Sexuelle Selektion und Feminismus

„Darwin hatte bei der sexuellen Selektion zwei entscheidende Prozesse vor Augen: die Konkurrenz der Männchen um den „Besitz“ der weiblichen Sexualpartner und die Selektion unter den männlichen Bewerbern durch wählerische Weibchen. Männliche Waffen und Kampflust entwickelten sich für die Auseinandersetzung mit anderen Männchen, männlicher Schmuck und Werbungsverhalten zum Anlocken der Weibchen. […] Die Theorie der sexuellen Selektion schlug ein wie eine Bombe, und sexuelle Selektion durch weibliche Auswahl war ein besonderer Skandal. […] Männliche Wissenschaftler gingen fest davon aus, dass junge unverheiratete Damen schillernde Kleider und Schmuckstücke zu tragen hatten, um die Aufmerksamkeit der begehrten Junggesellen auf sich zu ziehen. […] Ihnen gefiel einfach die Tatsache nicht, dass Männchen Sexualobjekte sein sollten, die durch weibliche Auswahl akzeptiert oder abgelehnt wurden (Dieser Punkt wurde übrigens oft von Darwins feministischen Kritikerinnen oft übersehen, die ihm zu Unrecht unterstellten, er verkörpere die gesellschaftliche Haltung seiner Zeit).“

(Aus: Geoffery F. Miller, Die sexuelle Evolution, Partnerwahl und die Entstehung des Geistes)

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