Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 25. Juli 2014

Körper-Geist-Problem (Philosophie des Geistes)

Das Körper-Geist-Problem ist in der Wikipedia wie folgt beschrieben:

Der Kern der Philosophie des Geistes ist das Leib-Seele-Problem, das manchmal auch „Körper-Geist-Problem“ genannt wird. Es besteht in der Frage, wie sich die mentalen Zustände (oder der Geist, das Bewusstsein, das Psychische, die Seele) zu den physischen Zuständen (oder dem Körper, dem Gehirn, dem Materiellen, dem Leib) verhalten. Handelt es sich hier um zwei verschiedene Substanzen? Oder sind das Mentale und das Physische letztlich eins? Dies sind die zentralen Fragen der Philosophie des Geistes. Jede Antwort wirft jedoch zahlreiche neue Fragen auf. Etwa: Sind wir in unserem Denken und Wollen frei? Könnten Computer auch einen Geist haben? Kann der Geist auch ohne den Körper existieren? Die Philosophie des Geistes ist daher mittlerweile ein enorm differenziertes Projekt. Bereits Platon hat dies in seinem DialogPhilebos (30a) thematisiert: „Sokrates: Unser Leib, wollen wir nicht sagen, der habe eine Seele? Protarchos: Offenbar wollen wir das. Sokrates: Woher aber, o lieber Protarchos, sollte er sie erhalten haben, wenn nicht auch des Ganzen Leib beseelt wäre, dasselbe habend wie er und noch in jeder Hinsicht trefflicher?“

Mit leuchtet das tatsächliche Problem dahinter aber nicht wirklich ein. Ich kann verstehen, dass Sokrates und Co das Problem beschäftigt, gerade weil es auch schnell einen religiösen Bezug hat. In heutiger Zeit leuchtet es mir aber nicht wirklich ein.

Wenn man immer kompliziertere Computer mit immer höherer Rechenkraft kennt, dann ist einem zumindest klar, dass auch vollkommen unbelebte Materie mit der Hilfe von bestimmten Regeln bestimmte Probleme lösen kann. Das muss man sich letztendlich nur komplizierter und ausgereifter vorstellen.

Wir sehen ja auch die langsamen Übergänge der “Biocomputer” von Quallen, die auf Lichteinfall eine bestimmte Bewegung durchführen, über Insekten mit recht einfachen Entscheidungsmöglichkeiten bis hin zu den intelligenteren Tieren, und schließlich über die Primaten zu uns. Dabei ist unser Gehirn genauso aufgebaut wie ein sonstiges Primatengehirn, wir haben keinen Bereich, der sich wesentlich in der grundlegenden Funktion unterscheidet, sie sind insoweit lediglich ausgebauter.

Und unser Gehirn ist unglaublich leistungsfähig und die Evolutionhatte ein paar Milliarden Jahre Zeit an der passenden Software zu schreiben.

Die Vorstellung eines “Chinesischen Raums” geht insofern an der Sache vorbei: Wir haben es eben nicht mit einer solch simplen Befolgung von Regeln zu tun, sondern einem hoch komplexen Rechenzentrum, dass assoziative Verbindungen herstellen kann und Regeln daraus herleiten kann.

Insofern ist es aus meiner Sicht klar, dass mentale Zustände auch immer materielle Zustände sind, aber eben eingeordnet in eine komplexe “biologische Software”, die auf abgespeicherte Erfahrungen und (vermeintlich) erkannte Regeln zurückgreift.

Insofern wäre Bewußtsein nur eine Illusion, aus meiner Sicht so etwas wie eine Benutzeroberfläche, auf der bestimmte Rechenoperationen dargestellt werden, wobei wir teilweise deren Limitierungen nicht mitbekommen.

Hier scheint mir teilweise auch einfach ein “Argument aus Nichtwissen” mit hereinzuspielen: “Weil wir das Gehirn und seine genaue Arbeitsweise noch nicht verstehen, lassen sich mentale Zustände Gehirnzustände oder funktionale Zustände zurückführen”. Dabei kann es auch schlicht auf eine Weise funktionieren, die wir noch nicht verstehen bzw. wir stellen uns ein falsches Bild davon vor, was wir eigentlich für ein Bewußtsein, den Geist oder die Seele halten.

Im Wikipediaartikel heißt es dann zu einer der dort vertretenen Theorien:

Daraus ergibt sich die Frage, ob es einen nichtreduktiven Materialismus geben kann (…) Oft wird die Idee mit dem Begriff der Supervenienz formuliert: Mentale Zustände supervenieren über physischen Zuständen, sind aber nicht auf sie zurückführbar. „Supervenieren“ beschreibt dabei eine Abhängigkeitsbeziehung: Das Mentale kann sich nicht verändern, ohne dass sich das Physische verändert.

Das scheint mir die Vorstellung zu sein, dass sich der Computer ändern muss, wenn ein neuer Software-Programmteil aufgerufen wird. Warum man das dann nicht über die Aktivierung von bestimmten neuronalen Netzwerken und dem Abrufen bestimmter assoziativer Vorgänge einordnen kann und daraus etwas so besonderes macht verstehe ich wiederum nicht. Sicherlich verändert sich auch das Gehirn mit jedem Denken und jedem lernen. Eben indem Informationen abgespeichert und neue Verbindungen in bestimmten Bereichen hergestellt werden. Aber das scheint ja nicht wirklich gemeint zu sein.

Was sich mir ebenfalls nicht erschließt ist, was diese Theorien in der praktischen Anwendung bedeuten sollen. Wenn also das Mentale das Psychische verändert, zu was führt das? Eine absolute Plastizität des Gehirns? Dazu, dass es keine biologisch festen Regeln geben kann? Zu einer Anfälligkeit für Sozialkonstruktivismus?

Auch Supervenienz scheint mir da wenig praktische Anhaltspunkte zu geben, etwa in welchem Umfang was verändert werden kann oder wie diese Veränderung von statten geht. Es bleibt für mich ein sehr abstraktes Konzept, aus dem man erst einmal nichts herleiten kann.

Vielleicht kann es mir aber jemand erklären

Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 24. Juli 2014

Wie mit Männern umgehen, die sich über Benachteiligungen beschweren?

Auf der Seite der EMMA wird die Frage gestellt, wie man denn damit umgeht, wenn Männer anführen, dass sie auch benachteiligt werden:

Sie ist eine junge Feministin. Und jedes Mal, wenn sie das thematisiert, tönen ihr solche Sätze entgegen: Die “armen Männer” werden doch inzwischen “total ausgenutzt”. Jetzt ist sie auf der Suche nach knackigen Argumenten, die sie ihren Gegnern entgegenschleudern kann. Wer hat Ideen?

Aus den Antworten:

Jolanda rät:

Wenn im Bekanntenkreis mal wieder einer von den armen Männern rum jammert, dann bestätige ich ihn betont übertrieben, “ja, ja die Männer sind schon arm dran, haben wirklich nichts mehr zu melden …” etc. Die Reaktionen sind folgende, entweder: 1) “Verarschen kann ich mich alleine” – ich lächle vielsagend und damit ist das Thema erledigt. 2) Keine Reaktion – plötzlich bestätigt auf der Seite “arm” und “nichts zu melden” zu sein, wollen die Jungs auch nicht und lassen das Thema dann von selbst. 3) Der Jammerer geht auf meine Überteibung ein und damit ist das Thema auch durch. Das wars dann.

Das ist kein schlechter Tipp. Im Prinzip eine klassische Agree und Amplify-Taktik, also zustimmen und dann übertreiben. Und gleichzeitig der wunde Punkt vieler Männer: Ihnen steht die Opferrolle nicht. Sie lassen einen schlecht dastehen, so dass bei einer Bestätigung das Ziel voll erreicht ist und der andere an Gesicht verliert.

Was wäre die Gegenmaßnahme? Wahrscheinlich einfach ebenfalls Agree and Amplify “Stimmt, was regen sich die Männer so auf, nur behinderte Mädchen Zusatzhilfen bekommen und behinderte Jungs nicht, die kleinen Bastarde, die sollen mal lieber echte Männer werden, das sehe ich genau so. Und das Frauen im Trennungsjahr keine Arbeit aufnehmen müssen und statt dessen vollen Unterhalt verlangen können, dass ist noch nun wirklich nichts, was ist schon ein Jahr? Das muss man als echter Mann abkönnen. Und das männliche Schüler halt seltener aufs Gymnasium kommen liegt halt auch nur daran, dass sie nicht hart genug sind. Das haben die Kinder verdient”. Sollte man aber nicht zu verbittert klingen.

SaKi rät:

ie pädagogische Fachwelt hat sich unter einschlägigen Begriffen wie Genderforschung/- bewusstsein oder Diversity schon längst professionell mit Bevorzugung oder Benachteiligung aufgrund des Geschlechts auseinandergesetzt. D.h. pädagogische Theorie und Praxis sollte dies verhindern. Als schließlich in den letzten Jahren prozentual Mädchen mit guten Zeugnissen und an Gymnasien gleich auf waren mit Jungs, wurde sich nochmals speziell auf die Jungs konzentriert. Es gab auch einen Medienaufschrei, dass haben belesene TierfreundE sicherlich mitbekommen – wie gesagt, die vermutete Problematik ist nicht untergegangen.
Also muss sich dein Bekannter (stellvertretend) keine Sorgen machen. Er könnte sich im Gegenzug dafür einsetzen, dass Männer leichter Ihr Berufsleben mit der Familie vereinbaren können, oder für die Forschung zur „Pille für den Mann“ – damit sein Liebesleben selbstbestimmter wird…es gäbe schon was zu tun.

Also quasi den Schwung des Angriffs ummünzen in ein das eigene Lager ziehen: Schau, du musst einfach nur den Feminismus unterstützen, dann werden auch die Männerprobleme beseitigt, wir sind auf deiner Seite! Dass das so nicht stimmt, sondern dort eher das Feindbild Mann hochgehalten wird, wurde hier ja schon oft genug behandelt. Entsprechendes müsste man wohl erwidern.

Chibi-Chan rät:

Ich persönlich mache das so, dass ich einfach nur in einem Satz sage, dass ich das komplett anders sehe und die Position meines gegenübers für ignorant und populistisch halte. Das klingt zwar hart, ist aber die Wahrheit und ich sage es höflich und nett aber bestimmt. Entweder mein Gegenüber ist aufgeschlossen und fragt mich genauso höflich nach meiner Position und geht auf eine wirkliche Diskussion mit mir ein oder eben nicht.+

Das wäre ja dann ein Abblocken durch eine deutlich negative Reaktion, aber immerhin mit einer gewissen Gesprächsbereitschaft.

Lia rät:

Hier wurde vorgeschlagen, Antifeministen zu beschämen, indem man sie zu Jammerlappen erklärt (Ooooh, Du Armer). Das ist eine sehr gute Taktik, denn Männer können es nicht mit ihrem Selbstbild vereinbaren, schwach zu sein. Männer sind lieber “Hart wie Kruppstahl und zäh wie Leder”, sie gehen durch’s Feuer und jammern nicht!
Diese Taktik wurde in Streitgesprächen auch schon von Bascha Mika angewandt (“Muss ich Ihnen sagen, Sie sind ein Jammerlappen”) oder Thea Dorn (“Ich weine gleich”). Damit kann man Dritte erreichen, aber der Angesprochene wird eher davon ausgehen, dass man reaktionär sei und vielleicht gewalttätig werden, um sein Männlichkeit zu beweisen.

Also auch die Abwertung der Männlichkeit nach klassischen Schema, allerdings noch gezielter auf die Person (Nicht “ihr Männer”, sondern “du armer”). In der Tat kann man damit Männer, die es nicht ertragen können als weich zu gelten, in Rage bringen. Man kann es einfach abwehren, indem man dabei ruhig bleibt und es an sich abprallen lässt. Wahlweise kann man sie als schlechten Menschen darstellen, weil sie sich über einen lustig macht, wenn man tatsächlich etwas erlitten hat (“ich habe meine Tochter seit 3 Monaten nicht gesehen, aber mach dich ruhig darüber lustig, es ist schon schlimm, wenn man sein Kind liebt”) oder das persönliche zurückweisen.

Aber im Ganzen ist es ja schön, dass Feministinnen häufig darauf angesprochen werden. Das zeigt, das sich da ein gewisser Widerstand entwickelt.

 

Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 23. Juli 2014

Scheidung: Wie häufig scheitert die Ehe?

in der Süddeutschen finden sich neue Zahlen zur Scheidung:

  • Die Zahl der Ehescheidungen in Deutschland geht zurück: 2013 gingen 5,2 Prozent weniger Paare auseinander.
  • Nach wie vor gehen aber 36 Prozent aller Ehen in Deutschland in die Brüche.
  • Frauen wollen häufiger die Scheidung als Männer.

Aus dem Text:

Nach wie vor wird aber mehr als jede dritte Ehe in Deutschland geschieden - 36 Prozent der Ehepartner gehen innerhalb von 25 Jahren auseinander. Die Paare warten mit diesem Schritt aber immer länger. So betrug die durchschnittliche Dauer der2013 geschiedenen Ehen 14 Jahre und 8 Monate. 20 Jahre zuvor waren Paare im Schnitt nur 11 Jahre und 7 Monate verheiratet, wenn sie vor den Scheidungsrichter traten.

Also etwas weniger Scheidungen, die Ehen halten auch etwas länger. Gegenwärtig ist es noch wahrscheinlicher, dass eine Ehe hält als das sie nicht hält.

Zu der Frage, wer die Scheidung einreicht:

Bei den 2013 geschiedenen Ehen wurde der Scheidungsantrag häufiger von der Frau gestellt, und zwar in 52 Prozent der Fälle. Nur 40 Prozent der Männer reichten den Antrag ein. In den übrigen Fällen entschieden sich beide Ehegatten gemeinsam für die diesen Schritt (acht Prozent)

Bei der Mehrzahl aller Scheidungen waren die Ehepartner seit einem Jahr getrennt: 141 200 Ehen wurden 2013 nach einjähriger Trennung geschieden. Bei 1900 Scheidungen waren die Partner noch kein Jahr zusammen. Die Zahl der Scheidungen nach dreijähriger Trennung lag bei 26 100. In den verbleibenden gut 600 Fällen erfolgte die Scheidung aufgrund anderer Regelungen, beispielsweise nach ausländischem Recht.

Da frage ich mich, wie man eine gemeinsame Scheidung einreichen soll. Einen Scheidungsantrag kann immer nur eine Seite zuerst einreichen, es können zwar gleichzeitige Anträge eingehen, aber das wird wohl kaum in 8 Prozent der Fälle der Fall sein. Natürlich kann man auch wenn der andere die Scheidung beantragt hat dann noch einen eigenen Scheidungsantrag stellen oder der Scheidung zustimmen. Da die Scheidung selbst aber wenig Voraussetzungen hat, wird diese selten der wirklich streitige Punkt sein. Es reicht, wenn das Trennungsjahr abgelaufen ist und zumindest einer die eheliche Lebensgemeinschaft nicht wieder herstellen möchte. Ich vermute mal, dass mit “Bei 1900 Scheidungen waren die Partner noch kein Jahr zusammen” eher gemeint ist, dass sie weniger als ein Jahr getrennt gewesen waren, da es dann um eine sog. Härtefallscheidung geht, bei der das Trennungsjahr nicht abgewartet werden soll und die wesentlich schwerwiegenderer Voraussetzungen hat. Das passt besser in die Auflistung.

Das Frauen die Scheidung eher beantragen kann an verschiedenen Punkten liegen:

  • Die Männer können möglicherweise schwerer loslassen, wobei durch die Scheidung selbst sich eigentlich nicht so viel ändert. Allerdings kann man so den Zugewinn herausschieben, was für einige vielleicht ein sehr unangenehmer Punkt ist. Theoretisch ist es üblicherweise für denjenigen, der mehr Geld verdient, günstiger, den Scheidungsantrag so früh wie möglich zu stellen
  • Die Frauen müssen eh früher als der Mann zum Anwalt, da sie häufiger den Unterhalt geltend machen müssen und wissen müssen, wie viel sie bekommen. Der Mann muss dann nicht unbedingt zum Anwalt, wenn er die Zahlen akzeptiert
  • Die Frau bekommt aufgrund des geringeren Einkommens eher Verfahrenskostenhilfe und deswegen wird die Scheidung einvernehmlich eher von der Frau beantragt, während der Mann keinen Anwalt nimmt und einfach nur zustimmt (die “Ein Anwalt”-Lösung, nur derjenige, der einen eigenen Antrag stellen will benötigt einen Anwalt)

 

Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 22. Juli 2014

Kritikrunde: Der “C&A-Maskulismus”

Bei Elmar und Co ist häufig die Rede von einem “C&A-Maskulismus“. Dabei scheint es den Betreffenden darum zu gehen, dass Arne und Ich in irgendeiner Form eine Verschwörung betreiben um 1. die Vorherrschaft im Maskulismus anzutreten und 2. alle anderen rauszudrängen.

So schreibt Elmar beispielsweise:

Arne Hoffmann berichtete letztens über eine neue FES-Studie über Maskulismus und prompt folgt die Herde der C&A-Maskulisten brav dem neuen Trend. Doch während Arne seinem treuen Vasallen auf die Schulter klopft, gibt es noch eine andere Sichtweise auf die Affaire, die – sollte sie richtig sein – deutlich macht, daß wir Maskulisten mit unserer in posts gegossenen Empörung politisch naiv genug waren, uns mal wieder von den Feministen vorführen zu lassen.

Also das Bild einer Herde der übrigen Blogger mit Arne und mir als Anführer. Die “Fundamentalisten” hingegen außerhalb dieses simplen Herdentriebes mit eigenen Meinungen

In einem weiteren Artikel ergänzt Elmar seine Kritik las Reaktion auf eine Stellungnahme von Schoppe:

Ich finde nicht, daß Arne und Evochris die wichtigsten Personen sind. Sie sind sicher am sichtbarsten, aber ihr Einfluß gefällt mir oft nicht und es freut mich, daß Schoppe, diese blogger in (8) für kritisierbar erklärt. Mein Eindruck ist, daß es andere blogger und Kommentatoren gibt, deren kluge und ideenreiche Beiträge durch diese mainstream-Macher zu stark in den Hintergrund gedrängt werden, ihr Wunsch nach Dominanz schadet mehr als er nützt. Schoppe appelliert nicht ganz zu Unrecht an eine Fraktionsdisziplin und vermutlich hat der die Idee, daß Geschlossenheit mehr nützt und Disput – wenigstens im gegenwärtigen Stadium – eher schadet. Doch wie wollen wir das abschätzen? Nach meiner Ansicht ist es für eine Fraktionsdisziplin viel zu früh, denn die Breite maskulistischer Perspektiven entfaltet sich gerade erst und Fraktionsdisziplin macht nur Sinn, wenn man schon über eine gewisse politische Wirksamkeit verfügt. Doch davon sind wir weit entfernt.

Und zu den Zielen des “C&A-Maskulismus” schreibt Elmar an gleicher Stelle:

 In letzter Zeit ist tatsächlich sichtbar geworden, daß einige, die sich für gemäßigt halten, ganz andere Motive und Positionen haben als C&A. aranxo und LoMi sind paradigmatisch und mit LoMi kann ich sehr konstruktiv diskutieren. Der Grund dafür liegt darin, daß von C&A das label der Mäßigung in einem anderen Sinn benutzt wird, als viele andere blogger und Kommentatoren es tun. Mit den inhaltlichen Positionen Gemäßigter wie LoMi oder aranxo kann der Fundamentalismus prima leben und er opponiert auch nicht gegen sie – wenngleich es schwierig ist, herauszubekommen, was Gemäßigte eigentlich vertreten. Vor allem LoMi hat eine recht theoretisch Vorstellung von Mäßigung, die man nicht einfach vom Tisch wischen kann.

Wogegen der Fundamentalismus hingegen in Wahrheit opponiert – und das ist bisher von uns leider nicht richtig dargestellt worden – ist die Idee von an den mainstream anschlußfähiger Positionen. Männerstreik hat diese Idee als erster gehabt, aber er rastet leider immer aus, so daß sie nur schlecht sichtbar war.

Arne, Christian und z.B. auch Leszek betonen immer wieder, daß sie nur mit bestimmten feministischen Positionen kein Problem haben. Radikalfeminismus und einen gewissen Genderfeminismus lehnen sie ab, aber wenn es um das geht, was sie Equity-Feminismus nennen, dann hellen sich ihre Mienen auf.

(…)

Tja. Ich glaube eher, daß die C&A-Fraktion zum Teil aus Leuten besteht, die durch ihre Beschäftigung mit dem Feminismus gewieft genug geworden sind, um gelernt zu haben, wie man personlichen Vorteil aus dem Maskulismus schlagen kann. Andere sind naiv und wieder andere benutzen die Affaire um ihre persönlichen ressentiments auszuleben.

Also der Gedanke, dass man sich (wohl durch Anbiederung (mitttels Biologismus?) an den Feminismus (wohl den Equity-Feminimus?)) Posten für später sichern will. Vielleicht auch in der Masku-Szene, wenn sie denn mächtig wird.

Ich habe mich bisher eigentlich für einen Blogger gehalten, der gerne und häufig auf andere Blogs verlinkt und neue Blogs gerne weiterempfiehlt. Und gerade Elmar kann sich aus meiner Sicht nicht beschweren. Ich habe auf viele seiner Artikel verlinkt. So gesehen die perfekte Starthilfe für seinen Blog, wenn seine Ideen die Leser überzeugen, selbst wenn meine Artikel kritisch waren. Ich vermute mal, dass die Tage als ich auf ihn verlinkt habe, zu seinen stärkeren gehört haben dürften. Ich wüsste auch nicht, wie ich andere Blogger vom Artikelschreiben abhalten sollte oder jemals irgendjemanden davon abgehalten habe, einen Artikel zu schreiben (wie auch?). Üblicherweise ist die Kritik wohl eher, dass ich zuviel radikale Stimmen auf meinem Blog in den Kommentaren zulasse als das ich jemanden hindere, etwas zu sagen, solange es nicht beleidigend ist.

Persönliche Vorteile aus dem Maskulismus? Bisher eher nicht, außer dem Spass am bloggen. Als anonymer Blogger auch eher schwierig.

Aber ich lasse mich ja da eines besseren belehren. Wer also schon immer Kritik an der Dominanz des “C&A-Maskulismus vorbringen will, der kann das gerne in den Kommentaren machen. (Ich erteile jetzt schon eine Amnesty für die Zeit nach der Revolution, dürfte bei dem dann vorhandenen Posten ja in meiner Hand liegen). Wer als Vasall Arnes und meiner Herde nur mein Lob blöken möchte kann das natürlich auch gerne wie immer machen.  Vielleicht können wir auch schon die Posten verteilen.

Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 21. Juli 2014

Erfahrungenberichte zu Pickup: Signale lesen und ihr die Entscheidung erleichtern

Gerhard hat in einem Kommentar dargestellt, was er aus Pickup ziehen konnte:

Ich habe irgendwann mal gemerkt, was ich für einen fürchterlichen Anfängerfehler gemacht habe. Irgendwie sowas, was alle tun. Die schönste Frau der Welt(tm) gesehen, stundenlang verstohlen hinterhergestarrt und nach genug konsumierten Bier sie angequatscht. Einfach gruselig. Furchtbar.

PU hat mir genau erklärt, warum das Kacke ist. Gewußt habe ich es eigentlich vorher schon. Ich bin zu alt für Quatsch wie Erdbeerfeld. PU hat mir halbwegs gangbare Wege aufgezeigt und Dinge die funktionieren. ZB KINO.

Es hat vor allem meinen Blick geschärft für Situationen, die einfach nicht funktionieren. Frauen, die keine Interaktion wünschen. Und für Situationen, die funktionieren. Früher mußten manchmal Frauen nackt vor mir stehen, bis ich es endlich kapiert habe. Jetzt weiß ich, wenn eine Frau beim zweiten Date zu mir nach Hause zum “gemeinsam kochen” kommt, wird — gekocht. Und sie wäre ziemlich sauer wenn ich nicht die Initiative ergreifen würde. Was keinesfalls heißt, daß es nicht einfach beim Kochen und einem netten Abend bleiben kann. Was daran liegen kann, daß sie keine Lust auf Nachtisch hat, oder ich oder beides oder ich es einfach vergeigt habe.

Die Initiative kann man übrigens sehr deutlich zeigen ohne auch nur im geringsten übergriffig, uncharmant oder sonstwie drängend zu sein. Genau genommen wäre dies der sicherste Weg zum Mißerfolg.

Schlußendlich läuft es aber auf Signale lesen aus. Es ist eigentlich immer die Frau,die die Entscheidung trifft. Ich versuche nur, ihr die Entscheidung für mich zu erleichtern oder zumindest nichts zu tun was dafür hinderlich wäre. Deshalb bin ich auch immer sehr amüsiert und belustigt wenn PU als Geheimwissen, Pseudowissenschaft oder gar fiese, unfaire Tricks dargestellt wird.

Also eigentlich viel gesunder Menschenverstand, genug Empathie aber auch Basiswissen in biologischer Richtung wie Frauen ticken. Und Ehrlichkeit. Ihr zu sagen, daß sie nicht die einzige ist, gehört dazu wenn es so ist. Ach ja, und eine gehörige Portion Selbstentwicklung. Eigentlich der Großteil, aber der war hier nicht gefragt.

Das habe ich auch bei mir festgestellt. Wo ich früher vollkommen verwirrt war, weil ich das Verhalten der Frau widersprüchlich fand oder nicht verstand, warum sie alles so kompliziert macht oder was sie nun wirklich will, kann ich jetzt Zeichen wesentlich schneller lesen und mir sind Situationen sehr viel klarer. Initiativeergreifen, dass “Spiel mit der Zurückhaltung”, all das ist mir viel deutlicher geworden. Routinen wie das Erdbeerfeld habe ich auch nie genutzt, sie kamen mir gekünstelt vor. Aber bestimmte Elemente nicht zu nutzen und die für sich richtigen rauszusuchen, dass ist auch ein sehr interessanter Prozessen.

Ich glaube, dass das Bild von Pickup, welches Gerald hier zeichnet, vielen Kritikern von Pickup kaum vermittelbar sein wird: Mit dem aus Pickup erworbenen Wissen soll man ehrlicher sein können? Man soll Frauen besser verstehen und ihre Zeichen besser lesen können? Es soll nur etwas um Entscheidungserleichterung gehen, wenn man doch eigentlich Psychotricks anwendet? Ich selbst finde sie sehr gut nachvollziebar. Denn ich habe die gleichen Erfahrungen gemacht: Ich fühle mich sicherer im Flirtbereich, ich ordne Verhalten eher ein und verstehe es und gerade deswegen kann ich mich geben, wie ich bin.

Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 20. Juli 2014

Konstruktivismus, Frames und objektive und subjektive Wahrheiten

Im Konstruktivismus geht es laut Wikipedia um das Folgende:

Konstruktivismus nennen sich mehrere Strömungen in der Philosophie des 20. Jahrhunderts. Aufgrund des gemeinsamen Namens werden sie oft irrtümlich für übereinstimmend gehalten. Die meisten Varianten des Konstruktivismus gehen davon aus, dass ein erkannter Gegenstand vom Betrachter selbst durch den Vorgang des Erkennens konstruiert wird. In der Fachsprache der Philosophie ausgedrückt, nehmen sie damit eine nominalistische Position zum Universalienproblem ein.

Während im Radikalen Konstruktivismus die menschliche Fähigkeit, objektive Realität zu erkennen, mit der Begründung bestritten wird, dass jeder Einzelne sich seine Wirklichkeit im eigenen Kopf „konstruiert“, glauben Anhänger des Erlanger Konstruktivismus an eine gemeinsame Konstruktionsweise: dass es mit Hilfe einer besonderen Sprach- und Wissenschaftsmethodik möglich sei, „das naive Vorfinden der Welt“ zu überwinden und durch „methodische Erkenntnis- und Wissenschafts-Konstruktion“ zu ersetzen.

Wesentliche Übereinstimmungen sind:

Bei aller Unterschiedlichkeit der disziplinären Herkunft einzelner Ansätze können folgende Gemeinsamkeiten festgehalten werden:[1]

  • Im Zentrum stehen nicht ontologische WAS-Fragen, sondern epistemologische WIE-Fragen, d. h. es geht im Kern nicht um das Wesen der Dinge, sondern um den Prozess und die Entstehung ihrer Erkenntnis.
  • Maßgeblich ist die Orientierung am Beobachter bzw. an der erkennenden Instanz und nicht an der beobachterunabhängigen „Realität“.
  • Abschied von der Vorstellung einer absoluten Wahrheit und einer empirischen Objektivität, weil der Beobachter nicht als unabhängig von der Erkenntnis angesehen werden kann.
  • Interesse an der Differenz und Pluralität von möglichen bzw. wirksamen Wirklichkeitsauffassungen.
  • Autonomie des Beobachters aufgrund der Selbstregelung, -steuerung bzw. -organisation der erkennenden Instanz.
  • Erkenntniswert von zirkulären und paradoxen Denkfiguren im Zusammenhang mit dem Phänomen der Rekursion.

Es lässt sich also zusammenfassend sagen, dass der Konstruktivismus die Erschaffung eigener Realitäten, Dimensionen oder sogar Fähigkeiten behandelt, die durch das eigene Erkennen oder den Glauben an diese Realitäten, Dimensionen oder Fähigkeiten erst entstehen. Dadurch nimmt jeder Mensch die Welt anders wahr, da das menschliche Unterbewusstsein Dinge hervorhebt oder sogar neu in das Sichtfeld einfügt, die ihm als wichtig erscheinen. So kann der Mensch seiner eigenen Wahrnehmung theoretisch gesehen nicht trauen, da diese immer in geringem Maße verzerrt ist, da auch jede Person von verschiedenen Menschen verschieden wahrgenommen wird.

Der Genderfeminismus ist eine solcher (radikaler) Konstruktivismus. In diesem gibt es keine Realitäten, sondern alles ist konstruiert, weswegen auch Biologie, die eben solche Realitäten vorgibt, auch mit diesen (radikalen) Theorien nicht in Übereinstummung zu bringen ist.

Vom Konstruktivismus abzugrenzen ist aus meiner Sicht die Frage, wie wir bestimmte Situationen bewerten können, bei denen man nur eine unvollständige Informationslage hat und teilweise auch nur haben kann.

Hier kann es aus meiner Sicht so etwas wie “subjektive Wahrheiten” geben. Es gibt zwar eine objektive Wahrheit, die jedoch für die Personen nicht zu ermitteln ist

Dieses Nichtwissen wird von unserem Gehirn gerne durch aus dessen Sicht naheliegende mögliche Kausalketten geschlossen. Wie die jeweiligen Fakten interpretiert werden kann dabei stark davon abhängen, welchen Frame man anlegt, mit welcher Grundhaltung man also an die Sache herangeht.

Dazu ein Beispiel:

Weil radikale Feministinnen jede Handlung von Männern in den Kontext Unterdrückung einordnen, sehen sie auch viel mehr Unterdrückung. Das diese nicht in dem Ausmaß da ist, bedeutet nicht, dass das Verhalten der Männer immer richtig ist, es kann sein, dass sie Handlungen eine falsche Motivation zuordnen, ihnen die negativen Beispiele stärker auffallen oder die Sachzusammenhänge falsch deuten.
Beispielsweise kann man ein männliches Auftreten als etwas sehen, was Rollen festlegt und die Frau unterdrückt oder als etwas, was von den Frauen stark nachgefragt wird. Dann fällt der Unterdrücker aber eben raus. Das Verhalten an sich kann trotzdem gut oder schlecht sein.

Konstruktivismus wäre die These, dass das Verhalten von Männern und Frauen auf einer Unterdrückung der Männer durch die Frauen beruht und bei einer Umgestaltung dieser sich das Verhalten ändern würde.

Die reine Frage, wie man etwas wahrnimmt, ist insoweit noch kein Konstruktivismus. Sie ist eine Folge unseres Gehirns, das eben mit zahlreichen Fehlern ausgestattet ist und Ereignisse nicht unbedingt wahrheitsgetreu wie eine Kamera aufnimmt, sondern filtert und interpretiert und dann teilweise auch in dieser bereits modifizierten Version abspeichert.

 

Hier kann also etwas entstehen, was für den anderen subjektiv richtig ist, aber eigentlich Falsch ist.

Insofern kann die eigene Wahrnehmung und insbesondere die Interpretation von Fakten sehr trügerisch sein. Was auch einer der Gründe dafür ist, dass entsprechende Menschen mit einem sehr starken Frame überall Unterdrückung sehen

Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 19. Juli 2014

Selbermach Samstag XCIV

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade? Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs oder auf den Blogs anderer? Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 19. Juli 2014

Thor als Frau

Marvel hat angekündigt, dass Thor fortan eine Frau sein wird.

Der bisherige Thor:

Thor aus dem Comic

Thor aus dem Comic

Thor

Thor aus dem Film

Und die Bilder von Thor als Frau:

Thor Frau

Thor Frau

thor-Frau

Das Statement dazu:

Marvel is excited to announce an all-new era for the God of Thunder in brand new series, THOR, written by Jason Aaron (Thor: God of Thunder, Original Sin) complimented with art from Russell Dauterman (Cyclops).

This October, Marvel Comics evolves once again in one of the most shocking and exciting changes ever to shake one of Marvel’s “big three” – Captain American, Iron Man and Thor – Marvel Comics will be introducing an all-new THOR, GOD OF THUNDER. No longer is the classic male hero able to hold the mighty hammer, Mjölnir, a brand new female hero will emerge will who will be worthy of the name THOR. Who is she? Where did she come from and what is her connection to Asgard and the Marvel Universe?

“The inscription on Thor’s hammer reads ‘Whosoever holds this hammer, if HE be worthy, shall possess the power of Thor.’ Well it’s time to update that inscription,” says Marvel editor Wil Moss. “The new Thor continues Marvel’s proud tradition of strong female characters like Captain Marvel, Storm, Black Widow and more. And this new Thor isn’t a temporary female substitute – she’s now the one and only Thor, and she is worthy!”

Series writer Jason Aaron emphasizes, “This is not She-Thor. This is not Lady Thor. This is not Thorita. This is THOR. This is the THOR of the Marvel Universe. But it’s unlike any Thor we’ve ever seen before.”

THOR is the latest in the ever-growing and long list of female-centric titles that continues to invite new readers into the Marvel Universe. This female THOR is the 8th title to feature a lead female protagonist and aims to speak directly to an audience that long was not the target for Super Hero comic books in America: women and girls.

Aus meiner Sicht können sie mit ihrer Figur natürlich machen, was sie wollen. Es ist ja nicht so, dass dieser Geschlechterswitch nicht schon häufiger versucht wurde.

Der erste Terminator war ein Mann, der zweite konnte sich in alles verwandeln, was er wollte, der dritte Terminator war eine Frau. Gut, es war eine Frau, die einen gewisses Fan Service bediente, aber dennoch.

Und auch bei Startrek gab es erst den Frauenhelden und Alphaman, dann die weise Vaterfigur und schließlich hat man es mit einer Frau versucht.

Und auch bei Thor selbst hatte man schon einiges versucht:

Thor Frau und Frosch

Thor Frau und Frosch

(ich habe keine Ahnung, ob die Angaben in dieser Grafik richtig sind, aber ich gehe mal davon aus)

Gerade Comic-Bücher leben immer wieder vom Schock, von der Ankündigung. Alle großen Superhelden dürften schon ein bis zweimal gestorben sein, einfach weil man den Markt anheizen wollte. Ein toter Superheld kann jederzeit wiederbelebt werden, eine Storyline ist nur so beständig, wie deren Verkaufszahlen. Und wenn einem keine neue Personenveränderung einfällt, dann ist es heute eben schnell die Frau. Das wirkt gleichzeitig modern und man kann etwas für sein Image tun und hat gleichzeitig ein gewisses Schockpotenzial, weil sich einige Fans darüber aufregen, was eine so unpassende Rollenneugestaltung wird.

Wird es ein Erfolg werden?

Aus meiner Sicht eher unwahrscheinlich. Wenn man sich das Ganzkörperbild der neuen Thor anschaut, dann sieht man relativ dicke Oberarme. Ich bezweifele, dass das Frauen besonders anzieht. Den Comics sind eben auch zur Identifikation mit dem Helden da. Und die wenigsten Frauen werden davon träumen, jemand zu sein, der mit einem Hammer und dicken Armen Bösewichte umhaut.

Die Männer wird es auch weniger interessieren. Für sie hätte man eine Thor vielleicht eher so aussehen lassen müssen:

Sexy Thor Frau

Sexy Thor Frau

was für ein Bauch - in der Tat göttlich

Thor am Meer – in sexy

Hat eigentlich eine der vielen weiblichen Aktionhelden wirklich bei den Frauen Erfolg gehabt? Ich wüßte nicht, dass Frauen wegen Lara Croft plötzlich Egoshooter bzw. Tomb Raider gespielt haben.

Aber immerhin haben sie ordentlich Publicity bekommen mit der Aktion. Und wer weiß, vielleicht gelingt ihnen echt eine gute Story. Vieles wird davon abhängen, wie sie den Charakter anlegen. Wird es ein tatsächlich weiblicher Thor, auch beim Verhalten oder bleibt sie da wie der bisherige Thor? Der geschlossenere Helm könnte auf eine geheime Identität hindeuten.

Bei den Filmen bleibt es allerdings bei dem männlichen Thor.

 

Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 18. Juli 2014

Pickup: Wayne Elise (aka Juggler)

 

(via ichichich)

 

Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 18. Juli 2014

Wie prüft man, ob eine Diskriminierung wegen des Geschlechts vorliegt?

Es wäre aus meiner Sicht interessant einmal ein Schema für die Prüfung, wann eine Diskriminierung wegen des Geschlechts vorliegt, vorzunehmen?

Die Kriterien, die mir dazu einfallen, wären:

  1. Liegt eine Abweichung zwischen Männern und Frauen vor?
  2. Welche Gründe bestehen für diese Abweichung? Welche Umstände begründen die Abweichung
  3. Rechtfertigen die Gründe/Umstände eine Abweichung?
  4. Kann man es ändern und mit welchen Kosten

Bei der Anwendung dieses Schemas würde  man meine ich eher zum Kern der Sache vordringen.

Man könnte dann diskutieren, inwieweit es Gründe für den Gender-Gap beim Gehalt gibt (Männer sind eher auf Karriere ausgerichtet, setzen weniger aus, machen mehr überstunden etc) oder ob es Gründe dafür gibt, dass Frauen eher nach einer Scheidung die Kinder bekommen (Kontinuitätsprinzip, Frauen übernehmen auch vorher im größeren Umfang die Betreuung der Kinder) oder ob es Gründe dafür gibt, dass Männer mehr Arbeitsunfälle erleiden (Frauen suchen bewußt sichere Jobs, Jobs die mehr Kraft erfordern haben auch häufig ein höheres Schadenspotential etc). Bei dem Punkt 3 ist natürlich auch einiges an subjektiver Wertung möglich. Und Punkt 4 kann schließlich Debatten dazu eröffnen, welche Kosten entstehen und ob eine Änderung überhaupt möglich ist. Dabei wäre auch zu prüfen, ob die Leute es überhaupt wollen (weil es die Kosten erhöht) und welchen sozialen Druck man ausüben muss, um eine Verhaltensänderung entgegen evtl biologischer Dispositionen zu bewirken.

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