Frauensachen als nicht für sich zutreffend und gehen daher davon aus, dass Männer und Frauen gleich sind oder zumindest die Unterschiede gering. Aus dem Gleichheitsgedanken könnte schnell eine Opferrolle der Frau entstehen, da ansonsten schwer erklärbar ist, warum die anderen Frauen nicht das selbe wollen wie sie und dies dann nicht erreicht haben.
  • Männer, die sehr männlich sind: Ein klarer Denken in Hierarchien und Status führt dazu, dass dieser Mann glaubt, dass es auf Möglichkeiten ankommt und wer diese nicht nutzt selbst schuld ist. Einschränkungen durch eine Männerrolle werden entweder als gegeben vorausgesetzt oder als ungerecht angesehen. Daraus müsste auch eine Ablehnung von Quoten für Frauen oder anderen Vorteilen herrühren. Da dieser Mann die Unterschiede zwischen den Geschlechtern deutlicher wahrnimmt ist er auch eher bereit sie zu akzeptieren. Das kann sich in einer konservativen Haltung zeigen („Frauen an den Herd, Männer arbeiten“) oder aber in einer liberaleren („Männer und Frauen sind anders, dass erklärt, warum sie verschiedene Aufgaben lieber übernehmen“). Der Opfergedanke des Feminismus, aber auch derjenige der Männerbewegung ist gegen seine Grundüberzeugung, dass jeder seinen Platz schaffen muss. Dies kann zu einer Kampfansage führen („Feministen sind der Feind und ich Held werde sie besiegen“) oder zu einem postfeministischen Ansatz á la Piratenpartei („was interessiert und das Geschlecht? Auf die Leistung kommt es an“)
  • Männer, die sehr weiblich sind: Diese Männer sehen evt. auch weniger Unterschiede zwischen Mann und Frau, halten Gefühle und Selbstfindung für wichtig, wollen mehr Mitspracherechte was Kinder angeht und wären gerne bereit auch typisch weibliche Aufgaben zu übernehmen. Debatten sind gefühlsbetonter, auch die Wahrnehmungen der Einschränkungen ist gefühlsbetonter. Hierzu würde auch eine Opferhaltung passen. Sie würden eher auch wenig Unterschiede zwischen Mann und Frau sehen und es für ungerecht halten, dass Männern ein Verhalten vorgeworfen wird, dass sie gar nicht haben. Die andere Variante wäre der männliche Feminist, der davon ausgeht, dass der männliche Weg tatsächlich falsch ist, weil er sich einschränkend anfühlt und er selbst ja auch zeigt, dass Männer anders sein können.

Die Gruppen und Positionen lassen sich allesamt so wiederfinden. Vom Gynozentrismus über den Feminismus der Gegenwart bis zur Männerbewegung. Das mag auch daran liegen, dass mir diese Typen bekannt waren und ich daher meine Beschreibung entsprechend vorgenommen habe. Die Einteilung beruht zunächst einmal auf Klischees und wenig tatsächlichen Daten.

Die Auflistung ist damit wie gesagt ein erster Versuch. Ich habe den Gedanken zunächst in den Raum gestellt und bitte um Anregungen und Stellungnahmen in den Kommentaren. Wer will kann natürlich auch gerne eine Selbsteinordnung vornehmen.

Prinzen und Prinzessinnen: Disney und Attraktivität für das andere Geschlecht

Die Mädchenmannschaft verlinkt auf einen Beitrag der Feministphilosophers, in dem diese zwei Bilder zeigen,  was uns nach deren Vorstellung Disney über Mann und Frau lehrt.

Das eine Bild zeigt die weiblichen Heldinnen und was diese „opfern“ um bei ihrem Helden zu landen, dass andere zeigt die männlichen Heldinnen und deren Einstellung zu Frauen. Wie zu erwarten ist die Haltung kritisch gegenüber den Männern. Bei den Frauen wird im wesentlichen kritisiert, dass bei Disney Schönheit bei Frauen genügt.

Das zweite Bild habe ich schon mal in anderer Fassung gesehen, die ich hier einmal gleich einfüge. Es ist bezeichnend, dass die Prinzen keinen Namen brauchen, sondern durch ihren Beruf hinreichend benannt sind. Prinz ist eben die Verkörperung eines hohen Status und damit attraktiv.

 

Hier das Bild:

 

Disneys Gleichung ist also im Wesentlichen:

  • Frauen finden Status atttraktiv
  • Männer finden bei Frauen körperliche Schönheit attraktiv

Was daran falsch ist sehe ich nicht. Natürlich kann man sich eine bessere Welt wünschen, auch wenn ich davon ausgehe, dass beide Merkmale fest in uns verdrahtet sind. Aber man sollte sich zumindest eingestehen, dass die Gleichung gegenwärtig richtig ist. Und wenn man der Meinung ist, dass Disney Frauen auf Schönheit reduziert, dann sollte man doch zumindest auch ansprechen, dass er die Männer auch klassisch darstellt, nämlich sogar schön und mit Status.

Ergänzung: Disney hat sicherlich sehr pauschale Charaktere und die Frauen sind nicht unbedingt emanzipiert. Allerdings erscheinen sie mir durchaus nachvollziehbar. Es gibt solche Charaktere und Prinzen sind das Äquivalent eines Popstars für die Frauen auch heute bescheuerte Sachen machen. Ich denke viele Zuschauer können die Motivation der Disneycharaktere nachvollziehen. Deswegen funktioniert die Story. So ganz zufrieden bin ich allerdings mit der Wertung hier noch nicht. Eigentlich wollte ich nur das Bild posten und habe dann noch was geschrieben. Ich bitte also um Wertungen in den Kommentaren:

  • Funktionieren die Disneycharaktere? Ist es nachvollziehbar, warum sie etwas miteinander anfangen wollen?
  • Muss Disney Geschichten über Charaktere schreiben, die Vorbilder sind?
  • Dürfen in modernen Filmen überhaupt noch Frauen auftreten, die mit einem Mann glücklich werden wollen oder ist das schon an sich veraltet und sie müssen unabhängig von dem Mann glücklich sein?
  • Wie bekommt Aladin Jasmine rum? Gibt es da eine „Game-Analyse“? Ich meine, dass das gar nicht so schlecht gemacht war in dem Film? Ich habe DHVs und Negs in Erinnerung, es ist aber auch ne Weile her. Wenn ich mal Zeit habe will ich eh mehr über Game schreiben.

Nachtrag 2: Der Mädchenblog hat die Bilder auch verlinkt