„Frauen und ihr Gehirn“

Ein kurzer Hinweis auf einen bericht im Scienceblog zu Männergehirnen und Frauengehirnen.

Da geht es insbesondere auch darum, wie bestimmte bei den geschlechtern verschieden ausgeprägte Fähigkeiten schwanken, wenn man den Testpersonen bestimmte Hormone gibt.

Wie zu erwarten bestätigen diese Hormonexperimente biologische Unterschiede. Wie man das mit einer Prägung durch die Gesellschaft wieder wegdisktuieren will – außer durch ignorieren – wäre interessant.

9 Gedanken zu “„Frauen und ihr Gehirn“

  1. Ignoranz und Faktenverdrehung sind nunmal das Fundament des Genderismus. Das kann man mit Ablenkung und Ausfälligkeit nicht kaschieren.

    Aber keine Angst – es gibt ja schliesslich uns 😉

    Es ist darum lediglich eine Frage der Zeit.

  2. Wichtig ist doch, daß dies ein böses Ergebnis ist und kein gutes.

    Christian, Du bist noch nicht im richtigen Gender-Bewußtsein.

    Es kommt darauf an, daß die guten Ergebnisse rauskommen.

    Aber das wirst auch Du noch lernen.

  3. Empfehlenswert füür Kritiken an Studien einfacher Geschlechtsunterscheidung im Gehirn sind:
    http://www.linksnet.de/de/artikel/19193

    …und für die Leute, die populäre Ausarbeitungen mögen:
    „Warum Frauen glauben, sie könnten nicht einparken und Männer ihnen Recht geben. Über Schwächen, die gar keine sind“
    http://www.buchhandel.de/default.aspx?strframe=titelsuche&caller=vlbPublic&nSiteId=11&Func=Search&stichwort=frauen%20glauben%20quaiser-pohl

  4. Über den Schmitz-Link hatten wir glaube ich schon mal diskutiert. Sie schreibt nur, dass es anders sein könnte, was kein Gegenbeweis ist sondern die Möglichkeit zuläßt, dass es doch so ist, zudem beschränkt sie sich auf einzelne Bereiche, auf die es aber bei Tests, die auf Schwankungen des Hormonspiegels beruhen aber gerade nicht ankommt.

    In dem zitierten Buch werden auch wieder einige einzelne Punkte herausgehoben und dargestellt, dass sie noch nicht bewiesen sind. ZB der Corpus Callosum, der Fausto-Sterling ja auch schon beschäftigt hat. Das ist aber nur einer der vielen Unterschiede im Gehirn, auf die anderen wird nicht eingegangen.
    Zum Beispiel haben Frauen ein anderes Verhältnis von grauer zu weißer Substanz, Frauen haben ein komplexeres Faltenmuster im superiofrontalen und parietalen Kortex, das Gehirnvolumen ist unterschiedlich, Geschlechtsunterschiede in der Größe des Neokortex sind bereits schon wenige Jahre nach der Geburt sichtbar, Sexualhormone entfalten während der frühen Gehirnentwicklung unumkehrbare Wirkungen auf die Gehirnmorphologie, es zeigen sich anatomische Sexualdimorphismen vor allen in Hirnregionen, in denen die Dichte der Androgenrezeptoren sehr hoch ist. Weitere Unterschiede sind im kortikalen Subregionen vorhanden. Bei Männern ist das Planum temporale, dass mit Sprachprozessen in Verbindung steht, auf einer Gehirnseite größer (links oder rechts), während bei Frauen diese Asymetrie deutlich geringer ist oder ganz fehlt. Genau anderes herum ist es beim Sulcus centralis. Der Corpus callosum, der die beiden kortialen Hemosphären miteinander verbindet, zeigt Geschlechterunterschiede, alle Bereiche im Gehirn, die Rezeptoren für Sexualhormone haben unterscheiden sich erheblich zwischen Mann und Frau. Männer und Frauen verarbeiten auch Pheromone im Gehirn anders. Die Amygdala ist bei Männern deutlich größer als bei Frauen(vgl Lautenbacher, Gehirn und Geschlecht – Neurowissenschaft des kleinen Unterschiedes zwischen Mann und Frau). Es zeigt sich auch, dass ein Auswahl bestimmter Gehirnregionen sich zwischen den Geschlechtern anders auswirkt. Männer haben zB häufig spezialisiertere Bereiche, so dass ein Ausfall dieser deutlichere Schäden hinterläßt.
    Zu all diesen Bereichen schweigt das Buch und Frau Fausto-Sterling. Nur weil es in einem Bereich schwer zu beweisen ist, bedeutet dies aber nicht, dass es auch in anderen Bereichen so ist.
    Es ist eh erstaunlich wie oberflächlich Fausto-Sterling auf viele Themen eingeht. Man könnte fast meinen, dass sie das bewußt macht.

  5. Schmitz und Fausto-Sterling diskutieren insbesondere die Methoden. So wird bspw. in der vielzitierten Studie von Shaywitz nicht einmal was zur Effektenstärke ausgesagt, von acht der 19 weiblichen Probandinnen fehlt in der Studie jede Spur etc. – Daher empfehle ich Dir die Lektüre und auch einmal tatsächlich über die ausgesagten Punkte nachzudenken.

  6. @Heinz
    „Selbstverständlich“ ist natürlich ein starkes Argument.
    Ich schrieb:
    „alle Bereiche im Gehirn, die Rezeptoren für Sexualhormone haben unterscheiden sich erheblich zwischen Mann und Frau.“
    Ich habe es aus:
    Lautenbacher/Güntürkun/Hausmann: Gehirn und Geschlecht, Neurowissenschaft des kleinen Unterschiedes zwischen Mann und Frau, Erschienen im Springer Medizin Verlag.

    Sie kritisieren die Methoden an ausgesuchten Beispielen. Andere blenden sie aus. Das könnte man wieder an ihrer Methode kritisieren.

  7. Ich habe leider nirgends eine Kontaktmöglichkeit gefunden, deshalb schreibe ich’s mal hier dazu, wo es halbwegs paßt:

    Ich habe letztens einen Bericht über eine Studie von 2009 gefunden, in der festgestellt wurde, daß im männlichen Gehirn beim Anblick eines Fotos(!) von kopflosen Frauen im Bikini die gleichen Gehirnbereiche aktiv werden, die auch für die Benutzung von Werkzeugen zuständig sind:
    http://news.nationalgeographic.com/news/2009/02/090216-bikinis-women-men-objects.html
    http://www.guardian.co.uk/science/2009/feb/16/sex-object-photograph

    Dabei soll es außerdem beim Bereich, der die Wünsche des Gegenübers eruiert, einen Unterschied geben zwischen „stark sexistischen“ und anderen Männern. Das wäre doch vielleicht ein interessantes Thema für Dich, mich würde auch interessieren, wie Du das kausale Verhältnis zwischen Gehirn und Ansichten siehst.

    (Dieses Ergebnis ist ja nicht nur für Feministinnen erfreulich, die mal wieder einen Beweis dafür haben, daß Männer von Natur aus Schweine sind, sondern auch für Frauen, die sich Sorgen machen, weil ihr Partner in der Beziehung Pornos konsumiert.)

  8. @Stefan
    Danke, ich werde es mir mal genauer anschauen.

    Aber auf den ersten Blick klingt es recht logisch. Für Männer ist der Körper wesentlich aussagekräftiger als für Frauen, weil sie weniger in den Nachwuchs investieren müssen (sie können durchaus und werden durchaus, aber sie müssen nicht). Für Frauen hingegen spielen soziale Aspekte wie Status eine wesentlich größerer Rolle, da für sie ein Ernährer und Beschützer mehr Bedeutung hat als der reine „Gute Gene“ Aspekt.

    Deswegen müssen sich Männer, ähnlich wie bei der Koordination von Werkzeugen, ein 3D-Bild des Körpers machen. Ich denke, dass das auch der Grund ist, warum Männer eher Frauen hinterhergucken um das ganze Bild zu bekommen.

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