Prinzen und Prinzessinnen: Disney und Attraktivität für das andere Geschlecht

Die Mädchenmannschaft verlinkt auf einen Beitrag der Feministphilosophers, in dem diese zwei Bilder zeigen,  was uns nach deren Vorstellung Disney über Mann und Frau lehrt.

Das eine Bild zeigt die weiblichen Heldinnen und was diese „opfern“ um bei ihrem Helden zu landen, dass andere zeigt die männlichen Heldinnen und deren Einstellung zu Frauen. Wie zu erwarten ist die Haltung kritisch gegenüber den Männern. Bei den Frauen wird im wesentlichen kritisiert, dass bei Disney Schönheit bei Frauen genügt.

Das zweite Bild habe ich schon mal in anderer Fassung gesehen, die ich hier einmal gleich einfüge. Es ist bezeichnend, dass die Prinzen keinen Namen brauchen, sondern durch ihren Beruf hinreichend benannt sind. Prinz ist eben die Verkörperung eines hohen Status und damit attraktiv.

 

Hier das Bild:

 

Disneys Gleichung ist also im Wesentlichen:

  • Frauen finden Status atttraktiv
  • Männer finden bei Frauen körperliche Schönheit attraktiv

Was daran falsch ist sehe ich nicht. Natürlich kann man sich eine bessere Welt wünschen, auch wenn ich davon ausgehe, dass beide Merkmale fest in uns verdrahtet sind. Aber man sollte sich zumindest eingestehen, dass die Gleichung gegenwärtig richtig ist. Und wenn man der Meinung ist, dass Disney Frauen auf Schönheit reduziert, dann sollte man doch zumindest auch ansprechen, dass er die Männer auch klassisch darstellt, nämlich sogar schön und mit Status.

Ergänzung: Disney hat sicherlich sehr pauschale Charaktere und die Frauen sind nicht unbedingt emanzipiert. Allerdings erscheinen sie mir durchaus nachvollziehbar. Es gibt solche Charaktere und Prinzen sind das Äquivalent eines Popstars für die Frauen auch heute bescheuerte Sachen machen. Ich denke viele Zuschauer können die Motivation der Disneycharaktere nachvollziehen. Deswegen funktioniert die Story. So ganz zufrieden bin ich allerdings mit der Wertung hier noch nicht. Eigentlich wollte ich nur das Bild posten und habe dann noch was geschrieben. Ich bitte also um Wertungen in den Kommentaren:

  • Funktionieren die Disneycharaktere? Ist es nachvollziehbar, warum sie etwas miteinander anfangen wollen?
  • Muss Disney Geschichten über Charaktere schreiben, die Vorbilder sind?
  • Dürfen in modernen Filmen überhaupt noch Frauen auftreten, die mit einem Mann glücklich werden wollen oder ist das schon an sich veraltet und sie müssen unabhängig von dem Mann glücklich sein?
  • Wie bekommt Aladin Jasmine rum? Gibt es da eine „Game-Analyse“? Ich meine, dass das gar nicht so schlecht gemacht war in dem Film? Ich habe DHVs und Negs in Erinnerung, es ist aber auch ne Weile her. Wenn ich mal Zeit habe will ich eh mehr über Game schreiben.

Nachtrag 2: Der Mädchenblog hat die Bilder auch verlinkt

23 Gedanken zu “Prinzen und Prinzessinnen: Disney und Attraktivität für das andere Geschlecht

  1. Ich sehe nicht, was an den Disney-Charakteren falsch sein soll. Offensichtlich funktionieren sie.

    Disney verdient mit diesen Figuren Milliarden. Dieses Geld geben Menschen freiwillig aus. Es stellt sich die Frage, warum sie das tun. Weil sie, entgegen ihrer Natur, von den Medien darauf dressiert wurden? Weil die Medien, und der böse Disney-Konzern sie manipuliert?

    Letzeres wohl ja. Aber wie funktioniert diese Manipulation? Indem vorgegeben wird, dass die durch die Figuren verkörperten Archetypen bewundernswert seien, obwohl sie entgegen unserer biologischen Wünsche und Hoffnungen gezeichnet werden? Wenn das so wäre, wären diese Figuren sicher nicht so erfolgreich. Solch langanhaltenden Erfolg kann man meiner Meinung nach nicht haben, wenn man entgegen der Bedürfnisse der Menschen ein Produkt vermarktet.

    Zu deinen Fragen:
    1.Funktionieren die Charaktere? Aus Marketinggesichtspunkten sicherlich ja. Aus psychologischer Sicht ebenfalls. Würden sie nicht funktionieren, würde keiner sie sehen wollen.
    Das Gegenbeispiel zeigt sich, wenn man fragt, weshalb es keine erfolgreichen feministischen Zeichentrickcharaktere gibt. Ganz einfach, weil die wenige bis gar keine Menschen sehen wollen. Weil diese sie nicht ansprechen

    2. Muss Disney Vorbildcharaktere zeichnen?
    Nein, das müsste das Unternehmen nicht. Es könnte Zeichentrickserien und -filme produzieren, in denen verängstigte, schwache, arme, erfolglose junge Männer mit starken, aggressiven, dominanten, erfolgreichen Frauen zusammenkommen, und mit diesen glücklich sind. Und ein erfülltes Leben haben. Aber das macht es nicht, weil das keiner sehen will. Weil es Männern und kleinen Jungs keinen Spaß macht, Versagertypen zu bewundern. Und weil diese Versagertypen nichts bekommen, was sie sich wünschten. Und kleine Mädchen spüren ebenfalls keinen Drang, einer Heldin, die sie nicht bewundern, dabei nachzueiferen, etwas zu begehren, was sie selbst nicht haben wollen.

    Disney zeichnet diese klassischen Charaktere so, weil das Publikum es so will.

    3.Dürfen in modernen Filmen überhaupt noch Frauen auftreten, die mit einem Mann glücklich werden wollen oder ist das schon an sich veraltet und sie müssen unabhängig von dem Mann glücklich sein?

    Ja, das dürfen sie. Das sollen sie sogar. Den in ihnen erkennen sich Millionen von Frauen wieder. Man sollte den Frauen, die sicher heute ebensovielen Herausvorderungen ausgesetzt sind, wie es Männer heute sind, nicht auch noch ihre Träume nehmen. Wenn das geschähe, hätte sich der Feminismus selbst ad absurdum geführt.
    Klar, es gibt heute viele Frauen, die glauben, ohne einen Mann glücklich sein zu können. Und wenn sie das schaffen, dann beglückwünsche ich sie herzlich. Aber das ist sicher kein Grund, der Mehrheit der Frauen ihre wirklichen, instinktiven Wünsche und Begehren absprechen zu wollen.

    4. Wie bekommt Alladin Jasmin herum? DHVs zeigt er sicher. Und kleine neg-hits auch. Den Film hab ich auch leider nur noch schlecht in Erinnerung. Aber sicher zeigt er sehr demonstrativ seinen hohen Wert. Er kann mit einem Teppich fliegen! Singen, Jasmin vor einem Tiger retten, er hat Charme und Charisma. Und er kann sich gegen Banditen verteidigen. Das reicht meist schon, auch bei Jasmin.

    Btw: Jasmin zeigt auch viel weibliches Game. Sie lässt ihn nicht sofort ran, macht sich rar, ist clever. Und das wichtigste: Sie ist selbstbewusst. Eine Eigenschaft, die schwache Männer abschreckt. Oder starke, wie Alladin, anzieht.

  2. Der Grund warum Feministinnen Mühe mit Walt Disneys Figuren haben, ist simpel.

    Purer Neid.

    Nicht nur auf die weiblichen Figuren, sondern sogar auf die männlichen Figuren.

    Denn diese Figuren weisen all das auf, was Feministinnen einerseits selber niemals haben können und andererseits deshalb auch sonst niemand haben darf.

    Darum wird gross und mühsam ein arg konstruiert wirkender Unterdrückungsmechanismus gezimmert, welcher solche Männer- und Frauenfiguren als „bösen Einfluss“ entlarven soll.

    Dabei zelebrieren sie nur ihren eigenen Neid und ihre Minderwertigkeitskomplexe.

  3. Disney ist schlimmste Unterdrückung. Warum leugnet Ihr das?

    Dies ist so offensichtlich, daß man es nicht einmal beweisen muß.

    Es reicht, dies einfach zu behaupten und den Eindruck zu vermitteln, man sei fortschrittlich gesinnt und auf der Seite des Guten. Das ist doch das Entscheidende, verehrte Herren und Repräsentanten (Repräsentonkel?) des Patriarchats.

    Nur mal eine kleine Satire zu der absoluten Dummdreistigkeit und Verblendung unserer Freunde.

  4. und basieren fast alle Disney Charaktere nicht auf Märchen?

    Die wiederum eine lange Tradition der verbalen Überlieferung haben?

    Aber auch über Jahrhunderte gewachsene Volkssagen wurden ja vom bösen Oberpatriarchen persönlich erfunden um Frauen für alle Ewigkeit zu unterdrücken.

  5. @Seppo

    Etwas spät, aber vielen Dank für deinen Kommentar. Ich teile deine Einschätzungen vollkommen.

    Alladin ist unter Pickup Gesichtpunkten durchaus interessant.

    Die erste Darstellung von Alladin ist im Prinzip ein Aneinanderreihen von DHV. Frauen wollen ihn, er dominiert die Wächter, er hat einen treuen Gefolgsmann, er teilt obwohl selbst hungrig sein Essen mit den Kindern

    Das erste Treffen mit Jasmin ist keine Anmache, sondern er will ihr nur helfen, sie retten, ohne Hintergedanken. Das verbindet er mit einem geschickten Rollenspiel. Dann kommt etwas Copmfortbuilding „Do you trust me?“, der Blick über den Palast, etc

    Beim Einzug in die Stadt macht der Dschini auch klassische DHVs.

    Und der Flug mit dem Teppich ist auch ein DHV (fliegender Teppich!) und eine wunderbare Projektion des zukünftigen Lebens („I can show you the world Shining, shimmering, splendid“, „There’s time to spare
    Let me share this whole new world with you“), also Comfort, verbunden mit Kino (er hält sie fest, sie halten sich bei der Hand) und Dominanz („Don’t you dare close your eyes“) dazu eine gewisse NLP Sprache („Tell me, princess, now when did You last let your heart decide?“ „No one to tell us no“). Ein interessanter Film. Die Dynamik der Liebesgeschichte ist gut gemacht.

    Ein Fehler des Feminismus ist meiner Meinung nach, dass er nicht mehr bereit ist zu fragen, was Frauen wollen sondern darauf abzustellen, was sie wollen sollen.
    Eigentlich sollte mal jemand einen ultafeminstischen Liebesfilm drehen, nur damit man mal sieht wie die Dynamik auf dem Bildschirm aussieht und danach analysieren kann, warum sie nicht stimmt. Die Sexszene nach dem Yes means Yes Konzept allein wird bestimmt sehr interessant. Aber bis der Feminismus sich auf ein allen Aspekten gerecht werdendes Drehbuch geeinigt hätte würde auch eine Menge Zeit vergehen. Allein die Auswahl der Hauptpersonen: Ein gut aussehender Mann und eine gutaussehende Frau, dass wäre Lookism, zudem müsste man natürlich auch Rasse und sexuelle Orientierung sichtbar machen. Eigentlich müssten es schwarz-asiatische Intersexuelle mittlerer Schönheit sein. Oder auch gerade nicht. Und sie dürfte nicht erobert werden, müsste ihre Sexualität voll ausleben, aber auch nicht den männlichen Interessen dienen. Die Story dürfte eigentlich gar nicht darauf ausgerichtet sein, dass sie zusammenkommen, denn eine Frau sollte nicht durch die Beziehung zu dem Mann definiert werden. Wahrscheinlich würde der Film nie fertig werden.
    Aber die gleichzeitig gedrehte Doku wäre der Hammer! Die Grabenkämpfe, die gegenseitigen Vorwürfe, die Morde, die Diskussionen, wie man Dialoge verkürzt, damit beide Geschlechter gleiche Sprechzeiten haben! Die erbitterten Aufsätze in feministischen Fachzeitschriften! Allein das wäre das Geld wert!

    @Matty

    Klar, es sind Märchen. Aber der Vorwurf ist ja auch, dass das Weitertransportieren der damaligen Rollenbilder schädlich ist und Mädchen die falschen Vorgaben einpflanzt. Man solle sich heute eben von den damaligen Vorgaben entfernen und den Kindern ein modernes Frauenbild bieten.

  6. „wirliebenkonsens“

    Meine Güte!

    „Konsens kann so scheiss-furchteinflößend sein denn du öffnest dich dafür zurückgewiesen zu werden.“

    Jeder, der jetzt nicht mit lautem „Hurra!“ Gruppenbekenntnis abfeiert verschließt sich für diesen erleuchtenden Quantensprung..

  7. @Nick
    Ich bin gespannt, was da noch für Geschichten kommen.

    Es ist nicht meine Geisteshaltung.
    Ich persönlich finde Gründe wie diesen dort gelesenen:
    „Nein, ich denke nicht, wir haben verabredet, dass wir nicht ficken würden bevor du hergekommen bist.”
    ziemlich bescheuert.

    Entweder man will Sex mit der Person oder man will ihn nicht. Aber wenn beide wollen, warum soll man dann keinen haben, nur weil man es vorher abgesprochen hat?
    Wahrscheinlich ja nicht, um die vorherige Einschränkung nicht zu entwerten, quasi zum Schutz von „Nein heißt Nein“.

  8. @Christian:

    „An einem gewissem Punkt schien es so als würden wir unsere Abmachung nicht einhalten“

    Da haben sie ja beinahe bilateralen Vertragsbruch begangen..

  9. [bilateraler „Vertragsbruch“]

    Man könnte es glatt so interpretieren, dass da offenbar eine dritte Partei mit im Spiel ist, deren Rechte damit verletzt würden..

  10. *Man könnte es glatt so interpretieren, dass da offenbar eine dritte Partei mit im Spiel ist, deren Rechte damit verletzt würden..*

    Ja, die Sisterhood.

    Sie wird um ihr Anrecht auf ungeschmälerte Frauensolidarität betrogen, eines Teils ihrer Definitionsmacht beraubt durch jede Schwester, die gegen die Regeln und Dogmen der Sisterhood verstößt und triebhaft-irrational mit dem Feind fraternisiert.
    Eine solche Schwester verlässt die Schlachtordnung „Frauen gegen Männer“, entzieht sich dem Oberkommando, begeht Geschlechterklassenverrat, verletzt die Generallinie der Partei usw.

    Kennen wir doch alles.

    Gleichheitsfeminismus ist weithin sexueller Marxismus-Leninismus mit der fidelen Castra Alice Schwarzer als Maximo Leader und einigen noch unausgegorenen revisionistischen Strömungen in Übermädchenmanier.

  11. „Die Sisterhood“ *rofl*

    ..Sisterhood International, ltd – In der Tat, das ist die dabei maßgebliche Vertragspartei.

    Als Alibi müsen dann Schwertraumatisierte herhalten (vgl. die letzte „Konsensgeschichte“) mit denen Sex ebenso wie solche laienhaften Therapierversuche – in einer Beziehung! – völlig verantwortungslos ist.

  12. Pingback: Wie angelt man sich einen Prinzen? « Alles Evolution

  13. Es ist nicht ganz korrekt, wenn Du schreibst, dass die Prinzen namenlos sind. Das war in den frühen Filmen (Schneewittchen, Cinderella) so, in Dornröschen ist Prinz Phillip ein Mann, der erstmals als Junge bei der Geburt der Prinzessin auftritt. Dort wird ihre spätere Hochzeit von den Vätern vereinbart. Er lernt das erwachsene Dornröschen zuerst als Frau kennen, die mit ihren Patinnen im Wald kennen. Nicht ahnend, dass sie die Königstochter ist, die er heiraten soll, begehrt er gegen seinen Vater auf. Das kann man als männliches Emanzipationsscheingefecht sehen, zeigt aber, dass der Prinz hier einen Namen und wage Identität hat.

    Ebenso bei Prinz Eric aus Arielle, der nur die Frau, die in aus dem Meer gerettet hat und an deren Gesang er sich errinnert, wiedersehen (und heiraten ) will. Dass die eine Prinzessin ist, ist auch wieder passend. Andererseits erzählen die Charakterdesigner in dem Art book zum Film, dass es ihnen sehr wichtig war, in als „one of the boys“ zu gestalten, der sich zum Beispiel auf den ersten Szenen auf dem Schiff tatkräftig unter die Mannschaft mischt. Ja, er ist als romantisches Ideal inszeniert, dass für sein Aussehen und seine Körperlichkeit angebetet wird, aber er ist kein Prince Charming in Galauniform.

    • Was da beim Biest steht (der wirklich keinen anderen Namen hat) stimmt ja so auch nicht. Belle weiß zu keinem Zeitpunkt, dass er eigentlich ein schöner Adelsmann ist und sie den Fluch brechen kann. Sie verliebt sich in ihn, bevor er sich verwandelt… und nur deswegen verwandelt er sich zurück.

      Auch weiß ich nicht, was schlimm daran ist, „charming“ zu sein. Es ist doch positiv, dass sich die Mädels alle in ihre jeweiligen Prinzen verlieben, weil diese freundlich etc. sind, statt dass das Klischee „Frauen wollen Arschlöcher“ zu bedienen.

      „Er ist so nett und beinah fein
      doch er war grob und er war schlecht und sehr gemein
      jetzt ist er lieb, ganz schüchtern gar
      er hat etwas was sicher vorher nie so war.“

      Jasmin verliebt sich außerdem in Aladdin, gerade weil er NICHT ein reicher und berühmter Prinz ist, im Gegenteil, weil er am Anfang ein solcher zu sein scheint, mag sie ihn gerade deswegen nicht.

      • @Robin

        Das Gegenbild dazu von der feministischen Seite ist ja dieses:

        Disney Prinzen

        (Siehe die Links oben)

        „Belle weiß zu keinem Zeitpunkt, dass er eigentlich ein schöner Adelsmann ist und sie den Fluch brechen kann“

        Aber reich und berühmt ist er ja trotzdem.

        „Auch weiß ich nicht, was schlimm daran ist, “charming” zu sein. “

        Es geht nicht darum, dass es schlecht ist, sondern dass es Anforderungen an die Männer sind. „Sei Charmant, Reich, berühmt und Gutaussehend“ ist eben nicht gerade wenig. Das macht die feministischen Vorhalte, dass hier nur Anforderungen an die Frauen gestellt werden, etwas einseitig.

        “ Es ist doch positiv, dass sich die Mädels alle in ihre jeweiligen Prinzen verlieben, weil diese freundlich etc. sind, statt dass das Klischee “Frauen wollen Arschlöcher” zu bedienen.“

        Die Geschichten lassen sich dennoch sehr gut in klassische Pickupkonzepte einfügen, ich hatte das etwas höher in den Kommentaren für Aladin ja auch mal näher ausgeführt.

          • @Robin

            Klar, davor hatte ich ja oben schon beschrieben:

            Die erste Darstellung von Aladdin ist im Prinzip ein Aneinanderreihen von DHV. Frauen wollen ihn, er dominiert die Wächter, er hat einen treuen Gefolgsmann, er teilt obwohl selbst hungrig sein Essen mit den Kindern

            Das erste Treffen mit Jasmin ist keine Anmache, sondern er will ihr nur helfen, sie retten, ohne Hintergedanken. Das verbindet er mit einem geschickten Rollenspiel. Dann kommt etwas Copmfortbuilding “Do you trust me?”, der Blick über den Palast, etc

            Beim Einzug in die Stadt macht der Dschini auch klassische DHVs.

            Und der Flug mit dem Teppich ist auch ein DHV (fliegender Teppich!) und eine wunderbare Projektion des zukünftigen Lebens (“I can show you the world Shining, shimmering, splendid”, “There’s time to spare
            Let me share this whole new world with you”), also Comfort, verbunden mit Kino (er hält sie fest, sie halten sich bei der Hand) und Dominanz (“Don’t you dare close your eyes”) dazu eine gewisse NLP Sprache (“Tell me, princess, now when did You last let your heart decide?” “No one to tell us no”). Ein interessanter Film. Die Dynamik der Liebesgeschichte ist gut gemacht.

            Das sie ihn als Bettler mochte zeigt ja nur die Wirkung von Alphamannverhalten über formellen Status. Und danach ist er ein Alphamann mit Teppich, Flaschengeist und Retter des Reiches. Also hat er auch ohne seinen vorgetäuschten Titel Status aufgebaut.

      • „Aber reich und berühmt ist er ja trotzdem.“

        Er lebt in einem gruseligen dunklen Schloss versteckt im Wald und niemand weiß davon. Ja, total berühmt.

        „Die Geschichten lassen sich dennoch sehr gut in klassische Pickupkonzepte einfügen, ich hatte das etwas höher in den Kommentaren für Aladin ja auch mal näher ausgeführt.“

        Mein lieber Christian, das hörst du nicht zum ersten Mal: ALLES, was erfolgreich ist, lässt sich von Pickup vereinnahmen. Deshalb ist diese Ideologie ja auch so läppsch.

        • @Robin

          „ALLES, was erfolgreich ist, lässt sich von Pickup vereinnahmen.“

          Klar. Sonst würde es ja auch nicht funktionieren

          „Deshalb ist diese Ideologie ja auch so läppsch.“

          Du nennst es läppsch. Ich nenne es ein Herausarbeiten der Gemeinsamkeiten und Regeln

        • „Klar. Sonst würde es ja auch nicht funktionieren“

          Du merkst einfach nicht, dass deine allabendliche Bettlektüre eine Ansammlung von Allgemeinplätzen, Selbstverständlichkeiten und rudimentärster Sozialkompetenz ist.
          Es gab auch schon Flirts und Liebe, bevor jemand das „Pickup“ nannte.

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